Weiterbildung Naturgartenbau (Zertifikat) – BUA

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👉 Im Lehrgang lernst du naturnahe Gartengestaltung, Pflanzensoziologie, Boden- und Pflegetechnik sowie Anlage von Teichen und Biotopen. Das berufsbegleitende Fernstudium dauert zwölf Monate bei einem Aufwand von rund sechs Stunden pro Woche und startet jederzeit mit flexibler Zeiteinteilung. Staatlich zugelassenes, zertifiziertes Abschlusszertifikat und zwei Jahre kostenlose Nachbetreuung runden die Qualifikation ab.

Naturgartenbau (Zertifikat) auf einen Blick

Naturgartenbau (Zertifikat) auf einen Blick
📜 Abschluss Zertifikat
⏳ Dauer 12 Monate, Lernaufwand 6 Stunden wöchentlich
💶 Kosten
ab 166 € monatlich
ab 1985 € insgesamt
🏫 Anbieter Bergische Umweltakademie, Fernschule mit Sitz in Remscheid
Die Bergische Umweltakademie ist ein Fachinstitut der BA Bergischen Akademie für Erwachsenenbildung GmbH in Remscheid, das seit 2025 staatlich zertifizierte Fernlehrgänge in den Bereichen Natur, Ökologie und Umweltberatung anbietet. Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Erwachsenenbildung vermittelt die Akademie praxisnahes Fachwissen in zukunftsrelevanten Themenfeldern: von Permakultur, Naturgartenbau und Obstgehölzpflege über nachhaltige Ernährung bis zur Umweltpädagogik. Die Lehrgänge sind auf die berufliche Qualifizierung ausgerichtet und schließen mit einem Zertifikat ab. Interessierte können die Kurse kostenlos und unverbindlich auf der Kursplattform testen, bevor sie sich für die vollständige Teilnahme entscheiden.
📋 Studienmodell Weiterbildung
🎓 Fachrichtung Technik & HandwerkInnenarchitektur
🌍 Unterrichtssprache Deutsch
📖 Studieninhalte Grundlagen des Naturgartenbaus, Böden, Pflanzsubstrate und ihre Interaktion mit den Wurzeln, Naturgartenökologie, Pflanzensoziologie, Naturnahe Baustoffe, Die Anlage eines Naturgartens: Entscheidungsfindung und Planung, Naturnahe Gartenbautechnik: Wege, Plätze und Treppen, Naturnahe Gartenbautechnik: Mauern, Gabionen, Steinformationen, Vegetations- und Pflegetechnik im naturnahen Garten, Naturnahe Gartenbautechnik: Beete, Wiesen, Hecken, Bäume, Naturnahe Gartenbautechnik: Teiche und Sumpfzonen, Besondere Habitat- und Gestaltungselemente im naturnahen Garten, Kompendium standortangepasster Naturgartenpflanzen, Berufskunde
📚 Vertiefungen Permakultur-Beratung
✅ ZFU-Zulassung Die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) hat den Kurs Naturgartenbau unter der Nummer 7580026 zugelassen.
📅 Kursstart jederzeit
🔗 Mehr Infos https://bergische-umweltakademie.de
  • Ökologisch planen und gestalten: Der Lehrgang verbindet Standortanalyse und Pflanzenauswahl mit der Planung von Wegen, Mauern, Teichen, Wiesen und weiteren biodiversitätsfördernden Elementen.
  • Vom Entwurf bis zur Pflege: Du lernst, naturnahe Gärten und Grünflächen zu konzipieren, die Umsetzung fachlich zu begleiten und nachhaltige Pflegekonzepte zu entwickeln.
  • Staatlich zugelassener Fernlehrgang: Der Kurs ist von der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht unter der Nummer 7580026 geprüft und zugelassen.
  • Flexibel und berufsbegleitend: Du kannst jederzeit beginnen, deine Lernzeiten selbst einteilen und die Betreuung der BUA noch bis zu zwei Jahre nach dem Ausbildungsende nutzen.

Zulassungsvoraussetzungen

Für den Fernlehrgang „Naturgartenbau“ benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss und keine abgeschlossene gärtnerische Berufsausbildung. Die Weiterbildung richtet sich sowohl an Fachkräfte aus Gartenbau, Landschaftsplanung und Naturschutz als auch an naturinteressierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger.

Formale und technische Voraussetzungen

Die BUA macht den Zugang nicht von einer bestimmten Vorqualifikation abhängig. Berufliche Erfahrungen im Garten- und Landschaftsbau, in der Landschaftsarchitektur, in kommunalen Grünflächenämtern oder im Natur- und Umweltschutz erleichtern die fachliche Einordnung, sind aber keine Teilnahmevoraussetzung.

  • Ein bestimmter Schul- oder Berufsabschluss ist nicht vorgeschrieben.
  • Gärtnerische, botanische oder planerische Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht erforderlich.
  • Für die digitalen Studienbriefe und den Onlinebereich benötigst du ein internetfähiges Endgerät.
  • Einen eigenen Garten nennt die BUA nicht als Zulassungsvoraussetzung. Zugang zu einer geeigneten Garten- oder Grünfläche erleichtert jedoch die praktische Erprobung.
  • Für Skizzen, Planungsaufgaben und Dokumentationen solltest du mit einfachen Zeichen-, Schreib- und Fotowerkzeugen arbeiten können.

Persönliche und fachliche Voraussetzungen

Der Lehrgang verbindet ökologische, botanische, gestalterische und bautechnische Themen. Du solltest deshalb nicht nur Freude an Pflanzen haben, sondern dich auch für Bodenverhältnisse, Pflanzengesellschaften, Materialien, Pflegekonzepte und die systematische Planung von Außenflächen interessieren.

  • du möchtest Gärten und Grünflächen ökologisch aufwerten und neue Lebensräume schaffen,
  • du bist bereit, dich mit Böden, heimischen Pflanzen und Pflanzensoziologie zu beschäftigen,
  • du arbeitest sorgfältig an Skizzen, Pflanzplänen, Materiallisten und Pflegekonzepten,
  • du kannst technische Grundlagen zu Wegen, Treppen, Mauern und Teichen nachvollziehen,
  • du lernst selbstständig mit überwiegend textbasierten Studienbriefen,
  • du kannst für die reguläre Bearbeitung ungefähr sechs Stunden pro Woche einplanen.

Wenn du später Kundinnen und Kunden beraten, Projekte begleiten oder dich selbstständig machen möchtest, brauchst du außerdem Kommunikationsfähigkeit und ein realistisches Verständnis für Kosten, Arbeitsaufwand und Haftungsfragen. Für die eigenständige bauliche Umsetzung sind praktische Fertigkeiten und gegebenenfalls zusätzliche handwerkliche Erfahrung erforderlich.

Was lernst du im Fernlehrgang „Naturgartenbau“?

Der Fernlehrgang vermittelt dir das Fachwissen, um naturnahe Gärten und Grünflächen standortgerecht zu planen, ökologisch aufzuwerten und nachhaltig zu pflegen.

Junge Gärtnerin kontrolliert Pflanzen und Bewässerung in einem Gewächshaus
Die Auswahl standortgerechter Pflanzen bildet eine wichtige Grundlage für ökologisch stabile und langfristig pflegeleichte Naturgärten.

Dabei beschäftigst du dich mit Böden, Pflanzengesellschaften und heimischen Pflanzen ebenso wie mit Wegen, Mauern, Teichen, Wiesen und besonderen Lebensraumelementen.

Im Mittelpunkt steht nicht allein die optische Gestaltung. Du lernst, wie sich auf privaten und öffentlichen Flächen ökologisch wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere entwickeln lassen. Dazu beurteilst du Standortbedingungen, wählst passende Pflanzen aus und planst Strukturen, die Biodiversität, Wasserrückhalt und eine nachhaltige Flächenpflege unterstützen.

Die wichtigsten Lernbereiche

  • Grundlagen des Naturgartenbaus: Du beschäftigst dich mit der Entwicklung der Gartenkultur, der Naturgartenidee und den zentralen Prinzipien einer naturnahen Gestaltung.
  • Böden und Pflanzsubstrate: Behandelt werden Bodenarten, Bodenschichten, Bodenleben, Humus, Kompost, Bodenanalysen und Möglichkeiten zur Beeinflussung der Nährstoffversorgung.
  • Naturgartenökologie und Pflanzensoziologie: Du lernst, Pflanzen nach Standortbedingungen auszuwählen und ihre Entwicklung innerhalb unterschiedlicher Pflanzengesellschaften einzuschätzen.
  • Planung und Gestaltung: Du entwickelst Gestaltungsideen, vergleichst Gartenstile und überträgst deine Überlegungen in einen skizzenhaften Gartenplan.
  • Baustoffe und Gartenbautechnik: Steine, Holz, Recyclingmaterialien, Wege, Plätze, Treppen, Trockenmauern, Gabionen und Steinformationen werden unter ökologischen und technischen Gesichtspunkten behandelt.
  • Vegetation und Pflege: Du planst Beete, Wiesen, Hecken und Gehölzbestände und beschäftigst dich mit ihrer Anlage, Entwicklung und langfristigen Pflege.
  • Teiche und Sumpfzonen: Der Kurs vermittelt Grundlagen zu Teichbiologie, Wasserpflanzen, Bauweisen und zur Gestaltung tierfreundlicher Wasserlebensräume.
  • Habitat- und Gestaltungselemente: Totholz, Steinhaufen, Kräuterspiralen, Rankhilfen und lebende Bauwerke werden als gestalterische und biodiversitätsfördernde Elemente betrachtet.
  • Berufskunde: Für eine mögliche Selbstständigkeit behandelst du unter anderem Stundensatzkalkulation, Steuerarten, Haftpflicht, Dienstleistungsverträge, Werbung und Bezugsquellen.

Ein Pflanzenkompendium unterstützt dich bei der Auswahl geeigneter Arten für unterschiedliche Standortbedingungen. Dabei wird beispielsweise zwischen nährstoffreichen und nährstoffarmen sowie sonnigen, schattigen und feuchten Bereichen unterschieden. Berücksichtigt werden unter anderem Saatgut, Wiesenpflanzen, Beetpflanzen und Arten für trockene Steinelemente.

Der Naturgartenbau unterscheidet sich von der Permakultur vor allem durch seinen Schwerpunkt: Im Mittelpunkt stehen die ökologische Planung und bauliche Gestaltung von Gärten und Grünflächen. Die Permakultur betrachtet Flächen stärker als vernetzte Nutz- und Versorgungssysteme. Beide Ansätze lassen sich deshalb sinnvoll miteinander kombinieren.

Wie läuft der Fernlehrgang „Naturgartenbau“ ab?

Die Weiterbildung dauert regulär 12 Monate bei ungefähr sechs Stunden Lernaufwand pro Woche. Du bearbeitest 13 Studienbriefe mit Übungen, Aufgaben und Praxisbeispielen. Nach jedem Studienbrief kannst du deinen Lernstand mit einem Zwischentest kontrollieren. Den Abschluss bildet eine schriftliche Prüfung.

Lernformat und Studienmaterial

Die Studienbriefe stehen digital zur Verfügung und können nach Angaben der BUA auf Anfrage auch gedruckt bezogen werden. Sie führen von den naturgartenbaulichen und ökologischen Grundlagen schrittweise zu konkreten Planungs-, Bau- und Pflegefragen.

Übungen und Aufgaben unterstützen dich dabei, das Fachwissen auf eigene Flächen oder beispielhafte Kundenprojekte zu übertragen. Du beschäftigst dich beispielsweise mit Standortanalysen, Pflanzenauswahl, Gestaltungselementen und der Erstellung eines skizzenhaften Gartenplans.

Nach jedem Studienbrief steht ein freiwilliger Zwischentest zur eigenen Lernerfolgskontrolle bereit. Fachlich begleitet wird der Kurs von Petra Kühn; bei organisatorischen Fragen unterstützt dich das Studiensekretariat der BUA.

Praxis ohne verpflichtendes Seminar

Für den Basiskurs sind keine obligatorischen Präsenzseminare ausgewiesen. Der Praxisbezug entsteht durch Planungsaufgaben, technische Anwendungsbeispiele und die Übertragung der Inhalte auf reale oder beispielhafte Gartenflächen.

Wie viel praktische Erfahrung du während der Weiterbildung sammelst, hängt daher wesentlich davon ab, ob du eigene Entwürfe ausarbeitest und einzelne Maßnahmen in einem Garten, auf einer Grünfläche oder im beruflichen Umfeld erprobst. Die Studienbriefe können die angeleitete Arbeit auf einer Baustelle oder in einem Gartenbaubetrieb nicht vollständig ersetzen.

Prüfung und Abschluss

Nach Bearbeitung der Studienbriefe legst du eine schriftliche Abschlussprüfung ab. Bei erfolgreichem Abschluss erhältst du eine Studienbescheinigung mit den behandelten Ausbildungsinhalten und das BUA-Abschlusszertifikat „Naturnahe Garten- und Grünflächengestaltung“.

Zeitaufwand und Flexibilität

Du kannst jederzeit beginnen und die Studienbriefe weitgehend in deinem eigenen Rhythmus bearbeiten. Bei einer Regeldauer von zwölf Monaten solltest du ungefähr sechs Stunden pro Woche einplanen. Zusätzliche Zeit benötigst du, wenn du Planungsaufgaben besonders ausführlich bearbeitest oder eigene Praxisprojekte umsetzt.

Die Ausbildungsdauer kann nach Angaben der BUA verkürzt oder verlängert werden. Zusätzlich kannst du die kostenlose Nachbetreuung bis zu zwei Jahre nach dem Ausbildungsende nutzen. Da keine verpflichtenden Seminartermine vorgesehen sind, lässt sich der Kurs vergleichsweise flexibel mit Beruf und Familie verbinden.

Was kostet der Fernlehrgang „Naturgartenbau“?

Der Fernlehrgang kostet insgesamt 1.985 €. Die BUA verteilt den Betrag auf zwölf monatliche Raten zu jeweils 165,42 €. Die Lehrgangsgebühr ist gemäß § 4 Nr. 21 UStG umsatzsteuerfrei. Gebühren für verpflichtende Präsenzseminare fallen bei diesem Kurs nicht an.

Im Preis enthalten sind die digitalen Studienbriefe, die Zwischentests, die schriftliche Abschlussprüfung und die fachliche sowie organisatorische Betreuung. Gedruckte Unterlagen können auf Anfrage bezogen werden. Ob hierfür zusätzliche Kosten entstehen, solltest du vor der Buchung bei der BUA erfragen.

Weitere Ausgaben können entstehen, wenn du eigene Planungen praktisch erprobst und dafür Pflanzen, Saatgut, Baumaterialien oder Werkzeuge anschaffst. Auch Fahrten zu geeigneten Gärten, Grünflächen oder Baustoffhändlern gehören nicht automatisch zur Lehrgangsgebühr. Diese Kosten hängen von deinen freiwilligen Praxisprojekten ab.

Der Naturgartenbau kann mit dem Lehrgang „Zertifizierte/r Permakultur-Berater/in“ kombiniert werden. Weitere Kombinationen stellt die BUA nach Rücksprache mit dem Studiensekretariat zusammen. Kombinationslehrgänge sind günstiger als die getrennte Buchung der jeweiligen Einzelprogramme; Dauer, Lernaufwand und Gesamtpreis richten sich nach der Zusammenstellung.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für den Fernlehrgang?

Abhängig von deinem Wohnort, Beschäftigungsstatus und beruflichen Ziel können Arbeitgeberzuschüsse, regionale Förderprogramme, steuerliche Entlastungen, das Weiterbildungsstipendium oder der BUA-Bonus infrage kommen. Über eine Förderung entscheidet die jeweils zuständige Stelle anhand deines Einzelfalls.

  • BUA-Bonus: Bestimmte Personengruppen erhalten bei entsprechendem Nachweis einen Nachlass von 10 %. Dazu gehören beispielsweise Arbeitslose, Auszubildende, Studierende, Menschen mit Behinderung, Personen in Elternzeit sowie ehemalige BUA- oder BTB-Teilnehmende.
  • Unterstützung durch den Arbeitgeber: Eine Kostenbeteiligung bietet sich besonders an, wenn du das Wissen in einem Gartenbaubetrieb, einer Kommune, einer Wohnungsbaugesellschaft oder einer Natur- und Umwelteinrichtung einsetzen kannst.
  • Programme für Selbstständige: Für bereits hauptberuflich tätige Solo-Selbstständige kann unter bestimmten Bedingungen beispielsweise das Förderprogramm KOMPASS infrage kommen.
  • Weiterbildungsstipendium und regionale Zuschüsse: Voraussetzungen und Förderhöhe hängen unter anderem von Ausbildung, Alter, Einkommen, Beschäftigung und Bundesland ab.
  • Steuerliche Berücksichtigung: Bei einem beruflichen Zusammenhang können Lehrgangsgebühren und weitere Weiterbildungskosten unter individuellen Voraussetzungen steuerlich berücksichtigt werden. Verbindliche Auskünfte geben das Finanzamt oder eine steuerberatende Person.

Welche Tätigkeiten und Verdienstmöglichkeiten eröffnet die Weiterbildung?

Die Weiterbildung vermittelt dir Kompetenzen, um naturnahe Gärten und Grünflächen zu planen, Kundinnen und Kunden zu beraten sowie die Umsetzung und Pflege fachlich zu begleiten. Besonders sinnvoll ist sie als Zusatzqualifikation für den Garten- und Landschaftsbau, die Landschaftsplanung, kommunale Grünflächenpflege und den Natur- und Umweltschutz.

Mögliche Tätigkeitsfelder sind:

  • Planung und Umgestaltung privater Naturgärten,
  • ökologische Aufwertung öffentlicher oder gewerblich genutzter Grünflächen,
  • Beratung zur standortgerechten und biodiversitätsfördernden Pflanzenauswahl,
  • Konzeption von Wildstaudenbeeten, Blühflächen, Hecken und naturnahen Wiesen,
  • Planung von Teichen, Sumpfzonen, Trockenmauern und weiteren Habitatstrukturen,
  • Entwicklung nachhaltiger Pflege- und Entwicklungskonzepte,
  • fachliche Begleitung bei der Umsetzung naturnaher Gartenprojekte.

Für Beschäftigte in Gartenbaubetrieben, Kommunen, Planungsbüros oder Umwelteinrichtungen kann der Lehrgang das bestehende Aufgabenfeld erweitern. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger können das erworbene Wissen für eigene Projekte oder den Aufbau eines Beratungsangebots nutzen, sollten praktische Erfahrung und geeignete Kooperationen jedoch zusätzlich entwickeln.

Ein einheitliches Gehalt für Fachkräfte im Naturgartenbau gibt es nicht. In einem Angestelltenverhältnis richtet sich die Vergütung vor allem nach Grundberuf, Verantwortungsbereich, Berufserfahrung, Arbeitgeber, Region und möglicher Tarifbindung. Das Zertifikat allein führt nicht automatisch zu einer höheren Entgeltgruppe.

Bei einer selbstständigen Tätigkeit hängen Umsatz und Einkommen von Leistungsumfang, Kalkulation, regionaler Nachfrage und verfügbaren Aufträgen ab. Neben der eigentlichen Arbeitszeit müssen dabei Beratung, Planung, Anfahrt, Materialbeschaffung, Dokumentation, Versicherungen und betriebliche Kosten berücksichtigt werden. Der Lehrgang behandelt die Stundensatzkalkulation, gibt aber keine Einkommensgarantie.

Für wen lohnt sich der Fernlehrgang – und für wen nicht?

Der Fernlehrgang eignet sich besonders für Menschen, die Gärten und Grünflächen ökologisch planen und die Artenvielfalt praktisch fördern möchten. Weniger geeignet ist er, wenn du eine handwerkliche Berufsausbildung, ein akademisches Planungsstudium oder intensiv angeleitete Baustellenpraxis suchst.

Der Fernlehrgang passt zu dir, wenn du …

  • deine gärtnerischen oder planerischen Kenntnisse um Naturgartenbau erweitern möchtest,
  • heimische Pflanzen und standortgerechte Pflanzengesellschaften einsetzen willst,
  • private oder öffentliche Grünflächen biodiversitätsfreundlich gestalten möchtest,
  • gerne Konzepte, Skizzen, Pflanzpläne und Pflegeempfehlungen erarbeitest,
  • flexibel und berufsbegleitend mit Studienbriefen lernen möchtest,
  • eine beratende oder selbstständige Tätigkeit im Naturgartenbau vorbereitest.

Du solltest genauer vergleichen, wenn du …

  • eine staatlich anerkannte Berufsausbildung im Garten- und Landschaftsbau benötigst,
  • Landschaftsarchitektin oder Landschaftsarchitekt werden möchtest und dafür ein Hochschulstudium brauchst,
  • regelmäßige praktische Unterweisung auf Baustellen oder in Lehrgärten erwartest,
  • dich ausschließlich für dekorative Gartengestaltung und nicht für ökologische Zusammenhänge interessierst,
  • überwiegend multimediale Lernangebote statt textbasierter Studienbriefe bevorzugst,
  • vom Zertifikat einen automatischen Berufszugang oder ein festes Einkommensniveau erwartest.

Unsere Einordnung: Inhaltlich deckt der Lehrgang ein ungewöhnlich breites Spektrum von Bodenökologie und Pflanzenauswahl bis zu Bautechnik, Pflege und Berufskunde ab. Für Fachkräfte ist er als Spezialisierung plausibel. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sollten den kostenlosen Testzugang nutzen und frühzeitig Möglichkeiten suchen, Planungen auf realen Flächen praktisch zu erproben.

Häufige Fragen zum Fernlehrgang „Naturgartenbau“

Nein. Die BUA schreibt weder einen bestimmten Schulabschluss noch eine abgeschlossene gärtnerische Berufsausbildung vor. Vorkenntnisse in Gartenbau, Botanik, Landschaftsplanung oder Naturschutz erleichtern allerdings die praktische Einordnung der Inhalte.

Einen eigenen Garten nennt die BUA nicht als Zulassungsvoraussetzung. Für Planungsübungen kannst du auch mit Beispielgrundstücken arbeiten. Der Zugang zu einem Garten oder einer Grünfläche ist dennoch hilfreich, wenn du Standortanalysen, Pflanzenauswahl und einzelne Gestaltungsideen praktisch erproben möchtest.

Für den Basiskurs sind keine verpflichtenden Präsenzseminare ausgewiesen. Du bearbeitest die 13 Studienbriefe im Fernunterricht und setzt die enthaltenen Planungs- und Praxisaufgaben eigenständig um. Den Abschluss bildet eine schriftliche Prüfung.

Die Studienbriefe enthalten Übungen, Aufgaben, technische Beispiele und Planungsprojekte. Du kannst das Wissen auf eigene oder beispielhafte Flächen übertragen. Angeleitete Baustellenpraxis ist jedoch nicht Bestandteil des Basiskurses und sollte bei Bedarf ergänzend in einem Gartenbaubetrieb oder eigenen Projekt gesammelt werden.

Nein. Der Fernlehrgang ist von der ZFU staatlich geprüft und zugelassen. Das BUA-Zertifikat „Naturnahe Garten- und Grünflächengestaltung“ ist jedoch kein Hochschulabschluss und kein staatlich geregelter gärtnerischer Berufsabschluss.

Ja. Die BUA bietet eine vorbereitete Fachrichtungskombination mit Permakultur-Beratung an. Nach Rücksprache mit dem Studiensekretariat sind auch andere oder weiterführende Kombinationen möglich. Dadurch verändern sich Ausbildungsdauer, Lernaufwand, Kosten und Abschlussumfang.

Ja. Nach der kostenlosen Registrierung im BUA-Onlinebereich erhältst du Zugriff auf die Lehrgangseinführung, das Lehrgangshandbuch und einen Studienbrief. Damit kannst du Aufbau, Lernform und fachlichen Anspruch kennenlernen, bevor du die weiteren Kursinhalte kostenpflichtig freischaltest.

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