Webentwicklung zählt zu den Berufsfeldern, in die du auch ohne Studium einsteigen kannst – über zertifizierte Fernlehrgänge, die dich berufsbegleitend zur Webentwicklerin oder zum Webentwickler ausbilden. Die Kosten liegen zwischen 175 € und knapp 6.000 € gesamt, die monatliche Belastung beginnt bei 133 €. Mehrere Kurse sind per Bildungsgutschein förderbar.
- Alle Kurse im Überblick
- Was macht ein Webentwickler?
- Was kostet eine Weiterbildung zum Webentwickler per Fernlehrgang?
- Lohnt sich Webentwicklung noch – trotz KI?
- Welche Inhalte lernst du in einem Webentwickler-Fernkurs?
- Webentwickler werden als Quereinsteiger – wie gelingt der Einstieg?
- Frontend, Backend oder Full Stack – welche Richtung passt zu dir?
- Häufige Fragen zur Weiterbildung in Webentwicklung
Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 15 Kurse im Fachbereich Webentwicklung.
JavaScript für Einsteiger
- Lernen im Internet
- 3 Monate
- ab 133 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Gepr. Web-Entwickler
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 12 Monate
- ab 232 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Gepr. Web-Entwickler
- Institut für Lernsysteme
- 12 Monate
- ab 175 € monatlich
JavaScript-Entwickler
- Webmasters Fernakademie
- 20 Monate
- ab 145 € monatlich
Full-Stack Web Development Program
- CareerFoundry
- 7 Monate
- ab 500 € monatlich
PHP-Programmierer
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 15 Monate
- ab 199 € monatlich
PHP- und Laravel-Entwickler
- Webmasters Fernakademie
- 7 Monate
- ab 985 € monatlich
Gepr. PHP/MySQL-Datenbankentwickler
- Institut für Lernsysteme
- 15 Monate
- ab 172 € monatlich
Web Application Developer
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 12 Monate
- ab 199 € monatlich
Zertifizierter Agiler Software-Developer
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 12 Monate
- ab 199 € monatlich
Certified UX-Designer
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 5 Monate
- ab 359 € monatlich
Gepr. Web-Entwickler
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 12 Monate
- ab 175 € monatlich
Certified UX-Designer/in
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 5 Monate
- ab 320 € monatlich
Webentwicklung-HTML, CSS, JavaScript
- FernUniversität Hagen
- 1 Semester
- 3 ECTS
- Budapest, Wien, Linz, Villach, Saalfelden, München, Nürnberg, Leipzig, Berlin, Bregenz, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt/Main, Bonn, Neuss, Hamburg, Hannover, Coesfeld, Hagen
Gepr. Medieninformatiker
- Institut für Lernsysteme
- 30 Monate
- ab 162 € monatlich
Was macht ein Webentwickler?
Webentwicklerinnen und Webentwickler bauen Websites und Webanwendungen – von der sichtbaren Oberfläche (Frontend) bis zur serverseitigen Logik (Backend). Im Arbeitsalltag setzen sie Designs in funktionierenden Code um, entwickeln Plugins und Module für Content-Management-Systeme wie WordPress oder TYPO3, programmieren interaktive Features und sorgen dafür, dass Seiten auf allen Geräten funktionieren.
Der Beruf unterscheidet sich vom Webdesign: Während Webdesignerinnen und Webdesigner Layouts, Farbkonzepte und Nutzerführung gestalten, setzen Webentwicklerinnen und Webentwickler diese Entwürfe technisch um. In der Praxis überschneiden sich die Rollen – besonders im Frontend-Bereich.
Typische Arbeitsumgebungen sind IT-Agenturen, Softwareunternehmen, Marketingabteilungen größerer Firmen und die Selbstständigkeit als Freelancer. Laut Bitkom fehlen in Deutschland über 100.000 IT-Fachkräfte – Webentwicklung gehört zu den Bereichen, in denen Unternehmen aktiv nach Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern suchen.
Was kostet eine Weiterbildung zum Webentwickler per Fernlehrgang?
Die Gesamtkosten für eine Weiterbildung in Webentwicklung per Fernlehrgang liegen zwischen 175 € für einen kompakten Einstiegskurs an der FernUniversität Hagen und 5.950 € für das Full-Stack Web Development Program von CareerFoundry. Die monatliche Belastung bewegt sich je nach Anbieter und Kursdauer zwischen 133 und 500 €.
Die meisten Zertifikatskurse im mittleren Preissegment – etwa der „Gepr. Web-Entwickler" bei SGD, ILS oder Fernakademie – kosten zwischen 2.100 und 2.800 € bei einer Dauer von 12 Monaten.
Zertifikatskurse: Kosten im Vergleich
Finanzierung und Förderung
Viele der hier gelisteten Fernlehrgänge sind nach AZAV zertifiziert und damit über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters bis zu 100 % förderbar. Das gilt insbesondere für die Kurse bei SGD, ILS und Fernakademie für Erwachsenenbildung. Für Beschäftigte, die sich berufsbegleitend weiterqualifizieren, gibt es die Qualifizierungschancengesetz-Förderung (QCG): Hier übernimmt die Agentur für Arbeit bis zu 100 % der Lehrgangskosten, abhängig von Betriebsgröße und Alter.
Unabhängig von Förderprogrammen lassen sich die Kosten für berufliche Weiterbildung in der Steuererklärung als Werbungskosten absetzen – das gilt für Kurskosten, Lernmaterialien und sogar anteilige Internetkosten.
Lohnt sich Webentwicklung noch – trotz KI?
Ja. Die Rolle verändert sich, aber sie verschwindet nicht. KI-Tools wie GitHub Copilot oder ChatGPT übernehmen heute viele Routine-Aufgaben: Boilerplate-Code generieren, einfache Funktionen schreiben, Fehler in der Syntax finden. Laut einer Stack-Overflow-Erhebung von 2025 nutzen bereits 84 % aller Entwicklerinnen und Entwickler KI-gestützte Werkzeuge in ihrem Arbeitsalltag.
Was KI nicht ersetzt: Architekturentscheidungen, Systemdesign, die Integration komplexer APIs, die Zusammenarbeit mit Designerinnen und Produktmanagern – und das Verständnis dafür, warum Code so funktioniert, wie er funktioniert. Wer nur Tutorials nachbaut, wird es künftig schwerer haben. Wer Zusammenhänge versteht und KI als Werkzeug nutzt, ist auf dem Arbeitsmarkt gefragt.
Die Zahlen stützen das: Laut Bitkom fehlen in Deutschland weiterhin über 100.000 IT-Fachkräfte. 79 % der Unternehmen erwarten, dass sich dieser Mangel weiter verschärft. Entwicklerinnen und Entwickler, die KI-Tools produktiv einsetzen können, verdienen laut Branchenanalysen 15–20 % mehr als Kolleginnen und Kollegen ohne diese Kompetenz.
Beim Gehalt bewegen sich Webentwicklerinnen und Webentwickler in Deutschland laut gehalt.de und jobvector in diesen Bereichen:
| Erfahrung | Jahresgehalt (brutto) |
|---|---|
| Einstieg (0–3 Jahre) | 34.000–42.000 € |
| Mit Erfahrung (4–9 Jahre) | 45.000–57.000 € |
| Senior (10+ Jahre) | 57.000–70.000 € |
Regionale Unterschiede sind deutlich: In München, Frankfurt und Hamburg liegen die Gehälter teils 20–30 % über dem Bundesdurchschnitt. Full-Stack-Entwicklerinnen und -Entwickler verdienen tendenziell mehr als reine Frontend- oder Backend-Spezialistinnen und -Spezialisten.
Welche Inhalte lernst du in einem Webentwickler-Fernkurs?
Die Inhalte hängen davon ab, ob du dich auf Frontend, Backend oder Full-Stack-Entwicklung spezialisierst. Die meisten Fernlehrgänge decken ein breites Spektrum ab und vermitteln sowohl Grundlagen als auch praxisnahe Projektarbeit.
- Frontend: Seitenstruktur und Layout mit HTML/CSS, Interaktivität und dynamische Oberflächen, Responsive Design für mobile Geräte, UI-Komponenten
- Backend: Serverseitige Programmlogik, Datenbankanbindung und SQL-Abfragen, API-Entwicklung, Sicherheit und Authentifizierung
- Full Stack: Kombination aus Frontend und Backend, Deployment und Hosting, Versionierung mit Git
- CMS-Entwicklung: Template-Erstellung, Plugin- und Modulentwicklung, Administration und Konfiguration von WordPress, Joomla oder TYPO3
Zusätzlich behandeln viele Kurse Themen wie agile Entwicklung (Scrum, Kanban), Versionskontrolle mit Git und Grundlagen der Serveradministration unter Linux. Diese Fähigkeiten sind im Berufsalltag unverzichtbar – gerade in Agenturen und Entwicklerteams.
Webentwickler werden als Quereinsteiger – wie gelingt der Einstieg?
Webentwicklung ist einer der wenigen IT-Berufe, in die du ohne formale Voraussetzungen einsteigen kannst. Du brauchst kein Abitur und kein Informatikstudium. Entscheidend sind praktische Fähigkeiten, ein vorzeigbares Portfolio und die Bereitschaft, ständig dazuzulernen.
Ein strukturierter Einstieg sieht so aus:
- Grundlagen lernen: HTML, CSS und JavaScript bilden das Fundament. Diese Basics vermitteln alle hier gelisteten Fernlehrgänge systematisch – mit Übungsaufgaben und persönlicher Betreuung.
- Vertiefen: Je nach Interesse in Richtung PHP/MySQL (Backend) oder JavaScript-Frameworks wie React oder Vue.js (Frontend) weiterlernen.
- Portfolio aufbauen: Eigene Projekte umsetzen – eine persönliche Website, ein kleines Webtool, Beiträge zu Open-Source-Projekten auf GitHub.
- Zertifikat erwerben: Die Fernlehrgänge bei SGD, ILS und Fernakademie schließen mit anerkannten Zertifikaten ab, die den Berufseinstieg erleichtern.
- Praxis sammeln: Praktika, Freelance-Projekte oder Trainee-Stellen in IT-Agenturen – hier lernst du den Umgang mit realen Projekten, Versionskontrolle und agiler Teamarbeit.
Verwandte Weiterbildungsbereiche, die für angehende Webentwicklerinnen und Webentwickler interessant sein können: Software-Entwicklung, App-Entwicklung, Fachinformatiker und Webdesign.
Wer langfristig höhere Gehaltsstufen und Führungspositionen anstrebt, kann auch ein Fernstudium in Betracht ziehen. Berufsbegleitende Bachelor-Studiengänge in Informatik oder Medieninformatik vermitteln tiefere theoretische Grundlagen und eröffnen Karrierewege, die mit einem Zertifikat allein schwerer erreichbar sind – etwa ins Software-Architektur- oder Projektmanagement.
Experiment an der FH Kiel: ChatGPT besteht fünftes Semester in Webentwicklung – was das für die Ausbildung bedeutet.
Frontend, Backend oder Full Stack – welche Richtung passt zu dir?
Die Wahl zwischen Frontend, Backend und Full Stack bestimmt, welche Aufgaben dich im Berufsalltag erwarten – und beeinflusst Gehalt und Jobchancen.
| Frontend | Backend | Full Stack | |
|---|---|---|---|
| Aufgaben | Sichtbare Oberflächen, Layouts, Animationen, Nutzerinteraktion | Serverseitige Logik, Datenbanken, APIs, Sicherheit | Beides – vom Design bis zur Datenbank |
| Typische Technologien | HTML, CSS, JavaScript, React, Vue.js | PHP, Python, Node.js, MySQL, PostgreSQL | Kombination aus Frontend + Backend |
| Passt zu dir, wenn … | … du visuell denkst und gern gestaltest | … du analytisch denkst und Logik magst | … du Abwechslung willst und breit aufgestellt sein möchtest |
| Einstiegsgehalt | 34.000–40.000 € | 36.000–44.000 € | 38.000–46.000 € |
| Jobchancen | Gut – besonders in Agenturen und Startups | Sehr gut – hohe Nachfrage in Unternehmen | Am besten – breiteste Einsetzbarkeit |
Wer sich für die gestalterische Seite interessiert und weniger programmieren möchte, findet in der Kategorie Webdesign passende Kurse mit Fokus auf UX/UI-Design, Grafiktools und visuelle Konzeption.
Häufige Fragen zur Weiterbildung in Webentwicklung
Ja. Die meisten Fernlehrgänge setzen keine Programmierkenntnisse voraus. Du solltest grundlegende PC-Kenntnisse mitbringen und sicher im Umgang mit dem Internet sein. Alles Weitere – von HTML über CSS bis zu PHP – vermitteln die Kurse von Grund auf.
Das hängt vom Kurs ab. Kompakte Einführungen dauern 1–3 Monate. Die meisten Zertifikatskurse bei SGD, ILS und Fernakademie sind auf 12–15 Monate angelegt. Intensive Bootcamp-Programme wie das von CareerFoundry dauern 7 Monate. Die Regelstudienzeit lässt sich bei den meisten Anbietern kostenlos verlängern.
Mehrere Kurse bei SGD, ILS und Fernakademie für Erwachsenenbildung sind AZAV-zertifiziert und damit über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters bis zu 100 % förderbar. Für Beschäftigte gibt es zusätzlich die QCG-Förderung über das Qualifizierungschancengesetz.
Starte mit HTML und CSS – das sind keine Programmiersprachen im engeren Sinn, aber die Grundlage jeder Website. Danach ist JavaScript der logische nächste Schritt: Die Sprache funktioniert im Frontend und (mit Node.js) auch im Backend. Wenn du dich auf Backend-Entwicklung spezialisieren willst, ist PHP eine gute Wahl – die Sprache wird von der Mehrheit aller Websites genutzt und ist besonders in der CMS-Entwicklung (WordPress, Joomla, TYPO3) verbreitet.
Nein. KI-Tools wie GitHub Copilot beschleunigen Routineaufgaben, ersetzen aber nicht die Arbeit von Entwicklerinnen und Entwicklern. Architekturentscheidungen, Systemdesign, die Integration komplexer Anforderungen und die Zusammenarbeit im Team bleiben menschliche Aufgaben. Laut Bitkom fehlen in Deutschland über 100.000 IT-Fachkräfte – der Bedarf ist trotz KI ungebrochen. Wer KI-Tools als Werkzeug beherrscht, hat sogar bessere Berufsaussichten.




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