Master of Engineering im Fernstudium: Studiengänge, Voraussetzungen und Kosten
Der Master of Engineering (M.Eng.) ist ein berufsqualifizierender Hochschulabschluss für Ingenieurinnen und Ingenieure, die sich fachlich vertiefen, in Führungspositionen aufsteigen oder promovieren wollen. Im Gegensatz zum Master of Science (M.Sc.), der stärker forschungsorientiert ist, liegt der Fokus beim M.Eng. auf der anwendungsorientierten Vertiefung – typisch für Fachhochschulen.
Die gute Nachricht für Berufstätige: Der M.Eng. lässt sich an zahlreichen Fernhochschulen berufsbegleitend studieren. Die Kosten reichen von unter 1.100 € (staatliche Verbundstudiengänge) bis über 15.000 € (private Fernhochschulen).
- M.Eng. = anwendungsorientierter Master in den Ingenieurwissenschaften, typisch für Fachhochschulen.
- Voraussetzung: Erststudium in einem technischen Fach + meist 1 Jahr Berufserfahrung.
- Kosten: Ab ca. 1.000 € (staatlich) bis über 15.000 € (privat) für das gesamte Studium.
- Dauer: 2–6 Semester berufsbegleitend, je nach Hochschule und Vorleistungen.
- Der M.Eng. berechtigt zur Promotion – direkt an Universitäten oder kooperativ über die Fachhochschule.
- M.Eng.-Studiengänge im Fernstudium im Vergleich
- Was sind die Voraussetzungen für einen M.Eng. im Fernstudium?
- M.Eng. vs. M.Sc.: Was ist der Unterschied?
- Was kostet ein M.Eng. im Fernstudium?
- Für wen lohnt sich der M.Eng. im Fernstudium?
- Häufige Fragen zum Master of Engineering
- Der M.Eng. als Karriere-Boost für Berufstätige
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M.Eng.-Studiengänge im Fernstudium im Vergleich
Die folgende Tabelle zeigt aktuelle Fernstudiengänge, die mit dem Master of Engineering abschließen – sortiert nach Gesamtkosten:
Die Preisspanne ist enorm: Staatliche Verbundstudiengänge (z.B. Maschinenbau am IfV NRW) kosten unter 1.100 € gesamt. Private Anbieter wie die Wilhelm Büchner Hochschule liegen bei über 15.000 €. Dafür bieten private Hochschulen in der Regel flexiblere Studienmodelle und intensivere Betreuung.
Was sind die Voraussetzungen für einen M.Eng. im Fernstudium?
Die Zulassungsvoraussetzungen variieren je nach Hochschule, folgen aber einem gemeinsamen Muster:
| Kriterium | Typische Anforderung |
|---|---|
| Erststudium | Bachelor oder Diplom in einem technischen/ingenieurwissenschaftlichen Fach (Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen o.ä.) |
| ECTS | Mindestens 180 ECTS (bei 210 ECTS oft verkürzte Studiendauer möglich) |
| Berufserfahrung | Meist 1 Jahr einschlägig. Manche Hochschulen (z.B. IU, Fresenius) verzichten darauf |
| Englischkenntnisse | Häufig gefordert (B1–B2), besonders bei englischsprachigen Studiengängen |
| Mindestnote | Teilweise gefordert (z.B. 2,7 oder „Befriedigend“) |
Wer einen nicht-technischen Erststudienabschluss hat, kann an einigen Hochschulen trotzdem zugelassen werden – z.B. an der Wilhelm Büchner Hochschule mit mindestens 5 Jahren einschlägiger Berufserfahrung und einer Zulassungsprüfung.
M.Eng. vs. M.Sc.: Was ist der Unterschied?
Beide sind Masterabschlüsse auf DQR-Niveau 7 und formal gleichwertig. Der Unterschied liegt im Fokus:
| Master of Engineering (M.Eng.) | Master of Science (M.Sc.) | |
|---|---|---|
| Fokus | Anwendungsorientiert, praxisnah | Forschungsorientiert, theoretisch |
| Typische Hochschule | Fachhochschule / HAW | Universität (auch FHs möglich) |
| Promotion | Möglich (kooperativ oder direkt) | Direkter Weg in die Forschung |
| Karriereziel | Führung, Projektleitung, Spezialisierung | Forschung, Entwicklung, Wissenschaft |
| Praxisbezug | Hoch (Projekte, Fallstudien) | Mittel (Forschungsprojekte) |
Für den Arbeitsmarkt macht die Unterscheidung in den meisten Ingenieurbranchen kaum einen Unterschied. Was zählt, ist der Fachbereich und die Spezialisierung – nicht ob M.Eng. oder M.Sc. auf dem Zeugnis steht.
Was kostet ein M.Eng. im Fernstudium?
Die Kosten hängen stark davon ab, ob du an einer staatlichen oder privaten Hochschule studierst:
- Staatliche Verbundstudiengänge (IfV NRW, zfh, Hochschule Anhalt): Ab ca. 1.000–6.000 € gesamt. Du zahlst nur Semesterbeiträge. Dafür sind die Studienmodelle weniger flexibel
- Staatliche Einzelhochschulen (Hochschule Schmalkalden, RPTU Kaiserslautern): Ca. 10.000–13.000 € gesamt
- Private Fernhochschulen (WBH, IU, Fresenius): Ca. 10.000–15.000 € gesamt, dafür flexiblere Modelle, oft monatliche Prüfungstermine und intensivere Betreuung
Prüfe vor der Einschreibung, ob dein Arbeitgeber sich an den Kosten beteiligt – viele Unternehmen fördern berufsbegleitende Masterstudiengänge, besonders in technischen Fächern mit Fachkräftemangel. Auch die steuerliche Absetzbarkeit der Studiengebühren als Werbungskosten ist bei einem Zweitstudium (Master) vollständig möglich.
Für wen lohnt sich der M.Eng. im Fernstudium?
Der M.Eng. ist besonders sinnvoll, wenn du:
- Bereits als Ingenieurin oder Ingenieur arbeitest und dich fachlich vertiefen willst
- In eine Führungsposition aufsteigen möchtest (Projektleitung, Abteilungsleitung)
- Dein Gehalt steigern willst – laut StepStone Gehaltsreport verdienen Master-Absolventinnen und -Absolventen in Ingenieurberufen im Schnitt ca. 15–20 % mehr als Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen
- Langfristig promovieren möchtest – der Master ist Voraussetzung
- Deinen Bachelor mit nur 180 ECTS hast und für bestimmte Positionen 240 ECTS brauchst
Häufige Fragen zum Master of Engineering
Ja. Der M.Eng. ist ein vollwertiger akademischer Grad auf DQR-Niveau 7, gleichwertig mit dem Master of Science. Er wird von allen akkreditierten Hochschulen in Deutschland vergeben und ist national wie international anerkannt. Der Abschluss berechtigt zur Promotion.
Ja. Der M.Eng. berechtigt grundsätzlich zur Promotion. An Universitäten kannst du dich direkt bewerben. Wenn du an einer Fachhochschule studiert hast, ist die kooperative Promotion der übliche Weg – dabei betreut dich eine Professorin oder ein Professor der FH, die Promotion wird aber formal an einer Universität durchgeführt.
Je nach Hochschule und Umfang: 2 Semester (60 ECTS, z.B. IU Engineering Management) bis 6 Semester (bei staatlichen Verbundstudiengängen im Teilzeitmodell). Die meisten Programme sind auf 4 Semester (120 ECTS) ausgelegt. Wer 210+ ECTS aus dem Bachelor mitbringt, kann oft verkürzen.
Der M.Eng. ist anwendungsorientiert und wird typischerweise an Fachhochschulen vergeben. Der M.Sc. ist forschungsorientiert und typisch für Universitäten. Beide sind auf DQR-Niveau 7 und formal gleichwertig. Für den Arbeitsmarkt in den meisten Ingenieurbranchen spielt die Unterscheidung keine relevante Rolle – Fachbereich und Spezialisierung wiegen schwerer.
Der M.Eng. als Karriere-Boost für Berufstätige
Wer als Ingenieurin oder Ingenieur beruflich weiterkommen will, ohne den Job aufzugeben, findet im M.Eng.-Fernstudium eine der effizientesten Möglichkeiten. Die Auswahl an Studiengängen ist groß, die Preisspanne ebenfalls – vom staatlichen Verbundstudiengang für unter 1.100 € bis zum privaten Programm mit Rundum-Betreuung.
Der erste Schritt: Vergleiche die Studiengänge in der Tabelle oben und prüfe, welche Hochschule zu deinem Zeitbudget, deinem Fachbereich und deinem Budget passt.
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