Modernisierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes: Private Hochschulen fordern Bürokratieabbau und mehr Flexibilität
Vertreter und Vertreterinnen privater Hochschulen sowie des Bundesverbands der Fernstudienanbieter haben am 2. Juli 2025 in Hamburg über die Reform des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) beraten. Im Fokus standen der Abbau von Bürokratie, die Stärkung des Verbraucherschutzes und zeitgemäße Rahmenbedingungen für das Fernstudium.
Vertreterinnen und Vertreter des Verbands privater Hochschulen e.V. (VPH) und des Bundesverbands der Fernstudienanbieter e.V. trafen sich am 2. Juli 2025 an der Euro-FH in Hamburg, um die notwendige Novellierung des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) zu diskutieren. Das Gesetz, das seit 1977 besteht, wurde als nicht mehr zeitgemäß bewertet. Besonders im Zeitalter digitaler, interaktiver und flexibler Lernformate sei eine Modernisierung dringend geboten, wie Prof. Dr. Ottmar Schneck, Vorstandsvorsitzender des VPH, auf LinkedIn betonte.
Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung ist die Überarbeitung des FernUSG bereits vorgesehen. Vertreter und Vertreterinnen der beteiligten Verbände forderten, bei einer Neuregelung insbesondere den Bürokratieabbau sowie eine transparente, digitale Plattform für die Listung von Fernlehr- und Fernstudiengängen in den Vordergrund zu stellen. Der Schutz der Verbraucher und Verbraucherinnen soll dabei weiterhin gewährleistet bleiben. Bemängelt wurde insbesondere, dass staatlich anerkannte Hochschulen ihre Programme trotz mehrfacher Qualitätsprüfungen weiterhin bei der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) anmelden müssen, obwohl dort keine inhaltliche Überprüfung erfolgt.
Nach Angaben von Marcus Bysikiewicz, Geschäftsführer der Euro-FH, war der Austausch von Offenheit und Lösungsorientierung geprägt. Alle Beteiligten verband das Ziel, Qualität, Flexibilität und Innovation im Fernstudium gemeinsam weiterzuentwickeln. Nach dem inhaltlichen Austausch wurde der Tag mit einem kollegialen Abendprogramm auf der Dachterrasse der Euro-FH abgerundet.
Die Verbände sehen in der Modernisierung des FernUSG eine wichtige Chance, Bürokratie abzubauen, den Verbraucherschutz zu stärken und das Fernstudium an moderne Bildungsanforderungen anzupassen.
Quellen: LinkedIn-Postings von Prof. Dr. Ottmar Schneck (2. Juli 2025) und Marcus Bysikiewicz (2. Juli 2025)
Foto: Prof. Dr. Ottmar Schneck via LinkedIn
Veröffentlicht am 02.07.2025 13:30 von Christian Wolf