Fernstudium Medizin: Studiengänge, Kosten und Karrierechancen im Gesundheitswesen

Berufsbegleitende Programme von Gesundheitsökonomie bis Physician Assistant – staatlich ab 0 €, privat ab 157 €/Monat.
 · Letzte Aktualisierung 22.02.2026

Ein klassisches Medizinstudium mit Staatsexamen gibt es nicht als Fernstudium – das ist die wichtigste Einschränkung. Was es dagegen gibt: spezialisierte Fernstudiengänge, die in das Gesundheitswesen führen, ohne Numerus Clausus und berufsbegleitend studierbar. Von Gesundheitsökonomie über Medizintechnik bis zum Physician Assistant decken die Programme ein breites Spektrum ab.

Das Gesundheitswesen hat den größten Fachkräftemangel aller Branchen in Deutschland: Über 46.000 Stellen sind laut IW Köln unbesetzt. Prognosen rechnen bis 2035 mit 1,8 Millionen fehlenden Fachkräften im Gesundheitssektor. Unten findest du alle verfügbaren Fernstudiengänge im Vergleich – zuerst ein kurzes Quiz, das dir hilft, die passenden Programme herauszufiltern.

Finde in 3 Schritten heraus, welcher Studiengang im Gesundheitswesen zu dir passt.

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In welchem Bereich möchtest du arbeiten?

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Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 24 Kurse im Fachbereich Medizin.

Berufsintegrierendes Fernstudium, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
  •  9 Semester
  •  Zweibrücken
beliebt!
Fernstudiengang, Master of Science (M.Sc.)
  •  Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
  •  6 Semester
  •  Kaiserslautern
  •  12 Kommentare & Fragen
Fernstudiengang, Master of Arts (M.A.)
  •  APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
  •  4 Semester
  • ab 311 € monatlich
beliebt!
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  DIPLOMA Hochschule
  •  7 Semester
  • ab 167 € monatlich
  •  10 Kommentare & Fragen
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Hochschule Kaiserslautern
  •  9 Semester
beliebt!
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
  •  7 Semester
  •  Bingen
  •  11 Kommentare & Fragen
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  SRH Fernhochschule - The Mobile University
  •  6 Semester
  • ab 238 € monatlich
Fernstudiengang, Master of Science (M.Sc.)
  •  Berliner Hochschule für Technik
  •  5 Semester
  • ab 510 € monatlich
Fernstudiengang, Master of Arts (M.A.)
  •  Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  •  4 Semester
  •  4 Kommentare & Fragen
Fernstudiengang, Bachelor of Engineering (B.Eng.)
  •  IU Internationale Hochschule
  •  6 Semester
  • ab 259 € monatlich
Fernstudiengang, Master of Science (M.Sc.)
  •  Berliner Hochschule für Technik
  •  5 Semester
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Hochschule Anhalt
  •  7 Semester
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Wilhelm Büchner Hochschule
  •  6 Semester
  • ab 237 € monatlich
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  DIPLOMA Hochschule
  •  7 Semester
  • ab 157 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Fernstudiengang, Master of Business Administration (MBA)
  •  SRH Fernhochschule - The Mobile University
  •  2 Semester
  • ab 632 € monatlich
Berufsbegleitender Studiengang, Master of Science (M.Sc.)
  •  Philipps-Universität Marburg
  •  6 Semester
Fernstudiengang, Master of Science (M.Sc.)
  •  AIHE Academic Institute for Higher Education
  •  2 Semester
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  IU Internationale Hochschule
  •  6 Semester
  • ab 259 € monatlich
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  Wilhelm Büchner Hochschule
  •  7 Semester
  • ab 237 € monatlich
Berufsbegleitender Studiengang, Bachelor of Arts (B.A.)
  •  FOM Hochschule für Oekonomie & Management
  •  7 Semester
  • ab 345 € monatlich
Berufsintegrierender Studiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  DIPLOMA Hochschule
  •  6 Semester
  •  Heidelberg
  • ab 300 € monatlich
Fernstudiengang, Master of Business Administration (MBA)
  •  AKAD University
  •  3 Semester
  • ab 337 € monatlich
Fernstudiengang, Bachelor of Science (B.Sc.)
  •  SRH Fernhochschule - The Mobile University
  •  3 Semester
  • ab 249 € monatlich
Fernstudiengang, Master of Engineering (M.Eng.)
  •  Hochschule Wismar
  •  4 Semester
  • ab 492 € monatlich

Fachrichtungen: Welcher Bereich passt zu deiner Karriere?

Die Wahl der Fachrichtung bestimmt die spätere Karriere stärker als die Hochschulwahl. Im Gesundheitswesen führen die Spezialisierungen in sehr unterschiedliche Berufsfelder – von der Klinikverwaltung über das Labor bis zur Patientenversorgung.

Gesundheitsmanagement und -ökonomie

Gesundheitsmanagement verbindet medizinisches Grundwissen mit Betriebswirtschaft: Krankenhausfinanzierung, Versorgungssteuerung, Qualitätsmanagement und Public Health. Die APOLLON Hochschule bietet einen M.A. Gesundheitsökonomie, die SRH Fernhochschule einen B.Sc. Praxis- und Versorgungsmanagement. Wer staatlich studieren will: Die ZFH hat den B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften ab 0 €.

Typische Rollen: Klinikmanagerin, Gesundheitsökonom, Qualitätsbeauftragte. Branchen: Krankenhäuser, Krankenkassen, Beratungsunternehmen, Gesundheitsämter.

Medizintechnik: Wo Technik auf Medizin trifft

Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Zulassung und den Vertrieb medizinischer Geräte – von Herzschrittmachern über MRT-Scanner bis zu KI-gestützter Diagnostik. Die Wilhelm Büchner Hochschule und die IU bieten Bachelor-Programme in Medizintechnik, die Hochschule Wismar einen M.Eng. Medizintechnik & Management. Auch Medizinische Informatik (WBH, IU, BHT Berlin) gehört in dieses Feld.

Laut BVMed haben 80 % der Medizintechnik-Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Typische Rollen: Medizintechnikerin, Medical-IT-Spezialist, Regulatory Affairs Managerin.

Pharmamanagement und klinische Forschung

Pharmamanagement deckt die betriebswirtschaftliche Seite der Pharmaindustrie ab: Arzneimittelzulassung, Vertrieb, Qualitätssicherung. Die DIPLOMA Hochschule bietet einen B.Sc. Pharmamanagement und Pharmaproduktion, die SRH einen B.Sc. Pharmamanagement und -technologie. Für klinische Forschung ist der M.Sc. Clinical Trial Management an der BHT Berlin der speziellste Studiengang – er qualifiziert direkt für die Arbeit als Clinical Research Associate (CRA). Die Hochschule Kaiserslautern bietet den B.Sc. Industriepharmazie über die ZFH an.

CRAs verdienen mit Erfahrung bis zu 98.000 € – das höchste Gehaltspotenzial im Gesundheitswesen.

Physician Assistant: Das neue Berufsbild

Physician Assistants (PA) übernehmen ärztliche Aufgaben unter Supervision: Anamnese, körperliche Untersuchungen, Assistenz bei Operationen, Wundversorgung. Das Berufsbild ist in Deutschland vergleichsweise jung – in den USA und Großbritannien arbeiten PAs seit Jahrzehnten. Die DIPLOMA Hochschule bietet den B.Sc. Physician Assistant als berufsbegleitendes Studium.

Der Studiengang erfordert Präsenzphasen – er ist kein reines Fernstudium, sondern kombiniert Selbststudium mit klinischen Praxistagen. PAs arbeiten in Krankenhäusern, Arztpraxen und MVZ.

Komplementärmedizin und Naturheilkunde

Naturheilkunde-Studiengänge vermitteln evidenzbasierte Komplementärmedizin: Phytotherapie, Akupunktur, ernährungsmedizinische Ansätze. Die Hochschule Anhalt bietet einen staatlichen B.Sc. Naturheilkunde (7.000 €), die DIPLOMA den B.Sc. Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren. Auf Master-Ebene bietet das AIHE einen M.Sc. Psychologische Medizin/Komplementäre Medizin.

Typische Zielgruppe: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die einen akademischen Abschluss nachholen möchten, und Medizinerinnen mit Interesse an integrativer Medizin.

Das Gesundheitswesen bietet den größten Fachkräftemangel aller Branchen – ein Fernstudium eröffnet den Zugang ohne Numerus Clausus.

Was kostet ein Fernstudium im Gesundheitswesen?

Die Kostenspanne reicht von 0 € (ZFH, B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften) bis 23.000 € (Uni Marburg, M.Sc. Kinderzahnheilkunde). Staatliche Programme liegen durchweg unter 10.000 € gesamt, private Hochschulen verlangen zwischen 9.800 und 20.500 €.

Bachelor – Kosten im Vergleich

Bachelor im Gesundheitswesen: Kosten im Vergleich
StudiengangHochschuleKosten

Berufsintegrierendes Fernstudium

Fernstudiengang
ab 2642 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 3045 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 7000 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 8964 € insgesamt
ab 249 € monatlich

Fernstudiengang
ab 9809 € insgesamt
ab 157 € monatlich

Fernstudiengang
ab 10649 € insgesamt
ab 167 € monatlich

Fernstudiengang
ab 12201 € insgesamt
ab 237 € monatlich

Fernstudiengang
ab 14193 € insgesamt
ab 237 € monatlich

Berufsbegleitender Studiengang
ab 14490 € insgesamt
ab 345 € monatlich

Fernstudiengang
ab 15063 € insgesamt
ab 259 € monatlich

Fernstudiengang
ab 15063 € insgesamt
ab 259 € monatlich

Fernstudiengang
ab 15164 € insgesamt
ab 238 € monatlich

Berufsintegrierender Studiengang
ab 20495 € insgesamt
ab 300 € monatlich

Master und MBA – Kosten im Vergleich

Master und MBA im Gesundheitswesen: Kosten im Vergleich
StudiengangHochschuleKosten

Fernstudiengang
ab 8760 € insgesamt
ab 311 € monatlich

Fernstudiengang
ab 9480 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 9793 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 10000 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 10114 € insgesamt
ab 632 € monatlich

Fernstudiengang
ab 11800 € insgesamt
ab 492 € monatlich

Fernstudiengang
ab 12012 € insgesamt
ab 337 € monatlich

Fernstudiengang
ab 12750 € insgesamt

Fernstudiengang
ab 12750 € insgesamt
ab 510 € monatlich

Berufsbegleitender Studiengang
ab 23000 € insgesamt

Staatlich oder privat: Was lohnt sich?

Staatliche Hochschulen (ZFH, Hochschule Kaiserslautern, Hochschule Anhalt, RPTU Kaiserslautern, Uni Mainz, BHT Berlin, Hochschule Wismar, Uni Marburg) verlangen keine oder geringe Studiengebühren. Präsenzphasen sind häufig Pflicht. Private Anbieter (DIPLOMA, SRH, APOLLON, IU, WBH, AKAD, AIHE) bieten:

  • Flexibilität: Studienstart jederzeit oder vierteljährlich, Online-Prüfungen (IU), flexible Verlängerung ohne Mehrkosten
  • Betreuung: Persönliche Studienberaterinnen, schnelle Rückmeldung, kleine Lerngruppen
  • Material: Digitale Studienhefte, Lern-Apps, Virtual-Reality-Labore

Wer in der Nähe einer staatlichen Hochschule wohnt und Präsenztermine wahrnehmen kann, spart an der ZFH oder Hochschule Kaiserslautern mehrere tausend Euro. Wer maximale zeitliche Flexibilität braucht, profitiert von den privaten Anbietern.

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Gehalt und Karrierechancen im Gesundheitswesen

Einstiegsgehalt nach Fachrichtung

BerufEinstiegsgehaltDurchschnittMit Erfahrung
CRA / Klinischer Monitor 41.000 € 79.000 € bis 98.000 €
Regulatory Affairs Manager 45.000 € 65.000 € bis 85.000 €
Gesundheitsökonom 35.000 € 61.000 € bis 75.000 €
Gesundheitsmanager 30.000 € 56.000 € bis 67.000 €
Medizintechniker 34.000 € 55.000 € bis 70.000 €
Physician Assistant 42.000 € 49.000 € bis 63.000 €

Quellen: gehalt.de, StepStone Gehaltsreport 2026, medi-karriere.de.

Gehaltsentwicklung mit Erfahrung

Die größten Gehaltssprünge verzeichnen Berufe in der klinischen Forschung und im Regulatory Affairs: CRAs steigern ihr Gehalt von 41.000 € auf bis zu 98.000 € – mehr als eine Verdopplung. Im Gesundheitsmanagement liegen die Sprünge bei 50–80 %. Physician Assistants starten vergleichsweise hoch (42.000 €), haben aber geringere Steigerungspotenziale als andere Fachrichtungen.

Ein Master-Abschluss beschleunigt den Aufstieg in Führungspositionen: Klinikleitungen, Abteilungsleitungen in Pharmaunternehmen oder Positionen in der Gesundheitspolitik setzen in der Regel einen Masterabschluss voraus.

Arbeitsmarkt: Über 46.000 unbesetzte Stellen

  • Über 46.000 unbesetzte Stellen im Gesundheitswesen laut IW Köln – der größte Fachkräftemangel aller Branchen in Deutschland.
  • Medizintechnik-Branche: 80 % der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen (BVMed 2025).
  • Prognose 2035: 1,8 Millionen unbesetzte Stellen im Gesundheitssektor – demografischer Wandel und steigende Lebenserwartung treiben den Bedarf.
  • Digitalisierung: E-Health, KI-gestützte Diagnostik und Telemedizin schaffen neue Berufsfelder, für die Fachkräfte mit akademischer Qualifikation gesucht werden.
Klinische Forschung bietet die höchsten Gehälter im Gesundheitswesen – erfahrene CRAs verdienen bis zu 98.000 €.

Voraussetzungen und Zulassung

Bachelor: Wer kann im Gesundheitswesen studieren?

  • Abitur oder Fachabitur: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife ist der Standardzugang. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Grundlagen werden im Studium vermittelt.
  • Meister oder Fachwirt: Pflegedienstleitungen, Gesundheits- und Krankenpfleger mit Weiterbildungsabschluss und Meisterinnen haben automatisch eine Hochschulzugangsberechtigung.
  • Berufsausbildung + Erfahrung: Wer eine Ausbildung im Gesundheitswesen (z. B. MFA, MTA, PTA, Gesundheits- und Krankenpflegerin) abgeschlossen hat und mindestens 2–3 Jahre berufstätig war, kann über Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium zugelassen werden.
  • Physician Assistant: Der B.Sc. Physician Assistant an der DIPLOMA setzt eine abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf voraus.

Master: Zulassung im Detail

HochschuleStudiengangVoraussetzungenKosten gesamt
APOLLON Gesundheitsökonomie, M.A. Einschlägiger Erststudienabschluss 8.760 €
RPTU Kaiserslautern Medizinische Physik, M.Sc. Physik- oder Ingenieurstudium 9.060 €
AIHE Psychologische Medizin, M.Sc. Einschlägiger Hochschulabschluss 9.793 €
Uni Mainz Medizinethik, M.A. Abgeschlossenes Hochschulstudium 10.000 €
SRH Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte Erststudium + Berufserfahrung 10.114 €
HS Wismar Medizintechnik & Management, M.Eng. Einschlägiger Hochschulabschluss 11.800 €
AKAD University Medical Leadership, MBA Erststudium + Berufserfahrung 12.102 €
BHT Berlin Clinical Trial Management, M.Sc. Naturwiss. Hochschulabschluss 12.750 €
BHT Berlin Medizinische Informatik, M.Sc. Informatik- oder Ingenieurstudium 12.750 €
Uni Marburg Kinderzahnheilkunde, M.Sc. Approbation als Zahnärztin/Zahnarzt 23.000 €

Studieren ohne Abitur

In Deutschland gibt es mehrere Wege ins Studium ohne Abitur. Die relevantesten für das Gesundheitswesen:

  • Meister, Fachwirt, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege: Automatische Hochschulzugangsberechtigung an allen Hochschulen.
  • Gesundheitsfachberuf + 2–3 Jahre Berufserfahrung: Zugang über Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium. Besonders relevant für MFA, PTA, MTA und Gesundheits- und Krankenpflegerinnen.
  • Anrechnung: Wer als examinierte Pflegefachkraft oder MTA bereits Vorleistungen mitbringt, kann an einigen Hochschulen Module anrechnen lassen und die Studiendauer verkürzen.

CME-Fortbildung per Fernstudium: Für Ärztinnen und Ärzte

Approbierte Ärztinnen und Ärzte müssen innerhalb von 5 Jahren 250 CME-Punkte (Continuing Medical Education) sammeln. Berufsbegleitende Master-Programme und Zertifikatskurse sind häufig CME-zertifiziert und liefern sowohl Fortbildungspunkte als auch einen akademischen Abschluss.

Der SRH Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte richtet sich gezielt an approbierte Medizinerinnen und Mediziner, die Führungsverantwortung übernehmen wollen – etwa als Chefärztin, in der Praxisleitung oder im Klinikmanagement. Der M.A. Medizinethik an der Uni Mainz eignet sich für Ärztinnen und Ärzte, die sich mit ethischen Fragen in Forschung und Klinik vertiefen möchten.

Die wichtigsten Hochschulen im Überblick

ZFH – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund – Dachorganisation staatlicher Fernstudienangebote. B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften ab 0 € und B.Sc. Medizinische Biotechnologie. Präsenzphasen an kooperierenden Hochschulen, kein Numerus Clausus.

DIPLOMA Hochschule – drei Programme im Gesundheitsbereich: Pharmamanagement (B.Sc.), Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren (B.Sc.) und Physician Assistant (B.Sc.). Private Fernhochschule mit Präsenz- und Online-Variante.

SRH Fernhochschule – B.Sc. Praxis- und Versorgungsmanagement, B.Sc. Pharmamanagement und -technologie sowie Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte. Flexibler Studienstart, Online-Prüfungen möglich.

Wilhelm Büchner Hochschule – B.Sc. Medizintechnik und B.Sc. Medizinische Informatik. Größte private Fernhochschule für Technik, keine Präsenzpflicht.

IU Internationale Hochschule – B.Sc. Medizinische Informatik und B.Eng. Medizintechnik. Studienstart jederzeit, Online-Klausuren, keine Präsenzpflicht. Dafür die höchsten Gebühren unter den privaten Anbietern (ab 15.063 €).

APOLLON Hochschule – M.A. Gesundheitsökonomie. Spezialisiert auf das Gesundheitswesen mit langjähriger Erfahrung in berufsbegleitenden Programmen.

RPTU Kaiserslautern – M.Sc. Medizinische Physik. Staatlich, forschungsorientiert, 9.060 € gesamt. Ideal für Physikerinnen und Ingenieure, die in die medizinische Anwendung wechseln wollen.

Berliner Hochschule für Technik (BHT) – M.Sc. Clinical Trial Management und M.Sc. Medizinische Informatik. Staatlich, berufsbegleitend, 12.750 € je Programm.

Hochschule Wismar – M.Eng. Medizintechnik & Management. Staatlich, verbindet Technik mit betriebswirtschaftlichen Kompetenzen.

Hochschule Anhalt – B.Sc. Naturheilkunde. Staatliche Hochschule, 7.000 € gesamt, einziger staatlicher Naturheilkunde-Studiengang im Fernstudium.

Hochschule Kaiserslautern – B.Sc. Industriepharmazie über die ZFH. Staatlich, 2.642 € gesamt – der günstigste Pharma-Studiengang.

Uni Mainz – M.A. Medizinethik. Universität, interdisziplinär, 10.000 € gesamt. Zielgruppe: Ärztinnen, Philosophinnen, Theologen.

Uni Marburg – M.Sc. Kinderzahnheilkunde. Hochspezialisiert, Zugang nur mit Approbation als Zahnärztin oder Zahnarzt. 23.000 € gesamt.

AKAD University – MBA Medical Leadership. Richtet sich an Führungskräfte im Gesundheitswesen, 12.102 € gesamt.

FOM Hochschule – B.A. Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik. Berufsbegleitendes Präsenzstudium mit Online-Anteilen, 14.490 € gesamt.

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Häufige Fragen

  • Kann ich Medizin als Fernstudium studieren? Ein klassisches Medizinstudium mit Staatsexamen und Approbation ist nicht als Fernstudium möglich. Was es gibt: spezialisierte Studiengänge im Gesundheitswesen – von Gesundheitsökonomie über Medizintechnik bis zum Physician Assistant. Diese Programme qualifizieren für Karrieren im Gesundheitswesen, ersetzen aber kein Medizinstudium.
  • Was kostet ein Fernstudium im Gesundheitswesen? Die Spanne reicht von 0 € (ZFH, B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften) bis 23.000 € (Uni Marburg, M.Sc. Kinderzahnheilkunde). Staatliche Bachelor liegen bei 0–7.000 €, private bei 9.800–20.500 €. Master kosten zwischen 8.760 und 23.000 €.
  • Wie viel verdient man nach einem Fernstudium im Gesundheitswesen? Das Einstiegsgehalt hängt stark von der Fachrichtung ab: Physician Assistants starten bei ca. 42.000 €, Gesundheitsmanagerinnen bei ca. 30.000 €. Das höchste Gehaltspotenzial haben Clinical Research Associates (bis 98.000 € mit Erfahrung) und Regulatory Affairs Manager (bis 85.000 €).
  • Brauche ich einen NC für ein Fernstudium im Gesundheitswesen? Nein. Keiner der hier gelisteten Fernstudiengänge hat einen Numerus Clausus. Der Zugang erfolgt über die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur, Meister, Berufserfahrung) – nicht über den Notendurchschnitt.
  • Was ist ein Physician Assistant? Physician Assistants sind akademisch ausgebildete Fachkräfte, die ärztliche Aufgaben unter Supervision übernehmen: Anamnese, körperliche Untersuchungen, Assistenz bei Operationen. Der B.Sc. Physician Assistant an der DIPLOMA Hochschule ist berufsbegleitend studierbar, erfordert aber klinische Präsenzphasen. Zugangsvoraussetzung: Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf.
  • Welcher Studiengang hat die besten Gehaltsaussichten? Im Bereich klinische Forschung und Pharma liegen die Gehälter am höchsten: CRAs (bis 98.000 €), Regulatory Affairs Manager (bis 85.000 €), Gesundheitsökonomen (bis 75.000 €). Der M.Sc. Clinical Trial Management an der BHT Berlin qualifiziert direkt für CRA-Positionen.
  • Kann ich ohne Abitur im Gesundheitswesen studieren? Ja. Meisterabschlüsse und Weiterbildungsabschlüsse (z. B. Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege) ermöglichen den direkten Hochschulzugang. Mit einer Ausbildung im Gesundheitswesen und 2–3 Jahren Berufserfahrung ist der Zugang über eine Eignungsprüfung möglich.
  • Gibt es CME-Punkte für Fernstudiengänge? Einzelne Programme und Zertifikatskurse sind CME-zertifiziert. Der Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte an der SRH richtet sich gezielt an approbierte Medizinerinnen und Mediziner. Ob ein konkretes Programm CME-Punkte liefert, klärst du am besten direkt mit der Hochschule und deiner Ärztekammer.

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