Fernstudium & Onlinestudium: Das sind die Vorteile, das sind die Nachteile

Ein Fernstudium hat interessante Vorteile gegenüber einem Präsenzstudium, beispielsweise ist es deutlich flexibler und effizienter. Dafür hat Fernstudium bzw. Onlinestudium und rein digitaler Unterricht aber auch eine ganze Reihe an Nachteilen. Vorteile und Nachteile beleuchtet Christian in diesem Video, und geht zum Schluss noch auf das hybride bzw. berufsbegleitende Studium ein.

Im Video erwähnt:
👉 FOM Hochschule für Oekonomie & Management: privathochschulen.net/hochschulen/fom-hochschule-fuer-oekon…
👉 IUBH Internationale Hochschule: privathochschulen.net/hochschulen/iubh-internationale-hochs…
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Transkript

Schönen Tag. In diesem Video geht es um die Vor- und Nachteile von Fernstudium und Onlinestudium und generell digitalem Studium. Ich habe selber einige Semester Fernstudium hinter mir, unter anderem an der FernUni Hagen, kenne aber auch ausführlich das Präsenzstudium und will euch in diesem Video deswegen mal einen kleinen Vergleich ziehen: die ganzen Nachteile aufführen, die so ein Fernstudium hat, aber natürlich auch die Vorteile. Mein Name ist Christian, ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Video.

Nachteil 1: Man ist mehr auf sich allein gestellt

Nachteil Nummer eins ist, dass man im Fernstudium mehr auf sich allein gestellt ist. Im Präsenzstudium ist es bei mir so: Da fahre ich zur Uni, da gibt es Profs und Dozenten und Tutoren, und ich will nicht sagen, dass die einen zwingen, aber da hat man schon einen gewissen sozialen Druck, dass man da einmal hinkommt und die Veranstaltung besucht.

An meiner Uni gibt es keine Anwesenheitspflicht, zumindest nicht in den Vorlesungen, und ich glaube auch in den Seminaren nicht. Aber ein gewisser sozialer Druck, da irgendwie immer aufzutauchen, ist doch schon da. Und man möchte ja auch mitbekommen, was dann in Klausuren geprüft werden soll. Das heißt, dann ist man einfach automatisch immer dort, weil es feste Termine gibt, weil es einen gewissen sozialen Druck gibt.

Und das hat man alles im Fernstudium nicht so sehr. Das unterscheidet sich jetzt natürlich auch von Hochschule zu Hochschule – an der FernUni Hagen hat man beispielsweise feste Semesterzeiten, Wintersemester, Sommersemester, man hat feste Termine, wo man seine Einsendeaufgaben abgeben muss und so weiter. Aber das ist doch alles nicht ganz so strukturiert wie in einem Präsenzstudium, und man ist dann doch ein ganz kleines bisschen mehr auf sich allein gestellt, was das Lernen angeht, die Lernzeiten und so weiter.

Für mich ist das auf jeden Fall ein Nachteil, ich kann ein bisschen besser lernen, wenn ich diesen Druck einfach dahinter habe, dass ich Aufgaben zu einem bestimmten Termin abgeben muss. Aber viele von euch kommen damit wahrscheinlich auch gut zurecht, und dann dürfte dieser Nachteil nicht ganz so schwer ins Gewicht fallen.

Nachteil 2: weniger Soft Skills

Nachteil Nummer zwei ist, dass man im Fernstudium keine Soft Skills erwirbt beziehungsweise nicht so stark wie im Präsenzstudium. Natürlich lernt man im Fernstudium beispielsweise auch zu lernen, man beschäftigt sich damit, wie man sich noch besser selber organisieren kann, das sind ja auch alles Soft Skills. Und auch im Fernstudium kann man vielleicht eine Fremdsprache lernen oder solche Sachen.

Aber bei mir an einer Präsenzhochschule ist das doch noch viel intensiver, was die Soft Skills angeht. Ich studiere berufsbegleitend an einer staatlichen Uni, und da habe ich ein Nebenfach, und dann gibt es noch ein zweites Nebenfach an meiner Uni, das heißt Studium Fundamentale. Da hat man dann so Kurse, wo man tanzen lernen kann, keine Ahnung, wo man auch Theater spielen lernen kann oder solche Sachen, wo man lernen kann, Gedichte zu schreiben.

Das sind jetzt nicht unbedingt die absoluten Soft Skills, die man immer im Job braucht, aber die tragen doch, würde ich sagen, schon ein bisschen auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Vielleicht noch wichtiger für Leute, die direkt von der Schule kommen, gerade erst das Abi gemacht haben und noch einen höheren Bedarf, sage ich mal, an Persönlichkeitsentwicklung haben als jemand, keine Ahnung, über 30, der schon arbeiten geht. Aber ich finde, ein wichtiger Teil des Studiums ist immer auch Persönlichkeitsentwicklung, und das hat man im Fernstudium nicht ganz so stark.

Was vielleicht auch kein so großes Problem für die meisten von euch ist – aber wenn man das vorher weiß, kann man sich ein bisschen darauf einstellen und vielleicht nebenher noch andere Sachen machen, die eben Persönlichkeitsentwicklung und Soft Skills fördern.

Nachteil 3: Es ist unpersönlich

Der dritte Nachteil, der für mich relativ schwer ins Gewicht fällt, ist, dass ein Fernstudium tendenziell unpersönlich ist im Vergleich zu einem Präsenzstudium. Und mit unpersönlich meine ich: Man sieht einfach wenig Personen.

Im Onlinestudium sieht man natürlich in einer Facebook-Gruppe seine Kommilitonen oder auf dem Onlinecampus der Hochschule. Manche haben einen besseren Onlinecampus, manche haben einen Onlinecampus, wo man sich mit seinen Kommilitonen nicht ganz so gut vernetzen kann, da trifft man sich dann halt auf Facebook oder in WhatsApp-Gruppen. Aber das kann man doch nicht damit vergleichen, dass man sich vor Ort sieht und trifft und richtige Menschen aus Fleisch und Blut vor einem stehen.

Das macht wahrscheinlich – ich bin jetzt kein Forscher oder so was – im Gehirn auch ein bisschen was anderes, wenn man einfach immer Leute aus Fleisch und Blut vor sich hat und um sich hat. Da lernt man doch, glaube ich, noch mal ein ganzes Stückchen anders, als wenn wirklich alles nur digital abläuft. Und für mich ist auf jeden Fall auch dieses Persönliche im Studium wichtig, deswegen studiere ich auch berufsbegleitend an einer Präsenzhochschule – auch wenn es letztendlich ein bisschen anstrengender ist, würde ich sagen, ich lege da Wert drauf.

Aber wenn ihr denkt, dass ihr keine Wahl habt und unbedingt so ein Fernstudium machen wollt und trotzdem Wert darauf legt, dass es auch ein bisschen persönlich ist: Da gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen den einzelnen Hochschulen. Guckt einfach, wie hoch der Präsenzanteil in eurem Studiengang ist. Habt ihr einmal im Semester irgendwie Seminare? An der FernUni Hagen beispielsweise habt ihr einen relativ – ich will nicht sagen hohen Präsenzanteil, aber einen gewissen Präsenzanteil –, und der trägt dann doch schon dazu bei, dass das ganze Studium noch ein kleines bisschen persönlicher wird und dass man da auch wenigstens einen kleinen Networking-Effekt hat.

Denn diesen Networking-Effekt hat man im Fernstudium nicht so stark wie an einer Präsenzhochschule, wo man mit seinen Kommilitonen ein Studium zum Wintersemester oder Sommersemester startet und mit denen dann auch normalerweise über die ganzen sechs bis acht Semester von so einem Bachelorstudiengang oder die vier, fünf Semester von einem Masterstudiengang zu tun hat und die immer wieder sieht. Und man sieht natürlich auch die Professoren und Dozenten immer wieder. Im Fernstudium ist das Ganze nicht so persönlich.

Nachteil 4: das Ansehen bei Arbeitgebern

Als vierten Punkt, auf den ich noch ganz kurz eingehen will, habe ich mir das Ansehen Arbeitgebern gegenüber aufgeschrieben. Dazu habe ich schon mal ein ganzes Video gemacht, was Arbeitgeber und Personalverantwortliche eigentlich von Leuten halten, die ein Fernstudium gemacht haben. Kann man so sehen oder so sehen – ich sehe das sehr differenziert, also ich sehe das weder besonders positiv noch besonders negativ. Aber das ist auf jeden Fall ein Punkt, über den sollte man sich vor so einem Fernstudium Gedanken machen. Das kann doch so ein kleiner Nachteil sein, wenn man eine Fernhochschule direkt im Lebenslauf stehen hat. Aber das hängt natürlich ganz von der Firma ab, vom Unternehmen, in dem ihr arbeiten möchtet.

Auf der anderen Seite: Vielleicht habt ihr jetzt schon einen Job, und dann wird das möglicherweise auch nicht ganz so gerne gesehen, dass ihr neben eurem Job dann auch noch studiert. Vielleicht wird es auch gerne gesehen, natürlich. Aber es ist ja doch schon eine hohe Belastung, die ihr da auf euch nehmt, neben dem Job, und dann fragt sich der eine oder andere Personalverantwortliche oder Vorgesetzte von euch vielleicht doch, ob ihr dann auch in der Lage seid, in eurem Job noch voll und ganz da zu sein, wenn ihr nebenher noch so großen Stress habt. Darüber solltet ihr euch einfach vorher Gedanken machen – wie gesagt, es kann ein Nachteil sein, muss aber nicht.

Nachteil 5: die Gesundheit

Letzter Nachteil, den ich hier noch anführen möchte, ist ein vielleicht ein bisschen ungewöhnlicher Nachteil, nämlich die Gesundheit. Ein Fernstudium kann sich aus meiner Sicht – zumindest ist es bei mir so, habe ich das gemerkt in den Jahren, in denen ich Fernstudium gemacht habe – negativ auf die Gesundheit auswirken.

Zum einen durch den höheren Stress: Höherer Stress verursacht natürlich auch, zumindest wenn er chronisch ist, gewisse stressbedingte Krankheiten. Andererseits hat man als Fernstudent auch sehr viel Zeit vor dem Monitor zu verbringen. Und wir wissen ja, dass Monitorlicht nicht unbedingt das gesündeste Licht ist – ein Stichwort ist hier Blue Light Hazard. Sehr helles Monitorlicht wirkt sich schlecht auf die Augen aus. Und wenn man zu spät abends auch noch am Monitor sitzt: Das wissen wir mittlerweile auch aus Forschungen und Studien, wenn man zu spät abends noch so helles blaues Licht sieht, dann wirkt sich das auch schlecht auf unseren Schlaf aus, weil die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin unterdrückt wird. Das ist auch alles nicht so gut.

Und als Fernstudent verbringt man naturgemäß mehr Zeit am Monitor als als Präsenzstudent. Und wenn ihr dann tagsüber vielleicht schon in einem Büro arbeitet, wo ihr sowieso sehr viel Zeit am Monitor verbringt, wie das bei mir beispielsweise der Fall ist, dann ist es doch schon eine Sache, die man mit einplanen sollte: dass man im Fernstudium eben noch mehr Zeit am Monitor verbringt und sich das möglicherweise auch nicht ganz so günstig auf die eigene Gesundheit auswirkt.

Vorteil 1: Flexibilität

So, Leute, jetzt habe ich eine ganze Menge Nachteile aufgezählt, jetzt will ich auch mal zu den Vorteilen kommen. Und so ein Fernstudium hat doch schon einige Vorteile gegenüber einem Präsenzstudium.

Der größte Vorteil, der dann auch im Marketing der Hochschulen immer so genannt wird, ist die Flexibilität. Für jemanden wie mich, der hier auf dem Land lebt, wo die nächste Uni sehr weit entfernt ist, ist es vielleicht die einzige Möglichkeit, so ein Fernstudium zu machen, wenn er unbedingt noch mal studieren möchte, vielleicht an seiner Karriere arbeiten möchte oder einfach auch nur das, was er im Beruf den ganzen Tag macht, noch mal theoretisch untermauern möchte. Da bietet so ein Fernstudium doch jede Menge Flexibilität. Oder generell natürlich für Berufstätige, um sein Studium irgendwie in seinen Alltag einzubinden – das geht für viele nicht mit so einem Campusstudium.

Ich bin auch in einer, sage ich mal, privilegierten Situation, ich hatte es eben schon mal angeschnitten: Ich mache auch ein Präsenzstudium berufsbegleitend, ich kann es mir sozusagen auch zeitlich leisten, dann zur Uni zu fahren. Ich brauche ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde bis zur Uni und wieder zurück, das kostet zwar einen Haufen Zeit, aber das ist für mich auch Arbeitszeit sozusagen – ich mache dann halt Videos darüber, ich binde das Ganze auch hier in diesen YouTube-Channel ein und verdiene dann indirekt auch Geld, indem ich studiere. So gesehen. Aber die meisten von euch haben dieses Privileg nicht und müssen irgendwie zusehen, dass sie ihr Studium, wenn sie unbedingt studieren wollen, in den Beruf einbinden und dann nach Feierabend beispielsweise studieren. Und das geht letztendlich fast nur mit so einem Fernstudium. Das ist so der allergrößte Vorteil von so einem Fernstudium: die Flexibilität, die das Ganze mit sich führt.

Vorteil 2: die Kosten

Der zweite Vorteil sind die Kosten, wobei man sagen muss, dass ein Fernstudium jetzt nicht per se günstiger ist. Wenn ihr beispielsweise an der FernUni Hagen studieren möchtet, als staatliche Fernuniversität und auch als einzige staatliche Fernuniversität, dann seid ihr in einem normalen, typischen Semester bei ungefähr 300, 400 Euro, je nachdem, wie viele Module ihr da belegt. Es gibt keine richtigen Studiengebühren, es gibt nur diese Gebühren, die ihr für die belegten Module bezahlt.

Und bei mir an einer staatlichen Präsenzuni ist es so, da bin ich im Semester auch bei 300, 400 Euro. Bei mir kommen jetzt noch Langzeitstudiengebühren dazu, da bin ich sogar bei 500 Euro, das ist ein ganzes Stückchen teurer als an der FernUni Hagen. Aber normalerweise sind die Preise da ungefähr genau gleich.

Wo sich die Preise unterscheiden, ist natürlich an den privaten Hochschulen. Also so ein Fernstudium an einer privaten Hochschule wie der IUBH oder der AKAD University oder der Wilhelm Büchner Hochschule ist doch ein ganzes Stückchen günstiger als ein normales Präsenz- oder Campusstudium an einer Privathochschule. Da habt ihr dann Preisunterschiede teilweise sogar im fünfstelligen Bereich, je nach Hochschule.

Wenn ihr also privat studieren möchtet, euch aber kein reines Campusstudium leisten könnt – zeittechnisch, aber auch geldtechnisch –, dann ist vielleicht so ein Fernstudium an einer privaten Hochschule eine Möglichkeit für euch, weil es doch um einiges günstiger ist. Dann seid ihr vielleicht bei einem Preis von zehn- bis fünfzehntausend Euro für so einen normalen Bachelorstudiengang, und das ist dann doch schon um einiges günstiger als ein Campusstudium, wo ihr dann locker auch mit 20.000 Euro für das gesamte Studium und mehr dabei sein könntet.

Vorteil 3: Man lernt effizienter

Und der dritte große Vorteil aus meiner Sicht ist, dass man im Fernstudium sehr, sehr viel effizienter lernt. Man hat halt nicht diesen ganzen Kladderadatsch drumherum, sage ich mal, wie im Präsenzstudium: also zur Uni fahren, erst mal Kaffee trinken gehen, sich in die Bibliothek setzen, sich auf den Campus setzen und gucken, was da so los ist, sich mit Leuten treffen. Und dann ist irgendwann mal die Vorlesung, da muss man eine halbe Stunde warten im Vorlesungssaal, eine Viertelstunde, bis der Prof dann endlich da ist und angefangen hat und das mit der Technik irgendwie hinbekommen hat, und dann wieder zurück nach Hause. Und so vergeht ein halber Tag quasi, in dem man nicht wirklich effektiv gelernt, sondern nur dieses ganze Drumherum erlebt hat.

Und im Fernstudium ist es so: Man setzt sich einfach zu Hause an seinen Schreibtisch, holt seine Studienskripte raus, schaltet den Laptop an und fängt an mit Lernen. Und verbraucht einfach sehr viel weniger Zeit für das Lernen.

Es gibt auch nicht so eine Massenveranstaltung, die man an der Uni gerade in den ersten Semestern hat – in BWL sind das ja 200, 300 Leute in der Veranstaltung. Da lernt man einfach nicht ganz so viel, als wenn man sich einfach am Schreibtisch hinsetzt, die Unterlagen aufklappt, seine Karteikarten fertigmacht zum Lernen und dann den Stoff auswendig lernt. Das ist doch ein sehr, sehr viel effizienteres Lernen. Und ich glaube, vor allem in den Einführungsveranstaltungen der ersten Semester ist es doch, sage ich mal, effizienter, als sich diesen ganzen Stress da an der Uni zu geben.

Weniger effizient ist es dann, denke ich mal, in so wichtigen Veranstaltungen, die man in den höheren Semestern an der Uni hat, die dann auch sehr persönlich sind – so kleinere Seminare, wo man sehr persönlich lernt, wo die Lehrkräfte auch sehr individuell auf einen eingehen können, auf die Gruppe eingehen können. Das hat man dann nicht im Fernstudium. Es ist zwar zeitlich trotzdem noch effizienter, das alles mit Skripten zu lernen, aber man lernt dann halt ein bisschen weniger, ist dann wieder so ein kleiner Nachteil. Aber im Großen und Ganzen ist es, was das reine Lernen angeht, das Durchziehen von einem Studium, sich auf die Klausuren vorzubereiten, doch sehr, sehr viel effizienter als ein Präsenzstudium.

Die Mittellösung: berufsbegleitendes Studium

Das war es dann auch schon mit den Vorteilen aus meiner Sicht. Dann gibt es noch so eine Mittellösung, die will ich vielleicht ganz kurz vorstellen, nämlich so eine Mischung aus Fernstudium und Präsenzphasen. Da umgeht man ein bisschen die Nachteile von einem Fernstudium und hat so ein bisschen das Beste aus beiden Welten.

Ich habe schon angeschnitten: Ich mache ein berufsbegleitendes Präsenzstudium und ergänze das aber mit Fernstudieneinheiten, sage ich mal. Ich bin noch an der IUBH eingeschrieben, mache da einzelne Module für mein BWL-Studium, jetzt momentan zum Beispiel Buchführung und Bilanzierung – das lässt sich sehr gut im Fernstudium lernen. Und ich habe mich jetzt noch zusätzlich an der FernUni Hagen eingeschrieben für das sogenannte Akademiestudium, als Gaststudent quasi, mache da auch noch ein Modul in VWL. Das wären dann auch solche Massenvorlesungen an meiner Hochschule, und da lerne ich das Ganze doch ein bisschen effizienter zu Hause. Ich mische also ein bisschen diese beiden Studienformen.

Und das gibt es natürlich auch als Studienkonzept von Hochschulen angeboten. Einerseits von staatlichen Hochschulen, wo man auch den einen oder anderen berufsbegleitenden Studiengang findet. Dann gibt es aber die FOM, die Hochschule für Oekonomie & Management, habt ihr vielleicht schon mal gehört – ist eigentlich die größte private Hochschule momentan in Deutschland mit um die 50.000 berufsbegleitend Studierenden. Und die haben so um die 30 Studienzentren in ganz Deutschland verteilt, und wenn man da eins in der Nähe hat, kann man da ein berufsbegleitendes Studium machen, wo man an zwei oder drei Tagen in der Woche zur Vorlesung und zu Veranstaltungen geht und dann in sechs, sieben Semestern so ein Bachelorstudium durchziehen kann und eben berufsbegleitend studiert, trotz Arbeit.

Die haben ganz verschiedene Studienmodelle beziehungsweise Zeitmodelle: keine Ahnung, zweimal die Woche abends studieren oder zweimal die Woche tagsüber studieren, oder ein Blockstudium, wo man dann mal ein Semester lang richtig durchzieht. Und dann kann man da innerhalb von sieben Semestern auch BWL studieren oder Sozialwissenschaften, da gibt es wirklich alle möglichen Studiengänge.

Ein ähnliches Konzept hat auch die IUBH mit ihrem Zweig berufsbegleitendes Studium. Die IUBH ist mittlerweile die größte Fernhochschule in Deutschland mit um die 30.000 Studierenden – ich weiß jetzt nicht, wie viele das da im Fernstudium insgesamt sind, aber locker über 25.000, glaube ich. Und die haben mittlerweile auch 13 Standorte in Deutschland, wo dieses berufsbegleitende Studium angeboten wird. Da gibt es auch eine ganze Menge Studiengänge mittlerweile, BWL, Informatikstudiengänge und so, wo man berufsbegleitend studieren kann.

Die haben zwar jetzt nicht so viele Zeitmodelle wie die FOM, aber die fahren halt noch viel mehr dieses hybride Konzept, was ich gesagt hatte: Man hat an zwei Tagen Unterricht beziehungsweise Vorlesungen, und an den anderen Tagen lernt man von zu Hause aus via Fernstudium, mit all diesen, ich sage mal, raffinierten Möglichkeiten, die die IUBH so bietet. Ich hatte hier auf diesem Channel mal ein ausführliches Video gemacht, da zeige ich euch den Onlinecampus der IUBH und diese ganzen Möglichkeiten, digital zu lernen.

Und ich glaube, die sind zwar nicht so groß, was das berufsbegleitende Studium angeht, wie die FOM, aber haben glaube ich durch diese ganzen digitalen Möglichkeiten fast ein besseres Konzept, was das Ganze angeht. Aber ich habe es jetzt noch nicht getestet, ich würde es gern mal selber ausprobieren, aber leider gibt es hier in meiner Nähe noch keinen Standort – da würde ich mich wahrscheinlich sofort einschreiben und müsste nicht diesen komplizierten Weg fahren, an einer staatlichen Hochschule eingeschrieben zu sein und dann noch irgendwie über die IUBH und die FernUni Hagen ein bisschen Fernstudium zu machen.

Also wenn ich könnte, würde ich wahrscheinlich dieses berufsbegleitende Studium machen, an der IUBH oder an der FOM, um einfach diese Nachteile, die ein Fernstudium für mich hat, ein kleines bisschen auszugleichen. Und wenn ihr die Möglichkeit habt und die Nachteile für euch auch zu krass sind, dann überlegt, ob ihr vielleicht an die FOM geht oder die IUBH, oder ihr sucht euch eine staatliche Hochschule, wo so ein berufsbegleitendes Studium auch angeboten wird, mit Präsenzveranstaltungen. Und dann habt ihr so ein bisschen das Beste aus beiden Welten: sehr effizientes Lernen in den Zeiten, wo keine Vorlesungen sind, plus die Vorlesung, das Networking, das Persönliche.

Mein Fazit

So, Freunde, das waren jetzt ziemlich viele Vor- und Nachteile, ist jetzt ein bisschen lang geworden. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen, falls ihr gerade vor der Entscheidung steht, ob so ein Fernstudium was für euch ist. Überlegt es euch zwei- oder dreimal, schaut, ob ihr die Nachteile im Laufe des Studiums irgendwie ausgleichen könnt, ob ihr damit klarkommt, plant einfach schon mal vor, auch mit den Nachteilen, die da auf euch zukommen.

Und ich würde sagen, schreibt in die Kommentare, was ihr so denkt. Wenn ihr jetzt schon ein Fernstudium macht, schreibt mir mal eure Vor- und Nachteile in die Kommentare, vielleicht Sachen, die ich jetzt nicht genannt habe, die aber auf euch zutreffen. Ich wünsche euch auf jeden Fall noch einen schönen Tag, wir sehen uns in einem der nächsten Videos. Euer Wolf.

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