Die richtige Fernhochschule finden: Uni/FH, staatlich/privat, Spezialisierung & Größe

Es gibt mittlerweile so viele Hochschulen, die Fernstudiengänge anbieten, dass man da als Einsteiger schnell den Überblick verliert. Deswegen zeigt euch Christian hier, wie man die beste Uni oder FH für sein Fernstudium bzw. Onlinestudium findet. Er geht auf den Unterschied zwischen Universität, Fachhochschule und Institut ein, auf den Unterschied zwischen staatlichen und privaten Hochschulen und vieles mehr.


Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
01:09 Universitäten vs. Fachhochschulen
08:34 Institute wie das zfh & das Verbundstudium
11:16 Staatliche Hochschule vs. private Hochschule
17:46 Spezialisierung der Hochschule
21:10 Gründungsjahr und Größe der Hochschule

Weiterführend:

👉 Übersicht über alle Fernhochschulen in Deutschland: fernstudi.net/fernhochschulen
👉 Übersicht über alle Fernstudiengänge in Deutschland: fernstudi.net/fernhochschulen


Studienberatung:

ℹ️ Wir versuchen, alle Fragen in den Kommentaren auf Youtube zu beantworten. Wenn du ausführlicher beraten werden möchtest, nutze die Studienberatung auf fernstudi.net, dort sind auch Hochschulen und Anbieter unterwegs: fernstudi.net/hilfe/categories/studienberatung

___________________________

🔥 Folge unserer Community auf Facebook: facebook.com/fernstudi.net
🔥 Folge unserer Community auf Instagram: instagram.com/fernstudinet
🔥 Folge unserer Community auf Twitter: twitter.com/fernstudinet
🔥 Folge unserer Community auf LinkedIn: linkedin.com/company/fernstudinet

👉 Besuche uns auch im Onlinecampus auf fernstudi.net/community und lade unsere App: fernstudi.net/app

___________________________

Disclaimer:

Grundsätzlich basieren unsere Videos *nicht* auf bezahlten Partnerschaften. Das heißt, dass wir uns nicht bezahlen lassen, um bestimmte Videos zu produzieren, bestimmte Studiengänge vorzustellen usw. Ausnahmen kann es natürlich geben, dann stellen wir das auch im entsprechenden Video klar. Die Auswahl unserer Themen folgt auf diesem Channel keinen journalistischen, objektiven Kriterien, sondern eher danach, was die Community interessiert. Davon abgesehen pflegen wir Partnerschaften mit Hochschulen, die in unserem Portal fernstudi.net Werbung schalten und hervorgehoben dargestellt werden. Ihr erkennt das auf der Website beispielsweise an der Markierung als „Sponsoren“. Gelegentlich verlinken wir unter den Videos mit sog. Affiliate-Links, über die wir eine kleine Provision erhalten, falls ihr etwas kauft; solche Links kennzeichnen wir immer mit einem Stern (*).

#fernuni #fernstudium #fernstudinet

Transkript

Schönen Tag. Ihr interessiert euch für einen Fernstudiengang an einer Hochschule wie der FernUni Hagen oder der IU, und ihr habt gesehen: Es gibt tausenderlei Hochschulen, die Fernstudiengänge, Onlinestudiengänge und berufsbegleitende Studiengänge anbieten. Und weil es eben so viele Hochschulen gibt, private wie staatliche, wisst ihr jetzt nicht so richtig, für welche ihr euch am besten entscheiden könnt.

Es ist ja auch keine einfache Entscheidung. Man entscheidet sich hier wirklich für eine Sache, die eigentlich lebenswichtig ist für die nächsten drei, vier, fünf Jahre – so lange, wie das Studium dauert –, aber auch generell. Es ist wichtig, an was für einer Hochschule ihr euren Studiengang abschließt und wie gut euch diese Hochschule ausbilden kann.

Deswegen gebe ich euch in diesem Video mal ein paar kleine Tipps und Tricks, worauf man achten sollte, wenn man sich seine Hochschule aussucht. Wir gucken uns mal an, was es alles so für Hochschulen gibt, für Typen von Hochschulen auch, und Institutionen, die Fernstudiengänge, Fernkurse und so etwas anbieten. Und ich würde sagen, ich lege mal los.

Vorweg: die Übersicht

So, Freunde, schaut unbedingt, wenn ihr die richtige Hochschule recherchiert, hier auf fernstudi.net vorbei, den Link packe ich euch in die Beschreibung. Da habt ihr eine riesige Liste an allen relevanten Fernhochschulen in Deutschland. Und das sind nicht nur Fernhochschulen, also FernUnis und Fachhochschulen, sondern auch ganz normale Präsenzhochschulen, die einzelne Fernstudiengänge anbieten – also beispielsweise eine ganz normale Universität, die den einen oder anderen Fernstudiengang anbietet, aber jetzt keine reine Fernhochschule ist, die nur Fernstudiengänge anbietet. All das habt ihr hier vereint. Ihr seht, es werden insgesamt 82 Hochschulen mit über 700 Studiengängen gelistet.

Universität oder Fachhochschule?

Zweiter Hinweis, ganz wichtig für euch zu wissen: Ihr habt den Titel sicherlich gelesen, „Welche FernUni ist die beste für mich?“ – aber viele von euch, selbst diejenigen, die schon studieren, unterscheiden das immer noch nicht ganz so richtig, nämlich die Unterscheidung zwischen Universität und Fachhochschule. Und das ist eben auch der erste wichtige Aspekt, den ihr euch genauer anschauen solltet: Möchte ich an einer Universität studieren oder möchte ich an einer Fachhochschule studieren? Da gibt es nämlich kleine, aber feine Unterschiede.

Zum einen, was das Studienangebot angeht. Universitäten – da steckt es schon ein bisschen im Namen, Uni, Universität, universell –, die haben mehr so ein Studienangebot, das eben ein bisschen universeller ist. Da werden alle Fachbereiche möglichst abgedeckt oder möglichst viele Fachbereiche, jetzt nicht nur Technik, Wirtschaft, Management, sondern auch beispielsweise Geisteswissenschaften. Während an einer Fachhochschule das Angebot an Studiengängen in der Regel ein bisschen begrenzter ist und man beispielsweise Geisteswissenschaften nicht so häufig hat.

Aus dem Nähkästchen: mein eigener Vergleich

Dann will ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, aus eigener Studienerfahrung. Ich habe meine meisten Studienjahre im Prinzip an Universitäten verbracht. Die allererste Universität, an der ich studiert habe, das war die Universität Göttingen, dann habe ich an der Uni Jena studiert, dann habe ich an einer Uni in Berlin studiert, schließlich noch an der FernUni Hagen und schlussendlich sogar noch mal an der Universität Erfurt. Also alles Universitäten.

Und ich habe dann erst so in den letzten ein, zwei Jahren ein bisschen den Unterschied zum Studium an einer Fachhochschule mitbekommen, weil ich nämlich einzelne Module an Fachhochschulen wie der IU Internationale Hochschule oder der Hochschule Fresenius belegt habe. Da merke ich jetzt erst, während ich diese Module bearbeite, dass das schon ein gewisser Unterschied ist. Ich kann das jetzt nicht absolut verallgemeinern, aber was mir aufgefallen ist – und das ist für mich einfach normal, die ganzen Studienjahre über an einer Universität –, ist zum Beispiel, dass ich ständig in die Bibliotheken geschickt wurde, irgendwelche Literatur recherchieren und herausfinden musste, mich immer auch mit dem Forschungsstand des Fachbereichs, in dem ich mich bewegt habe, zu bestimmten Themen auseinandersetzen musste, die Standardautoren raussuchen musste, extrem viele Texte kopieren musste und mich dann eben auch mit der Forschungsliteratur auseinandersetzen musste.

Ich habe den Eindruck, dass das an der Fachhochschule nicht so stark ist. Also in den Skripten, die ich bis jetzt gelesen habe an der IU Internationale Hochschule oder auch an der Hochschule Fresenius, da werden natürlich auch sehr viele Autoren genannt, die für den Fachbereich sehr relevant sind, aber es ist jetzt nicht so, dass man sich damit wirklich noch mal sehr intensiv auseinandersetzen soll – außer man schreibt eben eine Hausarbeit oder seine Bachelorarbeit oder so etwas. Aber wenn man so ein Modul an der Fachhochschule bearbeitet, wird das eben nicht ganz so gefordert.

Und da zeigt sich auch der große Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule: Die Universität ist einfach immer noch ein bisschen mehr forschungsbezogen, da geht es auch immer noch ein bisschen mehr um Forschung. Das heißt, wenn ihr euch mehr für diesen sehr wissenschaftlichen, akademischen Bereich interessiert, auch mehr in die Wissenschaft reingehen wollt, vielleicht auch mal promovieren wollt oder so etwas, dann ist natürlich die Universität der richtige Ort für euch.

Wenn Promotion und all diese Sachen, dieses Extreme, wenn ich es mal so sagen darf, Wissenschaftliche für euch nicht ganz so wichtig ist, sondern es geht euch mehr darum, gut auf euren Job vorbereitet zu werden, auch Fachwissen zu lernen, natürlich auch das wissenschaftliche Arbeiten zu lernen, dann könnt ihr auch gut an einer Fachhochschule studieren. Natürlich kann es auch sein, dass ihr euch das gar nicht aussuchen könnt – mit der Fachhochschulreife könnt ihr nicht unbedingt an einer Universität studieren. Aber mal gesetzt den Fall, dass ihr euch das aussuchen könnt: Universität ist ganz vereinfacht gesagt mehr Forschung, mehr Forschungsbezug, auch mehr Beschäftigung mit dem Forschungsstand innerhalb der Fachbereiche, in denen man sich bewegt. Fachhochschule – da geht es wirklich mehr um Praxisanwendung und das Ganze schön berufsbezogen, dass man wirklich gut auf einen Beruf innerhalb des Fachbereichs vorbereitet wird.

Es gibt nur eine FernUniversität

Man muss wissen, dass es in Deutschland im Prinzip nur eine Fernuniversität gibt. Es gibt nur eine Universität, die wirklich nur Fernstudiengänge anbietet, die findet ihr hier auf unserer Seite, und zwar ist das die FernUni Hagen. Das war lange auch die größte Hochschule in Deutschland, mit an die 70.000 Studierenden momentan. Also es ist immer noch eine Riesenhochschule und auch die größte staatliche Hochschule letztendlich. Größer ist mittlerweile die IU Internationale Hochschule, aber das ist eine private Hochschule – die FernUniversität ist die größte staatliche Hochschule in Deutschland, und das ist eine Universität.

Die hat für eine Universität jetzt ein relativ kleines Studienangebot eigentlich, ihr könnt jetzt nicht wirklich jeden einzelnen Studiengang studieren, 27 Fernstudiengänge haben wir hier eingetragen, so die Zahl, müsste auch aktuell sein. Ihr könnt eben an dieser Hochschule beispielsweise auch in die Geisteswissenschaften reingehen. Wenn euch diese Richtung interessiert, dann habt ihr eigentlich nur die FernUniversität Hagen als Auswahl. Ihr könntet zum Beispiel Kulturwissenschaften studieren, und innerhalb dieses Studiengangs könnt ihr in die Philosophie reingehen, in die Literaturwissenschaft oder in die Geschichte.

Das ist so fast die einzige Möglichkeit, wenn ihr geisteswissenschaftlich interessiert seid. Ich meine, private Fachhochschulen bieten teilweise auch Studiengänge in diese Richtung an, zum Beispiel etwas in Richtung Philosophie könnt ihr an der Hochschule Fresenius studieren. Aber so richtig Geisteswissenschaften gibt es eigentlich an den privaten und an den Fachhochschulen nicht so stark, das gibt es wirklich nur an der Uni und insbesondere an der FernUni Hagen.

Und dann gibt es natürlich noch andere Universitäten, die auch Studiengänge anbieten, das sind aber nicht besonders viele. Das könnt ihr hier auf unserer Seite filtern, das sind in der Regel einzelne Präsenzhochschulen. Da haben wir beispielsweise die Technische Universität Kaiserslautern, die eine ganze Reihe an Studiengängen anbietet, dann die Uni Potsdam, die bietet ein paar berufsbegleitende Studiengänge an. Oder auch Unis wie die Humboldt-Universität Berlin, die bietet letztendlich nur einen Studiengang an, soweit ich weiß, im Bereich Bibliothekswissenschaften müsste das sein. Und noch die eine oder andere Hochschule – da könnt ihr einfach gucken, wenn ihr euch wirklich für eine Uni interessiert, ob eine dabei ist, die auch einen Studiengang anbietet, der etwas für euch ist.

Die dritte Kategorie: Institute

Dann, neben den Universitäten und den Fachhochschulen, gibt es noch Institute, also Institutionen, die auch Studiengänge anbieten. Über die seid ihr vielleicht auch schon gestolpert. Eines dieser Institute ist das zfh, das Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund, habt ihr vielleicht auch schon gesehen, und da werden auch jede Menge Studiengänge angeboten.

Und hier haben es vielleicht manche nicht richtig verstanden: Das ist ja keine Hochschule in dem Sinne, sondern eben eine Institution. Ihr müsst wissen, dass dieses Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund ein Institut ist, eine wissenschaftliche Einrichtung von drei verschiedenen Bundesländern – ich glaube, Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen müssten es sein. Und diese Einrichtung, die bündelt im Prinzip ganz vereinfacht gesagt die Fernstudiengänge von allen möglichen Fachhochschulen in diesen Bundesländern, packt das dann auf ihre Webseite, bewirbt das und kümmert sich wahrscheinlich auch ein bisschen um die Einschreibung und darum, diese Studiengänge an den Mann und an die Frau zu bringen.

Hier ist wichtig zu wissen: Wenn ihr euch dann für einen dieser Studiengänge interessiert, Soziale Arbeit beispielsweise, dann seid ihr tatsächlich nicht am zfh eingeschrieben – das ist eben keine Hochschule –, sondern ihr seid dann eingeschrieben an der Hochschule, die diesen Studiengang anbietet. Beispielsweise die Hochschule Koblenz müsste eine dieser teilnehmenden Hochschulen sein, und da seid ihr dann wirklich ganz regulär, ganz normal an dieser staatlichen Fachhochschule immatrikuliert.

Es gibt noch eine solche Einrichtung, auf die ihr auf unserer Seite vielleicht auch schon gestoßen seid: das sogenannte Verbundstudium. Da werden auch eine ganze Reihe an Studiengängen angeboten, das ist im Prinzip dasselbe wie beim zfh. Auch hier ist das ein Verbund von verschiedenen Hochschulen, und die Fernstudiengänge dieses Verbundes werden über diese Institution gebündelt und auf der Webseite beworben. Und man immatrikuliert sich dann aber letztendlich an einer staatlichen Fachhochschule, die in diesem Verbund teilnimmt.

Das ist auf jeden Fall wichtig zu wissen: Es gibt nicht nur Universitäten und Fachhochschulen, es gibt auch noch Institute, bei denen man sich über verschiedene Fernstudiengänge informieren kann. Aber letztendlich ist man, wenn man einen Studiengang über so eine Institution wie das Verbundstudium oder das zfh findet, dann letztlich auch an einer Fachhochschule eingeschrieben.

Privat oder staatlich?

Wenn ihr diese Frage für euch geklärt habt – also möchte ich eher an einer Universität studieren, ein bisschen mehr diese akademische, wissenschaftliche Schiene, diese Forschungsschiene gehen, oder möchte ich an einer Fachhochschule studieren, mehr so das Berufsbezogene, Praktische –, dann könnt ihr die nächste Frage klären: Möchte ich eher an eine private Hochschule gehen oder möchte ich eher an eine staatliche Hochschule?

Auch hier gibt es gewisse Unterschiede, erst mal vom Preis abgesehen, den blende ich jetzt einfach mal aus. Ich gehe mal davon aus, ihr habt für euch jetzt die Auswahl, also es ist nicht so wichtig, ob der Studiengang 15.000 Euro kostet oder 150 Euro im Semester wie an vielen staatlichen Hochschulen. Ihr habt hier wirklich die freie Wahl – natürlich, wenn ihr es euch jetzt nicht leisten könnt, an eine private Hochschule zu gehen, dann habt ihr in dem Sinne keine Wahl, dann fällt dieser Punkt völlig flach. Aber mal angenommen, ihr habt die Wahl.

Auch hier gibt es kleine Unterschiede. Ich will jetzt nicht sagen, dass man da irgendwas falsch machen kann, aber man sollte sich einfach ein bisschen damit beschäftigen, was die bessere Trägerschaft der Hochschule für einen ist. Und ihr müsst euch einfach ein bisschen die Studiengänge angucken, wie die organisiert sind.

An den privaten Hochschulen ist es in der Regel so, dass es da leichter ist, zum Beispiel in den Studiengang reinzukommen. Da ist der Andrang in der Regel nicht ganz so groß wie an den staatlichen Hochschulen, weil die Studiengänge natürlich auch ein paar Euro mehr kosten. Deswegen ist der Andrang nicht so groß, die Hochschulen müssen teilweise kämpfen um ihre Studierenden. Also die privaten bieten da natürlich ganz viele Vereinfachungen, um in irgendeinen Studiengang reinzukommen: keine NCs beispielsweise, oder es gibt keine großen Zugangsprüfungen. Es gibt viele andere Erleichterungen, es ist auch so, dass an den privaten Hochschulen in der Regel Vorleistungen ein bisschen vereinfacht anerkannt werden. Wenn ihr schon mal eine Ausbildung gemacht habt oder irgendeine Weiterbildung abgeschlossen habt, die privaten Hochschulen erkennen euch da in der Regel ein kleines bisschen leichter solche Vorleistungen an, weil die eben viele Studierende anziehen möchten und man damit ja auch gut werben kann.

Während es an den staatlichen Hochschulen ein bisschen schwerer ist. Da sind die Zugänge auf der einen Seite ein bisschen schwerer – jetzt mal von der FernUni Hagen abgesehen, die hat keine so strengen Zugangsvoraussetzungen, finde ich, und da gibt es jetzt auch keine Beschränkung an Studienplätzen. Aber das hat man dann bei einzelnen staatlichen Hochschulen auch oder häufiger, dass es da eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen gibt. Da muss man sich dann richtig bewerben und zusehen, dass man reinkommt.

Das hat natürlich auch wiederum einen Effekt: Wenn Studiengänge so begrenzt sind und sich die Hochschulen die Bewerber auch ein bisschen aussuchen können, das wirkt sich natürlich auch auf die Qualität des Studiengangs aus, würde ich jetzt mal sagen. Man hat natürlich ein bisschen andere Kommilitonen, als wenn da, sage ich mal, jedermann und jede Frau studieren kann. Ich kann mir vorstellen, dass die Profs dann auch ein bisschen mehr auf die Qualität der Inhalte achten. Soll jetzt nicht heißen, dass es keine Qualität auch an den privaten Hochschulen gibt, aber ich habe den Eindruck beziehungsweise ich denke, dass die staatlichen Hochschulen da noch ein bisschen mehr darauf achten und die Studierenden natürlich auch noch ein bisschen mehr fordern. Denn denen ist es letztendlich egal, ob du da studierst oder nicht. Die machen ihre Prüfungen einfach so und so schwer, weil die euch einfach wirklich richtig krass voranbringen wollen. Während die privaten Hochschulen die Prüfungen natürlich eher so gestalten, dass möglichst viele Leute dann auch durchkommen – die wollen ja ihre zahlenden Kunden letztendlich nicht wirklich verärgern, die wollen ja, dass ihre Kunden, ihre Studierenden, die Hochschule möglichst auch weiterempfehlen.

Die Studienmaterialien

Und dann habt ihr natürlich auch noch Unterschiede in den Studienmaterialien. An den privaten Hochschulen habt ihr natürlich mehr so einen Full Service, will ich mal sagen. Da gibt es alle möglichen Materialien, nicht nur die reinen Skripte, während ihr an einer Hochschule wie der FernUni Hagen beispielsweise wirklich nur reine Skripte habt, recht trocken in dem Sinne. Die sind jetzt nicht so klickibunti aufbereitet, wie man das häufig an privaten Hochschulen hat – insbesondere an der Hochschule Fresenius beispielsweise, wo man wirklich richtig schön gestaltete Studienskripte hat.

Dann habt ihr an den privaten Hochschulen sehr häufig auch noch Videomaterial, Podcasts, und ihr habt in der Regel auch einen wirklich mehr ausgebauten Onlinecampus, also mehr digitale Möglichkeiten, zum Beispiel so etwas wie eine richtig gute Lese-App an der IU Internationale Hochschule. Auf all diese Sachen legen, glaube ich, die staatlichen Hochschulen nicht ganz so viel Wert. Da bekommt ihr eure Skripte, müsst sie durcharbeiten und die Klausuren schreiben, während ihr, wenn ihr einen Haufen Geld an den privaten Hochschulen bezahlt, dann doch schon ein bisschen mehr gepampert werdet, auch was die Studienunterlagen angeht.

Die Seminare

Letzter Aspekt, was staatlich gegen privat angeht, sind die Seminare. Mein Eindruck ist, dass man an den staatlichen Hochschulen in der Regel ein größeres Seminarangebot hat. Und das liegt einfach daran, dass solche Seminare auch teuer für ein Unternehmen sind: Das muss organisiert werden, man muss Räumlichkeiten organisieren, man muss das zu bestimmten Zeiten anbieten, wahrscheinlich auch mehrmals, man muss die Lehrkräfte oder die Dozenten für solche Seminare bezahlen. Und das Ganze ist ein bisschen einfacher umzusetzen für die staatlichen Hochschulen, insbesondere wenn die auch schon viel Erfahrung mit Präsenzveranstaltungen haben.

Aber die staatlichen Hochschulen haben teilweise auch ein ganz ordentliches Budget. Die sind jetzt nicht kostenlos in dem Sinne, das muss man sich auch bewusst sein, sondern wir bezahlen die alle als Steuerzahler Stück für Stück mit den vielen Steuern, die wir hier in diesem Land abdrücken. Aber diese Steuergelder können die dann eben auch nehmen, um wirklich ein reichhaltiges Angebot an Seminaren bereitzustellen. Bis hin zu Hochschulen wie der Hochschule Schmalkalden, die in ihren Fernstudiengängen dann wirklich ein sehr umfangreiches Angebot an Seminaren hat. Und ich glaube, wenn man an einer Hochschule über das zfh studiert, hat man auch sehr viele Möglichkeiten, an Seminaren und Veranstaltungen teilzunehmen, und so ist es auch an der FernUni Hagen.

Soll jetzt nicht heißen, dass man an den privaten Hochschulen keine Seminare hat, aber es ist in der Regel nicht ganz so viel, teilweise gibt es sie gar nicht – wie an der IU Internationale Hochschule, wo man dann tatsächlich nur noch Onlineveranstaltungen hat.

Wie spezialisiert ist die Hochschule?

Der letzte Aspekt, den ich anführen möchte und den ihr euch genauer anschauen solltet, ist die Frage: Wie spezialisiert ist die Hochschule, die mich interessiert, für den Fachbereich oder für das Fach, das ich studieren möchte?

Es gibt natürlich so ganz große Hochschulen wie die IU Internationale Hochschule, die wirklich in jedem Fachbereich – außer den Geisteswissenschaften in dem Fall – Fächer anbieten, eine riesige Auswahl haben. Oder Universitäten wie die FernUni Hagen, die auch eine ganze Menge Fachbereiche abdecken. Und andere große Hochschulen gegenüber kleineren Hochschulen, die jetzt zwar nicht so viele Studierende haben, aber dafür spezialisiert sind auf bestimmte Fachbereiche.

Also beispielsweise die AKAD University, die haben wir hier: Die war und ist eigentlich immer noch sehr stark spezialisiert auf den technischen Bereich – Maschinenbau kann man beispielsweise studieren, Informatik und solche Fächer – und auf der anderen Seite auf den Managementbereich, also man kann da BWL, Management und solche Fächer studieren. In diesen Fachbereichen hat die Hochschule sehr viele Jahre Erfahrung, mittlerweile kommt immer noch ein bisschen mehr dazu, jetzt kommt noch der Gesundheitsbereich dazu an dieser Hochschule.

Aber es gibt auch andere Hochschulen, die sind dann wirklich sehr, sehr stark auf einzelne Fachbereiche spezialisiert. Da haben wir beispielsweise die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft. Ihr seht, mit 1.400 Studierenden ist die jetzt im Vergleich zur IU zum Beispiel sehr, sehr klein, aber die bietet eben auch nur Studiengänge in diesen Fachbereichen an: Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, insbesondere Psychologie kann man da studieren. Wenn man sich für diesen Gesundheitsbereich interessiert, sollte man sich diese Hochschule mal genauer angucken.

Die Wilhelm Büchner Hochschule ist ein anderes Beispiel für eine Hochschule, die besonders interessant für diejenigen von euch ist, die in den technischen Bereich reingehen wollen – Maschinenbau, Mechatronik, Informatik, Wirtschaftsinformatik, solche Fächer. Wer sich dafür interessiert, sollte sich auf jeden Fall diese Hochschule angucken. Oder Hochschulen wie die Euro-FH, die Europäische Fernhochschule Hamburg, die denke ich mal besonders stark ist im Bereich Wirtschaft, BWL, Management, sowohl Bachelor als auch Master. Wer sich für einen von diesen Studiengängen interessiert, der sollte sich auf jeden Fall die Euro-FH angucken.

Ganz wichtiger Aspekt für eure Entscheidung: Habe ich eine Hochschule, die in meinem Fachbereich wirklich sehr spezialisiert ist? Oder ist es auch so eine staatliche Hochschule wie die Technische Universität Kaiserslautern beispielsweise, wo das ja schon im Namen steckt, die Spezialisierung – da könntet ihr wahrscheinlich nicht so gut Philosophie studieren, vielleicht Technikphilosophie, ich weiß nicht, ob es überhaupt einen Präsenzstudiengang in die Richtung gibt, aber ihr wisst, wie ich das meine.

Sucht euch einfach möglichst eine Hochschule, die möglichst spezialisiert ist auf euren Fachbereich. Und das soll jetzt nicht heißen, dass die großen Hochschulen, die alles Mögliche anbieten, schlecht sind in dem Sinne. Häufig haben die auch Studiengänge, die gibt es gar nicht an den kleineren Hochschulen, weil die vielleicht ein bisschen exotisch sind, dann aber quersubventioniert werden durch die ganz großen Studiengänge, die sehr, sehr gut laufen. Also schaut euch da einfach ein bisschen um und geht nicht einfach auf gut Glück an eine ganz große Hochschule, sondern guckt auf jeden Fall auch erst mal, ob es vielleicht eine kleinere Hochschule gibt, die eben auf euren Lieblingsfachbereich spezialisiert ist.

Größe und Gründungsjahr

So, Freunde, letzte Sache, die ihr euch vielleicht noch angucken solltet: Wie groß ist die Hochschule? Da würde ich auch mal einen Blick drauf werfen, ich habe schon ein paar Sachen dazu gesagt. Hier eine sehr kleine Hochschule, die Allensbach Hochschule beispielsweise, dann haben wir sehr große Hochschulen wie die IU, die größte Hochschule momentan.

Guckt euch auf jeden Fall auch mal an, wann die Hochschule gegründet wurde. Bei den staatlichen Hochschulen liegt das Gründungsdatum in der Regel schon ein ganzes Stückchen weiter zurück, die gibt es teilweise schon sehr, sehr lange. Bei den privaten Hochschulen: Die gibt es noch gar nicht so lange am Markt in dem Sinne. Die IU beispielsweise, die gibt es, glaube ich, seit 1998, als IUBH damals noch bekannt, aber die Fernstudiengänge müsste die Hochschule auch erst so um 2010 herum, vielleicht sogar noch ein bisschen später, an den Start gebracht haben. Die haben jetzt also keine 30 Jahre Erfahrung in der Vermittlung von Fernstudiengängen beziehungsweise im Umgang mit Fernstudierenden. Da gibt es aber andere Hochschulen, die sind schon ein bisschen länger am Start – soweit ich weiß, müsste die AKAD University dann doch schon ein ganzes Stückchen länger am Start sein, seit 1959.

Schaut euch dann einfach mal ein ganz bisschen um, wann die Hochschule gegründet ist, das ist so ein kleiner Nebenaspekt, dass man sich da immer noch ein bisschen weitergehend über die Hochschule informiert. Oder beispielsweise hier die Hochschule Fresenius, sehr groß für eine private Hochschule, mit 18.000 Studierenden – um die 20.000 müssten das mittlerweile sein. Und diese Hochschule ist auch besonders, weil die sehr, sehr viele Präsenzstudiengänge anbietet, also auch sehr viel Erfahrung im Umgang mit Präsenzstudierenden hat und es, glaube ich, auch gut geschafft hat, die Qualität der Präsenzstudiengänge auf den Onlinebereich zu übertragen.

Und dann guckt man sich halt einfach noch mal ein bisschen diese ganzen Nebenaspekte an, wie eben die Größe der Hochschule, wann ist die gegründet und so weiter und so fort.

So, Freunde, ich hoffe, das kann euch bei eurer Entscheidung ein kleines bisschen helfen. Es gibt hier auch ein Video auf diesem Channel, wo ich darüber erzähle, wie man den perfekten Studiengang findet, schaut euch das auch mal an. Ich würde mal sagen, schreibt mir einfach eure Fragen in die Kommentare, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel.

Kommentare