So war mein Fernstudium an der FernUni Hagen – Erfahrungen Wiwi + Kulturwissenschaft

Von Christian Wolf, Wissenschaftsredakteur
· 11 Kommentare · Letzte Aktualisierung 30.04.2020
  • Ich habe vor einigen Jahren mehrere Semester Kulturwissenschaften und zwei Semester Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität Hagen studiert.
  • Ich fand das Fernstudium an der FernUni Hagen bzw. Fernstudium an sich damals so schwer, dass ich schließlich abgebrochen habe und mittlerweile im Präsenzstudium studiere. Anderen dürfte so ein Fernstudium aber deutlich leichter fallen, je nach Lebenslage.
  • Die Studienunterlagen an der FernUni finde ich sehr schlicht gestaltet, aber inhaltlich gut.
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis an der FernUni ist meiner Ansicht nach sehr gut.

Warum die FernUni Hagen?

Für die FernUni hatte ich mich entschieden, weil zum einen eine Freundin dort bereits Kulturwissenschaften studierte. Zum anderen weil es die einzige staatliche Fernuniversität in Deutschland ist. An keiner anderen deutschen Fernhochschule ist es außerdem möglich, Geisteswissenschaften zu studieren.

Als ich das Studium begann, war ich noch nicht so gut informiert über die deutsche Hochschullandschaft wie heute und habe mich auch nicht großartig weitergehend informiert, ich wusste nur, dass ich mein Wunschfach Geschichte eben nur an der FernUni (zum Teil) studieren kann.

Für meine Ansprüche war die FernUni also eigentlich perfekt. Für andere Fernstudienanfänger gibt es sicher bessere Möglichkeiten, auf die ich im Fazit näher eingehe.

Qualität der Studienmaterialen

Die meisten von euch interessieren sich wahrscheinlich, mit was für Unterlagen man an der FernUni lernt. Immerhin sind die Studienunterlagen der Dreh- und Angelpunkt für so ein Fernstudium. So sehen die Unterlagen beispielsweise im Studiengang Wirtschaftswissenschaft aus:

Unterlagen aus dem Bachelor-Studium Wirtschaftswissenschaften, nebst zusätzlich gekaufter Literatur zur Klausurvorbereitung

Semester für Semester bekommt man einen dicken, fetten Stapel an solchen Studienheften, die man durchackern muss. Was mir aufgefallen ist an den Materialien:

  • Die Qualität der Hefte an sich ist okay. Sie kommen gelocht daher, damit man sie abheften kann. Was man auch tun sollte, sonst fallen sie relativ leicht auseinander.
  • Die Schrift ist i.d.R. groß, sodass man die Inhalte gut lesen kann und gut mit den Heften arbeiten kann.
  • Die Gestaltung ist meist sehr schlicht, der Satz i.d.R. mit Word zurechtformatiert. Teilweise gibt es Satzfehler, über die man aber hinwegsehen kann.
  • Inhaltlich sind die Unterlagen natürlich auf hohem akademischen Niveau.
  • Digital gibt es die Hefte als PDF. Ich selbst kann mit PDFs überhaupt nicht arbeiten, weil man die Schriftgröße nicht anpassen kann und kaum markieren kann.
  • Zusatzmaterialien wir Onlinevorlesungen oder Podcasts usw. sind rar. Man lernt fast ausschließlich mit den Heften und Zusatzliteratur.

Ergänzt werden die Unterlagen durch die virtuelle Lernumgebung Moodle, über die man auch Kontakt zu Lehrkräften und Tutoren sowie Kommilitonen hat. Außerdem kommt man vor allem in lernintensiven Fächern nicht drum rum, sich gelegentlich Zusatzliteratur zu kaufen, aber das ist an allen anderen Hochschulen auch so.

Zum Vergleich: Studienhefte der Hochschule Macromedia und der Hochschule Fresenius, die teilweise aufwändig wie Zeitschriften gestaltet sind. Dafür zahlt man an diesen Hochschulen aber auch das Fünffache fürs Fernstudium

Fazit: Für den geringen Preis bekommt man sehr viel Inhalt in Papierform. Es lässt sich gut damit lernen. Wer digital mit Onlinevorlesungen, Podcasts, interaktiven Medien usw. lernen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen und an einer der vielen privaten Fernhochschulen studieren. Für mich persönlich reichen die Studienunterlagen allein nicht aus, um fit in einem Fach zu werden, ich brauche Vorlesungen, Seminare und ständigen Kontakt zu Kommilitonen und Lehrkräften – deswegen studiere ich mittlerweile auch im Präsenzstudium. Mehr dazu in diesem Beitrag: Fernstudium vs. Präsenzstudium: Aus diesen 4 Gründen habe ich mich fürs Präsenzstudium entschieden.

E-Learning und Social Media

Aus meiner Sicht einer der großen Mängel der FernUni, im Bereich E-Learning gibt es kaum ein Angebot, zumindest zu meiner Studienzeit im Fachbereich Kulturwissenschaften. Das ist beispielsweise die IUBH als private Hochschule der FernUni Lichtjahre voraus.

Ich hätte mir z.B. Online-Vorlesungen gewünscht, einfach als Videostream abrufbar, und sogar dafür mehr Studiengebühren gezahlt. Auf Youtube ist die FernUni auch nicht sonderlich aktiv, obwohl das doch eine tolle Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit wäre. Hier kann die FernUni sich sehr viel von der Open University abgucken, wie ich finde.

Moodle, das als Lernplattform genutzt wird, fand ich immer etwas anstrengend, was die Usability angeht, ich habe es fast nie genutzt, zumal die Seite zu Beginn des Studiums kaum erreichbar und nutzbar weil, weil die Server häufig überlastet waren.

Ein offizielles Forum für Fernstudierende gibt es auch nicht, von den Kursforen in Moodle abgesehen. Es gibt aber privat organisierte Foren, den Studienservice. Austausch mit Dozenten findet dort meines Wissens nicht statt. Dafür gibt es mittlerweile jede Menge Facebook-Gruppe, die rege genutzt werden und mir gut gefallen!

Was Social Media angeht, ist die FernUni selbst ziemlich aktiv, sowohl auf Twitter als auch auf Facebook und anderen Plattformen. Gefällt mir gut!

Onlineklausuren sind leider immer noch nicht Standard.

Präsenzveranstaltungen

Je nach Studiengang sind mal mehr, mal weniger Präsenzveranstaltungen vorgesehen. Die Veranstaltungen sind eine super Möglichkeit, um Kommilitonen kennenzulernen und sich fachlich auszutauschen. Letzteres finde ich besonders wichtig, um durch das Studium durchzukommen; ich habe während meiner Zeit den Fehler gemacht, die vielen Veranstaltungs-Angebote der FernUni nicht wahrzunehmen, und mich überhaupt nicht vernetzt. Wenn man das konsequent von Anfang an macht, kommt man leichter durchs Fernstudium.

Details zu den Veranstaltungen:

  • Die Präsenzphasen finden in einem der vielen Regional- und Studienzentren der FernUni statt. Entsprechend entstehen hier ggf. Kosten für Anreise und Unterkunft. Berufstätige können für Präsenzen evtl. Bildungsurlaub in Anspruch nehmen.
  • Die wenigen Seminare werden üblicherweise in Form von sog. Blockseminaren abgehalten, der Unterricht finden dann ganztägig über 1–2 Tage statt.
  • Wenige Veranstaltungen sind verpflichtend, darüber hinaus gibt es ein größeres Angebot an fakultativen Veranstaltungen. Diese können teils auch in Form von Online-Seminaren absolviert werden.

Hier die Pflicht-Veranstaltungen der Bachelor-Studiengänge im Überblick:

StudiengangPräsenzphasen
Kulturwissenschaften (B.A.) in den Fachschwerpunkten Geschichte und Literaturwissenschaft muss ein 4-wöchiges Praktikum absolviert werden; zusätzlich müssen mindestens 3 Präsenzseminare besucht werden (Online-Seminare sind möglich)
Informatik (B.Sc.) diverse Programmierpraktika sind verpflichtend und gehen teils mit mehrtägigen Präsenzphasen einher
Bildungswissenschaft (B.A.) im Laufe des Studiums muss 1 Seminar besucht werden
Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie (B.A.) 2 Präsenz- oder Online-Seminaren sind verpflichtend
Psychologie (B.Sc.) mindestens 2 Präsenzveranstaltungen sind Pflicht; hinzu kommt ein Pflichtpraktikum mit 210 Arbeitsstunden
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) 1 verpflichtendes Seminar
Mathematik (B.Sc.) 1 Proseminar, 1 Bachelorseminar sowie 1 Mathematisches Praktikum sind Pflicht
Rechtswissenschaft (LL.B.) Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften in Studienzentrum im Umfang von 12 Stunden ist verpflichtend; Teilnahme an Workshop in Hagen ist Pflicht
Wirtschaftswissenschaft (B.Sc.) 1 verpflichtendes Seminar

Was die Betreuung angeht, darf man sich von der FernUni nicht allzu viel erwarten. Immerhin ist die FernUni mit über 75.000 Studierenden auf ca. 90 Profs und knapp 500 wissenschaftliche Mitarbeiter die größte Universität Deutschland.

In meinem Präsenzstudium ist es beispielsweise so, dass ich Belegungen zu Semesterbeginn immer mit einer persönlichen Mentorin besprechen muss; an die Mentorin kann ich mich auch mit allen möglichen Fragen wenden – an der FernUni gibt es das nicht. Wobei man natürlich trotzdem auch mal eine E-Mail mit einem Prof schreibt oder ein Telefonat führt. Wer persönlicher betreut werden will, muss tiefer in die Tasche greifen. An der IUBH Internationalen Hochschule beispielsweise gibt es ein Coaching-System, über das man sich jederzeit von einem sog. Study Coach beraten lassen kann.

Klausuren werden übrigens vor Ort in einem der Studienzentren geschrieben. Onlineklausuren wie bei AKAD oder an der IUBH gibt es regulär nicht.

Kosten und Studiengebühren

Die geringen Kosten sind für viele ausschlaggebend für die Entscheidung, das Fernstudium an der FernUni Hagen aufzunehmen. Studiengebühren gibt es an sich nicht, pro Semester fällt ein Studierendenschaftsbeitrag i.H.v. 11,– Euro an.

Was man an der FernUni zahlt, sind die sogenannten Materialbezugsgebühren. Das sind die Gebühren, die für die Bereitsstellung der Unterlagen anfallen. Wie hoch die sind, richtet sich danach, wie viele Module man im Semester belegt. Grob gesagt, zahlt man pro Semester (6 Monate) etwa 200–300 Euro. Bei mir war es damals so, dass ich auf Nachfrage die Beiträge auch in monatlichen Raten zahlen durfte.

Hier die Gesamtkosten für die einzelnen Studiengänge im Überblick:

StudiengangGesamtkosten
Kulturwissenschaften (B.A.) 1800,– Euro
Informatik (B.Sc.) 2000,– Euro
Bildungswissenschaft (B.A.) 1800,– Euro
Politikwissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Soziologie (B.A.) 1800,– Euro
Psychologie (B.Sc.) 2000,– Euro
Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) 2000,– Euro
Mathematik (B.Sc.) 1800,– Euro
Rechtswissenschaft (LL.B.) 2400,– Euro
Wirtschaftswissenschaft (B.Sc.) 2000,– Euro

Aber Achtung! Tatsächlich wird das Studium insgesamt doch deutlich teurer, weil man unter anderem für diese Dinge zusätzlich bezahlt:

  • Präsenzveranstaltungen und Anreisen zu Klausurterminen verursachen Kosten. Je nachdem, wo man lebt und wo sich das nächste Studienzentrum befindet, können so schnell Kosten im 4-stelligen Bereich für gesamte Studium hinzukommen.
  • Natürlich kauft man sich auch jede Menge Zusatzliteratur, beispielsweise Übungsbücher und zusätzliche Lehrbücher. Je nach Studiengang gehen da schnell mal 500,– Euro für das gesamte Studium drauf.
  • Für verschiedene Verwaltungsakte an der FernUni werden Gebühren fällig. Beispielsweise dann, wenn man sich nicht rechtzeitig rückgemeldet hat.

Ist das Fernstudium an der FernUni Hagen schwer?

Ob das Fernstudium schwer ist, lässt sich pauschal nicht so einfach beantworten. Für den einen wird es schwerer sein, für den anderen weniger.

Grundsätzlich sind die Fernstudiengänge meiner Meinung nach inhaltlich nicht schwerer als in vergleichbaren Präsenzstudiengängen. Andererseits beschäftigt man sich teilweise einfach weniger intensiv mit Themen, weil man fast immer nur mit Skripten lernt, statt über Vorlesungen, Seminare und Real-Life-Austausch mit Kommilitonen. In dieser Hinsicht machen es einem die privaten Fernhochschulen einfacher, weil man da mehr Lernmedien zur Verfügung gestellt bekommt.

Was das Fernstudium an der FernUni für mich so schwer gemacht, dass ich letztendlich abgebrochen habe und nun an einer Präsenzhochschule studiere:

  • Ich habe zur Zeit meiner Immatrikulation an der FernUni beruflich im Homeoffice gearbeitet. Nach Feierabend dann weiter am Schreibtisch sitzen zu bleiben, um zu lernen, habe ich damals nicht hinbekommen.
  • Durch den mangelnden Kontakt mit Kommilitonen war das ganze Studium für mich total entfremdet und ein reines Papierstudium. Ich habe den Fehler gemacht, keinen Offline-Kontakt zu anderen FernUni-Studis zu suchen.
  • Ich hatte schlicht und ergreifend keine Zeit für das Fernstudium. Jetzt studiere ich auch berufsbegleitend und in Teilzeit und weiß, wie wahnsinnig lernintensiv so ein Bachelor-Studium ist. 2 Tage die Woche sollten Minimum für ein berufsbegleitendes Studium reserviert sein. Damals habe ich mir das nicht einrichten können.
Wenn man im Fernstudium studiert, lernt man die meiste Zeit für sich alleine am Schreibtisch. Das macht ein Fernstudium schwerer als ein vergleichbares Präsenzstudium.
© derinphotography/Fotolia

Virtuellen Kontakt zu anderen Fernstudis zu halten, ist heute übrigens einfacher als noch vor 10 Jahren. Typischweise organisieren FernUni-Studierende sich heute über WhatsApp-Gruppen, über Communities wie fernstudi.net, über Facebook-Gruppen sowie Foren wie fernstudium-infos.de, fernuni-hilfe.de und studienservice.de.

Fazit: Ja, so ein Fernstudium ist verdammt schwer. Und auch etwas schwerer als ein Präsenzstudium. Aber es ist zu schaffen, was zahlreiche FernUni-Absolventen Jahr für Jahr unter Beweis stellen. Einfacher wird es, wenn man sich von Anfang an konsequent mit seinen Kommilitonen vernetzt.

Fazit: Pro und Contra FernUni Hagen

Würde ich noch einmal an der FernUni studieren? Ja. Aber wahrscheinlich nur im Akademiestudium. Das Akademiestudium ist eine Art Gaststudium, über das man einzelne Module absolvieren kann – was man übrigens auch prima nutzen kann, um ins Fernstudium an der FernUni hineinzuschnuppern.

Pro FernUni:

  • gute Möglichkeit, um sich berufsbegleitend weiterzubilden, wenn man keine Zeit für ein Präsenzstudium bzw. ein berufsbegleitendes Präsenzstudium hat
  • günstig im Vergleich zu privaten Hochschulen

Contra FernUni:

  • Studienmaterialien werden den vielen digitalen Möglichkeiten nicht wirklich gerecht; kaum Onlinevorlesungen und Podcasts, wenig Webinare, Studienhefte nur als PDF (statt auch als ePub)
  • wenig Kontakt zu Kommilitonen; virtueller Austausch beschränkt sich überwiegend auf organisatorische Fragen – im Präsenzstudium tauscht man sich mit Kommilitonen viel intensiver auch inhaltlich aus

Weiterführend

FernUni Hagen Fernstudium-Erfahrungen KuWi

Diskussion

Petra

vor 1 Jahr

Ich studierte PVS bis zum 5. Semester. Meine Erfahrung war keine Positive und empfand vorallem die Betreuung als sehr nervenzehrend und oft schon eine Zumutung.

Das was ich erlebte nimmt schon groteske Züge an. Ich studierte mit Nachteilausgleich im Ausland. Mit Abschluss der Basisphase hatte ich das Gefühl regelrecht rausgeboxt zu werden. Ich hatte über MONATE Diskussionen mit dem Prüfungsamt die willkürlich die Regeln abänderten. Das Ende vom Lied: ich wurde im 5. Semester exmatrikuliert. Warum? - Grund: Nichtrückmeldung. Nachdem ich schwarz auf weiß widerlegte, dass ich sehrwohl rückgemeldet bin bekam ich einen lapidaren Einzeiler, ich müsse mich an das Verwaltungsgericht wenden und dort klagen.

Man kann sich gar nicht mehr aufs Lernen, generell aufs Wesentliche konzentrieren da man dort gegen so viele bürokratische Widrigkeiten angehen muss, das mir schlicht der Spaß und die Motivation verging. Dabei hätte ich bis dahin einen Prüfungsschnitt von 1,6 gehabt.

Henrike

vor 1 Jahr

Ich studiere MA Politikwissenschaft an der FernUniversität in Hagen und muss leider sagen die Beutreuung ist sehr schlecht. Beim Erarbeitungsprozess der Hausarbeit wird man in der Konzeption mit einer kurzen Mail abgespeist. Nachfragen ist nicht erwünscht. Modulbetreuendes Lehrpersonal ist nicht erreichbar oder fährt gern auch mal über den Zeitraum von Abgabefristen unangekündigt in den Urlaub. Die Reader, zumindest im Studiengang MA Politikwissenschaft, sind teilweise voll von grobenFehlern. Flasche Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis, Nummerierung der Abbildungen im Text stimmen nicht überein oder gar unvollständige Sätze oder Wörter. Meinen Bachelor habe ich an einer großen Uni in Berlin absolviert, dort kannte der Professor auch nicht den Namen des Studenten, trotzdem war die Betreuung besser. Ich frage mich womit sich die Professoren der FernUni beschäftigen, Seminare geben Sie ja nicht. Im Endeffekt korrigieren Sie nur die Hausarbeit oder die Klausur, deswegen bin ich etwas verwundert, dass es dann bei dem Kontakt zum Studenten und in der Beratung scheitert, wenn der Aufwand der Seminarvorbereitung wegfällt. Ich kann nur jedem davon abraten der irgendwie die Möglichkeit hat an einer PräsenzUni zu studieren.

Steffen Meyer

vor 1 Jahr

Guten Abend,

ich stehe jetzt in meiner BA in PVS.

Natürlich sollte man sich vorher Gedanken machen, ob man zumindest das erste Sem. bezahlen kann.



Die Betreuung musste ich in den meisten Modulen als Ausreichend bis schlecht empfinden. Zwei Module allerdings waren sehr gut betreut. Die Betreuung der BA hängt natürlich wie überall sehr am Betreuer.

Der Lernaufwand ist natürlich erheblich (Teilzeitstudium/ Vollzeitjob) Erleichterung verschaffen in der Regel auch nur Lerngruppen in den verschiedenen Formen.

Inhaltlich kann eigentlich nichts beanstandet werden. Der wiss. Standard ist hoch und durchaus attraktiv.

Zur Bibliothek ist einiges zu sagen. An dieser Stelle sei nur soviel gesagt: Man suche besser die Unibibliotheken der Heimatstadt auf.

Was ich letztlich zusätzlich genutzt haben, waren Seminare auch zu anderen Inhalten und Themen die wenig mit meinen direkten Studienmodulen zu tun hatten.

Man muss Lust auf das Studium haben um durchzukommen. Meiner Meinung nach macht man es keinesfalls nebenbei.

viele Grüße Steffen

Michael

vor 3 Jahren

Hallo



ich studiere im letzten Semester an der FU und starte demnächst mit meiner Bachelor Arbeit.



Ich konnte Raten vereinbaren, wurde persönlich betreut und hatte keine Probleme mit den Skripten. Ergänzend nutzte ich die Schwabe Bücher.



Wer sich ins Zeug legt und diszipliniert lernt wird auch belohnt. An der Präsenzuniversität habe ich keine bessere Betreuung erhalten, eher im Gegenteil. Daher blieb ich an der FU.



Beste Grüße !!!

Nicole

vor 3 Jahren

Inzwischen stellt die FU Hagen im Studiengang Psychologie immer mehr auf Onlinevorlesungen um.

Wie es in anderen Fächern aussieht, kann ich nicht beurteilen.

vor 3 Jahren

Die angesprochene Kulanz bei den Gebühren, habe ich an der FU HA nie erlebt. Weder liess sich eine Ratengebühr vereinbaren, noch waren die Bürohengste u. -stuten überhaupt zu einem Entgegenkommen bereit. Stattdessen werden für jedes Versäumnis direkt weitere Kosten i.H.v. satten 25 EUR generiert, die weder verhandelbar sind, noch aufschiebend wirken. Selbst der Hinweis, allein erziehend zu sein, lässt bei diesem blasierten und herzlosen Bürokratenhaufen keinerlei Milde walten.



Vom didaktisch wertlosen Studienmaterial, im Duktus der FU auch als Studienbriefe bezeichnet, will ich gar nicht anfangen. Dass eine Fernuniversität, wie der Name bereits impliziert, nicht nur besondere Anforderungen an die Studierenden stellt, sondern auch an die Universität selbst, ist bei der FU HA offenbar bis heute nicht angekommen. Stattdessen wird munter fort altbackenes, an Syntax- und Rechtschreibfehlern reiches Material präsentiert, welches zudem auf die inhaltlichen Ausführungen exemplifizierende Beispiele fast gänzlich verzichtet, dass es schlechterdings nur als frech zu bezeichnen ist, wie ignorant und arrogant an den Studierenden vorbei verwaltet wird.



Mehr möchte ich a.d.St. gar nicht ausführen, obschon es beginnend bei den Gebühren für das Studium bis hin zu den Lerngruppen, Foren und Dozenten noch reichlich zu kritisieren gäbe. Allein, mir ist die Zeit dafür zu schade. Das Kapitel liegt hinter mir und das ist auch besser so.

vor 3 Jahren

Hallo Robert,



das mit den Raten ging bei mir noch ganz gut, ist natürlich mittlerweile schon einige Jahre her. Über die Finanzierung sollte man sich schon vorher und von Anfang an ausreichend Gedanken machen, auch wenn die FernUni nicht sehr teuer ist.



Angesichts der geringen Gebühren habe ich auch nie mehr von den Materialien erwartet, obwohl ich natürlich auch etwas enttäuscht war. Gute Lehrbücher zu produzieren ist ziemlich teuer: Bezahlt werden muss nicht der Dozent oder Prof als Autor, sondern auch ein Lektor, ein Setzer, der Druck an sich usw. Das will sich die FernUni wohl angesichts der geringen Gebühren nicht leisten, und so wird das alles den Profs und Dozenten überlassen, die nun neben dem, was Sie eigentlich tun sollten, auch noch Verlagsarbeit übernehmen. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht, ich vermute es nur.

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Tim

vor 7 Jahren

Also ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit der Fernuni Hagen gemacht. Der Prüfungsausschuss um Dr. Jens Wehrmann, Vanessa Hoffmann und Dr. Ulrike Baumöl benimmt sich vollkommen daneben und bewertet Prüfungen mit "nicht ausreichend" mit an den Haaren hergezogenen Begründungen. Diese Leute scheinen sich besonders profilieren zu wollen oder anscheinend wollen die ein paar Studenten los werden. Ich habe die Fernuni Hagen dann auch verlassen. Daher kann ich jedem nur empfehlen von dieser "Universität" Abstand zu nehmen...

vor 4 Jahren

Hallo Tim,

schade, dass du so schlechte Erfahrungen mit der FernUni gemacht hast. Das, was du beschreibst bzw. empfindest, kommt so oder so sicher auch ab und an an jeder Präsenzuni vor. Vor allem die sehr vollen Hochschulen, wie der FernUni mit ihren über 70000 eingeschriebenen Fernstudis, können es natürlich nicht jedem einzelnen Studenten recht machen. Wer eine intensivere Betreuung wünscht und es sich leisten kann, fährt vielleicht mit einer privaten Fernhochschule besser.

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karina

vor 10 Jahren

Also inzwischen habe ich weitergelesen und mir ist klar geworden Du bist exmatrikuliert. Das finde ich schade. Ich studiere jetzt seit 5 Wochen und stimme mit Dir in den wesentlichen Punkten überein, soweit ich das bisher beurteilen kann. Letztlich ist man doch sehr stark auf sich selbst zurückgeworfen in dieser Form von Studium und das erfordert eine hohe Motivation. Ein Bildungsziel verfolge ich im übrigen auch nicht, aber inzwischen habe ich gemerkt, dass die Beschäftigung mit Literatur sehr fruchtbar für mich ist.

vor 10 Jahren

Hi Karina,

danke für Deinen Kommentar. Wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg im Kuwi-Studium und hoffe, dass Du alle evtl. kommenden Motivationslöcher erfolgreich überwindest.

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