PFH Göttingen ermöglicht universitätsgleichen Weg zur Psychotherapie-Approbation
Die PFH Private Hochschule Göttingen hat nach eigenen Angaben die Voraussetzungen geschaffen, um den universitätsgleichen Studienweg zur Approbation als Psychotherapeut:in in Niedersachsen anzubieten. Damit können Studierende den Weg in die Psychotherapie ohne Numerus Clausus (NC) und mit einem eigenen Auswahlverfahren gehen.
Im Zentrum des Angebots steht der approbationskonforme, polyvalente Bachelorstudiengang Psychologie (B.Sc.), gefolgt vom Masterstudiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie (M.Sc.). Beide Programme sind so konzipiert, dass sie die gesetzlichen Vorgaben für die Zulassung zur Approbationsprüfung erfüllen. Der Master umfasst vier Semester und kostet 1.095 Euro pro Monat zuzüglich weiterer Gebühren. Studienbeginn ist jeweils im Oktober, Studienort ist der Campus Göttingen. Die berufsrechtliche Anerkennung des Masters befindet sich aktuell noch im Verfahren.
Die Auswahl der Studierenden erfolgt nicht über die Abiturnote, sondern über ein hochschuleigenes Verfahren, das Motivation und Persönlichkeit in den Vordergrund stellt. Während des Studiums profitieren die Teilnehmer:innen von kleinen Lerngruppen, individueller Betreuung sowie praxisnaher Lehre mit intensiven Praxisphasen. Im Curriculum können Schwerpunkte wie Kognitive Verhaltenstherapie, Psychodynamische Verfahren, Systemische Therapie sowie Kinder- und Jugendpsychotherapie gesetzt werden.
Hintergrund ist die Reform des Psychotherapeutengesetzes, die seit 2020 einen klaren Studienpfad für die Approbation vorschreibt: Ein polyvalenter Bachelor an einer Universität und ein anschließender Master in Klinischer Psychologie und Psychotherapie sind Voraussetzung für den Zugang zur staatlichen Prüfung. Private Hochschulen wie die PFH Göttingen bieten damit eine Alternative zu den häufig zulassungsbeschränkten Studienplätzen an staatlichen Universitäten. Die Nachfrage nach psychologischen Qualifikationen bleibt hoch; bundesweit sind über 116.000 Studierende im Fach Psychologie eingeschrieben, wobei der Anteil an Frauen bei rund 80 Prozent liegt.
Für angehende Psychotherapeut:innen ist entscheidend, dass der gewählte Studiengang tatsächlich alle berufsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Während zahlreiche Fern- und Fachhochschulen psychologische Programme anbieten, führen nur approbationskonforme universitäre Studiengänge direkt zur Approbation. Wer den klassischen Weg nicht gehen kann oder will, findet in der sektoralen Heilpraktiker-Erlaubnis für Psychotherapie eine häufig genutzte Alternative, die allerdings nicht zur Kassenzulassung führt.
Mit dem neuen Angebot positioniert sich die PFH Göttingen als erste private Hochschule in Niedersachsen, die den universitätsgleichen Weg zur Approbation ermöglicht – und damit insbesondere für Bewerber:innen ohne Spitzen-Abiturnote eine neue Option eröffnet.
Quelle: LinkedIn-Beitrag der PFH Göttingen vom 04.06.2024
Veröffentlicht am 13.08.2026 14:53 von Christian Wolf