Erfahrungen im AKAD-Fernstudium (Bachelor & MBA) - Heidi Rinn im Gespräch

In Podcast 16 ist Heidi Rinn zu Gast. Heidi arbeitet u.a. an der AKAD University als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einem Forschungsprojekt und promoviert derzeit extern an einer staatlichen Hochschule. Heidi hat 2 Studiengänge im Fernstudium an der AKAD University absolviert, den Bachelor International Business Communication sowie den MBA Entrepreneurship & Innovation. Im Podcast berichtet Heidi über ihre Erfahrungen mit diesen beiden Studiengängen und im Fernstudium an der AKAD University.

Inhalt:

00:00 Vorschau
04:06 Heidi über den Bachelor International Business Communication
17:40 Heidi über den MBA Entrepreneurship & Innovation
26:04 Heidi über das Fernstudium an der AKAD University
35:36 Heidi über ihre Lernstrategie
38:07 Heidi über ihre Schulzeit

Im Podcast erwähnt:

👉 Infos & Studieninhalte im B.A. International Business Communication https://www.fernstudi.net/fernstudium/wirtschaft/kommunikationswissenschaften/12660
👉 Infos & Studieninhalte im MBA Entrepreneurship und Innovation https://www.fernstudi.net/fernstudium/wirtschaft/mba/13503
👉 Forum für Studis der AKAD University: https://fernstudenten.de

Christian: Schönen guten Tag! Heute habe ich im Podcast Heidi Rinn. Heidi arbeitet unter anderem an der AKAD University als wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Heidi hat interessanterweise insgesamt zwei Studiengänge an der AKAD University absolviert, über die wir jetzt in diesem Podcast reden werden. Und das ist einmal der Bachelor International Business Communication an der AKAD University, den Heidi dort vor einigen Jahren absolviert hat, und vor kürzerer Zeit hat Heidi dann im Anschluss an diesen Bachelorstudiengang den MBA Entrepreneurship und Innovation an der AKAD University absolviert.

Christian: Also wir wollen mal im Detail über beide Studiengänge reden: Was macht man mit diesen Studiengängen? Warum studiert man das, oder warum hat sie das studiert? Was gibt's für Berufsmöglichkeiten? Wie sieht's aus mit den Studieninhalten, den Vertiefungsmöglichkeiten? Und wie war das insgesamt, das ganze Studium für sie an der AKAD University? Immerhin hat sie zwei Studiengänge absolviert, also scheint es ihr ja doch ganz gut gefallen zu haben. Da werde ich so ein kleines bisschen ausquetschen über das Studium an dieser Hochschule, und ich würde sagen, wir steigen mal direkt ein in diesen Podcast.

Christian: So, Heidi, dann herzlich willkommen hier im Podcast auf fernstudi.fm! Schön, dass du teilnimmst. Wir wollen ja mal ein bisschen über dein Studium an der AKAD University reden, warum du an der AKAD University studierst, über die beiden Studiengänge auch, die du absolviert hast. Und ja, vielen Dank, dass du teilnimmst!

Heidi: Vielen Dank, dass ich hier sein darf!

Christian: Ich würde sagen, wir fangen mal an mit dem Bachelor International Business Communication. Da hast du mir im Vorgespräch erzählt, dass das schon eine Weile her ist, dass du diesen Studiengang absolviert hast. Soweit ich weiß, hat sich da jetzt auch nichts absolut grundlegend geändert über die Jahre, soweit ich das auch beobachtet habe. Deswegen ist es schön, dass wir das hier trotzdem noch mal aufgreifen, diesen Studiengang, und einfach unseren Zuhörern, die sich auch vielleicht für dieses Studium interessieren, mal so ein bisschen vorstellen: Worum geht's in diesem Studiengang? Was gibt's für Berufsmöglichkeiten? Was gibt's für Studieninhalte, für Vertiefungen, was hast du für welche gewählt? Also vielleicht kannst du uns erstmal ganz kurz zum Einstieg sagen, warum du dich damals für diesen Studiengang entschieden hast und wann war das, wann hast du diesen Studiengang absolviert?

Heidi: Also ich habe angefangen mit dem Studiengang 2013, ist also schon eine Weile her. Es war zum Beginn meiner Elternzeit, das heißt, ich hatte von vornherein diese drei Jahre Elternzeit und wollte auch dann in diesen drei Jahren fertig sein. Grundsätzlich kamen für mich zwei Studiengänge in Frage: Das war klassisch BWL und eben diese International Business Communication. Und ich habe mich am Ende dann für International Business Communication entschieden, was für mich eher ein Neigungsstudium war. Also die Idee war zu sagen: Wenn ich hier wirklich drei Jahre an einem Studium dranbleiben soll, auch mit viel Eigeninitiative, dann sollte es auch Spaß machen und es sollte mich auch interessieren. Und wenn vielleicht auch BWL das Studium gewesen wäre, das vielleicht auch einfacher und weniger zu erklären gewesen wäre, weil jeder hat eine Vorstellung von BWL, aber jetzt vielleicht nicht unbedingt von International Business Communication, hat mich diese Vielfältigkeit von dem Studiengang eigentlich angesprochen. Also zum einen Personalmanagement-Themen, aber auch kulturelle Themen, aber halt eben auch Englisch. Also ich kam aus dem großen Konzern, Englisch war Unternehmenssprache, und das Englisch auch immer wieder zu verbessern und anzuwenden, und auch im Business-Kontext anzuwenden, das war dann für mich letztendlich das Ausschlaggebende, zu sagen: Okay, mir reichen eigentlich die BWL-Grundkenntnisse, und ich nehme dann lieber aus anderen Bereichen noch Themen mit.

Christian: Okay, also Fremdsprachen hast du jetzt schon angesprochen, sind ein wichtiger Bestandteil in diesem Studium. Da sprechen wir dann gleich mal ein bisschen drüber, wenn es um die Studieninhalte geht. Vielleicht kannst du uns mal kurz sagen, warum du dich überhaupt für ein Fernstudium entschieden hast? Also du hättest ja sicherlich auch irgendwie in Präsenz studieren können, und du sagst Elternzeit, okay, vielleicht ein bisschen komplizierter. Ich vermute mal, das war dann auch der Grund fürs Fernstudium?

Heidi: Also absolut, aber ich hätte ohnehin glaube ich dieses Format gewählt, weil ich einfach ein sehr freiheitsliebender Mensch bin und ich lerne gerne in meiner Geschwindigkeit und lasse mir das ungern vorgeben. Von daher: Diese Flexibilität hat man an keiner Präsenzhochschule, und damit war für mich eigentlich klar Fernstudium, beim ersten Mal genauso wie beim zweiten Mal.

Christian: Okay, wobei man ja dazu sagen muss, du hast es 2013 angefangen, da war die AKAD University noch nicht ganz so flexibel, würde ich sagen, wie heute. Da gab es noch keine Online-Klausuren, soweit ich weiß, die Präsenzen fanden dann sicherlich auch direkt vor Ort statt als Präsenzen. Da können wir auch gleich noch mal im Detail so ein bisschen genauer darüber reden. Und ja, trotzdem natürlich schon ein sehr flexibles Studienformat, du kannst ja deine Zeit frei einteilen, du lernst, wann es am besten zu deinem Rhythmus passt, und so, diese ganzen klassischen Gründe dafür, dass man sich für so ein Fernstudium entscheidet.

Christian: So, gehen wir vielleicht mal ein bisschen rein in den Studiengang International Business Communication. Du hast schon so ein bisschen angesprochen, wo die Unterscheidung oder der Unterschied zur klassischen BWL liegt. Was kann man denn beruflich damit machen? Also was kann man sich so vorstellen? Mit BWL ist klar, man geht irgendwie ins Projektmanagement beispielsweise in der Firma, in die Teamleitung, solche Sachen, oder macht sich vielleicht auch selbstständig oder sowas. Wie sieht's denn aus mit International Business Communication, was sind da so die Berufsmöglichkeiten mit diesem Studiengang, und was hast du dann ergriffen?

Heidi: Also ich kam ja klassisch aus der IT und bin kurz vorher zur Führungskraft geworden mit einem Team aus fünf Personen, die ganz verstreut in Deutschland saßen, und bin da so ein bisschen ins kalte Wasser geworfen worden. Und genau das wollte ich eigentlich aufholen und sagen: Ich möchte jetzt auch mal wissen, wie macht man es eigentlich richtig und nicht so aus dem Bauch heraus? Und es war für mich eigentlich auch mit ein Grund, dieses Studium zu ergreifen. Ich meine, man sieht sich da konfrontiert mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, aber auch so Dinge wie Budgetplanung kommen auf einen zu, und man macht vieles aus dem Bauch heraus, vielleicht vieles auch richtig, aber wenn man glaube ich langfristig so ein Team entwickeln will, dann sollte man schon auch die Theorie, die Grundlagen einfach auf dem Kasten haben und dann auch diese Weiterentwicklung aktiv steuern können.

Christian: Und damit meinst du dann sicherlich jetzt nicht nur die BWL-Grundlagen. Ich meine, BWL-Grundlagen, da können wir gleich ein bisschen darüber reden, was zählt alles dazu, aber beispielsweise jetzt Buchführung und Bilanzierung, solche Sachen, ist jetzt nicht unbedingt wichtig zu wissen, um ein Team zu führen in dem Sinne, außer vielleicht dann eben, wenn jemand im Team irgendwie damit zu tun hat, mit dem man dann kommunizieren können muss. Aber ich vermute mal, du meinst dann vor allem so diesen Kommunikationsanteil im Studium, der dann wichtig ist für das Management von Teams oder fürs Management generell.

Christian: Lass uns mal so ein bisschen über die Studieninhalte reden. Vielleicht kannst du uns mal kurz sagen, was man neben den BWL-Grundlagen in diesem Studium macht, beziehungsweise was du damals noch 2013 gemacht hast, also was für Module beispielsweise?

Heidi: Also Kultur, Management mit BWL, das heißt, einzelne inhaltliche Prüfungen waren dann eben auch auf Englisch, um eben beide Fächergruppen zu kombinieren. Und ich glaube, das ist auch sehr wichtig, dass man nicht das eine losgelöst vom anderen lernt, sondern das wirklich miteinander kombiniert.

Christian: Und die Sprache, wie kann man sich das da vorstellen? Also im Fernstudium eine Sprache zu lernen ist ja vielleicht auch noch mal ein bisschen anders, als wenn man jetzt einen Kurs an einer Volkshochschule oder sowas besucht, wo man dann auch direkt die ganze Zeit reden kann irgendwie und einen Lehrer sozusagen vor sich hat oder eine Gruppe, mit der man kommuniziert. Die AKAD University ist ja eigentlich lange bekannt gewesen und eigentlich auch immer noch bekannt für auch diesen gewissen Fokus auf Sprachkurse. Also man kann zum Beispiel eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Übersetzer über die AKAD University machen, eben dieser Studiengang, und es gibt im Bereich Kommunikation noch mehr Studiengänge, die mit Sprachen zu tun haben. Ich glaube, es gibt auch noch ein Übersetzerstudium, soweit ich weiß. Wie kann man sich das denn im Fernstudium vorstellen? Ich meine, 2013 wird es auch noch ein bisschen anders gewesen sein mit dem Sprachenlernen. Kannst du vielleicht mal sagen, wie das bei dir lief?

Heidi: Also man muss natürlich sagen, das war eine Zeit, da gab es noch kein DeepL oder Google Übersetzer. Das heißt, es war natürlich sehr viel asynchron, zu Hause versuchen zu übersetzen und Hausarbeiten einzuschicken und die wieder kontrolliert zurückzubekommen. Das ist natürlich in der heutigen Zeit deutlich einfacher, weil man sehr viel schneller auch ein Feedback bekommt. Es ist sehr viel asynchron, dafür ist eben das Fernstudium bekannt, dass ich mir die Lernzeit selber einteilen kann. Und zu meiner Zeit gab es damals noch ein Dolmetscherseminar, das war eine ganze Woche lang, also da hat man dann wirklich auch mal geübt, vom Blatt weg zu übersetzen, also so ganz klassisch, wie man es kennt. Und so lief dann auch die Prüfung ab am Ende dieser Woche.

Christian: Okay, also für unsere Zuhörer: Die Studieninhalte, auch die aktuellen, die verlinken wir natürlich in der Beschreibung für diesen Podcast. Da klickt ihr einfach drauf, dann könnt ihr mal gucken, wie die Studieninhalte heute sind, was es für Module gibt und auch, was es für Präsenzen gibt. Soweit ich weiß, hat man heute auch die Möglichkeit, beispielsweise über Sprachsoftware zu lernen, Rosetta Stone ist glaube ich so eine klassische Sprachsoftware. Ich bin jetzt nicht ganz sicher, ob das an der AKAD University auch so ist, dass man dann Zugang bekommt zu dieser Software und dann kann man auch schön am Rechner das Sprechen üben. Wie du jetzt gesagt hast, scheint es ja doch so ein bisschen mehr so einen Fokus auf die schriftliche Kommunikation zu geben, weil es eben auch schwer ist, über so ein Fernstudium das Sprechen zu üben ohne Feedback. Aber mit so einer Software kann man glaube ich auch heutzutage und mit Apps auch ganz gut auch alleine das Sprechen üben. Das ist ja auch wichtig, wenn man zum Beispiel so eine Teamleitung übernimmt für internationale Teams, dann auch über Zoom und so weiter in der Lage zu sein, die Sprache flüssig zu reden.

Christian: Lass uns vielleicht mal auch über die Vertiefungen sprechen. Wie war das bei dir, gab es da Vertiefungsmöglichkeiten, kannst du da irgendwie noch einen bestimmten Fokus setzen innerhalb des Studiums, oder wie war das?

Heidi: Also es gab mehrere Vertiefungsrichtungen, wobei ich dann nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen bin. Spanisch und Französisch wären für mich nie in Frage gekommen. Und ich wollte ja das Thema Führung weiter ausbauen, ich war zu der Zeit auch in einer Abteilung, die innerbetriebliche Weiterbildung zum Thema hatte. Und damit war für mich klar, dass ich Personalmanagement wählen werde, weil da eben diese Themen mit vorkommen.

Christian: Okay, also noch mal für unsere Zuhörer: Wer sich interessiert, wie aktuell die Vertiefungsmöglichkeiten aussehen, der schaut einfach mal in die Beschreibung für dieses Video und guckt sich das dann genauer auf der Website der AKAD-Hochschule an.

Christian: Präsenzen, gab es damals vermutlich noch ein bisschen mehr als heute. Heute ist ja auch vieles digital, läuft dann über Online-Konferenzen ab. So gesehen hat man dann vielleicht auch noch ein bisschen mehr Möglichkeiten heutzutage, in den Austausch zu treten als damals. Du hast gesagt, eine Woche lang Seminar beispielsweise. Gab es noch mehr, oder wie war das damals mit den Präsenzen?

Heidi: Also ich bin ja in diese Zeit reingekommen, die erste Hälfte meines Studiums war noch mit Präsenzen und zwar mit Pflichtpräsenzen. Da war es immer so, samstags zunächst das Seminar und im Anschluss hat man die Prüfung in Präsenz geschrieben. Das hat sich in der Mitte meines Studiums ziemlich genau geändert, die Präsenzen wurden dann freiwillig. Und in der Zwischenzeit ist es aber so, dass man sagt, man bietet diese Seminare nicht mehr in Präsenz an, sondern halt wirklich für berufsbegleitend Studierende entweder am Abend in kurzen Häppchen oder dann eben am Samstag.

Christian: Und deine Studiendauer, vielleicht jetzt noch als Abschlussfrage zu diesem Studiengang: Wie lange hast du denn insgesamt gebraucht, um durch den Bachelor durchzukommen?

Heidi: Ich habe exakt die drei Jahre gebraucht, die ich mir vorgenommen hatte. Ich habe am Freitag mein Kolloquium abgeschlossen und am Montag darauf habe ich wieder angefangen zu arbeiten.

Christian: Okay, super, also Vollzeit studiert und so gut durchgekommen. Sehr interessant! Und vielleicht noch eine abschließende Frage: Wie schwer fiel dir das denn mit dem Bachelor? Ich weiß jetzt nicht genau, vielleicht sagst du es noch, mit was für Voraussetzungen du da reingegangen bist. Hattest du ein Fachabitur oder ein Abitur oder vielleicht auch eine Ausbildung? Und wie schwer fiel dir das, da durch die ersten Semester zu kommen und dann durch das gesamte Studium?

Heidi: Also ich hatte Abitur, es lag aber natürlich zehn Jahre zurück. Was mir sicherlich zugutekam, war die große englische Praxis, die ich einfach hatte durch das Berufsleben. Aber ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, als die ersten Unterlagen kamen und ich die von der Post abgeholt habe und die ausgepackt habe und dachte: Oh, das ist doch etwas mehr, als ich erwartet hatte! Die Prüfungen fielen mir eigentlich von Anfang an relativ leicht, weil ich auch während meiner Berufstätigkeit immer mal wieder ein Zertifikat oder dergleichen gemacht habe. Das Schwierigste für mich war erstmal, in dieses wissenschaftliche Arbeiten reinzukommen, weil das natürlich ganz anders ist als in der Industrie. Wenn ich dann eine Präsentation vorbereite, dann gucke ich da nicht nach Quellen, sondern da passiert vieles halt aus dem Bauch heraus. Und das muss man sich abgewöhnen, also man muss einfach diese Methodik erlernen. Und das ist im Fernstudium tatsächlich schwierig. Und das muss man einfach üben, und nach dem dritten Mal klappt es dann auch immer besser. Aber man muss sich reinfinden und dann eben nicht gleich aufgeben.

Christian: Ja, dafür hat man dann ja eigentlich an allen Hochschulen gleich im ersten Semester so ein Einführungsmodul ins wissenschaftliche Arbeiten. Aber das reicht ja dann in der Regel auch nicht aus, um zu lernen, wie man dann beispielsweise seine Bachelorarbeit sauber wissenschaftlich aufbereitet. Das muss man dann immer wieder üben, in Hausarbeiten und so weiter.

Christian: Also dann lass uns vielleicht über den MBA reden, den du dann im Anschluss absolviert hast, also nicht direkt im Anschluss, und zwar den MBA Entrepreneurship und Innovation. Den gibt es ja auch an der AKAD University seit einiger Zeit. Warum hast du dich denn dann für diesen MBA, für diesen Masterstudiengang entschieden, und wann genau war das?

Heidi: Also für mich war immer noch so im Hinterkopf: Ich möchte den Master noch mal obendrauf setzen. Und dadurch, dass ich Führungsverantwortung hatte, war für mich auch klar, es wird ein MBA und jetzt nicht ein Master of Science. Der Studiengang Entrepreneurship und Innovation, der war damals ziemlich neu und der ist mir sofort ins Auge gesprungen. Entrepreneurship ist natürlich auch innerhalb eines Unternehmens ein Thema, weil man damit eben Dinge und Innovationen voranbringen möchte. Und Innovationsmanagement ist einfach für mich so eine Erfahrung gewesen: Ich hatte mehrere Innovationsprojekte innerhalb meines Unternehmens, und ich habe die halt auch kläglich scheitern sehen. Und ich wollte einfach wissen: Wie macht man es richtig? Und als mein Sohn dann in die Schule kam, war das für mich der Zeitpunkt, wo ich gesagt habe: Und jetzt packe ich das an, ich möchte auch mehr Zeit jetzt haben für die Familie. Und habe innerhalb von eineinhalb Jahren dann diesen MBA auch absolviert, also in weniger als der Regelstudienzeit durchgezogen.

Christian: Okay, die Regelstudienzeit ist vier Semester, je nach Einstieg. Es gibt ja glaube ich verschiedene Einstiegsmöglichkeiten, wenn man einen Diplom-Abschluss hat, kann man da auch ein bisschen Zeit sparen sozusagen. Aber du hattest ja deinen Bachelor und hast dann offensichtlich den ganz normalen Einstieg gewählt, wo die Regelstudienzeit dann bei vier Semestern liegt im Vollzeitstudium.

Christian: Also Entrepreneurship, da denkt man jetzt erstmal, und einige unserer Zuhörer wahrscheinlich auch, da geht's jetzt um Unternehmertum, also den MBA absolviert man, wenn man unternehmerisch tätig werden möchte, ein Unternehmen gründen möchte oder sowas. Aber du hast jetzt schon angeschnitten, es ist bei Weitem nicht so. Also es gibt ganz verschiedene Berufsmöglichkeiten, die man mit diesem MBA hat. Also die Liste beispielsweise auf unserer Webseite zeigt, dass man beruflich als Innovationsmanager oder -managerin tätig wird, als Product Owner beziehungsweise Produktmanager, dann natürlich eben auch als Gründer und Geschäftsführer und sich auch selbstständig machen kann, als Gründercoach beispielsweise. Kannst du vielleicht noch ein bisschen was dazu sagen, wie die Berufsmöglichkeiten mit diesem MBA aus deiner Sicht sind? Was hast du damit gemacht?

Heidi: Also ich kam ja tatsächlich aus dem Produktmanagement. Und so wie bei meinem ersten Studiengang habe ich halt gemerkt, es gibt da gewisse Sachen, die ich gerne richtig lernen möchte. Dazu gehört zum Beispiel, einen Businessplan zu machen. Wenn man damit das erste Mal konfrontiert ist, mit einer komplexen Rechenzentrumslösung, und man ein Template bekommt, wo man merkt, wenn ich jetzt da an einer Stellschraube drehe, dass da am Ende ein ganz anderes Ergebnis rauskommt, dann merkt man doch, wie groß die Herausforderung ist, da irgendwie was Vernünftiges zu Papier zu bringen. Und genau das war auch wieder mein Antrieb für den MBA: Das letztendlich zu lernen, wie macht man es richtig.

Christian: Und da können wir gleich mal ein bisschen auf die Studieninhalte zu sprechen kommen. Also wie man einen Businessplan erstellt, ist dann wahrscheinlich ein Bestandteil des Studiums, so ein Projekt wahrscheinlich, vermute ich jetzt mal. Kannst du vielleicht mal ein bisschen was sagen zu den Studieninhalten, was hast du für Module absolviert?

Heidi: Also es gab natürlich sowas wie Investitionsrechnung als Grundlage, dann Geschäftsmodellentwicklung, aber auch klassische BWL-Themen, aber auch sowas wie Persönlichkeiten: Wie muss ich eigentlich gestrickt sein, um in die Selbstständigkeit gehen zu können? Auch so eine Selbsteinschätzung dann machen zu können: Kann ich das überhaupt? Bin ich da erfolgreich? Also auch sowas würde man da lernen.

Christian: Und von den Voraussetzungen her, was würdest du sagen? Also muss ich da jetzt BWL studiert haben, um die Inhalte zu verstehen, oder ein BWL-ähnliches Fach? Oder kann ich diesen Master auch absolvieren, wenn ich jetzt irgendwas im IT-Bereich vielleicht studiert habe, Informatik oder sowas? Was würdest du sagen, wie ist das vom Schwierigkeitsgrad her?

Heidi: Also ich würde sagen, man muss nicht zwingend ein BWL-Studium haben, um diesen Master ergreifen zu können.

Christian: Okay, also kann man auch so einsteigen sozusagen. Es ist halt ein weiterbildender Studiengang, vielleicht muss man das eine oder andere noch ein ganz kleines bisschen nachholen, aber an sich sollte man das dann auch so gut absolvieren können.

Christian: Und die Vertiefungen, gab es da Vertiefungsmöglichkeiten im Studium, und falls ja, für welche hast du dich entschieden?

Heidi: Ich habe mich für Geschäftsmodellentwicklung entschieden. Management hätte mich auch interessiert, aber am Ende des Tages hat dann einfach Geschäftsmodellentwicklung zu mir und zu meinem damaligen Leben am besten gepasst. Ich war ja dann im Sabbatical und ich wollte ja dann auch die Masterarbeit im Kontext eines Unternehmens schreiben, um dann auch letztendlich wieder ins Berufsleben zurückzukehren.

Christian: Und deine Masterarbeit, thematisch hast du dann auch in diese Richtung wahrscheinlich geschrieben, oder was hast du dir da für ein Thema ausgewählt?

Heidi: Ich habe dann im Kontext der AKAD geschrieben und eigentlich eine Innovation auch in Bezug auf ein Geschäftsmodell entwickelt. Da ging es um virtuelle Welten, wie man die an der AKAD einsetzen könnte. Und daraus ist ja dann letztendlich auch ein Forschungsprojekt geworden, an dem ich jetzt arbeite. Also im Prinzip setze ich aktuell die Ideen meiner Masterarbeit um.

Christian: Okay, war auch schön zu sehen, wie eins auf dem anderen aufbaut. Das ist aber häufig auch so, dass man dann etwas, was man im Bachelorstudium beispielsweise absolviert hat oder eine Arbeit, die man in diese Richtung geschrieben hat, dann irgendwann später noch mal im Masterstudium aufgreift und dann sogar bei seiner Promotion, so wie das jetzt bei dir der Fall ist.

Christian: Eine Frage noch zum MBA Entrepreneurship: Die Präsenzen, wie war das dann? Du hast ja dann einige Jahre später diesen MBA absolviert als 2013. Mittlerweile hat sich das ja alles ein bisschen geändert, die ganze Studienorganisation an der AKAD University, alles ist noch flexibler geworden, noch digitaler. Gab es da Präsenzen, verpflichtende, an denen du teilgenommen hast, oder lief es dann alles online ab?

Heidi: Man muss natürlich sagen, ich bin komplett in die Corona-Zeit reingekommen mit meinem Studium. Ich habe alles komplett online gemacht, selbst mein Kolloquium am Schluss war online. Und ich muss sagen, ich bin ein Fan von Online, ich habe das sehr genossen, das hat für mich noch mal die Flexibilität absolut erhöht. Es war auch super, die Klausuren dann online schreiben zu können. Ich musste dann eine Klausur online schreiben, ich hätte mich vielleicht vorher nicht daran getraut, aber dadurch, dass ich musste, weil sonst hätte ich alles nach hinten verschoben, habe ich den Sprung gewagt. Und ich kann es nur jedem ans Herz legen, das mal auszuprobieren. Also man hat vorher Angst, ja, man hat vorher Bedenken, dass gerade in dem Moment der Strom ausfällt und der Router nicht rechtzeitig rebootet, um die Verbindung wieder aufzunehmen. Das geht einem natürlich schon durch den Kopf, aber letztendlich: Wie oft ist das der Fall? Und dann ist es einfach super, zu sagen, ich schreibe jetzt hier eine Stunde und dann bin ich wieder zu Hause, und es geht weiter, das Leben, und ich muss eben nicht 70 Kilometer zum nächsten Prüfungsort fahren, so wie in meinem Fall, und noch Pufferzeit einrechnen.

Christian: Wobei das ja noch human ist, nur 70 Kilometer fahren zu müssen. Andere müssen dann noch ein ganzes Stückchen weiter, dann eben auch zu den Seminaren beispielsweise. Also ich weiß nicht genau, wie das an der AKAD University ist, die Seminare sind jetzt glaube ich nicht so über Deutschland verteilt. Soweit ich weiß, hat man die dann meistens im Raum Stuttgart irgendwie. Also viele müssen dann halt auch sehr weit durch ganz Deutschland fahren oder müssten, um zu den Seminaren zu kommen.

Christian: Dann lass uns vielleicht noch ein bisschen allgemeiner über die AKAD University reden. Also den Studiengang International Business Communication, da ist für mich schon ein bisschen klar, warum du dich für die AKAD University entschieden hast, da gab es einfach nichts anderes in diesem Bereich. Also das war die einzige Hochschule, die diesen Studiengang so angeboten hat, und es ist glaube ich auch immer noch so. Das war der Entscheidungsgrund für dich für die AKAD University?

Heidi: Nein, ich habe mir ehrlich gesagt gar keine Konkurrenz angeguckt. Also ich hatte mehrere Kollegen, die an der AKAD studiert hatten, ich kannte die Lernhefte, ich fand die Lernhefte auch einfach so gut, dass ich gesagt habe, für mich kommt jetzt eigentlich gar nichts anderes in Frage. Da müsste ich mich noch mal einarbeiten und müsste gucken, wie machen die das eigentlich. Ich wollte einfach effizient und schnell vorankommen, und da war für mich eigentlich klar: Ich wähle das, was ich schon kenne und was auch innerhalb meines Unternehmens anscheinend etabliert und angesehen ist. Also sicherlich auch das mit ein Entscheidungsgrund.

Christian: Okay, sehr interessant! Auch dass du die Lernhefte jetzt angesprochen hast. Da auch vielleicht der Tipp an unsere Zuhörer, die sich für so ein Studium interessieren: Nutzt den Probemonat an den Hochschulen, den ihr eigentlich an fast allen, vor allem an den privaten Hochschulen habt, um euch auch einfach mal die Unterlagen anzugucken, ob das irgendwie zu euch passt. Ich meine, die Unterlagen für den Probemonat, die sind natürlich auch mal so ein bisschen so ausgewählt von den Anbietern, dass das wahrscheinlich am meisten glänzt. Man hat irgendwie immer im Studium auch Dinge dabei, die langweilig sind, durch die man sich irgendwie durchkämpfen muss. Aber ja, interessant, dass du das so sagst, dass gerade das auch ein Entscheidungsgrund für dich war, dass du die gut fandest.

Christian: Wie sieht es denn aus mit der Betreuung im Studium an der AKAD University? Also das geht ja los bei der Verfügbarkeit vom Studierendensekretariat, bekomme ich schnell Antworten irgendwie zurück, wenn man da irgendein organisatorisches Problem hat, bis hin dazu, mit seinen Dozenten oder Professoren zu reden. Wie war das für dich in beiden Studiengängen, und hat sich da vielleicht auch was verändert über die Jahre?

Heidi: Also dadurch, dass ich das so wirklich ganz selten in Anspruch genommen habe, kann ich gar nicht sagen, dass sich da irgendwas verändert hat. Also wenn ich eine Frage hatte, habe ich angerufen beim Betreuungsteam, da ist immer jemand schnell ans Telefon gegangen und man konnte mir immer helfen. Das ist für mich eigentlich so das Entscheidende gewesen. Alles andere muss ich tatsächlich sagen, habe ich fast ausschließlich online gemacht. Also ich habe selten Kontakt zu einem Dozenten aufgenommen, wirklich nur wenn irgendwas ganz unklar war. In den Lernheften, dann hat man ja auch das Forum noch, wo dann auch andere Studierende noch Feedback geben können. Aber im Großen und Ganzen würde ich sagen: Wenn man die Lernhefte als Referenz hernimmt, kann man die Prüfung sehr gut bestehen.

Christian: Okay, also Betreuung war für dich gut. Und Kontakt zu Studierenden hast du jetzt auch schon angesprochen. Wie ist das da? Du hast vorhin gesagt, da kann man vielleicht gleich mal auf den Online-Campus zu sprechen kommen. Der hat sich glaube ich ja auch ein bisschen verändert über die Jahre. Sag vielleicht mal ein bisschen was zum Online-Campus und zu den Möglichkeiten, die man da an der AKAD University hat, auch mit seinen Kommilitonen in Kontakt zu treten.

Heidi: Also dadurch, dass es natürlich keinerlei Kohorten gibt, jeder fängt ja zum Tag X an, hat man natürlich keine Klasse oder so, mit der man sich regelmäßig austauscht. Jeder studiert in seinem Tempo. Deswegen würde ich eigentlich jedem diese Einführungsveranstaltungen ans Herz legen wollen, um einfach mal mit anderen in Kontakt zu kommen, weil dieser Kickoff ist einfach wichtig, um erstmal jemanden kennenzulernen. Es gibt jetzt auch Bestrebungen, dass vielfach auch Online-Events in Zoom durchgeführt werden. Wir wollen jetzt aber auch mit virtuellen Welten an den Start gehen, um zu sagen, wir wollen noch mehr Präsenzerleben schaffen, wir wollen noch mehr informellen Austausch fördern und so dann auch wirklich die Leute zusammenbringen. Man kann sich dann über den Campus austauschen, also wenn man den Namen hat, kann man jederzeit Kontakt aufnehmen zu jemand anderem. Aber ich glaube, viele Studierende nutzen einfach die Kanäle, die sie schon kennen, egal ob das jetzt LinkedIn ist oder Discord oder WhatsApp, Teams beispielsweise, auch manche nutzen auch Slack.

Christian: Ja genau, das ist dann alles nur so ein bisschen verstreut im Fernstudium. Wer Wert legt auf so eine Kohorte, wie du es jetzt genannt hast, und auf so eine feste Klasse irgendwie, der ist dann vielleicht an einer Hochschule wie der Fernuni Hagen beispielsweise besser aufgehoben, oder an einer staatlichen Hochschule, generell einer Hochschule, wo man so einen ganz klassischen Wintersemester-Sommersemester-Betrieb hat und dann da wirklich mit einer Gruppe von Menschen anfängt. Ansonsten natürlich hat man immer Austausch und Kontakt auch im Fernstudium, aber bei Weitem nicht so intensiv wie im Präsenzstudium.

Christian: Wie sieht's denn aus, die Skripte hattest du jetzt schon angesprochen, die gefallen dir sehr gut. Vielleicht kannst du uns ja gleich noch ein kleines bisschen was dazu sagen. Und wie sieht's aus mit ergänzenden Materialien, Videomaterial beispielsweise?

Heidi: Also Videomaterial wird jetzt sukzessive ausgebaut. Ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt in so klassischen Studiengängen wie im Bachelor BWL schon relativ weit fortgeschritten ist. Das war jetzt in meinem MBA-Studiengang natürlich nicht unbedingt der Fall, weil der natürlich auch sehr Hausarbeiten-lastig ist. Ich hatte vier Prüfungen, ich weiß aber, dass es jetzt nur noch drei sind, und der Rest sind Hausarbeiten. Und da macht natürlich ein Video auch relativ wenig Sinn, weil es halt nun mal eine wissenschaftliche Arbeit ist, und da ist natürlich viel Eigeninitiative gefragt, aber halt auch viel Freiheit. Also das darf man ja nicht vergessen, ich kann mir das Thema relativ frei aussuchen und such mir das dann so zusammen, wie es für mich passt.

Christian: Ja, ganz wichtig auch zu verstehen für Menschen, die sich für so ein Fernstudium interessieren: Es gibt da nicht diese Online-Vorlesungen, wo man dann anderthalb Stunden wie in einer klassischen Präsenzvorlesung vor dem Rechner sitzt und da jemandem zuhört. Also ich wüsste jetzt keine Hochschule, wo das so der Fall ist im Fernstudium. Vereinzelt hat man das vielleicht mal, auch an der Fernuni Hagen oder sowas, dass man in so einer Vorlesung teilnehmen kann oder sich das auf Video anschauen kann. Aber an sich ist das im Fernstudium so, dass man halt hauptsächlich über die Skripte lernt.

Christian: Sagst du vielleicht da noch ein, zwei Worte dazu? Digital gibt's mittlerweile bestimmt auch. Hast du gedruckt oder digital gelernt?

Heidi: Sowohl als auch. Also ich habe klassisch bei meinem ersten Studiengang wirklich die ausgedruckten Skripte genutzt und war der Meinung, digital geht gar nicht. Beim Master habe ich es genau anders gemacht, habe ich nur noch digital gelernt. Also es ist so ein bisschen, wie man es gewohnt ist. Aber immer so kurz vor der Prüfung habe ich mir immer noch mal ein paar Sachen ausgedruckt und dann wirklich mit den Gedruckten gelernt, weil ich glaube, und es gibt auch Studien dazu, die das besagen, dass man von Gedrucktem doch noch mal besser lernt. Und gerade so die Wiederholung am Ende habe ich gedruckt gemacht, aber ansonsten alles digital. Und die Hausarbeiten sowieso. Also wenn man sich digital organisiert mit Zitiertools wie Zotero oder Citavi, dann ist man sowieso immer am Rechner.

Christian: Das Schöne am Digitalen ist halt auch, dass man es einfach mal dabei hat. Man kann sich halt überall, wo man gerade ist, irgendwie hinsetzen, sein Handy rausziehen und kann da so ein kleines bisschen lesen oder hat das Tablet irgendwie dabei und kann dann lesen. Aber mit dem Lernen an sich, das mache ich genauso, ich lerne dann auch wirklich am liebsten halt mit dem Papier, schreibe mir auch Zusammenfassungen und Karteikarten, die habe ich dann auch in der Regel digital. Aber ja, ich bin trotzdem auch noch so ganz klassisch, Gedrucktes, gedruckte Skripte. Für die Umwelt ist natürlich besser, wenn das dann alles nur noch digital stattfindet, aber wichtig halt zu wissen für unsere Zuhörer, die sich für die Hochschule interessieren: Man hat das dann natürlich auch alles digital zur Verfügung.

Christian: So, die Präsenzen hast du mir jetzt auch schon ein bisschen angeschnitten im Gespräch, die sind mittlerweile gar nicht mehr so verpflichtend. Gibt es da noch optional die Möglichkeit, an Präsenzen teilzunehmen in diesem Studiengang, oder läuft es dann tatsächlich alles nur noch rein digital ab?

Heidi: Also dadurch, dass ich in der Corona-Zeit studiert habe, da gab es natürlich gar keine Präsenzen. Aber man kann das Studium komplett online absolvieren. Die ganzen Tutorien sind in aller Regel ohnehin online. Wie das bei anderen Studiengängen ist, kann ich nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, die Labore sind natürlich nach wie vor verpflichtend und auch interessant. Aber im Großen und Ganzen: Wer an der AKAD studiert, macht so gut wie alles online. Und dahin gehen auch die Bestrebungen, das Studienmodell weiterzuentwickeln, mit eben virtuellen Welten und neuen Technologien, die eben kommen. Also die Entwicklung bleibt ja nicht stehen, die geht ja weiter.

Christian: Ja, da bin ich auch immer interessiert, wie sich dann auch so diese Metaverse-Sachen auf das Studium auswirken, wo man sich dann mit Menschen trifft. Es ist ja irgendwie noch mal was anderes, als wenn man eine Zoom-Konferenz macht, versus man hat dann wirklich das Gefühl, da sitzt oder steht jetzt jemand neben einem. Da bin ich auch mal gespannt, wie sich das jetzt in den nächsten Jahren entwickeln wird, wie sich die Technik da weiterentwickelt und dann auch die entsprechende Software und wie das dann auch adaptiert wird von den einzelnen Hochschulen.

Christian: Also vielen Dank schon mal für deinen Einblick zum Studium an der AKAD University! Zum Schluss vielleicht noch mal ein ganz kleines bisschen für unsere Zuhörer: etwas über deine Lernstrategie. Also wie bist du vorgegangen zu lernen? Du hast gesagt, das reine Lernen dann doch eher mit den gedruckten Skripten. Was mich jetzt so interessiert: Nutzt du oder hast du genutzt beispielsweise Zusammenfassungen, also schreibst du dir Zusammenfassungen, lernst du dann mit denen? Schreibst du dir vielleicht Lernkarten? Das sind ja so die Klassiker, was das Lernen angeht. Hast du irgendwelche bestimmten Mnemotechniken oder sowas? Und wie ist dein Lernalltag?

Heidi: Also das hat sich tatsächlich so ein bisschen entwickelt. Dadurch, dass meine Zeit sehr begrenzt war beim Bachelor mit einem Baby, das nicht so viel geschlafen hat, wie ich mir gewünscht hätte, war natürlich meine Suche nach Effizienz, in möglichst wenig Zeit viel Lernerfolg zu erreichen. Ich habe angefangen, mir selbst Zusammenfassungen zu schreiben, noch auf Papier, habe dann aber gemerkt, dass der Input größer ist als der Output, und habe das so nach und nach dann optimiert. In jedem Lernheft ist ja am Ende immer so eine zwei- bis dreiseitige Zusammenfassung, und ich habe dann relativ schnell gemerkt, dass ich mit der eigentlich als Ausgangspunkt ganz gut zurechtkomme und die wirklich lerne und mir dann Punkt für Punkt die Themen raussuche, wo ich glaube, dass die in der Klausur drankommen könnten. Also man guckt sich dann ja auch Musterklausuren an oder guckt auch auf Studenten-Plattformen, was andere beispielsweise so schreiben, was in Klausuren drankam. Und dann kriegt man doch ein relativ gutes Gefühl, wo man vielleicht Schwerpunkte setzen muss, und die guckt man sich halt dann ganz gezielt noch mal an in der ausführlichen Version oder eben nicht in der Zusammenfassung. Dann kann man sich immer noch eine selbstgebastelte Zusammenfassung machen. Man kann aus den Lernheften nichts rauskopieren, digital, weil die natürlich geschützt sind. Ich habe dann einfach mit Screenshots gearbeitet, die in ein Word-Dokument reingepackt und mir dann noch mal in relativ kurzer Zeit eine Zusammenfassung gebastelt, die ich ausdrucken konnte, mitnehmen konnte, anstreichen konnte.

Christian: Okay, also letztendlich doch so ein ganz klassisches Lernen. Vielleicht doch als Ergänzung: fernstudenten.de ist glaube ich ein privat organisiertes Forum für Studis der AKAD University, das gibt's auch schon sehr lange. Da kann man sich anmelden und austauschen, wenn man an der AKAD University studiert.

Christian: Ja, so viel zu deiner Lernstrategie! Allerletzte Schlussfrage jetzt, so eine Frage, die stelle ich eigentlich jedem Gast in diesem Podcast oder so gut wie jedem: Kannst du dich noch an deine Schulzeit erinnern? Du hast gesagt, du hast Abitur gemacht. Aber vielleicht auch an die Schulzeit vorher: Warst du eine gute Schülerin, warst du nicht so eine gute Schülerin, hast du vielleicht schlechte Erinnerungen an deine Schulzeit oder eher gute? Kannst du uns noch ein, zwei Worte dazu sagen?

Heidi: Also ich würde sagen, ich war absoluter Durchschnitt, aber ich musste dafür trotzdem schon was tun. Und ich glaube, dass ich richtiges Lernen erst gelernt habe, als ich mich auf die Abiturprüfungen vorbereitet habe, und war dann dort auch erfolgreicher als die ganze Zeit davor. Und das hat mir schon so ein bisschen geholfen, diesen Gesamtüberblick erstmal in den Fokus zu nehmen und wirklich erstmal das Big Picture zu suchen und die Gesamtzusammenhänge, und dann ins Detail zu gehen. So habe ich mich auf die Abiturprüfungen vorbereitet, und so habe ich dann auch im Studium gelernt, und war im Studium deutlich erfolgreicher, als ich das im Abi war.

Christian: Okay, dann vielen Dank, Heidi, für deine Einblicke in diese beiden Studiengänge, ins Studium an der AKAD University! Ich wünsche dir auch viel Erfolg mit deiner Promotion, die jetzt auch über die AKAD University läuft. Und ja, danke, dass du teilgenommen hast!

Heidi: Vielen Dank!

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