02.11.2026

Energiewende und Future Skills: DHAW-Forschung zeigt neue Kompetenzprofile für 2030

Rund 39 Prozent der heute gefragten beruflichen Kompetenzen werden sich laut dem Future of Jobs Report 2025 bis zum Jahr 2030 verändern oder an Relevanz verlieren. Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. Melissa Vasi von der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) untersucht, welche Fähigkeiten insbesondere im Kontext der Energiewende künftig entscheidend sind. Ihre aktuelle Publikation stellt ein Modell vor, das die Transformation von Unternehmen und die Entwicklung ganzheitlicher Lösungen in den Mittelpunkt rückt.

Die Analyse von Vasi macht deutlich: Der technologische Fortschritt allein reicht nicht aus, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen. Vielmehr entstehen durch neue Technologien auch soziale und ökologische Zielkonflikte – etwa bei Arbeitsbedingungen im Rohstoffabbau oder der Verteilung wirtschaftlicher Vorteile. Unternehmen benötigen daher Fach- und Führungskräfte, die gesellschaftliche Zusammenhänge erkennen und Verantwortung für nachhaltige Innovation übernehmen.

Im Fokus des von Vasi entwickelten Modells steht das Prinzip der Open Social Innovation. Dabei arbeiten Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam an Lösungen, um blinde Flecken frühzeitig zu identifizieren. Zentral sind drei dynamische Fähigkeiten: gesellschaftliche Probleme erkennen (Sensing), gemeinsam Lösungen umsetzen (Seizing) und diese langfristig verankern (Transforming). Laut Future of Jobs Report sehen 81 Prozent der Unternehmen im Energie- und Versorgungssektor fehlende Kompetenzen als Hemmnis für die eigene Transformation.

Für die Arbeitswelt von morgen leitet das Modell fünf zentrale Future Skills ab, die über den Energiesektor hinaus Bedeutung haben: Risiken frühzeitig erkennen, Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Technik und Gesellschaft verstehen, unterschiedliche Perspektiven einbeziehen, Lösungen gemeinsam umsetzen und Neuerungen dauerhaft etablieren. Diese Kompetenzen sollen dazu beitragen, Innovationen nicht nur ökologisch, sondern auch sozial nachhaltig zu gestalten.

Die DHAW setzt nach eigenen Angaben in ihren Online-Studiengängen gezielt auf die Entwicklung solcher Zukunftskompetenzen. Zu den relevanten Angeboten zählen beispielsweise der Bachelor Wirtschaftsinformatik, der Bachelor Nachhaltigkeitsmanagement sowie das Hochschulzertifikat Prozessmanagement. Die Programme richten sich an Berufstätige, die sich flexibel und praxisnah für neue Aufgabenfelder qualifizieren möchten.

Ein Blick auf die Entwicklung der DHAW zeigt: Die Hochschule mit Sitz in Potsdam hat sich seit ihrer Gründung 2022 mit einem vollständig digitalen Fernstudienmodell und interaktiven Lernformaten etabliert. Zu den Besonderheiten zählen eine spezialisierte Online-Bibliothek, individuelle Betreuung durch Study Coaches und die Integration moderner Lehrmethoden wie Interactive Books. Das Studienangebot orientiert sich konsequent an aktuellen Trends wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Prozessoptimierung.

Für Fachkräfte und Unternehmen, die sich auf den Wandel der Arbeitswelt vorbereiten wollen, wird deutlich: Neben technischem Know-how sind künftig vor allem analytisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und Umsetzungskompetenz gefragt. Studiengänge, die diese Future Skills gezielt fördern, bieten damit eine zentrale Grundlage für nachhaltigen beruflichen Erfolg.

Quelle: Pressemitteilung vom 02.11.2026
Foto: Prof. Dr. Melissa Vasi/DHAW
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