30.06.2026

FernUniversität Hagen setzt mit KI-Strategie neue Maßstäbe für digitale Hochschulentwicklung

Die FernUniversität in Hagen hat im Juni 2026 eine umfassende KI-Strategie verabschiedet, die als verbindlicher Rahmen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz in allen Bereichen der Hochschule dient. Ziel ist es, die Potenziale von KI verantwortungsvoll, transparent und zielgerichtet für Lehre, Forschung, Verwaltung und Governance zu nutzen. Das Konzept wurde in einem partizipativen Prozess mit Beteiligung aus Wissenschaft, Technik und Verwaltung entwickelt und orientiert sich auch an externen Empfehlungen, etwa der Task Force „Künstliche Intelligenz im Bildungswesen“ für NRW.

Die Strategie ist auf den Zeitraum 2026 bis 2028 ausgelegt und sieht eine Umsetzung in drei Phasen vor: Zunächst werden Grundlagen geschaffen, etwa durch Kompetenzaufbau und Pilotprojekte. Anschließend werden erfolgreiche Ansätze verstetigt und skaliert. Bis 2028 soll KI als strategisches Querschnittsthema dauerhaft in Studium, Forschung und Verwaltung verankert werden. Bereits jetzt zeigt sich die Umsetzung in Form von verpflichtenden KI-Schulungen für Beschäftigte, einem eigens eingerichteten KI-Lenkungskreis und dem Ausbau der technischen Infrastruktur, etwa über die Beteiligung an KI:connect.nrw.

Die Leitung der Hochschule betont, dass KI nicht als kurzfristiger Trend, sondern als grundlegende Basistechnologie verstanden wird. Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer sieht in der Strategie einen wichtigen Schritt, um die digitale Transformation aktiv zu gestalten und die Stärken der Hochschule weiter auszubauen. Prorektorin Prof. Dr. Claudia de Witt hebt hervor, dass die FernUniversität einen doppelten Auftrag verfolgt: Einerseits werden eigene Handlungsfelder weiterentwickelt, andererseits begleitet die Hochschule die gesellschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung kritisch.

Bereits in den letzten Jahren hat die FernUniversität ein institutionelles Ökosystem für KI aufgebaut. Projekte wie LEAD:FUH, das mit bis zu sieben Millionen Euro gefördert wird, und das Forschungszentrum CATALPA treiben den Einsatz von Learning Analytics und KI-gestützten Lehrmethoden voran. Das KI-gestützte Feedback-System COFFEE ist inzwischen in allen Fakultäten im Einsatz und unterstützt rund 2.500 Studierende. Zudem bietet die Hochschule praxisnahe Kurse wie „Lernen mit KI“ an, in denen Studierende und Mitarbeitende geschult werden, KI-Tools reflektiert im Studium einzusetzen.

Die FernUniversität ist zudem in bundesweite und landesweite Initiativen eingebunden, etwa über den KI-Campus und die Digitale Hochschule NRW. Damit setzt sie nicht nur intern, sondern auch im Austausch mit anderen Hochschulen Impulse für die digitale Transformation und die Entwicklung von KI-Kompetenzen im Bildungsbereich.

Für Hochschulentscheider und Studierende bietet die neue Strategie Orientierung und konkrete Maßnahmen, um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten. Die Verankerung von KI in allen Hochschulbereichen eröffnet neue Möglichkeiten, erfordert aber auch einen verantwortungsbewussten und reflektierten Umgang – ein Anspruch, dem sich die FernUniversität mit ihrer Strategie ausdrücklich stellt.

 

Quelle: Pressemitteilung vom 30.06.2026
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