Weiterbildung Gastronomie: IHK-Fachwirt, Küche oder Wein?

Von der IHK-Fortbildung bis zum Weinzertifikat: Welcher Abschluss staatlich geregelt ist, was er kostet und wann das Aufstiegs-BAföG greift.
Von Christian Wolf, Gründer und Chefredakteur  · Letzte Aktualisierung 11.09.2026

Wer in Küche, Service, Hotel oder Systemgastronomie mehr Verantwortung übernehmen will, kann sich berufsbegleitend weiterbilden: zum Fachwirt im Gastgewerbe (IHK), zum Hotelbetriebswirt, in Richtung Küchenleitung oder mit einer Weinqualifikation bis zum Sommelier. Diese Übersicht zeigt über 20 Weiterbildungen im Fernunterricht und erklärt, welcher Abschluss öffentlich-rechtlich geregelt ist, was er kostet und wann das Aufstiegs-BAföG greift.

Alle Gastro-Weiterbildungen im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 25 Kurse im Fachbereich Hotellerie & Gastronomie.

Weiterbildung · Zertifikat

F&B Manager:in

IST-Studieninstitut · Zertifikat · 6 Monate

IST-Studieninstitut
6 Monate Düsseldorf, Online 2 Kommentare & Fragen
ab 198 € monatlich 1.188 € insgesamt
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Weiterbildung · Zertifikat

Hotelbetriebswirt:in

IST-Studieninstitut · Zertifikat · 18 Monate

IST-Studieninstitut
18 Monate Düsseldorf, Online 2 Kommentare & Fragen
ab 156 € monatlich 2.808 € insgesamt
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Weiterbildung · Zertifikat

Küchenleiter:in

IST-Studieninstitut · Zertifikat · 6 Monate

IST-Studieninstitut
6 Monate Düsseldorf, Online
ab 198 € monatlich 1.188 € insgesamt
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Weiterbildung · Zertifikat

Förderbar!

F&B Manager

Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 12 Monate

Deutsche Hotelakademie
12 Monate Köln, München, Berlin
ab 189 € monatlich 2.418 € insgesamt
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Weiterbildung · Zertifikat

Förderbar!

Hotelbetriebswirt

Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 19 Monate

Deutsche Hotelakademie
19 Monate Köln, München, Berlin
ab 169 € monatlich 3.361 € insgesamt
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Aufstiegsfortbildung · IHK-Abschluss

Förderbar!

Sommelier

Deutsche Hotelakademie · IHK-Abschluss · 14 Monate

Deutsche Hotelakademie
14 Monate Köln
ab 229 € monatlich 3.206 € insgesamt
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Welche Weiterbildung passt zu deinem Ziel im Gastgewerbe?

Die passende Weiterbildung hängt davon ab, wohin du dich entwickeln willst. Für Leitungsaufgaben in Restaurant, Hotel oder Systemgastronomie ist der Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) der breiteste Abschluss. Wer in der Küche aufsteigen will, kommt eher über Küchenleiter oder Küchenmeister voran. Für Service und Getränke gibt es F&B-Management und Weinqualifikationen.

Dein ZielTypischer AbschlussPassende Weiterbildungen
Leitung in Restaurant oder Hotel IHK-Fortbildung Fachwirt im Gastgewerbe (IHK), Aufbaumodul für Meister
Hotelmanagement von Front Office bis Direktion IHK-Fortbildung oder Zertifikat Fachwirt im Gastgewerbe, Hotelbetriebswirt, Front Office, Housekeeping, Revenue Management
Küchenleitung Meisterprüfung oder Zertifikat Küchenmeister (IHK), Küchenleiter
Gemeinschaftsverpflegung und Diätküche IHK-Fortbildung oder Zertifikat Diätkoch (IHK), Verpflegungsbetriebswirt
Systemgastronomie und Filialleitung IHK-Fortbildung oder Zertifikat Fachwirt im Gastgewerbe, Betriebswirt für Systemgastronomie, Gastronomiebetriebswirt
Service, Bankett und Getränke Zertifikat F&B Manager, Bankettmanagement, HR Management in der Hotellerie
Wein und Getränke internationales Zertifikat oder IHK-Prüfung WSET® Level 2 und 3, Assistant Sommelier, Sommelier, Wein- und Genussexperte (IHK)

Zwei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Wege sind. Eine Restaurantfachfrau mit einigen Jahren Berufserfahrung, die die Restaurantleitung übernehmen soll, ist mit dem Fachwirt im Gastgewerbe gut beraten, weil er Betriebswirtschaft, Personalführung und branchenbezogenes Recht abdeckt. Ein Koch, der das Tagesgeschäft einer Großküche verantworten soll, profitiert eher von einer Küchenleiter-Weiterbildung und später vom Küchenmeister.

Arbeitest du in Reisebüro, Reiseveranstaltung oder Tourismusorganisation, findest du passende Kurse in der Übersicht zum Tourismusfachwirt. Weiterbildungen für Tagungs- und Kongressgeschäft stehen unter Eventmanagement.

Klingel auf dem Empfangstresen eines Hotels
Vom Empfang bis zur Direktion: Im Hotel führen mehrere Weiterbildungswege in die Leitung.

IHK-Abschluss, staatlich geprüft oder Zertifikat: Was ist der Unterschied?

Im Gastgewerbe gibt es vier Arten von Weiterbildungsabschlüssen: bundesweit geregelte Meisterprüfungen vor der IHK, IHK-Fortbildungen nach Rechtsvorschrift der jeweiligen Kammer, den staatlich geprüften Betriebswirt einer Hotelfachschule und Zertifikate von Bildungsanbietern oder Prüforganisationen. Nur die ersten drei führen zu einem öffentlich-rechtlichen Abschluss.

AbschlussartBeispieleWer prüft?RechtsgrundlageAufstiegs-BAföG
Meisterprüfung (IHK) Küchenmeister, Restaurantmeister, Hotelmeister IHK Bundesverordnung, bundesweit einheitlich Ja
IHK-Fortbildung nach Kammerregelung Fachwirt im Gastgewerbe, Diätkoch IHK Rechtsvorschrift der jeweiligen IHK Ja, bei mindestens 400 Unterrichtsstunden
Staatlich geprüfter Betriebswirt Betriebswirt Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe Fachschule mit staatlicher Prüfung Landesrecht Ja, in Vollzeit auch Unterhaltsbeitrag
Zertifikat Hotelbetriebswirt im Fernlehrgang, F&B Manager, WSET®, IHK-Zertifikate Anbieter, IHK-Zertifikatstest oder WSET keine öffentlich-rechtliche Prüfungsordnung In der Regel nein

Küchen-, Restaurant- und Hotelmeister sind seit 2003 durch Bundesverordnungen geregelt, zum Beispiel die Verordnung zum Geprüften Küchenmeister. Prüfungsinhalte und Zulassung sind damit überall gleich. Der Fachwirt im Gastgewerbe beruht dagegen auf einer Rechtsvorschrift der jeweiligen IHK. Die Inhalte ähneln sich, die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich aber von Kammer zu Kammer.

Der staatlich geprüfte Betriebswirt wird an Hotelfachschulen erworben, ist landesrechtlich geregelt und laut Deutschem Qualifikationsrahmen als Bachelor Professional in Wirtschaft eingeordnet. Zertifikate belegen Fachwissen, ihr Wert hängt aber davon ab, wie gut ein Arbeitgeber Anbieter und Inhalte kennt. Die Zulassung eines Fernlehrgangs durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht betrifft Lehrgangskonzept und Vertragsbedingungen, nicht die staatliche Anerkennung des Abschlusses.

Wie sich Fachwirte und Betriebswirte grundsätzlich unterscheiden, erklärt unser Beitrag Fachwirt oder Betriebswirt? Aufstiegsfortbildungen im Vergleich.

Fachwirt im Gastgewerbe (IHK): Prüfung, Zulassung und Aufbaumodul

Der Fachwirt im Gastgewerbe ist eine IHK-Fortbildung für Führungsaufgaben in Hotellerie, Gastronomie, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, den wirtschaftsbezogenen Qualifikationen und den handlungsspezifischen Qualifikationen. Vorbereitungslehrgänge im Fernunterricht dauern meist 18 Monate.

Im ersten Prüfungsteil geht es um Volks- und Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Recht und Steuern sowie Unternehmensführung. Diese Inhalte ähneln anderen kaufmännischen Fachwirten. Der zweite Teil ist branchenspezifisch: Gästeorientierung und Marketing, branchenbezogenes Management und Recht sowie gastronomische Angebotsformen von der Hotellerie bis zur Gemeinschaftsverpflegung.

Zulassung: Jede IHK regelt sie selbst

Weil der Fachwirt im Gastgewerbe auf Kammerrecht beruht, lohnt ein Blick in die Rechtsvorschrift deiner IHK. Die Unterschiede sind real. Die IHK Dresden lässt zum ersten Prüfungsteil unter anderem zu, wer einen anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Jahr Berufspraxis oder vier Jahre Berufspraxis ohne Ausbildung nachweist. Die IHK Düsseldorf verlangt ohne Ausbildung drei Jahre Berufspraxis. Für den zweiten Prüfungsteil setzen die Kammern zusätzlich einschlägige Praxis mit Bezug zum Gastgewerbe voraus.

Aufbaumodul: Wenn der erste Teil schon bestanden ist

Hast du den ersten Prüfungsteil bereits abgelegt oder bist du schon Küchen-, Restaurant- oder Hotelmeister, musst du nicht den kompletten Lehrgang belegen. Die Deutsche Hotelakademie bietet ein Aufbaumodul an, das in rund zehn Monaten nur auf den zweiten Prüfungsteil vorbereitet. Auch das IST-Studieninstitut hat ein Aufbaumodul, das sich laut Anbieter vor allem an Absolventinnen und Absolventen der eigenen Betriebswirt-Lehrgänge richtet. Bei der DHA gehören außerdem die Unterlagen zur Ausbildereignungsprüfung zum Lehrgang. Mehr zu diesem Abschluss findest du in der Übersicht zum Ausbilderschein.

Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) und Aufbaumodul im Fernunterricht
KursAnbieterStudiendauerKosten
Fachwirt im Gastgewerbe, IHK-AbschlussDeutsche Hotelakademie10 Monateab 1945 € insgesamt
ab 178 € monatlich
Fachwirt im Gastgewerbe, IHK-AbschlussDeutsche Hotelakademie18 Monateab 3369 € insgesamt
ab 178 € monatlich
Fachwirt:in im Gastgewerbe (IHK), IHK-AbschlussIST-Studieninstitut18 Monateab 3060 € insgesamt
ab 170 € monatlich
Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK), IHK-AbschlussInstitut für Lernsysteme18 Monateab 3582 € insgesamt
ab 199 € monatlich

Was kostet eine Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie?

Weiterbildungen in Hotellerie und Gastronomie kosten zwischen rund 500 € für kurze Spezialisierungen und gut 4.000 € für den Küchenmeister. Die Monatsraten beginnen bei 156 €. Für den Fachwirt im Gastgewerbe zahlst du rund 3.000 bis 3.600 €, dazu kommt die Prüfungsgebühr der IHK.

Kosten nach Kurstyp

KurstypDauerGesamtkostenZusätzlich
Spezialisierungen wie F&B, Front Office, Housekeeping, Bankett, Revenue 3 bis 12 Monate rund 500 bis 2.400 €
Betriebswirt-Lehrgänge für Hotel, Gastronomie, Systemgastronomie, Verpflegung 12 bis 19 Monate rund 1.900 bis 4.000 €
Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) 18 Monate, Aufbaumodul rund 10 Monate rund 3.000 bis 3.600 €, Aufbaumodul unter 2.000 € IHK-Prüfungsgebühr
Küchenmeister (IHK) 20 bis 22 Monate rund 3.400 bis 4.300 € IHK-Prüfungsgebühr
Wein: WSET®, Assistant Sommelier, Sommelier, Wein- und Genussexperte 2 bis 14 Monate rund 600 bis 3.500 € je nach Kurs Prüfungs- und Seminargebühren

Die Unterschiede innerhalb eines Kurstyps haben meist mit dem Umfang zu tun. Beim Hotelbetriebswirt reicht die Spanne von 156 € im Monat bei 18 Monaten Laufzeit bis 221 € im Monat. Vergleiche deshalb nicht nur die Rate, sondern auch Seminartage, Betreuung und enthaltene Prüfungen. Die IHK-Prüfungsgebühren legt jede Kammer selbst fest, frag sie vor der Anmeldung dort ab.

Betriebswirt-Lehrgänge für Hotellerie, Gastronomie und Verpflegung
KursAnbieterStudiendauerKosten
Betriebswirt für Systemgastronomie, ZertifikatDeutsche Hotelakademie18 Monateab 3192 € insgesamt
ab 169 € monatlich
Gastronomiebetriebswirt:in, ZertifikatIST-Studieninstitut12 Monateab 1920 € insgesamt
ab 160 € monatlich
Gepr. Hotelbetriebswirt/in, ZertifikatStudiengemeinschaft Darmstadt18 Monateab 3980 € insgesamt
ab 221 € monatlich
Hotelbetriebswirt, ZertifikatDeutsche Hotelakademie19 Monateab 3361 € insgesamt
ab 169 € monatlich
Hotelbetriebswirt:in, ZertifikatIST-Studieninstitut18 Monateab 2808 € insgesamt
ab 156 € monatlich
Verpflegungsbetriebswirt, ZertifikatDeutsche Hotelakademie16 Monateab 2854 € insgesamt
ab 169 € monatlich

Welche Förderung ist möglich?

Für IHK-Fortbildungen, Meisterprüfungen und die Hotelfachschule kommt das Aufstiegs-BAföG infrage, wenn der Lehrgang mindestens 400 Unterrichtsstunden umfasst. Die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gibt es als Zuschuss, den Rest als zinsgünstiges KfW-Darlehen, von dem bei bestandener Prüfung die Hälfte erlassen wird. Die Förderung der Lehrgangskosten ist unabhängig vom Einkommen. Wie das Verfahren abläuft, erklärt unser Beitrag zum Aufstiegs-BAföG im Fernstudium.

Für reine Zertifikatslehrgänge gibt es in der Regel kein Aufstiegs-BAföG. Bist du arbeitslos oder arbeitsuchend, kann ein Bildungsgutschein der Arbeitsagentur helfen, sofern der Lehrgang nach AZAV zugelassen ist. Das trifft auf viele Lehrgänge der Deutschen Hotelakademie, der Studiengemeinschaft Darmstadt und des Instituts für Lernsysteme zu. Beschäftigte können je nach Bundesland Landesprogramme wie den Bildungsscheck nutzen, und selbst getragene Kosten lassen sich meist steuerlich absetzen.

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Spezialisierungen: Von der Küchenleitung bis zum Sommelier

Nicht jede Weiterbildung muss ein umfassender Management-Abschluss sein. Wer sich in einem Bereich vertiefen will, findet kürzere Lehrgänge für Küche, Hotelabteilungen und Getränke. Sie eignen sich auch als Ergänzung zu einem Fachwirt oder Meister.

Küche und Verpflegung

Die Weiterbildung zum Küchenleiter bereitet in rund sechs Monaten auf die Organisation einer Küche vor, von Mitarbeiterführung über Einkauf und Kalkulation bis HACCP. Der Küchenmeister (IHK) ist der bundesweit geregelte Aufstiegsabschluss für Köchinnen und Köche und steht deshalb auch in der Übersicht zu Meisterlehrgängen. Der Diätkoch (IHK) vermittelt ernährungsmedizinische Grundlagen, Speiseplangestaltung und Qualitätsmanagement für die Diätküche, wie sie etwa in Klinik, Reha oder Gemeinschaftsverpflegung gebraucht wird. Für die Leitung von Kantinen und Großküchen gibt es den Verpflegungsbetriebswirt.

Weiterbildungen für Küche und Verpflegung
KursAnbieterStudiendauerKosten
Diätkoch Weiterbildung, IHK-AbschlussDeutsche Hotelakademie14 Monateab 2590 € insgesamt
ab 185 € monatlich
Geprüfte:r Küchenmeister:in (IHK), IHK-AbschlussIST-Studieninstitut20 Monateab 3400 € insgesamt
ab 170 € monatlich
Küchenleiter:in, ZertifikatIST-Studieninstitut6 Monateab 1188 € insgesamt
ab 198 € monatlich
Küchenmeister, IHK-AbschlussDeutsche Hotelakademie22 Monateab 4320 € insgesamt
ab 196 € monatlich
Vegan geschulter Koch, ZertifikatDeutsche Hotelakademie8 Monateab 1662 € insgesamt
ab 189 € monatlich
Verpflegungsbetriebswirt, ZertifikatDeutsche Hotelakademie16 Monateab 2854 € insgesamt
ab 169 € monatlich
Koch arbeitet an einem Gerät in einer professionellen Küche
In der Küche führt der Weg in die Leitung meist über Küchenleiter oder Küchenmeister (IHK).

Hotel, Service und Veranstaltungen

Für einzelne Hotelabteilungen und den Service gibt es kompakte Zertifikatslehrgänge. Sie dauern meist drei bis zwölf Monate und richten sich vor allem an Beschäftigte mit Branchenerfahrung:

  • F&B Manager: Leitung von Restaurant, Bar und Bankett mit Kalkulation, Einkauf und Personalplanung, beim IST-Studieninstitut und bei der Deutschen Hotelakademie.
  • Front Office und Housekeeping Management: Führung von Empfang und Etage, jeweils beim IST-Studieninstitut.
  • Revenue Manager: Preis- und Auslastungssteuerung im Hotel, bei der Deutschen Hotelakademie.
  • Bankettmanagement und HR Management in der Hotellerie: kurze Vertiefungen beim IST-Studieninstitut.

Für Tagungs- und Kongressgeschäft in Hotels bietet die Deutsche Hotelakademie zusätzlich Lehrgänge zu Convention Sales und MICE an, die du unter Eventmanagement findest.

Wein und Getränke

Bei Weinqualifikationen lohnt ein genauer Blick auf den Abschluss. Die WSET®-Zertifikate Level 2 und 3 des Wine & Spirit Education Trust sind international verbreitet, Level 3 vertieft dabei die Inhalte von Level 2. Der Sommelier der Deutschen Hotelakademie bereitet auf eine IHK-Prüfung vor und setzt entsprechende Berufserfahrung voraus. Der Wein- und Genussexperte (IHK) der Studiengemeinschaft Darmstadt endet mit einem IHK-Zertifikatstest. Er richtet sich laut Anbieter ausdrücklich auch an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung.

Weinqualifikationen im Fernunterricht
KursAnbieterStudiendauerKosten
Assistant Sommelier, ZertifikatDeutsche Hotelakademie8 Monateab 1568 € insgesamt
ab 196 € monatlich
Sommelier, IHK-AbschlussDeutsche Hotelakademie14 Monateab 3206 € insgesamt
ab 229 € monatlich
Wein- und Genussexperte (IHK), IHK-AbschlussStudiengemeinschaft Darmstadt12 Monateab 3108 € insgesamt
ab 259 € monatlich
WSET® Level 2, Award in Wines, ZertifikatDeutsche Hotelakademie2 Monateab 598 € insgesamt
ab 299 € monatlich
WSET® Level 3, Award in Wines, ZertifikatDeutsche Hotelakademie6 Monateab 1314 € insgesamt
ab 219 € monatlich

Fernlehrgang oder Hotelfachschule: Was passt zu Schichtdienst und Saison?

Ein Fernlehrgang passt, wenn du weiter voll arbeiten willst oder musst: Du lernst mit Studienbriefen und Onlineangeboten in deinem Tempo und besuchst nur einzelne Seminare. Die Hotelfachschule führt zum staatlich geprüften Betriebswirt, verlangt aber in Vollzeit zwei Jahre Unterricht oder in Teilzeit drei bis vier Jahre regelmäßige Präsenz.

Laut DEHOGA umfasst die Vollzeitform 2.400 bis 2.800 Unterrichtsstunden. Voraussetzung sind eine abgeschlossene gastgewerbliche Ausbildung, der mittlere Schulabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Wer in Vollzeit lernt, kann über das Aufstiegs-BAföG zusätzlich einen Beitrag zum Lebensunterhalt bekommen. Das macht die Hotelfachschule vor allem für Fachkräfte interessant, die sich für zwei Jahre ganz auf die Weiterbildung konzentrieren können.

Für die längeren Lehrgänge im Fernunterricht planen die Anbieter mit rund 8 bis 12 Stunden Lernzeit pro Woche. Im Gastgewerbe ist das die eigentliche Herausforderung: Spätschichten, Wochenenddienste und Hochsaison lassen sich schwer mit festen Lernzeiten verbinden. Plane Seminare und Prüfungstermine deshalb möglichst in die ruhigere Zeit deines Betriebs und kläre früh, ob dein Arbeitgeber dich dafür freistellt.

Ein Fernlehrgang lohnt sich, wenn du …

  • deinen Job und dein Einkommen während der Weiterbildung behalten willst.
  • in Leitungsverantwortung hineinwächst und das Gelernte direkt im Betrieb anwenden kannst.
  • einen IHK-Abschluss anstrebst, bei dem am Ende ohnehin die Kammer prüft und nicht die Schule.
  • dich gezielt in einem Bereich wie Revenue Management, F&B oder Wein spezialisieren möchtest.

Eher weniger geeignet, wenn du …

  • ausdrücklich den staatlich geprüften Betriebswirt brauchst, etwa weil Arbeitgeber oder Karriereplan ihn verlangen.
  • regelmäßig Unterricht in einer Klasse brauchst, um dranzubleiben.
  • in der Saison über Monate kaum freie Abende hast und keine ruhigeren Phasen einplanen kannst.
  • ein akademisches Studium anstrebst. Dann passt eher ein Fernstudium in Tourismus und Hospitality.
Bankettleiterin richtet eine festliche Tafel für eine Veranstaltung ein
Wer zwischen Hochsaison und Weiterbildung jongliert, plant Seminare und Prüfungen am besten in die ruhigere Zeit des Betriebs.

Häufige Fragen zur Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie

Ja, wenn du genügend Berufspraxis nachweist. Wie viel genau, regelt die Rechtsvorschrift deiner IHK: Bei der IHK Dresden sind es ohne Ausbildung vier Jahre, bei der IHK Düsseldorf drei Jahre für den ersten Prüfungsteil. Für den zweiten Teil wird zusätzlich Praxis mit Bezug zum Gastgewerbe verlangt. Lass deine Voraussetzungen vor der Anmeldung zum Lehrgang von der Kammer prüfen.

In der Regel ja. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2009 erhalten Meister und Inhaber gleichgestellter Fortbildungsabschlüsse eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, die Details regelt das jeweilige Landesrecht. Das gilt für öffentlich-rechtliche Abschlüsse wie den Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) oder den Küchenmeister, nicht für Zertifikate von Bildungsanbietern. Passende Studiengänge findest du im Fernstudium Tourismus und Hospitality.

Beide sind IHK-Fortbildungen mit ähnlichem betriebswirtschaftlichem Teil, zielen aber auf unterschiedliche Branchen. Der Fachwirt im Gastgewerbe bereitet auf Leitungsaufgaben in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung vor. Der Tourismusfachwirt richtet sich an Reisebüros, Reiseveranstalter und Tourismusorganisationen. Kurse dazu findest du in der Übersicht zum Tourismusfachwirt.

Bei IHK-Abschlüssen ist der Lehrgang nur die Vorbereitung, die Prüfung nimmt die Kammer ab. Deine Zulassung hängt an Ausbildung und Berufspraxis, nicht am Fortbestand der Schule, und bereits bestandene Prüfungsteile verfallen nicht mit dem Anbieter. Bei Zertifikaten des Anbieters ist die Lage schwieriger. Was Betroffene konkret tun können, haben wir am Beispiel der Insolvenz der Hotelfernschule Poppe & Neumann zusammengefasst.

Die Anbieter kalkulieren je nach Lehrgang mit rund 8 bis 12 Stunden pro Woche. Kurze Spezialisierungen kommen teils mit weniger aus. Wichtiger als der Durchschnitt ist im Schichtdienst die Planung: Lege feste Lernblöcke in Wochen mit ruhigeren Diensten und plane Seminar- und Prüfungstermine außerhalb der Hochsaison.

Das hängt vom Ziel ab. Für eine Beförderung im eigenen Betrieb oder eine Spezialisierung wie Revenue Management kann ein Zertifikat genau das richtige Wissen liefern. Für Stellen, die ausdrücklich einen Fachwirt, Meister oder staatlich geprüften Betriebswirt verlangen, ersetzt es den öffentlich-rechtlichen Abschluss nicht. Frag im Zweifel bei deinem Arbeitgeber oder in Stellenanzeigen nach, welcher Abschluss erwartet wird.

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