DHAW-Professorin warnt vor Denkverlust durch KI: Kritisches Denken bleibt Schlüsselkompetenz
Auf der Messe Zukunft Personal Europe 2026 in Köln hat Prof. Dr. Swetlana Franken von der Deutschen Hochschule für angewandte Wissenschaften (DHAW) zentrale Risiken einer übermäßigen Nutzung generativer KI in der Arbeitswelt hervorgehoben. In ihrem Vortrag betonte sie, dass Tools wie ChatGPT zwar die Produktivität steigern, gleichzeitig aber die Gefahr besteht, dass kognitive Fähigkeiten wie Lern- und Urteilskraft schleichend verloren gehen.
Franken identifizierte drei wesentliche Gefahren: verkürzte Lernschleifen, ausgelagerte Urteilskraft und eine zunehmende kognitive Abhängigkeit. Unternehmen sollten daher gezielt Maßnahmen ergreifen, um kritisches Denken und Reflexionsfähigkeit ihrer Beschäftigten zu stärken. Für Berufstätige wird es laut Franken immer wichtiger, KI-Ergebnisse nicht nur zu übernehmen, sondern sie kritisch zu hinterfragen.
Die DHAW setzt in ihren Studiengängen darauf, neben Fachwissen auch Schlüsselkompetenzen wie kritisches Denken, digitale Fertigkeiten und moderne Leadership-Konzepte zu vermitteln. Besonders im Bereich Betriebswirtschaft und Management werden Themen wie New Work und KI in Organisationen praxisnah in die Online-Lehre integriert. Das Studienangebot richtet sich an alle, die sich gezielt auf die Herausforderungen einer von KI geprägten Arbeitswelt vorbereiten möchten.
Ein Blick auf aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt die Einschätzung von Franken: Studien zeigen, dass intensiver KI-Einsatz das kritische Denken schwächen kann, insbesondere wenn Aufgaben dauerhaft an Algorithmen ausgelagert werden. Bildungsexpert:innen fordern deshalb, die Förderung von Reflexionsfähigkeit und eigenständigem Denken systematisch in die Curricula zu integrieren. Auch die Nachfrage nach Studiengängen, die technologische und kognitive Kompetenzen verbinden, steigt spürbar an.
Mit Angeboten wie dem Bachelorstudium Betriebswirtschaft und Management adressiert die DHAW gezielt Berufstätige und Quereinsteiger:innen, die neben der Entwicklung von KI-Kompetenz auch Wert auf nachhaltige Lern- und Innovationsfähigkeit legen. Die Hochschule unterstreicht damit die Bedeutung einer ausgewogenen Qualifikation für die Arbeitswelt von morgen.
Für Entscheider:innen im HR-Bereich und Weiterbildungsinteressierte wird deutlich: Wer KI sinnvoll nutzen will, sollte die Entwicklung von kritischem Denken und Reflexionsvermögen zur Priorität machen – nicht nur im Studium, sondern auch im betrieblichen Alltag.
Quelle: Pressemitteilung vom 22.09.2026
Veröffentlicht am 22.09.2026 20:46 von Christian Wolf