Recherchieren, schreiben, informieren – Journalismus lässt sich auch berufsbegleitend per Fernlehrgang lernen, ab 80 € pro Monat. Neben den großen Fernschulen bieten spezialisierte Journalistenschulen wie die Deutsche Journalisten-Akademie und die Freie Journalistenschule eigene Lehrgänge an.
Hier findest du alle Kurse mit Kosten, Inhalten und Anbietern im Vergleich – und erfährst, wann sich eine Weiterbildung lohnt, was Journalisten verdienen und wann ein Volontariat der bessere Weg ist.
- Alle Kurse im Überblick
- Was kostet eine Weiterbildung in Journalismus?
- Journalist, Online-Redakteur oder Fachautor – was ist der Unterschied?
- Welche Journalismus-Weiterbildung passt zu dir?
- Braucht man eine Ausbildung, um Journalist zu werden?
- Was verdienen Journalisten – und wo sind die Jobs?
- Fernlehrgang, Selbstlernen oder einfach anfangen?
- Wie läuft ein Journalismus-Fernlehrgang ab?
- Wofür qualifiziert eine Journalismus-Weiterbildung?
- Häufige Fragen zu Journalismus-Weiterbildungen
Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 10 Kurse im Fachbereich Journalismus.
Journalismus
- Freie Journalistenschule
- 12 Monate
- ab 100 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Journalismus
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 12 Monate
- ab 199 € monatlich
- 2 Kommentare & Fragen
Journalist
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 14 Monate
- ab 179 € monatlich
Nachhaltigkeitskommunikation
- Deutsche Journalisten-Akademie
- 6 Semester
- online
- ab 80 € monatlich
Journalismus
- Deutsche Journalisten-Akademie
- 12 Semester
- online
- ab 80 € monatlich
Was kostet eine Weiterbildung in Journalismus?
Journalismus-Weiterbildungen kosten zwischen 80 und 189 € pro Monat. Die Gesamtkosten liegen je nach Anbieter und Dauer zwischen 840 und 2.506 €. Die Spanne ist groß, weil die Kurse unterschiedlich tief gehen: Ein 6-monatiger Einstiegskurs kostet deutlich weniger als ein 14-monatiger Lehrgang mit Presserecht, Radio- und Fernsehjournalismus.
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Nachhaltigkeitskommunikation, Zeugnis | Deutsche Journalisten-Akademie | 6 Semester | ab 840 € insgesamt ab 80 € monatlich | |
| Radio Journalist, Zertifikat | Audiocation Audio Academy | 6 Monate | ab 1134 € insgesamt ab 149 € monatlich | |
| Journalismus, Zeugnis | Deutsche Journalisten-Akademie | 12 Semester | ab 1680 € insgesamt ab 80 € monatlich | |
| Journalist, Zertifikat | Institut für Lernsysteme | 14 Monate | ab 2048 € insgesamt ab 172 € monatlich | |
| Journalismus, Zertifikat | Freie Journalistenschule | 12 Monate | ab 2100 € insgesamt ab 100 € monatlich | |
| Online-Redakteur, Zertifikat | Institut für Lernsysteme | 14 Monate | ab 2226 € insgesamt ab 159 € monatlich | |
| Journalist, Zertifikat | Studiengemeinschaft Darmstadt | 14 Monate | ab 2268 € insgesamt ab 189 € monatlich | |
| Journalismus, Zertifikat | Laudius Akademie für Fernstudien | 12 Monate | ab 2388 € insgesamt ab 199 € monatlich | |
| Journalismus, Zertifikat | Schule des Schreibens | 14 Monate | ab 2408 € insgesamt ab 172 € monatlich | |
| Journalist, Zertifikat | Fernakademie für Erwachsenenbildung | 14 Monate | ab 2506 € insgesamt ab 179 € monatlich |
Günstige Einstiege: Dt. Journalisten-Akademie und Laudius
Die Deutsche Journalisten-Akademie (DJA) bietet zwei Kurse für 80 €/Monat an: den 12-monatigen Grundkurs „Journalismus“ (1.680 € gesamt) und den 6-monatigen Spezialkurs „Nachhaltigkeitskommunikation“ (840 €). Die DJA ist eine reine Journalistenschule – kein Gemischtladen mit Hunderten von Kursen, sondern auf journalistische Ausbildung spezialisiert. Die Laudius Akademie bietet einen Journalismus-Kurs für 89 €/Monat (1.068 € gesamt, 12 Monate) – ein solider Einstieg mit Schwerpunkt auf journalistischem Texten, Presserecht und Darstellungsformen.
ILS, FEB und SGD im Preisvergleich
Das ILS, die FEB und die SGD gehören alle zur Klett Gruppe. Ihre Journalist-Lehrgänge sind inhaltlich nahezu identisch: 14 Monate Dauer, von Recherche und Nachricht über Reportage bis Fernsehjournalismus. Der Preisunterschied ist aber spürbar: ILS kostet 172 €/Monat (2.048 €), FEB 179 €/Monat (2.506 €) und SGD 189 €/Monat (2.268 €). Am ILS gibt es außerdem den Kurs „Online-Redakteur“ (159 €/Monat, 14 Monate), der Journalismus mit Webdesign, HTML/CSS und WordPress kombiniert.
Spezialisierte Journalistenschulen
Neben den großen Fernschulen gibt es Anbieter, die sich ausschließlich auf Journalismus und Schreiben konzentrieren. Die Freie Journalistenschule (FJS) bietet einen 12-monatigen Kurs für 100 €/Monat (2.100 €) – mit einem breiteren Fokus als die meisten anderen: Neben den klassischen Darstellungsformen behandelt der Kurs auch Medienwissenschaft, Public Relations und Medienproduktion. Das unterscheidet die FJS von der DJA, die stärker auf das reine journalistische Handwerk fokussiert ist. Die Schule des Schreibens bietet einen 14-monatigen Kurs für 172 €/Monat (2.408 €). Und die Audiocation Audio Academy hat mit „Radio Journalist“ (6 Monate, 149 €/Monat) den einzigen Kurs mit Fokus auf Hörfunk-Journalismus.
Journalist, Online-Redakteur oder Fachautor – was ist der Unterschied?
Unter den Medien-Weiterbildungen gibt es mehrere verwandte Berufsbilder, die sich in Schwerpunkt und Zielgruppe deutlich unterscheiden. Wer den falschen Kurs bucht, lernt möglicherweise nicht das, was er eigentlich wollte.
| Berufsfeld | Schwerpunkt | Passende Kurse |
|---|---|---|
| Journalismus | Recherche, journalistische Darstellungsformen (Nachricht, Reportage, Interview, Kommentar), Presserecht, Print/Radio/TV | Journalist (ILS, FEB, SGD), Journalismus (Laudius, DJA, Freie Journalistenschule, Schule des Schreibens), Radio Journalist (Audiocation) |
| Online-Redaktion | Online-Texten + Webdesign + HTML/CSS + WordPress/Typo3 + SEO + Blogs – Hybrid aus Journalismus und Webtechnik | Online-Redakteur (ILS) – weitere Kurse in der Kategorie Online-Redakteur |
| Nachhaltigkeitskommunikation | Nische: Journalismus + PR + Nachhaltigkeitsthemen – für Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und NGOs | Nachhaltigkeitskommunikation (DJA) |
Abgrenzung zum Autor: Journalismus und kreatives Schreiben sind verwandte, aber unterschiedliche Disziplinen. Im Journalismus geht es um Fakten, Aktualität und journalistische Darstellungsformen – du recherchierst, prüfst Quellen und berichtest. Beim kreativen Schreiben geht es um Belletristik, Drehbuch, Lyrik oder Kinderbuch – du erzählst Geschichten. Manche Kurse (etwa „Kreatives Schreiben“ am ILS) streifen beide Welten, aber der Kern ist jeweils ein anderer.
Welche Journalismus-Weiterbildung passt zu dir?
Die Wahl des richtigen Kurses hängt davon ab, wohin du beruflich willst und wie viel Zeit und Budget du mitbringst. Die folgende Übersicht zeigt für typische Ziele den passenden Kurs.
| Dein Ziel | Empfohlener Kurs | Anbieter | Dauer | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg Printjournalismus – journalistisches Handwerk von Grund auf | Journalismus | Dt. Journalisten-Akademie | 12 Mon. | 1.680 € |
| Günstiger Einstieg – Grundlagen mit wenig Budget | Journalismus | Laudius | 12 Mon. | 1.068 € |
| Umfassende Ausbildung – Print, Radio, TV, Foto, Presserecht | Journalist | ILS oder FEB | 14 Mon. | ab 2.048 € |
| Radiojournalismus – Schreiben fürs Radio, Beiträge, Stimme | Radio Journalist | Audiocation | 6 Mon. | ca. 894 € |
| Online-Redaktion – Journalismus + Webdesign + WordPress + SEO | Online-Redakteur | ILS | 14 Mon. | 2.226 € |
| PR und Nachhaltigkeit – Kommunikation für Unternehmen und NGOs | Nachhaltigkeitskommunikation | Dt. Journalisten-Akademie | 6 Mon. | 840 € |
Gut zu wissen: Kein Kurs in dieser Kategorie behandelt gezielt Social-Media-Journalismus oder Datenjournalismus. Wer speziell für soziale Netzwerke schreiben will oder mit Datenvisualisierung arbeiten möchte, findet auf Plattformen wie Udemy oder in spezialisierten Online-Workshops mehr. Die Fernlehrgänge vermitteln das klassische journalistische Handwerk – von der Nachricht über die Reportage bis zum Kommentar.
Braucht man eine Ausbildung, um Journalist zu werden?
Nein – und das ist der Elephant in the Room bei jeder Journalismus-Weiterbildung. Journalist ist kein geschützter Beruf. Jeder darf sich so nennen, jeder darf journalistisch arbeiten. Es gibt keine Zugangsbeschränkung, keine Pflichtausbildung, keinen Meisterbrief. Das unterscheidet Journalismus grundlegend von Berufen wie Ärztin, Anwältin oder Handwerksmeister.
In der Praxis gibt es drei klassische Wege in den Journalismus:
- Volontariat: Der üblichste Weg in Redaktionen – 18–24 Monate bezahlte Praxisausbildung bei einer Zeitung, einem Sender oder einer Online-Redaktion. Voraussetzung ist in der Regel ein abgeschlossenes Studium (Fachrichtung oft egal) plus Praktika und Arbeitsproben.
- Journalistenschule: Renommierte Schulen wie die Henri-Nannen-Schule oder die Deutsche Journalistenschule (DJS) bilden in 1–2 Jahren aus. Sehr kompetitiv, wenige Plätze, hoher Praxisanteil.
- Journalistik-Studium: Bachelor oder Master an einer Hochschule – vermittelt Theorie und Praxis, oft mit integrierten Praktika.
Wo passt der Fernlehrgang rein? Ein Fernlehrgang ersetzt keinen dieser Wege, aber er ergänzt sie sinnvoll. Konkret lohnt er sich für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger, die journalistisches Handwerk lernen möchten, bevor sie sich für Volontariate bewerben oder frei arbeiten. Für Berufstätige in PR oder Marketing, die journalistische Techniken als Zusatzqualifikation brauchen. Und für alle, die ein Portfolio an Arbeitsproben aufbauen möchten – dazu gleich mehr.
Was ein Fernlehrgang nicht bieten kann: Redaktionsalltag, Zeitdruck, Teamarbeit, den direkten Kontakt zu Quellen und Protagonisten. Und: Die Einsendeaufgaben sind Übungstexte, keine veröffentlichten Artikel. Redaktionen wollen aber publizierte Clips sehen. Deshalb der wichtigste Tipp: Parallel zum Fernlehrgang frei mitarbeiten. Schreib für eine Lokalzeitung, ein Stadtteilmagazin, einen Fachblog oder ein Online-Portal – oft reicht eine formlose Anfrage. So sammelst du echte Clips, die du später vorzeigen kannst.
Was verdienen Journalisten – und wo sind die Jobs?
Bevor du in eine Weiterbildung investierst, solltest du wissen, was dich auf dem Arbeitsmarkt erwartet. Die Medienbranche hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert: Redaktionen schrumpfen, Stellen werden zusammengelegt, Honorare für Freie stagnieren.
Freie Journalisten verdienen je nach Medium und Auftraggeber sehr unterschiedlich. Typische Honorare für Print liegen bei 40–80 Cent pro Zeile, für Online-Texte bei 50–250 € pro Artikel. Wer ausschließlich für Tageszeitungen oder kleine Online-Portale schreibt, kann davon allein oft nicht leben. Spezialisierung auf ein Fachgebiet (Medizin, Technik, Finanzen, Nachhaltigkeit) erhöht die Honorare deutlich.
Festangestellte Redakteure verdienen nach Tarifvertrag je nach Berufsjahr und Medium zwischen 3.100 und 5.500 € brutto/Monat. Diese Stellen sind aber rar – die meisten Redaktionen bauen eher ab als auf.
Der realistische Karriereweg: Journalistisches Handwerk ist heute in vielen Berufen gefragt – nicht nur in Redaktionen. PR, Unternehmenskommunikation und Content Marketing zahlen oft besser als klassischer Journalismus und bieten mehr Stellen. Pressesprecher, Content Manager oder Kommunikationsberater nutzen exakt die Techniken, die ein Journalismus-Fernlehrgang vermittelt: Recherche, präzises Schreiben, Darstellungsformen, Medienverständnis. Wer die Weiterbildung mit Blick auf PR oder Content-Arbeit macht, trifft eine pragmatische und realistische Entscheidung.
Fernlehrgang, Selbstlernen oder einfach anfangen?
Journalismus ist eines der Felder, in denen man auch ohne formale Ausbildung einsteigen kann – theoretisch reichen ein Computer und die Fähigkeit zu schreiben. Bevor du 840 bis 2.500 € investierst, lohnt sich die ehrliche Frage: Brauchst du wirklich einen Fernlehrgang?
Kostenlose Alternativen: Auf YouTube und in Podcasts erläutern erfahrene Journalisten ihr Handwerk. Es gibt kostenlose MOOCs (z. B. von der TU Dortmund oder auf Coursera) und Schreibratgeber wie „Deutsch für Profis“ von Wolf Schneider. Wer dazu parallel einen eigenen Blog startet oder auf Substack, Medium oder einem Lokalblog veröffentlicht, lernt Journalismus durchs Machen – kostenlos.
Wann reicht Selbstlernen? Wenn du bereits gut schreiben kannst und vor allem Praxis brauchst. Starte einen Blog, bewirb dich als freie Mitarbeiterin bei einer Lokalzeitung, schreib für ein Fachportal. In der Journalismusbranche zählen veröffentlichte Texte mehr als Zertifikate.
Wann lohnt sich ein Fernlehrgang? Wenn du das journalistische Handwerk systematisch von Grund auf lernen willst – Darstellungsformen, Recherchetechniken, Presserecht, Interviewführung. Wenn du individuelles Feedback auf deine Texte brauchst, das dir YouTube nicht geben kann. Und wenn du ein Zertifikat willst, das gegenüber Arbeitgebern oder Auftraggebern deine Kompetenz belegt – gerade in PR und Unternehmenskommunikation wird das geschätzt.
Wie läuft ein Journalismus-Fernlehrgang ab?
Ein Fernlehrgang in Journalismus kombiniert Theorie und Schreibpraxis in einem festen Lehrplan. Du erhältst regelmäßig Studienhefte, die jeweils ein Thema oder eine Darstellungsform behandeln – etwa Nachricht und Bericht, Reportage, Interview oder Kommentar.
Lerninhalte
Der inhaltliche Kern ist bei den meisten Anbietern ähnlich: Recherche (Quellenbewertung, Informantenschutz, Faktencheck), journalistische Darstellungsformen (Nachricht, Bericht, Reportage, Feature, Interview, Porträt, Kommentar, Glosse, Rezension), Presserecht und Ethik (Persönlichkeitsrechte, Gegendarstellung, Pressekodex, Urheberrecht) sowie Grundlagen des Mediensystems. Die umfassenderen Kurse (ILS, FEB, SGD, Schule des Schreibens) behandeln zusätzlich Bildjournalismus, Fernsehjournalismus und Lokaljournalismus.
Der Online-Redakteur-Kurs am ILS ist ein Sonderfall: Neben journalistischen Grundlagen lernst du dort HTML, CSS, Screendesign, WordPress, Suchmaschinenmarketing und Podcasting – eine Kombination aus Journalismus und Webtechnik, die auf Online-Redaktionen zugeschnitten ist.
Betreuung und Abschluss
Einsendeaufgaben bestehen bei Journalismus-Lehrgängen aus eigenen Texten: Du schreibst eine Nachricht, führst ein Interview, verfasst eine Reportage oder formulierst einen Kommentar zu einem vorgegebenen Thema. Fachlehrende beurteilen Recherche, Aufbau, Sprache und journalistische Sorgfalt individuell. Dieses Feedback auf eigene Texte ist der größte Vorteil gegenüber Selbstlernen.
Nach Abschluss aller Aufgaben erhältst du ein Zertifikat der jeweiligen Fernschule. Alle Kurse sind von der ZFU (Zentralstelle für Fernunterricht) zugelassen. Bei ILS, FEB und SGD kannst du den Kurs 4 Wochen kostenlos testen.
Wofür qualifiziert eine Journalismus-Weiterbildung?
Eine Journalismus-Weiterbildung vermittelt das handwerkliche Rüstzeug für journalistische und redaktionelle Arbeit. Je nach Kurs und eigenem Engagement qualifizierst du dich für unterschiedliche Einsatzbereiche.
Realistische Möglichkeiten nach einer Weiterbildung:
- Freie Mitarbeit: Texte für Lokalzeitungen, Online-Magazine, Fachmedien oder Nachrichtenportale schreiben
- PR und Öffentlichkeitsarbeit: Pressemitteilungen, Unternehmensblogs und interne Kommunikation professionell gestalten – häufig besser bezahlt als klassischer Journalismus
- Content Marketing: Redaktionelle Inhalte für Unternehmen, Agenturen oder eigene Projekte erstellen
- Bloggen und Online-Medien: Eigene Online-Publikationen journalistisch fundiert aufbauen
- Vorbereitung auf ein Volontariat: Arbeitsproben sammeln und journalistisches Grundwissen aufbauen – parallel zum Kurs unbedingt auch veröffentlichte Clips sammeln
Für eine Festanstellung in einer Redaktion reicht eine Weiterbildung allein in der Regel nicht aus – der übliche Weg führt über ein Volontariat. Die Weiterbildung kann aber eine sinnvolle Vorbereitung sein, gerade für Quereinsteiger ohne journalistische Vorerfahrung.
Wer sich über verwandte Weiterbildungen informieren möchte: Unter Autor findest du Kurse für kreatives und literarisches Schreiben, unter Online-Redakteur weitere Kurse für redaktionelle Webarbeit und unter Videoproduktion Lehrgänge für Bewegtbild.
Häufige Fragen zu Journalismus-Weiterbildungen
Ja. Journalist ist kein geschützter Beruf – es gibt keine formale Zugangsvoraussetzung. Alle Fernlehrgänge in dieser Kategorie setzen keine Vorkenntnisse voraus. Ob du damit eine Festanstellung in einer Redaktion bekommst, hängt von weiteren Faktoren ab: Praxiserfahrung, veröffentlichte Arbeitsproben und – für viele Stellen – ein Volontariat.
Im Sprachgebrauch werden die Begriffe oft synonym verwendet. Streng genommen ist ein Journalist jemand, der journalistisch arbeitet – ob fest angestellt oder frei. Ein Redakteur ist ein fest angestellter Journalist in einer Redaktion, der zusätzlich redaktionelle Aufgaben übernimmt: Themen planen, Texte redigieren, Seiten oder Sendungen zusammenstellen. In den Fernlehrgängen lernst du das journalistische Handwerk – die Rolle „Redakteur“ ergibt sich aus der späteren Anstellung.
Alle drei Fernschulen gehören zur Klett Gruppe. Die Journalist-Lehrgänge sind inhaltlich nahezu identisch (14 Monate, Recherche bis Fernsehjournalismus). Der Unterschied liegt im Preis: ILS 172 €/Monat (2.048 €), FEB 179 €/Monat (2.506 €), SGD 189 €/Monat (2.268 €). Das ILS ist in dieser Kategorie am günstigsten und bietet zusätzlich den Online-Redakteur-Kurs an.
Die Deutsche Journalisten-Akademie (DJA) fokussiert sich auf das reine journalistische Handwerk: Darstellungsformen, Recherche, Presserecht. Sie bietet außerdem den Spezialkurs Nachhaltigkeitskommunikation an. Die Freie Journalistenschule (FJS) hat ein breiteres Curriculum, das auch Medienwissenschaft, Public Relations und Medienproduktion umfasst – geeignet, wenn du dich nicht nur auf Journalismus, sondern auch auf Kommunikation und PR vorbereiten willst.
Nein – kein Fernlehrgang in dieser Kategorie behandelt Social-Media-Journalismus, Datenjournalismus oder plattformspezifisches Schreiben gezielt. Die Kurse vermitteln klassisches journalistisches Handwerk. Für Social-Media-Journalismus sind spezialisierte Online-Workshops oder Udemy-Kurse derzeit die bessere Anlaufstelle.
Die Einsendeaufgaben im Fernlehrgang sind Übungstexte – sie sind gut fürs Lernen, aber keine veröffentlichten Artikel. Redaktionen und Arbeitgeber wollen publizierte Clips sehen. Deshalb: Parallel zum Kurs bei einer Lokalzeitung, einem Fachportal oder einem Online-Magazin als freie Mitarbeiterin oder freier Mitarbeiter anfragen. Auch ein eigener Blog oder Beiträge auf Substack/Medium zählen als Arbeitsproben, wenn sie journalistischen Standards genügen.



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