Den richtigen Studiengang finden: Was bei der Auswahl beachten? Tipps zur Studienwahl im Fernstudium
Bei der Wahl des richtigen Präsenzstudiengangs oder Onlinestudiengangs bzw. Fernstudiengangs gibt es vielen Dinge, die man berücksichtigen sollte. Deshalb zeigt euch Christian hier, nach welchen Kriterien man einen Bachelor oder auch Master beurteilen kann. So fällt die Entscheidung für oder gegen ein Fernstudium hoffentlich leichter.
Inhalt:
00:00 Schönen guten Tag
00:52 Die richtige Hochschule recherchieren
04:57 (Gesamt-)Kosten recherchieren
09:17 Studieninhalte & Vertiefungen recherchieren
19:02 Präsenzen & Seminare recherchieren
21:43 Studiendauer recherchieren
25:25 Anerkennungsmöglichkeiten recherchieren
27:15 Bewertungen recherchieren
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Transkript
Schönen guten Tag. Habt ihr euch jetzt dafür entschieden, ein Fernstudium oder ein Studium generell zu starten, und kommt nicht so richtig zurecht mit der riesigen Auswahl an Studiengängen? Die gibt es ja teilweise sogar in dem Fachbereich, den ihr studieren wollt: Ihr wollt vielleicht Psychologie studieren, da gibt es zehn verschiedene Studiengänge von zehn verschiedenen Hochschulen, und ihr wisst nicht so richtig, anhand welcher Kriterien ihr euch für den perfekten Studiengang entscheiden sollt.
Deswegen versuche ich mal, mit diesem Video ein bisschen Orientierung zu geben. Ich sage euch mal, wie ich vorgehe, wenn ich mir Studiengänge genauer angucke, was ich da für Kriterien anlege, welche Kriterien wirklich wichtig sind und welche vielleicht weniger wichtig sind. Das gucken wir uns alles in diesem Video an, und ich würde sagen, wir legen direkt los.
An welcher Hochschule soll ich studieren?
So, Freunde, eine ganz wichtige Entscheidung ist natürlich: An welcher Hochschule soll ich studieren? Da guckt man sich natürlich erst mal ganz genau die Hochschule an, für die man sich interessiert. Also Psychologie zum Beispiel wird von ganz vielen verschiedenen Hochschulen, Fernhochschulen und so weiter angeboten, und da sollte man erst mal eine kleine Vorauswahl treffen oder sich zumindest die Hochschulen ein ganz kleines bisschen genauer angucken.
Grundsätzlich könnt ihr Hochschulen hier auf fernstudi.net, dem Portal zu diesem Channel, miteinander vergleichen. Wir haben eine riesige Liste an allen möglichen Fernhochschulen, auch Präsenzhochschulen, staatlichen Hochschulen, die Fernstudiengänge anbieten. Da bekommt ihr erst mal einen relativ umfassenden Überblick über die einzelnen Hochschulen und auch gleich ein paar Parameter, die für die Entscheidung für oder gegen eine Hochschule wichtig sind.
Natürlich müsst ihr erst mal gucken: Will ich wirklich an eine FH oder an eine Universität gehen? Das ist schon eine relativ wichtige Entscheidung, wobei es im Fernstudienbereich jetzt nicht so viele Universitäten gibt, die Fernstudiengänge anbieten – zumindest nicht so viele wie Fachhochschulen.
Aber wenn ich mir die richtige Hochschule raussuchen wollen würde, dann möchte ich mir erst mal anschauen: Was ist das für eine Hochschule, ist das eine private Hochschule, ist es eine staatliche Hochschule? Wie lange gibt es die Hochschule schon – auch ein wichtiger Punkt, den man sich mal anschauen sollte: Wann wurde die Hochschule gegründet? Ist das eine Hochschule, die überwiegend oder nur Fernstudiengänge anbietet?
Beispielsweise die IU Internationale Hochschule, die bietet nicht nur Fernstudiengänge an, sondern auch Präsenzstudiengänge oder berufsbegleitende Studiengänge, ganz viele verschiedene Studienmodelle, hat ihren Fokus aber doch schon auf dem Thema Fernstudium. Andere Hochschulen wie die AKAD University sind spezialisiert auf Fernstudiengänge. Die FernUniversität Hagen als staatliche Fernuniversität bietet natürlich nur Fernstudiengänge an.
Und wenn man weiß, dass eine Hochschule seit, sagen wir mal, 20, 30 Jahren schon nur Fernstudiengänge anbietet, dann kann man sich schon denken, dass diese Hochschule auch eine gewisse Erfahrung darin hat, Leuten, die neben ihrem Beruf studieren, das Wissen zu vermitteln, das sie wissen sollen. Während eine Hochschule, die es vielleicht erst seit ein, zwei Jahren am Markt gibt oder die erst seit ein, zwei Jahren angefangen hat, Fernstudiengänge anzubieten, vielleicht noch nicht ganz so erfahren ist. Das heißt nicht, dass man diesen Hochschulen nicht auch eine Chance geben sollte, aber das sind so Punkte, die einem durch den Kopf gehen sollten, wenn man sich anschaut, an welcher Hochschule man sein Studium machen möchte.
Gibt es eine spezialisierte Hochschule für mein Thema?
Ein wichtiger Punkt ist auch zu gucken: Gibt es vielleicht eine Hochschule, die auf das Thema spezialisiert ist, mit dem man sich beschäftigen möchte? Wenn ihr euch beispielsweise für das Studium Psychologie interessiert, guckt euch zum Beispiel mal die APOLLON Hochschule an, die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, die sich eben auf Studiengänge im Bereich der Gesundheits- und Sozialwissenschaften spezialisiert. Da kann man dann schon davon ausgehen, dass gerade in diesem Fachbereich sehr viel Erfahrung da ist.
Während Hochschulen wie beispielsweise die IU Internationale Hochschule natürlich auch ein sehr interessantes Studienangebot haben, aber eben auch ein sehr umfassendes Studienangebot, und dann eben nicht der Fokus auf diesen einzelnen Fachbereichen liegt, sondern auf allen möglichen.
Also im Bereich der Hochschulen immer auch mal gucken, ob es eine spezialisierte Hochschule für diesen Fachbereich gibt. Die Wilhelm Büchner Hochschule ist ein Beispiel für eine Hochschule, die sich auf Studiengänge in den Fachbereichen Technik, Informatik und so weiter spezialisiert. Oder die Euro-FH, die im Managementbereich ziemlich stark und fokussiert ist, im BWL-, Wirtschaftswissenschaften-, Managementbereich.
Die Kosten – und warum die Gesamtkosten zählen
Ein weiteres Auswahlkriterium für den Studiengang, den man wählt, sind natürlich die Kosten. Für viele von euch ist das schon mal ein Ausschlusskriterium, wenn sie sehen, dass der Studiengang, für den sie sich interessieren, insgesamt vielleicht, keine Ahnung, 15.000 Euro kostet oder vielleicht 5.000 Euro.
Und da ist ein ganz wichtiger Tipp für euch: Schaut euch immer unbedingt an, was so ein Studium insgesamt kostet. Wir können uns beispielsweise einen Studiengang an der AKAD University angucken: Wenn ihr euch hier vielleicht für den Bereich Informatik interessiert und euch die Studiengänge raussucht, die es in Informatik an verschiedenen Hochschulen gibt, dann habt ihr an den meisten Hochschulen, an den privaten zumindest, immer die Studiengebühren in monatlichen Beiträgen aufgezählt. So ist es auch an der IU. An staatlichen Hochschulen bezahlt ihr normalerweise nicht monatlich, sondern pro Semester, aber an den privaten seht ihr immer, was die Studiengänge monatlich kosten. Das ist hier besonders fett gedruckt.
Und da ist ein sehr wichtiger Tipp für euch: dass ihr euch nicht an diesen monatlichen Gebühren orientieren solltet, sondern immer an den Gesamtstudiengebühren. Also guckt euch immer an, was so ein Studiengang insgesamt kostet, nicht was er monatlich kostet, sondern was er insgesamt kosten wird. Rechnet das immer aus, egal an welcher Hochschule ihr studieren wollt, egal welchen Studiengang ihr studieren wollt.
Es gibt auch Hochschulen, bei denen es nicht sofort von Anfang an ersichtlich ist, was so ein Studium insgesamt kosten wird. Da seht ihr nur die monatlichen Gebühren und seht: Okay, ich muss monatlich nur 200 Euro bezahlen. Was für jemanden, der seine 2.000 Euro netto macht, okay ist, eine Belastung, mit der man leben kann, über, weiß ich nicht, drei, vier Jahre. Das blendet dann ein bisschen, wenn man nicht die Gesamtstudiengebühren sieht und das, was man über diesen gesamten Zeitraum zahlen wird. Also guckt euch immer die Gesamtstudiengebühren an.
Das gilt natürlich auch für die staatlichen Hochschulen. Wenn ihr euch hier an der FernUni Hagen für ein Studium interessiert, beispielsweise für einen Bachelor in Informatik, dann guckt euch auch mal an beziehungsweise rechnet euch aus, was ihr insgesamt für das Studium bezahlen sollt. Das habt ihr hier auch immer schön in der Übersicht beziehungsweise auf den Übersichtsseiten der FernUni Hagen genannt – wie ihr seht, wird man hier insgesamt ungefähr 1.500 Euro für das gesamte Studium bezahlen.
Die Nebenkosten, die niemand aufschreibt
Was die FernUni Hagen hier jetzt nicht schreibt – und auch nicht die AKAD University und andere Hochschulen –, ist, dass es auch versteckte Kosten in dem Sinne gibt beziehungsweise dass gewisse Nebenkosten mit einem Studium immer anfallen.
Wenn man beispielsweise viele Seminare absolviert, dann muss man natürlich auch mal dorthin fahren, wo die Seminare stattfinden. Und wenn das ein bisschen weiter weg ist vom eigenen Wohnort, können auch schnell recht hohe Kosten zusammenkommen. Da hat man die Fahrtkosten zu den Seminaren, man muss vielleicht Übernachtungen buchen, ein, zwei Übernachtungen, das teilweise mehrmals pro Semester.
Dann hat man natürlich noch so ganz typische Kosten für sein Studium: Man muss sich Lehrbücher kaufen beziehungsweise sollte sich zumindest das eine oder andere Lehrbuch zulegen – wobei es je nach Hochschule natürlich auch ein gutes Angebot an digitalen oder virtuellen Bibliotheken gibt, wo man sich viele Lehrbücher als PDF herunterladen kann. Aber das eine oder andere Buch wird man sich doch kaufen. Man muss sich vielleicht auch noch eine technische Ausstattung kaufen: Gerade im Fernstudium braucht ihr häufiger auch mal ein Headset, eine Kamera und solche Sachen und vielleicht auch einen neuen Rechner. Das sollte man alles mit einberechnen.
Deswegen macht eine gute Kalkulation, bevor ihr ins Studium geht, und vergleicht das dann auch mal von Hochschule zu Hochschule. Also guckt euch an: Wie hoch ist der Präsenzanteil an dem Studiengang, der mich interessiert, wie hoch könnten die Kosten sein, die mir durch diese ganzen Präsenzphasen entstehen?
Also ganz wichtiger Punkt, den ihr aus diesem Video mitnehmen solltet: Guckt euch immer die Gesamtkosten an, und vernachlässigt dabei auch nicht die Nebenkosten beziehungsweise die sogenannten versteckten Kosten, die dann nicht auf den Webseiten der Hochschulen aufgeführt werden.
Die Studieninhalte
Das sind so Punkte zur Vorauswahl für so ein Studium: Welche Hochschule soll es sein, und welche Kosten, was habe ich für ein Budget für mein Studium? Und dann kommt natürlich ein ganz wichtiger Punkt, der sehr stark ausschlaggebend sein sollte für oder gegen das Studium: Das sind natürlich die Studieninhalte.
Wir können uns hier mal ein bisschen auf der Webseite der FernUni Hagen umschauen. Angenommen, ihr wollt Informatik studieren, dann müsst ihr euch ein bisschen durchklicken. Da findet ihr auf der Webseite der FernUni Hagen immer einen Link zur genauen Beschreibung des Studiums. Da habt ihr die Voraussetzungen – auf die gehe ich jetzt nicht ein, die sind natürlich auch wichtig, aber es ist klar, dass ihr für die meisten Studiengänge ein Abitur braucht oder die Fachhochschulreife oder eine fachgebundene Hochschulreife.
Ihr habt dann auf allen Webseiten beziehungsweise allen Studiengangsbeschreibungen – egal ob es eine private Hochschule ist oder eine staatliche – natürlich immer eine Übersicht über die Studieninhalte. Und die ist hier beispielsweise dreigeteilt: Ihr habt eine grobe Übersicht auf der Webseite der FernUni Hagen, die groben Studieninhalte. Hier seht ihr, wie der Studiengang aufgeteilt ist und was ihr für Pflichtmodule absolvieren müsst. Da seht ihr schon mal: Okay, hier geht es gleich ganz gut los mit Mathematik. Ich gehe mal davon aus, wenn ihr jetzt Informatik studieren wollt, dann habt ihr keine große Angst vor Mathematik, denn ihr müsst hier schon einige mathematische Module absolvieren.
Der Studienverlaufsplan
So habt ihr eine grobe Übersicht über die Pflichtmodule und auch über die sogenannten Wahlpflichtmodule. Eine bessere Übersicht habt ihr in der Regel, wenn ihr euch den Studienverlaufsplan für euer Wunschstudium anschaut, den habt ihr in der Regel auf den meisten Webseiten, wo Studiengänge beschrieben werden. Und diesem Studienverlaufsplan könnt ihr genau entnehmen, wie das Studium aufgebaut ist von Semester zu Semester. Hier sieht man auch viel schöner, was man so für Module absolvieren muss im ersten Semester, im zweiten Semester, im dritten Semester und so weiter, beziehungsweise hier in dem Fall im ersten Studienjahr, im zweiten Studienjahr und im dritten.
Wie ihr seht, absolviert ihr hier an der FernUni Hagen, wenn ihr dieses Studium absolvieren wollt, auch gleich ganz am Anfang Mathematik, es geht dann gleich in die Vollen mit der Programmierung und so weiter.
Was mich da noch interessieren würde, wäre zum Beispiel die Frage danach: Wie sehr kann ich diese Module so belegen, wie ich das möchte? Also im ersten Semester zum Beispiel dieses Modul hier gleich belegen? Das sollte man dann vielleicht auch mal in Erfahrung bringen. An der FernUni Hagen weiß ich jetzt nicht genau, wie das ist, aber ich weiß, dass ihr in der Regel an vielen privaten Hochschulen relativ flexibel die Module belegen könnt. Das geht nicht immer – also ihr könnt nicht gleich mit Modulen aus dem sechsten Semester loslegen, ist jetzt auch nicht unbedingt zielführend. Aber vielleicht will man sich ganz am Anfang Mathematik zum Beispiel erst mal aufheben und das ein bisschen später machen, dann muss man einfach mal gucken, ob das möglich ist.
Das Modulhandbuch und die Prüfungsformen
Dann ist mein Tipp für euch, dass ihr euch auch immer ein sogenanntes Modulhandbuch genauer anschaut. Hier an der FernUni Hagen habt ihr das jetzt nicht direkt zum Download zur Verfügung, also ich habe es auf die Schnelle zumindest nicht gefunden. Aber wenn ihr hier auf Module klickt, dann habt ihr noch mal eine Übersicht über die einzelnen Module, und dann könnt ihr euch wirklich auch die Modulbeschreibungen genauer anschauen: Was wird genau vermittelt in dem Modul, was ist das Lernziel? Und ganz wichtig natürlich: Was ist die Prüfungsform dieses Moduls?
Das sollte euch nämlich auch interessieren, wenn ihr euch für ein Studium interessiert: Was gibt es in dem Studiengang, der euch interessiert, für vorherrschende Prüfungsformen? Also werde ich viele Klausuren in diesem Studiengang schreiben, werde ich viele Hausarbeiten schreiben, gibt es auch irgendwelche alternativen Prüfungsformen zu Hausarbeiten, gibt es vielleicht auch mündliche Prüfungen oder irgendwelche Projektarbeiten?
Und das könnt ihr in der Regel den Modulhandbüchern entnehmen. Da wird jedes einzelne Modul aufgeführt, immer mit diesen ganzen Informationen: also dem Arbeitsaufwand beispielsweise, den ihr in das Modul stecken solltet, wann es angeboten wird und in der Regel auch, was die Prüfungsform ist. Das findet ihr dann hier, die Art der Prüfungsleistung: Für dieses Modul Mathematische Grundlagen ist das dann eine bestandene benotete Prüfungsklausur.
Und so geht ihr Stück für Stück alle Module in diesem Studiengang durch und guckt mal, was da so für Prüfungen abverlangt werden. Es gibt nämlich Leute, die schreiben eher ungern Klausuren, und wenn es dann ein Angebot von einer anderen Hochschule gibt, die damit wirbt, ein bisschen weniger Klausuren zu schreiben, dann ist es doch ganz sinnvoll, dass man sich da vorher schon mal informiert hat.
Der Umfang der Module
Das Nächste, was ich mir auch noch anschauen würde, wenn es um die Studieninhalte geht, wäre der Umfang der Module. Das sehen wir jetzt hier in diesem Studienverlaufsplan nicht, zumindest hier auf der Seite der FernUni Hagen, das kann man dann aber häufig auch dem Modulhandbuch entnehmen. Guckt vielleicht noch mal in dieses Modul rein: Da seht ihr, dass dieses Modul 10 ECTS-Punkte umfasst.
Wenn ihr jetzt noch nicht wisst, was ECTS sind: Die treffen im Prinzip, ganz vereinfacht gesagt, eine Aussage über den Arbeitsaufwand, den ihr in so ein Modul steckt. Und ich kann euch aus meiner Erfahrung sagen, dass so ein 10-ECTS-Modul schon sehr umfangreich ist, da steckt ihr wirklich einen Haufen Arbeit rein.
So ein typischer Bachelorstudiengang hat in der Regel 180 ECTS insgesamt. Wenn ihr alle Module in diesem Studiengang absolviert habt, dann habt ihr 180 ECTS gesammelt, das ist dann so und so viel Aufwand, den ihr in das Studium gesteckt habt – ein paar tausend Stunden oder so müssen das sein, ich habe es jetzt nicht im Kopf.
Und wenn ihr das dann mal teilt: Bei 180 Leistungspunkten, wenn die Module im Schnitt 10 Leistungspunkte haben, dann werdet ihr so 15 bis 18 Module in diesem Studium absolvieren. Es gibt natürlich Einheiten wie zum Beispiel die Bachelorarbeit, da bekommt ihr noch ein paar mehr Leistungspunkte dafür, weil ihr da fast ein ganzes Semester reinsteckt.
Aber lasst euch gesagt sein: Wenn die Module in diesem Studiengang, den ihr absolviert, alle so ungefähr 10 Leistungspunkte haben, dann werdet ihr recht wenige Module absolvieren. Wir können uns das mal beispielhaft hier anschauen, zum Beispiel hier im Bachelor Soziale Arbeit: Wenn man sich da mal die Studieninhalte anguckt, die meisten Module in diesem Studiengang umfassen alle fünf ECTS, und ihr werdet dadurch letztendlich mehr Module absolvieren und auch wahrscheinlich ein bisschen mehr Prüfungsleistungen.
Natürlich wird man auch mit so einem 10-ECTS-Modul gut gefordert, aber in Summe absolviert ihr dann ein paar weniger Module. Das heißt jetzt nicht, dass ihr dann weniger arbeiten und lernen werdet, aber ihr werdet euch vielleicht ein bisschen intensiver mit einzelnen Themeneinheiten beschäftigen. Also ganz wichtiger Tipp: Guckt euch auch den Umfang der Module an.
Die Vertiefungen
Und das Letzte, was ihr euch genau anschauen solltet, wenn ihr euch die Studieninhalte anguckt, sind die Vertiefungen. Das finden wir hier in diesem Studiengang beispielsweise auch ein bisschen auf der Übersichtsseite, was es da für Vertiefungen gibt.
Im Studienverlaufsplan könnt ihr entnehmen – nehmen wir das Vollzeitstudium mit sechs Semestern –, dass ihr hier gegen Ende des Studiums eine ganze Menge an Wahlpflichtmodulen absolviert. Also ihr habt hier ein Wahlpflichtmodul, ich habe hier noch eins, das aus zwei Teilen besteht, noch ein drittes und noch ein viertes – also eine ganze Menge für so einen Studiengang. Und das heißt für euch eigentlich eine sehr positive Sache, gefällt mir auch gut an diesem Studiengang an der FernUni Hagen: dass ihr sehr viele Möglichkeiten habt, euch in Themen eurer Wahl zu vertiefen.
Und ihr seht, hier drunter steht dann, dass ihr als Wahlpflichtmodul 1 Module aus einem Katalog wählen könnt. Und dann guckt man mal in die Module rein, da findet man diesen Katalog B, und dann seht ihr, dass ihr euch in dem Fall in eines dieser Module aus diesen beiden Katalogen vertiefen könnt. Und da guckt mal ein bisschen rein und stellt euch mal eine kleine Wunschliste von Modulen zusammen, die ihr absolvieren würdet.
Auch hier an der IU Internationalen Hochschule habt ihr immer sehr viele Möglichkeiten, euch in einzelne Themen zu vertiefen. Wie ihr seht, könnt ihr in diesem Studiengang insgesamt drei Wahlpflichtmodule raussuchen, hier im fünften Semester noch eins, und jedes dieser Wahlpflichtmodule umfasst dann 10 ECTS, also doppelt so viel wie ein normales Modul. Ihr könnt euch hier in diesem Studiengang, zum Beispiel Soziale Arbeit, in insgesamt 30 ECTS in Themen eurer Wahl vertiefen, ihr habt da wirklich sehr viele Themen zur Auswahl.
An anderen Hochschulen ist es anders. Guckt mal hier an der AKAD University: Da habt ihr in den letzten beiden Semestern die Möglichkeit, euch in diese Themen zu vertiefen. Hier wird leider nicht aufgeführt, wie viele Leistungspunkte das umfasst – da würde ich an eurer Stelle einfach mal die Studienberatung der Hochschule anschreiben und fragen, ob sie euch das Modulhandbuch zuschicken können. Dann könnt ihr da genau reingucken, oder auch in einen Studienverlaufsplan, der ein bisschen ausführlicher ist als das, was hier auf der Website wiedergegeben wird. Und da könnt ihr euch genau angucken, wie umfangreich die Vertiefungen sind, die ihr in diesem Studiengang zur Auswahl habt.
Der Präsenzanteil
Dann ein sehr wichtiger Punkt, den ich mir auch ganz genau anschauen und von Studiengang zu Studiengang vergleichen würde, ist der Anteil an Präsenzen beziehungsweise wie Präsenzen in dem Studiengang organisiert werden. Gibt es überhaupt Präsenzphasen? Es gibt nämlich Hochschulen, da gibt es überhaupt keine Präsenzphasen mehr, da hat man eigentlich fast schon ein reines Online-Studium. An der IU Internationalen Hochschule ist das beispielsweise häufig der Fall, da hat man dann zwar auch Seminare, aber die finden mehr digital statt und auch nicht so viele. Aber an anderen Hochschulen habt ihr dann doch schon einen höheren Präsenzanteil.
Also solltet ihr euch das immer ganz genau anschauen. Zum einen finde ich es sehr gut und sehr wichtig, dass man auch als Fernstudierender Präsenzen absolviert, das eine oder andere Seminar besucht und in Austausch mit anderen tritt. Zum anderen kann es natürlich sein, dass das für euch auch einen gewissen Stress verursacht, weil ihr beruflich, familiär und so weiter sehr stark eingebunden seid. Deswegen solltet ihr euch vorher ganz genau informieren, wie viele Präsenzen der Studiengang umfasst.
Also gucken wir mal hier in diesen Studiengang Informatik rein: Da muss man auf der Webseite ein bisschen rumsuchen, bis man mehr Informationen findet. Kann man vielleicht mal hier in den Bereich der Studieninhalte gucken, und ihr seht, das ist hier aufgeteilt nach Studienphasen, und dann hat man hier noch einen kleinen Informationsabschnitt zu den Präsenzphasen. Und da steht, dass es so gut wie keine oder wenig verpflichtende Präsenzphasen in diesem Studiengang gibt. Man muss noch Praktika absolvieren, weiß jetzt nicht genau, ob man die im Unternehmen absolvieren müsste, das muss man sich dann auch ganz genau anschauen, weil das kann auch ein gewisser Stressfaktor oder auch ein Ausschlussgrund für oder gegen den Studiengang sein.
Aber ihr seht, hier gibt es wenig verpflichtende Präsenztermine an sich. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass hier aber sehr viele Präsenzen angeboten werden, an denen ihr nicht teilnehmen müsst, aber könnt, wenn ihr wollt. Die FernUni Hagen hat ja auch viele Studienzentren in Deutschland verteilt, und da kann man an Veranstaltungen teilnehmen, wenn man möchte.
An anderen Hochschulen ist das anders geregelt. Hier findet man jetzt glaube ich auf der Webseite der AKAD zu diesem Studiengang keine Informationen dazu, da müsste man die Studienberatung fragen oder sich das Infomaterial anfordern. Und an der IU Internationalen Hochschule beispielsweise, da gibt es dann überhaupt keine Präsenzen mehr.
Aber sehr wichtig: immer genauer gucken, wie viele Präsenzphasen angeboten werden, wo diese stattfinden. Und dann kann man auch schon mal ein bisschen rechnen, was es kosten würde, da anzureisen, was man für die Unterkunft bezahlen würde – und das hilft auch ein ganz kleines bisschen, am Anfang die Kalkulation der Gesamtkosten vorzunehmen.
Die Zeitmodelle
Dann sollte man natürlich auch mal schauen: Wie lange dauert überhaupt das Studium? Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihr ein Bachelorstudium absolvieren wollt – wenn ihr jetzt ein Masterstudium absolvieren wolltet, dann hättet ihr wahrscheinlich nicht mehr diese ganzen Fragen, dann kennt ihr euch schon ein bisschen besser aus, was die Organisation von so einem Studium angeht, egal ob Fernstudium oder Präsenzstudium.
Aber es ist immer wichtig zu gucken: Was werden für Zeitmodelle von den einzelnen Hochschulen angeboten? Hier an der FernUni Hagen habt ihr die Möglichkeit, ein Vollzeitstudium zu machen, da dauert das Studium sechs Semester. Ihr könnt das natürlich auch noch verlängern – wenn ihr jetzt länger als die sechs Semester braucht, dann ist das auch kein Problem, also ihr müsst da jetzt nicht jedes Semester so und so viele Module absolvieren. Das ist dann vor allem relevant, wenn ihr beispielsweise BAföG bezieht, dann dürft ihr über eine gewisse Regelstudienzeit nicht hinauskommen, wenn ihr weiter BAföG bekommen wollt, aber ihr müsst gewisse Fristen einhalten.
Für diejenigen von euch, die wirklich sehr stark beruflich und vielleicht auch familiär eingebunden sind, die können sich dann auch für so ein Teilzeitstudium entscheiden. An der FernUni Hagen dauert die Regelstudienzeit für so ein Bachelorstudium dann insgesamt zwölf Semester, und dann dürft ihr pro Semester nur so und so viele Module absolvieren – das ist auch wichtig zu wissen. Das heißt, wenn ihr hier ein Teilzeitstudium macht und dann denkt, na gut, dieses Semester habe ich ein bisschen mehr Zeit, das geht dann nicht so einfach. Also ihr legt euch dann eben fest auf das Vollzeit- oder das Teilzeitstudium.
Wichtig auch zu gucken: Könnt ihr das wechseln im Laufe des Studiums? Soweit ich weiß, könnt ihr hier an der FernUni Hagen auch zwischen Vollzeit und Teilzeit im Laufe des Studiums hin und her wechseln. Also wenn ihr wirklich mal ein halbes oder ein ganzes Jahr haben wollt, wo ihr sagt, okay, jetzt kann ich richtig loslegen, jetzt arbeite ich vielleicht nur Teilzeit oder gar nicht, dann könnt ihr hier ins Vollzeitmodell wechseln.
Andere Hochschulen wie die AKAD University beispielsweise, insbesondere auch die privaten Hochschulen, die haben andere Zeitmodelle. Hier an der AKAD nennt sich das Ganze Sprint-Variante, das ist das Vollzeitstudium in sechs Semestern. Dann gibt es hier die Standard-Variante, die dauert acht Semester. Und warum heißt die Standard-Variante? Wahrscheinlich deswegen, weil sich die meisten der Fernstudierenden für diese Variante entscheiden. Also es ist jetzt nicht so hart durchgezogen wie in der Sprint-Variante mit sechs Semestern, aber ich denke, man kann ganz lässig das Studium auch neben dem Beruf in acht Semestern durchziehen. Und dann gibt es noch das richtige Teilzeitstudium, die Stretch-Variante, die dauert dann insgesamt zwölf Semester.
Das wirkt sich natürlich auf den Preis aus, das seht ihr auch hier – auch deswegen ist es gerade an den Privathochschulen wichtig, sich genau anzugucken, was es für Zeitmodelle gibt und für welches ich mich dann entscheide.
Und dieselben Zeitmodelle haben sie im Prinzip auch hier an der IU Internationalen Hochschule, da gibt es auch drei Zeitmodelle insgesamt. Also da gibt es auch ein richtiges Teilzeitstudium, das dauert dort dann insgesamt zwölf Semester. Auch das wirkt sich stark auf den Preis aus, was man hier nicht so gut sehen kann: Ihr zahlt ein ganzes Stückchen mehr, als wenn ihr hier Vollzeit studieren würdet. Und die meisten werden aber auch hier an der IU wahrscheinlich dieses Teilzeitmodell 1 wählen.
Also wichtige Entscheidungen, weil es sich eben auch auf die Preise auswirkt, insbesondere an den privaten Hochschulen, und es wirkt sich auch darauf aus, wie viele Module man pro Semester absolvieren kann. Aber wie gesagt, ich glaube, mit diesem Modell hier, Teilzeit 1, so heißt es hier an der IU, fahren die meisten Fernstudierenden, die berufstätig sind, eigentlich ganz gut.
Studienzeit verkürzen durch Anerkennung
Noch zu erwähnen zum Thema, wie lange so ein Studium dauert: dass man die Studienzeit natürlich auch verkürzen kann. Ihr habt insbesondere an den privaten Hochschulen die Möglichkeit, euch alle möglichen Vorleistungen anerkennen zu lassen. Also beispielsweise: Vielleicht habt ihr schon mal ein Studium absolviert und dann abgebrochen, da könnt ihr euch einzelne Module natürlich auf diesen Studiengang anerkennen lassen, die müsst ihr dann nicht mehr absolvieren.
Oder ganz besonders sinnvoll ist es, wenn ihr zum Beispiel eine Berufsausbildung absolviert habt, die zu dem Studium passt: Beispielsweise, wenn ihr Soziale Arbeit studieren wollt und ihr habt vielleicht eine passende Ausbildung, da könnt ihr euch teilweise diese Ausbildung auf das Studium anerkennen lassen. Da könnt ihr teilweise wirklich, je nach Hochschule, je nach Studiengang, bis zur Hälfte des Studiums sparen, also an Zeit und entsprechend natürlich auch an Geld. Oder ihr habt irgendwelche Weiterbildungen absolviert, die zu den Modulen passen, die man hier absolvieren kann – dann kann man sich eine ganze Menge Zeit sparen, die Studienzeit stark verkürzen.
Das geht natürlich auch an den staatlichen Hochschulen, aber hier in der Regel nicht in dem Umfang wie an den privaten Hochschulen. In der Regel könnt ihr euch zum Beispiel Vorleistungen aus anderen Studiengängen anerkennen lassen – also wenn ihr beispielsweise ein Studium abgebrochen habt, auch im selben Fachbereich oder einem ähnlichen, dann könnt ihr euch einzelne Module anerkennen lassen. Aber die staatlichen Hochschulen sind in der Regel ein bisschen restriktiver, während die privaten Hochschulen natürlich damit werben und auch mit dieser relativ leichten Anerkennung von Vorleistungen viele Studierende anzuziehen versuchen.
Aber das ist mein Tipp für euch: Guckt euch auf jeden Fall an, was ich für Möglichkeiten habe, Sachen anerkennen zu lassen und so die Studienzeit weiter zu verkürzen und dadurch Zeit zu sparen und auch Studiengebühren zu sparen.
Bewertungen – mit Vorsicht
So, letzter Punkt, den ich hier nennen möchte, der relevant ist für so eine Entscheidung für oder gegen einen Studiengang, sind Bewertungen. Und auf Bewertungen seid ihr vielleicht auch schon gestoßen, zum Beispiel auf fernstudiumcheck.de. Da gibt es eine ganze Menge Bewertungen zu Fernstudiengängen, oder StudyCheck, was im Prinzip dazugehört. Da kann man sich dann Bewertungen für einzelne Studiengänge angucken – also wenn man sich für Psychologie interessiert, kann man sich hier die Bewertungen für alle möglichen Psychologie-Studiengänge rausziehen.
Natürlich sollte man diese Bewertungen mit Vorsicht genießen, sage ich mal. Ich habe auch schon mal ein Video dazu hier auf diesem Channel gemacht, guckt euch das vielleicht noch mal an. Was ich damit sagen möchte, ist, dass so eine Bewertung jetzt nicht wirklich absolut ausschlaggebend sein sollte für oder gegen den Studiengang – da sind die anderen Punkte, die ich hier genannt habe, denke ich mal, ein bisschen wichtiger.
Ich finde es trotzdem sehr interessant, mal zu schauen, was andere dafür schreiben, und ich glaube, hier auf FernstudiumCheck hat man denke ich auch ganz verlässliche Bewertungen, weil die die Bewertungen auch sehr genau prüfen, sodass hier nicht irgendwelche Fake-Bewertungen reinkommen. Natürlich muss man sich immer bewusst sein, dass in der Regel Leute beispielsweise schreiben, wenn sie besonders genervt sind von dem Studiengang, manchmal auch emotional schreiben, und diese Bewertung dann wirklich nicht mehr das abdeckt, was bei euch der Fall wäre, wenn ihr euch für so ein Studium interessiert. Aber es ist trotzdem ganz interessant, von Studiengang zu Studiengang zu vergleichen, wie die Bewertungen sind, insbesondere: Was gibt es so für Negativbewertungen, für Negativpunkte? Und sich das Ganze dann mal ein kleines bisschen durchzulesen.
Zum Schluss
So, Freunde, also schwere Entscheidung, gerade wenn man viele Studiengänge in einem Fachbereich hat. Es gibt, ich weiß nicht, 60 verschiedene Hochschulen, die mittlerweile Psychologie-Fernstudiengänge anbieten. Es gibt Hochschulen, die sind sehr spezialisiert auf dieses Thema, es gibt Hochschulen, die sind weniger spezialisiert, die wissen einfach, das ist eine riesige Nachfrage, und bieten deshalb solche Studiengänge an. Deswegen ist es eben wichtig, all diese Kriterien anzusetzen an den Vergleich von einzelnen Studiengängen, die man sich so raussucht.
Also guckt ganz genau, guckt euch auch die Videos hier auf diesem Channel zu einzelnen Studiengängen an. Da vergleiche ich auch mal einzelne Studiengänge miteinander, da bekommt ihr durch diese Videos auch noch mehr ein Gefühl dafür, worauf man achten sollte, wenn man den perfekten Studiengang für sich finden möchte.
Ansonsten findet ihr natürlich auch auf fernstudi.net nicht nur eine Übersicht über alle möglichen Hochschulen, sondern ihr findet bei den Hochschulen auch das Studienangebot dieser Hochschulen. Das könnt ihr euch dann ganz genau angucken: Was gibt es da für Studiengänge? Ihr könnt die Studiengänge dann miteinander vergleichen, oder ihr nutzt einfach unsere Suche und findet dann alle möglichen Studiengänge in diesem Fachbereich und könnt euch das dann genauer angucken – bei uns übrigens auch mit Bewertungen. Zu dem einen oder anderen Studiengang gibt es hier auch Bewertungen, und dann könnt ihr euch wirklich ganz genau nach den Kriterien, die ich euch hier genannt habe, den perfekten Studiengang für euch raussuchen.
So, Freunde, so viel dazu. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel.

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