Für wen eignet sich der B.Sc. Ernährungswissenschaften im Fernstudium – und was brauchst du?
Das Studium passt, wenn du naturwissenschaftlich interessiert bist und Ernährung praxisnah verstehen willst. Typische Profile: Du arbeitest im Gesundheitswesen (z. B. Medizinische Fachangestellte, Diätassistentin) und suchst einen anerkannten Abschluss für die Beratung oder Ernährungstherapie – planbar neben Schichtdienst und Familie. Oder du kommst aus der Lebensmittelbranche (Produktion, Labor, Qualitätssicherung) und willst dich für Qualitätsmanagement oder Produktentwicklung qualifizieren. Auch als Quereinsteiger aus Gastronomie, Fitness oder Betrieblicher Gesundheitsförderung findest du hier einen strukturierten Einstieg in Ernährungsphysiologie, Lebensmittelwissenschaft und Public Health.
Zulassungsvoraussetzungen
Der Einstieg ist NC-frei möglich – mit und ohne Abitur. Folgende Zugangswege sind vorgesehen:
- Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife oder Fachhochschulreife – direkter Studienstart in den 180-ECTS-Bachelor.
- Ohne (Fach-)Abitur: Meisterbrief oder eine Aufstiegsfortbildung (z. B. IHK-Fachwirtin/Fachwirt) – direkter Zugang.
- Alternativ: mindestens zweijährige anerkannte Berufsausbildung plus drei Jahre Berufserfahrung (Vollzeit). Je nach Vorbildung startest du im Probestudium bzw. weist die Studierfähigkeit separat nach.
- Deutschkenntnisse für internationale Bewerberinnen und Bewerber: B2-Nachweis, z. B. TestDaF (mind. 3 in allen Teilbereichen), DSH-1, telc Deutsch B2 oder ÖSD B2; in der Regel nicht älter als fünf Jahre.
Anrechnung von Vorleistungen: Aus- und Weiterbildungen sowie Studienleistungen können geprüft und anerkannt werden. Das verkürzt die Studiendauer und senkt die Gebühren – pro anerkanntem ECTS-Punkt 30 € Ersparnis.
Persönliche Voraussetzungen
Wichtig sind solide naturwissenschaftliche Grundlagen, Freude an Daten und Sorgfalt im Umgang mit Labor- und Gesetzesthemen. Im Studienalltag zählen vor allem Selbstorganisation, Durchhaltevermögen und realistische Planung. Rechne – je nach Zeitmodell – mit etwa 20 Stunden pro Woche (Teilzeit II), 30 Stunden (Teilzeit I) oder 40 Stunden (Vollzeit). Plane zusätzlich Puffer für Prüfungsphasen ein.
- Du kannst eigenständig lernen und setzt dir klare Wochenziele.
- Du hast Interesse an Biochemie, Ernährungsphysiologie und Lebensmittelrecht – auch jenseits reiner Beratungsthemen.
- Du kommunizierst gern: Beratung und Gesprächsführung sind feste Bestandteile.
Beachte die verpflichtenden Praxisphasen: Zwei Praxisprojekte mit jeweils 150 Stunden sind einzuplanen. Eines findet in Kliniken/Praxen (diätetisch-therapeutischer Kontext), das andere in der lebensmittelherstellenden Industrie (QM/Lebensmitteltechnologie) statt. Beide Projekte erfordern rechtzeitige Organisation des Einsatzortes und die vorherige Modulabdeckung. Mit klarer Zeitplanung, Unterstützung aus dem Umfeld und konsequenter Wochenroutine ist das Studium gut mit Beruf und Familie vereinbar – besonders im Teilzeitmodell.
Was lernst du im Ernährungswissenschaften-Fernstudium an der IU Internationale Hochschule?
Du verbindest Naturwissenschaften, Lebensmitteltechnologie und Gesundheitsbezug: Von Biochemie und Ernährungsphysiologie über Lebensmittelrecht bis zu Qualitätsmanagement. Dazu kommen Kommunikation und Projektarbeit. Zwei verpflichtende Praxisprojekte und die Bachelorarbeit verankern das Wissen in der Anwendung.
Grundlagen Naturwissenschaft und Medizin: Du baust systematisch Wissen in Chemie, (Mikro-)Biologie, Anatomie/Physiologie und Statistik auf. Darauf aufbauend lernst du Pathophysiologie und ernährungsassoziierte Erkrankungen einzuordnen – die Basis für evidenzbasierte Entscheidungen in Beratung und Produktentwicklung.
Ernährung, Lebensmittel und Sicherheit: Du bearbeitest Ernährungslehre, angewandte Ernährungslehre und Ernährungsphysiologie. Lebensmittelwissenschaft, Warenkunde/Bromatologie, Hygiene/Toxikologie und Lebensmittelrecht schärfen deinen Blick für Produktsicherheit, Nährwert und Kennzeichnung.
Technologie, Management und Qualität: Lebensmitteltechnologie, Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen sowie Kosten- und Leistungsrechnung führen in Produktionsprozesse, Audits und Wirtschaftlichkeit ein. Marketing und Personal Skills runden das betriebliche Profil ab.
Beratung, Psychologie und Kommunikation: Persönlichkeitspsychologie, Ernährungssoziologie sowie Gesprächsführung I/II bereiten auf Klientenkontakt, Teamarbeit und interdisziplinäre Zusammenarbeit vor – ein Kern für Beratung und BGM.
Praxis, Projekte und Abschluss: Du absolvierst zwei Praxisprojekte à 150 Stunden: ein „Lebensmittelwissenschaftlich/-technologisches“ Projekt (z. B. in der Lebensmittelindustrie) und ein „Diätetisch/ernährungstherapeutisches“ Projekt (z. B. Klinik, Praxis). Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit.
Vertiefungen und Zertifikate: In zwei Wahlpflichtbereichen setzt du Schwerpunkte, z. B. „Ernährungstherapie I/II“, „Qualitätsmanagement Ernährung“, „Biofunktionalität von Lebensmitteln“, „Gesundheitspsychologie“, „Beratung und Einflussfaktoren“, „Gesundheitsökonomie“ oder Fremdsprachen. Bei der Kombination „Qualitätsmanagement Ernährung“ (WP A) und „Qualitätsmanagement“ (WP B) kannst du zusätzlich das Zertifikat „Qualitätsmanagementbeauftragte:r in der Lebensmittelindustrie“ der IU erwerben.
Wie läuft das Fernstudium im Ernährungswissenschaften-Bachelor ab?
Du studierst vollständig online mit digitalen Skripten, virtuellem Campus und interaktiven Lehrveranstaltungen. Prüfungen legst du flexibel als Online-Klausur oder am Prüfungszentrum ab. Es gibt keine Präsenzpflicht für Seminare; verpflichtend sind die zwei Praxisprojekte. ZFU-Zulassung: 1103019.
Lernen auf dem Online-Campus
Du lernst im Selbststudium mit Skripten, Videos und Übungen, ergänzt durch virtuelle Veranstaltungen. Bibliothek, Datenbanken und Lern-KI „Syntea“ unterstützen dich. Inhalte sind in Module mit ECTS organisiert; anerkannte Vorleistungen verkürzen das Studium. Der Studiengang ist staatlich anerkannt und bis 31.08.2031 akkreditiert.
Prüfungen: online oder im Prüfungszentrum
Klausuren sind 24/7 als Online-Prüfung möglich – alternativ vor Ort an Prüfungszentren. Weitere Prüfungsleistungen (Hausarbeiten, Präsentationen, Projekte) erbringst du digital. So reduzierst du Reisezeit und passt Prüfungen an deinen Alltag an.
Präsenzen und Praxis
Verbindliche Präsenzseminare gibt es nicht. Die einzige verpflichtende Praxiskomponente sind zwei Praxisprojekte mit je 150 Stunden in passenden Einrichtungen bzw. Betrieben. Der Praxisbetrieb wird von der Hochschule akzeptiert; die Vorbereitung erfolgt über definierte Vorleistungen.
Zeitaufwand, Modelle und Verlängerung
Du startest jederzeit. Drei Zeitmodelle strukturieren den Aufwand: Vollzeit (36 Monate, ca. 40 Std./Woche), Teilzeit I (48 Monate, ca. 30 Std./Woche) und Teilzeit II (72 Monate, ca. 20 Std./Woche). Eine kostenfreie Verlängerung um bis zu 12 Monate ist möglich, ebenso Urlaubssemester.
Was kostet der Ernährungswissenschaften-Bachelor an der IU Internationale Hochschule?
Die regulären Studiengebühren liegen je nach Zeitmodell bei 399 € monatlich (36 Monate), 344 € monatlich (48 Monate) oder 259 € monatlich (72 Monate. Regulär, ohne Aktionspreise). Insgesamt zahlst du damit – abhängig vom Modell – über die Laufzeit verteilt eine vergleichbare Gesamtsumme.
Zusatzkosten können für Fachliteratur, optionale Reisen zu Prüfungszentren sowie für die Organisation der Praxisprojekte anfallen (z. B. Fahrtkosten). Eine kostenfreie Verlängerung um bis zu 12 Monate verhindert Mehrkosten bei moderater Verzögerung. Studiengebühren sind in der Regel steuerlich absetzbar (Werbungskosten/Sonderausgaben). Arbeitgeberbeteiligung, Bildungsurlaub oder Stipendien können die Belastung reduzieren. Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist hier nicht vorgesehen, da keine AZAV-Zulassung besteht.
Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Ernährungswissenschaften-Bachelor möglich?
Du qualifizierst dich für Beratung, Industrie und Gesundheitswirtschaft. Typische Einstiegsgehälter bewegen sich – je nach Region und Unternehmensgröße – meist zwischen 38.000 und 55.000 Euro brutto jährlich; mit Erfahrung sind deutlich höhere Gehälter realistisch.
- Ernährungsberaterin oder Ernährungsberater (Kliniken, MVZ, Betriebe, Praxen): ca. 36.000–50.000 € brutto/Jahr im Angestelltenverhältnis; selbstständig stark streuend nach Auslastung.
- Qualitätsmanagerin oder Qualitätsmanager Lebensmittel (QS/QM, HACCP, Audits): ca. 45.000–65.000 € brutto/Jahr; mit Zusatzqualifikationen und Führung auch darüber.
- Produktentwicklerin oder Produktentwickler Food (R&D, Sensorik, Rezepturoptimierung): ca. 42.000–60.000 € brutto/Jahr; in großen Markenunternehmen meist am oberen Ende.
- Regulatory Affairs / Lebensmittelrecht (Kennzeichnung, Claims, Verkehrsfähigkeit): ca. 48.000–70.000 € brutto/Jahr; branchenerfahrene Profile oft höher.
- Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) mit Ernährungsschwerpunkt (Programme, Prävention, Evaluation): ca. 40.000–58.000 € brutto/Jahr.
Für wissenschaftliche Laufbahnen oder Leitungsfunktionen in F&E, Qualitätsmanagement oder Public Health bietet sich ein anschließender Master (z. B. Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie, Gesundheitswissenschaften) an.
Für wen lohnt sich der Ernährungswissenschaften-Bachelor – und für wen nicht?
Das Studium passt, wenn du naturwissenschaftliche Grundlagen mit Lebensmittelfragen und Gesundheit verbinden willst und bereit bist, Praxisprojekte aktiv zu organisieren. Es bietet Flexibilität für Berufstätige und Eltern, verlangt aber kontinuierliche Selbstlernphasen.
- Du arbeitest im Gesundheits-, Lebensmittel- oder Fitnessbereich und willst fundiertes, evidenzbasiertes Ernährungswissen auf Bachelor-Niveau.
- Du strebst Tätigkeiten in Qualitätssicherung, Produktentwicklung, Beratung oder BGM an – die Wahlpflichtbereiche erlauben klare Schwerpunkte.
- Du brauchst maximale Flexibilität: Online-Lernen, 24/7-Onlineprüfungen, drei Zeitmodelle und kostenfreie Verlängerung.
- Du möchtest im Studium praxisnah arbeiten – die zwei Praxisprojekte liefern echte Berufserfahrung.
- Du planst mittelfristig einen Master oder willst dein Profil mit einem QM-Zertifikat in der Lebensmittelindustrie stärken.
Nicht ideal ist der Studiengang, wenn zwingende Präsenzwege oder reglementierte Berufsabschlüsse erforderlich sind oder wenn du möglichst geringe Kosten wie an staatlichen Hochschulen erwartest.
- Du brauchst einen Zugang zu einem reglementierten Gesundheitsberuf (z. B. staatlich anerkannte Diätassistentin oder Diätassistent) – dieser Bachelor ersetzt solche Berufszulassungen nicht.
- Du kannst die Praxisprojekte à 150 Stunden nicht organisieren oder zeitlich einplanen – sie sind verpflichtender Bestandteil des Studiums.
- Du bevorzugst Präsenzlehre am Campus mit festen Kontaktzeiten – hier ist das Studium weitgehend online organisiert.
- Du suchst die niedrigsten Studienkosten – private Gebühren liegen meist über denen staatlicher Hochschulen; AZAV-Förderung per Bildungsgutschein ist nicht möglich.
Studienberatung
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Sind die beiden Praktika pflicht?
Denn ich bin berufstätig und kann sie deshalb leider nicht machen. Gebe es irgendeine ander Möglichkeit? Denn mich würde dieses Studium wahnsinnig interessieren
im Rahmen des Studiums müssen zwei Praxisprojekte mit jeweils 150 h verpflichtend absolviert werden.
Das „Diätetische und Ernährungstherapeutische Praxisprojekt“ kannst du in Klinken, Krankenhäusern oder bei zertifizierten Ernährungsberatern absolvieren, wenn du die Module „Kommunikation und Gesprächsführung (DLBEWKUGF)“, „Persönlichkeitspsychologie & Differentielle Psychologie (DLBWPPDPS01)“, „Ernährungsphysiologie (DLBEWEP01)“, „Ernährungslehre (DLBEWEL01) und Angewandte Ernährungslehre (DLBEWAEL01)“ erfolgreich abgeschlossen hast.
Das „Lebensmittelwissenschaftliche und -technologische Praxisprojekt“ in einer lebensmittelherstellenden Industrie mit eigenem QM-Labor kannst du absolvieren, wenn du die Module „Lebensmitteltechnologie (DLBEWLTEC01)“, „Lebensmittelwissenschaft (DLBEWLW01)“ und „Lebensmittelrecht (DLBEWLRE01)“ absolviert hast.
Der Praxisbetrieb muss von der Hochschule akzeptiert werden.
Falls du bereits in einem dieser Bereiche berufstätig bist, kannst du das ggf. miteinander verbinden. Ggf. kannst du Urlaubszeiten für das Praktikum nutzen.
Ich habe eine Frage zu den Praktika. Welche Anforderungen werden an die Praktika gestellt. Hat man im 5. Semester quasi nur die zwei Praktika und muss dazu jeweils eine Hausarbeit o.ä. schreiben?
der Ablauf der 2 Praxisprojekte wie folgt:
1. Du suchst Dir eigenständig einen geeigneten Praxis-/Praktikumspartner.
2. Die IU prüft den Praxis-/Praktikumspartner sowie die fachliche Qualifikation des Anleiters.
3. Der Praxis-/Praktikumspartner erhält bei Eignung eine genaue Anleitung durch die IU.
4. Du schließt mit Deinem Praxis-/Praktikumspartner einen Vertrag.
5. Du absolvierst das Praxisprojekt (und parallel online Tutorien seitens der IU zur Reflexion des Theorie-Praxis-Transfers).
6. Du schreibst die Praxisreflexion. Diese wird von der IU geprüft und bewertet. Prüfungsleistung pro Praxisprojekt ist eine schriftliche Ausarbeitung in Form einer Praxisreflexion (bestanden/nicht bestanden) – eine Benotung gibt es nicht.
Der gesamte Umfang beträgt 10 ECTS (1 ECTS Punkt = 30 Arbeitsstunden). Du musst daher 2 Praxisprojekte zu je 150 h absolvieren. Die finden z.B. beide im 6 Semester statt, zusätzlich zu den weiteren Modulen und ggf. der Bachelorarbeit, die du belegst, um auf deine 30 ECTS fürs Vollzeitstudium zu kommen.
Ich hätte eine Frage zum Thema Anerkennung durch die DGE. In dem Bericht hier im Fernstudium-Portal steht ja, dass nachfolgend eine Zertifizierung zum Ernährungsberater möglich ist. In einem Positionspapier der DGE zum Thema "Traumberuf Ernährungsberater" wird bei den nach DGE-Zulassungkriterien geprüften Fernstudiengängen allerdings nur
Bachelor of Arts in Ernährungsberatung
Bachelor bzw. Master of Science in Ernährungstherapie
erwähnt.
Heißt das entsprechend, dass bei einem Studium der Ernährungswissenschaften an der IU nur ein Studium mit der Vertiefung auf Ernährungstherapie zur Zertifizierung berechtigt? Oder müssen noch außerhalb des Fernstudiums zusätzliche Qualifikationen erworben werden (abgesehen von den Zertifizierungskursen natürlich)?
Ich danke vielmals im Vorraus für die Antwort.
der Studiengang berechtigt zur DGE-Zertifizierung, unabhängig von der Vertiefung. Das haben wir uns von der IU noch einmal so bestätigen lassen. Und auch Frau Dr. Ute Brehme von der DGE hat uns auf Nachfrage bestätigt, dass der Studiengang der IU ausreichend ist, um für die Zertifizierung in der Ernährungsberatung zugelassen zu werden.