Fernstudium in Teilzeit? Oder in Vollzeit? Zeitmodelle unter der Lupe

Soll ich mein Onlinestudium in Vollzeit, in Teilzeit I oder in Teilzeit II absolvieren? Was sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Zeitmodellen, was sind die Vorteile und die Nachteile und wie unterscheiden sich die Zeitmodelle zwischen einzelnen Hochschulen? Darauf geht Christian in diesem Video ein.

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Transkript

Schönen guten Tag, liebe Freunde. In diesem Video will ich mal ein bisschen was zu den Zeitmodellen im Fernstudium sagen. Also Vollzeitstudium, Teilzeitstudium 1, Teilzeitstudium 2, 3, 4 und 5.

An vielen privaten Hochschulen gibt es nur zwei Zeitmodelle, das Vollzeitstudium und das Teilzeitstudium. Es gibt auch einige Hochschulen, da gibt es sogar drei Zeitmodelle, Teilzeit 1 und Teilzeit 2, wie die IU beispielsweise. Und andere Hochschulen wiederum haben gar keine Zeitmodelle beziehungsweise nur das Vollzeitstudium. Ich werde mal ein bisschen Vor- und Nachteile beleuchten und euch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, nach denen man sich entscheiden kann, für was für ein Zeitmodell man sich am besten für sein Studium entscheidet. Und ja, ich lege mal los.

Was Regelstudienzeit eigentlich bedeutet

So, Freunde, hier haben wir die IU Internationale Hochschule. Habt ihr sicher schon mitbekommen, an dieser Hochschule gibt es insgesamt drei Zeitmodelle: das sogenannte Vollzeitstudium, dann das sogenannte Teilzeit-1-Studium und das sogenannte Teilzeit-2-Studium.

In der Regel gibt es an den staatlichen Hochschulen immer nur das Vollzeitstudium. Nach diesem Modus studieren dann auch die meisten Studierenden an den staatlichen Präsenzhochschulen, ist ja in der Regel auch nichts anderes notwendig. Denn im Vollzeitstudium liegt die sogenannte Regelstudienzeit bei sechs Semestern. Die Regelstudienzeit ist im Prinzip die Zeit, von der die Hochschule von euch erwartet, dass ihr in dieser Zeit euer Studium durchzieht.

Jetzt ist es aber nicht schlimm, wenn man über diese Regelstudienzeit hinauskommt, wenn man ein bisschen länger braucht als die sechs Semester für ein Bachelorstudium oder die vier Semester für ein Masterstudium. Relevant wird es dann, wenn man wirklich signifikant über diese Regelstudienzeit hinauskommt. Dann werden – ich weiß nicht, ob es an allen Hochschulen und in allen Bundesländern so ist, aber an einigen zumindest, hier in Thüringen ist es auf jeden Fall so, zumindest an der Uni Erfurt, an der ich studiere, in Jena glaube ich auch – sogenannte Langzeitstudiengebühren fällig. Aber das, glaube ich, wirklich erst, wenn man im 12., 13. Semester ist, also sechs, sieben Semester über der Regelstudienzeit.

Relevant ist die Regelstudienzeit auch für das BAföG. Man muss innerhalb der Regelstudienzeit bleiben, um wirklich seinen BAföG-Anspruch zu behalten. Wenn man darüber hinauskommt, verliert man seinen Anspruch auf das BAföG, kann dann nur versuchen, irgendwie einen Studienkredit zu bekommen, oder geht einfach arbeiten.

Nun gibt es an den staatlichen Hochschulen das Vollzeitstudium, und in der Regel auch für Leute, die wirklich richtig stark beschäftigt sind, die eine Arbeit haben, vielleicht sehr stark familiär eingebunden sind, gibt es auch an den staatlichen Hochschulen das sogenannte Teilzeitstudium. Und in diesem Teilzeitstudium wird die Regelstudienzeit einfach verdoppelt: Man hat dann nicht nur sechs Semester Zeit, sein Studium innerhalb der Regelstudienzeit durchzuziehen, sondern im Bachelorstudium zwölf Semester.

Soweit ich weiß, ist man da nicht mehr BAföG-berechtigt. Also man kann dann, wenn man Teilzeit studiert, kein BAföG mehr bekommen. Das ist auch im Fernstudium der Fall. Das heißt – und das ist das erste Wichtige, was ihr wissen solltet –, wenn ihr Teilzeit studiert, dann seid ihr nicht berechtigt, BAföG zu bekommen. Ihr solltet also, wenn ihr BAföG bekommen wollt, auch für euer Fernstudium ein Vollzeitstudium absolvieren.

Frage 1: Wie viele Module kann ich belegen?

Aber hier zurück zur IU Internationalen Hochschule, die bietet nämlich insgesamt drei Zeitmodelle. Neben der IU gibt es noch die AKAD, die auch drei Zeitmodelle bietet, die anderen bieten nur zwei. Und ich will euch jetzt mal ein paar Fragen nennen, anhand derer ihr beurteilen könnt, welches Zeitmodell das richtige für euch ist.

Frage Nummer eins, die ihr euch stellen solltet: Wie viele Module kann ich pro Semester belegen im jeweiligen Zeitmodell? Das ist nämlich nicht so, dass ihr, wenn ihr beispielsweise Teilzeit 2 studiert oder so ein Teilzeitstudium macht – und das gilt auch für die staatlichen Hochschulen –, dass ihr dann im Semester trotzdem, wenn euch das plötzlich einfällt, ach, jetzt habe ich doch ein bisschen mehr Zeit, plötzlich doch fünf Module à 30, 40 Leistungspunkte belegen könnt. Sondern hier gibt es eine Regelung.

Nämlich im Vollzeitstudium könnt ihr in der Regel tatsächlich so viele Leistungspunkte belegen beziehungsweise Module mit so vielen Leistungspunkten belegen, wie das eben dem Sechstel der Gesamtleistungspunktzahl entspricht. Klingt ein bisschen kompliziert, aber im Vollzeitstudium sind es 30 Leistungspunkte pro Semester: 6 mal 30 ergibt 180 Leistungspunkte für das gesamte Studium. Und entsprechend könnt ihr im Vollzeitstudium tatsächlich auch diese 30 Leistungspunkte belegen. Und ich glaube auch mehr – wer 40 machen will, wer richtig durchziehen will, der kann auch seine 40 Leistungspunkte machen.

Aber das geht zum Beispiel im Teilzeitstudium 1 nicht. Da könnt ihr hier an der IU zumindest nicht mehr als – hier müssten es 20 Leistungspunkte sein –, also ihr könnt nicht mehr als 20 Leistungspunkte im Semester belegen, wenn ihr euch für dieses Modell entscheidet. Das ist sehr, sehr wichtig zu wissen: also nicht einfach nur dieses Zeitmodell wählen und dann denken, ihr könnt trotzdem drauflosstudieren, sondern sehr wichtig zu wissen, dass ihr hier weniger Leistungspunkte, weniger Module im Semester belegen könnt als im Vollzeitstudium.

Und im Teilzeitstudium 2, was ja die doppelte Regelstudienzeit des Vollzeitstudiums ist, könnt ihr auch nur die Hälfte der Leistungspunkte des Vollzeitstudiums belegen. Also ihr könnt im Teilzeitstudium 2 nur 15 Leistungspunkte im Semester belegen.

Frage 2: Kann ich das Zeitmodell wechseln?

Zweite Frage, die man sich stellen sollte, ist: Kann ich das Zeitmodell im Laufe des Studiums auch wechseln? Ihr habt euch jetzt am Anfang für das Teilzeitstudium 2 entschieden, nach zwei Jahren verliert ihr euren Job oder so etwas, seid vielleicht arbeitslos, habt aber das Studium trotzdem sicher finanziert und überlegt euch: Okay, jetzt will ich aber mehr Module belegen im Semester, kann ich jetzt auch ins Vollzeitstudium zurückwechseln?

Das ist hier an der IU beispielsweise möglich, soweit ich weiß, und das müsste eigentlich auch an allen anderen Hochschulen möglich sein. Ihr verliert dann wahrscheinlich ein kleines bisschen Geld dadurch – auf die Kosten in den einzelnen Zeitmodellen kommen wir gleich noch mal zu sprechen. Aber auch diese Frage solltet ihr euch stellen: Kann ich das Zeitmodell wechseln? Beziehungsweise stellt diese Frage einfach an die Studienberatung der jeweiligen Hochschule, wenn ihr keine Informationen auf der Webseite findet.

Frage 3: Was kostet das Überziehen?

Dann eine sehr, sehr wichtige Frage, die ihr euch unbedingt stellen solltet, ist die Frage nach der Überziehung. Gerade an den privaten Hochschulen zahlt ihr ja monatliche Gebühren, und ihr solltet euch natürlich fragen: Was zahle ich, wenn ich diese Regelstudienzeit überschreite? Also wenn ich länger als 36 Monate brauche, was passiert dann, wenn ich noch zwei Semester, drei Semester dranhängen muss? Zahle ich monatliche Gebühren oder werde ich weiter betreut? Habe ich weiter Zugriff auf den Onlinecampus und so was?

Und hier sind die einzelnen privaten Hochschulen vor allem im Fernstudienbereich sehr, sehr unterschiedlich, was diese Regelungen angeht. Die sind auch immer nicht ganz so einfach ersichtlich auf diesen Seiten, auf denen die Studiengänge beworben werden. Deswegen können wir uns das gleich mal ein bisschen genauer anschauen.

Ich kann euch sagen, wie es hier an der IU ist: Hier könnt ihr in allen Zeitmodellen um jeweils zwei Semester überschreiten, ohne zusätzliche Studiengebühren zu bezahlen. Und da wird es langsam interessant, was die Infos angeht, die ich euch hier in diesem Video gebe. Wenn ihr 36 Monate braucht für diesen Studiengang beziehungsweise sechs Semester im Vollzeitstudium, dann könnt ihr tatsächlich noch mal um zwei Semester überziehen, ohne zusätzlich zu bezahlen. Ich glaube, ihr zahlt dann wirklich ab dem dritten Semester eine verringerte Monatsgebühr – ich weiß jetzt nicht, wie hoch die hier an der IU ist. Auch das sollte man an den einzelnen Hochschulen nachfragen: Wie hoch ist die Überziehungsgebühr, beziehungsweise wie viel bezahle ich dann im Monat an Betreuungsgebühren, wenn ich überzogen habe?

Wichtig zu wissen: Ihr könnt in allen diesen drei Modellen an der IU um jeweils zwei Semester überziehen, ohne extra zu bezahlen. Das heißt, in Wirklichkeit habt ihr hier eine Regelstudienzeit von acht Semestern, ihr könnt euch locker acht Semester Zeit lassen für das Geld, was ihr hier bezahlt. Oder im Fall des Teilzeitstudiums 1 könnt ihr euch sogar zehn Semester Zeit lassen – und das ist dann fast schon ein richtiges halbes Teilzeitstudium, so gesehen. Dann weiß ich gar nicht, warum sich die Leute noch für diese Teilzeitvariante entscheiden. Doch, weiß ich, nämlich aus monetären Gründen, komme ich gleich noch mal darauf zu sprechen. Aber im Prinzip könntet ihr euch hier wirklich zwölf Semester plus zwei Semester, also 14 Semester Zeit lassen. Aber wer will denn so lange studieren?

Und jetzt zum Geld

Wie das an anderen Hochschulen mit diesen Überziehungen aussieht, schauen wir uns gleich auch noch mal genauer an. Aber ich will erst mal noch auf das Geld zu sprechen kommen. Ich habe gerade gesagt: Warum entscheiden sich Leute hier für die Teilzeitvariante 2? Denn der große Unterschied zwischen den einzelnen Zeitmodellen ist ja auch die Zahlungsmodalität.

Man zahlt hier wirklich in Vollzeit ganze 348 beziehungsweise 369 Euro monatlich, und das kann sich nun mal nicht jeder leisten. Aber viele von euch beziehungsweise von uns können sich die 219 Euro leisten. Und dann denkt man erst mal so: Okay, Teilzeit 2 sieht doch gut aus, da zahle ich ein ganzes Stückchen weniger.

Aber was ich ja auch immer wieder sage in diesen Videos: Ihr sollt unbedingt darauf achten, was ihr an Gesamtstudiengebühren bezahlt. Und die sind nämlich hier in diesem Teilzeit-2-Studium im Vergleich zum Vollzeitstudium enorm höher. Ihr bezahlt insgesamt, jetzt ohne die Prüfungsgebühren, ungefähr 15.700 Euro für dieses Teilzeit-2-Studium, versus 13.200 Euro für das Vollzeitstudium. Also mal locker 2.000 Euro mehr dafür, dass eure monatliche Rate einfach nur sinkt.

Also es ist halt eine Frage – müsst ihr wissen. Wenn ihr jetzt nicht so liquide seid oder euer Nettoeinkommen nicht so hoch ist, dass ihr euch das Vollzeitstudium einfach so leisten könnt, könnt ihr natürlich das Teilzeit 2 machen. Aber wie das so ist, wenn man wenig Geld hat: Da wird alles immer gleich noch mal teurer. Das heißt, ihr könnt euch dann zwar das Studium vielleicht leisten, aber ihr zahlt insgesamt noch mal ein ganzes Stückchen mehr drauf.

Auch deswegen wichtig: Rechnet am Anfang, bevor ihr euch irgendwo an einer privaten Hochschule einschreibt, ob es sich nicht lohnt – wenn ihr nicht unbedingt in dieses Vollzeitstudium gehen könnt –, wirklich die günstigste Variante zu studieren, oder ob ihr nicht sogar das Studium in einem Schlag abbezahlen könnt. Das geht ja auch an der IU, dann kriegt ihr, glaube ich, eine Ermäßigung, weiß ich nicht, zehn Prozent oder so etwas, müsst ihr auch an den anderen Hochschulen gucken.

Wenn ihr nicht dazu in der Lage seid, überlegt euch vielleicht, einen Kredit aufzunehmen – einen Studienkredit oder einfach einen Kredit über eure Hausbank. Die Zinsen sind wirklich gerade sehr, sehr niedrig, also Kredite sind immer noch recht günstig. Ich weiß nicht, wie lange das noch so bleiben wird, aber wenn ihr für einen Kredit, sagen wir mal, vier Prozent Zinsen zahlt, vielleicht ist das sogar günstiger für euch, als diese Teilzeit-2-Variante zu wählen. Denn für so einen Kredit in der Höhe von 10.000 bis 15.000 Euro zahlt ihr dann vielleicht auch 1.500 Euro, und dann habt ihr immer noch mal 500 Euro gespart. Oder ihr bekommt das Studium sogar noch ein bisschen günstiger, weil ihr durch den Kredit die Studiengebühren mit einem Mal abbezahlen könnt und dann eben natürlich die Zinsen für den Kredit zahlt – lasst es mal 1.000, 2.000 Euro sein –, dann spart ihr wirklich enorm gegenüber dieser Teilzeit-2-Variante.

Also das hier ist aus meiner Sicht wirklich nur für Leute, die keine Möglichkeit haben, irgendwie einen zinsgünstigen Studienkredit an den Start zu bekommen, und die sich diese monatliche Belastung nicht wirklich leisten können – die gehen in das Teilzeitstudium. Aber aus Zeitgründen macht das aus meiner Sicht nicht wirklich Sinn, weil ihr euch in diesem Teilzeit-1-Studium tatsächlich zehn Semester Zeit lassen könnt.

AKAD University

Schauen wir uns mal an, wie das an anderen Hochschulen aussieht. Drei Zeitmodelle hat man beispielsweise auch an der AKAD University, hier haben wir den Bachelor in Data Science. Und wenn man hier mal in die Studiengebühren reinschaut, dann seht ihr, hier wird das Ganze Sprint-Variante genannt – die meisten werden sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für diese Variante hier entscheiden, 48 Monate. Hier steht zumindest gleich da, um wie lange man das Ganze verlängern kann.

Also ihr könnt in der Stretch-Variante, also im richtigen Teilzeitstudium, gerade mal um ein Semester verlängern, wenn ihr länger braucht – aber ich meine, wer braucht denn auch für so ein Bachelorstudium wirklich länger als 12, 13 Semester? Hier in der Standard-Variante könnt ihr um zwei Semester verlängern, wie an der IU, also hier dauert es dann auch zehn Semester insgesamt, ohne dass zusätzliche Gebühren fällig werden. Oder ihr studiert Sprint, also normales Vollzeitstudium, und dann könnt ihr tatsächlich noch mal um vier Semester verlängern.

Hier wird es wirklich interessant, finde ich. Denn so gesehen könnt ihr euch in dieser Sprint-Variante beziehungsweise im normalen Studium eigentlich sechs plus vier Semester, also zehn Semester Zeit lassen. Das ist eigentlich dasselbe wie das Teilzeitstudium 1 an der IU – ich habe ja gesagt, acht Semester plus zwei Semester überziehen. Und da seht ihr schon, dass die AKAD University gegenüber der IU noch ein Stückchen günstiger ist, rein theoretisch: Hier seid ihr bei 13.200 Euro, während ihr für das Teilzeitstudium 1 an der IU 15.300 Euro zahlt.

Natürlich haben wir hier auch wieder das Liquiditätsthema. Wenn euer Nettogehalt nicht ausreicht, um diese monatlichen Studiengebühren zu bezahlen, oder ihr habt nicht die Möglichkeit, irgendwie einen Studienkredit ranzubekommen, um die Studiengebühren mit einem Mal zu bezahlen, dann ist wahrscheinlich diese Variante für euch günstiger beziehungsweise besser, was die monatliche Belastung angeht. Aber ihr zahlt insgesamt dann noch ein ganzes Stückchen mehr drauf, nämlich ihr seht hier den Unterschied: ungefähr 1.500 Euro mehr für diese Variante.

Euro-FH

Dann haben wir hier die Euro-FH, schauen wir mal in eines der Studienmodelle rein. Hier könnt ihr euch standardmäßig in den Bachelorstudiengängen auch natürlich sechs Semester Zeit lassen oder acht Semester. Also hier werden nur zwei Studienmodelle angeboten, weil eben dieses dritte Studienmodell, das Teilzeitstudium 2, einfach auch meiner Erfahrung nach nicht so häufig nachgefragt ist.

Die Hochschule Fresenius hat auch mal die Möglichkeit geboten, ihren Studierenden sich für dieses Zeitmodell zu entscheiden, die haben das dann irgendwann rausgenommen. Da habe ich nachgefragt bei der Studienberatung, einfach weil die Nachfrage nicht so hoch war. Und entsprechend bieten andere Hochschulen auch, wie die Euro-FH hier, eben nur zwei Zeitmodelle an: einmal Vollzeitstudium, 36 Monate, oder eben acht Semester, wofür sich dann wahrscheinlich der Großteil entscheidet.

Und ihr seht, ihr könnt in diesem Vollzeitstudium um insgesamt 18 Monate beziehungsweise drei Semester verlängern oder sogar um vier Semester. Aber selbst wenn ihr euch für dieses Vollzeitstudium entscheidet, könnt ihr um drei Semester verlängern – also ihr könnt euch wirklich neun Semester lang Zeit lassen. Das ist tatsächlich fast so viel wie im Teilzeitstudium 1.

Also noch mal als Hinweis: Der große Vorteil an diesem Vollzeitstudium ist erstens, ihr könnt so viele Module belegen im Semester, wie ihr wollt, ihr habt da keine Einschränkung, jetzt nur 15 ECTS zu belegen oder so was. Und zweitens wird das Studium einfach günstiger, auch wenn die monatliche Belastung ein bisschen höher ist – aber ihr zahlt insgesamt doch ein ganzes Stückchen weniger.

Wilhelm Büchner Hochschule

Dann haben wir hier die Wilhelm Büchner Hochschule, die gehört auch zur Klett-Gruppe wie die Euro-FH. Und an der Wilhelm Büchner Hochschule gibt es tatsächlich nur ein Zeitmodell, was ich auch sehr interessant finde.

Die meisten Bachelorstudiengänge umfassen hier 210 Leistungspunkte, wie das häufig so ist in den Ingenieurwissenschaften. Und entsprechend dauern die Studiengänge sieben Semester insgesamt, also 42 Monate. Und hier steht es auch auf der Seite: Man kann die Betreuungszeit um insgesamt 21 Monate verlängern. Also ihr könnt euch auch hier wirklich 42 plus 21, also 63 Monate Zeit lassen für das Studium. 63 Monate, das sind insgesamt 10,5 Semester – also auch wirklich eigentlich ein Teilzeitstudium, was ihr hier geboten bekommt.

Hier habt ihr dann den Nachteil, sage ich mal, es gibt eben nur dieses eine Zahlungsmodell. Das heißt, ihr zahlt hier immer diese sieben Semester lang, und dann könnt ihr eben noch mal ein kleines bisschen verlängern.

SRH Mobile University

Dann haben wir hier noch eine Hochschule, bei der finde ich das auch interessant: Die hat gar keine Zeitmodelle. Hier dauert das Bachelorstudium an der SRH Mobile University sechs Fachsemester, und man kann das Ganze um die Regelstudienzeit verlängern, also ihr könnt das locker verdoppeln.

Und dafür hat diese Hochschule, die SRH – das gefällt mir auch ganz gut –, die Studiengebühren eigentlich von diesen Zeitmodellen entkoppelt. Denn hier gibt es auch, je nachdem, wie ihr wollt, ein Zahlungsmodell, das zu euch passt. Das wird hier Flex 1, Flex 2, Flex 3 genannt: Wenn ihr wollt, könnt ihr die Studiengebühren über 36 Monate zahlen oder über einen längeren Zeitraum bis zu 72 Monaten. Natürlich wird es dann auch ein ganzes Stückchen teurer, wenn ihr das Ganze über 72 Monate bezahlt.

Hier würde ich, wie gesagt, auch einfach mal rechnen, ob es dann nicht günstiger wäre, irgendwo einen Kredit aufzunehmen für zwei, drei, vier Prozent und das Ganze dann in 36 Monaten zu zahlen – oder nur in einer Rate zu bezahlen und dafür eine Ermäßigung von, weiß ich nicht, zehn Prozent zu bekommen, gibt es wahrscheinlich auch hier an der SRH Hochschule. Also hier nur ein Studienmodell, aber ihr könnt das Ganze locker noch mal um sechs Semester verlängern, ohne wirklich zusätzlich zu zahlen.

Hochschule Fresenius

So, Freunde, dann haben wir hier noch die Hochschule Fresenius. Auch hier gibt es nur zwei Studienmodelle, nämlich das Vollzeitstudium und das Teilzeitstudium in acht Semestern, also 36 Monate beziehungsweise 48 Monate. Und auch hier zahlt man eben diese monatlichen Gebühren, und die werden geringer, wenn man sich für dieses Acht-Semester-Zeitmodell entscheidet.

Hier kann man tatsächlich nur um ein Semester jeweils verlängern – in beiden Zeitmodellen kann man nur um ein Semester verlängern. Ich weiß, dass ihr für jeden Zusatzmonat über diese Regelstudienzeit hinaus hier momentan zumindest 98 Euro bezahlt an der Hochschule Fresenius. Aber die hat auch, soweit ich das erkennen kann, zumindest von den Hochschulen, die ich euch jetzt gezeigt habe, hier mit die kürzesten Verlängerungsmöglichkeiten.

Also hier ist es dann schon wirklich eine wichtige Entscheidung: Entscheide ich mich jetzt dafür oder dafür? Denn wenn ihr euch hier für das Vollzeitstudium entscheidet, dann solltet ihr das auch höchstens in sieben Semestern durchziehen, oder ihr zahlt dann natürlich noch mal drauf. Aber vielleicht motiviert das natürlich auch ein kleines bisschen, das Studium durchzuziehen.

Wie viele studieren eigentlich Teilzeit?

So, ganz zum Schluss, Freunde: Schauen wir hier noch mal in diesen Check zum Teilzeitstudium in Deutschland. Das CHE, das Centrum für Hochschulentwicklung, hat vor einem Jahr oder vor einem halben Jahr so ein Paper rausgebracht zum Thema Teilzeitstudium, und da hat man ein paar interessante Zahlen drin. Kann man sich mal ein bisschen angucken: Wie studieren die Leute eigentlich an den einzelnen Hochschulen in Teilzeit?

Da hat man einmal so eine Übersicht über die einzelnen Bundesländer, zumindest was hier für Teilzeitstudiengänge angeboten werden. Aber sehr interessant finde ich auch die Übersicht über die einzelnen Hochschulen, also den Anteil der Teilzeitstudierenden nach Trägerschaft der Hochschulen. Und dann sieht man auch sehr schön, wie sich das auf die einzelnen Hochschulen verteilt.

An der FernUni Hagen haben wir insgesamt 50.000 – zumindest 2021 war das so – 50.000 Teilzeitstudierende. Sehr, sehr interessant. Also ihr seht, der Großteil studiert hier tatsächlich ein Teilzeitstudium. Oder beispielsweise an der Hamburger Fern-Hochschule auch der Großteil im Teilzeitstudium – ich glaube, die müssten jetzt so um die 20.000 Studierende haben, oder mindestens die Hälfte zumindest.

Dann haben wir hier auch interessant die Hochschule Fresenius, 3.500. Und aus dieser Zahl kann man sich wahrscheinlich auch ein kleines bisschen erschließen, wie viele Leute eigentlich an der Hochschule Fresenius ein Fernstudium absolvieren. Das wissen wir nämlich eigentlich gar nicht, zumindest nicht offiziell. Wir wissen nur: Die Hochschule Fresenius müsste jetzt so um die 20.000 Studierende insgesamt haben. Aber die haben ja sehr, sehr viele Präsenzstudiengänge, der Fernstudienanteil macht hier wahrscheinlich den kleineren Teil aus. Aber immerhin haben die hier mindestens 3.500 Studierende. Und wenn man davon ausgeht, dass die meisten Leute an der Hochschule Fresenius Teilzeit studieren, dann wissen wir jetzt auch so ungefähr, wie viele Leute an der Hochschule Fresenius im Fernstudium eingeschrieben sind.

Dann hier die PFH, private Hochschule Göttingen, 2.900. Auch hier an der AKAD University ungefähr so die Hälfte, die in das Teilzeitstudium eingeschrieben ist. Wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, ob das Teilzeitstudium 1 an der IU beispielsweise auch wirklich ganz offiziell als Teilzeitstudium gilt – denn die IU wird ja hier auch gar nicht mit aufgeführt.

Ich verlinke euch dieses Paper mal mit in der Beschreibung von diesem Video.

So, Freunde, so viel hier zum Teilzeitstudium oder zum Vollzeitstudium. Schreibt mir einfach mal in die Kommentare, für welchen Modus, für welches Zeitmodell ihr euch entschieden habt. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel. Euer Wolf.

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