Weiterbildung Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in (Zertifikat) – BUA

👉 Du lernst Baumanatomie, Schnitt- und Kronenformierung, Sortenkunde und Maßnahmen zur Gesunderhaltung von Obstgehölzen. Die berufsbegleitende Fernausbildung umfasst Studienbriefe mit drei Wochenendseminaren, die Regelstudienzeit beträgt 18 Monate bei flexiblem Start und möglicher Teilzeitverlängerung. Abschluss ist die praxisnahe Prüfung plus das BUA-Zertifikat „Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in“; die Ausbildung ist staatlich zugelassen.

Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in (Zertifikat) auf einen Blick

Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in (Zertifikat) auf einen Blick
📜 Abschluss Zertifikat
⏳ Dauer 18 Monate, Lernaufwand 6 Stunden wöchentlich
💶 Kosten
ab 159 € monatlich
ab 2862 € insgesamt
🏫 Anbieter Bergische Umweltakademie, Fernschule mit Sitz in Remscheid
Die Bergische Umweltakademie ist ein Fachinstitut der BA Bergischen Akademie für Erwachsenenbildung GmbH in Remscheid, das seit 2025 staatlich zertifizierte Fernlehrgänge in den Bereichen Natur, Ökologie und Umweltberatung anbietet. Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Erwachsenenbildung vermittelt die Akademie praxisnahes Fachwissen in zukunftsrelevanten Themenfeldern: von Permakultur, Naturgartenbau und Obstgehölzpflege über nachhaltige Ernährung bis zur Umweltpädagogik. Die Lehrgänge sind auf die berufliche Qualifizierung ausgerichtet und schließen mit einem Zertifikat ab. Interessierte können die Kurse kostenlos und unverbindlich auf der Kursplattform testen, bevor sie sich für die vollständige Teilnahme entscheiden.
📋 Studienmodell Weiterbildung
🎓 Fachrichtung Technik & HandwerkInnenarchitektur
🌍 Unterrichtssprache Deutsch
📖 Studieninhalte Baumanatomie, Baumpysiologie, Jungbaumbepflanzung, Wachstumsgesetze, Schnitt- und Formierungstechniken, Pflanz- und Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt, Sommerschnitt, Baumansprache, Altbaumschnitt, Umstellung auf Oeschbergsystem, Baumgesundheit, Düngung, Krankheitslehre, Schädlinge, Boden- und Wiesenpflege, Sortenkunde (Apfel, Birne, Kirsche, Pflaume), Veredelungstechniken, Ökologie und Planung von Obstwiesen, Werkzeug- und Sicherheitskunde, Betriebswirtschaftliche Aspekte, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit
📚 Vertiefungen Permakultur-Beratung
👥 Präsenzphasen Drei Wochenendseminare über Wachstumsgesetze und Schnitttechniken; Seminarzeiten Samstag und Sonntag jeweils 9:30–17:00 im Streuobst-Sortengarten Lobirke, 42857 Remscheid-Reinshagen.
📍 Studienort Remscheid-Reinshagen
✅ ZFU-Zulassung Die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) hat den Kurs Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in unter der Nummer 7481724c zugelassen.
📅 Kursstart jederzeit
🔗 Mehr Infos Anbieterprofil anzeigen

Für wen eignet sich die Obstgehölzpflege – und was musst du mitbringen?

Die Ausbildung passt zu dir, wenn du bereits im Garten- und Landschaftsbau, in der Baumschule oder im Baumdienst arbeitest und dein Leistungsangebot um fachgerechte Obstgehölzpflege erweitern willst – inklusive Beratung zu Sorten und Standorten. Ebenso geeignet ist sie für Mitarbeitende in Naturschutzorganisationen und Kommunalverwaltungen, die Streuobstwiesen planen, betreuen oder wiederbeleben. Auch als naturaffiner Quereinstieg ist der Lehrgang stimmig: wenn du Privatgärten betreust, eine nebenberufliche Selbstständigkeit aufbauen möchtest oder in der Familienphase flexibel lernen willst und dabei Wert auf praxisnahe Kompetenzen legst.

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Teilnahme sind keine schulischen Abschlüsse erforderlich; eine Hochschulzugangsberechtigung ist nicht nötig. Der Einstieg ist jederzeit möglich und berufsbegleitend planbar.

  • Dauer: 18 Monate mit strukturiertem Selbststudium über Studienbriefe.
  • Arbeitsaufwand: ca. 6–7 Stunden pro Woche für die Bearbeitung der Lehrmaterialien.
  • Präsenzanteil: drei Wochenendseminare (Sa/So, jeweils 9:30–17:00 Uhr) im Streuobst-Sortengarten in 42857 Remscheid-Reinshagen.
  • Prüfungen: schriftliche Abschlussprüfung nach den Studienbriefen sowie praktische Abschlussprüfung am letzten Seminartag (Baumansprache mit Schnitt- und Pflegestrategie).
  • Abschluss: BUA-Zertifikat „Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in“ nach bestandenen Prüfungen und Seminaren; ohne Seminare Abschlusszeugnis „Grundlagen der Obstgehölzpflege“.

Praxisnähe ist zentral: Die Seminare vertiefen Schnitttechniken von der Jungbaumerziehung bis zum Altbaumschnitt und bilden die Basis für eine belastbare Beratungspraxis – von Streuobstwiesen bis Spalierobst.

Persönliche Voraussetzungen

Wichtig sind Selbstorganisation, Verlässlichkeit im Lernen und Freude an praktischer Arbeit im Außenbereich. Plane realistisch wöchentlich 6–7 Stunden für das Selbststudium ein – plus Zeit für Übungen im Garten oder auf der Obstwiese, damit du Beobachtung und Schnittführung sicher verinnerlichst. Für die Präsenztermine solltest du Wochenenden blocken und Anfahrt sowie Erholung nach intensiven Praxistagen berücksichtigen.

  • Durchhaltevermögen: 18 Monate bedeuten dranzubleiben – kleine, feste Lernfenster helfen.
  • Handwerkliches Geschick und Sorgfalt im Umgang mit Werkzeugen sind von Vorteil.
  • Beratungskompetenz: Wer Kundinnen und Kunden zu Standorten und Sorten führt, profitiert von klarer Kommunikation und dokumentierten Empfehlungen.
  • Saisonalität mitdenken: Schnitt- und Pflegefenster folgen Vegetationsphasen – plane Übungseinheiten entsprechend.

Wenn du strukturiert lernst, deine Praxisübungen konsequent dokumentierst und die Wochenenden für die Seminare verbindlich reservierst, bringst du die entscheidenden Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss und den professionellen Einsatz in der Obstgehölzpflege mit.

Was lernst du im Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in an der Bergischen Umweltakademie?

Du baust fundiertes Praxis- und Beratungswissen für Pflanzung, Pflege und Erhaltung von Obstgehölzen auf – vom Hochstamm auf der Streuobstwiese bis zum Spalier im Privatgarten. Schwerpunkte sind Baumwachstum, Schnitttechniken, Sortenkunde und die ökologische Pflege im Einklang mit Natur- und Landschaftsschutz.

Baumkunde und Schnitt-Grundlagen: Anatomie und Physiologie des Baums, Jungbaumpflanzung, Wachstumsgesetze sowie grundlegende Schnitt- und Formierungstechniken. Ziel ist, Bäume sicher zu beurteilen und Maßnahmen fachgerecht abzuleiten.

Kronenerziehung und Pflege starker und mittelstarker Obstbäume: Erziehungs- und Pflanzschnitt nach dem Oeschbergsystem, Sommerschnitt, Erhaltungs- und Altbaumschnitt. Du übst die „Baumansprache“ – die strukturierte Begutachtung als Basis für die Schnittstrategie.

Gesunderhaltung und Standortpflege: Vorbeugender Pflanzenschutz, Düngung und Ernährung, typische Schaderreger an Kern- und Steinobst, Boden- und Wiesenpflege. Du lernst, Pflegekonzepte zu planen, die die Vitalität langfristig sichern.

Pomologie und spezielle Techniken: Sortenkunde und Wuchsverhalten bei Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume, Erziehung und Schnitt kleinkroniger Gehölze, Spalierobst sowie Veredelungstechniken. Damit berätst du später sicher zu standortangepassten Sorten.

Berufskunde und Selbstständigkeit: Planung und Neuanlage von Obstwiesen, Werkzeug-, Sicherheits- und Rechtskunde sowie Grundlagen zu Kalkulation, Steuern und Marketing – als Basis für Aufträge und Kurse im eigenen Namen.

Vertiefungen und Kombi-Option: Optional lässt sich die Ausbildung mit der Fachrichtung „Permakultur-Beratung“ kombinieren – sinnvoll, wenn du Planung und Gestaltung nachhaltiger Nutzgärten mit Obstgehölzpflege verbinden willst.

Praxis und Abschluss: Drei Wochenendseminare in Remscheid vertiefen Schnitttechniken (Jungbaum-, Sommer- und Altbaumschnitt). Es gibt eine schriftliche Abschlussprüfung und eine praktische Prüfung mit Baumansprache. Das BUA-Zertifikat „Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in“ erhältst du mit bestandenen Prüfungen und Teilnahme an den Praxisseminaren; ohne Seminare schließt du mit dem Zeugnis „Grundlagen der Obstgehölzpflege“ ab.

Wie läuft die Ausbildung zur/zum Zertifizierte/n Obstgehölzpfleger/in ab?

Du lernst berufsbegleitend über 18 Monate mit digitalen Studienbriefen und Übungen, ergänzt um drei Pflicht-Praxisseminare an Wochenenden in Remscheid. Prüfungen sind schriftlich sowie praktisch im Rahmen des letzten Seminartags. Start ist jederzeit möglich.

Material und Betreuung im Fernlernen

Du arbeitest mit 19 Studienbriefen inklusive Aufgaben, Beobachtungsübungen und Zwischentests zur Selbstkontrolle. Die Unterlagen stehen digital bereit, Print ist auf Anfrage möglich. Fachliche Begleitung bietet Rolf Meyer (Fachtutor und Seminardozent) sowie das Studiensekretariat; eine Nachbetreuung bis zu 2 Jahre nach Ausbildungsende unterstützt den Praxiseinstieg.

Prüfungen: schriftlich und praktisch

Am Ende der Studienbriefe legst du eine schriftliche Abschlussprüfung ab. Die praktische Prüfung findet am letzten Seminartag statt und umfasst eine Baumansprache mit Ableitung einer passenden Schnitt- und Pflegestrategie. Für das Zertifikat ist die Teilnahme an allen drei Seminaren sowie das Bestehen beider Prüfungen erforderlich.

Präsenztermine: drei Wochenenden in Remscheid

Für das Zertifikat sind drei Wochenendseminare verpflichtend: Jungbaumschnitt; Obstbaumpflege/Sommerschnitt; Erhaltungsschnitt/Altbaumschnitt mit praktischer Prüfung. Zeiten: Samstag und Sonntag jeweils 9:30–17:00 Uhr. Ort: Streuobst-Sortengarten, Lobirke, 42857 Remscheid-Reinshagen. Ohne Teilnahme erhältst du statt des Zertifikats ein Abschlusszeugnis „Grundlagen der Obstgehölzpflege“.

Zeitplanung und Flexibilität im Alltag

Rechne mit 6–7 Stunden pro Woche für die Bearbeitung der Studienbriefe. Die Regelstudienzeit liegt bei 18 Monaten, mit der Option, die Dauer zu verkürzen oder zu verlängern. Der Einstieg ist jederzeit möglich – die Struktur eignet sich ausdrücklich für das berufsbegleitende Lernen. Präsenzzeiten fallen gebündelt an drei Wochenenden an.

Was kostet der Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in an der Bergischen Umweltakademie?

Die Lehrgangsgebühr beträgt 18 Raten à 159 €, also insgesamt 2.862 € (umsatzsteuerfrei gemäß § 4 Nr. 21 UStG). Hinzu kommen die Seminarkosten von 3 × 189 € (= 567 €) sowie persönliche Ausgaben für Anreise, Übernachtung und Verpflegung an den Seminartagen.

Einzuplanen sind mögliche Zusatzkosten für eigene Arbeitsmittel wie Schnittwerkzeuge und Schutzkleidung. Die Studienbriefe sind digital enthalten; Printfassungen sind auf Anfrage möglich. Für Verlängerungen entstehen keine pauschalen Mehrkostenangaben – kalkuliere primär mit der Regelstudiendauer und den festen Seminarentgelten.

Steuerlich lassen sich die Ausgaben in der Regel als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen, wenn ein beruflicher Bezug besteht. Arbeitgeber können sich an den Kosten beteiligen; das lässt sich gut mit der erweiterten Einsetzbarkeit in Pflege, Beratung und Kursleitung begründen.

Diese Ausbildung ist staatlich zugelassen (ZFU-Zulassung: 7481724c), jedoch ohne AZAV-Angabe.

Welche Berufe und Gehälter sind nach dem Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in möglich?

Du qualifizierst dich für praktische Obstgehölzpflege, Beratung und Bildungsangebote – angestellt oder selbstständig. Tätigkeiten reichen von der Pflege kommunaler und privater Streuobstflächen bis zur Kursleitung. In der Praxis üblich sind folgende Rollen und Vergütungen:

  • Obstbaumpfleger/in im GaLaBau oder Baumpflegebetrieb: Pflege und Schnitt von Obstbäumen auf Privat- und Kommunalflächen. Typische Gehälter: etwa 2.600–3.400 € brutto monatlich, je nach Region, Tarif und Erfahrung.
  • Mitarbeiter/in in Naturschutzorganisationen oder Biologischen Stationen: Streuobstwiesenpflege, Kartierung, Pflegekonzepte. Spannen häufig bei 2.800–3.800 € brutto monatlich.
  • Kommunale/r Projektmitarbeiter/in Streuobst/Grünflächen: Pflegeprogramme, Bürgerberatung, Bildungsarbeit. Möglich sind 3.000–4.200 € brutto monatlich, abhängig von Entgeltgruppe und Standort.
  • Kursleiter/in Obstbaumschnitt: Workshops für Vereine, Kommunen, Volkshochschulen. Übliche Honorare: ca. 250–450 € pro Kurstag.
  • Selbstständige/r Obstgehölzberater/in: Pflege- und Pflanzkonzepte, Sortenempfehlung, Vor-Ort-Schnitt. Stundensätze oft bei 40–80 € zzgl. MwSt; Tagessätze variieren mit Saison und Auftragslage.

Die Zertifizierung stärkt deine Positionierung gegenüber Privatkundinnen und -kunden, Kommunen und Vereinen. Für eine weitergehende Spezialisierung lässt sich die Ausbildung mit der Permakultur-Beratung kombinieren – sinnvoll, wenn du Planung und Beratung ganzheitlich anbieten möchtest.

Für wen lohnt sich der Zertifizierte/r Obstgehölzpfleger/in – und für wen nicht?

Die Ausbildung rechnet sich, wenn du Obstgehölze fachgerecht pflegen, beraten und eigene Angebote entwickeln willst – beruflich oder nebenberuflich. Besonders sinnvoll ist sie für Praktikerinnen und Praktiker, die ihr Profil um Sortenkunde, Schnittsysteme und ökologische Pflegekonzepte erweitern möchten.

  • Wenn du im Gartenbau, in Baumschulen, bei Baumdiensten oder in der Landwirtschaft arbeitest und praxisnahe Zusatzkompetenz in Obstgehölzpflege suchst.
  • Wenn du kommunale Flächen, Vereins- oder Privatgärten betreust und fundiert zu Sortenwahl, Pflanzung und Schnitt beraten willst.
  • Wenn du Kurse, Führungen oder Umweltbildung anbietest und dein Wissen zur Streuobstwiesenpädagogik vertiefen möchtest.
  • Wenn du dich selbstständig machen willst – mit solider Grundlage in Berufskunde, Kalkulation und Recht.
  • Wenn du eine berufsbegleitende, flexible Qualifizierung mit klaren Praxisblöcken bevorzugst.

Nicht jede Situation passt zu den Anforderungen. Die folgenden Punkte helfen dir, Fehlentscheidungen zu vermeiden – gerade mit Blick auf Präsenzzeiten und Abschlussart.

  • Wenn du keine Präsenz ermöglichen kannst: Für das Zertifikat sind drei Wochenendseminare in Remscheid verpflichtend; ohne Teilnahme gibt es nur das Zeugnis „Grundlagen der Obstgehölzpflege“.
  • Wenn du eine staatlich anerkannte Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluss erwartest: Es handelt sich um einen Zertifikatslehrgang mit ZFU-Zulassung.
  • Wenn du ausschließlich rein online ohne praktische Anteile lernen möchtest: Die praktische Prüfung und Schnittübungen sind zentraler Bestandteil.
  • Wenn dir neben Vollzeitjob 6–7 Stunden pro Woche über 18 Monate unrealistisch erscheinen oder Saisonspitzen mit Außenterminen nicht machbar sind.
  • Wenn du körperliche Arbeit im Freien bei Wetter und Gelände vermeiden willst: Schnitt- und Pflegearbeiten erfordern körperliche Belastbarkeit.

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