3 Kinder, Familie + Fernstudium Psychologie bei APOLLON: Interview mit Sarah Aschenbrenner

Nach der Ausbildung, mit Kindern und Anfang 30 noch einmal durchstarten, sich beruflich umorientieren und studieren - kann das klappen?

Sarah Aschenbrenner studiert Angewandte Psychologie per Fernstudium an der APOLLON Hochschule. Mit dem Studium möchte sie sich beruflich noch einmal neu aufstellen. Denn für sie ging es nach dem Regelschulabschluss erstmal in eine Ausbildung zur Friseurin - sie studiert also ohne Abitur. Und: Sie ist Mutter von drei Kindern, wovon das jüngste gerade mal knapp ein Jahr alt ist.

Im Podcast spricht Sarah mit Christian unter anderem über ihren Werdegang und wie sie zur APOLLON kam, wie sie mit der Unvorhersehbarkeit in der Familie mit 3 Kindern umgeht, was das Studium Angewandte Psychologie bietet und welche Herausforderungen aber auch Unterstützungen sie in ihrem Fernstudium erfährt.

Inhalt:
00:00 Vorschau
02:02 Sarah stellt sich vor
07:43 Sarahs Fernstudium im Alltag mit 3 Kindern
13:03 Unterstützung im Studium durch Familie, Freunde & Kinderbetreuung
17:11 Warum das Psychologie-Studium an der APOLLON?
20:01 Was hat es mit den Open-Book-Klausuren auf sich?
23:12 Was lernt man in Angewandter Psychologie an der APOLLON?
24:32 Kann man mit dem Studium Psychotherapeut werden?
25:46 Was kann man mit dem Abschluss in Angewandter Psychologie machen?
29:09 Über das Praktikum im Psychologie-Fernstudium
32:37 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Krankheit
36:10 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Schlaf
36:10 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Motivationstiefs
43:03 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Mental Load
45:49 Herausforderungen im Studium mit Kindern: Zeit zu zweit
47:48 Sarahs Lernstrategien für das Fernstudium
49:55 Wie schwer ist eigentlich Statistik im Psychologie-Studium?
52:02 Wo man Sarah im Netz begegnet

Sarah im Internet:
➡️ Instagram: https://www.instagram.com/sarah.aschenbrenner/

Im Podcast erwähnt:
👉 B.Sc. Angewandte Psychologie an der APOLLON: https://www.fernstudi.net/fernstudium/humanwissenschaften/psychologie/12747
👉 Über das Studium ohne Abitur: https://www.fernstudi.net/magazin/10692
👉 Die Zulassungsvoraussetzungen der Apollon: https://www.apollon-hochschule.de/fernstudium/zulassungsvoraussetzungen/
👉 Interview zur Heilpraktiker-Ausbildung am BTB: https://www.youtube.com/watch?v=V7QDh0dhFck 

Christian: Ja, Sarah, dann herzlich willkommen hier im Podcast! Ich freue mich total, dass du dich bereit erklärt hast, mit mir hier über das Thema Familie und Studium zu reden und auf der anderen Seite über dein Studium. Du bist mir auf Instagram aufgefallen, da folge ich glaube ich deinem Account oder wir als fernstudi.net schon eine ganze Weile. Und dann hast du uns eine Nachricht geschrieben, auf irgendeine Story reagiert, und dann habe ich spontan gefragt, ob du Lust hast, über dein Studium zu reden und auch über das Thema Familie. Du hast nämlich in deiner Bio auf Instagram stehen, dass du drei Kinder hast. Große Familie! Und das ist auch für mich total spannend. Also mal gucken, was da jetzt für ein Austausch zustande kommt. Darüber wollen wir reden. Vielleicht stellst du dich einfach erstmal ganz kurz vor, sagst, wer du bist, was du so machst, vielleicht auch, was du für einen Bildungshintergrund hast.

Sarah: Ja, erstmal hallo und danke schön, dass ich am Podcast teilnehmen darf. Genau, ich heiße Sarah, bin 32 Jahre alt und habe wie erwähnt drei Kinder und habe mich Anfang des Jahres nach langem Überlegen für das Studium entschieden. Mein Werdegang ist ein bisschen speziell glaube ich, also es ist nicht das klassische Abitur, was ich abgeschlossen habe, sondern ich habe 2013 meine Friseurlehre abgeschlossen und habe dann gemerkt, dass das nicht das ist, was mich erfüllt. Ich habe das schon frühzeitig gemerkt, dass es nicht das ist, was ich dauerhaft machen möchte.

Christian: Und wie kamst du dann auf Psychologie? Das ist ja irgendwie, da nehme ich jetzt schon ein bisschen eine Frage weg. Wie kommt man von so einer Ausbildung, die ja ganz handwerklich eigentlich ist, so eine Friseurausbildung, dazu, Psychologie zu studieren? Ich würde jetzt persönlich den Zusammenhang sehen, du hast ja als Friseurin ganz viel mit Menschen zu tun, man redet ja eigentlich auch ganz viel mit Menschen, wenn sie denn reden, wenn sie im Stuhl sitzen und auch was sagen. Kommt es daher irgendwie, oder wie kann man sich das vorstellen?

Sarah: Also tatsächlich war das schon immer mein Interessengebiet, Psychologie, und auch der medizinische Sektor. Es hat sich aber halt irgendwie nie so herauskristallisiert, dass das in meinen Lebensweg gepasst hatte. Aber ich habe das auch schon in der Ausbildung gemerkt, also bei mir war gar nicht der Fokus auf dem Friseurhandwerk selber, sondern mir hat die zwischenmenschliche Kommunikation am besten gefallen. Und da habe ich auch schon gespürt, dass ich Spaß daran habe, anderen Menschen zuzuhören und vielleicht auch Ratschläge zu geben, natürlich nicht wissenschaftlich fundiert, aber man hat dann empathisch reagieren müssen, und das hat mir eigentlich immer sehr gut gefallen. Und natürlich privat habe ich mich sehr viel für Psychologie interessiert, ich habe unheimlich viele YouTube-Videos geschaut, Bücher gelesen. Und ja, es war immer in meinem Hinterkopf, aber ich habe tatsächlich gedacht, dass ich das nicht schaffe, aufgrund Realschulabschluss. Mir war auch nicht bewusst, dass man ohne Abitur studieren kann. Das habe ich irgendwann erst später herausgefunden, dass das möglich ist. Ich glaube, das ist aber auch in jedem Bundesland noch mal unterschiedlich. Hessen bietet es ja auch tatsächlich an staatlichen Universitäten an, dass man ohne Abitur studieren kann.

Christian: Das war natürlich dann irgendwann keine Option mehr, da du dann auch Familie hattest, also in Präsenz zu studieren meinst du?

Sarah: Genau, in Präsenz zu studieren. Ja, ich habe das trotzdem nie verloren, und immer wieder ist es aufgeflammt, dass mein Partner auch irgendwann gesagt hat: Mensch, jetzt pack doch mal an, du bereust es sonst irgendwann, wenn du diesen Traum nie versuchst. Und ich bin mir sicher, dass du das schaffst.

Christian: Ja, das ist cool. Mich erinnert das an meine Schwester, die tatsächlich Pädagogin ist, Erzieherin, die auch irgendwie immer wieder davon erzählt, sie würde auch irgendwann mal gerne noch ein Studium machen. Sie hat halt ihre erzieherische Ausbildung und kann damit jetzt auch mit der Berufserfahrung studieren gehen, aber sie macht es halt nicht, weil sie nicht so richtig weiß, wie sie das irgendwie in ihren Alltag integriert bekommt. Sie hat jetzt keine drei Kinder, also nicht so viel wie du. Ich hoffe mal, dass dieser Podcast da für sie und für andere, die in ähnlichen Situationen sind, so ein bisschen Inspiration ist, da einfach sich zu informieren und zu schauen, was da möglich ist. Soweit ich weiß, sollte das in jedem Bundesland möglich sein, die Voraussetzungen sind ein bisschen unterschiedlich, mal braucht man zwei Jahre Berufserfahrung, in anderen Bundesländern vielleicht drei, oder je nach Hochschule. Wir packen euch auch einfach einen Link in die Beschreibung von diesem Video, wo man sich noch mal informieren kann, wie das Ganze funktioniert, ohne Abitur zu studieren.

Christian: Also du hast im Prinzip eine mittlere Reife gemacht, einen Realschulabschluss, hast dann deine Ausbildung abgeschlossen. Hast du noch mal gearbeitet im Anschluss an deine Ausbildung?

Sarah: Ja, aber tatsächlich nicht mehr im Friseurbereich. Ich habe mich dann ein bisschen ausprobiert, geschaut, was sich im Alltag integrieren lässt mit den Kindern. Aber das war halt nicht das, was mich langfristig erfüllt hat. Für mich war immer so die Perspektive eine Frage. Ich habe mir dann große Sorgen gemacht, wo setze ich wieder an, was macht mir Spaß, was erfüllt mich. Und deswegen bin ich wirklich froh, dass ich den Schritt gegangen bin, und bis jetzt bereue ich ihn absolut nicht.

Christian: Ja, sehr cool. Also dann reden wir mal ein bisschen erstmal, bevor wir ins Thema Studium und Studienfach einsteigen, über Familie und Studium und darüber, wie man das Ganze irgendwie unter einen Hut bekommt. Also viele von unseren Zuhörerinnen und Zuhörern haben sicherlich Familie, und in der Regel hat man dann heutzutage ein Kind, zwei Kinder, ist immer schon ein bisschen seltener, aber nicht ganz so selten. Aber drei Kinder ist eigentlich nicht mehr ganz so typisch. Bei mir ist es auch so, im Haushalt sind auch drei Kinder, und irgendwie wird man da manchmal so ein kleines bisschen bestaunt, so nach der Art: So viele Kinder, da habt ihr euch aber ganz schön was vorgenommen! Ist das nicht stressig, immer so die typische erste Frage. Ja, sicherlich ist es auch irgendwie mal stressig, aber da ist halt auch ganz viel Spaß dabei. Und es erfordert auch aus meiner Sicht ganz viel Organisationstalent, das alles unter einen Hut zu bekommen, ein Studium sicherlich noch mehr, das weiß ich aus meiner persönlichen Erfahrung. Kannst du uns mal so ein bisschen darüber erzählen, wie du das Ganze organisiert bekommst, wie du dein Studium auch in den Alltag integriert bekommst?

Sarah: Ja, selbstverständlich. Organisatorisch muss man natürlich flexibel sein, aber ich versuche, mir meine Zeitfenster definitiv einzurichten und auch möglichst einzuhalten. Also wenn die Kinder dann morgens aus dem Haus sind, dann mache ich mich natürlich erstmal fertig, und den ganz Kleinen, der ist auch gerade mal knapp über ein Jahr, dann erledige ich meine Alltagssachen, Einkaufen, Haushalt. Und sobald der Kleine dann wirklich das erste Mal hingelegt wird zum Schlafen, dann setze ich mich an mein Studium. Das ist natürlich trotzdem flexibel, weil manchmal schläft der eine Stunde, manchmal zwei, manchmal auch nur 20 Minuten. Und dann heißt es für mich natürlich unterbrechen. Das muss ich sagen, fällt mir manchmal nicht ganz so leicht. Wenn man sich in ein Thema reingearbeitet hat, egal ob jetzt in die Studienhefte oder auch in die Fall- oder Einsendeaufgabe, dann ist es schon manchmal schwer, davon abzulassen. Aber trotzdem ist es mir wichtig, dass ich die Zeit nutze, weil man weiß ja nie, was ist wieder am Abend, plötzlich ist ein Kind krank oder irgendwas anderes kommt dazwischen. Deswegen versuche ich, mich da auch wirklich dann immer wieder darüber zu motivieren. Und ansonsten abends, wenn die Kinder alle im Bett sind, dann ist auch meine Lernzeit. Und das ist auch unterschiedlich, mal ist es eine Stunde, mal zwei, manchmal sogar drei, also auch ganz flexibel.

Christian: Vielleicht hätte ich noch fragen sollen, wie alt die Kinder sind. Du hast gesagt, das Kleinste ist jetzt knapp über ein Jahr, und die beiden anderen?

Sarah: Mein Großer ist 11 Jahre und der Mittlere wird jetzt nächste Woche 7.

Christian: Okay, weil das macht ja auch noch mal so ein bisschen Unterschied. Also aus meiner Erfahrung kenne ich das, da sind die Kinder so zwischen 5 und 7, und das Kleinste ist halt gerade mal ein halbes Jahr alt. Das ist noch mal ein bisschen was anderes, weil du hast gesagt, du kannst das kleinste Kind hinlegen zum Schlafen. Mit so einem Baby ist es noch schwerer sozusagen, da muss man vielleicht mal spazieren gehen, damit das Kind schläft, da kann man jetzt nicht lernen. Aber vielleicht auch so für unsere Zuhörer und Zuhörerinnen, die jetzt überlegen und Kinder haben: Das ist natürlich auch abhängig davon, wie alt die Kinder sind. Das Zur-Schule-Bringen ist ja auch mal ein bisschen mit Aufwand verbunden, und je älter die Kinder sind, umso einfacher wird es natürlich, weil die dann auch alleine in die Schule gehen können.

Sarah: Absolut. Oder auch im Sommer, da ist es schon so, dass die auch alleine rausgehen oder bei uns hier auf dem Sportplatz in der Nähe. Und dann habe ich halt auch immer ein bisschen mehr Puffer. Klar, der ganz Kleine ist noch da, aber da übernimmt dann auch mein Mann schon das ein oder andere Mal, wenn er nicht mit der Arbeit unterwegs ist. Also das lässt sich schon auch einrichten.

Christian: Die verstehen es halt auch einfach besser, wenn du sagst, ich muss jetzt mal ganz kurz was fertig machen oder lernen, dann respektieren die das und nehmen darauf auch wirklich Rücksicht?

Sarah: Ja. Manchmal kann man auch zusammen Hausaufgaben sozusagen machen.

Christian: Das stimmt. Eine Frage noch, weil du gesagt hast, früh aufstehen: Wie ist es bei dir? Also bei mir ist es zum Beispiel so, ich stehe sehr früh auf, weil ich irgendwie die Morgenstunden dann noch ein, zwei Stunden habe, wo ich schon mal arbeiten kann. Ich stehe in der Regel um 5 Uhr auf oder so halb 5 Uhr, je nachdem. Aber um 5 Uhr klingelt definitiv bei mir der Wecker, und dann versuche ich schon mal zu arbeiten. Nutzt du auch die Zeit noch vor dem Aufstehen, bevor die anderen aufstehen, oder steht ihr alle zusammen auf?

Sarah: Ja, wir stehen meistens alle zusammen auf, aber auch manchmal ungewollt, weil wenn ich mir um 6 Uhr den Wecker stelle, dann hören das die Kinder, und dann stehen die in der Regel auch auf der Matte. Also das morgens vorher ist schwierig.

Christian: Also früh aufstehen, auf jeden Fall. Da kommt man mit einer größeren Familie auf keinen Fall drum rum. Das stimmt, selbst am Wochenende, da ist jetzt auch kein Ausschlafen möglich eigentlich. Du hast schon angesprochen, Unterstützung. Das ist natürlich alles, ich würde jetzt mal sagen, fast gar nicht so möglich, wenn man jetzt alleinerziehend wäre. Das ist schon schwierig mit einem Kind, je nach Alter wird es dann wahrscheinlich ein bisschen einfacher. Mit zwei Kindern noch ein bisschen, und ja, ich denke mal, Alleinerziehende mit drei Kindern, ich weiß nicht, wie häufig das ist, aber ich glaube nicht, dass man da jetzt noch ein Studium wuppen könnte. Wie sieht es bei dir aus mit der Unterstützung, wie wichtig ist das? Also Unterstützung vom Partner, oder von welchen Seiten kommt überall Unterstützung, die dir dabei hilft, dein Studium irgendwie zu meistern?

Sarah: Ja, es ist glaube ich wirklich essenziell, dass man Unterstützung hat, sonst packt man das auf lange Dauer nicht. Also mein Partner unterstützt mich sehr mit den Kindern. Sobald er von der Arbeit die Zeit hat, dann nimmt der mir auch die Kinder ab, damit ich mich ums Studium kümmern kann. Natürlich hat man auch andere Aktivitäten, die man zusammen plant, oder Dinge, die erledigt werden müssen. Was ich tatsächlich aber auch als ganz wichtige Unterstützung empfinde, und vielleicht ist das auch für alleinerziehende Mütter relevant, sind die Einrichtungen, also auch der Kindergarten, Tagesmütter, die man in Anspruch nehmen kann, um sich zu entlasten, und natürlich auch Familienangehörige. Das ist bei mir manchmal ein bisschen schwierig, weil natürlich alle selber noch berufstätig sind. Daher ist es für mich immer wichtig, dass die Kinder in die Schule gehen, und ich gucke jetzt auch, dass der ganz Kleine spätestens im Sommer zur Tagesmutter geht, alleine weil auch mein Praktikum ansteht. Und was aber wichtig ist: Bei den Leuten, die mich vielleicht nicht unterstützen, indem sie die Kinder abnehmen, das ist einfach die mentale Unterstützung, der Zuspruch, den man bekommt. Und das ist auch sehr wichtig, finde ich.

Christian: Das mit den Einrichtungen, auch ein guter Punkt. Das sollte auch jedem klar sein, der überlegt zu studieren: Die Einrichtungen nehmen einem sozusagen ein bisschen Zeit ab, die man für das Studium hat. Das macht es dann doch noch ein bisschen einfacher. Bei ganz Kleinen, Babys, ist es natürlich was anderes, da muss irgendwie permanent Aufmerksamkeit da sein. Aber sobald es dann mit dem Kindergarten oder mit der Krippe losgeht, ist das eine Entlastung. Großeltern spielen auch eine wichtige Rolle, je nach Familie. Und für die Großeltern ist es ja auch mal was Besonderes, irgendwie die Kinder zu haben. Die freuen sich ja in der Regel auch, sich mal um die Kinder kümmern zu können.

Sarah: Ja, absolut.

Christian: Wie ist es mit anderen Familien? Das hat man ja häufiger auch so, dass man mit Familien befreundet ist und die Kinder da entweder mal zu Besuch kommen oder man die Kinder dort auch mal hinbringt und die da mal einen Nachmittag bei einer anderen Familie verbringen können?

Sarah: Ja, das ist auch absolut der Fall. Ich habe auch eine enge Freundschaft zu meiner Nachbarin, und wir unterstützen uns da auch immer mal gegenseitig mit den Kindern. Freundinnen von mir sind natürlich auch immer bereit, meine Kinder zu nehmen. Also das ist definitiv auch vorhanden, die Unterstützung gegenseitig. Das ist auch selbstverständlich, denke ich, ein Stück weit bei uns. Aber wie gesagt, die sind teilweise selber noch berufstätig, da muss das natürlich irgendwie immer alles so ein bisschen passen. Aber wenn das der Fall ist, dann kriegt man da definitiv auch die Unterstützung.

Christian: Also ganz wichtiger Punkt, wenn es um das Thema Familie und Studium geht, und wenn jetzt Menschen vor der Frage stehen: Schaffe ich das Ganze überhaupt, ich habe jetzt eine Familie mit zwei Kindern, Partner oder Partnerin? Man kann es auf jeden Fall schaffen. Man muss sich auch erstmal bewusst werden, von wie vielen Seiten man Unterstützung bekommen kann, und natürlich gut planen. Ich glaube, jeder in der Familie plant gut über einen Familienkalender, Kalender hier, Kalender da, und das ist einfach die Grundlage, um das Ganze zu bewältigen.

Christian: Ja, dann lass uns doch mal ein bisschen über das Psychologiestudium an der APOLLON Hochschule reden. Wir haben uns so ein paar Punkte überlegt, über die wir reden möchten, um das Studium vielleicht auch ein kleines bisschen vorzustellen. Warum Psychologie, hast du ja eigentlich schon gesagt. Vielleicht sagst du uns noch ein paar Worte dazu, wie es dazu kam, dass du dich für die APOLLON Hochschule entschieden hast. Es gibt ja noch ganz viele andere Hochschulen, die ein Fernstudium in Psychologie anbieten, bis zur FernUni Hagen, eine staatliche Universität. Warum hast du dich für die APOLLON Hochschule entschieden?

Sarah: Ja, die APOLLON Hochschule hat mich deshalb angesprochen, weil die Klausuren relativ wenig sind, die Präsenzklausuren oder auch die Online-Klausuren. Man hat insgesamt in dem ganzen Studienverlauf vier Klausuren, und der Rest erstreckt sich dann über Fallaufgaben, Projektpläne oder auch Hausarbeiten. Und das lässt sich halt einfach viel besser in den Familienalltag integrieren. Die Fallaufgaben haben auch keine Abgabefristen, man kann alles individuell bearbeiten. Ich habe das tatsächlich auch schon, während die Kinder anwesend waren, fertiggestellt. Und das ist natürlich bei einer Klausur einfach nicht so möglich. Das ist organisatorisch noch mal ganz anders, weil man natürlich je nachdem, ob man die Klausur in Präsenz oder online abhält, auch den Anfahrtsweg berechnen muss. Dann ist man natürlich noch vor Ort zwei, drei Stunden. Also das glaube ich wäre schwierig geworden. Und das hat mich in vielen Punkten angesprochen mit den Fallaufgaben. Ich glaube, ich habe ja jetzt auch den Beweis dafür, dass es vom Lernen auch viel besser funktioniert. Also dieses stumpfe Auswendiglernen bei den Klausuren, das fällt ja einfach weg. Durch die Fallaufgaben hat man viele Anwendungsbereiche. Ich persönlich lerne einfach besser durch solche alternativen Prüfungsformen.

Christian: Ja, ganz wichtiger Punkt. Sage ich auch mal wieder für Menschen, die sich für ein Studium interessieren, auch mal die Prüfungsform anzuschauen und auch danach irgendwie eine Entscheidung zu treffen. Es gibt ganz viele, die auch sagen, dass sie mit Klausuren besser zurechtkommen und mit diesem Auswendiglernen. Da muss man einfach gucken, was am besten funktioniert. Ich glaube, ich funktioniere auch besser mit solchen Fallaufgaben und sowas, weil ich auch denke, da lernt man einfach viel mehr und durchdenkt das auch alles viel mehr.

Sarah: Ja, definitiv. Und man kriegt natürlich auch Routine im wissenschaftlichen Arbeiten. Also das ist natürlich dann auch ein großer Vorteil, wenn man an die Thesis geht, dass man da einfach schon geübt drin ist, ein bisschen wissenschaftlich zu arbeiten und zu recherchieren. Das hilft auf jeden Fall auch sehr.

Christian: Also die Klausuren werden als sogenannte Open-Book-Klausuren geschrieben. Kannst du uns vielleicht kurz erzählen, was das genau bedeutet? Darf ich mir da irgendein Lexikon zur Hand nehmen oder darf ich nur meine Skripte benutzen? Wie kann ich mir das vorstellen?

Sarah: Genau, bei den Open-Book-Klausuren sind Materialien erlaubt, die Studienhefte, aber auch externe Literatur. Man kann sich Stichpunkte machen, man kann sich alles irgendwie zusammenfassen und das mitnehmen. Also das ist alles erlaubt. Und dann ist es halt Wissenstransfer, also man bekommt Fragen gestellt, wo man Anwendung drauf beziehen muss.

Christian: Und darf ich auch im Internet surfen und mir da irgendwie Informationen dann während der Klausur besorgen?

Sarah: Ich glaube, ich würde es nicht machen, weil man natürlich da nicht weiß, was ist da auch wirklich richtig und was nicht. Ich benutze die Studienhefte und Literatur, die ich passend zu dem Thema zusammengesucht habe.

Christian: Und das muss man dann aber dokumentieren, was man da nutzt, oder wie ist es?

Sarah: Ja, man muss zum Schluss ein Literaturverzeichnis anlegen und auch alles angeben.

Christian: Und dürfte man auch jetzt ChatGPT benutzen, wenn man das als Quelle nutzt, in dem Sinne?

Sarah: Schwierig. Das geht glaube ich nicht mit ChatGPT. Man darf sich da jetzt nicht die Antworten generieren lassen von dem KI-Tool.

Christian: Nee, das wäre auch glaube ich nicht so schlau. Das sollte man nicht machen, man hat ja davon auch selber kein Wissen sich angeeignet. Zumal ja auch die Sachen, die ChatGPT ausspuckt, nicht alle sonderlich brauchbar sind. Da kommt manchmal ganz schöner Mix irgendwie auch raus, das fällt einem dann gar nicht so richtig auf.

Christian: Du hast mir im Vorgespräch erzählt, dass die Hochschule gerade diese Klausurform so ein kleines bisschen ändert, dass es auch überwachte Klausuren werden soll, so wie man das auch von den Online-Klausuren von anderen Hochschulen kennt, AKAD University, IU beispielsweise, wo die Überwachung dann über ein sogenanntes Proctoring stattfindet. Das soll an der APOLLON auch eingeführt werden, hast du gesagt. Hat es was vielleicht auch damit zu tun, dass man einfach gucken muss, was die Leute machen, dass die sich jetzt die Antworten nicht generieren lassen von ChatGPT oder so?

Sarah: Also ich weiß es natürlich nicht, aber ich kann mir das schon sehr gut vorstellen, dass es schwieriger wird, wenn man unüberwachte Klausuren hat, das noch einzugrenzen. Durch diese ganzen, es ist ja auch nicht nur ChatGPT, da gibt es ja auch noch tausend andere KI-Programme mittlerweile. Von daher denke ich schon, dass es nicht mehr übersichtlich ist. Also ich könnte mir das sehr gut als Grund vorstellen.

Christian: Aber ich finde es trotzdem sehr cool, dass die Hochschule sich in dem Sinne auch die Mühe macht, so eine doch, ich sage mal, für einen Prüfer eher komplizierte Prüfungsform anzubieten. Weil das kann man eben nicht ganz so einfach maschinell korrigieren wie Klausuren, die auf Multiple-Choice-Basis funktionieren. Sondern das spricht auch irgendwie schon so für die Qualität von so einem Studiengang und von so einer Hochschule letztendlich auch.

Christian: Wir haben gar nicht gesagt, was man eigentlich genau macht in Psychologie oder in diesem Studiengang. Kannst du uns vielleicht mal so ein kleines bisschen die Inhalte zusammenfassen oder zumindest das, was du jetzt schon gemacht hast an Modulen? Was macht man in Psychologie?

Sarah: Ja, ganz unterschiedlich. Also es fängt natürlich erstmal so ein bisschen mit den Grundmodulen und mit der Einführung an. Man ist anfangs auch nicht nur psychologisch, also es ist jetzt an der APOLLON zumindest so, dass man nicht nur die psychologischen Themen hat. Man bearbeitet auch VWL und BWL, wir hatten auch Public Health, was ich auch super spannend fand. Und ja, Statistik ist natürlich auch mit als Erstes dran, die biologische Psychologie. Dann geht es auch eigentlich immer tiefer in die Materie rein, dann bearbeitet man die Entwicklungspsychologie. Und dann klinische Psychologie kommt dann auch demnächst. Also es sind wirklich ganz viele spannende Themen, die man da bearbeitet und in die man Einblick bekommt.

Christian: Also die Grundlagen, die man sowieso auch irgendwie in jedem Studium macht, auch die, die häufig so spezifisch für den Fachbereich sind, sicherlich auch eine Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten. Und dann geht man letztendlich auch die ganzen Felder der Psychologie durch, die ganzen Arten oder Themen der Psychologie. Aber es ist jetzt nicht so, dass du Psychotherapie studierst, in dem Sinne. Das wollen ja auch mal ganz viele wissen: Kann ich mit diesem Studium dann Psychotherapeut oder Psychotherapeutin werden? Das geht nicht, ne?

Sarah: Nee, über eine Fernhochschule ist das tatsächlich schwierig. Ich glaube, es gibt die Möglichkeit, wenn man den Bachelor abschließt und gewisse Module hat, dass man den Master an staatlichen Universitäten anfragen könnte. Aber dafür muss man halt gucken, ob das mit den Leistungspunkten passt und ob man den klinischen Anteil erfüllt. Und ansonsten über eine reine Fernhochschule ist das nicht möglich, nein.

Christian: Ja, ich glaube, das, was du jetzt gesagt hast, geht auch nur noch, wenn man sein Studium bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, ich glaube, 2017, 2018, 2020, so um die Drehe, angefangen hat. Aber grundsätzlich, wer jetzt anfangen möchte mit Studieren und Psychotherapeut oder Therapeutin werden möchte, der muss an der Uni studieren, und das wird im Fernstudium nicht angeboten, weder an einer staatlichen noch an einer privaten. Der müsste dann tatsächlich auch in Präsenz studieren.

Christian: Kannst du uns vielleicht erzählen, was macht man denn eigentlich mit so einem Studium, wenn man jetzt nicht in die Psychotherapie geht? Oder vielleicht sagst du uns auch einfach, was du vorhast. Möchtest du den Master im Anschluss machen? Macht man da so eine beratende Tätigkeit? Vielleicht kann man das im Krankenhaus machen? Was kann ich mit so einem Psychologie-Bachelorstudium anfangen?

Sarah: Ja, genau. Also man kann sich eine Richtung aussuchen. Ich interessiere mich zum Beispiel für die Rechtspsychologie. Man kann beratend tätig werden, man kann natürlich auch im klinischen Bereich arbeiten, natürlich nicht psychotherapeutisch. Aber es gibt auch immer wieder Angebote, zum Beispiel in der Forensik oder auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder -psychologie. Da gibt es auch immer Angebote für Psychologen. Und man kann sich ja trotzdem auch selbstständig machen. Vieles auch im sozialen Bereich kann man anwenden.

Christian: Ja, soziale Arbeit wäre auch so was, das mir typischerweise einfällt. Da muss man jetzt nicht unbedingt einen Studienabschluss in sozialer Arbeit haben, sondern da überschneiden sich ja ganz viele Themen. Also ich glaube, mit einem Bachelorabschluss in Psychologie findet man definitiv einen Job heutzutage, das ist glaube ich ein ziemlich gefragter Abschluss. Und ansonsten kann man auch noch den Master machen, wäre das für dich eine Option?

Sarah: Ja, ich möchte auf jeden Fall den Master machen, definitiv. Und alleine auch wegen der Bezeichnung: Man darf sich ja auch mit dem Bachelorabschluss gar nicht Psychologe nennen. Und für viele Bereiche ist es schon gefordert, dass man den Master hat. Das habe ich gesehen, wenn man jetzt nur den Bachelor abschließt, dann bleibt man wirklich eher so in der sozialen Arbeit. Und wenn man dann noch mal den Titel Psychologe hat, hat man noch mal ganz andere berufliche Aussichten.

Christian: So ein ganz wichtiger Fakt eigentlich, den viele gar nicht wissen. Also die Berufsbezeichnung Psychologe oder Psychologin, die darf man jetzt nicht einfach so tragen, da gibt es ganz spezifische Anforderungen. Ich habe sie jetzt nicht ganz genau im Kopf, aber ich glaube, man muss halt einfach den Master machen in Psychologie, also nicht jetzt in Gesundheitspsychologie oder so was, sondern das muss tatsächlich auch ein Master in Psychologie sein.

Christian: Und der Bachelor, was ich allerdings auch spannend finde, ich habe jetzt mal so ein bisschen geschaut: Bei der Euro-FH da gibt es tatsächlich, dass damit geworben wird, dass man den Bachelor macht, den Master, und dann den Heilpraktiker für Psychotherapie. Also das wird da wohl auch als Weg beschrieben, der möglich ist, wenn man jetzt zum Beispiel weiter in der Beratung bleiben möchte und vielleicht auch so ein bisschen psychotherapeutische Ansätze hat. Das ist natürlich nicht so anerkannt wie der psychologische Psychotherapeut, aber per se hat man natürlich dann auch die Möglichkeit, eine Praxis zu öffnen, aber dann halt nicht auf Kassenleistung abzurechnen, sondern privat. Das wäre auf jeden Fall ein Weg, wenn man in die Psychotherapie möchte per Fernstudium. Man könnte auch den Heilpraktiker oder die Heilpraktikerin Psychotherapie machen. Da gibt es auch ganz viel Content hier bei uns auf dem YouTube-Channel, also wir haben auch mal ein Interview gemacht mit einem Heilpraktiker, der uns ein bisschen erzählt hat, wie das genau funktioniert. Das verlinken wir auch gerne in der Beschreibung für diesen Podcast.

Christian: Vielleicht eine Frage noch zum Studium: Das Praktikum, das hast du am Anfang erwähnt. Wie läuft das? Du musst ein Praktikum machen im Studium?

Sarah: Ja, also müssen ist glaube ich nicht so, man kann sich auch die Berufstätigkeit anrechnen lassen. Das wollte ich jetzt allerdings nicht machen, einfach um auch wirklich die Einblicke zu bekommen und zu sehen, okay, was gefällt mir und wo habe ich Spaß dran. Ich muss aber sagen, ich habe es mir ein bisschen leichter vorgestellt. Ich bin jetzt schon mehrere Wochen auf der Suche und merke dann doch, dass die Praktikumsplätze begrenzt sind. Nicht nur, dass zu wenig Plätze verfügbar sind, weil bei uns in Kassel gibt es ja auch noch eine staatliche Uni, die Psychologie anbietet, und dadurch habe ich natürlich ein bisschen schwierigere Chancen, weil natürlich mehr Bewerber da sind. Aber es ist auch so, dass viele nur Masterstudierende wollen. Also gerade ich hätte halt gerne auch in der JVA mein Praktikum gemacht oder so ein bisschen auch im klinischen Bereich, und da hat man als Bachelorstudent eigentlich nicht so die Chancen. Eher so in der sozialen Arbeit. Also mal sehen, was sich da ergibt. Und das sind 600 Stunden im Umfang, die man da leisten muss. Danach muss man einen Praktikumsbericht schreiben, und es gilt als Modul.

Christian: Wie viele Leistungspunkte, weißt du das?

Sarah: Ich glaube, es sind 20.

Christian: Also doch jede Menge, ein wichtiger Teil des Studiums. Und wichtiger Hinweis von dir auch, das ist dann vielleicht sogar gar nicht so einfach. Du lebst jetzt auch nicht in der allerkleinsten Stadt, sondern hast eine ganz gute Stadt, wo man doch ein bisschen leichter so was finden könnte. Wer jetzt tief in der Provinz lebt, für den wird es dann noch ein bisschen schwieriger. Dessen sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein. Und das ist ja dann bei dir auch wiederum mit dem Familienleben irgendwie zu verbinden, 600 Stunden.

Sarah: Genau, das muss ich sehen, dass das vielleicht irgendwie auch in Teilzeit möglich ist, das bieten ja auch einige an. Und ansonsten muss ich gucken, wie sich das, ich meine, im allerschlimmsten Fall lasse ich mir die Berufstätigkeit anrechnen. Aber es war nicht mein Ziel. Mein Ziel war es schon auch, da reinzuschauen und so ein bisschen praktische Erfahrung zu kriegen. Weil ich finde, man hat in der praktischen Erfahrung noch mal ein ganz anderes Wissen, was man sich dann aneignet.

Christian: Ja, und man bekommt auch wirklich mal so einen Einblick in den Beruf, um zu gucken, wie könnte sich mein weiteres Berufsleben gestalten. Sehr cool, dann wünsche ich dir auf jeden Fall viel Glück, dass du einen guten Praktikumsplatz findest. Einfach dranbleiben! Und alle unsere Zuhörer, die sich dafür interessieren: Einfach frühzeitig um so einen Platz kümmern, ganz wichtig.

Sarah: Ja, das stimmt.

Christian: Und was glaube ich auch wichtig ist zu wissen, also egal, ob man jetzt bei der APOLLON Psychologie studiert oder an der IU: Das Praktikum muss man ja glaube ich überall machen. Das gehört zu so einem Psychologiestudiengang einfach dazu. Aber gut finde ich trotzdem die Möglichkeit, dass man sich die Berufstätigkeit anrechnen lassen könnte. Das kann einem schon wirklich eine Last abnehmen. Und ich glaube, man kann auch die Betriebe splitten, also man kann halt einen Teil des Praktikums in dem einen Betrieb machen und einen anderen Teil in einem anderen Krankenhaus beispielsweise.

Christian: Also das gilt es ja auch irgendwie mit Familie unter einen Hut zu bekommen. Vielleicht gehen wir noch mal so ein bisschen auf dieses Thema ein, in so einem letzten großen Themenblock in unserem Podcast. Wir wollten so ein bisschen über Herausforderungen reden, die auf einen einprasseln können. Die hat jeder Student, egal ob jetzt mit Familie oder vielleicht auch alleinstehend oder alleinerziehend. Man kommt immer vor irgendwelche Herausforderungen, dessen sollte man sich auch bewusst sein, bevor man so ein Studium startet. Und es ist auch ganz hilfreich glaube ich, einige Herausforderungen mal so ein bisschen im Kopf schon durchzuspielen und sich dann zu überlegen, was mache ich denn, wenn das und das passiert. Vielleicht können wir mal über große Herausforderungen reden. Ich würde einfach mal so ein paar Stichwörter sagen. Herausforderung Nummer eins bei drei Kindern: Was tut man, wenn ein Kind krank ist oder vielleicht sogar alle gleichzeitig?

Sarah: Ich glaube, das muss man einfach akzeptieren. Ich versuche, mich da nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und das einfach so hinzunehmen. Weil es bringt ja nichts, wenn ich da komplett gestresst reingehe und sage, okay, jetzt muss ich nebenbei noch lernen. Das bringt mir nichts und dem Kind in dem Moment auch nicht. Also ich versuche, es dann auch wirklich beiseitezulegen. Und sollte sich mal eine Minute ergeben, weil die Kinder dann schlafen, dann versuche ich auch zu lernen. Aber das ist natürlich immer die Gefahr, dass ein Kind krank wird, besonders vielleicht auch wenn eine Klausur ansteht. Aber ich glaube, man muss von vornherein mit dem Gedanken auch rangehen: Es kann passieren. Welche Möglichkeiten habe ich dann? Wie kümmere ich mich frühzeitig darum? Und dann lässt sich das auch organisieren. Und das ist glaube ich auch einfach wirklich wichtig, sich den Druck rauszunehmen und sich so was dann halt auch zu erlauben.

Christian: Ja, krank ist krank. Da ist das Wichtigste, sich dann einfach zu kümmern. Die Gefahr besteht ja dann noch mal, dass man selber krank wird. Wenn einer in der Familie krank wird, dann ist ruckzuck auch irgendwie alles da. Wir hatten das letztes Jahr mit so einer Bindehautentzündung, das geht ja auch manchmal rum in den Schulen, und plötzlich hatten alle so das matschige Auge. Das war jetzt nicht schlimm, man darf nicht in die Schule damit, man muss irgendwie so lange zu Hause bleiben, bis es wieder okay ist. Aber dann hatten das plötzlich alle. Ist halt auch super ansteckend, und alle rennen mit diesen ganz roten, geschwollenen Augen rum. Da kannst du auch nicht lernen, weil das Auge dir halt einfach brennt.

Sarah: Ja, das stimmt. Oder Erkältung, das geht ja auch immer so dann von einem zum anderen. Und dann ist das erste Kind krank, hat es durchgestanden, dann ist das nächste an der Reihe. Besonders jetzt so in der Herbst- und Winterzeit, da kommt man ja schon in den Kindergarten rein und wird erschlagen von Infekten.

Christian: Also so was auf jeden Fall. Einplanen kann man das ja nicht, aber sich dann damit abfinden sozusagen und das Studium auch vom Studienmodell her so gestalten, dass man jetzt nicht Vollzeit durchziehen muss, sondern klar ist, dass man manches dann auch noch mal schieben muss.

Christian: Ein Punkt, der hängt irgendwie damit zusammen als Herausforderung: Schlaf. Das ist auch so eine Herausforderung. Wie machst du das? Mit so vielen Kindern schläft man eigentlich super wenig, und dann wacht man da jeden Morgen immer müder auf, und das akkumuliert sich über die Woche. Wie gehst du mit dieser Herausforderung um? Du hast gesagt, du lernst abends teilweise auch noch mal zwei, drei Stunden. Wie sieht es aus mit Müdigkeit?

Sarah: Schlaf, momentan ein ganz schwieriges Thema. Gerade der Kleine, da bin ich manchmal stündlich nachts wach. Und ich merke das schon, gerade in der ersten Lernphase, also beim ersten Mittagsschläfchen, da fällt es mir extrem schwer. Und ich merke dann auch manchmal, wenn ich lese, fallen mir die Augen zu. Und dann lege ich es auch beiseite, manchmal lege ich mich dann auch einfach hin und schlafe, weil es bringt ja dann nichts. Wenn ich versuche, mich dadurchzukämpfen, merke ich, dass ich einen Satz immer wieder von vorne anfange und der sich überhaupt nicht festsetzt und ich mich frage, okay, was habe ich jetzt eigentlich gerade gelesen. Das macht ja dann einfach keinen Sinn. Was manchmal gut funktioniert, ist vielleicht ergänzend YouTube-Videos zu schauen über das Thema oder Modul, was man gerade bearbeitet, so ein bisschen reinzuhören. Das funktioniert dann besser als zu lesen. Und abends muss ich sagen, habe ich mein Motivationshoch, da bin ich auch nicht mehr so müde. Aber wenn das Kind Schlafschwierigkeiten hat, wird man natürlich schon öfter mal abends unterbrochen, dann muss ich schon mal zwischendurch hochgehen und das Lernen unterbrechen. Aber da geht es von der Müdigkeit. Und ansonsten hilft Kaffee.

Christian: Ja, Kaffee! Es ist halt auch schwer, je nachdem, wie viele Kinder man hat. Aber wenn es jetzt drei Kinder sind, hat man in der Regel auch nicht die Möglichkeit, tagsüber noch mal zu schlafen, was ja wirklich hilfreich wäre. Aber man kann ja mit Kindern auch Aktivitäten machen, die irgendwie erholsam sind, mal spazieren gehen. Muss ja nicht Vollgas-Action sein, sondern kann auch mit Kindern mal so ein paar Sachen machen, die ein bisschen entspannender sind. Dann hat man vielleicht auch den Kopf frei für das Studium. Manchmal reicht es ja auch, wenn man sich irgendwie eine Stunde an den Spielplatz setzt. Da kann man auch mental mal so ein bisschen abschalten und einfach nur aufpassen, dass nichts passiert.

Sarah: Ja, das hilft auch. Frische Luft ist immer gut.

Christian: So war das jetzt bei mir auch vor diesem Podcast. Wir haben es heute am späteren Nachmittag aufgenommen, die meisten Podcasts nehme ich eigentlich vormittags auf, weil ich da auch mental einfach noch am meisten dabei bin. Du hast aber gesagt, du hast um 16 Uhr Zeit, und dann habe ich mich jetzt auch danach gerichtet. Und da war jetzt heute Nachmittag noch mal eine ganze Menge los, und damit ich den Kopf frei bekomme, bin ich einfach noch mal eine Runde laufen gegangen, so eine Mischung aus Spazieren und Joggen. Frische Luft, so schön kühl draußen, irgendwie hat mir das wirklich geholfen, den Kopf noch mal freizubekommen, mich auch mental ein bisschen auf den Podcast vorzubereiten. Also das war jetzt auch sehr hilfreich. Also solche Dinge muss man dann wahrscheinlich finden, um sich dann auch wirklich immer wieder aufs Studium fokussieren zu können.

Sarah: Genau. Aber das findet man auch schnell heraus, was einem guttut, was hilft. Und das ist dann schon immer gut, wenn man seine Strategie gefunden hat.

Christian: Wie sieht es bei dir aus mit Motivationslöchern? Wie gehst du damit um?

Sarah: Ja, ich habe definitiv auch Motivationslöcher. Die erlaube ich mir auch. Ich lerne dann vielleicht auch einfach mal einen Tag nicht und lege das mal beiseite. Oder wie schon erwähnt, schaue ich mir YouTube-Videos an, die vielleicht mit dem Thema was zu tun haben. Und was mich immer hilft zu motivieren, ist, wenn ich mir YouTube-Videos anschaue mit dem Beruf, den ich ausüben möchte. Das pusht mich tatsächlich auch immer so ein bisschen. Und ansonsten, wie gesagt, ich erlaube mir einfach Motivationstiefs. Man kann nicht immer funktionieren, das muss man sich einfach vor Augen führen. Im allerschlimmsten Fall weiß ich, dass man auch über die APOLLON sich einen Mentor besorgen kann, wenn man wirklich in dem Loch steckt und sagt, ich schaffe das nicht mehr. Und bevor man auf so Gedanken kommt, muss ich das Studium jetzt abbrechen, glaube ich, ist das eine ganz gute Möglichkeit, dass man da jemanden sich an die Seite holt und zusammen schaut, wie kann man da rauskommen. So drastisch war es bei mir jetzt noch nicht, aber wenn ich persönlich merke, ich bin nicht motiviert, dann entweder lege ich es beiseite oder ich hole mir Motivation heran. Aber auch unter Studierenden, also ich habe ja auch so meine Kommilitonen, mit denen ich wirklich im festen Kontakt stehe, und man motiviert sich auch einfach gegenseitig.

Christian: Auch so ein Punkt. Netzwerk ist auch irgendwie ein wichtiger Punkt im Studium, der Austausch. Wie kann man sich das vorstellen an der APOLLON Hochschule? Habt ihr interne Chats, nutzt ihr Teams oder so was, wie das an der IU üblich ist, oder habt ihr WhatsApp-Gruppen? Wie läuft das bei euch?

Sarah: Ja, da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Wir haben den Online-Campus, und darüber gibt es auch Foren, wo man entweder studiengangsbezogene Foren hat, aber auch Modulforen, wenn man zum Beispiel in einem Modul hängt, dann kann man sich da mit anderen austauschen. Und die WhatsApp-Gruppen, da gibt es auf jeden Fall auch Möglichkeiten. Bei Facebook gibt es sogar auch Gruppen. Aber am aktivsten ist es bei WhatsApp, und da sind auch wirklich eine Menge Leute drin. Ich muss aber sagen, man vernetzt sich irgendwie automatisch immer mit so ein paar, wo das dann wirklich auch intensiv wird. Und mit denen habe ich auch wirklich täglich Kontakt.

Christian: Da kann man sich dann auch super gegenseitig motivieren.

Sarah: Ja, alleine ist man definitiv nicht. Das finde ich sehr schön.

Christian: Du bist auf Instagram auch aktiv, da kann man sich auch so ein bisschen austauschen, da trifft man auch ganz viele von anderen Hochschulen. Wir verlinken natürlich auch deinen Instagram-Account in der Beschreibung. Ist das wichtig für dich fürs Studium, oder ist das eher so das, was man so neben dem Studium noch macht?

Sarah: Genau, also ich war eine Zeit lang sehr aktiv auf Social Media. Aber das habe ich irgendwann beiseitegelegt, auch weil meine Kinder dann in das Alter kamen, und ich konnte das so mit mir nicht mehr vereinbaren. Aber ich versuche schon, auch über das Studium zu berichten, da so ein bisschen mich auszutauschen. Gerade wenn es dann mal interessante Themen gibt, dann nutze ich das schon.

Christian: Ich habe noch eine Herausforderung, die du genannt hast, die irgendwie auch so ein bisschen mit Schlaf zu tun hat: das Thema Mental Load. Was ist da eine Herausforderung für dich?

Sarah: Also das würde ich persönlich als meine größte Herausforderung sehen. Dieses, was man alles im Kopf bearbeiten muss. Man ist im Studium, okay, an welchem Modul sitze ich gerade, wo muss ich mich vielleicht noch ein bisschen vertiefen, welche Klausur oder Fallaufgabe steht an. Dann aber auch diese familiäre Organisation: Okay, ein Kind hat demnächst Geburtstag, was muss ich noch besorgen, was braucht das Kind vielleicht noch mal an Klamotten. Also dieses ganze Organisieren und drumherum, was man sich so behalten muss, das finde ich wirklich schwierig. Und mir fällt es dann auch manchmal schwer, Ruhe im Kopf zu haben. Wenn ich mal wirklich entspannen soll, merke ich, dass die ganze Zeit mein Kopf kreist, um das Studium, um die Kinder. Und das ist wirklich ein großer Stressfaktor. Und wenn ich merke, ich bin absolut am Limit und ich kriege keine Ruhe mehr in meinen Kopf, dann ziehe ich mich auch zurück, dann lasse ich mir eine Badewanne ein und versuche auch wirklich alles, was mich rausbringen könnte, wegzulassen. Einfach nur Ruhe, kein Handy, keine Geräusche. Das hilft mir oft. Oder auch, wie du es schon so schön gesagt hast, einfach mal laufen gehen, frische Luft, mal so ein bisschen Abstand von allem gewinnen. Aber das Thema Mental Load finde ich schon, jetzt natürlich in der Vorweihnachtszeit auch noch mal ein bisschen extremer. Man guckt natürlich auch noch die Feiertage, wie organisiert man das alles drumherum. Und ich erwische mich auch manchmal beim Lernen dabei, dass ich dann während des Lernens schon wieder bei irgendeinem Kind bin, okay, da steht jetzt noch schulisch irgendwas an. Das ist schon schwierig.

Christian: Kann ich auch absolut nachvollziehen. Ich hatte auch gesagt, ich gehe dann laufen zum Beispiel. Badewanne mache ich ganz genauso, das finde ich auch super hilfreich, da einfach mal 10, 15 Minuten wirklich zu entspannen, die Gedanken da einfach mal laufen zu lassen. Sport kann man auch gut zu Hause machen, auch mit Kindern. Die mögen das auch total, bei uns zumindest. Yoga mitzumachen zum Beispiel, da kann man auch Kinder so ein bisschen inspirieren, so eine gewisse Sportroutine zu entwickeln. Das hilft mir dann auch noch mal, den Kopf so ein bisschen freizubekommen.

Christian: Und irgendwie hat das auch mit einer Herausforderung zu tun, die ich noch kenne: die Partnerschaft. Die möchte ja auch irgendwie gepflegt werden. Da gibt es ja noch einen Partner oder eine Partnerin, und die Beziehung soll ja jetzt nicht leiden, weil man sich noch überlegt hat, ein Studium zu machen. Oder wer jetzt nicht studiert, hat vielleicht einen ganz anstrengenden Job. Da muss man wahrscheinlich auch irgendwie Wege und Möglichkeiten finden, sich da immer wieder Zeitfenster füreinander zu schaffen. Ist das auch wichtig für dich, so eine Herausforderung in dem Sinne?

Sarah: Ja, absolut. Das ist ja auch nicht nur durch das Studium, gerade auch mit den Kindern, das ist auch schon eine Herausforderung, weil man natürlich auch nie weiß, wann ist jetzt die Zeit zu zweit am besten. Vielleicht ist ja auch wieder ein Kind krank. Und dann natürlich auch dem Lernen gerecht zu werden. Also wir haben uns persönlich darauf geeinigt, einen festen Tag in der Woche Zeit für uns zu nehmen. Abends, das ist meistens dann am Wochenende. Da schauen wir einen Film zusammen oder quatschen einfach oder spielen Escape Room. Also ich finde das wirklich sehr wichtig, dass man das nicht vergisst und sich manchmal auch bewusst verabredet und die Zeit miteinander verbringt. Weil wenn man das glaube ich nicht macht, geht das schnell unter. Oder man sagt: Ach, das machen wir morgen. Und dann ist doch wieder was anderes. Deswegen finde ich diese Verabredung tatsächlich hilfreich, und so machen wir das.

Christian: Also auch ganz wichtiger Faktor, der auch irgendwie zur Entspannung beiträgt und auch dazu, diesen Mental Load abzubauen. Einfach so diese Zeit auch mal zu zweit, auch mal ohne die Kinder. Und da ist ja auch häufig so, dass dann das Netzwerk, also die Großeltern zum Beispiel, dann wieder eine wichtige Rolle spielen, weil die einem auch mal die Kinder abnehmen können, so dass man auch mal einen Tag so zu zweit hat und wirklich dann auch mal nichts studiert, nicht arbeitet, sondern sich da nur aufeinander konzentriert.

Christian: Also wir haben jetzt ganz viele Herausforderungen genannt, wir haben über das Psychologiestudium an der APOLLON Hochschule geredet und über Familie. Ganz zum Schluss: Kannst du uns vielleicht noch so einen kleinen Einblick in deine Art zu lernen geben? Also wie kann man sich das bei dir vorstellen? Nimmst du deine Skripte abends zur Hand, liest da einfach nur durch, machst da ganz viele Notizen, schreibst du Zusammenfassungen, nutzt du Karteikarten oder so was? Wie läuft das bei dir ab?

Sarah: Genau. Also meistens, bevor ich anfange, die Studienhefte zu lesen, schaue ich mir wieder Videos an, das kann über YouTube sein, oder es gibt auch StudyFlix und so, da sind auch immer hilfreiche Videos drin, auch für die studienbezogenen Themen. Und da versuche ich mir schon mal so einen Grundüberblick zu geben und vielleicht das schon mal für mich zu verstehen. Und dann lese ich die Studienhefte und versuche, nebenbei immer wieder Stichpunkte aufzuschreiben. Wenn ich Verständlichkeitsprobleme habe, dann nutze ich tatsächlich auch mal ChatGPT, um mir das noch mal ein bisschen besser erklären zu lassen. Und ganz viel Zusammenfassungen schreiben. Und was mir auch hilft, ist zum Schluss, wenn ich ein Kapitel gelesen habe, mir das selber zu erzählen, wiederzugeben. Als würde ich das entweder meinem Mann erzählen oder auch mir selber, und dann merke ich mir das auch immer noch mal ganz gut. Karteikarten, klar, gerade wenn man auch in der Biopsychologie ist, hat man ja super viele Fachbegriffe von Gehirnarealen und Strukturen und Nervenbahnen, die man sich einprägen muss. Da versuche ich, mir immer die Karteikarten zu Hause zu verteilen und immer mal spontan umzudrehen und zu gucken. Also das sind so meine Strategien.

Christian: Also auch so ein Medienmix in dem Sinne. So mache ich das irgendwie auch, ich gucke auch mal gerne ein Video zu dem Thema, was mich gerade interessiert. Podcasts höre ich zum Beispiel auch ziemlich gerne, das kann man auch so nebenher, beim Laufen irgendwie Podcast oder beim Autofahren laufen lassen. Einfach um so in dem Thema drin zu sein und ganz viele verschiedene Perspektiven auf das Thema zu gewinnen.

Christian: Uns ist gerade noch aufgefallen, dass wir noch ein ganz wichtiges Thema vergessen haben, was auch ganz viele interessiert, die Psychologie studieren, nämlich nicht nur die Studieninhalte, sondern auch Statistik, die ja ein wichtiger Teil im Psychologiestudium ist. Kannst du uns vielleicht noch mal ganz kurz sagen, wie schwer das für dich eigentlich ist? Ist es besonders schwer, vielleicht weil du kein Abitur hast? Oder hast du Statistik überhaupt schon gemacht und geschafft? Wie war das bei dir?

Sarah: Ja, also das war auch meine größte Angst mit der Statistik, gerade durch das fehlende Abitur, welche Grundlagen fehlen vielleicht. Aber ich muss sagen, man arbeitet sich tatsächlich gut rein, auch wenn man keine Grundlagen vorher hatte. Es ist natürlich schon wirklich umfangreich, aber es ist gar nicht so das Rechnen. Also ich glaube, Statistik stellt man sich vielleicht viel mit Rechnen vor. Das ist es natürlich auch, aber die Rechenwege sind tatsächlich nicht schwer. Es ist eher der Anwendungsbereich, der es schwierig macht, also wann wende ich welches Testverfahren an. Das ist schon sehr umfangreich. Aber ansonsten ist es wirklich gut machbar. Man braucht keine Angst davor zu haben. Mir wurde auch immer so ein bisschen Angst gemacht, oh Gott, die Statistik! Aber das braucht man nicht, es ist wirklich eine Übungssache. Man muss oft Übungsaufgaben machen, die Anwendung bekommen, und dann kriegt man das auch wirklich ganz gut hin. Meine Klausur steht nächsten Freitag an.

Christian: Da wünsche ich dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei! Also Statistik, nichts wovor man Angst haben sollte. Das sollte einen auf keinen Fall daran hindern, so ein Studium zu machen, wenn einen das wirklich interessiert. Und ich glaube auch, gerade an den privaten Hochschulen sind diese Fächer häufig auch so gestaltet, dass man das wirklich gut versteht, das auch gut aufbereitet thematisch. Es gibt auch Hochschulen wie die AKAD University, da hatten wir auch mal einen Prof hier im Interview, der hat auch erzählt, dass die da versucht haben, ein ganz spezielles Konzept zu finden, um so ein eigentlich kompliziertes Fach doch einfach darzustellen. Und es ist glaube ich nicht so wie an den staatlichen Hochschulen, wo Fächer wie Statistik häufig auch zum Aussortieren von Studierenden genutzt werden. Also man kommt da auf jeden Fall durch.

Christian: Ganz zum Schluss: Sagst du uns vielleicht noch, wie man dir am besten folgen kann, wie man mit dir in Kontakt treten kann?

Sarah: Ja, am besten über Instagram. Da bin ich immer ansprechbar und sehr offen.

Christian: Gut, das verlinken wir natürlich auch in der Beschreibung für den Podcast. Ja, wir hätten noch ganz viele Themen, über die wir reden könnten, aber das wird sonst einfach zu lang, und du willst ja auch noch wahrscheinlich ein bisschen in den Abend entspannen. Und ich auch, da wartet auch die Familie schon. Also ich hoffe mal, das war auch viel Inspiration für diejenigen von unseren Zuhörern und Zuhörerinnen, die auch Familie haben und überlegen, jetzt so ein Studium zu machen, oder auch für die, die eben schon studieren und einfach gucken, wie kann ich das noch besser organisiert bekommen. Also vielen, vielen Dank, dass du uns so viel erzählt hast über dein Studium und auch das Familienleben! Und ich wünsche dir auf jeden Fall noch einen schönen Abend.

Sarah: Danke schön, das wünsche ich gleichfalls! Und danke noch mal, dass ich daran teilnehmen durfte. Tschüss!

Christian: Tschüss!

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