Wer in Küche, Service, Hotel oder Systemgastronomie mehr Verantwortung übernehmen will, kann sich berufsbegleitend weiterbilden: zum Fachwirt im Gastgewerbe (IHK), zum Hotelbetriebswirt, in Richtung Küchenleitung oder mit einer Weinqualifikation bis zum Sommelier. Diese Übersicht zeigt über 20 Weiterbildungen im Fernunterricht und erklärt, welcher Abschluss öffentlich-rechtlich geregelt ist, was er kostet und wann das Aufstiegs-BAföG greift.
- Alle Gastro-Weiterbildungen im Überblick
- Welche Weiterbildung passt zu deinem Ziel im Gastgewerbe?
- IHK-Abschluss, staatlich geprüft oder Zertifikat: Was ist der Unterschied?
- Fachwirt im Gastgewerbe (IHK): Prüfung, Zulassung und Aufbaumodul
- Was kostet eine Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie?
- Spezialisierungen: Von der Küchenleitung bis zum Sommelier
- Fernlehrgang oder Hotelfachschule: Was passt zu Schichtdienst und Saison?
- Häufige Fragen zur Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie
Alle Gastro-Weiterbildungen im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 25 Kurse im Fachbereich Hotellerie & Gastronomie.
Wein- und Genussexperte (IHK)
Studiengemeinschaft Darmstadt · IHK-Abschluss · 12 Monate
Gepr. Hotelbetriebswirt/in
Studiengemeinschaft Darmstadt · Zertifikat · 18 Monate
Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK)
Institut für Lernsysteme · IHK-Abschluss · 18 Monate
Fachwirt:in im Gastgewerbe (IHK)
IST-Studieninstitut · IHK-Abschluss · 18 Monate
Gastronomiebetriebswirt:in
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 12 Monate
F&B Manager:in
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 6 Monate
Hotelbetriebswirt:in
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 18 Monate
Front Office Management
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 5 Monate
Küchenleiter:in
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 6 Monate
HR Management in der Hotellerie
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 6 Monate
Bankettmanagement
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 3 Monate
Assistant Sommelier
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 8 Monate
Fachwirt im Gastgewerbe
Deutsche Hotelakademie · IHK-Abschluss · 10 Monate
Betriebswirt für Systemgastronomie
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 18 Monate
Diätkoch Weiterbildung
Deutsche Hotelakademie · IHK-Abschluss · 14 Monate
F&B Manager
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 12 Monate
Fachwirt im Gastgewerbe
Deutsche Hotelakademie · IHK-Abschluss · 18 Monate
Hotelbetriebswirt
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 19 Monate
Sommelier
Deutsche Hotelakademie · IHK-Abschluss · 14 Monate
Vegan geschulter Koch
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 8 Monate
Verpflegungsbetriebswirt
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 16 Monate
Revenue Management
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 7 Monate
WSET® Level 2, Award in Wines
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 2 Monate
WSET® Level 3, Award in Wines
Deutsche Hotelakademie · Zertifikat · 6 Monate
Welche Weiterbildung passt zu deinem Ziel im Gastgewerbe?
Die passende Weiterbildung hängt davon ab, wohin du dich entwickeln willst. Für Leitungsaufgaben in Restaurant, Hotel oder Systemgastronomie ist der Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) der breiteste Abschluss. Wer in der Küche aufsteigen will, kommt eher über Küchenleiter oder Küchenmeister voran. Für Service und Getränke gibt es F&B-Management und Weinqualifikationen.
| Dein Ziel | Typischer Abschluss | Passende Weiterbildungen |
|---|---|---|
| Leitung in Restaurant oder Hotel | IHK-Fortbildung | Fachwirt im Gastgewerbe (IHK), Aufbaumodul für Meister |
| Hotelmanagement von Front Office bis Direktion | IHK-Fortbildung oder Zertifikat | Fachwirt im Gastgewerbe, Hotelbetriebswirt, Front Office, Housekeeping, Revenue Management |
| Küchenleitung | Meisterprüfung oder Zertifikat | Küchenmeister (IHK), Küchenleiter |
| Gemeinschaftsverpflegung und Diätküche | IHK-Fortbildung oder Zertifikat | Diätkoch (IHK), Verpflegungsbetriebswirt |
| Systemgastronomie und Filialleitung | IHK-Fortbildung oder Zertifikat | Fachwirt im Gastgewerbe, Betriebswirt für Systemgastronomie, Gastronomiebetriebswirt |
| Service, Bankett und Getränke | Zertifikat | F&B Manager, Bankettmanagement, HR Management in der Hotellerie |
| Wein und Getränke | internationales Zertifikat oder IHK-Prüfung | WSET® Level 2 und 3, Assistant Sommelier, Sommelier, Wein- und Genussexperte (IHK) |
Zwei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Wege sind. Eine Restaurantfachfrau mit einigen Jahren Berufserfahrung, die die Restaurantleitung übernehmen soll, ist mit dem Fachwirt im Gastgewerbe gut beraten, weil er Betriebswirtschaft, Personalführung und branchenbezogenes Recht abdeckt. Ein Koch, der das Tagesgeschäft einer Großküche verantworten soll, profitiert eher von einer Küchenleiter-Weiterbildung und später vom Küchenmeister.
Arbeitest du in Reisebüro, Reiseveranstaltung oder Tourismusorganisation, findest du passende Kurse in der Übersicht zum Tourismusfachwirt. Weiterbildungen für Tagungs- und Kongressgeschäft stehen unter Eventmanagement.

IHK-Abschluss, staatlich geprüft oder Zertifikat: Was ist der Unterschied?
Im Gastgewerbe gibt es vier Arten von Weiterbildungsabschlüssen: bundesweit geregelte Meisterprüfungen vor der IHK, IHK-Fortbildungen nach Rechtsvorschrift der jeweiligen Kammer, den staatlich geprüften Betriebswirt einer Hotelfachschule und Zertifikate von Bildungsanbietern oder Prüforganisationen. Nur die ersten drei führen zu einem öffentlich-rechtlichen Abschluss.
| Abschlussart | Beispiele | Wer prüft? | Rechtsgrundlage | Aufstiegs-BAföG |
|---|---|---|---|---|
| Meisterprüfung (IHK) | Küchenmeister, Restaurantmeister, Hotelmeister | IHK | Bundesverordnung, bundesweit einheitlich | Ja |
| IHK-Fortbildung nach Kammerregelung | Fachwirt im Gastgewerbe, Diätkoch | IHK | Rechtsvorschrift der jeweiligen IHK | Ja, bei mindestens 400 Unterrichtsstunden |
| Staatlich geprüfter Betriebswirt | Betriebswirt Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe | Fachschule mit staatlicher Prüfung | Landesrecht | Ja, in Vollzeit auch Unterhaltsbeitrag |
| Zertifikat | Hotelbetriebswirt im Fernlehrgang, F&B Manager, WSET®, IHK-Zertifikate | Anbieter, IHK-Zertifikatstest oder WSET | keine öffentlich-rechtliche Prüfungsordnung | In der Regel nein |
Küchen-, Restaurant- und Hotelmeister sind seit 2003 durch Bundesverordnungen geregelt, zum Beispiel die Verordnung zum Geprüften Küchenmeister. Prüfungsinhalte und Zulassung sind damit überall gleich. Der Fachwirt im Gastgewerbe beruht dagegen auf einer Rechtsvorschrift der jeweiligen IHK. Die Inhalte ähneln sich, die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich aber von Kammer zu Kammer.
Der staatlich geprüfte Betriebswirt wird an Hotelfachschulen erworben, ist landesrechtlich geregelt und laut Deutschem Qualifikationsrahmen als Bachelor Professional in Wirtschaft eingeordnet. Zertifikate belegen Fachwissen, ihr Wert hängt aber davon ab, wie gut ein Arbeitgeber Anbieter und Inhalte kennt. Die Zulassung eines Fernlehrgangs durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht betrifft Lehrgangskonzept und Vertragsbedingungen, nicht die staatliche Anerkennung des Abschlusses.
Wie sich Fachwirte und Betriebswirte grundsätzlich unterscheiden, erklärt unser Beitrag Fachwirt oder Betriebswirt? Aufstiegsfortbildungen im Vergleich.
Fachwirt im Gastgewerbe (IHK): Prüfung, Zulassung und Aufbaumodul
Der Fachwirt im Gastgewerbe ist eine IHK-Fortbildung für Führungsaufgaben in Hotellerie, Gastronomie, Systemgastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Die Prüfung besteht aus zwei Teilen, den wirtschaftsbezogenen Qualifikationen und den handlungsspezifischen Qualifikationen. Vorbereitungslehrgänge im Fernunterricht dauern meist 18 Monate.
Im ersten Prüfungsteil geht es um Volks- und Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Recht und Steuern sowie Unternehmensführung. Diese Inhalte ähneln anderen kaufmännischen Fachwirten. Der zweite Teil ist branchenspezifisch: Gästeorientierung und Marketing, branchenbezogenes Management und Recht sowie gastronomische Angebotsformen von der Hotellerie bis zur Gemeinschaftsverpflegung.
Zulassung: Jede IHK regelt sie selbst
Weil der Fachwirt im Gastgewerbe auf Kammerrecht beruht, lohnt ein Blick in die Rechtsvorschrift deiner IHK. Die Unterschiede sind real. Die IHK Dresden lässt zum ersten Prüfungsteil unter anderem zu, wer einen anerkannten Ausbildungsberuf mit einem Jahr Berufspraxis oder vier Jahre Berufspraxis ohne Ausbildung nachweist. Die IHK Düsseldorf verlangt ohne Ausbildung drei Jahre Berufspraxis. Für den zweiten Prüfungsteil setzen die Kammern zusätzlich einschlägige Praxis mit Bezug zum Gastgewerbe voraus.
Aufbaumodul: Wenn der erste Teil schon bestanden ist
Hast du den ersten Prüfungsteil bereits abgelegt oder bist du schon Küchen-, Restaurant- oder Hotelmeister, musst du nicht den kompletten Lehrgang belegen. Die Deutsche Hotelakademie bietet ein Aufbaumodul an, das in rund zehn Monaten nur auf den zweiten Prüfungsteil vorbereitet. Auch das IST-Studieninstitut hat ein Aufbaumodul, das sich laut Anbieter vor allem an Absolventinnen und Absolventen der eigenen Betriebswirt-Lehrgänge richtet. Bei der DHA gehören außerdem die Unterlagen zur Ausbildereignungsprüfung zum Lehrgang. Mehr zu diesem Abschluss findest du in der Übersicht zum Ausbilderschein.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Fachwirt im Gastgewerbe, IHK-Abschluss | Deutsche Hotelakademie | 10 Monate | ab 1945 € insgesamt ab 178 € monatlich | |
| Fachwirt im Gastgewerbe, IHK-Abschluss | Deutsche Hotelakademie | 18 Monate | ab 3369 € insgesamt ab 178 € monatlich | |
| Fachwirt:in im Gastgewerbe (IHK), IHK-Abschluss | IST-Studieninstitut | 18 Monate | ab 3060 € insgesamt ab 170 € monatlich | |
| Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK), IHK-Abschluss | Institut für Lernsysteme | 18 Monate | ab 3582 € insgesamt ab 199 € monatlich |
Was kostet eine Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie?
Weiterbildungen in Hotellerie und Gastronomie kosten zwischen rund 500 € für kurze Spezialisierungen und gut 4.000 € für den Küchenmeister. Die Monatsraten beginnen bei 156 €. Für den Fachwirt im Gastgewerbe zahlst du rund 3.000 bis 3.600 €, dazu kommt die Prüfungsgebühr der IHK.
Kosten nach Kurstyp
| Kurstyp | Dauer | Gesamtkosten | Zusätzlich |
|---|---|---|---|
| Spezialisierungen wie F&B, Front Office, Housekeeping, Bankett, Revenue | 3 bis 12 Monate | rund 500 bis 2.400 € | – |
| Betriebswirt-Lehrgänge für Hotel, Gastronomie, Systemgastronomie, Verpflegung | 12 bis 19 Monate | rund 1.900 bis 4.000 € | – |
| Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) | 18 Monate, Aufbaumodul rund 10 Monate | rund 3.000 bis 3.600 €, Aufbaumodul unter 2.000 € | IHK-Prüfungsgebühr |
| Küchenmeister (IHK) | 20 bis 22 Monate | rund 3.400 bis 4.300 € | IHK-Prüfungsgebühr |
| Wein: WSET®, Assistant Sommelier, Sommelier, Wein- und Genussexperte | 2 bis 14 Monate | rund 600 bis 3.500 € | je nach Kurs Prüfungs- und Seminargebühren |
Die Unterschiede innerhalb eines Kurstyps haben meist mit dem Umfang zu tun. Beim Hotelbetriebswirt reicht die Spanne von 156 € im Monat bei 18 Monaten Laufzeit bis 221 € im Monat. Vergleiche deshalb nicht nur die Rate, sondern auch Seminartage, Betreuung und enthaltene Prüfungen. Die IHK-Prüfungsgebühren legt jede Kammer selbst fest, frag sie vor der Anmeldung dort ab.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Betriebswirt für Systemgastronomie, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 18 Monate | ab 3192 € insgesamt ab 169 € monatlich | |
| Gastronomiebetriebswirt:in, Zertifikat | IST-Studieninstitut | 12 Monate | ab 1920 € insgesamt ab 160 € monatlich | |
| Gepr. Hotelbetriebswirt/in, Zertifikat | Studiengemeinschaft Darmstadt | 18 Monate | ab 3980 € insgesamt ab 221 € monatlich | |
| Hotelbetriebswirt, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 19 Monate | ab 3361 € insgesamt ab 169 € monatlich | |
| Hotelbetriebswirt:in, Zertifikat | IST-Studieninstitut | 18 Monate | ab 2808 € insgesamt ab 156 € monatlich | |
| Verpflegungsbetriebswirt, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 16 Monate | ab 2854 € insgesamt ab 169 € monatlich |
Welche Förderung ist möglich?
Für IHK-Fortbildungen, Meisterprüfungen und die Hotelfachschule kommt das Aufstiegs-BAföG infrage, wenn der Lehrgang mindestens 400 Unterrichtsstunden umfasst. Die Hälfte der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gibt es als Zuschuss, den Rest als zinsgünstiges KfW-Darlehen, von dem bei bestandener Prüfung die Hälfte erlassen wird. Die Förderung der Lehrgangskosten ist unabhängig vom Einkommen. Wie das Verfahren abläuft, erklärt unser Beitrag zum Aufstiegs-BAföG im Fernstudium.
Für reine Zertifikatslehrgänge gibt es in der Regel kein Aufstiegs-BAföG. Bist du arbeitslos oder arbeitsuchend, kann ein Bildungsgutschein der Arbeitsagentur helfen, sofern der Lehrgang nach AZAV zugelassen ist. Das trifft auf viele Lehrgänge der Deutschen Hotelakademie, der Studiengemeinschaft Darmstadt und des Instituts für Lernsysteme zu. Beschäftigte können je nach Bundesland Landesprogramme wie den Bildungsscheck nutzen, und selbst getragene Kosten lassen sich meist steuerlich absetzen.
Spezialisierungen: Von der Küchenleitung bis zum Sommelier
Nicht jede Weiterbildung muss ein umfassender Management-Abschluss sein. Wer sich in einem Bereich vertiefen will, findet kürzere Lehrgänge für Küche, Hotelabteilungen und Getränke. Sie eignen sich auch als Ergänzung zu einem Fachwirt oder Meister.
Küche und Verpflegung
Die Weiterbildung zum Küchenleiter bereitet in rund sechs Monaten auf die Organisation einer Küche vor, von Mitarbeiterführung über Einkauf und Kalkulation bis HACCP. Der Küchenmeister (IHK) ist der bundesweit geregelte Aufstiegsabschluss für Köchinnen und Köche und steht deshalb auch in der Übersicht zu Meisterlehrgängen. Der Diätkoch (IHK) vermittelt ernährungsmedizinische Grundlagen, Speiseplangestaltung und Qualitätsmanagement für die Diätküche, wie sie etwa in Klinik, Reha oder Gemeinschaftsverpflegung gebraucht wird. Für die Leitung von Kantinen und Großküchen gibt es den Verpflegungsbetriebswirt.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Diätkoch Weiterbildung, IHK-Abschluss | Deutsche Hotelakademie | 14 Monate | ab 2590 € insgesamt ab 185 € monatlich | |
| Geprüfte:r Küchenmeister:in (IHK), IHK-Abschluss | IST-Studieninstitut | 20 Monate | ab 3400 € insgesamt ab 170 € monatlich | |
| Küchenleiter:in, Zertifikat | IST-Studieninstitut | 6 Monate | ab 1188 € insgesamt ab 198 € monatlich | |
| Küchenmeister, IHK-Abschluss | Deutsche Hotelakademie | 22 Monate | ab 4320 € insgesamt ab 196 € monatlich | |
| Vegan geschulter Koch, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 8 Monate | ab 1662 € insgesamt ab 189 € monatlich | |
| Verpflegungsbetriebswirt, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 16 Monate | ab 2854 € insgesamt ab 169 € monatlich |

Hotel, Service und Veranstaltungen
Für einzelne Hotelabteilungen und den Service gibt es kompakte Zertifikatslehrgänge. Sie dauern meist drei bis zwölf Monate und richten sich vor allem an Beschäftigte mit Branchenerfahrung:
- F&B Manager: Leitung von Restaurant, Bar und Bankett mit Kalkulation, Einkauf und Personalplanung, beim IST-Studieninstitut und bei der Deutschen Hotelakademie.
- Front Office und Housekeeping Management: Führung von Empfang und Etage, jeweils beim IST-Studieninstitut.
- Revenue Manager: Preis- und Auslastungssteuerung im Hotel, bei der Deutschen Hotelakademie.
- Bankettmanagement und HR Management in der Hotellerie: kurze Vertiefungen beim IST-Studieninstitut.
Für Tagungs- und Kongressgeschäft in Hotels bietet die Deutsche Hotelakademie zusätzlich Lehrgänge zu Convention Sales und MICE an, die du unter Eventmanagement findest.
Wein und Getränke
Bei Weinqualifikationen lohnt ein genauer Blick auf den Abschluss. Die WSET®-Zertifikate Level 2 und 3 des Wine & Spirit Education Trust sind international verbreitet, Level 3 vertieft dabei die Inhalte von Level 2. Der Sommelier der Deutschen Hotelakademie bereitet auf eine IHK-Prüfung vor und setzt entsprechende Berufserfahrung voraus. Der Wein- und Genussexperte (IHK) der Studiengemeinschaft Darmstadt endet mit einem IHK-Zertifikatstest. Er richtet sich laut Anbieter ausdrücklich auch an Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ohne Branchenerfahrung.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Assistant Sommelier, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 8 Monate | ab 1568 € insgesamt ab 196 € monatlich | |
| Sommelier, IHK-Abschluss | Deutsche Hotelakademie | 14 Monate | ab 3206 € insgesamt ab 229 € monatlich | |
| Wein- und Genussexperte (IHK), IHK-Abschluss | Studiengemeinschaft Darmstadt | 12 Monate | ab 3108 € insgesamt ab 259 € monatlich | |
| WSET® Level 2, Award in Wines, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 2 Monate | ab 598 € insgesamt ab 299 € monatlich | |
| WSET® Level 3, Award in Wines, Zertifikat | Deutsche Hotelakademie | 6 Monate | ab 1314 € insgesamt ab 219 € monatlich |
Fernlehrgang oder Hotelfachschule: Was passt zu Schichtdienst und Saison?
Ein Fernlehrgang passt, wenn du weiter voll arbeiten willst oder musst: Du lernst mit Studienbriefen und Onlineangeboten in deinem Tempo und besuchst nur einzelne Seminare. Die Hotelfachschule führt zum staatlich geprüften Betriebswirt, verlangt aber in Vollzeit zwei Jahre Unterricht oder in Teilzeit drei bis vier Jahre regelmäßige Präsenz.
Laut DEHOGA umfasst die Vollzeitform 2.400 bis 2.800 Unterrichtsstunden. Voraussetzung sind eine abgeschlossene gastgewerbliche Ausbildung, der mittlere Schulabschluss und mindestens ein Jahr Berufserfahrung. Wer in Vollzeit lernt, kann über das Aufstiegs-BAföG zusätzlich einen Beitrag zum Lebensunterhalt bekommen. Das macht die Hotelfachschule vor allem für Fachkräfte interessant, die sich für zwei Jahre ganz auf die Weiterbildung konzentrieren können.
Für die längeren Lehrgänge im Fernunterricht planen die Anbieter mit rund 8 bis 12 Stunden Lernzeit pro Woche. Im Gastgewerbe ist das die eigentliche Herausforderung: Spätschichten, Wochenenddienste und Hochsaison lassen sich schwer mit festen Lernzeiten verbinden. Plane Seminare und Prüfungstermine deshalb möglichst in die ruhigere Zeit deines Betriebs und kläre früh, ob dein Arbeitgeber dich dafür freistellt.
Ein Fernlehrgang lohnt sich, wenn du …
- deinen Job und dein Einkommen während der Weiterbildung behalten willst.
- in Leitungsverantwortung hineinwächst und das Gelernte direkt im Betrieb anwenden kannst.
- einen IHK-Abschluss anstrebst, bei dem am Ende ohnehin die Kammer prüft und nicht die Schule.
- dich gezielt in einem Bereich wie Revenue Management, F&B oder Wein spezialisieren möchtest.
Eher weniger geeignet, wenn du …
- ausdrücklich den staatlich geprüften Betriebswirt brauchst, etwa weil Arbeitgeber oder Karriereplan ihn verlangen.
- regelmäßig Unterricht in einer Klasse brauchst, um dranzubleiben.
- in der Saison über Monate kaum freie Abende hast und keine ruhigeren Phasen einplanen kannst.
- ein akademisches Studium anstrebst. Dann passt eher ein Fernstudium in Tourismus und Hospitality.

Häufige Fragen zur Weiterbildung in Hotellerie und Gastronomie
Ja, wenn du genügend Berufspraxis nachweist. Wie viel genau, regelt die Rechtsvorschrift deiner IHK: Bei der IHK Dresden sind es ohne Ausbildung vier Jahre, bei der IHK Düsseldorf drei Jahre für den ersten Prüfungsteil. Für den zweiten Teil wird zusätzlich Praxis mit Bezug zum Gastgewerbe verlangt. Lass deine Voraussetzungen vor der Anmeldung zum Lehrgang von der Kammer prüfen.
In der Regel ja. Nach einem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2009 erhalten Meister und Inhaber gleichgestellter Fortbildungsabschlüsse eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung, die Details regelt das jeweilige Landesrecht. Das gilt für öffentlich-rechtliche Abschlüsse wie den Fachwirt im Gastgewerbe (IHK) oder den Küchenmeister, nicht für Zertifikate von Bildungsanbietern. Passende Studiengänge findest du im Fernstudium Tourismus und Hospitality.
Beide sind IHK-Fortbildungen mit ähnlichem betriebswirtschaftlichem Teil, zielen aber auf unterschiedliche Branchen. Der Fachwirt im Gastgewerbe bereitet auf Leitungsaufgaben in Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung vor. Der Tourismusfachwirt richtet sich an Reisebüros, Reiseveranstalter und Tourismusorganisationen. Kurse dazu findest du in der Übersicht zum Tourismusfachwirt.
Bei IHK-Abschlüssen ist der Lehrgang nur die Vorbereitung, die Prüfung nimmt die Kammer ab. Deine Zulassung hängt an Ausbildung und Berufspraxis, nicht am Fortbestand der Schule, und bereits bestandene Prüfungsteile verfallen nicht mit dem Anbieter. Bei Zertifikaten des Anbieters ist die Lage schwieriger. Was Betroffene konkret tun können, haben wir am Beispiel der Insolvenz der Hotelfernschule Poppe & Neumann zusammengefasst.
Die Anbieter kalkulieren je nach Lehrgang mit rund 8 bis 12 Stunden pro Woche. Kurze Spezialisierungen kommen teils mit weniger aus. Wichtiger als der Durchschnitt ist im Schichtdienst die Planung: Lege feste Lernblöcke in Wochen mit ruhigeren Diensten und plane Seminar- und Prüfungstermine außerhalb der Hochsaison.
Das hängt vom Ziel ab. Für eine Beförderung im eigenen Betrieb oder eine Spezialisierung wie Revenue Management kann ein Zertifikat genau das richtige Wissen liefern. Für Stellen, die ausdrücklich einen Fachwirt, Meister oder staatlich geprüften Betriebswirt verlangen, ersetzt es den öffentlich-rechtlichen Abschluss nicht. Frag im Zweifel bei deinem Arbeitgeber oder in Stellenanzeigen nach, welcher Abschluss erwartet wird.


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