Ich bewerte die FernUni Hagen: Erfahrungen mit der Fernhochschule im Redaktionscheck

Die @fernuniversitaet in Hagen ist Deutschlands größte Universität und die einzige staatliche für Fernstudien. Sie genießt einen hervorragenden Ruf als akademische Einrichtung mit einem breiten Studienangebot für Berufstätige und Lebenslang-Lernende. Mit rund 70.000 eingeschriebenen Studierenden bietet sie nicht nur eine flexible Studiengestaltung, sondern auch hochwertige, wissenschaftlich fundierte Inhalte auf universitärem Niveau.

Im Video beleuchtet Christian, was Studierende über ihr Studium an der FernUni denken - auch aus eigener Erfahrung und Perspektive. Dabei soll es insbesondere um zentrale Aspekte des Fernstudiums gehen: die Flexibilität der Studiengestaltung, die Qualität der Studieninhalte und -materialien, die Betreuung durch Lehrkräfte und Tutor*innen sowie die technische Umsetzung des digitalen Lernens auf dem Online-Campus. Und was macht das Ganze mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der FernUni Hagen, das im Vergleich mit privaten Fernhochschulen besonders hervorsticht?


Inhalt:

00:00 Guten Tag
01:04 FernUni Hagen auf Fernstudi.net
03:08 Flexibilität
07:05 Studieninhalte & Skripte
12:07 Betreuung
15:35 Online-Campus & digitales Lernen
18:20 Preis-Leistungs-Verhältnis
20:16 Zusammenfassung
21:21 Schlusswort


Im Video erwähnt:

👉 Was findest du gut oder nicht so gut in deinem Fernstudium? Lass es uns (und die Hochschule) wissen: fernstudi.net/fernstudium-bewerten
👉 Alle Studiengänge der FernUni Hagen inkl. Bewertungen: fernstudi.net/fernhochschulen/fernuni-hagen
👉 Video zum Onlinecampus der FernUni Hagen: youtube.com/watch

Weiterführend:

👉 Alles zur FernUni Hagen: youtube.com/watch
👉 Mehr zu den Studienkosten an der FernUni Hagen: youtube.com/watch

Studienberatung:

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Disclaimer:

Grundsätzlich basieren unsere Videos *nicht* auf bezahlten Partnerschaften. Das heißt, dass wir uns nicht bezahlen lassen, um bestimmte Videos zu produzieren, bestimmte Studiengänge vorzustellen usw. Ausnahmen kann es natürlich geben, dann stellen wir das auch im entsprechenden Video klar. Die Auswahl unserer Themen folgt auf diesem Channel keinen journalistischen, objektiven Kriterien, sondern eher danach, was die Community interessiert. Davon abgesehen pflegen wir Partnerschaften mit Hochschulen, die in unserem Portal fernstudi.net Werbung schalten und hervorgehoben dargestellt werden. Ihr erkennt das auf der Website beispielsweise an der Markierung als „Sponsoren“. Gelegentlich verlinken wir unter den Videos mit sog. Affiliate-Links, über die wir eine kleine Provision erhalten, falls ihr etwas kauft; solche Links kennzeichnen wir immer mit einem Stern (*).

Transkript

Schönen guten Tag, liebe Freundinnen und Freunde der FernUniversität in Hagen. In diesem Video möchte ich euch eine kleine Redaktionsrezension dieser Fernuniversität liefern. Und zwar habe ich mir für euch angeschaut: Was denken Studierende eigentlich über die FernUni Hagen?

Ich habe alle möglichen öffentlichen Quellen zurate gezogen, habe auch meine eigenen Erfahrungen mit einfließen lassen und natürlich auch die ganzen Gespräche, die ich mit Studierenden über die Fernuniversität geführt habe, auch die Bewertungen beispielsweise, die wir bei uns auf der Plattform haben. Daraus haben wir eine richtig schöne Redaktionsbewertung gegossen.

Wir gucken uns an: Wie wird die FernUni Hagen in Hinsicht auf Flexibilität bewertet? Was denken Studierende zur Betreuung an der FernUni Hagen? Was denken Studierende zu den Studienmaterialien und Studieninhalten, zum Online-Campus und zum digitalen Lernen – und natürlich auch zum Preis-Leistungs-Verhältnis? All diese Aspekte gucken wir uns jetzt im Detail an, und ich würde sagen, wir legen direkt los.

Vorab: Bewertungen und wie sie zustande kommen

So, Freunde, hier haben wir die FernUni bei uns im Portal fernstudi.net. Da habt ihr wirklich alle Informationen zur Hochschule übersichtlich versammelt, auf dieser einen Seite natürlich auch zu den einzelnen Studiengängen, hier auch schon mit vielen Bewertungen, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben. Und da habe ich euch auch wirklich eine ganz umfangreiche Redaktionsbewertung veröffentlicht, die könnt ihr hier im Detail nachlesen. Ich verlinke euch das natürlich in der Beschreibung für dieses Video, und das ist jetzt auch ein bisschen die Grundlage für die Ausführungen, die ich euch im Folgenden zur FernUni liefern möchte.

Ganz wichtig: Ich finde es super, wenn ihr selber auch bewertet. Ihr könnt das hier bei unserem Portal machen, das verlinke ich euch auch in der Beschreibung – fernstudi.net/fernstudium-bewerten. Dann könnt ihr hier eure Einrichtung bewerten, zum Beispiel die FernUni Hagen, könnt euch auch ein Studienfach heraussuchen und das Ganze bewerten.

Bei uns gibt es keine, sage ich mal, Anreize für diese Bewertung, außer dass ihr anderen Studierenden damit helft und euch vielleicht auch noch einmal ein bisschen klar werdet, wie gut ihr die Hochschule eigentlich findet, an der ihr studiert. Aber wir wollen absichtlich keine Anreize geben, um das Bewertungsergebnis nicht zu sehr zu verfälschen. Das ist bei anderen Portalen durchaus üblich – da kann man irgendetwas gewinnen, dann will man da schnell irgendein iPad oder irgendeinen Kram gewinnen und rotzt da einfach, um das mal so auszudrücken, irgendeine Bewertung nieder, die gar nicht unbedingt dem entsprechen muss, was man wirklich denkt. Oder auf der anderen Seite animieren die Hochschulen selber zu diesen Bewertungen, und dann hat man doch irgendwie ein bisschen ein verzerrtes Bild, was nicht ganz so hilfreich für den einen oder die andere ist.

Damit ihr euch durch diese ganzen Bewertungen jetzt nicht durchkämpfen müsst und euch einfach schnell für eine Hochschule oder dagegen entscheiden könnt, habe ich euch das wie gesagt mal analysiert, aus allen möglichen Quellen, die es so gibt. Aus Bewertungsportalen sicherlich, aber auch aus anderen Bewertungsforen letztendlich, wie Reddit zum Beispiel – da gibt es ja auch öfter Diskussionen zu einzelnen Fernhochschulen. Das habe ich mir alles einmal genauer angeguckt. Ich würde sagen, wir gucken mal hinein, was ich so für euch erarbeitet habe.

Flexibilität

Punkt Nummer eins ist die Flexibilität. Fangen wir mal an, die Flexibilität an der FernUni Hagen ein bisschen unter die Lupe zu nehmen. Wenn man sich so die Bewertungen von Studierenden durchliest, ist das eigentlich immer ein ganz großer Pluspunkt an der FernUni Hagen. Die wird immer als besonders flexible Hochschule erachtet, und das liegt aus meiner Sicht auch ein bisschen daran, dass die Form des Fernstudiums letztendlich eine sehr flexible Studienform ist. Die Studierenden mögen in der Regel wirklich sehr, dass sie sich ihre Lernzeiten und Studienzeiten recht frei einteilen können. Das ist ein bisschen anders als an der Präsenzhochschule, da gibt es eben keine festen Vorlesungszeiten zum Beispiel. Deswegen wird diese Hochschule immer als besonders flexibel beschrieben.

Aber jetzt kommt hier das Aber, das ich noch mit in die Runde werfen möchte. Wenn man das Ganze mal mit anderen Hochschulen vergleicht, vor allem mit den privaten Hochschulen, mit den extrem flexiblen Hochschulen wie der IU Internationalen Hochschule oder auch mit der AKAD University, die besonders flexibel sind, dann ist die FernUni Hagen nicht ganz so flexibel. Da gibt es gewisse Einschränkungen.

Das geht los mit der Einschreibung. Das heißt, wenn ihr euch an der FernUni Hagen immatrikulieren wollt, könnt ihr euch immer nur zum Wintersemester und zum Sommersemester anmelden. Das geht jetzt nicht jederzeit, wie an den beiden anderen privaten Hochschulen, die ich genannt hatte. Das macht es ein ganz kleines bisschen weniger flexibel.

Dann ist es so – das wird ab und zu auch von Studierenden moniert – dass der Modulplan in einigen Studiengängen nicht immer ganz so mega flexibel ist wie an anderen Hochschulen. Das heißt, man muss immer erst irgendwelche Einführungsmodule belegen, bevor man andere Module belegen kann. Das ist aber eigentlich immer so im Studium und natürlich auch an Präsenzhochschulen, dass man erst das eine oder andere Einführungsmodul absolvieren muss, eine Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten. Das macht auch einfach didaktisch mehr Sinn, finde ich also nicht so schlimm – aber ab und zu liest man das auch mal als kleinen Kritikpunkt an der FernUni Hagen, der ein ganz kleines bisschen von der Flexibilität nimmt.

Was es weniger flexibel macht als andere private Hochschulen, ist, dass es keine richtigen Online-Klausuren in dem Sinne gibt, die man von zu Hause absolviert. Das ist zumindest nicht die Regel an der FernUni Hagen, und das macht es für einige von euch doch noch ein Stückchen weniger flexibel. Diese Prüfungen müsst ihr, soweit ich weiß, in einem Prüfungszentrum ablegen oder irgendwo vor Ort. Da gibt es dann auch Online-Klausuren in dem Sinne, aber die muss man eben an dem PC dort absolvieren. Ist jetzt nicht so flexibel wie zum Beispiel an der IU oder an der AKAD University, wo man eigentlich rund um die Uhr so eine Online-Klausur schreiben kann.

Und die Prüfungstermine gehören noch mit dazu: Die sind auch immer zum Semesterende, eigentlich wie an den meisten staatlichen Hochschulen, wo man diesen Semesterrhythmus hat. Da werden die Prüfungen natürlich auch gegen Semesterende geschrieben, da gibt es dann ein paar Termine im Jahr, aber nicht rund um die Uhr, und das macht es dann doch noch ein Stückchen weniger flexibel.

Ansonsten Pluspunkt, was die Flexibilität angeht: Es gibt natürlich keine wirklich verpflichtenden Präsenztermine, wo man irgendwo hinfahren muss. Keine Vorlesungszeiten, hatte ich ja schon gesagt. Wenn man das ein bisschen wegnimmt, was ich eben gesagt hatte, ist die Hochschule trotzdem sehr flexibel – im Vergleich jetzt zu einer staatlichen Präsenzhochschule. Man hat gewisse Abstriche gegenüber den Privathochschulen, wo man sehr viel bezahlt, aber wir gucken uns ja noch das Preis-Leistungs-Verhältnis an. Ich denke mal, die meisten von euch, die auch auf den Preis schauen, werden diese kleinen Abstriche, die es da in der Flexibilität gibt, dann doch in Kauf nehmen.

Also ich würde mal sagen, für Flexibilität geben wir der FernUni Hagen so 3,5 bis 4 von fünf Sternen. Ist nicht absolut flexibel, es gibt gewisse Einschränkungen in der Flexibilität, aber es ist trotzdem noch ein sehr flexibles Studium, das ihr da geboten bekommt.

Studieninhalte und Skripte

Schauen wir uns den nächsten Punkt für diese Bewertung an: die Studieninhalte und die Skripte. Die Inhalte – das liest man auch immer wieder, das kenne ich auch aus meiner eigenen Erfahrung – sind sehr hochwertig und auch sehr anspruchsvoll. Ihr müsst euch klar sein, dass ihr hier an einer Universität studiert, an einer staatlichen Universität. Und der fachliche und inhaltliche Anspruch, den diese Universität hat, steht dem nichts nach, den man auch an einer staatlichen Präsenzuni hat.

Dadurch, dass es eine Universität ist, sind die Inhalte – liest man ab und an – vielleicht manchmal ein bisschen trocken und theoretisch, nicht so praxisbezogen, wie man das vielleicht an einer Fachhochschule hat, wie auch an den privaten Fachhochschulen, IU oder AKAD hatte ich jetzt schon genannt, und die ganzen anderen, die es gibt, Wilhelm Büchner Hochschule zum Beispiel. Aber es ist halt eine Universität, die will jetzt nicht primär Praktiker fürs Berufsleben ausbilden, sondern erst einmal Menschen, die wirklich gut wissenschaftlich denken und arbeiten können. Im Bachelorstudium sollt ihr auf das Masterstudium gut vorbereitet sein, und im Masterstudium müsst ihr noch stärker wissenschaftlich arbeiten können und das mit eurer Masterarbeit unter Beweis stellen. Entsprechend werdet ihr im Masterstudium dann eben auch schon aufs Promovieren vorbereitet und nicht primär auf das Berufsleben. Dadurch sind die Inhalte manchmal vielleicht ein bisschen trocken, aber trotzdem wirklich sehr hochwertig. Das liest man immer wieder, das finden eigentlich die meisten Studierenden an der FernUni sehr gut.

Auch das Modulangebot, muss man sagen – das gucke ich mir ja auch immer wieder an für die ganzen Videos, die wir so machen – ist wirklich sehr breit aufgestellt, wirklich ein gutes Modulangebot in den meisten Studiengängen, auch sehr interessante, gute Vertiefungsrichtungen, in der Regel auch aktuell. Immer wieder werden auch aktuelle Themen aufgegriffen: Wer sich jetzt für das Thema KI interessiert, der findet sicherlich im Informatikstudium auch schon KI-Module oder Data Science. Ich habe jetzt nicht genau nachgeguckt, aber ich gehe mal davon aus. In der Regel hat man hier also wirklich ein sehr gutes und breit aufgestelltes Modul- und Vertiefungsangebot.

Was die Studienmaterialien an sich angeht, in denen die Studieninhalte ja letztendlich stecken: Hier hat man diese Skripte. Man lernt im Fernstudium halt immer vor allem mit den Skripten, ab und an gibt es vielleicht noch ein bisschen etwas online als digitale Inhalte. Die sind wirklich sehr textlastig, wie man das eben von solchen Skripten kennt, wie man das auch von der Uni kennt. Ich weiß nicht, wer schon mal an der Präsenzuni studiert hat – da bekommt man auch zum Semesteranfang immer wirklich solche dicken Reader mit irgendwelchen Texten, die man lesen und erarbeiten soll, auch vor irgendwelchen Seminaren. Das gibt es auch an der FernUni Hagen.

Ansonsten hat man hier diese Skripte, die sind jetzt nicht so klickibunti wie an anderen Hochschulen, weiß ich nicht, wie an der Hochschule Fresenius zum Beispiel, wo das alles wirklich auch grafisch richtig hochwertig gestaltet ist – sondern einfach so, dass man es gut durcharbeiten kann. Der Fokus liegt hier wirklich auf dem Inhalt. Und trotzdem gute Skripte. So wichtig ist es jetzt auch nicht, wie diese gestaltet sind. Ich hatte auch schon mal ein Video oder einen Artikel dazu gemacht, da gab es auch viel Diskussion drunter, weil ich gesagt habe, dass die Gestaltung manchmal vielleicht ein kleines bisschen zu wünschen übrig lässt. Aber das ist auch schon zehn Jahre her, dass ich mir das so genau angeguckt habe, da hat sich in den letzten Jahren auch vieles verbessert, denke ich mal. Und wie gesagt, das Wichtige sind hauptsächlich die Inhalte, die diese Skripte vermitteln, und die sind wirklich sehr hochwertig und anspruchsvoll.

Ansonsten liest man manchmal auch Kritik zu den Skripten, sage ich mal. Manchmal kann es vorkommen, dass die Skripte nicht ausreichen – aber das ist eigentlich immer so im Studium. Wenn ich irgendeine Vorlesung an einer Präsenzhochschule besuche, was ich auch schon sehr oft gemacht habe, und mich da auf eine Klausur vorbereite, dann reichen in der Regel die Folien, die ich zur Klausurvorbereitung bekomme, auch nicht aus. Da muss ich einfach noch lesen, lesen, lesen, mich mit Dingen beschäftigen. Das ist auch ein wichtiger integraler Bestandteil des Studiums, dass man in der Lage ist, sich eigenständig ein Thema weiter zu erarbeiten, ein Thema zu vertiefen und auch vorzubereiten.

Ein anderer Kritikpunkt, den man ab und an liest – das kommt aber auch auf den Fachbereich an – ist, dass Skripte veraltet sind. Das hat ein Fernstudium irgendwie immer so für sich, das passiert auch an den privaten Hochschulen, wo man viel Geld bezahlt, weil das eben auch sehr viel Arbeit ist, das Ganze irgendwie aktuell zu halten. Dann gibt es so Fächer und Fachbereiche, da ist die Entwicklung einfach sehr schnell, in der IT, in der Informatik beispielsweise. Bei anderen Fächern ist die Entwicklung nicht so schnell, weiß ich nicht, in den Geisteswissenschaften zum Beispiel – da veralten die Skripte auch nicht so schnell, weil da eben nicht so schnell viele neue Entwicklungen kommen. Aber das kann natürlich auch passieren, das ist etwas, was gelegentlich kritisiert wird. Und was ab und an eben auch kritisiert wird, hatte ich schon gesagt, ist, dass es nicht immer ganz so praxisnah ist – aber das darf man eben auch nicht erwarten an einer Universität. Für die Studieninhalte und auch für die Skripte schneidet die FernUni bei mir also sehr gut ab.

Betreuung

Dann die Betreuung. Ist eigentlich auch ein wichtiger Punkt im Fernstudium, das muss schon irgendwie funktionieren – aber ich finde, man darf sich auch nicht zu viel erwarten. Wenn man sich anguckt, was die Studierenden von der Betreuung der FernUni Hagen denken, dann habe ich den Eindruck, dass die meisten eigentlich ein positives Bild davon haben und auch zeichnen. Das heißt, die Betreuenden werden überwiegend als freundlich wahrgenommen. Man hat immer auch Tutorien, eigentlich auch immer irgendwie Ansprechpartner.

Das sind natürlich nicht immer die Professoren, die im Studium mit einem kommunizieren, auch an der FernUni – das ist im Prinzip an der Präsenzhochschule aber auch nicht anders. Da hat man seine Vorlesungen, die werden dann häufig von Professoren und Professorinnen gehalten, aber es ist nicht so, dass man da die ganze Zeit im Austausch ist. Natürlich hat man nach der Vorlesung vielleicht noch eine Minute Zeit, da eine Frage zu stellen, aber in der Vorlesung ist es jetzt auch nicht üblich, dass da viel diskutiert wird. Und die Seminare werden dann häufig von Tutoren und Tutorinnen oder auch von Doktoranden und Doktorandinnen gegeben. Mit denen hat man dann ein bisschen mehr zu tun als mit den Profs, und so ist es natürlich auch an der FernUni Hagen.

Ich kann euch vielleicht noch ein kleines Beispiel aus meiner eigenen Erfahrung erzählen. Ich habe ja auch vor vielen Jahren mal an der FernUni Hagen studiert, und da kann ich mich noch gut dran erinnern: Da ging es um eine Anerkennung von irgendwelchen Scheinen, die ich an meiner Hochschule vorher schon erworben hatte. Und ich weiß noch, da saß ich in der S-Bahn, und da klingelte plötzlich mein Handy, und da ging irgendein Prof aus dem Fachbereich ran – Kulturwissenschaften war das. Der hat mir wirklich ganz persönlich gesagt: „Ja, Herr Wolf, diesen Schein kann ich Ihnen für dieses und jenes Modul anerkennen, das leider nicht, da müssen Sie es inhaltlich leider noch einmal machen. Aber ich hoffe, das ist für Sie okay.“ Das war super freundlich, das wäre überhaupt nicht nötig gewesen, mir das noch einmal persönlich zu sagen, mich da anzurufen. Da kann ich mich noch gut dran erinnern, ist auch schon ein paar Jahre her. Vielleicht habt ihr auch ähnliche Erfahrungen mit der Betreuung gemacht.

Es gibt natürlich auch, sage ich mal, negative Erfahrungen beziehungsweise Studierende, die davon erzählen, dass die Betreuung auch ein bisschen unterschiedlich von Fachbereich zu Fachbereich sein kann. Aber das ist eigentlich ganz genauso an einer staatlichen Präsenzhochschule: Da geht man gerne in den einen Fachbereich, in den anderen nicht so gerne. Da sind die Lehrkräfte vielleicht ein bisschen schlechter gelaunt oder wie auch immer, haben auch mal den einen oder anderen schlechten Tag mehr als die anderen, wo alles immer schön Sonnenschein ist. Aber das ist einfach an jeder Einrichtung letztendlich so, das ist auch in der Firma so. Das ist jetzt nichts, was an der FernUni besonders stark auffällt. Wie gesagt, die Betreuung wird in der Regel als sehr freundlich und kompetent wahrgenommen, wenn man sich das ein bisschen anguckt.

Manchmal regen sich Studierende natürlich auch auf, dass es manchmal ein bisschen lange dauert bei so einer Klausur. Das kann ich auch gut verstehen: Hat man jetzt seine Klausur geschrieben, dann will man möglichst schnell seine Klausurergebnisse. Ich kenne das aber auch von Präsenz-Unis, da wartest du einfach manchmal wochenlang auf deine Ergebnisse, rennst immer wieder zum Aushang, guckst, ob es da jetzt Neuigkeiten gibt. An der FernUni Hagen ist das nichts anderes – eine riesige Universität mit, ich glaube, über 70.000 Studierenden. Da dauert es einfach, gerade in den größeren Fächern, den einführenden Fächern, muss man dann eben auch mal ein bisschen länger warten. Also für die Betreuung würde ich der FernUni Hagen auch vier von fünf Sternen geben.

Online-Campus und digitales Lernen

Dann haben wir noch den Punkt, den ich mir auch genauer angeschaut habe: den Online-Campus und überhaupt das digitale Lernen. Hier muss man sagen, dass die FernUni Hagen, was das digitale Lernen angeht, eigentlich immer ganz weit vorne mit dabei ist. Die hat auch ganz schnell das KI-Thema aufgegriffen, Richtlinien entwickelt. Ich weiß auch aus persönlichen Gesprächen, aus dem Podcast zum Beispiel, den ich mit Lehrkräften der FernUni Hagen gemacht habe, dass da wirklich ganz viel hinter den Kulissen passiert. Dass man sich damit beschäftigt, guckt: Wie kann man das nutzen, wie kann man das auch für die Lehre nutzen, was kann man Studierenden bereitstellen? Und da ist man auch ganz offen gegenüber diesen technologischen Neuigkeiten – was jetzt aber nicht unbedingt heißt, dass das alles auch so bei den Studierenden ankommt.

Als Studierender ist die erste Technologie, die ich da nutze, für mich eigentlich der Online-Campus. Und der ist – das sagen auch häufiger Studierende in ihren Bewertungen und in ihren Meinungen zur FernUni – auf den ersten Blick immer erst einmal ein bisschen unübersichtlich, der erschlägt einen vielleicht so ein bisschen. Die Grundlage ist hier Moodle, so ein Open-Source-Lernmanagementsystem, so nennt man das. Ich kenne das auch von anderen Hochschulen, die es auch nutzen – die IU nutzt es oder hat es zumindest auch genutzt, ich weiß nicht, ob es immer noch so ist. Ich finde es ein bisschen schwer zu nutzen, irgendwie ein bisschen altbacken wirkt es alles. Aber da kommt es auch darauf an, wie die Hochschule das anpasst und für sich nutzt.

Ich kenne das auch an der FernUni Hagen: alles auf den allerersten Blick immer ein bisschen unübersichtlich. Man muss sich da einfach durchklicken und ein bisschen durcharbeiten, und irgendwann, dann im zweiten Semester, hat man aber auch den Dreh raus. Da geht es dann auch, und so sagen das auch Studierende, und dann kann man das auch alles gut nutzen. Man weiß dann sozusagen, wo die Dinge sind, die ich jetzt brauche, in welches Forum ich da was hineinschreibe und so weiter und so fort.

Unübersichtlich kann es auch an privaten Hochschulen sein. Das System, das die IU länger genutzt hat, habe ich auch schon mal auf diesem Channel gezeigt, übrigens das der FernUni auch – könnt ihr euch in einem extra Video im Detail anschauen. Aber an der IU zum Beispiel fand ich es auch mal nicht ganz so übersichtlich. Das kann ganz genauso ein bisschen unübersichtlich sein, zumindest so im ersten Semester, dass man sich da erst hineinfinden muss.

Was es nicht gibt und was ein wichtiger Bestandteil des digitalen Lernens ist, sind wirklich diese Online-Klausuren, die man auch von zu Hause aus schreiben kann. Die gibt es hier nicht. Da gibt es aus meiner Sicht ein bisschen Abzug, dass das eben noch nicht möglich ist, eben auch bei der Flexibilität. Aber ansonsten hat man wirklich auch viele digitale Möglichkeiten. Einen KI-Bot gibt es in dem Sinne jetzt noch nicht – jetzt, wo ich dieses Video mache, ist mir zumindest keiner bekannt, aber vielleicht kommt das ja noch. Was den Online-Campus und das digitale Lernen angeht, würde ich mal so 3,5 Sterne geben, mit einer Tendenz zu vier, aber wir belassen es jetzt mal bei den dreieinhalb Sternen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Letzter Punkt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, und das bewerten eigentlich alle Studierenden wirklich immer als hervorragend. Da kann man eigentlich auch nur fünf Sterne geben. Ist eine super günstige Uni, ist halt auch eine staatliche Uni. Ihr zahlt relativ geringe Semesterbeiträge – also richtige Semesterbeiträge gibt es ja nicht, wisst ihr wahrscheinlich schon, sondern die sogenannten Materialbezugsgebühren. Ihr zahlt eine kleine Grundgebühr, und für so ein Bachelorstudium an der FernUni Hagen kommt ihr auf einen wirklich geringen Preis, lass es mal 1.000, 1.500 Euro sein. Und da kommt nicht mehr viel dazu: Ihr müsst wie gesagt nirgendwo physisch ständig anwesend sein, habt jetzt keine Reisekosten und so etwas, sondern zahlt eben nur diese Materialbezugsgebühren letztendlich für diese Studienskripte.

Und was ihr da geboten bekommt, ist wirklich ein super hochwertiges Studium, das dem Studium an einer staatlichen Präsenzhochschule in nichts nachsteht, auch von den Studieninhalten und der Qualität. Das bekommt ihr hier alles wirklich für einen sehr geringen Preis, auch im Masterstudium. Dafür ist das Studienangebot natürlich ein kleines bisschen kleiner: Das ist jetzt nicht so ein Angebot mit 100 Studienprogrammen wie an anderen Hochschulen, sondern da gibt es eben eine kleinere Auswahl an Studiengängen und die paar Fachbereiche, die es so gibt. Nach und nach entwickelt die Hochschule auch mal einen neuen Studiengang, aber ansonsten, wie gesagt, wirklich ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis, da regt sich eigentlich keiner drüber auf.

Und ich finde, da gehen auch die Punkte, die ich jetzt genannt hatte, die ab und an mal als Kritik genannt werden, doch eigentlich in der Regel runter. Wenn man sich anguckt, dass man für dieses Studium wirklich wenig bezahlt, dann nimmt man auch mal in Kauf, dass es eben nicht ganz so turboflexibel ist wie zum Beispiel an der IU Internationalen Hochschule oder den anderen privaten Hochschulen, und dass man jetzt eben keinen KI-Chatbot in den Online-Campus integriert hat oder zumindest noch nicht.

Fazit

So, Freunde, alles in allem wirklich eine sehr gute Hochschule. Ihr müsst einfach selber gucken, für wen sie jetzt besonders geeignet ist.

Wenn Flexibilität ein riesen Thema für euch ist, dann vielleicht nicht ganz so – dann seid ihr vielleicht an einer anderen Hochschule, wo ihr rund um die Uhr Online-Klausuren schreiben könnt, ein bisschen besser aufgehoben. Wenn Preis-Leistung für euch ein wichtiges Thema ist, ihr Sparfüchse seid, sage ich mal, dann ist das wirklich die Hochschule, wenn es ums Thema Fernstudium geht. Wenn wirklich top hochwertige und auch sehr anspruchsvolle und theoretische Studieninhalte euer Ding sind, dann ist das natürlich auch die Hochschule eurer Wahl.

Und wenn Betreuung jetzt nicht so wichtig ist – wie man sie zum Beispiel an kleinen privaten Hochschulen mit 1.000 Studierenden hat, wo man dann in einem Seminar mit 10, 15 Leuten sitzt – wenn das für euch nicht so wichtig ist, weil ihr einfach in der Lage seid, euch selber zu organisieren, euch auch mal eine Wissensfrage selber zu beantworten oder zu recherchieren, und nicht ständig diesen persönlichen Kontakt braucht, dann ist das die Hochschule eurer Wahl.

Also wie gesagt, bewertet auch gerne selber. Schreibt mir natürlich auch in die Kommentare, wie ihr das seht, ob ihr das alles ganz anders seht. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel.

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