Ein klassisches Medizinstudium mit Staatsexamen gibt es nicht als Fernstudium – das ist die wichtigste Einschränkung. Was es dagegen gibt: spezialisierte Fernstudiengänge, die in das Gesundheitswesen führen, ohne Numerus Clausus und berufsbegleitend studierbar. Von Gesundheitsökonomie über Medizintechnik bis zum Physician Assistant decken die Programme ein breites Spektrum ab.
Das Gesundheitswesen hat den größten Fachkräftemangel aller Branchen in Deutschland: Über 46.000 Stellen sind laut IW Köln unbesetzt. Prognosen rechnen bis 2035 mit 1,8 Millionen fehlenden Fachkräften im Gesundheitssektor. Unten findest du alle verfügbaren Fernstudiengänge im Vergleich – zuerst ein kurzes Quiz, das dir hilft, die passenden Programme herauszufiltern.
- Alle Kurse im Überblick
- Fachrichtungen: Welcher Bereich passt zu deiner Karriere?
- Was kostet ein Fernstudium im Gesundheitswesen?
- Gehalt und Karrierechancen im Gesundheitswesen
- Voraussetzungen und Zulassung
- CME-Fortbildung per Fernstudium: Für Ärztinnen und Ärzte
- Die wichtigsten Hochschulen im Überblick
- Häufige Fragen
- Verwandte Studiengänge
Finde in 3 Schritten heraus, welcher Studiengang im Gesundheitswesen zu dir passt.
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Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 24 Kurse im Fachbereich Medizin.
Medizin- und Biowissenschaften
- Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
- 9 Semester
- Zweibrücken
Medizinische Physik
- Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
- 6 Semester
- Kaiserslautern
- 12 Kommentare & Fragen
Gesundheitsökonomie
- APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft
- 4 Semester
- ab 311 € monatlich
Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren
- DIPLOMA Hochschule
- 7 Semester
- ab 167 € monatlich
- 10 Kommentare & Fragen
Industriepharmazie
- Hochschule Kaiserslautern
- 9 Semester
Medizinische Biotechnologie
- Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
- 7 Semester
- Bingen
- 11 Kommentare & Fragen
Pharmamanagement und -technologie
- SRH Fernhochschule - The Mobile University
- 6 Semester
- ab 238 € monatlich
Medizinische Informatik
- Berliner Hochschule für Technik
- 5 Semester
- ab 510 € monatlich
Medizinethik
- Johannes Gutenberg-Universität Mainz
- 4 Semester
- 4 Kommentare & Fragen
Medizintechnik
- IU Internationale Hochschule
- 6 Semester
- ab 259 € monatlich
Clinical Trial Management
- Berliner Hochschule für Technik
- 5 Semester
Medizinische Informatik
- Wilhelm Büchner Hochschule
- 6 Semester
- ab 237 € monatlich
Pharmamanagement und Pharmaproduktion
- DIPLOMA Hochschule
- 7 Semester
- ab 157 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte
- SRH Fernhochschule - The Mobile University
- 2 Semester
- ab 632 € monatlich
Kinderzahnheilkunde
- Philipps-Universität Marburg
- 6 Semester
Psychologische Medizin/Komplementäre Medizin
- AIHE Academic Institute for Higher Education
- 2 Semester
Medizinische Informatik
- IU Internationale Hochschule
- 6 Semester
- ab 259 € monatlich
Medizintechnik
- Wilhelm Büchner Hochschule
- 7 Semester
- ab 237 € monatlich
Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik
- FOM Hochschule für Oekonomie & Management
- 7 Semester
- ab 345 € monatlich
Physician Assistant
- DIPLOMA Hochschule
- 6 Semester
- Heidelberg
- ab 300 € monatlich
Medical Leadership
- AKAD University
- 3 Semester
- ab 337 € monatlich
Praxis- und Versorgungsmanagement
- SRH Fernhochschule - The Mobile University
- 3 Semester
- ab 249 € monatlich
Medizintechnik & Management
- Hochschule Wismar
- 4 Semester
- ab 492 € monatlich
Fachrichtungen: Welcher Bereich passt zu deiner Karriere?
Die Wahl der Fachrichtung bestimmt die spätere Karriere stärker als die Hochschulwahl. Im Gesundheitswesen führen die Spezialisierungen in sehr unterschiedliche Berufsfelder – von der Klinikverwaltung über das Labor bis zur Patientenversorgung.
Gesundheitsmanagement und -ökonomie
Gesundheitsmanagement verbindet medizinisches Grundwissen mit Betriebswirtschaft: Krankenhausfinanzierung, Versorgungssteuerung, Qualitätsmanagement und Public Health. Die APOLLON Hochschule bietet einen M.A. Gesundheitsökonomie, die SRH Fernhochschule einen B.Sc. Praxis- und Versorgungsmanagement. Wer staatlich studieren will: Die ZFH hat den B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften ab 0 €.
Typische Rollen: Klinikmanagerin, Gesundheitsökonom, Qualitätsbeauftragte. Branchen: Krankenhäuser, Krankenkassen, Beratungsunternehmen, Gesundheitsämter.
Medizintechnik: Wo Technik auf Medizin trifft
Medizintechnik umfasst die Entwicklung, Zulassung und den Vertrieb medizinischer Geräte – von Herzschrittmachern über MRT-Scanner bis zu KI-gestützter Diagnostik. Die Wilhelm Büchner Hochschule und die IU bieten Bachelor-Programme in Medizintechnik, die Hochschule Wismar einen M.Eng. Medizintechnik & Management. Auch Medizinische Informatik (WBH, IU, BHT Berlin) gehört in dieses Feld.
Laut BVMed haben 80 % der Medizintechnik-Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Typische Rollen: Medizintechnikerin, Medical-IT-Spezialist, Regulatory Affairs Managerin.
Pharmamanagement und klinische Forschung
Pharmamanagement deckt die betriebswirtschaftliche Seite der Pharmaindustrie ab: Arzneimittelzulassung, Vertrieb, Qualitätssicherung. Die DIPLOMA Hochschule bietet einen B.Sc. Pharmamanagement und Pharmaproduktion, die SRH einen B.Sc. Pharmamanagement und -technologie. Für klinische Forschung ist der M.Sc. Clinical Trial Management an der BHT Berlin der speziellste Studiengang – er qualifiziert direkt für die Arbeit als Clinical Research Associate (CRA). Die Hochschule Kaiserslautern bietet den B.Sc. Industriepharmazie über die ZFH an.
CRAs verdienen mit Erfahrung bis zu 98.000 € – das höchste Gehaltspotenzial im Gesundheitswesen.
Physician Assistant: Das neue Berufsbild
Physician Assistants (PA) übernehmen ärztliche Aufgaben unter Supervision: Anamnese, körperliche Untersuchungen, Assistenz bei Operationen, Wundversorgung. Das Berufsbild ist in Deutschland vergleichsweise jung – in den USA und Großbritannien arbeiten PAs seit Jahrzehnten. Die DIPLOMA Hochschule bietet den B.Sc. Physician Assistant als berufsbegleitendes Studium.
Der Studiengang erfordert Präsenzphasen – er ist kein reines Fernstudium, sondern kombiniert Selbststudium mit klinischen Praxistagen. PAs arbeiten in Krankenhäusern, Arztpraxen und MVZ.
Komplementärmedizin und Naturheilkunde
Naturheilkunde-Studiengänge vermitteln evidenzbasierte Komplementärmedizin: Phytotherapie, Akupunktur, ernährungsmedizinische Ansätze. Die Hochschule Anhalt bietet einen staatlichen B.Sc. Naturheilkunde (7.000 €), die DIPLOMA den B.Sc. Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren. Auf Master-Ebene bietet das AIHE einen M.Sc. Psychologische Medizin/Komplementäre Medizin.
Typische Zielgruppe: Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die einen akademischen Abschluss nachholen möchten, und Medizinerinnen mit Interesse an integrativer Medizin.
Was kostet ein Fernstudium im Gesundheitswesen?
Die Kostenspanne reicht von 0 € (ZFH, B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften) bis 23.000 € (Uni Marburg, M.Sc. Kinderzahnheilkunde). Staatliche Programme liegen durchweg unter 10.000 € gesamt, private Hochschulen verlangen zwischen 9.800 und 20.500 €.
Bachelor – Kosten im Vergleich
Master und MBA – Kosten im Vergleich
Staatlich oder privat: Was lohnt sich?
Staatliche Hochschulen (ZFH, Hochschule Kaiserslautern, Hochschule Anhalt, RPTU Kaiserslautern, Uni Mainz, BHT Berlin, Hochschule Wismar, Uni Marburg) verlangen keine oder geringe Studiengebühren. Präsenzphasen sind häufig Pflicht. Private Anbieter (DIPLOMA, SRH, APOLLON, IU, WBH, AKAD, AIHE) bieten:
- Flexibilität: Studienstart jederzeit oder vierteljährlich, Online-Prüfungen (IU), flexible Verlängerung ohne Mehrkosten
- Betreuung: Persönliche Studienberaterinnen, schnelle Rückmeldung, kleine Lerngruppen
- Material: Digitale Studienhefte, Lern-Apps, Virtual-Reality-Labore
Wer in der Nähe einer staatlichen Hochschule wohnt und Präsenztermine wahrnehmen kann, spart an der ZFH oder Hochschule Kaiserslautern mehrere tausend Euro. Wer maximale zeitliche Flexibilität braucht, profitiert von den privaten Anbietern.
Gehalt und Karrierechancen im Gesundheitswesen
Einstiegsgehalt nach Fachrichtung
| Beruf | Einstiegsgehalt | Durchschnitt | Mit Erfahrung |
|---|---|---|---|
| CRA / Klinischer Monitor | 41.000 € | 79.000 € | bis 98.000 € |
| Regulatory Affairs Manager | 45.000 € | 65.000 € | bis 85.000 € |
| Gesundheitsökonom | 35.000 € | 61.000 € | bis 75.000 € |
| Gesundheitsmanager | 30.000 € | 56.000 € | bis 67.000 € |
| Medizintechniker | 34.000 € | 55.000 € | bis 70.000 € |
| Physician Assistant | 42.000 € | 49.000 € | bis 63.000 € |
Quellen: gehalt.de, StepStone Gehaltsreport 2026, medi-karriere.de.
Gehaltsentwicklung mit Erfahrung
Die größten Gehaltssprünge verzeichnen Berufe in der klinischen Forschung und im Regulatory Affairs: CRAs steigern ihr Gehalt von 41.000 € auf bis zu 98.000 € – mehr als eine Verdopplung. Im Gesundheitsmanagement liegen die Sprünge bei 50–80 %. Physician Assistants starten vergleichsweise hoch (42.000 €), haben aber geringere Steigerungspotenziale als andere Fachrichtungen.
Ein Master-Abschluss beschleunigt den Aufstieg in Führungspositionen: Klinikleitungen, Abteilungsleitungen in Pharmaunternehmen oder Positionen in der Gesundheitspolitik setzen in der Regel einen Masterabschluss voraus.
Arbeitsmarkt: Über 46.000 unbesetzte Stellen
- Über 46.000 unbesetzte Stellen im Gesundheitswesen laut IW Köln – der größte Fachkräftemangel aller Branchen in Deutschland.
- Medizintechnik-Branche: 80 % der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen (BVMed 2025).
- Prognose 2035: 1,8 Millionen unbesetzte Stellen im Gesundheitssektor – demografischer Wandel und steigende Lebenserwartung treiben den Bedarf.
- Digitalisierung: E-Health, KI-gestützte Diagnostik und Telemedizin schaffen neue Berufsfelder, für die Fachkräfte mit akademischer Qualifikation gesucht werden.
Voraussetzungen und Zulassung
Bachelor: Wer kann im Gesundheitswesen studieren?
- Abitur oder Fachabitur: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife ist der Standardzugang. Medizinische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Grundlagen werden im Studium vermittelt.
- Meister oder Fachwirt: Pflegedienstleitungen, Gesundheits- und Krankenpfleger mit Weiterbildungsabschluss und Meisterinnen haben automatisch eine Hochschulzugangsberechtigung.
- Berufsausbildung + Erfahrung: Wer eine Ausbildung im Gesundheitswesen (z. B. MFA, MTA, PTA, Gesundheits- und Krankenpflegerin) abgeschlossen hat und mindestens 2–3 Jahre berufstätig war, kann über Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium zugelassen werden.
- Physician Assistant: Der B.Sc. Physician Assistant an der DIPLOMA setzt eine abgeschlossene Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf voraus.
Master: Zulassung im Detail
| Hochschule | Studiengang | Voraussetzungen | Kosten gesamt |
|---|---|---|---|
| APOLLON | Gesundheitsökonomie, M.A. | Einschlägiger Erststudienabschluss | 8.760 € |
| RPTU Kaiserslautern | Medizinische Physik, M.Sc. | Physik- oder Ingenieurstudium | 9.060 € |
| AIHE | Psychologische Medizin, M.Sc. | Einschlägiger Hochschulabschluss | 9.793 € |
| Uni Mainz | Medizinethik, M.A. | Abgeschlossenes Hochschulstudium | 10.000 € |
| SRH | Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte | Erststudium + Berufserfahrung | 10.114 € |
| HS Wismar | Medizintechnik & Management, M.Eng. | Einschlägiger Hochschulabschluss | 11.800 € |
| AKAD University | Medical Leadership, MBA | Erststudium + Berufserfahrung | 12.102 € |
| BHT Berlin | Clinical Trial Management, M.Sc. | Naturwiss. Hochschulabschluss | 12.750 € |
| BHT Berlin | Medizinische Informatik, M.Sc. | Informatik- oder Ingenieurstudium | 12.750 € |
| Uni Marburg | Kinderzahnheilkunde, M.Sc. | Approbation als Zahnärztin/Zahnarzt | 23.000 € |
Studieren ohne Abitur
In Deutschland gibt es mehrere Wege ins Studium ohne Abitur. Die relevantesten für das Gesundheitswesen:
- Meister, Fachwirt, Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege: Automatische Hochschulzugangsberechtigung an allen Hochschulen.
- Gesundheitsfachberuf + 2–3 Jahre Berufserfahrung: Zugang über Hochschulzugangsprüfung oder Probestudium. Besonders relevant für MFA, PTA, MTA und Gesundheits- und Krankenpflegerinnen.
- Anrechnung: Wer als examinierte Pflegefachkraft oder MTA bereits Vorleistungen mitbringt, kann an einigen Hochschulen Module anrechnen lassen und die Studiendauer verkürzen.
CME-Fortbildung per Fernstudium: Für Ärztinnen und Ärzte
Approbierte Ärztinnen und Ärzte müssen innerhalb von 5 Jahren 250 CME-Punkte (Continuing Medical Education) sammeln. Berufsbegleitende Master-Programme und Zertifikatskurse sind häufig CME-zertifiziert und liefern sowohl Fortbildungspunkte als auch einen akademischen Abschluss.
Der SRH Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte richtet sich gezielt an approbierte Medizinerinnen und Mediziner, die Führungsverantwortung übernehmen wollen – etwa als Chefärztin, in der Praxisleitung oder im Klinikmanagement. Der M.A. Medizinethik an der Uni Mainz eignet sich für Ärztinnen und Ärzte, die sich mit ethischen Fragen in Forschung und Klinik vertiefen möchten.
Die wichtigsten Hochschulen im Überblick
ZFH – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund – Dachorganisation staatlicher Fernstudienangebote. B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften ab 0 € und B.Sc. Medizinische Biotechnologie. Präsenzphasen an kooperierenden Hochschulen, kein Numerus Clausus.
DIPLOMA Hochschule – drei Programme im Gesundheitsbereich: Pharmamanagement (B.Sc.), Naturheilkunde und komplementäre Heilverfahren (B.Sc.) und Physician Assistant (B.Sc.). Private Fernhochschule mit Präsenz- und Online-Variante.
SRH Fernhochschule – B.Sc. Praxis- und Versorgungsmanagement, B.Sc. Pharmamanagement und -technologie sowie Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte. Flexibler Studienstart, Online-Prüfungen möglich.
Wilhelm Büchner Hochschule – B.Sc. Medizintechnik und B.Sc. Medizinische Informatik. Größte private Fernhochschule für Technik, keine Präsenzpflicht.
IU Internationale Hochschule – B.Sc. Medizinische Informatik und B.Eng. Medizintechnik. Studienstart jederzeit, Online-Klausuren, keine Präsenzpflicht. Dafür die höchsten Gebühren unter den privaten Anbietern (ab 15.063 €).
APOLLON Hochschule – M.A. Gesundheitsökonomie. Spezialisiert auf das Gesundheitswesen mit langjähriger Erfahrung in berufsbegleitenden Programmen.
RPTU Kaiserslautern – M.Sc. Medizinische Physik. Staatlich, forschungsorientiert, 9.060 € gesamt. Ideal für Physikerinnen und Ingenieure, die in die medizinische Anwendung wechseln wollen.
Berliner Hochschule für Technik (BHT) – M.Sc. Clinical Trial Management und M.Sc. Medizinische Informatik. Staatlich, berufsbegleitend, 12.750 € je Programm.
Hochschule Wismar – M.Eng. Medizintechnik & Management. Staatlich, verbindet Technik mit betriebswirtschaftlichen Kompetenzen.
Hochschule Anhalt – B.Sc. Naturheilkunde. Staatliche Hochschule, 7.000 € gesamt, einziger staatlicher Naturheilkunde-Studiengang im Fernstudium.
Hochschule Kaiserslautern – B.Sc. Industriepharmazie über die ZFH. Staatlich, 2.642 € gesamt – der günstigste Pharma-Studiengang.
Uni Mainz – M.A. Medizinethik. Universität, interdisziplinär, 10.000 € gesamt. Zielgruppe: Ärztinnen, Philosophinnen, Theologen.
Uni Marburg – M.Sc. Kinderzahnheilkunde. Hochspezialisiert, Zugang nur mit Approbation als Zahnärztin oder Zahnarzt. 23.000 € gesamt.
AKAD University – MBA Medical Leadership. Richtet sich an Führungskräfte im Gesundheitswesen, 12.102 € gesamt.
FOM Hochschule – B.A. Gesundheitspsychologie & Medizinpädagogik. Berufsbegleitendes Präsenzstudium mit Online-Anteilen, 14.490 € gesamt.
Häufige Fragen
- Kann ich Medizin als Fernstudium studieren? Ein klassisches Medizinstudium mit Staatsexamen und Approbation ist nicht als Fernstudium möglich. Was es gibt: spezialisierte Studiengänge im Gesundheitswesen – von Gesundheitsökonomie über Medizintechnik bis zum Physician Assistant. Diese Programme qualifizieren für Karrieren im Gesundheitswesen, ersetzen aber kein Medizinstudium.
- Was kostet ein Fernstudium im Gesundheitswesen? Die Spanne reicht von 0 € (ZFH, B.Sc. Medizin- und Biowissenschaften) bis 23.000 € (Uni Marburg, M.Sc. Kinderzahnheilkunde). Staatliche Bachelor liegen bei 0–7.000 €, private bei 9.800–20.500 €. Master kosten zwischen 8.760 und 23.000 €.
- Wie viel verdient man nach einem Fernstudium im Gesundheitswesen? Das Einstiegsgehalt hängt stark von der Fachrichtung ab: Physician Assistants starten bei ca. 42.000 €, Gesundheitsmanagerinnen bei ca. 30.000 €. Das höchste Gehaltspotenzial haben Clinical Research Associates (bis 98.000 € mit Erfahrung) und Regulatory Affairs Manager (bis 85.000 €).
- Brauche ich einen NC für ein Fernstudium im Gesundheitswesen? Nein. Keiner der hier gelisteten Fernstudiengänge hat einen Numerus Clausus. Der Zugang erfolgt über die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur, Meister, Berufserfahrung) – nicht über den Notendurchschnitt.
- Was ist ein Physician Assistant? Physician Assistants sind akademisch ausgebildete Fachkräfte, die ärztliche Aufgaben unter Supervision übernehmen: Anamnese, körperliche Untersuchungen, Assistenz bei Operationen. Der B.Sc. Physician Assistant an der DIPLOMA Hochschule ist berufsbegleitend studierbar, erfordert aber klinische Präsenzphasen. Zugangsvoraussetzung: Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf.
- Welcher Studiengang hat die besten Gehaltsaussichten? Im Bereich klinische Forschung und Pharma liegen die Gehälter am höchsten: CRAs (bis 98.000 €), Regulatory Affairs Manager (bis 85.000 €), Gesundheitsökonomen (bis 75.000 €). Der M.Sc. Clinical Trial Management an der BHT Berlin qualifiziert direkt für CRA-Positionen.
- Kann ich ohne Abitur im Gesundheitswesen studieren? Ja. Meisterabschlüsse und Weiterbildungsabschlüsse (z. B. Fachkraft für Leitungsaufgaben in der Pflege) ermöglichen den direkten Hochschulzugang. Mit einer Ausbildung im Gesundheitswesen und 2–3 Jahren Berufserfahrung ist der Zugang über eine Eignungsprüfung möglich.
- Gibt es CME-Punkte für Fernstudiengänge? Einzelne Programme und Zertifikatskurse sind CME-zertifiziert. Der Executive MBA für Ärztinnen und Ärzte an der SRH richtet sich gezielt an approbierte Medizinerinnen und Mediziner. Ob ein konkretes Programm CME-Punkte liefert, klärst du am besten direkt mit der Hochschule und deiner Ärztekammer.
Verwandte Studiengänge
- Gesundheitsmanagement – Management, Betriebswirtschaft und Führung im Gesundheitswesen
- Pflegewissenschaft – Pflegeforschung, Pflegemanagement und Advanced Practice Nursing
- Therapiewissenschaften – Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie akademisch
- Ernährungswissenschaften – Ernährungsberatung, Diätetik und Ökotrophologie
- Psychologie – Klinische Psychologie, Wirtschaftspsychologie, Gesundheitspsychologie
- Soziale Arbeit – Sozialpädagogik, Sozialmanagement, Jugendhilfe
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