Feedback von ChatGPT & Co. klingt überzeugend – aber stimmt es auch?

Während ihres zweiten Masters an der SRH Fernhochschule begann Kerstin Obermeier, sich intensiver mit KI zu beschäftigen. Eine bereits fertige Einsendeaufgabe ließ sie von ChatGPT überprüfen. Die Verbesserungsvorschläge klangen schlüssig, also arbeitete sie diese ein und ließ den Text erneut prüfen.

Das wiederholte sie fünf- oder sechsmal – bis sie merkte: Das Ergebnis wurde nicht besser, sondern immer schlechter.

Erst als Kerstin ChatGPT direkt nach dem Problem fragte, bekam sie eine Antwort, die ihren Umgang mit KI grundlegend veränderte:

👉 Nutzt du mich als Autoritätssystem oder als Assistenzsystem?

Kerstin hatte von der KI eine eindeutige Freigabe erwartet: Der Text ist gut, du kannst ihn abgeben. Doch genau diese Entscheidung kann ChatGPT ihr nicht abnehmen.

Die entscheidende Lektion für wissenschaftliche Arbeiten:

👉 KI-Feedback ist ein Vorschlag, kein Qualitätsurteil.
👉 Nicht jede plausibel klingende Änderung verbessert den Text.
👉 Die fachliche Bewertung und die letzte Entscheidung bleiben bei dir.

Mehr über Kerstins Erfahrungen mit KI, ihre mit 1,0 bewertete Masterarbeit und ihren Weg durch drei Fernstudiengänge erfahrt ihr im Podcast:

🎧 Fernstudi.fm Folge 74: „3× Fernstudium an der SRH – Kerstin Obermeier über Studium mit Kind, KI & Masterarbeit“: youtube.com/watch

Nutzt ihr ChatGPT oder eine andere KI zur Überarbeitung eurer Haus- oder Abschlussarbeiten? Und wie entscheidet ihr, welche Vorschläge ihr übernehmt?

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