Fernstudium Entrepreneurship: Gründen mit Abschluss

Bachelor, Master und MBA in Entrepreneurship und Innovation – berufsbegleitend an mehreren Hochschulen
Von Christian Wolf, Gründer und Chefredakteur  · Letzte Aktualisierung 17.04.2026

Braucht man ein Studium zum Gründen? Ehrliche Antwort: Nein. Viele erfolgreiche Gründerinnen und Gründer haben ohne Entrepreneurship-Abschluss gestartet.

Aber: Ein Studium liefert das, was Learning by Doing nicht bietet – ein strukturiertes betriebswirtschaftliches Fundament, Zugang zu Gründernetzwerken und einen Plan B, falls die Gründung nicht aufgeht. Fernstudiengänge in Entrepreneurship gibt es als Bachelor, Master und MBA – berufsbegleitend, sodass du parallel gründen oder weiter angestellt arbeiten kannst.

Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 12 Kurse im Fachbereich Entrepreneurship.

Fernstudium · Master of Business Administration (MBA)

Unternehmensführung

Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund · MBA · 4 Semester

Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
4 Semester Ludwigshafen - Rheinland-Pfalz
ab 10.400 € insgesamt
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Berufsbegleitendes Fernstudium · Master of Arts (M.A.)

Unternehmensführung

Hochschule Schmalkalden · M.A. · 5 Semester

Hochschule Schmalkalden
5 Semester Schmalkalden, Eisenach und Gera (Thüringen) besonders persönliches Fernstudium in kleinen, festen Lerngruppen 2 Kommentare & Fragen
ab 11.800 € insgesamt
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Fernstudium · Master of Arts (M.A.)

Growth Hacking for Entrepreneurs

IU Internationale Hochschule · M.A. · 2 Semester

IU Internationale Hochschule
2 Semester Master in nur 2 Semester Vollzeitstudium oder 3–4 Semestern Teilzeitstudium
ab 423 € monatlich 9.547 € insgesamt
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Fernstudium · Bachelor of Arts (B.A.)

Entrepreneurship

IU Internationale Hochschule · B.A. · 6 Semester

IU Internationale Hochschule
6 Semester besonders flexibles Studium ohne Anwesenheitspflicht
ab 235 € monatlich 15.063 € insgesamt
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Fernstudium · Master of Arts (M.A.)

Entrepreneurship

SRH Fernhochschule - The Mobile University · M.A. · 4 Semester

SRH Fernhochschule - The Mobile University
4 Semester
ab 421 € monatlich 8.848 € insgesamt
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Gründung, Innovation oder Unternehmensführung – welcher Schwerpunkt passt?

„Entrepreneurship“ klingt nach Startup – aber die Studiengänge hier bedienen vier verschiedene Karrierewege:

SchwerpunktStudiengängeHochschulenFür wen?
Gründung pur Entrepreneurship (B.A., M.A.), Digital Entrepreneurship (M.A.) IU, SRH Wer ein eigenes Unternehmen gründen oder skalieren will
Innovation & Intrapreneurship Entrepreneurship und Innovationsmanagement (B.A.), Innovation and Entrepreneurship (M.A.), Intra- und Entrepreneurship tech (M.Sc.) Euro-FH, IU, Uni Stuttgart Innovationsmanager in Konzernen, Corporate-Startup-Builder
Nachhaltiges Unternehmertum Responsible Entrepreneurship & Management (B.A.), Sustainability Management & Leadership (M.Sc.) Tomorrow Uni, Fresenius Wer mit dem Unternehmen gesellschaftlichen Impact erzielen will
Unternehmensführung & MBA Unternehmensführung (M.A., MBA), Growth Hacking for Entrepreneurs (M.A.), Entrepreneurship und Innovation (MBA) HS Schmalkalden, zfh, IU, AKAD Erfahrene Berufstätige, die führen und skalieren wollen
Ein Entrepreneurship-Studium liefert Netzwerk, Businessplan-Kompetenz und strukturiertes Wissen – Dinge, die beim Gründen aus dem Bauch heraus oft fehlen.

Besonderheit: Der M.Sc. Intra- und Entrepreneurship (tech) an der Universität Stuttgart ist der einzige staatliche Studiengang in dieser Kategorie – und mit 22.710 € zwar nicht günstig, dafür aber an einer renommierten Technischen Universität mit starkem Industrie-Netzwerk.

Abgrenzung: Ein allgemeines BWL-Studium vermittelt breitere betriebswirtschaftliche Grundlagen ohne Gründungsfokus. Ein MBA richtet sich an erfahrene Führungskräfte. Ein Management-Studium fokussiert auf Führung in bestehenden Organisationen. Entrepreneurship ist für alle, die etwas Neues aufbauen wollen – ob als eigene Gründung oder als Innovationsprojekt im Konzern.

Was kostet ein Fernstudium Entrepreneurship?

Die Kosten liegen zwischen 9.000 € (MBA Unternehmensführung am zfh) und 22.710 € (M.Sc. Uni Stuttgart). Die meisten Bachelor kosten 13.000–15.000 €, die Master 9.500–14.500 €.

Bachelor: Kosten im Vergleich

StudiengangHochschuleStudiendauerKosten
Entrepreneurship und Innovationsmanagement, Bachelor of Arts
Fernstudium
Europäische Fernhochschule Hamburg6 Semesterab 13392 € insgesamt
ab 259 € monatlich
Entrepreneurship, Bachelor of Arts
Fernstudium
IU Internationale Hochschule6 Semesterab 15063 € insgesamt
ab 235 € monatlich
Responsible Entrepreneurship & Management, Bachelor of Arts
Fernstudium
Tomorrow University of Applied Sciences6 Semesterab 15500 € insgesamt
ab 246 € monatlich

Master, MBA und M.Sc.: Kosten im Vergleich

StudiengangHochschuleStudiendauerKosten
Entrepreneurship, Master of Arts
Fernstudium
SRH Fernhochschule - The Mobile University4 Semesterab 8848 € insgesamt
ab 421 € monatlich
Growth Hacking for Entrepreneurs, Master of Arts
Fernstudium
IU Internationale Hochschule2 Semesterab 9547 € insgesamt
ab 423 € monatlich
Digital Entrepreneurship, Master of Arts
Fernstudium
IU Internationale Hochschule2 Semesterab 9547 € insgesamt
ab 423 € monatlich
Unternehmensführung, Master of Business Administration
Fernstudium
Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund4 Semesterab 10400 € insgesamt
Unternehmensführung, Master of Arts
Berufsbegleitendes Fernstudium
Hochschule Schmalkalden5 Semesterab 11800 € insgesamt
Entrepreneurship und Innovation, Master of Business Administration
Fernstudium
AKAD University4 Semesterab 12696 € insgesamt
ab 319 € monatlich
Innovation and Entrepreneurship, Master of Arts
Fernstudium
IU Internationale Hochschule4 Semesterab 12775 € insgesamt
ab 286 € monatlich
Sustainability Management & Leadership, Master of Science
Fernstudium
Hochschule Fresenius4 Semesterab 13176 € insgesamt
ab 296 € monatlich
Intra- und Entrepreneurship (tech), Master of Business and Engineering
Fernstudium
Universität Stuttgart8 Semesterab 22710 € insgesamt

Finanzierung: Für alle Studiengänge gibt es BAföG, KfW-Studienkredite und Stipendien. Besonders relevant für Gründerinnen und Gründer: Studiengebühren lassen sich als Betriebsausgaben absetzen, wenn das Studium in direktem Zusammenhang mit der unternehmerischen Tätigkeit steht. Mehrere Hochschulen (IU, Euro-FH) bieten zudem Gründerstipendien an.

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Warum überhaupt studieren statt einfach gründen?

Die ehrliche Antwort ist differenzierter als „du brauchst es" oder „du brauchst es nicht":

Was ein Studium bringt, das Learning by Doing nicht liefert

  • Strukturiertes Fundament: Finanzplanung, Rechtsformen, Steuern, Marktanalyse – Wissenslücken, die Gründer im Alltag teuer bezahlen. Ein Studium schließt sie systematisch.
  • Netzwerk: Kommilitoninnen und Kommilitonen, Dozentinnen und Dozenten, Hochschul-Gründerzentren, Alumni-Netzwerke. Gerade im Fernstudium unterschätzt – aber viele Hochschulen bieten Pitch-Events, Mentoring und Inkubatoren.
  • Plan B: Falls die Gründung nicht aufgeht, hast du einen akademischen Abschluss. Als Innovationsmanager, Unternehmensberater oder Projektleiter bist du mit Entrepreneurship-Studium sofort einsetzbar.
  • Methodik: Design Thinking, Lean Startup, Business Model Canvas, Validierungsexperimente – Werkzeuge, die man zwar auch online lernen kann, die ein Studium aber mit Feedback und Praxisprojekten verankert.
  • Yale-Studie: Gründerinnen und Gründer mit Entrepreneurship-Studium hatten nach 5 Jahren eine höhere Überlebensrate ihres Unternehmens als vergleichbare Gründer ohne ein solches Studium.

Was ein Studium nicht ersetzt

  • Echte Markterfahrung: Kein Businessplan überlebt den ersten Kundenkontakt unverändert. Gründen lernt man vor allem durch Gründen.
  • Risikotoleranz: Die Bereitschaft, mit Unsicherheit zu leben, kann kein Curriculum vermitteln.
  • Umsetzungsgeschwindigkeit: Während du ein Semester lang Marktanalyse lernst, hat jemand anderes bereits ein MVP gelauncht.

Fazit: Ein Entrepreneurship-Studium ist kein Muss für den Erfolg, aber ein Beschleuniger – besonders für Gründerinnen und Gründer, die aus nicht-wirtschaftlichen Berufen kommen, die in regulierten Branchen gründen oder die neben der Gründung einen akademischen Abschluss aufbauen wollen.

Wie verändert KI das Gründen?

KI senkt die Einstiegshürden für Gründerinnen und Gründer massiv – und verändert gleichzeitig, welche Skills im Studium relevant werden:

  • MVP in Stunden statt Monaten: KI-Tools (Cursor, Claude, v0.dev) ermöglichen es, funktionierende Prototypen ohne Entwicklerteam zu bauen. Ein Solopreneur kann heute ein digitales Produkt in Tagen statt Wochen auf den Markt bringen.
  • Marktanalyse automatisiert: ChatGPT, Perplexity und spezialisierte Tools analysieren Märkte, Wettbewerber und Trends in Minuten. Was früher eine Beratungsagentur brauchte, erledigt ein guter Prompt.
  • Marketing skaliert: KI generiert Werbetexte, Landingpages, Social-Media-Content und E-Mail-Sequenzen. Ein-Personen-Startups können Marketing auf einem Niveau betreiben, das früher ein Team erforderte.
  • Was KI nicht ersetzt: Die Geschäftsidee selbst, die Kundenbeziehung, die Fähigkeit zu verkaufen, die Entscheidung unter Unsicherheit – und die Ausdauer, wenn es schwierig wird.

Was das fürs Studium bedeutet: KI macht einige Studieninhalte (z. B. manuelle Marktforschung) weniger relevant und andere (z. B. KI-gestützte Geschäftsmodellentwicklung, Prompt Engineering für Unternehmer) umso wichtiger. Die meisten Curricula sind hier noch nicht auf dem neuesten Stand – plane ein, KI-Tools parallel zum Studium selbst zu lernen.

Welche Zulassungsvoraussetzungen gibt es?

  • Bachelor: Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife. Kein NC an allen privaten Anbietern (IU, Euro-FH, SRH, Tomorrow University).
  • Ohne Abitur: Abgeschlossene Berufsausbildung + Berufserfahrung oder Meister-/Fachwirtabschluss. An IU, SRH und Euro-FH möglich – besonders relevant für Gründerinnen und Gründer, die aus nicht-akademischen Berufen kommen.
  • Master und MBA: Erster Hochschulabschluss. Für MBA-Programme teils zusätzlich Berufserfahrung erforderlich (zfh: 1 Jahr, AKAD: empfohlen). Der M.Sc. an der Uni Stuttgart setzt einen technischen oder wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor voraus.

Häufige Fragen zum Fernstudium Entrepreneurship

Ja – das ist sogar der häufigste Fall im Fernstudium. Viele Studiengänge (IU, Euro-FH, SRH) integrieren Praxisprojekte, in denen du an deiner eigenen Geschäftsidee arbeitest. Das Fernstudium ist zeitlich flexibel genug, um parallel zu gründen oder ein bestehendes Unternehmen zu führen. An der IU kannst du eigene Gründungsprojekte als Praxissemester anrechnen lassen.

BWL vermittelt breite betriebswirtschaftliche Grundlagen für Karrieren in bestehenden Unternehmen (Controlling, Marketing, Personal, Logistik). Entrepreneurship fokussiert auf das Aufbauen von Neuem: Geschäftsideen validieren, Businesspläne entwickeln, skalieren, Investoren überzeugen. Ein BWL-Studium macht dich zum guten Angestellten. Ein Entrepreneurship-Studium macht dich zum Unternehmer – oder zum Innovationsmanager in einem großen Unternehmen. Vergleich: BWL.

Ja, aber nur eine: Der M.Sc. Intra- und Entrepreneurship (tech) an der Universität Stuttgart. Es ist ein berufsbegleitender Master (8 Semester, 22.710 €) mit technologischem Fokus. Alle anderen Studiengänge in dieser Kategorie sind an privaten Hochschulen. Für günstigere Wirtschaftsstudiengänge an staatlichen Hochschulen: Wirtschaftswissenschaften.

KI senkt die Eintrittshürden radikal: Prototypen lassen sich ohne Entwicklerteam bauen (Cursor, Claude, v0.dev), Marktanalysen in Minuten statt Wochen erstellen, Marketing-Content automatisiert skalieren. Das bedeutet: Die Gründung wird billiger und schneller, aber der Wettbewerb intensiver. Wer KI-Tools produktiv einsetzen kann und gleichzeitig strategisch denkt, hat einen massiven Vorteil – genau das vermittelt ein gutes Entrepreneurship-Studium.

Ein Master oder MBA in Entrepreneurship lohnt sich besonders für: Gründerinnen und Gründer mit bestehendem Business, die Wissenslücken (Finanzen, Skalierung, Internationalisierung) schließen wollen. Innovationsmanager in Konzernen, die interne Startups oder neue Geschäftsfelder aufbauen. Karrierewechsler, die von einer operativen Rolle in eine unternehmerische wechseln wollen. Weniger sinnvoll, wenn du gerade erst gründen willst – dann starte lieber mit dem Bachelor oder direkt mit dem Gründen.

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