Fernstudium direkt nach Abitur? Deshalb rate ich ab + Alternativen zum Onlinestudium

Fernstudium & Onlinestudium sind derzeit so im Trend, dass viele Abiturienten überlegen, direkt nach dem Abi ein Fernstudium zu starten, statt ein normales Präsenzstudium. Warum das nicht unbedingt für jeden Abiturienten ratsam ist, darum geht es in diesem Video. Christian geht vor allem auf die Nachteile von digitalem Studium ein und nennt euch 2 Alternativen zum Onlinestudium.

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Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
00:27 Vorteile eines Fernstudiums
03:17 Nachteile eines Fernstudiums
07:28 Hybrides Studium als Alternative
12:59 Duales (Fern-)Studium als Alternative

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Transkript

Schönen guten Tag. Ihr kommt frisch von der Schule, habt euer Abitur oder Fachabitur gemacht, und jetzt überlegt ihr, ein Fernstudium oder ein Onlinestudium zu starten. Ich persönlich halte nicht so viel davon, direkt nach der Schule so ein Onlinestudium zu machen. Warum und wieso und weshalb und was dafür Ausnahmen geben kann, darauf will ich mal in diesem Video eingehen. Und ich wünsche euch viel Spaß damit.

Die Vorteile

Also ihr kommt jetzt von der Schule, habt das Abi in der Tasche und habt gehört: Fernstudium ist momentan voll der Trend, warum jetzt nicht so ein Fernstudium machen? Die Vorteile von so einem Fernstudium liegen eigentlich auf der Hand.

Ein ganz großer Vorteil ist beispielsweise, dass man so ein Fernstudium berufsbegleitend absolvieren kann. Klassischerweise sind Fernstudiengänge ja auch so entstanden, eben dass man neben seinem Beruf noch mal studieren kann. Besonders interessant für Leute, die eben schon ein kleines bisschen älter sind, so mittleren Alters so wie ich vielleicht, die ihren Beruf nicht aufgeben wollen und dann trotzdem neben dem Beruf sich irgendwie weiterbilden wollen, vielleicht noch mal so einen Studienabschluss machen wollen oder auf einem bestehenden Studienabschluss noch mal aufsetzen wollen. Jetzt ist es nur so: Wenn ihr direkt von der Schule kommt, vom Abi, dann seid ihr nicht berufstätig, ist das jetzt für euch in dem Sinne eigentlich hinfällig.

Ein anderer sehr großer Vorteil, der für die meisten von euch wahrscheinlich relevant ist: dass man eben von zu Hause aus studieren kann. Also man muss nicht irgendwohin gehen, nicht irgendwohin fahren, hat keinen Stress, irgendwie da zur Uni zu kommen, und kann dann eben schön von zu Hause aus studieren. Ist vor allem dann vorteilhaft, wenn die nächste Fachhochschule oder Uni von euch aus gesehen sehr weit weg ist, wenn ihr irgendwie so wie ich hier mitten auf dem Dorf lebt und eine lange Anfahrtszeit zur nächsten Hochschule hättet. Dann kann es natürlich ein Vorteil sein, so ein Fernstudium zu machen. Ist, denke ich mal, auch einer der wenigen Ausnahmefälle, wo ich es ganz sinnvoll finde, auch nach dem Abi vielleicht ein Fernstudium zu machen: wenn ihr da irgendwo mitten in der Pampa lebt und nicht wegziehen wollt, dann kann es von Vorteil sein, dass ihr von zu Hause aus studieren könnt.

Ansonsten für viele von euch ist vielleicht auch ein Vorteil: Ihr steht halt früh auf und könnt euch direkt an den Schreibtisch hocken und loslernen. Aber ich sage euch, das wird auf die Dauer doch schon recht anstrengend, wenn man am Tag nicht sehr viel mehr zu tun hat, als einfach nur aufzustehen, sich an den Schreibtisch zu hängen und da nicht viel zu erleben. Deswegen ist der Vorteil aus meiner Sicht auch kein sonderlich großer Vorteil.

Der dritte Vorteil, den ich nennen möchte, ist, dass sich so ein Fernstudium sehr schnell durchziehen lässt. Gerade wenn ihr jetzt so frisch von der Schule kommt, das Abi gemacht habt und letztendlich eigentlich nicht viel zu tun habt, nicht so richtig wisst, was ihr mit eurem Leben, mit eurem Alltag anfangen sollt, dann kann das natürlich vorteilhaft sein, so ein Fernstudium zu machen, weil ihr da einfach viel effizienter studieren könnt, als wenn ihr irgendwo an die Uni müsst und dann trefft ihr euch da noch erst mit Leuten und müsst erst noch hinfahren oder wieder zurückfahren, hängt da in der Mensa ab und was weiß ich – das kostet alles einen Haufen Zeit. Bei so einem Fernstudium fällt dieser ganze Kram weg, diese ganzen Ablenkungen fallen weg, sondern ihr sitzt da einfach nur fokussiert und konzentriert. Und ich denke mal, deswegen kann man so ein Fernstudium auch sehr viel effizienter durchziehen als ein normales Studium. Dass das Ganze auch ein bisschen nachteilhaft sein kann, dazu sage ich gleich was, wenn ich auf die Nachteile eingehe.

Nachteil 1: Wenig Kontakt zu Kommilitonen

Nachteil Nummer eins ist aus meiner Sicht ein ganz, ganz großer Nachteil, nämlich dass man im Fernstudium keine oder wenig Kontakte zu Kommilitonen hat. Warum ist das wichtig? Ich finde es wichtig, sich einfach zum Lernen irgendwie auszutauschen mit anderen. Also ihr kennt das ja aus der Schule, da war das ja auch nicht anders, da seid ihr halt in so einem Klassenkollektiv, sage ich mal, habt ihr eure Mitschüler, eure Freunde, mit denen ihr da gemeinsam lernt, euch austauschen könnt, von denen ihr, keine Ahnung, eure Hausaufgaben abschreiben konntet oder so was. Das fällt alles so ein bisschen weg im Fernstudium. Ihr habt halt hier und da mal so ein paar digitale, virtuelle Kontakte, aber keine so richtigen Kontakte.

Warum ist es wichtig? Ich finde, es ist ein wichtiger Faktor für die Persönlichkeitsentwicklung, dass man sich eben auch mit anderen Leuten austauscht, und das hat man eben nicht so sehr in einem Fernstudium. Normalerweise ist das auch kein Problem, wenn ihr, sage ich mal, in meinem Alter seid und berufstätig seid und ein normales Sozialleben habt und vielleicht auch über euren Beruf normal viele Sozialkontakte habt, vielleicht auch schon mal ein Studium gemacht habt, ihr ein ganz normales Sozialleben hattet. Aber wenn ihr jetzt direkt von der Schule kommt und dann wirklich über drei, vier Jahre vielleicht so wenig Kontakt habt – weiß ich nicht, ob das so gut ist für die Persönlichkeitsentwicklung.

Aber ich glaube, die Studierenden, die ein normales Präsenzstudium machen oder ein hybrides Studium, die sind euch dann auf jeden Fall als Absolventen um einiges voraus. Und ich denke mal, Arbeitgeber werden das dann auch merken, ob ihr in eurem Studium keine Kontakte groß hattet zu anderen Leuten, die mit euch studiert haben, oder ob ihr halt so ein ganz normales Studenten- und Lernleben auch hattet, wie das eben an Präsenzhochschulen der Fall ist.

Nachteil 2: Bildschirmzeit

Zweiter Nachteil von so einem Fernstudium – der wird den meisten von euch wahrscheinlich egal sein –: dass man im Fernstudium sehr viel Bildschirmzeit verbringt. Ihr wisst vielleicht auch, dass Bildschirmzeit nicht unbedingt die gesündeste Zeit ist, die man in seinem Leben verbringt. Also hängt ihr sicherlich auch, so wie ich, sehr, sehr viel am Handy rum. Ich hänge auch berufsbedingt sehr viel am Rechner rum, sehr viele Stunden am Tag, und wenn dann noch so ein Fernstudium dazukommt, dann hat man doch noch sehr viele Stunden am Tag, die man da irgendwie am Rechner hängt.

Ich meine, man lernt halt im Fernstudium auch viel mit Skripten, aber man lernt heutzutage im Fernstudium auch mehr und mehr digital, am iPad, am Monitor und so weiter, über so virtuelle Vorlesungen, Veranstaltungen, und das zählt dann alles in die Bildschirmzeit mit rein. Und ist aus meiner Sicht jetzt auch nicht unbedingt gut für die geistige Entwicklung, für die Persönlichkeitsentwicklung. Den meisten von euch wird das wahrscheinlich egal sein, weil ihr sowieso total technikaffin seid, vielleicht wollt ihr deswegen auch ein Fernstudium machen. Aber beschäftigt euch mal so ein kleines bisschen damit, wie gesund oder ungesund es eigentlich ist, wenn wir sehr viel und immer mehr Zeit am Bildschirm verbringen.

Nachteil 3: Anerkennung durch Arbeitgeber

Dritter Nachteil, den ich nennen möchte, ist die Anerkennung durch Arbeitgeber. Also ich habe schon mal ein Video auf diesem Channel gemacht, wie Arbeitgeber wohl so ein Fernstudium sehen oder sehen könnten versus ein Präsenzstudium. Normalerweise kann man jetzt nicht pauschal sagen, dass ein Fernstudium weniger wert ist als ein normales Präsenzstudium, das hängt dann eben auch von dem Absolventen ab.

Also ich als jemand, der überlegt hat, jemanden einzustellen: Wenn ich jemanden einstellen würde, der, sage ich mal, so ungefähr in meinem Alter ist, also vielleicht so Mitte dreißig oder Ende dreißig ist, und von dem ich weiß, der hat schon eine ganze Weile Berufsleben hinter sich und der macht dann vielleicht in den Jahren beziehungsweise nach einer gewissen Berufserfahrung eben noch mal so ein Fernstudium – da habe ich überhaupt kein Problem, den einzustellen. Da weiß ich: Der ist sehr motiviert, der hat Bock, sich auch neben seinem Beruf weiterzubilden und so.

Aber wenn ich jetzt überlege, einen Absolventen einzustellen, der gerade direkt nach dem Abi sein Studium gemacht hat, und ich hätte die Auswahl zwischen jemandem, der ein Präsenzstudium gemacht hat, und jemandem, der ein Fernstudium gemacht hat – also ein Jugendlicher eigentlich noch –, da würde ich wahrscheinlich den Präsenzstudierenden nehmen. Das kommt natürlich auch ein bisschen auf die Persönlichkeit an und auf die Skills und so weiter, ich will das nicht ganz so pauschal sagen, aber das ist auf jeden Fall ein Thema, über das ihr auch mal nachdenken solltet, wenn ihr jetzt wirklich ernsthaft überlegt, direkt nach dem Abi so ein Fernstudium zu machen.

Alternative 1: Das hybride Studium

So, ich nenne euch mal noch zwei Alternativen zum Fernstudium, bei denen ein kleines bisschen das Beste aus beiden Welten vereint wird, nämlich dem digitalen Studium beziehungsweise Onlinestudium und dem normalen Präsenzstudium. Und Alternative Nummer eins ist das sogenannte hybride Studium. Also „hybrid“ ist so ein bisschen ein Modewort mittlerweile.

Aber ihr habt ja bestimmt mitbekommen, dass an den normalen staatlichen Hochschulen eigentlich momentan und auch an den meisten privaten Hochschulen so gut wie kein Präsenzbetrieb stattfindet. Da werden halt virtuelle Veranstaltungen angeboten. Die sind an den staatlichen Hochschulen von der Qualität – ich will das jetzt nicht pauschal alles über einen Kamm scheren, aber aus meiner Erfahrung heraus ist es so –, die sind von der Qualität her jetzt nicht so hochwertig, die Onlineveranstaltungen, weil die Lehrkräfte dort eben noch nicht so viel Erfahrung damit haben in der Regel, Onlineveranstaltungen anzubieten, durchzuführen, Videos aufzunehmen, den Ton korrekt zu machen, Präsentationen online durchzuführen oder auch Meetings und so was oder auch Onlineseminare durchzuführen.

Aber der Trend geht auf jeden Fall dahin, dass es in den nächsten Jahren wahrscheinlich so sein wird, dass diese ganzen virtuellen Komponenten auch an den staatlichen Hochschulen erhalten bleiben und zusätzlich ganz normale Präsenzveranstaltungen auch angeboten werden. Was ich auch ganz gut finde. Weil – wenn ihr nie studiert habt: Gerade in den ersten Semestern werdet ihr im Studium auch an einer staatlichen Hochschule lauter Veranstaltungen, sage ich mal, absolvieren, die eigentlich eine Zeitverschwendung sind, die man schneller absolvieren könnte, wenn man sich einfach zu Hause an den Schreibtisch setzt und die Materialien schnell durcharbeitet.

Also Beispiel: So eine Veranstaltung Einführung in die BWL oder Einführung in die Rechtswissenschaft mit 300 Studierenden – sitzt man da irgendwie in einem Hörsaal, total unruhige Atmosphäre, jeder guckt auf seinem Rechner irgendwie rum und langweilt sich, der Dozent oder der Prof vorne, der langweilt sich letztendlich auch, weil er jedes Semester diese gleiche langweilige Veranstaltung irgendwie abhalten muss. Bei solchen Veranstaltungen denkt ihr dann auch immer wieder: Warum setze ich mich nicht einfach zu Hause hin und arbeite das Ganze ganz schnell im Skript oder wie auch immer durch oder gucke mir halt die Vorlesungsaufzeichnungen in doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit an, am besten, um das schnell in meinen Kopf zu kriegen, und dann gehe ich zu den Klausuren? Das ist auf jeden Fall eine Sache, wo ich es sinnvoll finde, eben diesen Onlineanteil auch an eine normale Präsenzuni zu bringen.

Andere Sachen, die kann man eben digital nicht abbilden, und das sind halt Präsenzseminare beispielsweise oder ergänzende Seminare zur Vorlesung, wo man dann Themen in der Gruppe mit anderen diskutiert. Das fehlt halt alles im Onlinestudium. Hat man auch ein bisschen über digitale Möglichkeiten sozusagen, aber man kann nicht wirklich am Rechner jetzt mit dem Headset auf dem Kopf und so weiter mit anderen diskutieren, wie das in einem normalen Seminar der Fall ist.

Aber worauf ich hinaus will, ist, dass ich denke, dass sich die Hochschulen, auch die staatlichen Hochschulen, die Fachhochschulen, die Universitäten, in den nächsten Jahren in Richtung von so einem hybriden Studium bewegen werden: dass man eben normale Veranstaltungen an der Hochschule hat, die dann auch wirklich hochwertig sind oder die einen wirklich weiterbringen, lerntechnisch, durch den Austausch mit anderen, aber auch in Hinsicht auf Persönlichkeitsentwicklung und so was, und man hat dann eben diese digitalen Formate, wo man sich dann wirklich einfach nur schnell, schnell, schnell den Stoff in den Kopf reinhauen kann, um das dann über die Klausuren wieder auszuspeien, sage ich mal. Da spart man dann doch einen Haufen Zeit und Ressourcen und so weiter, finde ich auf jeden Fall ganz sinnvoll.

So, dieses hybride Studium wird mittlerweile auch von mehr und mehr privaten Hochschulen angeboten. Also ein Beispiel ist hier die IU Internationale Hochschule, die bietet mittlerweile auch für Abiturienten so ein hybrides Studium an, sage ich mal. Das heißt dann myStudium und das Kombistudium sozusagen, also zwei Studienmodelle. myStudium ist ein Studienmodell, das sich direkt an Abiturienten richtet, wo man halt Module online bearbeitet beziehungsweise von zu Hause aus über die Skripte und die ganzen digitalen Lernmaterialien bearbeitet, und im Wechsel sozusagen hat man auch ganz normale Veranstaltungen an der Hochschule mit seinen Mitschülern, die dann, keine Ahnung, ein-, zweimal die Woche stattfinden. Das wird auch an relativ vielen Orten in Deutschland mittlerweile angeboten und auch mit einem stetig wachsenden Studienangebot.

Das Kombistudium an der IU ist so ähnlich, das richtet sich dann aber mehr an Berufstätige, die dann in den Abendstunden ihre Veranstaltungen in Präsenz haben, an irgendwelchen Orten. Und falls der nächste Ort, an dem dieses Kombistudium angeboten wird oder das myStudium, zu weit weg ist, dann kann man die Veranstaltungen da auch am sogenannten virtuellen Campus, also als Onlinevorlesungen quasi absolvieren. Finde ich eigentlich ein ganz interessantes Studienmodell, kostet aber dann auch einiges an Geld.

Zweite Hochschule, die ein ähnliches Studienmodell anbietet, ist auch eine private Fachhochschule, das ist die Hochschule Fresenius. Die bietet das sogenannte Mixed-Mode-Studium an, das geht auch in eine ähnliche Richtung, also ist auch ein Studium, was eben normale Präsenzveranstaltungen kombiniert mit Selbstlernphasen. Hier ist es aber so, dass das Studienangebot noch nicht ganz so groß ist wie jetzt beispielsweise an der IU Internationalen Hochschule. Müsst ihr einfach auf die Webseite der Hochschule schauen, was da mittlerweile angeboten wird, aber das wird dann auch schon in einigen Städten in Deutschland angeboten. Aber das ist auch ein hybrides Studienmodell, finde ich auch ganz interessant für diejenigen, die es sich leisten können und die eben Lust haben, so das Beste aus diesen beiden Welten, eben Online und Präsenz, miteinander zu kombinieren.

Alternative 2: Das duale Studium

So, nächste Möglichkeit, die ich euch jetzt zum Schluss hier vorstelle, ist das duale Studium. Davon halte ich persönlich auch sehr viel, davon halte ich teilweise noch ein kleines bisschen mehr als von so einem normalen Studium, weil ihr da, wenn ihr das direkt nach dem Abitur startet, auf der einen Seite Berufserfahrung sammelt, die ich persönlich teilweise noch ein bisschen wichtiger finde als dieses ganze theoretische Wissen, was ihr an der Uni lernt.

Weil häufig ist es halt so: Wenn ihr irgendwo anfangt zu arbeiten, da könnt ihr erst mal alles das, was ihr an der Uni gelernt habt, diesen ganzen theoretischen Quatsch, erst mal wegschmeißen. Ihr müsst eigentlich, wenn ihr irgendwo einen Job neu beginnt direkt nach dem Studium, bei null anfangen und braucht sowieso erst mal Jahre, um euch da richtig gut einzuarbeiten, wirklich richtig gut in diesem Beruf zu werden, und müsst euch dann sowieso im Beruf auch nebenher immer weiter weiterbilden. Deswegen halte ich ziemlich viel vom dualen Studium.

Aber ihr werdet auf der einen Seite eine betriebliche Ausbildung haben beziehungsweise einfach betrieblich eingebunden sein und dann regelmäßig eben auch normale Hochschulveranstaltungen haben. Also für das duale Studium gibt es natürlich ein großes Angebot in Deutschland, das wird eben teilweise auch von privaten Hochschulen angeboten. Es ist hier nicht immer so – da müsst ihr ein bisschen darauf achten –, dass ihr dann einen Doppelabschluss erwerbt. Also es ist nicht immer so, dass ihr dann einen Ausbildungsabschluss macht, ihr macht ja nicht immer eine betriebliche Ausbildung, sondern habt da einfach nur betriebliche Praxis. Also ihr sucht euch dann einen Praxispartner und arbeitet dann einfach dort und studiert nebenher.

Und hier ist das Interessante, dass dieses Studium, was ihr dann nebenher macht, teilweise eben auch als Fernstudium angeboten wird. Da gibt es auch ganz verschiedene Hochschulen, die das anbieten, also beispielsweise die AKAD University, die bietet so ein quasi-duales Studium an, wo ihr die Studienanteile daneben als Fernstudium absolviert. Aber ihr geht auch ganz normal arbeiten und nach Feierabend oder dann in euren Lernwochen lernt ihr einfach mit Hilfe eurer Skripte und versucht das Ganze, was ihr da praktisch im Betrieb lernt, eben auch ein bisschen theoretisch zu untermauern.

An der IU Internationalen Hochschule gibt es beispielsweise auch so ein Angebot von einem dualen Studium, wo sogar der große Vorteil ist, dass ihr da nicht mal was bezahlt für das Studium an der Hochschule, sondern das übernimmt dann euer Praxispartner, also der Betrieb, in dem ihr dann arbeitet. Ihr müsst halt nur so einen Betrieb finden und eine Hochschule, die so etwas anbietet. Auch eine private Hochschule bietet so ein quasi-duales Studium an – wer dann mehr so in den Gesundheits-, Fitnessbereich und so was gehen möchte, der schaut einfach mal ein bisschen um.

Aber ich finde, das ist wirklich eigentlich eine der optimalen Varianten, wenn ihr jetzt wirklich überlegt, nach dem Abitur so ein Fernstudium zu starten: Vielleicht überlegt ihr mal, so ein quasi-duales Studium zu starten, wo ihr euren Praxisbetrieb habt und ein ganz normales Sozialleben habt, auch viel für eure Persönlichkeitsentwicklung, für eure Karriere schon tut, und gleichzeitig eben diesen ganzen theoretischen Kram, den ihr an der Uni lernen wollt, euch wirklich sehr, sehr effizient in den Selbstlernphasen, teilweise dann aber auch in Veranstaltungen direkt an der Hochschule reindonnert.

Fazit

So, ich hoffe, das war interessant für euch. Wenn ihr jetzt frisch von der Schule kommt, Abi gemacht habt, schreibt mir einfach mal in die Kommentare, wie ihr das seht, ob ihr Bock habt, ein Fernstudium zu machen. Schreibt mir noch mal in die Kommentare, was es so für Ausnahmen geben kann. Es kann ja sein, dass ihr beispielsweise, wie gesagt, sehr weit weg wohnt von der nächsten Hochschule und deswegen ein Fernstudium machen müsst. Oder ihr leidet vielleicht an irgendwelchen Krankheiten, die es euch schwierig machen würden, da irgendwo an einer normalen Präsenzhochschule immer anwesend zu sein, deswegen ist ein Fernstudium vielleicht für euch auch vorteilhafter. Schreibt mir das alles mal in die Kommentare. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos. Euer Wolf.

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