Fernstudium: Kosten & Studiengebühren privat vs. staatlich + versteckte Kosten & Finanzierung 🤑

Hier vergleicht Christian die Kosten für Fernstudium an staatlichen Hochschulen wie der FernUni Hagen mit den Kosten an privaten Hochschulen wie der IU Internationalen Hochschule oder der AKAD University. Wichtig sind auch die sog. versteckten Kosten: also Kosten etwa für Arbeitsmittel & Technik, für Präsenzseminare oder Prüfungsgebühren. Auf diese Nebenkosten geht Christian ausführlich ein. Schließlich gibt er jede Menge Tipps, wie man sich ein Fernstudium finanzieren und vergünstigen kann, etwa durch Rabatte, Anrechnung von Vorleistungen, Studienkredite, Stipendien und BAFöG.

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Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
00:41 Kosten an staatlichen Hochschulen
06:13 Kosten an privaten Hochschulen
13:04 Nebenkosten & versteckte Kosten
21:02 Vergünstigungen und Finanzierung

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Siehe auch:

👉 Fernstudium-Kosten: Studiengebühren + versteckte Kosten + Finanzierung fernstudi.net/magazin/13086
👉 FernUni Hagen: So hoch sind die Kosten ab 2021 (Grundgebühr & Beleggebühren) fernstudi.net/magazin/10957
👉 So holst du bei der Einkommensteuererklärung das Maximale aus deinem Fernstudium raus fernstudi.net/magazin/10955


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Transkript

Schönen Tag, liebe Freunde des Fernstudiums. Heute schauen wir mal, was ein Fernstudium eigentlich kostet. Also ich sage euch mal, was das Ganze an staatlichen Hochschulen kostet, was es da so für Besonderheiten gibt, wir gucken uns mal an, was das Ganze an privaten Hochschulen kostet und was es da für Besonderheiten gibt. Dann, ganz wichtiges Thema, sage ich etwas zu den sogenannten versteckten Kosten und zu den Nebenkosten, die in so einem Studium auch auftreten können und werden und die Kosten insgesamt noch ein Stückchen in die Höhe treiben. Und ich sage etwas zur Finanzierung und zu Möglichkeiten, sich so ein Fernstudium auch zu vergünstigen. Und ich wünsche euch jetzt viel Spaß mit diesem Video.

Die Kosten an staatlichen Hochschulen

Fangen wir an mit den staatlichen Hochschulen. Ich habe euch hier mal eine Übersicht mitgebracht, eine kleine Tabelle, wo ich ein paar beispielhafte Studiengänge und Hochschulen im Fernstudium herausgesucht habe. Ihr seht: An staatlichen Hochschulen zahlt man in der Regel pro Semester – also jetzt nicht pro Monat wie an privaten Hochschulen, sondern pro Semester. Ich habe hier ein paar Klassiker unter den Hochschulen für Fernstudien herausgesucht: die FernUni Hagen, dann das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund – das ist jetzt keine Hochschule, sondern eben ein Verbund von Hochschulen, wenn man sich da einschreibt, immatrikuliert man sich letztendlich an einer der teilnehmenden Fachhochschulen. Dasselbe gilt auch für das Verbundstudium, wo man sich dann an einer Fachhochschule in Nordrhein-Westfalen immatrikuliert. Und die Technische Universität Kaiserslautern habe ich auch noch mit herausgesucht. Und ihr seht, dass ihr hier letztendlich in einer Preisspanne von 300 Euro bis hin zu 2.000 Euro pro Semester an Studiengebühren zahlen könnt.

Also ich fange mal an mit der FernUni Hagen. Wenn ihr euch für die genaue Zusammensetzung der Studiengebühren an der FernUni Hagen interessiert, schaut bitte mal auf diesen Channel, da habe ich schon mal ein Video dazu gemacht, was das Studium an der FernUni Hagen kostet. Im Schnitt seid ihr hier – je nach Zeitmodell, also ob ihr jetzt Vollzeit studiert oder Teilzeit – bei ungefähr so 300 Euro im Semester. Da kommen dann Gesamtkosten auf euch zu für das gesamte Studium, jetzt beispielsweise Psychologie, von ungefähr 1.700 Euro. Also ihr seht, das ist fast geschenkt letztendlich, was ihr hier an der FernUni Hagen bezahlt. Letztendlich kommt es natürlich darauf an, ob ihr jetzt Vollzeit studiert oder ob ihr Teilzeit studiert, dann wird das Ganze ein kleines bisschen teurer, aber sehr viel teurer – ich glaube, so um die 2.000 Euro – dürfte das dann doch letztendlich auch nicht werden.

Ein bisschen teurer wird es, wenn ihr jetzt zum Beispiel über das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund dort studieren wollt. Dann seid ihr, je nachdem, an was für einer Hochschule ihr eingeschrieben seid – weil es halt mehrere Hochschulen gibt, die diesen Studiengang anbieten. Das Zentrum organisiert quasi die Einschreibung und das ganze Gedöns drumherum und macht das Marketing sozusagen für diese Hochschulen, und je nachdem, wo ihr dann eingeschrieben seid, zahlt ihr dort die normalen Semesterbeiträge der entsprechenden Hochschule. Das kann ein bisschen unterschiedlich sein, je nachdem, was das für eine Hochschule ist. Aber ich habe euch hier mal ein Beispiel herausgesucht: Da seid ihr bei ungefähr so 338, 340 Euro im Semester, das ist dann halt der Semesterbeitrag, da kommen dann meist noch irgendwelche Sozialbeiträge dazu und was es sonst noch alles so gibt an Gebühren an so einer staatlichen Hochschule. Insgesamt, wenn ihr das Ganze hier in Regelstudienzeit abschließt, dann seid ihr für dieses BWL-Studium bei 2.300, 2.400 Euro, also ein Stückchen teurer, als jetzt an der FernUni Hagen Wirtschaftswissenschaften zu studieren.

Beim Verbundstudium ist es ähnlich, da seid ihr auch an einer Fachhochschule eingeschrieben. Wenn ihr da einen Bachelor studiert, seid ihr sogar noch ein Stückchen teurer dran: Je nach Hochschule, an der ihr dann immatrikuliert seid, seid ihr hier bei ungefähr 400 Euro im Semester und bei insgesamt 3.400 Euro. Also ihr seht, das ist doch schon ein gewisser Preisunterschied auch zwischen den staatlichen Hochschulen. Da lohnt es sich, mal ganz genau hinzugucken, auch mal die Studieninhalte und so etwas zu vergleichen, ob es das vielleicht wert ist, sozusagen da mehr zu bezahlen, oder ob man sich da nicht einfach in einen der günstigeren Studiengänge oder an eine der günstigeren Hochschulen immatrikulieren kann.

Ihr seht, im Masterstudium an der FernUni Hagen seid ihr auch bei ungefähr so 300 Euro im Semester, je nach Studiengang. Da das Ganze jetzt aber nur vier Semester dauert, zumindest in der Regelstudienzeit, seid ihr so ungefähr bei 900 Euro für das gesamte Studium. Wenn ihr jetzt Elektrotechnik beispielsweise über das Verbundstudium studiert, seid ihr sogar noch bei 200 Euro im Semester und bei insgesamt 1.000 Euro – also hier ist jetzt das Studium nicht auf vier Semester gerechnet, sondern auf fünf Semester.

Und entsprechend habt ihr hier sogar Studiengänge dabei, zum Beispiel das MBA-Programm über das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, wo ihr dann insgesamt sogar bei 10.000 Euro seid. Also ihr wisst vielleicht, dass auch die staatlichen Hochschulen über Weiterbildungsstudiengänge saftige Studiengebühren erheben können, und genau das machen die hier beispielsweise bei diesem Fernstudiengang, der ein Weiterbildungsstudienprogramm ist. Dann zahlt ihr im Semester 2.000 Euro und seid bei insgesamt 10.000 Euro für das gesamte Studium. Da kann man dann schon überlegen, ob man nicht gleich an eine private Hochschule geht, wo man letztendlich kaum mehr bezahlt, dafür aber einfach mehr Materialien und so weiter hat, vielleicht auch eine bisschen bessere Betreuung.

Was gibt es sonst noch zu beachten? Wichtig ist, dass das, was ich hier aufgeschrieben habe, meistens für die Regelstudienzeit von sechs Semestern im Bachelor oder vier Semestern im Master gilt. Aber die meisten Fernstudierenden studieren doch irgendein Teilzeitmodell, dadurch wird es dann noch ein kleines bisschen teurer – je nach Hochschule. Also an manchen Hochschulen zahlt ihr da ganz normal die Semesterbeiträge weiter, wenn ihr über die Regelstudienzeit hinauskommt, an anderen Hochschulen zahlt ihr dann ein bisschen weniger. Ich glaube, an der Technischen Universität Kaiserslautern ist es so, dass ihr, wenn ihr über die Regelstudienzeit hinauskommt, einen geringeren Semesterbeitrag bezahlt – aber ihr bezahlt trotzdem weiter. Entsprechend solltet ihr euch wirklich vorher an der Hochschule genau informieren: Was für ein Zeitmodell wollt ihr wählen, Vollzeit, Teilzeit, in wie vielen Semestern könnt ihr euer Studium schaffen? Und entsprechend könnt ihr euch dann ausrechnen, wie hoch die Gesamtkosten für den Studiengang werden, der euch interessiert.

Die Kosten an privaten Hochschulen

So, schauen wir uns mal an, wie das Ganze an privaten Hochschulen aussieht. Ich habe euch hier auch eine kleine Tabelle zusammengestellt mit so typischen, beliebten Studiengängen und beliebten privaten Hochschulen. Ihr seht: An privaten Hochschulen könnt ihr in der Regel monatlich bezahlen beziehungsweise bezahlt ihr in der Regel monatlich, also nicht semesterweise wie an staatlichen Hochschulen, wo man immer semesterweise bezahlt. Ich habe hier trotzdem noch mal, einfach damit ihr einen kleinen Vergleichspunkt habt, die Kosten pro Semester, also pro Studienhalbjahr, mit aufgezählt und dann natürlich die Gesamtkosten, die dann doch schon ein Stückchen höher sind.

Ihr seht, hier gibt es auch eine gewisse Spannweite. Also ihr solltet das Ganze immer an den Gesamtkosten festmachen, dazu sage ich gleich noch mal ein bisschen etwas. Besonders günstig ist das Studium an der Hochschule Fresenius – warum es trotzdem ein bisschen teurer werden kann, sage ich dann gleich noch mal, wenn wir die Tabelle hier durchgegangen sind. Aber an sich seid ihr hier schon sehr günstig mit 11.500 Euro für so einen Bachelor in Psychologie, der dort acht Semester dauert. Dann gibt es andere Hochschulen, wo es dann doch ein ganzes Stückchen teurer wird, beispielsweise hier die SRH Fernhochschule, wo das Bachelorstudium dann doch fast 15.000 Euro kostet.

Wichtig zu wissen: In dieser Tabelle habe ich euch jetzt die Kosten nicht für ein Vollzeitstudium aufgelistet, sondern für ein Teilzeitstudium. Und das habt ihr vielleicht auch schon mitgekriegt: An den meisten privaten Hochschulen gibt es verschiedene Zeitmodelle, nicht nur ein Vollzeitstudium und ein Teilzeitstudium mit zwölf Semestern im Bachelor wie an den staatlichen Hochschulen, sondern ein Vollzeitstudium mit sechs Semestern im Bachelor, dann gibt es ein Zeitmodell – meistens, an der IU ist es beispielsweise so oder auch an der AKAD University –, wo ihr acht Semester braucht beziehungsweise 48 Monate im Bachelor beziehungsweise sechs Semester für den Master, und ihr habt ein Zeitmodell, wo ihr wirklich doppelt so lange braucht, also zwölf Semester im Bachelor. Also drei Zeitmodelle. Und ganz wichtig für euch zu wissen: Für jedes Zeitmodell beziehungsweise an den meisten privaten Hochschulen bezahlt ihr ein bisschen mehr, je länger ihr dann studiert. Also für das zweite Modell, Teilzeitstudium mit 72 Monaten beziehungsweise zwölf Semestern, zahlt ihr dann doch meistens ein ganzes Stückchen mehr.

Die Kosten in dieser Tabelle, die ich euch hier zusammengestellt habe, richten sich immer nach dem Zeitmodell mit 48 Monaten beziehungsweise nach dem Teilzeitstudium I, wie es an der IU Internationale Hochschule heißt. Warum habe ich das so gemacht? Ganz einfach, weil ich denke – ich habe jetzt keine genauen Zahlen, aber ich glaube, es ist wirklich so –, dass die meisten von euch sich doch tatsächlich in dieses Zeitmodell immatrikulieren, weil sich das eigentlich ganz gut mit einer Berufstätigkeit verbinden lässt. Also ein Vollzeitstudium und Berufstätigkeit wird ein bisschen schwer, aber wenn ihr jetzt Teilzeit studiert und vielleicht Vollzeit arbeitet oder Teilzeit arbeitet, dann lässt sich das Ganze gut unter einen Hut bringen. Und nur wenn ihr wirklich beruflich richtig krass eingebunden seid und vielleicht noch familiär und so weiter, dann wählt ihr das Teilzeitmodell II, das dann zwölf Semester dauert. Aber wie gesagt, die meisten von euch wählen wahrscheinlich das Teilzeitmodell I, und entsprechend habe ich euch hier die Kosten für dieses Teilzeitmodell aufgelistet.

Das sage ich deshalb, weil ihr einfach wissen müsst, für welches Zeitmodell ihr euch an welcher Hochschule entscheidet. Denn im Vollzeitmodell wird das Ganze ja doch noch ein Stückchen günstiger, da seid ihr in der Regel bei fast allen Studiengängen, die ich zeige, bei geringeren Gesamtkosten als jetzt hier dargestellt. Also beispielsweise an der IU Internationale Hochschule: Ihr seht, dass hier für das Teilzeitmodell I fast 15.000 Euro anfallen für den Bachelor in Sozialer Arbeit. Wenn ihr Vollzeit studiert, dann könnt ihr das Ganze, ich glaube, auf so um die 12.000 Euro drücken. Es gibt noch mehr Möglichkeiten, das zu vergünstigen, dazu sage ich dann gleich noch ein bisschen etwas.

Ihr seht, hier ist eine ganz gute Spannweite zwischen den einzelnen Hochschulen, deswegen ist es auch ganz wichtig, dass ihr vergleicht: Was sind die Studieninhalte, was bekommt ihr alles geboten für das Studium, ist es das wirklich wert, sozusagen 15.000 Euro fürs Studium zu bezahlen, gegenüber den 12.000 Euro, die ihr hier an der Hochschule Fresenius nur bezahlt? Da müsst ihr euch wirklich ganz genau informieren.

Worauf ihr bei privaten Hochschulen achten solltet

Noch ein paar Hinweise zu den privaten Hochschulen. Also Zeitmodelle hatte ich ja gesagt: Achtet auf die Zeitmodelle, in welches Zeitmodell ihr euch einschreiben wollt. Dann solltet ihr immer die Gesamtkosten im Blick behalten. Also ich habe hier die Kosten pro Monat aufgeschlüsselt, und ihr könnt an allen Privathochschulen eigentlich monatlich bezahlen, und das ist ein bisschen verlockend, wenn eine private Hochschule zum Beispiel damit wirbt, dass das Studium im Monat nur 199 Euro oder so etwas kostet gegenüber anderen Hochschulen, die daneben 240 Euro pro Monat verlangen. Ihr müsst euch aber einfach klarmachen, dass ihr dann trotzdem hinten heraus mehr bezahlen werdet: Wenn ihr jetzt das Teilzeitstudium macht, dann habt ihr zwar eine geringere monatliche Belastung – was ganz nett ist für viele von euch, je nachdem, wie liquide man ist –, aber ihr habt eben höhere Gesamtkosten hinten heraus. Deswegen ist es immer gut, wenn man so ein Studium startet: Das wird einfach umso günstiger, je mehr Liquidität man letztendlich hat, also wenn man sich einfach leisten kann, da auch höhere monatliche Kosten in Kauf zu nehmen. Also lasst euch da jetzt nicht von der Werbung zu sehr beeinflussen. Da steht manchmal „nur 199 Euro im Monat“, aber hinten heraus zahlt ihr dann 15.000 Euro und 1.000, 2.000 Euro mehr, als wenn ihr jetzt ein anderes Zeitmodell wählt, wo ihr dann eben 50 Euro im Monat mehr bezahlt.

Auch wichtig: auf Prüfungsgebühren achten. Da habt ihr an vielen privaten Hochschulen noch zusätzlich Prüfungsgebühren, die ihr dann bezahlt, wenn ihr eure Masterarbeit oder Bachelorarbeit macht. Das sind dann in der Regel um die 500, 600 Euro, an der IU ist es, soweit ich weiß, so. Die habe ich jetzt hier in den Gesamtkosten nicht mit eingerechnet, die solltet ihr immer noch mit einberechnen.

Dann ein sehr wichtiger Hinweis zu den privaten Hochschulen: Hier sind die Studienverträge ganz, ganz wichtig. Also unterschreibt da nicht einfach irgendeinen Studienvertrag, ohne euch den ganz genau durchzulesen. Guckt euch die Studienverträge ganz, ganz genau an, bevor ihr da irgendetwas unterschreibt und unterschrieben zurückschickt. Besonders wichtig ist hier natürlich zu wissen: Wie sind die Laufzeiten, wie sind die Kündigungsfristen, was passiert – keine Ahnung – bei Krankheit, kann ich ein Urlaubssemester einlegen, muss ich für ein Urlaubssemester trotzdem weiter bezahlen? All diese Sachen. Also checkt hier wirklich ganz genau die Verträge. An der IU ist es beispielsweise so, dass ihr, glaube ich, mindestens – wenn ich etwas Falsches sage, schreibt mir das in die Kommentare, ich habe es nicht ganz genau im Kopf, ich glaube, es ist so – mindestens, wenn ihr euch da einschreibt, das erste halbe Jahr bezahlen müsst und vorher nicht wieder aus dem Studienvertrag herauskommt. Selbst wenn euch das Ganze nicht gefällt, ist dann auch mal locker 1.000 Euro oder so etwas weg, bevor ihr da wieder herauskommt. Also informiert euch da ganz genau, lasst euch die Verträge zuschicken, checkt die, lasst sie am besten von einem Anwalt oder so noch mal checken, wenn ihr irgendwie jemanden in der Bekanntschaft habt, der sich mit Recht ein bisschen auskennt oder tatsächlich Anwalt ist. Oder guckt es euch ganz genau an, bevor ihr irgendetwas unterschreibt.

Versteckte Kosten und Nebenkosten

So, jetzt komme ich noch mal zu einem wichtigen Thema, wenn es um die Studiengebühren im Fernstudium geht: Das sind die sogenannten versteckten Kosten oder die Nebenkosten. Versteckte Kosten deswegen, weil die eben auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind, weil die eben noch zusätzlich zu den Studiengebühren in der Regel hinzukommen. Und ich zähle euch hier mal so die wichtigsten versteckten Kosten auf.

Nummer eins sind Studienunterlagen, die teilweise extra bezahlt werden. Das ist beispielsweise an der Hochschule Fresenius so: Da habt ihr wirklich großartig gestaltete Studienskripte, richtige kleine Magazine, die aber wirklich so hochwertig und so aufwendig gestaltet sind, dass die Hochschule sich überlegt hat, die extra bezahlen zu lassen. Und wenn ihr da euren Bachelor studiert und die auch gedruckt haben wollt – was ihr nicht müsst, ihr könnt euch auch einfach nur die Onlinevariante selber ausdrucken –, aber wenn ihr die so schön gedruckt und gebunden haben wollt, dann seid ihr, glaube ich, momentan pro Study Mag bei 15 Euro extra, und über das gesamte Studium kommt da auch noch mal locker ein- bis zweitausend Euro oder so etwas zusammen. Das ist nicht an jeder Hochschule so, im Gegenzug könnt ihr an vielen Hochschulen auch sparen, wenn ihr auf die gedruckten Materialien verzichtet. Aber wichtig einfach mal zu wissen, dass das hier als versteckte Kosten mit auftreten kann. Informiert euch da vorher, bevor ihr euch in irgendeinen Studiengang immatrikuliert.

Nummer zwei bei den Nebenkosten ist Fachliteratur, auch ein ganz wichtiges Thema. Fachliteratur bezahlt man im Studium – also wenn ihr schon mal studiert habt, wisst ihr das wahrscheinlich selber: Für jedes Modul oder für fast jedes Modul, gerade für die einführenden Module in den ersten Semestern, braucht man immer noch Fachliteratur, irgendwelche Lehrbücher, irgendwelche Übungsbücher, Übungshefte und so etwas. Und Lehrbücher sind nicht gerade billig, da hat man teilweise schon einen ordentlichen Betrag für ein einzelnes Buch rausgehauen. Ich meine, wenn ihr solche Sparfüchse seid, dann geht ihr damit ganz sorgsam um – wie früher in der Schule, macht ihr irgendwie so einen Plastikumschlag drum, schreibt dann nur ganz vorsichtig rein wie die Streber in der Schule, aber mit Bleistift, radiert das Ganze wieder raus, dann könnt ihr die später wieder verkaufen, wenn ihr sie durchgearbeitet habt. Oder ihr könnt euch an vielen Hochschulen heutzutage das Ganze über die virtuellen Bibliotheken digital herunterladen. Gerade die verpflichtende Literatur könnt ihr euch da auch mal digital herunterladen und dann zum Beispiel am iPad lesen oder euch selber noch mal ausdrucken. Ich persönlich habe Lehrbücher und so etwas immer gerne einfach zur Hand, ich habe das dann auch gerne nach dem Studium, einer Ausbildung oder Weiterbildung, was ich jeweils im Fernstudium gemacht habe, im Regal, um es später noch mal anzugucken oder auch einfach nur, um so physisch materialisiert quasi zu sehen, was ich gelernt habe. Deswegen wären das für mich halt doch noch ein bisschen Kosten, die da insgesamt hinzukommen würden. Also ich würde schon für so ein ganzes Studium locker noch mal, lasst das mal 500 Euro sein, an Nebenkosten für Fachliteratur mit hinzurechnen.

Dann auch wichtig: andere Arbeitsmittel, die man für sein Studium braucht. Stifte natürlich – ich meine, man braucht jetzt nicht jeden Monat neue Textmarker, neue Stifte, aber ihr werdet euch da einmal am Anfang des Studiums so eine Ausrüstung kaufen, Textmarker und so weiter, da werdet ihr auch mal 20, 30 Euro bezahlen für Stifte, noch ein bisschen Papier, vielleicht irgendwelche Hefte, wo ihr etwas reinschreiben wollt, einen Studienplaner – das ist auch ganz sinnvoll, glaube ich, sich irgendwie so einen Planer zu kaufen, wo man Semester und so etwas planen kann. Das kostet auch noch ein bisschen etwas. Dann natürlich ein wichtiges Arbeitsmittel für viele von euch, zumindest auch so ein iPad. Müsst ihr auch rechnen, ob sich das lohnt für euch. Also ich persönlich benutze das zum Studieren eigentlich kaum, ich lese gerne mal Artikel und so etwas am iPad, aber ich lese jetzt keine Skripte am iPad. Aber ich sehe, dass viele von euch das machen, deswegen plant es eventuell mit ein. Gerade an den Privathochschulen bekommt ihr das teilweise mit dazu, ansonsten müsst ihr das einplanen. Ein anderes Arbeitsmittel ist natürlich ein Rechner, ganz wichtig, werdet ihr nicht drumherum kommen, Laptop, auch nur mal 400, 500 Euro. Vielleicht habt ihr ja schon einen, dann könnt ihr das Ganze so machen und müsst das nicht extra ausgeben. Aber auch das könnt ihr, wie auch die anderen Arbeitsmittel, natürlich steuerlich geltend machen, dazu sage ich dann gleich noch mal ein bisschen etwas, wenn es hier um die Finanzierung geht.

Was noch dazugehört hier zu den Arbeitsmitteln, Rechner und Zubehör, ist so etwas wie beispielsweise ein Headset für den Rechner. Schaut mal bei uns in den Shop, da haben wir ein paar typische Headsets und so etwas aufgelistet, was ganz sinnvoll sein kann fürs Fernstudium, aber auch Webcams beispielsweise. Also ihr braucht eventuell eine Webcam, wenn ihr jetzt zum Beispiel an Online-Seminaren teilnehmen wollt oder gerade an Online-Klausuren. Schaut hier auch mal in den Shop, da stellen wir euch ein paar günstige Sachen vor. Taschenrechner braucht ihr eventuell auch, je nachdem – wer jetzt BWL studiert, Mathematik natürlich studiert oder so etwas, braucht einen Taschenrechner. Müsst ihr auch noch mit einberechnen, aber könnt ihr dann irgendwie auch für euch geltend machen.

Andere versteckte Kosten sind Prüfungsgebühren, teilweise Immatrikulationsgebühren – aber die gibt es jetzt nicht an jeder Hochschule, weil ich glaube, an privaten Hochschulen im Fernstudium habt ihr nirgendwo Immatrikulationsgebühren. Aber Prüfungsgebühren hatte ich auch schon gesagt, die kommen immer mit dazu, gerade bei den privaten Hochschulen, die sollte man noch mit hinzurechnen beziehungsweise vorher wissen, bevor man sich ins Studium einschreibt.

Ganz wichtig sind auch die Kosten für die Seminare. Also zum einen bezahlt ihr teilweise Seminare extra. In den meisten Studiengängen, gerade an staatlichen Hochschulen, sind Seminare eigentlich immer mit inbegriffen, die bezahlen wir einfach durch unsere Steuergelder – und ihr auch, deswegen sind die Studiengänge an einer staatlichen Hochschule natürlich auch so günstig, weil wir sie eigentlich über unsere Steuergelder bezahlen, also sind sie wiederum nicht so günstig, aber das ist ein ganz anderes Thema. Aber an den privaten Hochschulen habt ihr teilweise so ein, zwei, drei Seminare mit dabei, je nach Hochschule, die ihr nicht extra bezahlt. An der IU beispielsweise habt ihr fast nie Seminare, die finden dann, wenn überhaupt, mal online statt. Aber gerade an den etwas teureren Hochschulen – an der SRH ist es, glaube ich, so oder auch an der Euro-FH – habt ihr doch immer schon mal ein paar Seminare mit inbegriffen. An der AKAD University habt ihr, glaube ich, auch in der Regel ein Einführungsseminar oder vielleicht noch ein Seminar im Laufe des Studiums, oder an der Wilhelm Büchner Hochschule. Und diese Seminare verursachen teilweise zusätzliche Kosten, man kann die dann in vielen Studiengängen optional mit dazubuchen und zahlt dann einfach extra. Muss man vorher abchecken, ob da Seminare angeboten werden, die kostenpflichtig sind.

Auf der anderen Seite: Gerade die verpflichtenden Präsenzseminare verursachen natürlich Reisekosten, also Kosten für die Anfahrt, Kosten für die Unterkunft dort – je nachdem, ob so ein Seminar zwei Tage dauert, muss man ein Hotel buchen –, Kosten für die Verpflegung. Das sollte man alles mit einberechnen. Gerade an der FernUni Hagen, wo dann häufig so ein Mentoriat stattfindet, wo man dann ins Studienzentrum, in so ein Regionalzentrum in seiner Nähe fährt: Bei mir wäre das nächste Regionalzentrum jetzt ungefähr anderthalb Stunden Autofahrt oder zwei Stunden Autofahrt weg, über Nacht muss ich da jetzt nicht unbedingt bleiben, aber allein diese Autofahrten, die würden dann, ein, zwei Mal im Semester, doch eine ganze Menge an Kosten verursachen. Müsst ihr vorher auch mal so ein bisschen mit einplanen und ausrechnen, was das Ganze hier an Kosten verursachen wird.

Letzte Nebenkosten, die entstehen können, sind eigentlich so etwas wie Verlängerungsgebühren. Das heißt, wenn ihr eure Regelstudienzeit überzieht, dann bezahlt ihr an den staatlichen Hochschulen natürlich weiter eure Semesterbeiträge, teilweise sind die ein bisschen reduziert. Kann man jetzt schwer vorher mit einberechnen, also ihr solltet schon immer kalkulieren, dass ihr eure Regelstudienzeit, euer Ziel, das ihr euch am Anfang gesetzt habt, auch einhaltet. Bei den privaten Hochschulen ist es so, dass ihr meistens beziehungsweise an fast allen Hochschulen eigentlich über einen gewissen Zeitraum auch verlängern könnt, ohne das zusätzlich zu bezahlen. Also zwölf Monate länger studieren ist da eigentlich in der Regel kein Problem, oder 24 Monate teilweise, je nach Hochschule, je nach Studiengang, Bachelor und Master, oder je nach eurem Studienmodell könnt ihr da auch immer um einen gewissen Zeitraum überziehen. Aber wenn ihr dann über diesen Zeitraum hinauskommt, fangt ihr an, weiter Studiengebühren zu bezahlen. Deswegen kann man das schwer mit einrechnen, aber ihr solltet immer versuchen, euer gestecktes Ziel zu erreichen und dann nicht ewig weit über die Regelstudienzeit hinausgehen. Aber müsst ihr auch mal gucken, bevor ihr euch in so einem Studium immatrikuliert, was da an Kosten für diese Verlängerung hinzukommen würde, wenn es denn so wäre.

Möglichkeiten, das Studium zu vergünstigen

So, Kollegen, letzter Punkt ist Finanzierung und Möglichkeiten, sich so ein Fernstudium ein bisschen zu vergünstigen. Und hier will ich mal vorausschicken, dass ich euch jetzt nicht wirklich erschöpfend aufzählen kann, was es alles für Möglichkeiten gibt, sich so ein Fernstudium fördern zu lassen. Ich werde euch hier einfach jetzt mal nur die wirklich gängigsten Sachen aufzählen, die auch auf die meisten von euch zutreffen können.

Punkt Nummer eins, den man immer abchecken sollte, bevor man sich in so ein Studium einschreibt, insbesondere an den privaten Hochschulen, sind mögliche Vergünstigungen. Also zum Beispiel fahren viele Hochschulen ständig irgendwelche Rabattaktionen. Also beispielsweise an der IU Internationale Hochschule habt ihr eigentlich immer so eine Rabattaktion, ihr seht das auf der Webseite an den durchgestrichenen Preisen dort. Ich hatte euch ja eben schon beispielhafte Studiengebühren genannt, die sind dann ohne den Rabatt. Aber ihr kriegt in der Regel so einen Rabatt, wenn ihr euch strategisch zeitlich günstig irgendwie immatrikuliert, 10 Prozent Rabatt ungefähr, oder ihr kriegt noch ein iPad dazu oder irgend so etwas. Also ihr könnt da um die 1.000, 1.500 Euro für das gesamte Studium sparen, wenn ihr euch da einfach günstig einschreibt. Die Wilhelm Büchner Hochschule fährt immer wieder solche Rabatte, die AKAD University – müsst ihr einfach mal schauen. Das gibt es nicht an den staatlichen Hochschulen, weil da ist sowieso alles schon so gut wie geschenkt, aber eben an den privaten. Über solche Rabattaktionen kann man sich gut vergünstigen.

Dann kann man sich auch vergünstigen, indem man sich vielleicht etwas anerkennen lässt, auch ein ganz wichtiges Thema. Solltet ihr auch immer prüfen lassen, bevor ihr euch in so ein Studium einschreibt. Eventuell solltet ihr das auch durch die Bank, also durch eine ganze Reihe an Hochschulen durchprüfen lassen, und dann gucken: Wo bekommt ihr am meisten anerkannt von euren Vorleistungen? Also was ist mit Vorleistungen gemeint? Natürlich Vorleistungen, falls ihr schon mal studiert habt und das irgendwie abgebrochen habt oder so etwas, falls ihr eine Ausbildung habt – ganz wichtig: Ihr könnt euch jede Menge Inhalte aus der Ausbildung sozusagen auch für ein Studium, in der Regel für ein Bachelorstudium, anerkennen lassen. Oder ihr habt sehr viel Berufserfahrung, fünf bis zehn Jahre Berufserfahrung, die dann einschlägig ist für den Studiengang, der euch interessiert, da könnt ihr euch auch Vorleistungen anerkennen lassen. Und über diese Anerkennung spart ihr da natürlich nicht nur Studienzeit, sondern auch eine ganze Menge an Studiengebühren.

Also an der IU ist es beispielsweise so, dass ihr euch da 30 Euro an Studiengebühren je ECTS-Punkt spart. Wenn ihr wirklich jetzt schon zum Beispiel eine Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt oder so etwas habt und BWL studieren wollt – wobei, am Rande gesagt, ich weiß nicht, ob das so viel bringt, dass man noch BWL studiert als Bachelor, wenn man schon eine Ausbildung zum staatlich geprüften Betriebswirt hat, aber das nur am Rande erwähnt. Wenn ihr dann tatsächlich noch in der Richtung studieren wollt, könnt ihr euch diese Ausbildung oder Fortbildung anerkennen lassen und da zwei Drittel bis zur Hälfte der gesamten Studiengebühren sparen. Also checkt das auf jeden Fall ab, bevor ihr euch in so ein Studium vor allem an einer privaten Hochschule immatrikuliert, was ihr euch alles anerkennen lassen könnt.

Dritte Möglichkeit zur Vergünstigung sind die Onlinevarianten. Also ich hatte schon gesagt, an der Hochschule Fresenius zahlt ihr für diese Studienskripte extra, also studiert ihr eigentlich eine sogenannte Onlinevariante, wo ihr die ganzen Skripte wirklich nur noch digital am Start habt, sie euch über den Online-Campus herunterladen könnt. Ihr könnt sie beispielsweise am iPad durchlesen, was ich nicht so cool finde, aber ihr könnt sie euch auch einfach nur ausdrucken, und dann habt ihr eine ganze Menge Geld gespart quasi. Es gibt auch Hochschulen – also vor allem private Hochschulen –, die so eine Onlinevariante auch als Option sozusagen anbieten. An der APOLLON Hochschule gibt es Studiengänge, wo ihr die Möglichkeit habt, auf die gedruckten Skripte komplett zu verzichten, spart ihr noch ein bisschen Geld. Ich glaube, an der SRH Fernhochschule ist es auch möglich, dass ihr einfach auf die gedruckten Skripte verzichtet. Die sagen dann immer: Ja, tut noch etwas Gutes für die Umwelt, aber so viel bringt das jetzt, glaube ich, auch nicht. Also ich habe so ein Skript natürlich immer gerne im Regal stehen, wie auch die Lehrbücher und so etwas, wenn ich so etwas durchgearbeitet habe, weil ich schreibe dann natürlich auch gerne einfach rein und mache mir da Markierungen. Aber wenn man sich die ausdruckt, müsste das eigentlich auch klargehen, und so könnt ihr dann wirklich noch ein kleines bisschen an Studienkosten sparen.

Letzte Möglichkeit der Vergünstigung ist ein Skonto, das auch einige Hochschulen anbieten, und zwar wenn ihr so einen Studiengang schon im Voraus bezahlt. Das ist natürlich ein Risiko, denn ihr wisst ja nicht: Wie sieht mein Leben aus in anderthalb, zwei, drei Jahren, ziehe ich das Studium wirklich durch, was mache ich, wenn mir das Ganze nicht mehr gefällt? Aber beispielsweise an der IU Internationale Hochschule könnt ihr, glaube ich, über das Skonto bis zu zehn Prozent der Studiengebühren noch mal sparen. Ist natürlich besonders sinnvoll, wenn man sehr liquide ist und einfach die Möglichkeit hat, da 12-, 13.000 Euro oder so etwas vorzustrecken, wenn es letztendlich egal ist, ob man das Ganze in Raten bezahlt oder sofort abbezahlt. Da kann man sich wirklich dann doch noch mal einiges an Studiengebühren sparen. Ich weiß jetzt nicht, wie das an anderen privaten Hochschulen aussieht, müsst ihr euch einfach mal vorher informieren.

Studienkosten steuerlich geltend machen

Nächste Möglichkeit der Studienfinanzierung ist natürlich, das Ganze steuerlich geltend zu machen. Das ist die Möglichkeit, die eigentlich fast jeder von euch in Anspruch nehmen könnte und sollte, ganz besonders, weil wir hier in diesem Land so krass viel Steuern bezahlen wie in fast keinem anderen Land. Eigentlich rate ich einfach dazu, auch hier zu gucken, dass wir uns so viel wie möglich von unseren Steuern auch wieder zurückholen – zumal ein großer Teil dieser Steuern ja auch einfach nur sinnlos verpulvert wird. Aber das ist auch ein anderes Thema, darum soll es hier nicht gehen.

Aber ihr könnt auf jeden Fall einfach mal checken, inwieweit ihr die Kosten für euer Studium – ob es nun Bachelor ist oder Master – steuerlich geltend machen könnt. Ihr könnt das gegebenenfalls als Sonderausgaben in eurer Steuererklärung dann geltend machen. Ich bin kein Steuerberater, bitte checkt das einfach noch mal, sprecht eventuell, wenn ihr einen Steuerberater oder eine Steuerberaterin habt, mit dem Steuerberater, oder lasst eure Lohnsteuererklärung beziehungsweise Einkommensteuererklärung irgendwie am Jahresende von irgendeinem Verein oder so etwas machen. Da könnt ihr auch mal nachfragen, wie das Ganze aussieht. Aber ihr könnt das Ganze als Sonderausgaben geltend machen, ich glaube, um die 6.000 Euro müsste man im Jahr als Sonderausgaben geltend machen können, und da zählen dann eben auch die Studiengebühren mit rein. Und nicht nur die Studiengebühren, sondern die ganzen Kosten, die dieses Studium eben auch verursacht: die Lehrbücher, die Arbeitsmaterialien, Stifte, der ganze Kram, auch die Reisekosten, Seminarkosten und so weiter. Also ganz wichtig hier: Wenn ihr zu Seminaren fahrt, immer schön – keine Ahnung – Fahrtenbuch führen und so etwas, damit ihr das wirklich alles auch schön als Belege da habt beziehungsweise Belege gesammelt habt für so etwas.

Natürlich ist hier wichtig, dass ihr ein gewisses Einkommen habt, dass ihr über die Freigrenze kommt, damit ihr das Ganze irgendwie geltend machen könnt. Aber selbst wenn ihr jetzt in diesem Jahr eben noch nicht so viel verdient und dann im nächsten Jahr, sammelt trotzdem einfach die Belege, und euer Steuerberater kann da schon irgendetwas deichseln. Wenn nicht als Sonderausgaben, könnt ihr das Ganze gegebenenfalls sogar als Werbungskosten in eurer Steuererklärung geltend machen und holt euch da einen ganzen Teil dieser Studiengebühren, der ganzen Kosten, die dieses Studium für euch verursacht, wieder zurück – und das unabhängig davon, ob ihr jetzt an einer privaten Hochschule studiert oder an einer staatlichen Hochschule.

BAföG, Studienkredit und Stipendien

Nächste Möglichkeit ist BAföG. Auf diese Möglichkeit will ich jetzt eigentlich nicht weiter eingehen, weil ich glaube, das trifft auf die meisten von euch, die ihr berufsbegleitend studiert, nicht zu. Aber falls es zutrifft, informiert euch einfach mal, ihr könnt ja bis zu 800 Euro BAföG bekommen. Ich habe ganz früher, als ich angefangen habe zu studieren, auch ein paar Semester lang BAföG bekommen, das ist dann auch an ein paar Bedingungen geknüpft, also man muss irgendwie so in der Regelstudienzeit bleiben, ich glaube, das ist auch nicht möglich, wenn man Teilzeit studiert und so etwas. Deswegen würde ich da jetzt nicht weiter drauf eingehen. Wenn ihr dazu Fragen habt, schreibt das einfach mal in die Kommentare, damit ich weiß, dass es viele von euch interessiert, wie es aussieht mit dem Fernstudium, dann schauen wir mal, ob wir dazu ein eigenes Video machen.

Was relevant ist für viele von euch, ist wahrscheinlich ein Studienkredit. Da gibt es auch ganz viele verschiedene Möglichkeiten. Also es gibt beispielsweise den Studienkredit über die KfW, die Kreditanstalt für Wiederaufbau. So einen Kredit hatte ich beispielsweise auch mal, ganz am Anfang, also als dann BAföG irgendwann nicht mehr ging bei mir, weil ich es nicht rechtzeitig in der Regelstudienzeit geschafft hatte, da musste ich dann einen Studienkredit nehmen über die KfW und habe dann auch, keine Ahnung, über zwei, drei Jahre oder so bestimmt 400 Euro oder so im Monat bekommen. Also ich meine, das ist heute normal verdient eigentlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber trotzdem könnte man sich damit doch schon diese recht hohen Studiengebühren an privaten Hochschulen finanzieren, wenn man möchte.

Hier gibt es gewisse Bedingungen, es gibt verschiedene KfW-Kredite, die dafür in Frage kommen, müsst ihr euch einfach mal informieren, wo jeweils verschiedene Bedingungen gestellt werden. Zum Beispiel für den KfW-Studienkredit: Ihr dürft nicht älter als 45 Jahre sein, und ihr könnt dann zwischen 100 und 650 Euro im Monat beantragen. Das ist schon ziemlich interessant, finde ich, gerade jetzt im Moment, wo die Zinsen sehr niedrig sind – die KfW-Zinsen sind ja sowieso sehr, sehr niedrig. Sollte man einfach mal rechnen, ob sich das lohnt, ob es das bringt, ob man dann eben durch das Studium, das man damit finanziert, sein Einkommen auch so sehr steigern kann, dass man das dann locker gegenfinanzieren kann. Checkt das einfach mal.

Es gibt natürlich noch mehr Möglichkeiten, so einen Studienkredit zu beantragen. Da hat jede Bank oder viele Banken ihre eigenen Kreditprogramme, müsst ihr einfach mal gucken, vielleicht auch einfach nur mal mit eurer Hausbank reden. Aber wie gesagt, momentan sind die Zinsen auch so günstig, dass es sich doch schon eigentlich lohnt, dass man da recht günstig so einen Kredit bekommen kann. Gerade mit einer Berufstätigkeit sollte es doch ziemlich easy sein, eigentlich irgendwo so einen Bildungskredit oder Studienkredit an den Start zu bekommen. Der Studenten-Bildungsfonds der DKB beispielsweise ist so ein Kreditprogramm, könnt ihr euch einfach mal anschauen und euch hier mal informieren.

Letzte Möglichkeit, die ich hier nenne zur Finanzierung, sind Stipendien. Also Stipendien – ich habe früher auch mal so den Traum gehabt, irgendwann ein Stipendium für das zu bekommen, was ich mache, für mein Studium, ich war halt ein sehr begeisterter Student von Geschichte, Philosophie und so weiter. Aber ich habe mich dann tatsächlich nie beworben für irgendein Stipendium, ich dachte nämlich, ich kriege es sowieso nicht. Aber ich glaube, es bringt auf jeden Fall etwas, sich da zu bewerben, wahrscheinlich haben die meisten Stipendienprogramme doch sehr wenige Bewerber.

Was es auf jeden Fall gibt, was ihr euch mal anschauen könnt, ist das Stipendienprogramm der IU Internationale Hochschule. Also wenn ihr jetzt an dieser Hochschule studieren wollt: Die haben auch ein Stipendienprogramm, vergeben, glaube ich, auch recht freizügig Stipendien, Teilzeit, Vollzeit, müsst ihr einfach mal schauen, wie ihr euch dafür bewerben könnt, zum Beispiel mit einem kleinen Video – habe ich auch schon mal gemacht –, und dann da einfach schauen, dass ihr so ein Stipendium bekommt. Das ist ja an gewisse Bedingungen geknüpft, also müsst ihr euch da vorher klar sein: Ihr müsst euch dann wahrscheinlich auch ein bisschen engagieren quasi für die Hochschule, also beispielsweise da mal für ein Interview zur Verfügung stehen. Oder optimal, ihr seid irgendwelche Influencer und habt schon einen YouTube-Channel beispielsweise mit einer gewissen Reichweite, da vergeben die, glaube ich, auch ganz gerne Stipendien an solche Leute, weil die da eben auch etwas zurückbekommen. Weiß nicht, ob ihr euch dann vertraglich dazu verpflichtet, regelmäßig irgendwelchen Content zu liefern, müsst ihr einfach mal abchecken. Aber könnt ihr euch ja bewerben und mal schauen.

Andere Hochschulen haben andere Programme, andere Fördermöglichkeiten, müsst ihr euch einfach mal auf den Webseiten der Hochschulen genauer umschauen und auch die Studienberatungen der Hochschulen mal abchecken und anfragen, was es da für Möglichkeiten gibt, sozusagen über hochschuleigene Programme das Studium dann doch noch zu vergünstigen.

So, Kollegen, das war es, ein sehr langes Video hier zum Thema Finanzierung von einem Fernstudium und zum Thema Kosten im Fernstudium. Aber das ist auch ein sehr wichtiges Thema, wenn ihr euch für so ein Fernstudium interessiert, gerade wenn ihr an die privaten Hochschulen gehen wollt. Ich würde mal sagen, schreibt mir eure Fragen in die Kommentare, ansonsten sehen wir uns in einem der nächsten Videos hier auf diesem Channel. Euer Wolf.

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