Fernstudium Ernährungswissenschaften: Alle Studiengänge im Vergleich + Studiengang-Finder

Von Ökotrophologie bis Ernährungsberatung – Bachelor und Master ab 140 €/Monat mit DGE-Anerkennung
Von Christian Wolf, Gründer und Chefredakteur  · Letzte Aktualisierung 08.10.2026

Ernährungswissenschaften kannst du im Fernstudium als Bachelor, Master oder MBA studieren – staatlich ab 2.806 € Gesamtkosten an der Hochschule Anhalt, privat ab 219 € im Monat. Welcher Studiengang passt, hängt weniger am Preis als an einer Frage, die kaum jemand sauber beantwortet: Was darfst du mit dem Abschluss hinterher eigentlich tun?

Unten findest du alle Studiengänge mit Kosten und Abschluss, dazu den Studiengang-Finder, der dich in drei Schritten zu passenden Programmen führt.

Alle Fernstudiengänge im Fachbereich Ernährung im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 27 Kurse im Fachbereich Ernährungswissenschaften. Gezeigt werden die ersten 20 Top-Kurse. Nutze die Filterfunktion oder unsere Suche, um weitere Kurse im Fachbereich zu entdecken.

Fernstudium · Bachelor of Arts (B.A.)

beliebt!

Ernährungsberatung

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement · B.A. · 7 Semester

Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
7 Semester 8 Kommentare & Fragen
ab 360 € monatlich 15.120 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

beliebt!

Ernährungswissenschaften

IU Internationale Hochschule · B.Sc. · 6 Semester · 3,0

IU Internationale Hochschule
6 Semester Zertifizierung zum Ernährungsberater bzw. zur Ernährungsberaterin möglich 12 Kommentare & Fragen
ab 235 € monatlich 15.063 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Ernährungstherapie

Hochschule Anhalt · B.Sc. · 7 Semester

Hochschule Anhalt
7 Semester Bernburg 4 Kommentare & Fragen
ab 7.000 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Ernährung & Diätetik

Fernfachhochschule Schweiz · B.Sc. · 9 Semester

Fernfachhochschule Schweiz
9 Semester 2 Kommentare & Fragen
ab 16.200 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

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Diätetik

IU Internationale Hochschule · B.Sc. · 3 Semester

IU Internationale Hochschule
3 Semester Fernstudium für staatlich geprüfte Diätassistenten in nur 3 Semestern 12 Kommentare & Fragen
ab 259 € monatlich 9.481 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Ernährungswissenschaften

SRH Fernhochschule - The Mobile University · B.Sc. · 6 Semester · 4,2

SRH Fernhochschule - The Mobile University
6 Semester
ab 235 € monatlich 15.163 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Agrarmanagement

IU Internationale Hochschule · B.Sc. · 6 Semester

IU Internationale Hochschule
6 Semester
ab 259 € monatlich 15.063 € insgesamt
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Berufsbegleitendes Studium · Bachelor of Engineering (B.Eng.)

Lebensmitteltechnologie

Hochschule Anhalt · B.Eng. · 8 Semester

Hochschule Anhalt
8 Semester Köthen 2 Kommentare & Fragen
ab 5.248 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

beliebt!

Ernährungswissenschaften

APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft · B.Sc. · 6 Semester

APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
6 Semester 6 Kommentare & Fragen
ab 249 € monatlich 11.448 € insgesamt
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Berufsbegleitendes Studium · Master of Engineering (M.Eng.)

Lebensmitteltechnologie

Hochschule Anhalt · M.Eng. · 5 Semester

Hochschule Anhalt
5 Semester Köthen
ab 4.224 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Arts (B.A.)

Ernährungswissenschaft

Europäische Hochschule für Innovation und Perspektive · B.A. · 6 Semester

Europäische Hochschule für Innovation und Perspektive
6 Semester
ab 233 € monatlich 11.999 € insgesamt
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Berufsbegleitendes Studium · Master of Business Administration (MBA)

Agrarmanagement

Hochschule Anhalt · MBA · 5 Semester

Hochschule Anhalt
5 Semester Bernburg
ab 10.000 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Science (B.Sc.)

Ernährungswissenschaften

Europäische Fernhochschule Hamburg · B.Sc. · 6 Semester

Europäische Fernhochschule Hamburg
6 Semester
ab 259 € monatlich 15.216 € insgesamt
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Ernährungswissenschaften, Ökotrophologie oder Ernährungsberatung – welcher Begriff meint was?

Die drei Begriffe stehen für drei verschiedene Dinge. Ernährungswissenschaften sind ein naturwissenschaftliches Studium. Ökotrophologie ist dieselbe Fachrichtung mit wirtschafts- und haushaltswissenschaftlichem Anteil, im Fernstudium aber nicht verfügbar. Ernährungsberatung ist eine Tätigkeit, kein Abschluss – und der Begriff ist nicht geschützt.

Ernährungswissenschaften (B.Sc./M.Sc.)

Das Studium baut auf Biochemie, Physiologie, Ernährungslehre und Lebensmittelwissenschaft auf. Wer mit Ernährungstrends rechnet und Chemie nicht mag, wird überrascht. Prof. Dr. Bianca Müller, Studiengangsleiterin an der SRH Fernhochschule, formuliert es so: Wer die naturwissenschaftliche Basis gut versteht, kann sich später viele Zusammenhänge selbst erschließen. Sechs Fernhochschulen führen den Studiengang unter diesem Namen: IU, Euro-FH, APOLLON, AKAD, Hochschule Fresenius und die SRH.

Ökotrophologie: im Fernstudium nicht zu haben

Ökotrophologie verbindet Ernährungswissenschaft mit Haushaltswissenschaften, Verbraucherforschung und Betriebswirtschaft. Den Studiengang gibt es an Präsenzhochschulen, etwa an der FH Münster und der Hochschule Fulda. Als Fernstudium existiert er in Deutschland nicht – auch nicht an der FernUniversität in Hagen, die kein ernährungswissenschaftliches Angebot führt.

Das ist weniger dramatisch, als es klingt. Die inhaltliche Überschneidung ist groß: Prof. Müller hat selbst Ökotrophologie studiert und leitet heute die ernährungswissenschaftlichen Studiengänge der SRH. Wer den wirtschaftlichen Teil sucht, findet ihn in den Wahlbereichen Lebensmittelwirtschaft und Betriebswirtschaft und Management oder im B.Sc. Lebensmittelmanagement und -technologie. Mehr dazu in unserer Studienberatung: Ökotrophologie oder Ernährungswissenschaften – welcher Studiengang passt besser?

Ernährungsberatung: Tätigkeit statt Titel

„Ernährungsberaterin“ und „Ernährungsberater“ darf sich in Deutschland jeder nennen. Entsprechend breit ist das Angebot: akademische Bachelor an der DHfPG und der EHiP, Hochschulzertifikate wie das der APOLLON und rund 30 nicht-akademische Fernlehrgänge ab 329 €. Letztere findest du in der Kategorie Ernährungsberater-Ausbildung. Sie ersetzen kein Studium, qualifizieren aber für die Prävention.

Die drei Begriffe im Vergleich
ErnährungswissenschaftenÖkotrophologieErnährungsberatung
Abschluss B.Sc., B.A., M.Sc., M.A. B.Sc. (nur Präsenz) B.A., Hochschulzertifikat oder Lehrgangszertifikat
Ausrichtung naturwissenschaftlich Ernährung plus Wirtschaft anwendungsorientiert
Im Fernstudium 18 Bachelor, 6 Master nicht verfügbar akademisch und nicht-akademisch
Kosten 2.806 bis 16.927 € – 329 € bis 15.120 €
Weg zur Ernährungsfachkraft möglich, mit passenden Wahlmodulen – nur über das akademische Programm

Finde in 3 Schritten das passende Ernährungs-Fernstudium

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Was ist dein Berufsziel?

Welchen Abschluss brauchst du?

Wie viel möchtest du investieren?

Was darfst du mit dem Abschluss arbeiten – und was nicht?

Der Abschluss allein öffnet nichts. In der Ernährungsbranche stehen drei voneinander unabhängige Türsteher, die regelmäßig miteinander verwechselt werden: die geschützte Berufsbezeichnung, das Zertifikat als Ernährungsfachkraft und die Abrechnung mit den Krankenkassen. Keiner davon wird durch ein Bachelorzeugnis automatisch passiert.

Drei Zugänge, drei Regelwerke
Worum es gehtRechtsgrundlageWas ein Fernstudium bewirkt
Berufsbezeichnung „Diätassistentin“ / „Diätassistent“ § 1 DiätAssG, Erlaubnis der Landesbehörde nichts – die Erlaubnis setzt die dreijährige schulische Ausbildung mit staatlicher Prüfung voraus. Eine rein hochschulische Ausbildung ist berufsgesetzlich nicht vorgesehen
Zertifikat als Ernährungsfachkraft Vergabe durch Fachverbände, u. a. DGE und E-Zert, auf Basis der DGE-Zulassungsempfehlungen schafft die theoretischen Voraussetzungen, wenn das Curriculum passt. Das Zertifikat wird nach dem Studium separat beantragt
Bezuschussung durch gesetzliche Krankenkassen § 20 SGB V, Prüfung über die Zentrale Prüfstelle Prävention indirekt – in der Regel ist ein Fachverbandszertifikat die Eintrittskarte, nicht der Abschluss

Praktisch heißt das: Wer in die Ernährungstherapie will, also kranke Menschen beraten, muss vor der Einschreibung ins Modulhandbuch schauen. Nicht jeder Studiengang erfüllt die Empfehlungen, und bei manchen hängt es an der Wahl der richtigen Module.

Die SRH hat genau deshalb umgebaut und den Studiengang von „Ernährungswissenschaft und Prävention“ in „Ernährungswissenschaften“ umbenannt. Prof. Müller nennt die Bedingung konkret: Die theoretischen Anforderungen sind vollständig erfüllt, wenn Studierende die Module Pharmakologie in der Ernährungstherapie und Angewandte Diätetik wählen und das ernährungswissenschaftliche Praktikum absolvieren. Der Abschluss allein ist noch nicht das Zertifikat.

Das vollständige Gespräch mit Zeitmarken und Transkript findest du auf der Videoseite Fernstudium Ernährungswissenschaften an der SRH.

Was kostet ein Fernstudium Ernährungswissenschaften?

Ein Bachelor kostet zwischen 2.806 € und 16.927 € insgesamt. Die staatliche Hochschule Anhalt liegt bei 2.806 bis 7.000 €, private Fernhochschulen zwischen 9.481 und 16.927 €. Monatlich beginnen die Raten bei 219 € (AKAD, Stretchmodell). Master und MBA kosten 4.224 bis 19.500 €.

Bachelor: alle Studiengänge nach Gesamtkosten

Bachelor-Fernstudiengänge im Bereich Ernährung, sortiert nach Gesamtkosten
StudiengangHochschuleStudiendauerKosten
Landwirtschaft/Agrarmanagement, Bachelor of Engineering
Berufsbegleitendes Studium
Hochschule Anhalt7 Semesterab 2806 € insgesamt
Lebensmitteltechnologie, Bachelor of Engineering
Berufsbegleitendes Studium
Hochschule Anhalt8 Semesterab 5248 € insgesamt
Ernährungstherapie, Bachelor of Science
Fernstudium
Hochschule Anhalt7 Semesterab 7000 € insgesamt
Diätetik, Bachelor of Science
Fernstudium
IU Internationale Hochschule3 Semesterab 9481 € insgesamt
ab 259 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft6 Semesterab 11448 € insgesamt
ab 249 € monatlich
Ernährungsberatung und -management, Bachelor of Arts
Fernstudium
Europäische Hochschule für Innovation und Perspektive6 Semesterab 11999 € insgesamt
ab 233 € monatlich
Sport- und Ernährungswissenschaft, Bachelor of Arts
Fernstudium
Europäische Hochschule für Innovation und Perspektive6 Semesterab 11999 € insgesamt
ab 233 € monatlich
Ernährungswissenschaft, Bachelor of Arts
Fernstudium
Europäische Hochschule für Innovation und Perspektive6 Semesterab 11999 € insgesamt
ab 233 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
AKAD University6 Semesterab 13284 € insgesamt
ab 219 € monatlich
Lebensmittelverfahrenstechnik, Bachelor of Engineering
Fernstudium
Wilhelm Büchner Hochschule7 Semesterab 14193 € insgesamt
ab 237 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
Hochschule Fresenius6 Semesterab 14220 € insgesamt
ab 220 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
IU Internationale Hochschule6 Semesterab 15063 € insgesamt
ab 235 € monatlich
Agrarmanagement, Bachelor of Science
Fernstudium
IU Internationale Hochschule6 Semesterab 15063 € insgesamt
ab 259 € monatlich
Ernährungsberatung, Bachelor of Arts
Fernstudium
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement7 Semesterab 15120 € insgesamt
ab 360 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
SRH Fernhochschule - The Mobile University6 Semesterab 15163 € insgesamt
ab 235 € monatlich
Ernährungswissenschaften, Bachelor of Science
Fernstudium
Europäische Fernhochschule Hamburg6 Semesterab 15216 € insgesamt
ab 259 € monatlich
Ernährung & Diätetik, Bachelor of Science
Fernstudium
Fernfachhochschule Schweiz9 Semesterab 16200 € insgesamt
Lebensmittelmanagement und -technologie, Bachelor of Science
Fernstudium
SRH Fernhochschule - The Mobile University6 Semesterab 16927 € insgesamt
ab 235 € monatlich

Zwei Hinweise zur Einordnung. Die drei günstigsten Plätze belegt durchgehend die Hochschule Anhalt, dort zahlst du aber nach Semestern und nicht monatlich. Und der günstigste private Bachelor, die IU Diätetik mit 9.481 €, ist kein Einstiegsprogramm: Er richtet sich an bereits ausgebildete Diätassistentinnen und Diätassistenten und dauert deshalb nur drei Semester.

Master und MBA

Master- und MBA-Programme im Bereich Ernährung
StudiengangHochschuleStudiendauerKosten
Lebensmitteltechnologie, Master of Engineering
Berufsbegleitendes Studium
Hochschule Anhalt5 Semesterab 4224 € insgesamt
Ernährungstherapie, Master of Science
Fernstudium
Hochschule Anhalt5 Semesterab 7500 € insgesamt
Agrarmanagement, Master of Business Administration
Berufsbegleitendes Studium
Hochschule Anhalt5 Semesterab 10000 € insgesamt
Ernährungswissenschaften, Master of Science
Fernstudium
APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft6 Semesterab 11168 € insgesamt
ab 294 € monatlich
Exercise Science & Sports Nutrition, Master of Arts
Fernstudium
IST-Hochschule für Management4 Semesterab 11880 € insgesamt
ab 370 € monatlich
Agribusiness, Master of Business Administration
Berufsbegleitendes Studium
Georg-August-Universität Göttingen5 Semesterab 19500 € insgesamt

Neu im Angebot ist der M.Sc. Ernährungswissenschaften der APOLLON Hochschule mit Schwerpunkt auf Beratung und Therapie. Der M.A. Exercise Science & Sports Nutrition der IST-Hochschule wird auf Englisch unterrichtet – das solltest du vor der Bewerbung wissen.

Warum die Monatsrate wenig über den Preis sagt

Fast alle privaten Anbieter arbeiten mit gestaffelten Zahlungsmodellen. Die niedrige Monatsrate ist dabei die teuerste Variante, weil sie über mehr Monate läuft. An der AKAD sieht das so aus:

Beispiel AKAD University, B.Sc. Ernährungswissenschaften (Stand der Rabattpreise 07/2026)
ModellZahldauerMonatlichGesamt
Sprint 36 Monate 369 € 14.244 €
Standard 48 Monate 309 € 15.792 €
Stretch 72 Monate 219 € 16.700 €

Zwischen Sprint und Stretch liegen rund 2.450 € bei identischem Abschluss. Die Prüfungsgebühr von knapp 1.000 € ist in allen drei Summen enthalten. Bei der SRH funktioniert es mit Flex 1 bis Flex 3 genauso: 421 € über die kurze Laufzeit ergeben 15.163 €, rund 200 € monatlich ergeben 16.900 €. Rechne vor der Einschreibung durch, welche Rate du dauerhaft tragen kannst – und prüfe, ob du die Studienzeit kostenlos verlängern kannst. Bei der SRH sind das im Flex-1-Modell 36 zusätzliche Monate, die Studienzeit lässt sich also verdoppeln.

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Welche Förderung greift wirklich – und welche nicht?

Für ein Hochschulstudium stehen dir BAföG, der KfW-Studienkredit, die steuerliche Absetzbarkeit und eine Arbeitgeberbeteiligung offen. Aufstiegs-BAföG greift nicht. Das AFBG fördert berufliche Aufstiegsfortbildungen nach BBiG und HwO – Meister, Techniker, Fachwirt – und ausdrücklich kein Hochschulstudium. Wer das anders liest, verwechselt den Bachelor mit dem Bachelor Professional.

  • BAföG: grundsätzlich auch im Fernstudium möglich, aber nur bei entsprechendem Studienumfang und innerhalb der Altersgrenzen. Bei einem Teilzeit-Fernstudium neben dem Job scheitert es meist am Umfang.
  • Steuerliche Absetzbarkeit: Studiengebühren, Fachliteratur, Arbeitsmittel und Fahrten zu Prüfungen und Laborphasen sind absetzbar. Als Zweitausbildung – also jeder Master und jeder Bachelor nach abgeschlossener Berufsausbildung – zählen sie als Werbungskosten und sind unbegrenzt abziehbar. Nur die Erstausbildung fällt unter die gedeckelten Sonderausgaben.
  • Arbeitgeberbeteiligung: In der Lebensmittelwirtschaft und in Kliniken üblich, wenn das Studium zum Einsatzbereich passt. Frag nach Kostenübernahme und nach Freistellung für Laborphasen – das Zweite wird oft vergessen und kostet dich sonst Urlaubstage.
  • KfW-Studienkredit: bis zu 650 € monatlich, einkommensunabhängig, für Studierende an staatlich anerkannten Hochschulen.
  • Bildungsurlaub: In den meisten Bundesländern stehen dir fünf Tage im Jahr zu. Für Präsenzphasen und Prüfungen lässt er sich häufig nutzen.

Staatlich oder privat: Wofür du die Preisdifferenz bezahlst

Zwischen der Hochschule Anhalt und einer privaten Fernhochschule liegen beim Bachelor rund 8.000 bis 14.000 €. Der Unterschied steckt nicht in der Anerkennung – beide Abschlüsse sind staatlich anerkannt und akkreditiert – sondern in Betreuung, Prüfungsorganisation und Starttermin.

Staatliche und private Anbieter im direkten Vergleich
Hochschule Anhalt (staatlich)Private Fernhochschulen
Bachelor gesamt 2.806 bis 7.000 € 9.481 bis 16.927 €
Abrechnung je Semester (400 bis 1.000 €) monatliche Rate, Modell wählbar
Studienstart zum Semester monatlich, teils täglich
Präsenz Blockphasen in Bernburg und Köthen, verpflichtend optional oder einzelne Pflichttermine
Prüfungen Präsenz zu festen Terminen online, teils rund um die Uhr buchbar
Programme Ernährungstherapie, Lebensmitteltechnologie, Agrarmanagement Ernährungswissenschaften, Diätetik, Ernährungsberatung, Lebensmittelmanagement

Die Rechnung geht auf, wenn du zeitlich flexibel bist und zu Blockterminen nach Sachsen-Anhalt fahren kannst. Wer im Schichtdienst arbeitet oder Kinder betreut, zahlt bei den privaten Anbietern für die Planbarkeit. Eine zweite staatliche Option gibt es nur auf Master-Ebene: Die Universität Göttingen führt einen berufsbegleitenden MBA Agribusiness für Führungskräfte der Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Wie viel Präsenz verlangt das Studium wirklich?

Zwischen null und mehreren Blockwochen – die Spanne ist größer als in fast jedem anderen Fach, weil Ernährungswissenschaften einen Laboranteil haben. Entscheidend ist, ob die Laborphasen verpflichtend oder optional sind und ob es eine Klausur gibt, die du zwingend vor Ort schreiben musst.

Wissenschaftlerin untersucht eine Paprika im Labor und notiert die Ergebnisse
Laborphasen sind der Teil des Studiums, der sich nicht ins Wohnzimmer verlegen lässt. Wie viele es sind und ob sie Pflicht sind, unterscheidet die Anbieter stärker als der Preis.

An der SRH sind die Laborphasen freiwillig. Sie finden an den Standorten Ellwangen und Kassel statt, dauern in der Regel eineinhalb Tage von Freitagabend bis Samstag, und es gibt mehrere Termine zur Auswahl. In der Laborphase zur Lebensmittelverarbeitung stellen die Studierenden Joghurt, Speiseeis und Apfelsaft her und vergleichen, wie Rohstoff und Verfahren das Produkt verändern. Verpflichtend vor Ort ist dort nur eine einzige Prüfung: die Klausur im Modul Chemie.

An der AKAD gibt es keine Laborphasen, stattdessen ein Praxisprojekt, das du von zu Hause bearbeitest. An der Hochschule Anhalt sind die Blockphasen in Bernburg und Köthen Teil des Studienmodells und nicht wählbar.

Das ernährungswissenschaftliche Praktikum ist der zweite Zeitfresser und an der SRH optional: 240 Stunden, also sechs Arbeitswochen. Es lässt sich auf bis zu drei Betriebe verteilen, mindestens 80 Stunden je Betrieb, und es kann über das gesamte Studium gestreckt werden. Wer in Teilzeit arbeitet, kann einen festen Wochentag in einer Beratungspraxis verbringen. Eine fachlich passende Berufstätigkeit kann auf Antrag anerkannt werden.

Klausur oder Hausarbeit? Warum die Prüfungsform wichtiger ist als der Lehrplan

Die Pflichtmodule ähneln sich an allen Hochschulen stark. Der Unterschied, den du über drei bis sechs Jahre tatsächlich spürst, ist die Prüfungsform. An der AKAD schreibst du in fast jedem Modul eine Klausur – dafür als Sofort-Online-Klausur rund um die Uhr, wann es dir passt. An der SRH stehen im gesamten Studium nur etwa sechs Klausuren, dafür Hausarbeiten, Fallstudien, wissenschaftliche Poster, Lehr-Lern-Videos und Lerntagebücher.

AKAD und SRH im Direktvergleich
AKAD UniversitySRH Fernhochschule
Prüfungen überwiegend Klausuren, jederzeit online überwiegend alternative Formen, ca. sechs Klausuren
Modulgröße 5 ECTS 6 ECTS, dafür weniger Module
Vertiefung 30 ECTS in zwei Vertiefungen, u. a. Kita-, Familien- und Schulernährung drei Module aus rund 40 Wahlmodulen in fünf Wahlbereichen
Praxis Praxisprojekt von zu Hause optionale Laborphasen plus Praktikum oder Praxisprojekt
Gesamtkosten 14.244 bis 16.700 € 15.163 bis 16.900 €

Die Faustregel: Wer Prüfungsstress schlecht verträgt und lieber über Wochen an einem Thema arbeitet, fährt mit alternativen Prüfungsformen besser und bekommt dabei mehr individuelles Feedback. Wer einen unberechenbaren Terminkalender hat, profitiert von Klausuren, die er um 23 Uhr an einem Dienstag schreiben kann.

Den vollständigen Vergleich mit Blick in beide Modulhandbücher findest du auf der Videoseite Ernährungswissenschaften im Fernstudium: AKAD vs. SRH.

Wie kommst du ohne Abitur in das Studium?

Über eine abgeschlossene Berufsausbildung plus Aufstiegsfortbildung oder über ein Probestudium. Einen Numerus clausus gibt es bei keinem Fernstudiengang in diesem Fachbereich, und die Zulassung ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung ist an allen privaten Anbietern vorgesehen.

Die drei Wege in den Bachelor

  • Schulische Hochschulzugangsberechtigung: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Kein NC, keine Bewerbungsfrist bei den privaten Anbietern.
  • Berufliche Qualifikation: fachbezogene Berufsausbildung plus anerkannte Aufstiegsfortbildung. Als fachbezogen gelten an der SRH zum Beispiel Bäckerin, Koch oder eine Tätigkeit in der Hauswirtschaft. Voraus geht ein Beratungsgespräch mit der Studiengangsleitung.
  • Probestudium: Berufsausbildung plus drei Jahre Berufserfahrung. Du startest regulär und musst innerhalb von zwei Semestern 40 ECTS im Pflichtbereich bestehen. Danach läuft das Studium normal weiter.

Wenn du schon eine Ausbildung im Ernährungsbereich hast, lohnt sich der Antrag auf Anrechnung. Bei Diätassistentinnen und Diätassistenten kann das relativ viel sein, und auch Praxiszeiten lassen sich auf das ernährungswissenschaftliche Praktikum anrechnen. Nötig sind Zeugnisse und Modulhandbücher; die Prüfung ist an der SRH kostenfrei. Die IU geht einen anderen Weg und führt für diese Gruppe einen eigenen, auf drei Semester verkürzten B.Sc. Diätetik.

Zugang zum Master

Für den Master brauchst du ein abgeschlossenes Erststudium, in der Regel fachlich verwandt: Ernährungswissenschaften, Ökotrophologie, Biologie, Lebensmitteltechnologie oder ein Gesundheitsfach. Für den MBA Agribusiness in Göttingen kommt Berufserfahrung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft hinzu.

Welche Spezialisierung passt zu welchem Berufsziel?

Die Kategorie bündelt vier Richtungen, die sich beruflich kaum überschneiden. Such dir zuerst das Berufsfeld, dann den Studiengang – nicht umgekehrt.

Ernährungstherapie und Diätetik: Arbeit mit Patientinnen und Patienten

Die klinische Schiene. Die Hochschule Anhalt führt Ernährungstherapie als Bachelor (7.000 €) und Master (7.500 €) und ist damit mit Abstand die günstigste Option im ganzen Fachbereich. Die IU bietet den verkürzten B.Sc. Diätetik für ausgebildete Diätassistentinnen und Diätassistenten, die Fernfachhochschule Schweiz einen B.Sc. Ernährung & Diätetik über neun Semester. Für dieses Berufsfeld ist der Abschnitt zu den drei Türstehern weiter oben der wichtigste auf dieser Seite.

Lebensmitteltechnologie und -management: Industrie statt Praxis

Produktentwicklung, Qualitätssicherung und Regulatory Affairs. Die Wilhelm Büchner Hochschule führt Lebensmittelverfahrenstechnik als B.Eng. und zusätzlich einen B.Eng. Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittel, die SRH kombiniert Lebensmittelmanagement mit Technologie, die Hochschule Anhalt bietet Lebensmitteltechnologie als B.Eng. und M.Eng. an. In diesem Feld spielt ein Fachverbandszertifikat keine Rolle – hier zählen Technik und Prozessverständnis.

Sport und Prävention

Die EHiP führt Sport- und Ernährungswissenschaft als B.A., die IST-Hochschule den englischsprachigen M.A. Exercise Science & Sports Nutrition. Weitere Programme findest du in der Kategorie Sportwissenschaft. Wer in der Prävention arbeiten will, sollte früh klären, wie die Zentrale Prüfstelle Prävention den Abschluss bewertet.

Agrarmanagement und Agribusiness

Die IU führt einen B.Sc. Agrarmanagement, die Hochschule Anhalt Landwirtschaft/Agrarmanagement als B.Eng. (2.806 €, günstigster Studiengang der Kategorie) und einen MBA Agrarmanagement, die Universität Göttingen den MBA Agribusiness. Die Programme richten sich an Betriebsleitung, Handel und Verbandsarbeit, nicht an die Ernährungsberatung.

Die Lebensmittelwirtschaft schreibt laut SRH neben Beratung und Therapie die meisten Stellen für Ernährungswissenschaftlerinnen und Ernährungswissenschaftler aus.

Was verdienst du nach dem Studium?

Eine belastbare Erhebung zum Gehalt nach Abschlussart gibt es für diesen Fachbereich nicht. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit misst das Anforderungsniveau der Tätigkeit, nicht den Abschluss. Jede Zahl, die ein Gehalt direkt an „B.Sc. Ernährungswissenschaften“ koppelt, ist deshalb geschätzt.

Was sich belegen lässt, sind die Medianwerte verwandter Berufsgattungen. Für Diätassistentinnen und Diätassistenten weist der Entgeltatlas ein mittleres Bruttomonatsentgelt von rund 3.622 € aus, in der Altersgruppe 25 bis 54 Jahre rund 3.517 €, ab 55 Jahren rund 4.369 €. Für die Tätigkeit in der Ernährungsberatung liegt der Median bei etwa 3.539 €.

Aus diesen Zahlen folgt eine unbequeme, aber nützliche Erkenntnis: Der Abschluss allein hebt dein Gehalt nicht. Was es hebt, ist der Sprung ins nächste Anforderungsniveau – Projekt- oder Teamleitung, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs, Lehre. Die Lebensmittelwirtschaft zahlt dabei im Mittel besser als die Beratung, weil dort mehr Stellen auf Spezialisten- und Expertenniveau ausgeschrieben sind. In der Selbstständigkeit entscheidet nicht das Gehaltsgefüge, sondern die Zulassung zur Abrechnung mit den Krankenkassen.

Häufige Fragen zum Fernstudium Ernährungswissenschaften

Ein Bachelor kostet insgesamt zwischen 2.806 € an der staatlichen Hochschule Anhalt und 16.927 € an der SRH Fernhochschule. Private Anbieter starten bei 9.481 €. Die günstigste Monatsrate liegt bei 219 € im Stretchmodell der AKAD. Master und MBA kosten zwischen 4.224 und 19.500 €.

Nein. Ökotrophologie wird in Deutschland nur an Präsenzhochschulen angeboten, etwa in Münster und Fulda. Auch die FernUniversität in Hagen führt kein ernährungswissenschaftliches Angebot. Die inhaltlich nächste Alternative ist ein Fernstudium der Ernährungswissenschaften mit wirtschaftlichem Wahlbereich oder ein B.Sc. Lebensmittelmanagement und -technologie.

Nein. Die Berufsbezeichnung ist nach § 1 Diätassistentengesetz geschützt und setzt die dreijährige schulische Ausbildung mit staatlicher Prüfung sowie eine behördliche Erlaubnis voraus. Ein Hochschulstudium führt nicht zu diesem Titel. Umgekehrt können ausgebildete Diätassistentinnen und Diätassistenten sich Teile ihrer Ausbildung auf ein Studium anrechnen lassen.

Die DGE zertifiziert keine Studiengänge, sondern veröffentlicht Zulassungsempfehlungen für die Ernährungsberatung in Prävention und Therapie. Sie beschreiben, welche Inhalte ein Studium abdecken muss, damit du danach ein Zertifikat als Ernährungsfachkraft beantragen kannst. Das brauchst du für die klinische Beratung und für die Bezuschussung durch gesetzliche Krankenkassen. In der Lebensmittelindustrie und im Agrarbereich spielt es keine Rolle. Die Empfehlungen wurden 2025 überarbeitet; die neue Fassung gilt ab 2030.

Ja. Es gibt zwei Wege: eine fachbezogene Berufsausbildung plus anerkannte Aufstiegsfortbildung, oder eine Berufsausbildung plus drei Jahre Berufserfahrung mit anschließendem Probestudium. Im Probestudium musst du innerhalb von zwei Semestern 40 ECTS im Pflichtbereich bestehen. Einen Numerus clausus gibt es bei keinem Fernstudiengang dieser Kategorie.

Das hängt vom Anbieter ab. An der SRH sind die Laborphasen freiwillig und finden in Ellwangen und Kassel statt, meist eineinhalb Tage von Freitagabend bis Samstag; verpflichtend vor Ort ist dort nur die Chemie-Klausur. Die AKAD hat keine Laborphasen, sondern ein Praxisprojekt von zu Hause. An der Hochschule Anhalt sind Blockphasen in Bernburg und Köthen fester Bestandteil.

Ein Bachelor ist auf sechs bis neun Semester angelegt, ein Master auf drei bis sechs. Entscheidender als die Regelstudienzeit ist die kostenlose Verlängerung: An der SRH kannst du im Flex-1-Modell 36 Monate anhängen und die Studienzeit damit verdoppeln, an der AKAD im Standardmodell neun Monate. Frag das vor der Einschreibung ab, falls du neben dem Beruf studierst.

Das Studium allein verändert das Gehalt wenig. Der Entgeltatlas weist für Diätassistentinnen und Diätassistenten rund 3.622 € und für die Ernährungsberatung rund 3.539 € im Monat aus, misst dabei aber das Anforderungsniveau der Tätigkeit und nicht den Abschluss. Der finanzielle Effekt entsteht über den Wechsel in Positionen mit höherem Anforderungsniveau oder über die Selbstständigkeit mit Kassenzulassung.

 

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