Onlineklausuren nein danke! Deshalb schreibe ich lieber Präsenzklausuren – Fernstudium

Onlineklausuren im berufsbegleitenden Fernstudium haben eigentlich nur Vorteile: Günstiger, weniger aufwändig, wahrscheinlich bessere Noten. Warum Christian für sein Fernstudium dennoch Präsenzklausuren bevorzugt, darüber spricht er in diesem Video.



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Transkript

Schönen guten Tag. Ich schreibe heute eine sehr umfangreiche Klausur, und zwar als Präsenzklausur. Ich will in diesem Video mal ein paar Worte darüber verlieren, was ich von Onlineklausuren halte, warum ich persönlich von einer Onlineklausur nicht ganz so viel halte und immer, wenn ich die Wahl hätte, eine Präsenzklausur schreiben würde. Ich wünsche euch jetzt viel Spaß mit diesem Video.

Was für die Onlineklausur spricht

Was spricht eigentlich alles für eine Onlineklausur? Eigentlich spricht alles dafür. Onlineklausuren werden ja vor allem damit beworben, dass sie sehr, sehr flexibel sind: Man kann jederzeit seine Klausur schreiben, absolvieren, sobald man sich vorbereitet fühlt. Und ja, so ist es auch.

Dann sind Onlineklausuren auf jeden Fall günstiger, sehr viel günstiger als Präsenzklausuren. In der Regel fallen da keine Prüfungsgebühren an, soweit ich weiß, oder nur sehr geringe. Vor allem bei Präsenzklausuren bezahlt man häufig noch eine Prüfungsgebühr, die müssen ja auch irgendwie organisiert werden. Dann kommt bei einer Präsenzklausur dazu: Man bezahlt, je nachdem, wo man lebt, natürlich im Fernstudium auch die Anreisekosten. Das ist nicht zu unterschätzen – Kosten für Anreise, Unterkunft, Verpflegung, wie gesagt, je nachdem, wo man lebt, das kann sehr teuer werden. Das hat man alles bei einer Onlineklausur nicht.

Dann ein sehr großer Vorteil, auch für jemanden wie mich: Man kann nach seinem Biorhythmus schreiben. Ich weiß nicht, wie das bei AKAD ist, wo man auch Onlineklausuren schreiben kann, aber soweit ich weiß, ist es so, dass man quasi zu jeder Tages- und Nachtzeit schreiben kann. Und wenn jemand einfach abends normalerweise sein Wissen besser abrufen kann, weil das besser in seinen Biorhythmus passt, dann könnte er seine Onlineklausur von der Uhrzeit her auf abends legen. Sehr praktisch. Ich bin jemand, der früh halt sehr fit ist, also um sechs, sieben vielleicht, oder früh um neun, also vormittags – da bin ich sehr fit, um die Zeit würde ich meine Onlineklausuren schreiben, und ich glaube, da könnte ich mein Wissen um diese Uhrzeit besser abrufen.

Der nächste Vorteil ist, dass man in einer vertrauten Umgebung die Klausur schreibt, also zu Hause. Es ist schon allein dadurch nicht ganz so stressig, weil man sich ja zu Hause auskennt. Man kann vielleicht noch einen Kaffee nebenher trinken und fühlt sich da einfach wohler wahrscheinlich und ein bisschen sicherer. Wenn man das Ganze mal zusammennimmt, dann ist aus meiner Sicht die Chance, dass man bei einer Onlineklausur bessere Noten schreibt, viel, viel höher.

Warum ich trotzdem Präsenz schreibe

Da ist jetzt die Frage: Wenn Onlineklausuren so viele Vorteile haben, eigentlich fast nur Vorteile, was spricht dann aus meiner Sicht überhaupt noch dafür, so eine Präsenzklausur zu schreiben?

Was spricht für so eine Präsenzklausur, Präsenzprüfung meiner Meinung nach, obwohl man wahrscheinlich ein bisschen eine schlechtere Note bekommt? Man hat sehr, sehr viel Stress, wenn man Fernstudent ist und dann auch anreisen muss. Zu der Prüfung, wo ich jetzt angereist bin, waren es gestern über drei Stunden Autofahrt – zum Glück war die Autobahn nicht so voll, aber gerade in der Woche kann das sehr stressig werden. Es ist sehr teuer: Ich bezahle jetzt das Hotel, ich bin geblitzt worden beim Autofahren, ich bezahle die Verpflegung, ich bezahle noch mal 150 Euro Prüfungsgebühren. Also alles in allem kostet mich diese Klausur jetzt ungefähr 300 Euro.

Warum mache ich das trotzdem? Ganz einfach: weil diese Klausur ein ganz, ganz wichtiger Teil des Studiums ist und ein sehr wichtiger Teil des Erlebnisses, das Studium ist. Mir kommt es vor allem auf das Erlebnis an. Denn wenn ich diese Präsenzklausur schreibe, dann ist das ein Erlebnis, das vergesse ich nicht wieder. Das verbinde ich sehr, sehr fest mit dem Studium, mit der ganzen Ausbildung. Das nehme ich einfach für mein Leben mit, das habe ich dann immer in meinem Kopf, diese Phase.

Auch hier für diese Klausur gestern beispielsweise: Ich bin gestern im Hotel angekommen, bin dann noch eine Runde durch die Stadt – ich bin hier in Düsseldorf, ich kannte die Innenstadt noch nicht, die gefällt mir ganz gut. Ich war da noch fotografieren – also ich bin auch fotografisch tätig, wisst ihr vielleicht, schaut einfach mal auf meinem Instagram vorbei – und habe da noch ausführlich eine Runde fotografiert. Auch diese Fotos nehme ich sozusagen mit. Und all das hätte ich bei einer Onlineklausur nicht.

Die Prüfungsatmosphäre

Und dann kommt dazu noch die Prüfungssituation an sich. Vielleicht treffe ich sogar Leute wieder, die ich in meinem Kurs schon kennengelernt habe, in den Seminaren. Da fühlt man sich dann vielleicht nicht ganz so sicher wie zu Hause vorm Rechner in vertrauter Umgebung, aber man fühlt sich auch nicht so ganz alleine, glaube ich, wie bei so einer Onlineklausur, wo man einfach nur über eine Webcam überwacht wird. Und das ist auch ganz nett, wenn man Leute wiedertrifft.

Und generell diese Prüfungsatmosphäre, die man auch so mitnimmt: ein bisschen wie bei den Abiturprüfungen beispielsweise oder auch bei Klassenarbeiten. So ein ganz kleines bisschen Unruhe ist auch in einem Klassenraum, das gehört auch irgendwie dazu zu so einer Prüfung. So habe ich mein ganzes Leben lang immer Prüfungen geschrieben, das bin ich total gewohnt, und deswegen fühlt sich das für mich auf eine Art fast schon vertrauter an als eine Prüfungssituation nur vor dem Rechner, also bei der Onlineklausur. Von daher ist der Vorteil für mich jetzt nicht ganz so groß.

Ich finde es doch dann schon angenehmer, wenn ich da mit Leuten zusammen sozusagen den ganzen Stoff aus mir rausschwitzen muss und merke, dass alle irgendwie versuchen, jetzt ihre Prüfung zu bestehen.

Fazit

Ihr seht, dass es mir bei so einer Präsenzklausur vor allem auf das Erlebnis ankommt. Und da ist es mir doch relativ egal, dass ich bei so einer Präsenzklausur mit höherer Wahrscheinlichkeit vielleicht sogar eine schlechtere Note bekomme, weil ich eben den Stress vorher noch hatte, weil es auch teurer ist – man bekommt jetzt keine schlechtere Note, weil es teurer ist, aber das erhöht den Stress doch auch noch ein ganz kleines bisschen. Aber das ist mir alles wert, dafür nehme ich was mit, habe Erinnerungen.

Und ja, so sieht es aus, das ist meine Meinung zu Präsenzklausuren. Schreibt mir noch mal in die Kommentare, wie ihr das seht. Vielleicht habt ihr selber schon Onlineklausuren geschrieben und seid davon wirklich absolut überzeugt – schreibt mir das in die Kommentare, oder ob ihr auch so wie ich lieber Präsenzklausuren schreibt. Ich würde sagen, ich wünsche euch noch einen schönen Tag und viel Erfolg bei allen euren Prüfungen. Mein Name ist Christian, und ich bin raus.

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