Locations besichtigen, Budgets kalkulieren, Dienstleister koordinieren, am Veranstaltungstag alles zusammenhalten – Eventmanagement ist ein Berufsfeld, in dem Organisationstalent und Kreativität zusammentreffen. Wer hier einsteigen oder aufsteigen will, findet im Fernlehrgang eine flexible Möglichkeit – gerade weil die Eventbranche mit Abend- und Wochenendeinsätzen wenig Spielraum für starre Unterrichtszeiten lässt.
Die Kurse in dieser Übersicht starten bei 55 €/Mon. für einen Grundkurs und reichen bis zum IHK-Veranstaltungsfachwirt auf DQR-6-Niveau. Dieser Vergleich zeigt dir, welche Kurstypen es gibt, was sie kosten, welche Förderungen du nutzen kannst – und wie sich die Investition über das Gehalt rechnet.
- Alle Kurse im Überblick
- Vier Kurstypen – welcher passt zu deinem Ziel?
- Was kostet eine Eventmanagement-Weiterbildung?
- Förderung – bis zu 100% über AZAV
- Gehalt im Eventmanagement – was verdienst du?
- Voraussetzungen – was brauchst du für welchen Kurs?
- IHK-Eventmanager vs. Veranstaltungsfachwirt – welcher Abschluss lohnt sich?
- Häufige Fragen zur Eventmanagement-Weiterbildung
Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 18 Kurse im Fachbereich Eventmanagement.
Geprüfte:r Veranstaltungsfachwirt:in (IHK)
IST-Studieninstitut · IHK-Abschluss · 18 Monate
Eventmanager (IHK)
Studieninstitut für Kommunikation · IHK-Abschluss · 9 Monate
Gepr. Veranstaltungsfachwirt (IHK)
Studieninstitut für Kommunikation · IHK-Abschluss · 18 Monate
Eventmanagement (IHK)
Studiengemeinschaft Darmstadt · IHK-Abschluss · 12 Monate
Eventmanagement (IHK)
Institut für Lernsysteme · IHK-Abschluss · 12 Monate
Cross Event Creator – Der Veranstaltungsmanager für hybride Events (IHK)
HSB Akademie · IHK-Abschluss · 5 Monate
Hochzeits- und Veranstaltungsplaner/-in
Fernakademie für Erwachsenenbildung · Zertifikat · 11 Monate
Eventmanagement (IHK)
Fernakademie für Erwachsenenbildung · IHK-Abschluss · 12 Monate
Gepr. Veranstaltungsfachwirt (IHK)
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 18 Monate
Geprüfte Fachkraft für Event- und Incentive-Management
Fernstudienakademie · Zertifikat · 5 Monate
Eventmanagement
IST-Studieninstitut · Zertifikat · 10 Monate
Fachkraft für Veranstaltung, Messe & Kongresswesen
Fernakademie Touristik · Zertifikat · 7 Monate
Eventmanagement
Deutsches eLearning Studieninstitut · Zertifikat · 3 Monate
Eventmarketing
Laudius Akademie für Fernstudien · Zertifikat · 8 Monate
Gepr. Veranstaltungsfachwirt/-in
IHK-Akademie Koblenz · IHK-Abschluss · 16 Monate
Gepr. Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)
Laudius Akademie für Fernstudien · IHK-Abschluss · 13 Monate
Festivalmanagement
IST-Studieninstitut · Hochschulzertifikat · 2 Semester
Vier Kurstypen – welcher passt zu deinem Ziel?
Die Fernlehrgänge in dieser Kategorie unterscheiden sich grundlegend in Tiefe, Dauer und Abschluss. Bevor du dich für einen Kurs entscheidest, solltest du wissen, welcher Typ zu deiner Ausgangslage passt:
| Kurstyp | Für wen? | Dauer | Aufwand/Wo. | Preis ab | Abschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Grundkurs Eventmanagement | Einsteiger, Quereinsteiger, Ehrenamtliche | 3–8 Mon. | 5–8 Std. | 55 €/Mon. | Institutszertifikat |
| Spezialkurs (Hochzeit, Messe, E-Sport, Festival) | Fachkräfte, die sich auf eine Nische spezialisieren wollen | 2–11 Mon. | 6–8 Std. | 120 €/Mon. | Instituts-/Hochschulzertifikat |
| Eventmanagement IHK | Berufserfahrene, die einen anerkannten Abschluss wollen | 5–12 Mon. | 8–10 Std. | 219 €/Mon. | IHK-Zertifikat |
| Veranstaltungsfachwirt IHK | Berufserfahrene mit Führungsambitionen | 16–18 Mon. | 8–18 Std. | 188 €/Mon. | IHK-Abschluss, DQR 6 (Bachelor-Niveau) |
Grundkurse vermitteln die Basis: Veranstaltungskonzeption, Budgetplanung, Projektmanagement und Eventmarketing. Der günstigste Einstieg ist die LEARNAC Academy (5 Mon., 55 €/Mon., 7 Std./Wo.). Das Deutsche eLearning Studieninstitut (DeLSt) bietet einen kompakteren Kurs (3 Mon., 114 €/Mon., 6 Std./Wo.). Laudius setzt mit „Eventmarketing“ (8 Mon., 68 €/Mon., 5 Std./Wo.) einen Stück stärker auf den Marketing-Aspekt. Die Fernstudienakademie bietet eine „Geprüfte Fachkraft für Event- und Incentive-Management“ (5 Mon., 160 €/Mon., 8 Std./Wo.) mit Fokus auf Firmenveranstaltungen und Incentive-Reisen.
Spezialkurse: Hochzeit, Messe, E-Sport, Festival
Neben den klassischen Eventmanagement-Grundkursen gibt es Lehrgänge mit Spezialfokus:
- Hochzeits- und Veranstaltungsplaner (FEB, 11 Mon., 160 €/Mon., 6 Std./Wo.): Der umfangreichste Spezialkurs – von der Trauzeremonie über Catering bis zur Locationsuche. Geeignet für den Einstieg in die Hochzeitsbranche.
- Fachkraft für Veranstaltung, Messe & Kongresswesen (Fernakademie Touristik, 7 Mon., 160 €/Mon., 6 Std./Wo.): Fokus auf Messen und Kongresse – ideal für den Einstieg bei Messebauunternehmen, Kongresszentren oder Verbänden.
- Eventmanager im E-Sport (Academy of Sports, 4 Mon., 120 €/Mon., 8 Std./Wo.): Nischenkurs für die wachsende E-Sport-Branche – Turnierorganisation, Streaming, Community-Management.
- Festivalmanagement (IST-Studieninstitut, 2 Mon., 279 €/Mon., Hochschulzertifikat): Sehr kompakter, akademischer Kurs mit ECTS-Punkten. Fokus auf Großveranstaltungen und Festivals – eher als Zusatzqualifikation für Berufserfahrene geeignet.
Das IST-Studieninstitut bietet außerdem einen umfassenden Eventmanagement-Lehrgang (10 Mon., 200 €/Mon., 12 Std./Wo.), der zwischen Grundkurs und IHK-Niveau liegt. Er deckt Veranstaltungskonzeption, Eventrecht, Risikomanagement und Live-Kommunikation ab – ohne IHK-Prüfung, dafür mit IST-Zertifikat.
IHK-Eventmanager: Der branchenanerkannte Standard
Die IHK-Zertifikatslehrgänge „Eventmanagement (IHK)“ sind der Mittelbau: anerkannter als ein Institutszertifikat, kürzer als der Veranstaltungsfachwirt. Drei klassische Fernschulen bieten ihn an:
- ILS (12 Mon., 219 €/Mon., 8 Std./Wo.) – AZAV-zertifiziert
- FEB (12 Mon., 219 €/Mon., 7 Std./Wo.)
- SGD (12 Mon., 243 €/Mon., 8 Std./Wo.) – AZAV-zertifiziert
Daneben gibt es zwei Sondervarianten: Der Eventmanager (IHK) beim Studieninstitut für Kommunikation (9 Mon., 255 €/Mon., 10 Std./Wo.) ist kompakter, dafür teurer pro Monat. Der Cross Event Creator – hybride Events (IHK) bei der HSB Akademie (5 Mon., 501 €/Mon., 10 Std./Wo.) ist ein Spezialkurs für hybride und digitale Veranstaltungen – AZAV-zertifiziert und damit voll förderfähig.
Veranstaltungsfachwirt IHK: Der höchste Abschluss
Der Gepr. Veranstaltungsfachwirt (IHK) liegt auf DQR-Stufe 6 – formal gleichwertig mit einem Bachelor. Er ist der höchste Abschluss in dieser Kategorie und öffnet Türen zu Führungspositionen:
- IST-Studieninstitut (18 Mon., 188 €/Mon., 3.384 € gesamt) – günstigster Anbieter. Das IST bietet zwei Varianten: eine mit 12 Std./Wo. (berufsbegleitend) und eine mit 18 Std./Wo. (intensiver). Beide kosten gleich viel und führen zum selben Abschluss.
- Studieninstitut für Kommunikation (18 Mon., 210 €/Mon., 10 Std./Wo.) – 3.780 € gesamt
- IHK-Akademie Koblenz (16 Mon., 244 €/Mon., 8 Std./Wo.) – kürzeste Variante, 3.904 € gesamt
Der Kurs bereitet auf die IHK-Prüfung in vier Handlungsbereichen vor: Veranstaltungskonzepte analysieren und bewerten, Veranstaltungen planen und durchführen, Führung und Organisation sowie betriebliches Management. Die IHK-Akademie Koblenz ist mit 16 statt 18 Monaten die schnellste Option, dafür pro Monat am teuersten.
Was kostet eine Eventmanagement-Weiterbildung?
Die Preisspanne reicht von 275 € (LEARNAC Grundkurs) bis 3.904 € (IHK-Akademie Koblenz Veranstaltungsfachwirt) – Faktor 14. Der Preis hängt stark vom Kurstyp ab: Grundkurse unter 800 €, IHK-Eventmanager um 2.800 €, Veranstaltungsfachwirt ab 3.384 €.
Gleicher Abschluss, verschiedene Anbieter: Für den IHK-Eventmanager verlangen ILS und FEB jeweils 2.787 € (219 €/Mon.), SGD liegt mit 2.920 € (243 €/Mon.) etwas höher. Die Inhalte sind ähnlich, der Preisunterschied erklärt sich durch unterschiedliche Lernplattformen und Betreuungsmodelle. Beim Veranstaltungsfachwirt ist das IST-Studieninstitut mit 3.384 € am günstigsten, die IHK-Akademie Koblenz mit 3.904 € am teuersten.
Achtung Monatsrate: Die HSB Akademie verlangt für den „Cross Event Creator“ 501 €/Mon. – die mit Abstand höchste Monatsrate. Allerdings dauert der Kurs nur 5 Monate und ist AZAV-zertifiziert. Wer den Bildungsgutschein bekommt, zahlt nichts.
IHK-Prüfungskosten einplanen: Wer den Eventmanager IHK oder den Veranstaltungsfachwirt IHK anstrebt, zahlt zusätzlich die IHK-Prüfungsgebühr. Je nach Kammer liegt diese zwischen 300 und 700 €. Beim Veranstaltungsfachwirt kommen Reise- und Übernachtungskosten für Präsenzseminare hinzu.
Förderung – bis zu 100 % über AZAV
Einige Kurse in dieser Kategorie sind nach AZAV zertifiziert und können über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters zu 100 % gefördert werden:
- Eventmanagement (IHK) beim ILS – 12 Mon., 2.787 €
- Eventmanagement (IHK) bei der SGD – 12 Mon., 2.920 €
- Cross Event Creator – hybride Events (IHK) bei der HSB Akademie – 5 Mon., 2.505 €
In der Praxis: Besprich deinen Weiterbildungswunsch mit deiner Ansprechperson bei der Agentur für Arbeit. Wenn die Weiterbildung zu deinem Profil passt und der Kurs AZAV-zertifiziert ist, werden die Kosten übernommen – Lehrgangsgebühren, Prüfungsgebühren und teilweise auch Fahrtkosten.
Aufstiegs-BAföG für den Veranstaltungsfachwirt
Der Gepr. Veranstaltungsfachwirt (IHK) ist über das Aufstiegs-BAföG förderfähig, da er auf DQR-Stufe 6 liegt. Die Förderung funktioniert so:
- 50 % der Lehrgangsgebühren als Zuschuss (muss nicht zurückgezahlt werden)
- 50 % als zinsgünstiges KfW-Darlehen (bei Bestehen werden 50 % des Darlehens erlassen)
- Rechenbeispiel IST-Studieninstitut: 3.384 € Kurskosten → 1.692 € Zuschuss + 1.692 € Darlehen → bei Bestehen: 846 € Darlehen erlassen → Eigenanteil: 846 €
Weitere Fördermöglichkeiten
- Steuerliche Absetzbarkeit: Weiterbildungskosten sind als Werbungskosten voll absetzbar – Lehrgangsgebühren, Fachliteratur, Fahrtkosten und Arbeitsmittel.
- Länderprogramme: Einige Bundesländer bieten eigene Bildungsschecks (z. B. NRW bis 500 €, Brandenburg bis 3.000 €). Informiere dich bei deiner Landesberatungsstelle.
Gehalt im Eventmanagement – was verdienst du?
Die Eventbranche zahlt nicht üppig – vor allem der Einstieg ist bescheiden. Dafür ist der Aufstieg mit Erfahrung und Qualifikation spürbar. Was du verdienst, hängt von Position, Abschluss und Arbeitgeber ab – Agenturen zahlen tendenziell weniger als Konzerne mit eigener Eventabteilung:
| Position | Jahresgehalt (brutto) | Typischer Hintergrund |
|---|---|---|
| Eventassistenz/Junior Eventmanager | 28.000–34.000 € | Grundkurs oder Quereinstieg |
| Eventmanager | 36.000–48.000 € | IHK-Eventmanager oder Studium + Berufserfahrung |
| Senior Eventmanager/Projektleiter | 48.000–58.000 € | Mehrjährige Erfahrung + Führungsverantwortung |
| Veranstaltungsfachwirt/Abteilungsleitung | 52.000–68.000 € | IHK-Fachwirt DQR 6 + Führungserfahrung |
Wichtig: Die Eventbranche ist projektgetrieben und saisonabhängig. In Messegesellschaften oder Kongresszentren sind die Gehälter stabiler als in Event-Agenturen, wo Auftragslage und Überstunden schwanken. Wer in der Unternehmenskommunikation eines Konzerns arbeitet (Corporate Events), verdient typischerweise am oberen Ende der Spanne.
Rechenbeispiel: Eine Eventassistentin mit 30.000 € Jahresgehalt investiert 2.787 € in den IHK-Eventmanager beim ILS (12 Mon., 8 Std./Wo.). Nach der Weiterbildung steigt sie in eine Eventmanager-Position mit 40.000 € auf. Die Gehaltssteigerung von 10.000 €/Jahr amortisiert die Investition in weniger als 4 Monaten.
Voraussetzungen – was brauchst du für welchen Kurs?
Die Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Kurstyp deutlich:
| Kurstyp | Formale Voraussetzung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Grundkurs (LEARNAC, DeLSt, Laudius u. a.) | Keine | Interesse an Veranstaltungsplanung |
| Spezialkurs (Hochzeit, Messe, E-Sport) | Keine formal | Affinität zum jeweiligen Segment |
| IST Eventmanagement (Diplom) | Schulabschluss + Berufserfahrung oder Ausbildung | Erfahrung in Gastronomie, Hotellerie oder Marketing |
| Eventmanagement IHK (ILS, FEB, SGD u. a.) | Kaufm. Ausbildung oder Berufserfahrung | Erfahrung in der Eventbranche oder im Projektmanagement |
| Veranstaltungsfachwirt IHK | Kaufm. Ausbildung + 1 Jahr BE oder 5 Jahre BE ohne Ausbildung | Berufserfahrung in der Veranstaltungsbranche |
IHK-Zulassung für den Veranstaltungsfachwirt: Die Zulassung zur IHK-Prüfung ist strenger als die Kursanmeldung. Drei Wege führen zur Zulassung:
- Abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten kaufmännischen Beruf (z. B. Veranstaltungskaufmann/-frau, Kauffrau für Marketingkommunikation, Hotelfachfrau) plus mindestens 1 Jahr Berufspraxis
- Abgeschlossene Ausbildung in einem sonstigen Beruf plus mindestens 2 Jahre Berufspraxis
- Ohne Ausbildung: Mindestens 5 Jahre einschlägige Berufspraxis in der Veranstaltungsbranche
„Einschlägige Berufspraxis“ bedeutet: Tätigkeit in der Veranstaltungsplanung, -durchführung oder -vermarktung. Arbeit in einer Eventagentur, einer Messegesellschaft, einem Hotel mit Tagungsbereich oder in der Unternehmenskommunikation zählt. Reine Bürotätigkeit in einem Veranstaltungsunternehmen allein reicht nicht.
Quereinstieg ins Eventmanagement
Eventmanagement ist ein klassisches Quereinsteigerfeld – viele erfolgreiche Eventmanager kommen aus der Hotellerie, Gastronomie, dem Marketing oder haben sich über ehrenamtliches Engagement qualifiziert. Typische Wege:
- Aus Hotellerie oder Gastronomie: Du bringst Erfahrung mit Catering, Service und Gästebetreuung mit. Ein Grundkurs (3–5 Mon.) reicht oft, um die Eventplanung-Seite zu ergänzen. Viele Hotels haben eigene Eventabteilungen – der interne Wechsel ist naheliegend.
- Aus Marketing oder PR: Du verstehst Zielgruppen, Budgets und Kommunikation. Der IHK-Eventmanager (12 Mon.) formalisiert das Wissen und ergänzt Veranstaltungslogistik, Recht und Sicherheit.
- Ehrenamt als Sprungbrett: Wer Vereinsfeste, Festivals oder Benefiz-Events organisiert hat, bringt praktische Erfahrung mit, die Arbeitgeber schätzen. Ein Zertifikat macht diese Erfahrung sichtbar.
- Komplett ohne Vorkenntnisse: Der LEARNAC-Grundkurs (5 Mon., 275 € gesamt) ist der günstigste Einstieg. Danach kannst du dich auf Assistenz-Stellen in Agenturen oder Veranstaltungshäusern bewerben.
IHK-Eventmanager vs. Veranstaltungsfachwirt – welcher Abschluss lohnt sich?
Die häufigste Frage in der Eventbranche: Reicht der IHK-Eventmanager oder soll es der Veranstaltungsfachwirt sein? Die Antwort hängt von deinem Karriereziel ab:
| Kriterium | Eventmanagement IHK | Veranstaltungsfachwirt IHK |
|---|---|---|
| Abschluss | IHK-Zertifikat | IHK-Abschluss, DQR 6 |
| Anerkennung | Branchenanerkannt, kein DQR-Niveau | Öffentlich-rechtlich anerkannt, bundesweit gültig, Bachelor-Niveau |
| Dauer | 5–12 Mon. | 16–18 Mon. |
| Kosten | 2.505–2.920 € | 3.384–3.904 € + IHK-Gebühr |
| Förderung | AZAV (100 % bei Bildungsgutschein, 3 Kurse) | Aufstiegs-BAföG (Eigenanteil ca. 846 €) |
| Gehaltsaussicht | 36.000–48.000 € | 52.000–68.000 € |
| Karriereziel | Eventmanager, Projektleitung | Abteilungsleitung, Geschäftsführung, Selbstständigkeit |
Faustregel: Der IHK-Eventmanager reicht, wenn du operativ arbeiten willst – Events planen, koordinieren, durchführen. Besonders attraktiv, wenn du einen der AZAV-Kurse über den Bildungsgutschein finanzieren kannst. Der Veranstaltungsfachwirt lohnt sich, wenn du langfristig in Führung willst, größere Budgets verantworten oder dich selbstständig machen möchtest. Der DQR-6-Abschluss öffnet außerdem die Tür zu einem späteren Masterstudium – ohne Erststudium.
Selbstständigkeit als Karriereweg: Die Eventbranche hat einen hohen Anteil an Freelancern und kleinen Agenturen. Wer sich mit einer eigenen Eventagentur selbstständig machen will, profitiert vom Veranstaltungsfachwirt: Der DQR-6-Abschluss erleichtert die Akquise bei Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern, die in Ausschreibungen einen Qualifikationsnachweis verlangen. Auch betriebswirtschaftliches Wissen (Kalkulation, Recht, Führung) ist im Lehrgang enthalten – das spart dir später teure Fehler bei Verträgen und Budgetplanung.
Häufige Fragen zur Eventmanagement-Weiterbildung
Eventmanager konzipieren, planen und realisieren Veranstaltungen – von Firmenfeiern über Messen bis zu Großevents. Der Alltag ist projektgetrieben: Du erstellst Angebote, kalkulierst Budgets, buchst Locations und Dienstleister (Catering, Technik, Security), koordinierst den Aufbau und bist am Veranstaltungstag vor Ort. Zwischen den Events arbeitest du an Konzepten, Nachkalkulationen und Kundenkommunikation. Der Job erfordert Flexibilität – Abend- und Wochenendarbeit gehört dazu.
Nein, für die Grundkurse und die meisten Spezialkurse brauchst du keine formale Ausbildung. Auch die IHK-Eventmanager-Lehrgänge setzen nur kaufmännische Grundkenntnisse oder Berufserfahrung voraus. Nur für die IHK-Prüfung zum Veranstaltungsfachwirt brauchst du entweder eine abgeschlossene Ausbildung plus Berufserfahrung oder mindestens 5 Jahre einschlägige Berufspraxis. Viele erfolgreiche Eventmanager sind Quereinsteiger aus Hotellerie, Gastronomie oder Marketing.
Der IHK-Abschluss ist in der Eventbranche ein anerkanntes Gütesiegel. Er zeigt Arbeitgebern, dass du Veranstaltungskonzeption, Budgetplanung, Eventrecht und Projektmanagement systematisch gelernt hast – und eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer bestanden hast. In Stellenausschreibungen wird der IHK-Abschluss häufig als „wünschenswert“ genannt. Gegenüber einem reinen Institutszertifikat hat er den Vorteil der öffentlich-rechtlichen Anerkennung – das kann bei Bewerbungen den Unterschied machen.
Ja, wenn du Führungsverantwortung anstrebst oder dich selbstständig machen willst. Der DQR-6-Abschluss (Bachelor-Niveau) ist der höchste nicht-akademische Abschluss in der Veranstaltungsbranche. Er qualifiziert dich für Abteilungsleitungen, Geschäftsführungspositionen und öffentliche Ausschreibungen, die einen bestimmten Qualifikationsnachweis verlangen. Mit Aufstiegs-BAföG liegt der Eigenanteil bei unter 900 € – gemessen an der Gehaltssteigerung von mehreren Tausend Euro pro Jahr eine schnelle Amortisation.



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