Du sollst eine E-Mail an einen Geschäftspartner in London schreiben, aber dir fehlt das Vokabular für Zahlungsbedingungen. Im Meeting verstehst du die Kollegin aus New York – antworten kannst du aber nur holprig. Situationen wie diese bremsen im Job. Ein Wirtschaftsenglisch-Fernkurs schließt genau diese Lücke: berufsbezogenes Englisch, berufsbegleitend, im eigenen Tempo.
Auf dieser Seite findest du alle Fernkurse für Wirtschaftsenglisch im Vergleich – mit Kosten, Zertifikaten und einer ehrlichen Einschätzung, welcher Kurs zu welchem Karriereziel passt.
- Alle Kurse im Überblick
- Für wen lohnt sich ein Wirtschaftsenglisch-Fernkurs?
- Welche Zertifikate gibt es – und welches zählt?
- Schwerpunkte: Welcher Kurstyp passt zu dir?
- Anbieter und Kosten im Vergleich
- Lohnt sich Business English? Gehalt und Karriere
- Finanzierung und Förderung
- Häufige Fragen zu Wirtschaftsenglisch-Fernkursen
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Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 12 Kurse im Fachbereich Wirtschaftsenglisch.
Wirtschaftsenglisch
- Institut für Lernsysteme
- 12 Monate
- ab 152 € monatlich
- 8 Kommentare & Fragen
English for Business
- Europäische Fernhochschule Hamburg
- 8 Monate
- ab 245 € monatlich
Technisches Englisch
- Institut für Lernsysteme
- 6 Monate
- ab 149 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Wirtschaftsenglisch
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 12 Monate
- ab 152 € monatlich
Cambridge Certificate in Advanced English
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 18 Monate
- ab 159 € monatlich
English for professional purposes C2
- AKAD University
- 3 Monate
- ab 98 € monatlich
Business correspondence
- AKAD University
- 3 Monate
- ab 98 € monatlich
Wirtschaftsenglisch
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 9 Monate
- ab 75 € monatlich
Englische Handelskorrespondenz
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 6 Monate
- ab 108 € monatlich
Business Englisch Korrespondenz
- LEARNAC Academy
- 3 Monate
- ab 79 € monatlich
International Legal English
- Institut für Lernsysteme
- 10 Monate
- ab 162 € monatlich
Technisches Englisch
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 4 Monate
- ab 69 € monatlich
Für wen lohnt sich ein Wirtschaftsenglisch-Fernkurs?
Wirtschaftsenglisch richtet sich an Berufstätige, die Englisch nicht für den Urlaub brauchen, sondern für konkrete berufliche Situationen:
- Kaufmännische Angestellte – Geschäftsbriefe, Angebote und Bestellungen auf Englisch formulieren
- Aufsteigerinnen und Aufsteiger – Bewerbungen für Positionen mit internationalem Bezug, Meetings und Präsentationen auf Englisch
- Ingenieurinnen und Ingenieure – technische Dokumentation, Abstimmung mit internationalen Teams
- Import/Export und Logistik – Handelskorrespondenz, Zollunterlagen, Lieferantenverhandlungen
Wirtschaftsenglisch vs. allgemeines Englisch
Der Unterschied liegt im Fokus: Während allgemeine Englischkurse Grammatik, Alltagsvokabular und Konversation vermitteln, trainiert Wirtschaftsenglisch situatives Sprachhandeln im Beruf – Handelskorrespondenz, Verhandlungsführung, Fachvokabular aus Betriebswirtschaft und Recht. Wer im Berufsalltag souverän auf Englisch agieren will, braucht beides: eine solide Grundlage und das berufsbezogene Vokabular.
Einstiegslevel: Die meisten Wirtschaftsenglisch-Kurse setzen Englischkenntnisse auf mindestens A2-Niveau voraus. Wer unterhalb von A2 liegt, startet besser mit einem allgemeinen Englisch-Fernkurs und wechselt anschließend zu Wirtschaftsenglisch.
Lohnt sich Wirtschaftsenglisch trotz KI-Übersetzung?
DeepL und ChatGPT übersetzen Texte inzwischen gut – aber sie ersetzen keine aktive Sprachkompetenz. In Meetings, Telefonaten und Verhandlungen entscheidet dein gesprochenes Englisch. Laut Branchenverband BDÜ erreichen KI-Übersetzungen bei Fachtexten, Verträgen und Werbetexten „nach wie vor nicht die Genauigkeit und Natürlichkeit menschlicher Übersetzung". Wer im Job auf Englisch überzeugen will, muss die Sprache selbst beherrschen.
Welche Zertifikate gibt es – und welches zählt?
Je nach Karriereziel kommen unterschiedliche Abschlüsse infrage. Hier die vier wichtigsten Optionen:
LCCI – London Chamber of Commerce and Industry
Das LCCI-Zertifikat „English for Business" ist das praxisnahste Business-English-Zertifikat auf dem deutschen Markt. Über 20.000 Prüfungen werden jährlich in Deutschland abgelegt. Die Prüfung ist bei Arbeitgebern wie Siemens, Lufthansa, Mercedes-Benz und IBM anerkannt. ILS und Fernakademie bereiten in ihren Wirtschaftsenglisch-Kursen gezielt auf die LCCI-Prüfung vor. Die Prüfungsgebühr liegt je nach Stufe bei 30–250 € und ist nicht in den Kursgebühren enthalten.
Cambridge Linguaskill Business
Cambridge Linguaskill Business hat 2023 die bekannten BEC-Prüfungen (Business English Certificates) abgelöst. Der computerbasierte Test ist adaptiv – er passt sich deinem Niveau an und liefert ein GER-Ergebnis von A1 bis C1+. Cambridge-Zertifikate genießen hohes akademisches Prestige und sind lebenslang gültig. Wer sich gezielt auf ein Cambridge-Zertifikat vorbereiten möchte, findet passende Fernkurse in unserer Cambridge-Certificate-Übersicht.
Hochschulzertifikat mit ECTS
AKAD University und Euro-FH bieten Wirtschaftsenglisch-Kurse an, die mit einem Hochschulzertifikat abschließen. Der Vorteil: Die erworbenen ECTS-Punkte lassen sich auf ein späteres Bachelor- oder Masterstudium anrechnen. Das Euro-FH-Zertifikat „English for Business" bringt 12 ECTS. Diese Option eignet sich besonders, wenn du langfristig einen akademischen Abschluss anstrebst.
Fernschulzertifikat
Die meisten Fernkurse bei Laudius, LEARNAC oder in den kürzeren ILS-Kursen schließen mit einem Zertifikat des Anbieters ab. Dieses belegt die Teilnahme und die behandelten Inhalte, ist aber kein standardisierter Sprachnachweis. Für den Lebenslauf reicht es als Nachweis einer Weiterbildung – für eine formelle Sprachzertifizierung brauchst du zusätzlich eine externe Prüfung (LCCI, Cambridge oder telc).
Zertifikate im Vergleich
| Zertifikat | Anerkennung | Prüfungskosten | Gültigkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| LCCI | Praxisnah, bei dt. Arbeitgebern etabliert | 30–250 € | Unbegrenzt | Direkte Fernkurs-Vorbereitung (ILS, Fernakademie) |
| Cambridge Linguaskill Business | Hohes akademisches Prestige, weltweit | ca. 80–150 € | Lebenslang | Adaptiver Online-Test, ersetzt BEC |
| Hochschulzertifikat (ECTS) | Akademisch anrechenbar | In Kursgebühr enthalten | Unbegrenzt | ECTS auf Bachelor/Master anrechenbar |
| Fernschulzertifikat | Teilnahmenachweis | In Kursgebühr enthalten | Unbegrenzt | Kein standardisierter Sprachnachweis |
Schwerpunkte: Welcher Kurstyp passt zu dir?
Wirtschaftsenglisch ist kein einheitliches Fach – die Fernkurse setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Welcher Kurstyp zu dir passt, hängt von deiner beruflichen Situation ab:
Allgemeines Wirtschaftsenglisch
Kurse wie „Wirtschaftsenglisch" bei ILS, Fernakademie oder Laudius decken die Kernbereiche des Business English ab: Geschäftskorrespondenz, Meetings, Präsentationen, Verhandlungen und betriebswirtschaftliches Fachvokabular. Sie eignen sich als Einstieg für alle, die ihr berufliches Englisch auf breiter Basis verbessern wollen. ILS und Fernakademie bereiten zusätzlich auf die LCCI-Prüfung vor.
Handelskorrespondenz
Wer vor allem schriftlich auf Englisch kommunizieren muss – Angebote, Bestellungen, Mahnungen, Vertragsschreiben –, ist mit einem Korrespondenz-Kurs gut bedient. Laudius bietet „Englische Handelskorrespondenz" (6 Mon., 108 €/Mon.), LEARNAC den kompakten Kurs „Business Englisch Korrespondenz" (3 Mon., 79 €/Mon.) und AKAD University das Hochschulzertifikat „Business correspondence" (3 Mon., 98 €/Mon.).
Technisches Englisch
Für Ingenieurinnen, Ingenieure und technische Fachkräfte gibt es spezialisierte Kurse: ILS bietet „Technisches Englisch" (6 Mon., 149 €/Mon.), Laudius eine kürzere Variante (4 Mon., 69 €/Mon.). Die Kurse vermitteln Fachvokabular aus Maschinenbau, Elektrotechnik und IT – nützlich für technische Dokumentation und die Kommunikation mit internationalen Projektteams.
International Legal English
Das ILS bietet mit „International Legal English" (10 Mon., 162 €/Mon.) einen Nischenkurs für juristisches Fachenglisch. Der Kurs richtet sich an Fachkräfte, die mit englischsprachigen Verträgen, Compliance-Dokumenten und Rechtstexten arbeiten.
Anbieter und Kosten im Vergleich
Die Kosten für einen Wirtschaftsenglisch-Fernkurs reichen von 237 € bis 2.862 € gesamt – je nach Anbieter, Dauer und Abschluss. Hier alle Kurse im Überblick:
Fernschule vs. Fernhochschule
Die Preisunterschiede erklären sich vor allem durch den Abschlusstyp:
- Fernschulen (Laudius, LEARNAC, ILS, Fernakademie): Kurse ab 69 €/Mon. mit Fernschulzertifikat oder LCCI-Vorbereitung. Kein akademischer Credit, dafür günstiger und praxisnah.
- Fernhochschulen (AKAD University, Euro-FH): Kurse ab 98 €/Mon. mit Hochschulzertifikat und ECTS-Punkten. Teurer, aber akademisch anrechenbar auf ein späteres Studium.
Laudius ist mit 69–108 €/Mon. der günstigste Einstieg. Die Kurse sind kompakter und rein digital aufgebaut – ohne begleitende Seminare oder Prüfungsvorbereitung. ILS und Fernakademie (149–162 €/Mon.) bieten umfassendere Pakete mit LCCI-Prüfungsvorbereitung und optionalen Online-Seminaren. Die Euro-FH ist mit 245 €/Mon. der teuerste Anbieter, liefert dafür aber 12 ECTS.
Ehrlicher Blick auf die Sprechpraxis
Fernkurse vermitteln vor allem schriftliche und rezeptive Kompetenzen: Lesen, Schreiben, Hörverstehen, Grammatik, Vokabular. Die aktive Sprechpraxis kommt bei allen Anbietern zu kurz – das liegt in der Natur des Formats. Einige Anbieter bieten optionale Online-Seminare oder Webinare an, die zumindest punktuell mündliche Übungen ermöglichen.
Wer verhandlungssicheres gesprochenes Englisch anstrebt, sollte den Fernkurs durch zusätzliche Sprechpraxis ergänzen: Tandem-Partner (z. B. über Tandem oder HelloTalk), englischsprachige Meetups oder Konversationskurse an der VHS. Der Fernkurs liefert das Fachwissen – die Sprechsicherheit entsteht durch Anwendung.
Lohnt sich Business English? Gehalt und Karriere
Wirtschaftsenglisch ist eine der wenigen Weiterbildungen mit direkt messbarem Gehaltseffekt. Eine Studie der Humboldt-Universität (Hahm & Gazzola, 2022) zeigt: Beschäftigte mit guten Englischkenntnissen verdienen in Deutschland durchschnittlich rund 13 % mehr als vergleichbare Kolleginnen und Kollegen ohne Englischkenntnisse. Bei einem Nettogehalt von 2.500 € entspricht das knapp 4.000 € zusätzlich pro Jahr.
Die Nachfrage nach Business English ist regional unterschiedlich: In Hamburg erfordern 38 % der Stellenausschreibungen Englisch, in Berlin und Frankfurt rund 30 %. Branchen mit besonders hohem Bedarf sind IT, Export, Consulting, Pharma und die Automobilindustrie.
Konkret kann Wirtschaftsenglisch den Unterschied machen zwischen:
- Sachbearbeitung national → Key Account Management mit internationalen Kunden
- Einkauf Deutschland → Strategischer Einkauf mit globalen Lieferanten
- Teamleitung → Projektleitung in internationalen Matrixorganisationen
Selbst ein Fernkurs für 675 € gesamt (Laudius Wirtschaftsenglisch, 9 Mon.) hätte sich bei 13 % Gehaltsprämie bereits nach zwei Monaten amortisiert.
Die AKAD University ist einer der wenigen Hochschulanbieter mit Business-English-Kursen – hier ein Einblick in die Fernhochschule:
Finanzierung und Förderung
Wirtschaftsenglisch-Fernkurse lassen sich auf mehreren Wegen finanzieren:
Steuerlich absetzen
Die Kursgebühren sind als Werbungskosten voll steuerlich absetzbar – vorausgesetzt, der Kurs steht in Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit. Das gilt für die monatlichen Raten ebenso wie für Prüfungsgebühren (z. B. LCCI) und Fachliteratur. Je nach persönlichem Steuersatz bekommst du so 30–42 % der Kosten über die Steuererklärung zurück.
Bildungsgutschein
Bei AZAV-zertifizierten Kursen übernimmt die Agentur für Arbeit bis zu 100 % der Kosten über einen Bildungsgutschein. Das betrifft in erster Linie Arbeitssuchende oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen. Für Berufstätige, die sich privat weiterbilden, ist der Bildungsgutschein in der Regel nicht zugänglich.
Qualifizierungschancengesetz
Seit 2019 können Arbeitgeber Förderungen für die Weiterbildung ihrer Beschäftigten beantragen – auch für Sprachkurse. Die Agentur für Arbeit übernimmt je nach Unternehmensgröße 15–100 % der Lehrgangskosten. Es lohnt sich, das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen: Viele Unternehmen unterstützen Sprachkurse, die dem Team direkt zugutekommen.
Häufige Fragen zu Wirtschaftsenglisch-Fernkursen
Die meisten Kurse setzen mindestens A2-Niveau voraus – also solide Grundkenntnisse. Einzelne Kurse wie „English for professional purposes C2" an der AKAD University richten sich an Fortgeschrittene auf B2-Niveau oder höher. Wer unsicher ist, kann bei den meisten Fernschulen einen kostenlosen Einstufungstest machen.
LCCI (London Chamber of Commerce) ist ein praxisorientiertes Zertifikat für Wirtschaftsenglisch – Schwerpunkt: Geschäftskorrespondenz und berufliche Kommunikation. Cambridge Linguaskill Business ist breiter angelegt, genießt hohes akademisches Prestige und ist weltweit an Universitäten anerkannt. Für den deutschen Arbeitsmarkt sind beide gleich wertvoll. LCCI lässt sich direkt über ILS und Fernakademie vorbereiten, Cambridge eher über spezialisierte Cambridge-Vorbereitungskurse.
Ja. Wenn der Kurs in Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit steht, kannst du die gesamten Kursgebühren als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. Das gilt auch für Prüfungsgebühren (LCCI, Cambridge) und Fachliteratur. Die tatsächliche Erstattung hängt von deinem persönlichen Steuersatz ab.
Ein Fernkurs liefert das Fachwissen, Vokabular und die schriftliche Kompetenz. Verhandlungssicheres gesprochenes Englisch erfordert zusätzlich aktive Sprechpraxis – etwa durch Tandem-Partner, Konversationskurse oder die Anwendung im Berufsalltag. Der Fernkurs ist die Grundlage, die Sprechsicherheit entsteht durch regelmäßige Anwendung.
Nein, nicht mehr für Neuanmeldungen. Die DIHK hat die Prüfung seit März 2024 eingestellt. Die letzten regulären Prüfungen fanden im Dezember 2025 statt, Wiederholungsprüfungen sind noch bis Dezember 2027 möglich. Als Alternativen bieten sich das LCCI-Zertifikat oder ein Hochschulzertifikat an der AKAD University an. Mehr dazu: Fremdsprachenkorrespondent per Fernkurs.
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