3 Kinder, Familie + Fernstudium Psychologie bei APOLLON: Interview mit Sarah Aschenbrenner
Nach der Ausbildung, mit Kindern und Anfang 30 noch einmal durchstarten, sich beruflich umorientieren und studieren - kann das klappen?
Sarah Aschenbrenner studiert Angewandte Psychologie per Fernstudium an der APOLLON Hochschule. Mit dem Studium möchte sie sich beruflich noch einmal neu aufstellen. Denn für sie ging es nach dem Regelschulabschluss erstmal in eine Ausbildung zur Friseurin - sie studiert also ohne Abitur. Und: Sie ist Mutter von drei Kindern, wovon das jüngste gerade mal knapp ein Jahr alt ist.
Im Podcast spricht Sarah mit Christian unter anderem über ihren Werdegang und wie sie zur APOLLON kam, wie sie mit der Unvorhersehbarkeit in der Familie mit 3 Kindern umgeht, was das Studium Angewandte Psychologie bietet und welche Herausforderungen aber auch Unterstützungen sie in ihrem Fernstudium erfährt.
Inhalt:
00:00 Vorschau
02:02 Sarah stellt sich vor
07:43 Sarahs Fernstudium im Alltag mit 3 Kindern
13:03 Unterstützung im Studium durch Familie, Freunde & Kinderbetreuung
17:11 Warum das Psychologie-Studium an der APOLLON?
20:01 Was hat es mit den Open-Book-Klausuren auf sich?
23:12 Was lernt man in Angewandter Psychologie an der APOLLON?
24:32 Kann man mit dem Studium Psychotherapeut werden?
25:46 Was kann man mit dem Abschluss in Angewandter Psychologie machen?
29:09 Über das Praktikum im Psychologie-Fernstudium
32:37 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Krankheit
36:10 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Schlaf
36:10 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Motivationstiefs
43:03 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Mental Load
45:49 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Zeit zu zweit
47:48 Sarahs Lernstrategien für das Fernstudium
49:55 Wie schwer ist eigentlich Statistik im Psychologie-Studium?
52:02 Wo man Sarah im Netz begegnet
Sarah im Internet:
➡️ Instagram: https://www.instagram.com/sarah.aschenbrenner/
Im Podcast erwähnt:
👉 B.Sc. Angewandte Psychologie an der APOLLON: https://www.fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/psychologie/12747
👉 Über das Studium ohne Abitur: https://www.fernstudi.net/magazin/10692
👉 Die Zulassungsvoraussetzungen der Apollon:
https://www.apollon-hochschule.de/fernstudium/zulassungsvoraussetzungen/
👉 Interview zur Heilpraktiker-Ausbildung am BTB: https://www.youtube.com/watch
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Sarah Aschenbrenner hat einen eher ungewöhnlichen Bildungsweg hinter sich. Zunächst absolvierte sie 2013 eine Friseurausbildung. Schon während dieser Zeit merkte sie jedoch, dass sie sich stärker für die zwischenmenschliche Kommunikation als für das Handwerk interessierte. Ihre Faszination für Psychologie wuchs über die Jahre – durch Bücher, YouTube-Videos und eigenständige Recherchen. Erst später erfuhr sie, dass es auch ohne Abitur möglich ist, Psychologie zu studieren, insbesondere an Fernhochschulen wie der APOLLON Hochschule.
Sarah entschied sich bewusst für die APOLLON Hochschule, da sie ein flexibles Studienmodell bietet. Ein entscheidender Vorteil ist die geringe Anzahl an Klausuren – lediglich vier während des gesamten Studienverlaufs. Der Großteil der Prüfungsleistungen erfolgt durch praxisnahe Fallaufgaben, Hausarbeiten oder Projekte. Dadurch entfällt die starre Terminierung von Prüfungen, was besonders für Studierende mit Familie eine Erleichterung darstellt. Ein weiterer Pluspunkt: Die Aufgaben haben keine Abgabefristen, was individuelle Lernplanung ermöglicht.
Ein oft gefürchtetes Fach im Psychologiestudium ist Statistik. Auch Sarah hatte anfangs Bedenken, insbesondere da sie kein Abitur hat. Regelmäßige Übungsaufgaben, alternative Lernmethoden und ein strukturierter Ansatz halfen ihr, sich in das Thema einzuarbeiten. "Ich glaube, Statistik stellt man sich viel mit Rechnen vor. Das ist es natürlich auch, aber die Rechenwege sind tatsächlich nicht schwer. Es ist eher der Anwendungsbereich, der es schwierig macht", fasst sie ihre Erfahrung zusammen. Ihre erste Statistik-Klausur hat sie mittlerweile sehr erfolgreich absolviert.
Ein Praktikum von 600 Stunden ist fester Bestandteil des Studiums. Sarah hatte gehofft, eine Stelle in der Justizvollzugsanstalt oder im klinischen Bereich zu finden. Allerdings bevorzugen viele Arbeitgeber Masterstudierende, was die Suche erschwert. Eine Alternative wäre es, sich ihre bisherige Berufserfahrung anrechnen zu lassen – doch ihr Ziel ist es, praktische Erfahrung zu sammeln.
Mit drei Kindern ist ihr Alltag von Organisation und Flexibilität geprägt. Ihre Lernzeiten sind an die Routinen ihrer Familie angepasst. Während der jüngste Sohn seinen Mittagsschlaf hält oder alle Kinder abends im Bett sind, nutzt sie diese ruhigen Phasen zum Studieren. Trotzdem bleibt es eine Herausforderung, da spontane Unterbrechungen, beispielsweise durch Krankheiten der Kinder, oft unvorhersehbar sind. Unterstützung erhält sie von ihrem Partner sowie durch schulische und außerfamiliäre Betreuungsmöglichkeiten.
Manchmal ist es aber trotzdem auch mental anstrengend. Ständiges Planen, Erinnern und Multitasking sind zusätzliche Belastungen. Sie erlebt oft, dass sie beim Lernen gedanklich bei Familienaufgaben ist und sich schwer auf das Studium konzentrieren kann. Um dem entgegenzuwirken, nimmt sie sich bewusst Auszeiten, reduziert Ablenkungen und nutzt strukturierte Methoden zur Selbstorganisation.
Um Motivationslöcher zu überwinden, setzt Sarah auf eine Vielzahl an Strategien, die ihr helfen, kontinuierlich am Ball zu bleiben. Ein wichtiger Faktor ist die Selbstmotivation, die sie durch die Visualisierung ihres beruflichen Ziels aufrechterhält. Sie nutzt zudem einen Medienmix, um sich Lerninhalte abwechslungsreich und verständlich zu erschließen. Dazu gehören YouTube-Videos, Podcasts und Fachliteratur, die ihr helfen, verschiedene Perspektiven auf die Studieninhalte zu gewinnen. Der regelmäßige Austausch mit anderen Studierenden, insbesondere über WhatsApp-Gruppen und Foren, bietet ihr zusätzliche Unterstützung und Motivation. Neben dem aktiven Lernen legt sie Wert auf bewusste Erholungsphasen, die sie durch Spaziergänge, Sport oder gezielte mentale Pausen in ihren Alltag integriert. Strukturierte Tagesabläufe mit klar definierten Lernzeiten helfen ihr, das Studium effizient mit ihren familiären Verpflichtungen zu verbinden und eine Balance zwischen akademischen und privaten Aufgaben zu wahren.
Da das Studium an einer Fernhochschule nicht für eine Ausbildung zur Psychotherapeutin qualifiziert, richtet sich Sarahs Fokus auf andere berufliche Möglichkeiten. Besonders interessiert sie sich für Rechtspsychologie und könnte sich eine Tätigkeit in der Forensik oder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vorstellen. Auch soziale Arbeit bietet viele Berufsfelder für Psychologie-Absolventen. Langfristig plant sie, einen Master zu absolvieren, um ihre Berufsaussichten weiter zu verbessern und sich die offizielle Bezeichnung "Psychologin" zu sichern.
Sarahs Geschichte zeigt, dass es durchaus möglich ist, ein anspruchsvolles Studium mit Familie zu verbinden – vorausgesetzt, man ist bereit, flexibel zu bleiben, sich gut zu organisieren und ein starkes Unterstützungsnetzwerk zu nutzen. Sie betont, dass man sich bewusst sein sollte, dass Herausforderungen auftreten werden, aber mit der richtigen Herangehensweise und einer positiven Einstellung lassen sie sich bewältigen.
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