Ich habe eine Hausarbeit komplett mit KI geschrieben – so wurde sie bewertet 😲
Eine Hausarbeit auf Masterniveau, 15 Seiten, im Modul „Programmieren mit Python“ an der IU Akademie – und Christian hat von Anfang bis Ende mit KI gearbeitet: Themenfindung, Literaturrecherche, Quellenanalyse, Code, Rohtext, Überarbeitung. Erlaubt war das ausdrücklich, eine Kennzeichnungspflicht gab es nicht. Trotzdem hat er der Arbeit eine eigene Erklärung zur KI-Nutzung angehängt. In diesem Video sieht er zum ersten Mal, wie sie bewertet wurde – und liest das Feedback des Dozenten vor.
Danach zeigt er, wie er vorgegangen ist und was das wirklich gekostet hat: 29,6 Stunden, jede Minute getrackt, bei 125 bis 150 Stunden, die für ein Modul mit 5 Leistungspunkten vorgesehen sind. Rund acht Stunden davon Recherche, gut acht Stunden Schreiben und Überarbeiten. Warum das trotzdem keine Abkürzung ist, warum die Quellenarbeit der Teil war, den keine KI abgenommen hat, und warum er niemandem im ersten Semester empfiehlt, es genauso zu machen – darum geht es im zweiten Teil des Videos.
⏱️ KAPITEL:
00:00 Ich habe eine Hausarbeit komplett mit KI geschrieben
00:51 Der Moment der Wahrheit
02:23 Das Feedback des Dozenten
03:46 30 statt 125 Stunden: das Zeittracking
05:05 Vier Monate Schreibblockade
05:31 Thema, Gliederung, Praxisprojekt
07:01 Quellenarbeit: was KI kann und was nicht
09:15 Der Schreibprozess Absatz für Absatz
10:50 Überarbeitung, Formatierung, Word-Vorlage
12:13 Nachlernen: der Teil, den man nicht auslagern darf
13:19 Warum ich das niemandem empfehle
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Christian ist an der IU Akademie in den hier gezeigten Kurs eingeschrieben und hat den Kurszugang kostenlos halten, ohne irgendwelche Erwartungen vonseiten der Hochschule. Das beeinflusst seine Einschätzungen in keiner Weise. Wir berichten über alle Hochschulen nach denselben Maßstäben. Wie sich fernstudi.net finanziert und wie wir arbeiten, liest du hier: fernstudi.net/ueber-uns
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Transkript
Ich habe eine Hausarbeit auf Masterniveau mit KI geschrieben – von Anfang bis Ende KI genutzt, um diese Arbeit durchzuziehen. Das heißt: Ich habe vier Monate lang prokrastiniert und dann effektiv rund 25 Stunden gebraucht, um die ganze Arbeit mit KI-Hilfe umzusetzen. Auf die Note habe ich sehr lange gewartet. Jetzt ist sie da, und deswegen möchte ich mit euch zusammen nachschauen, ob ich bestanden habe und wie die Bewertung ausfällt.
Damit ihr versteht, worum es hier geht: Ich habe an der IU Akademie ein Modul absolviert, den Kurs „Einführung in Python“ – ein Grundlagenmodul für eine Programmiersprache, also ein Kurs im IT-Bereich. Die Prüfungsleistung war eine Hausarbeit, 15 Seiten Umfang, Masterniveau. Ich habe mir ein grobes Thema herausgesucht und angefangen, diese Hausarbeit zu planen.
Der Moment der Wahrheit
Wie ich das genau umgesetzt habe, schauen wir uns gleich an. Erst einmal will ich wirklich wissen, welche Note ich bekommen habe. Diese Noten sind an der IU immer ein bisschen kompliziert einzusehen, da muss man sich zwanzigmal durchklicken. Ich habe seit Wochen eigentlich immer wieder nachgeschaut, ob meine Note schon da ist.
Ihr seht: Ich habe das Ganze Ende Juni abgegeben. Das ist meine Arbeit, „Visualisierung von Web-Traffic-Daten“, übermittelt am 29. Juni. Note: 94 von 100. Das heißt, ich habe auf jeden Fall bestanden – und das viel besser als erwartet. Ich hatte damit gerechnet, dass ich durchfalle, oder bestenfalls mit einer Zwei rauskomme. Mit so einer guten Note habe ich nicht gerechnet.
Dazu muss ich sagen: Normalerweise setzt man ans Ende einer wissenschaftlichen Arbeit eine eidesstattliche Erklärung, die gibt man hier elektronisch ab. Ich habe zusätzlich noch eine Erklärung angehängt, wie ich KI für diese Arbeit genutzt habe. Da stand auch drin, dass ich sie fürs Schreiben und fürs Überarbeiten eingesetzt habe. Ich war absolut transparent. Ich wusste nicht genau, wie das ankommt. Ich wusste zwar, dass ich KI nutzen darf und das gar nicht kennzeichnen muss – aber ich wollte es trotzdem offenlegen. Das Thema Python-Programmierung hat ja ohnehin viel mit KI zu tun.
Bestanden also. Richtig abgefahren. Rund 25 Stunden Arbeit, und ich habe wirklich jede Arbeitsminute getrackt.
Das Feedback des Dozenten
Kann ich hier irgendwo die Bewertung im Detail einsehen? Die Lehrkraft schreibt: Vielen Dank für die Abgabe der Hausarbeit, insgesamt sei das ein gut gelungenes Projekt. Besonders hilfreich fand er den klaren Aufbau der Arbeit, dadurch konnte er die Zielsetzung gut nachvollziehen. Die gewählten Visualisierungen passen gut zu den dargestellten Daten.
Das war auch das Thema meiner Arbeit: Visualisierung von Analysedaten, zum Beispiel auf Webseiten. Ich habe auseinandergenommen, welche Arten von Visualisierung tatsächlich geeignet sind, und ob statische Visualisierungen Vorzüge gegenüber interaktiven haben – also solchen, durch die man sich durchklicken kann. Kennt ihr vielleicht aus dem Netz. Ich habe gezeigt, dass es viele Einsatzbereiche gibt, in denen statische Visualisierungen deutlich hilfreicher sind, um ein Thema schnell zu erfassen.
Weiter im Feedback: Das Programm sei gut dokumentiert. Dann noch ein paar konkrete Bemerkungen – ich hätte die verschiedenen Diagrammarten gut erklärt, der Python-Code sei gut nachvollziehbar. Sehr umfangreich ist das nicht, aber er scheint es gut gefunden zu haben. Das ist tatsächlich meine erste Hausarbeit, die ich hier abgebe. Ich finde es technisch an manchen Stellen noch etwas unübersichtlich. Schreibt mir gern in die Kommentare, ob ich irgendwo noch weiteres Feedback finden kann.
30 statt 125 Stunden: das Zeittracking
Ich bin absolut überrascht, dass ich das so gut bestanden habe. Jetzt zeige ich euch grob, wie ich vorgegangen bin.
Zum Tracken der Zeit habe ich unsere Fokus-Sessions auf fernstudi.net genutzt – das ist ein Pomodoro-Timer. Da sieht man nicht nur, mit wem man gerade lernt, sondern kann seine Lernzeiten systematisch erfassen, sich Notizen dazu machen, filtern und nachvollziehen, wann man wie viel gelernt hat. Das habe ich wirklich von Anfang an genutzt, seit dem Start des Moduls.
Insgesamt habe ich 29,6 Stunden getrackt. Ihr wisst ja: Für ein Modul mit fünf Leistungspunkten werden ungefähr 125 bis 150 Stunden erwartet. Ich habe das Ganze in 30 Stunden durchgezogen. Dass das so schnell geht, ist schon ein Thema für sich – und wirft natürlich viele Fragen auf. Ist es wirklich hilfreich und sinnvoll, das so durchzuziehen?
Grob aufgeteilt: Für die Recherchearbeit habe ich rund acht Stunden gebraucht. Das war der umfangreichste und für mich auch aufwendigste Block. Da habe ich teilweise KI genutzt, teilweise aber auch bewusst nicht. Fürs Schreiben noch einmal etwa achteinhalb Stunden, inklusive Überarbeitungsprozess. Das Ganze verteilt auf fünf bis sechs Monate. Einen Monat lang habe ich erst einmal das Skript gelesen und durchgearbeitet – das zählt für mich mit zur Recherche und Quellenarbeit.
Vier Monate Schreibblockade
Dann wollte ich anfangen, die Hausarbeit zu schreiben – und bin in eine richtige Schreibblockade gerutscht. Ich habe krass prokrastiniert. Natürlich habe ich weiter Quellen durchgearbeitet, aber kurz bevor es ans eigentliche Schreiben ging, habe ich angefangen aufzuschieben. Ungefähr vier Monate lang. Dazu habe ich auch schon mal ein eigenes Video gemacht, in dem ich im Detail erzähle, wie ich meine Arbeit dann endlich abgegeben habe.
Thema, Gliederung, Praxisprojekt
Jetzt zu den einzelnen Phasen. Nachdem ich das Skript durchgearbeitet und mein Thema festgelegt hatte, war die allererste Phase natürlich, eine Gliederung zu erstellen. Fürs Gliedern habe ich tatsächlich KI genutzt.
Ich bin mit meinem Thema zu Claude gegangen und habe mir dort erst einmal ein Projekt für meine Hausarbeit eingerichtet: grundlegende Informationen hinterlegt, das Skript, das grobe Thema, über das ich schreiben wollte. Und dann habe ich sparringsmäßig ein konkretes Thema und eine erste grobe Gliederung erarbeitet.
Danach ging es an das Praxisprojekt – auch das war Teil der Arbeit, es sollte etwas programmiert werden. Auch dafür habe ich komplett KI genutzt. Stichwort: Vibe Coding. Ich habe mir ein Tool gebaut, mit dem ich Traffic-Daten für eine Webseite analysieren kann und das mir mithilfe von Python – der Programmiersprache, die ich hier lernen sollte – eine Visualisierung dieser Traffic-Daten erstellt. In dem Fall für unsere eigene Webseite fernstudi.net.
Den Code habe ich also über Prompts erzeugt. Das mache ich auch im Alltag so, darin bin ich sehr erfahren. Ich habe nicht einfach gesagt „erstell mir mal das Programm“ – das ist ein recht detaillierter Prozess. Ich habe zuerst die Architektur mit dem Tool ausgearbeitet und dann das Praxisprojekt in einer ersten funktionierenden Version umgesetzt. Das ging recht flott, vielleicht zwei, drei, vier Stunden insgesamt.
Quellenarbeit: was KI kann und was nicht
Die nächste Phase war die Quellenrecherche. Auch hier habe ich Recherche-Datenbanken genutzt, die selbst auf KI basieren. Wenn euch das interessiert: Schaut einfach mal bei uns auf dem Channel, dazu habe ich schon Videos gemacht. Oder hört in die Podcast-Reihen rein, die wir zum Thema KI aufgenommen haben – da geht es auch viel um Recherche.
Die Quellen selbst habe ich dann in NotebookLM bearbeitet – so hieß das Tool zu dem Zeitpunkt noch, mittlerweile heißt es Gemini Notebook. Damit habe ich mir erst einmal einen Überblick verschafft und geprüft: Sind diese Quellen überhaupt relevant für meine Arbeit?
Der nächste wichtige Schritt war aber, die Quellen tatsächlich zu lesen. Ich habe den Großteil davon ausgedruckt und wirklich intensiv durchgearbeitet. Superkleine Schrift, PDFs, die teilweise schlecht lesbar waren, sehr umfangreiche und teils schwer verständliche Texte. Mir war von Anfang an klar, dass ich da durchmuss. Ich kann mir mithilfe von KI zwar Dinge extrahieren lassen und einschätzen, wie relevant eine Quelle ist – aber um das eigentliche Durcharbeiten bin ich nicht herumgekommen. Das hat mir auch richtig geholfen: Ich habe mir viele Gedanken über das Thema gemacht und interessante Aspekte gefunden, die für die Arbeit relevant waren.
Dann sollte es an den Schreibprozess gehen – und plötzlich saß ich vor einem leeren Blatt. Etwas, was ich jahrelang als Lektor bei anderen beobachtet habe. „Fangt einfach an zu schreiben“, habe ich immer gesagt. Und jetzt war ich selbst in der Situation und wusste nicht, wie ich anfangen soll. Also habe ich es immer weiter aufgeschoben und wochen- bis monatelang gar nichts gemacht.
Irgendwann dachte ich: Okay, ich muss jetzt einfach vorankommen. Ich habe mir die KI-Richtlinien der Hochschule noch einmal genau durchgelesen und gesehen, dass ich KI tatsächlich auch zum Schreiben und Überarbeiten nutzen darf – und es nicht einmal kennzeichnen muss. Da dachte ich: Na gut, dann mache ich das jetzt als Experiment. Ich nutze KI wirklich für den gesamten Schreibprozess. Ich weiß ja, wie ich das produktiv anwende, um gute Texte zu erzeugen.
Der Schreibprozess Absatz für Absatz
Ins Detail will ich an dieser Stelle nicht gehen, das mache ich in einem eigenen Video. Aber grundsätzlich: Ich habe zuerst ein Dokument erstellt, das meine Schreibe beschreibt und dokumentiert, wie ein guter wissenschaftlicher Text sprachlich aufgebaut sein sollte. Ein sehr umfangreiches Dokument, ein bis zwei Seiten, mit Punkten wie „keinen Beamtenstil verwenden“ oder „aktiv schreiben“.
Dann habe ich im Schreibprozess wirklich Absatz für Absatz erstellen lassen. Das war trotzdem aufwendige Arbeit. Ich bin nicht einfach zu Claude oder ChatGPT gegangen und habe gesagt: „Schreib mir mal die gesamte Arbeit.“ Das würde gar nicht funktionieren, weil das Modell nicht so mit den Quellen arbeiten kann – nicht ständig in die Quellen hineinschauen kann, wie ich das tue. Ich musste wirklich Absatz für Absatz überprüfen, immer wieder in die Quelle schauen: Stimmt das eigentlich, was da aus der Quelle herausgezogen wurde? Und ich musste immer wieder sagen: Das klingt unlogisch, lass uns das anders machen.
Das war nicht wie ein Ghostwriter, sondern eher eine Co-Autorenschaft – ich habe diesen Text gemeinsam mit der KI erarbeitet. Ein wirklich schweißtreibender Prozess. Ihr seht: Es war am Ende sehr effizient, ich habe nur 30 Stunden für das gesamte Modul gebraucht. Trotzdem konnte ich nicht einfach sagen: „Hier sind meine Quellen, mach mir daraus einen fertigen Text.“ So hat es überhaupt nicht funktioniert. Auf diesen Prozess möchte ich an anderer Stelle noch einmal genauer eingehen.
Überarbeitung, Formatierung, Word-Vorlage
Dann folgte ein Prozess, den ich als Lektor kenne und sehr liebe: das Überarbeiten von Texten. Richtig gute Texte entstehen nämlich erst durch konsequente Überarbeitung. Ich habe meinen eigenen Text also noch einmal lektoriert, mehrmals durchgelesen, die Quellen erneut überprüft, umformuliert, wo etwas nicht gepasst hat. Teilweise habe ich auch hier noch einmal KI genutzt, um den Text zu verbessern und zu finalisieren.
Dazu gehörte auch die Formatierung. Dafür habe ich mir eine Dokumentvorlage erstellt, und die ist aus meiner Sicht wirklich gut geworden – auch gut nutzbar für euch. Deswegen stelle ich sie euch hier zum Download zur Verfügung: die Word-Vorlage für Hausarbeiten an der IU. Das sind, soweit ich weiß, in allen Fachbereichen die gleichen Vorgaben. Ladet sie euch einfach herunter und nutzt sie für eure Hausarbeit.
Ich habe hier übrigens auch ein sehr umfangreiches Word-Tutorial: Word-Grundlagen in einer Stunde. Schaut es euch an, dann habt ihr auch keine Probleme mit der Formatierung. Ich hatte nämlich ganz zum Schluss gemerkt, dass ich die Richtlinien gar nicht richtig eingehalten hatte, und musste noch einmal hin und her formatieren. Das war dann Teil der Überarbeitung – und diesen Teil konnte mir die KI nicht wirklich abnehmen.
Nachlernen: der Teil, den man nicht auslagern darf
Ganz zum Schluss kam ein wichtiger Prozess, in dem ich eigentlich immer noch stecke: die Inhalte dieser Hausarbeit noch einmal durchzugehen und wirklich zu lernen. Dafür habe ich Syntea genutzt, den KI-Assistenten der IU. Man kann das aber genauso mit Claude oder anderen Tools machen – oder ganz ohne KI.
Der Grund: Ich wusste, dass ich mich nicht so intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe, wie ich es getan hätte, wenn ich jeden Satz selbst geschrieben hätte. Trotzdem muss ich mich gedanklich intensiv damit befassen und in der Lage sein, meine Arbeit zu verteidigen – also über sie zu sprechen und sie zu erklären. In Syntea ging das ganz gut: Ich sage einfach „Lass uns noch mal über das erste Kapitel im Skript sprechen, stell mir ein paar Fragen dazu.“
Das Lernen habe ich bisher nicht so intensiv gemacht, wie ich es eigentlich wollte. Mein Tipp an euch: Wenn ihr ähnlich vorgeht wie ich, beschäftigt euch trotzdem noch einmal wirklich intensiv mit dem Thema. Die KI darf euch viel abnehmen – aber nicht das Denken.
Warum ich das niemandem empfehle
Um das zum Schluss einzuordnen: Ich möchte mit diesem Video niemanden ermutigen, seine Hausarbeit auf diese Art und Weise zu schreiben. Bei mir kommen viele Faktoren zusammen. Ich bin beim Thema KI letztendlich Profi, weil ich das beruflich sehr viel nutze. Ich habe auch Profi-Tools: Bei Claude nutze ich zum Beispiel die Max-Version für 100 Euro im Monat. Damit kann ich sehr viele Quellen hochladen und mit sehr viel Kontext arbeiten, was auch fürs Programmieren hilfreich ist. Das ist noch einmal etwas anderes, als ChatGPT zu nutzen, gerade beim Schreiben. Diesen Zugang hat nicht jeder von euch – und auch nicht jeder das Hintergrund- und Fachwissen, um damit so umzugehen, wie ich das tue. Zum Beispiel, um Halluzinationen und echte Probleme zu erkennen.
Das ganz große Problem ist die Quellenarbeit. Keine KI kann Quellen so gut lesen und verstehen, wie ich das kann. Es ist schwierig, exakt zu zitieren oder Seitenzahlen herauszufinden – auch wenn ich bei dem Zitierstil, den ich hier genutzt habe, keine Seitenzahlen angeben musste. Trotzdem muss ich immer wieder selbst in die Quelle schauen, um sicherzugehen, dass richtig paraphrasiert wurde und ich nicht aus Versehen ein Plagiat produziere. Das setzt Fachwissen voraus – und es setzt voraus, dass man weiß, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert.
Wenn ihr im ersten Semester seid und eure Hausarbeit auf diese Art schreiben wollt, ist das wirklich keine gute Idee. Ihr müsst erst einmal lernen, wissenschaftlich zu arbeiten. Ihr müsst erst einmal gut in der Sache werden, die ihr macht, um KI dann tatsächlich produktiv einsetzen zu können.
Ich habe in meinem Leben schon mehrere Hausarbeiten geschrieben. Dieser Fachbereich war für mich neu, meine bisherigen Arbeiten waren in Geschichte und Philosophie. Aber ich bin durch viele Studiensemester in der Lage, wissenschaftlich zu denken und vor allem wissenschaftlich zu schreiben – und ich kann beurteilen, wie ein guter Text aussieht. Wenn ihr im ersten Semester seid und noch nie studiert habt, könnt ihr das wahrscheinlich noch nicht. Dann seid ihr auch nicht in der Lage zu beurteilen, ob das, was die KI produziert, wirklich gut und hilfreich für euch ist. Deswegen will ich niemanden dazu anstiften, das so zu machen – auch wenn die Hochschule es erlaubt. Ihr müsst lernen, wissenschaftlich zu arbeiten. Und dafür müsst ihr erst einmal lernen, selbst zu schreiben.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe bestanden und bin super glücklich. Hier wird es noch mehr Inhalte dazu geben – wie ich das konkret umgesetzt habe und wie ich vorgegangen bin, um KI wirklich produktiv für so etwas zu nutzen. Schreibt mir eure Meinung und eure Fragen in die Kommentare. Wir sehen uns in einem der nächsten Videos auf diesem Channel.

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