Diskussionspapier vom HFD: Future Mindset als Schlüssel zur Anpassung von Future Skills
Das vor kurzem veröffentlichte Diskussionspapier von drei Autorinnen des Hochschulforums Digitalisierung - Johanna Leifeld, Anne Prill und Emily Fröse - thematisiert das Konzept des „Future Mindset“ und betont die Notwendigkeit, zukunftsorientiertes Denken an Hochschulen fest zu verankern. In einer Welt voller Krisen und Unsicherheiten wird eine entsprechende innere Haltung als entscheidend für das Meistern kommender Herausforderungen angesehen. Die Autorinnen diskutieren Ansätze zur Entwicklung dieser Haltung, um Bildung und Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten.
In ihrem Diskussionspapier mit dem Titel „Die Haltung, Zukunft zu gestalten: Ein Plädoyer für das Future Mindset“ legen Leifeld, Prill und Fröse dar, dass es in Zeiten ständigen Wandels nahezu unmöglich sei, die benötigten Fähigkeiten der Zukunft vorherzusehen. Das Future Mindset erweitert das Konzept der sogenannten Future Skills um eine Haltung, die Kreativität aus Unvorhersehbarkeiten schöpft und Veränderungen flexibel begegnet. Diese Einstellung befähigt, in unbekannten Situationen erlernte Fähigkeiten neu zu interpretieren und anzupassen.
Die Autorinnen verdeutlichen weiter, dass der Begriff des Future Mindset keine Patentlösung ist, jedoch eine notwendige Grundlage bildet, um neue Denk- und Handlungsspielräume zu öffnen. Sie betonen, dass durch reflektiertes und weiterentwickeltes eigenes Verhalten die Fähigkeiten entstehen, die in einer dynamischen Welt erforderlich sind.
Leifeld, Prill und Fröse schlagen drei zentrale Ansätze vor, um ein Future Mindset zu entwickeln. Dazu gehören die Inner Development Goals (IDGs), die auf der Erkenntnis basieren, dass inneres Wachstum entscheidend für nachhaltige Veränderungen ist. Diese umfassen Selbstwahrnehmung, kognitive Fähigkeiten, Beziehungen, Zusammenarbeit und Handeln. Weiterhin seien langfristige Portfolio-Assessments möglich, um die IDGs zu fördern und die persönliche sowie akademische Entwicklung kontinuierlich zu reflektieren.
Darüber hinaus sehen die Autorinnen den dynamischen Austausch von Wissen und Kompetenzen als essentiell. Durch einen konstruktiven Dialog solle die Fähigkeit zur gemeinsamen Kultivierung von Wissen vorangetrieben werden. Das Diskussionspapier motiviert Lehrende und Studierende zudem, sich mehrmals mit der eigenen Zukunftshaltung auseinanderzusetzen, um Veränderungen zuzulassen.
Durch die Einbeziehung des Future Mindsets sollen sich neue Optionen eröffnen, um flexible Wege im Bildungs- und Gesellschaftssektor zu gestalten. Interessierte Leser finden das ausführliche Diskussionspapier unter „Diskussionspapier: Die Haltung, Zukunft zu gestalten“.
Quelle: Pressemitteilung vom 7.5.2025
Veröffentlicht am 07.05.2025 12:29 von Marcus Schütz