Bundesweites Verbundprojekt stärkt KI-Kompetenzen an Hochschulen
Die FernUniversität in Hagen beteiligt sich seit dem 1. Januar 2026 an einem neuen bundesweiten Verbundprojekt, das Hochschulen bei der Auswahl, dem Einsatz und der Einbettung von KI-Lernangeboten unterstützt. Ziel ist es, den Anforderungen der EU KI-Verordnung gerecht zu werden und bundesweit verfügbare Weiterbildungs- und Beratungsangebote zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland mit rund 6,9 Millionen Euro gefördert. Über 975.000 Euro davon fließen an die FernUniversität, die skalierbare Lernangebote für Studierende, Lehrende und Hochschulmitarbeitende entwickelt und andere NRW-Hochschulen berät.
Im Fokus stehen didaktische, technische und ethische Aspekte beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Hochschullehre. Das Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik der FernUni setzt dazu spezielle Schulungen zu Prüfungsformaten, Datenschutz und Ethik um. Darüber hinaus wird ein modulares Lernangebot zum Thema „Didaktik mit Künstlicher Intelligenz“ entwickelt, das über die offene digitale Lernplattform KI-Campus veröffentlicht wird. Die FernUniversität hostet zudem die Moodle-Instanzen des KI-Campus und fördert den Wissenstransfer durch innovative Community-Formate.
Der KI-Campus soll perspektivisch mehr als 500.000 Menschen mit kostenfreien Lernangeboten erreichen. Volker Meyer-Guckel, Generalsekretär des Stifterverbandes, betont die Bedeutung der Plattform für Orientierung und Austausch zwischen Hochschulen. Prof. Dr. Claudia de Witt, Prorektorin für Lehre, Studium und Künstliche Intelligenz in Bildungsprozessen an der FernUniversität, sieht darin eine Möglichkeit, Menschen zu befähigen, die digitale Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten.
Die FernUniversität in Hagen arbeitet bereits seit 2019 mit dem KI-Campus zusammen und hat mit dem KI-Campus-Hub NRW eine zentrale Vernetzungsstelle für Hochschulen in Nordrhein-Westfalen etabliert. In den kommenden Jahren werden über diese Plattform regelmäßig bundeslandübergreifende Austauschformate wie Open Think Tanks, Symposien und digitale Veranstaltungsreihen angeboten. Ein Schwerpunkt liegt auf der technischen Weiterentwicklung der Lernplattformen, etwa durch intelligente Chatfunktionen und KI-gestützte Lernassistenten, die als Open-Source-Lösungen bereitgestellt werden.
Das Verbundprojekt wird gemeinsam mit acht weiteren Hochschul- und Forschungspartnern umgesetzt, darunter die RWTH Aachen, die Humboldt-Universität zu Berlin, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und die Technische Universität München. Im Mittelpunkt stehen institutionen- und länderübergreifende Synergien sowie die strategische Verankerung von KI-Kompetenzen in der Hochschullandschaft. Die FernUniversität baut damit ihr Engagement im Bereich KI-basiertes Lehren und Lernen weiter aus und stärkt ihre Rolle als Impulsgeberin für die digitale Transformation im Bildungsbereich.
Quelle: FernUni vom 29.01.2026
Veröffentlicht am 29.01.2026 11:22 von Christian Wolf