Steuerberater werden per Fernlehrgang: Kurse ab 75 €/Mon.

Steuerfachwirt, Steuerberater-Prüfung oder Zertifikat – Fernkurse, Kosten und Voraussetzungen verglichen
 · Letzte Aktualisierung 27.02.2026

Steuerfachangestellte, die aufsteigen wollen, haben drei Wege: ein Steuerrecht-Zertifikat für schnelles Fachwissen, den Steuerfachwirt als Zwischenstufe mit Kammerprüfung oder die Vorbereitung auf die Steuerberaterprüfung – eine der härtesten Berufsprüfungen Deutschlands mit einer Bestehensquote von rund 52 %.

Die Fernlehrgänge starten ab 75 €/Mon. und lassen sich neben dem Kanzleialltag absolvieren.

Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 13 Kurse im Fachbereich Steuerberater.

Weiterbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  12 Monate
  • ab 199 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Weiterbildung, Steuerberater
  •  Lehrgangswerk Haas
  •  24 Monate
  •  Bundesweit
  • ab 115 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Steuerberater
  •  Institut für Lernsysteme
  •  9 Monate
  • ab 186 € monatlich
Förderbar!
Aufstiegsfortbildung, Steuerfachwirt
  •  Lehrgangswerk Haas
  •  24 Monate
  •  Bundesweit
  • ab 80 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  Steuerrechts-Institut KNOLL
  •  22 Monate
  • ab 490 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  AWA AUSSENWIRTSCHAFTS-AKADEMIE
  •  6 Monate
Förderbar!
Aufstiegsfortbildung, Steuerberater
  •  Steuer-Fachschule Dr. Endriss
  •  18 Monate
  • ab 101 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  AWS Arbeitskreis für Wirtschafts- und Steuerrecht
  •  12 Monate
  • ab 136 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  Steuerseminar Dr. Huttegger & Partner
  •  12 Monate
  • ab 120 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  WLW – Würzburger Lehrgangswerk
  •  12 Monate
  • ab 190 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  ECONECT/hemmer Steuerfachschule
  •  13 Monate
  • ab 107 € monatlich
Weiterbildung, Steuerberater
  •  Steuerrechts-Institut KNOLL
  •  16 Monate
  •  Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe, München, Nürnberg, Osnabrück, Stuttgart
  • ab 1275 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Laudius Akademie für Fernstudien
  •  6 Monate
  • ab 199 € monatlich

Welche Fernlehrgänge im Steuerwesen gibt es?

Die Fernlehrgänge in dieser Kategorie lassen sich in drei Gruppen einteilen:

PfadAbschlussDauerZielgruppe
Zertifikat Steuerrecht Institutszertifikat 6–12 Mon. Quereinsteiger, Buchhalter, Kaufleute
Steuerfachwirt StBK-Prüfung 18–24 Mon. Steuerfachangestellte mit 3+ Jahren Praxis
Steuerberater-Vorbereitung Staatsexamen 9–24 Mon. StFA, StFW, BiBu, Hochschulabsolventen

Zertifikatskurse wie „Praxiswissen Steuern“ von der Laudius Akademie oder „Steuerrecht und betriebliche Steuerlehre“ von der SGD vermitteln Grundlagenwissen ohne Kammerprüfung. Sie eignen sich für Buchhalterinnen und Buchhalter oder Kaufleute, die steuerliches Know-how für den Berufsalltag brauchen.

Der Steuerfachwirt ist die klassische Zwischenstufe für Steuerfachangestellte. Die Prüfung wird von den Steuerberaterkammern abgenommen und liegt mit einer Bestehensquote von 67–72 % deutlich unter dem Schwierigkeitsgrad der Steuerberaterprüfung. Der Abschluss verkürzt die nötige Berufserfahrung für die Steuerberaterprüfung von 8 auf 6 Jahre.

Die Steuerberater-Vorbereitungskurse sind das Herzstück der Kategorie. Sie bereiten auf das Staatsexamen vor – den einzigen Weg zum Steuerberater-Titel. Die Spanne reicht von kompakten Kursen bei der ECONECT/hemmer Steuerfachschule (13 Mon.) bis zu umfassenden Komplettlehrgängen bei der SGD (24 Mon.).

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Welches monatliche Budget?

Wie lang darf der Lehrgang dauern?

Was kosten Fernlehrgänge im Steuerwesen?

Steuerberater-Vorbereitungskurse

Die Preisspanne bei der Steuerberater-Vorbereitung ist enorm: Die ECONECT/hemmer Steuerfachschule bietet den günstigsten Gesamtpreis ab 1.400 € (107 €/Mon.). Das Lehrgangswerk Haas hat mit 90 €/Mon. die niedrigste Monatsrate, allerdings bei 24 Monaten Laufzeit. Am oberen Ende liegt das Steuerrechts-Institut KNOLL mit dem Taxecutive®-Programm – einem Premium-Lehrgang mit intensiver Betreuung.

Steuerfachwirt-Lehrgänge

Steuerfachwirt-Lehrgänge im Kostenvergleich
KursAnbieterStudiendauerKosten
24 Monateab 80 € monatlich
18 Monateab 101 € monatlich

Beim Steuerfachwirt liegt die monatliche Belastung zwischen 75 € (Lehrgangswerk Haas) und 239 € (SGD). Die Steuer-Fachschule Dr. Endriss liegt mit 101 €/Mon. bei 18 Monaten Laufzeit dazwischen.

Zertifikatskurse Steuerrecht

Zertifikatskurse im Steuerrecht
KursAnbieterStudiendauerKosten
6 Monateab 1194 € insgesamt
ab 199 € monatlich
6 Monateab 2190 € insgesamt
12 Monateab 2388 € insgesamt
ab 199 € monatlich

Der Einstieg ins Steuerrecht gelingt am günstigsten über den Kurs „Praxiswissen Steuern“ der Laudius Akademie für 774 € (6 Mon.). Der Kurs „Fit für die Umsatzsteuer“ der AWA richtet sich an Fachkräfte, die gezielt Umsatzsteuerrecht vertiefen wollen.

Finanzierung

Steuerfachwirt- und Steuerberater-Vorbereitungslehrgänge sind über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. Das bedeutet: bis zu 75 % der Lehrgangskosten werden übernommen (50 % Zuschuss + 50 % zinsgünstiges Darlehen, davon 50 % Erlass bei Bestehen). Darüber hinaus sind sämtliche Lehrgangskosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich absetzbar – auch Fahrtkosten, Fachliteratur und Prüfungsgebühren.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Zulassung zur Steuerberaterprüfung (§ 36 StBerG)

Den Titel „Steuerberater“ gibt es ausschließlich über das Bestehen der staatlichen Prüfung. Die Zulassungsvoraussetzungen richten sich nach der Vorbildung:

VorbildungBerufserfahrungBemerkung
Ausbildung (z. B. StFA) 8 Jahre Rein praktischer Weg, ohne Weiterbildung
StFA + Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter 6 Jahre Weiterbildung verkürzt um 2 Jahre
Hochschulstudium ≥ 8 Semester 2 Jahre BWL, Jura, Wirtschaftsrecht o. Ä.
Hochschulstudium < 8 Semester 3 Jahre Z. B. Bachelor ohne konsekutiven Master

Die Berufserfahrung muss im steuerberatenden Bereich gesammelt werden – mindestens 16 Wochenstunden. Dazu zählen Tätigkeiten in Steuerberatungskanzleien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder Finanzverwaltungen. Alle Voraussetzungen müssen zum Zeitpunkt der schriftlichen Prüfung (Anfang Oktober) erfüllt sein.

Zulassung zur Steuerfachwirt-Prüfung

Die Steuerfachwirt-Prüfung wird von den Steuerberaterkammern abgenommen. Die Zulassungswege:

  • Nach StFA-Ausbildung: 3 Jahre praktische Tätigkeit in einer Steuerberatungs- oder Wirtschaftsprüfungskanzlei
  • Nach gleichwertiger kaufmännischer Ausbildung: 5 Jahre Praxis, davon mindestens 3 Jahre in einer Kanzlei
  • Ohne formale Ausbildung: 8 Jahre Praxis, davon mindestens 5 Jahre in einer Kanzlei

Die Prüfung findet bundesweit einheitlich einmal jährlich im Dezember statt. Bewerbungsschluss ist der 30. September.

Die meisten Fernlehrgänge sind auf berufstätige Steuerfachkräfte zugeschnitten – Lernzeiten von 8–15 Stunden pro Woche sind üblich.

Was verdiene ich als Steuerfachwirt oder Steuerberater?

Der Karriereweg im Steuerwesen bringt eine der deutlichsten Gehaltssteigerungen aller Weiterbildungspfade:

QualifikationEinstiegMedianMit Erfahrung
Steuerfachangestellte/r ~30.000 € ~42.500 € ~50.000 €
Steuerfachwirt/in ~42.000 € ~52.000 € ~63.000 €
Steuerberater/in (angestellt) ~60.000 € ~84.000 € ~140.000 €+
Steuerberater/in (eigene Kanzlei) ~125.000 € Gewinn (Durchschnitt Einzelkanzlei, STAX 2024)

Der Sprung von der Steuerfachangestellten zur Steuerberaterin bedeutet eine Gehaltsverdopplung – und das in einer Branche, die dringend Nachwuchs sucht. Das Durchschnittsalter aller Steuerberaterinnen und Steuerberater in Deutschland liegt bei 53,6 Jahren (BStBK 2024). Die Ruhestandswelle der Babyboomer-Generation treibt den Bedarf an qualifizierten Nachfolgerinnen und Nachfolgern weiter in die Höhe.

Auch regional lohnt sich der Blick: In Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg liegen die Gehälter für angestellte Steuerberaterinnen und Steuerberater am höchsten – rund 93.000–95.000 € brutto im Jahr.

 

Wie schwer ist die Steuerberaterprüfung?

Die schriftliche Prüfung besteht aus 3 Klausuren à 6 Stunden – verteilt auf 3 aufeinanderfolgende Tage Anfang Oktober.

Die Steuerberaterprüfung gilt neben dem Wirtschaftsprüferexamen und dem juristischen Staatsexamen als eine der schwierigsten Berufsprüfungen in Deutschland. Die Bestehensquoten schwanken von Jahr zu Jahr erheblich:

PrüfungsjahrBestehensquote
2024/2025 52,1 %
2023/2024 51,6 %
2022/2023 45,1 %
2021/2022 58,4 %
2020/2021 48,4 %

Der 10-Jahres-Durchschnitt liegt bei rund 51 % – etwa jede zweite Kandidatin und jeder zweite Kandidat besteht. Die schriftliche Prüfung umfasst drei Klausuren an drei aufeinanderfolgenden Tagen:

  • Tag 1: Verfahrensrecht und andere Steuerrechtsgebiete
  • Tag 2: Ertragsteuerrecht (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer)
  • Tag 3: Buchführung und Bilanzwesen

Wer den schriftlichen Teil besteht, wird zur mündlichen Prüfung eingeladen (Januar/Februar). Die Durchfallquote in der mündlichen Prüfung liegt bei nur rund 7 %.

Zum Vergleich: Die Steuerfachwirt-Prüfung ist deutlich leichter. Die Bestehensquoten liegen bei 67–72 %. Viele Fernlehrgangsanbieter empfehlen den Steuerfachwirt als Zwischenschritt – er festigt das Fachwissen und verkürzt gleichzeitig die nötige Berufserfahrung für die Steuerberaterprüfung von 8 auf 6 Jahre.

Häufige Fragen zu Fernlehrgängen im Steuerwesen

Ja. Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zur Steuerfachangestellten oder zum Steuerfachangestellten und 8 Jahren Berufserfahrung im steuerberatenden Bereich ist die Zulassung möglich (§ 36 StBerG). Mit dem Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter (IHK) verkürzt sich die erforderliche Praxis auf 6 Jahre.

Die Fernlehrgänge zur Steuerberater-Prüfungsvorbereitung dauern je nach Anbieter zwischen 9 und 24 Monaten. Kompakte Kurse wie der von ILS (9 Mon.) konzentrieren sich auf das Wesentliche, während längere Lehrgänge wie der von SGD (24 Mon.) den Stoff vertiefen und mehr Übungszeit bieten.

In den meisten Fällen ja. Der Steuerfachwirt bringt ein Gehaltsplus von rund 10.000 €/Jahr, hat eine höhere Bestehensquote (67–72 %) als die Steuerberaterprüfung und verkürzt die nötige Berufserfahrung für die Steuerberater-Zulassung um 2 Jahre. Zudem festigt er steuerliches Fachwissen, das in der Steuerberaterprüfung abgefragt wird.

Steuerfachwirt- und Steuerberater-Vorbereitungslehrgänge sind über das Aufstiegs-BAföG förderfähig. Der Zuschuss beträgt 50 % der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. Für die restlichen 50 % gibt es ein zinsgünstiges KfW-Darlehen – bei Bestehen werden davon nochmals 50 % erlassen. Im besten Fall übernimmt das Aufstiegs-BAföG also bis zu 75 % der Kosten. Reine Zertifikatskurse sind nicht förderfähig.

Ja, die meisten Lehrgänge sind auf Berufstätige ausgelegt. Der wöchentliche Lernaufwand liegt bei den meisten Anbietern zwischen 8 und 15 Stunden. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen abends und am Wochenende. Die längeren Lehrgänge (18–24 Mon.) verteilen den Stoff auf mehr Zeit und reduzieren so die wöchentliche Belastung.

Berufseinsteigende Steuerberaterinnen und Steuerberater verdienen angestellt rund 55.000–65.000 € brutto im Jahr. Mit einigen Jahren Berufserfahrung steigt das Gehalt auf den Median von rund 84.000 €. In großen Kanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind auch Gehälter über 100.000 € möglich.

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