- berufsbegleitendes Fernstudium mit einem Lernaufwand von etwa 8 Stunden wöchentlich
- Studienzeit von 24 Monaten kann individuell verkürzt werden
- 35 Studienbriefe mit Übungen, Aufgaben und Praxisbeispielen
- insgesamt 3 Praxisseminare über die gesamte Kurszeit
- wahlweise mit zusätzlicher Fachrichtung, etwa Akupunktur, Heilpflanzenkunde, Homöopathie oder Tierernährungsberater
Voraussetzungen und Zielgruppe: Für wen eignet sich die Ausbildung zum Tierheilpraktiker?
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker beim Bildungswerk für therapeutische Berufe (BTB) richtet sich vor allem an Tierfreundinnen und Tierfreunde, die sich mit dem Gedanken tragen, eine eigene Tierheilpraktikerpraxis zu eröffnen. Daneben profitieren insbesondere Angehörige veterinärmedizinischer, tierhaltungsbezogener oder tierpflegebezogener Berufe, die sich neue berufliche Perspektiven oder eine anerkannte Zusatzqualifikation erschließen möchten. Der Fernlehrgang eignet sich außerdem für angehende Studierende, die die Wartezeit auf einen Studienplatz in der Tiermedizin überbrücken wollen. Auch Tierhalterinnen und Tierhalter, die fundierte Fachkenntnisse zur Anatomie, Physiologie und Pathologie von Haustieren erwerben möchten, finden mit diesem Kurs eine solide Möglichkeit, sich professionell weiterzubilden.
Zulassungsvoraussetzungen: Wer kann mitmachen?
- Mindestalter: Du musst mindestens 25 Jahre alt sein – allerdings zählt hierfür der Zeitpunkt der Praxiseröffnung, nicht der Kursbeginn. Ein Einstieg in die Weiterbildung ist also schon vor dem 25. Geburtstag möglich.
- Schulabschluss: Erforderlich ist mindestens ein Hauptschulabschluss.
Die formalen Mindestanforderungen orientieren sich – wie bei vergleichbaren Ausbildungen – an den gesetzlichen Bestimmungen für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker für Menschen. In begründeten Fällen sind auch Ausnahmen möglich. Sprich das BTB gegebenenfalls direkt an, wenn du dich nicht sicher fühlst, ob du alle Voraussetzungen erfüllst.
Persönliche Voraussetzungen:
- Selbstorganisation: Das Studium ist als Fernlehrgang konzipiert. Du brauchst die Fähigkeit zum eigenständigen, strukturierten Lernen (ca. 8 Stunden pro Woche).
- Interesse an Tieren und alternativen Heilmethoden: Fundiertes Interesse an Gesundheit und Verhalten von Tieren ist unabdingbar. Du solltest bereit sein, dich intensiv mit naturheilkundlichen Verfahren und alternativen Therapien auseinanderzusetzen.
- Empathie und Kommunikationsfähigkeit: Insbesondere der spätere Berufsalltag erfordert ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen für Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer sowie für unterschiedlichste Tierarten.
- Motivation zur Praxisarbeit: Die Ausbildung beinhaltet drei verpflichtende Wochenend-Praxisseminare, bei denen aktives Mitmachen gefragt ist. Bereitschaft zu praktischer Anwendung und Teilnahme an Gruppenarbeiten sollte vorhanden sein.
- Digitale Lernbereitschaft: Studienunterlagen erhältst du auch als PDF oder Audiobook, du solltest also offen für digitale Medien und Lernplattformen sein.
Zusammengefasst: Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker beim BTB steht allen offen, die neben einem schulischen Grundabschluss und einer altersbezogenen Perspektive vor allem persönliche Motivation, tierfachliches Interesse und die Bereitschaft zu selbstgesteuertem Lernen mitbringen. Eine spezifische Vorbildung im Veterinärbereich ist zwar hilfreich, aber keine zwingende Voraussetzung.
Tipp: Im Anschluss an deine Ausbildung zum Tierheilpraktiker kannst du weitere, darauf aubauende Kurse am BTB absolvieren, etwa den Fernlehrgang zum Ernährungsberater für Tiere. Über sämtliche Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich Veterinärmedizin informiert dich das aktuelle Studienprogramm des BTB im Detail. Jetzt Studienprogramm anfordern …Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker: Inhalte, Praxis und Perspektiven im Überblick
Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker am Bildungswerk für therapeutische Berufe (BTB) bietet Dir ein strukturiertes Fernstudium kombiniert mit intensiver Praxis. Ziel ist es, Dir wissenschaftlich fundiertes und praxisorientiertes Know-how in der Veterinärmedizin und Naturheilkunde für Tiere zu vermitteln. Im Folgenden findest Du eine strukturierte Übersicht zu den Studieninhalten, zum Ablauf, zu Karriereaussichten sowie zu den Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.
Welche Inhalte umfasst die Ausbildung zum Tierheilpraktiker?
Die Ausbildung ist modular aufgebaut und besteht aus 35 Studienbriefen, umfangreichen Praxisphasen und modernen Lernmaterialien wie Audiobooks und Lernvideos.
Die Kursinhalte im Einzelnen:
- Biologische Grundlagen: Systematik und spezifische biologische Merkmale der Tierklassen, Zytologie (Zelllehre), Histologie (Gewebelehre)
- Veterinär-Anatomie und -Physiologie: Strukturen und Funktion des Bewegungsapparates (Knochen- und Muskellehre), des Herz-Kreislaufsystems, des Blutes und des Lymphsystems, des Atmungssystems, des Verdauungssystems, des Urogenitalsystems, der Sinnesorgane, der Haut und Hautanhangsgebilde, des Nervensystems, des Hormonsystems
- Tierhaltung und Behandlungsverfahren: Veterinär-Ernährungslehre, Grundlagen der Tierpsychologie (Teil 1 und 2), der Naturheilverfahren, der Veterinär-Heilpflanzenkunde und der Veterinär-Homöopathie
- Veterinär-Pathologie: Allgemeine Pathologie (Veterinärmedizin), Klinische Diagnostik, Arzneimittellehre, Verletzungen, Vergiftungen und Erste-Hilfe-Maßnahmen in der Veterinärmedizin, Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde, des Atmungssystems, des Herz-Kreislaufsystems, des Blutes und der Lymphe, des Bewegungsapparates, des Verdauungstraktes, des Nervensystems, der Sinnesorgane, des Hormonsystems, der Harn- und Geschlechtsorgane, Trächtigkeit und Geburt, Allgemeine Infektionslehre, Melde- und anzeigepflichtige Infektionskrankheiten
- Gesetzes- und Berufskunde: Gesetzeskunde für Tierheilpraktiker, Der Weg in die Selbständigkeit für freie Berufe im Gesundheitswesen, Spezielle Berufskunde für Tierheilpraktiker
Die Inhalte werden durch moderne Lernformen wie KI-Lernpartner („StudyBuddy“), digitale Quizfragen am Ende jedes Moduls sowie Videolektionen unterstützt.
Kombinationsmöglichkeiten
Wusstest du, dass du die Ausbildung zum Tierheilpraktiker mit weiteren BTB-Kursen kombinieren kannst? So sparst du nicht nur Geld, sondern vertiefst gleichzeitig dein Wissen und die Ausbildungsinhalte um die Themen, die du an deine berufliche Situation anpassen kannst und die dir helfen, neue Zielgruppen zu erschließen.
Diese Kombinationsmöglichkeiten bietet das BTB derzeit an:
- Tierheilpraktiker + Akupunktur für Kleintiere
- Tierheilpraktiker + Akupunktur für Pferde
- Tierheilpraktiker + Grundlagen der artgerechten Tierhaltung
- Tierheilpraktiker + Heilpflanzenkunde
- Tierheilpraktiker + Homöopathie
- Tierheilpraktiker + Tierernährungsberater
Wie läuft das Fernstudium Tierheilpraktiker am BTB ab?
Die Ausbildung ist als flexibles Fernstudium konzipiert, das Du berufsbegleitend absolvieren kannst. Du erhältst zu Beginn alle nötigen Informationen und einen Studienplan. Die Regelstudienzeit beträgt 24 Monate (rund 8 Stunden Lernaufwand pro Woche), eine kostenlose Verlängerung um bis zu 24 Monate ist möglich.
- Studienmaterialien: 35 Studienbriefe als Print und PDF, Audiobooks, Videos.
- Lernplattform: Zugang zum BTB-Webcampus für Materialien, Lernfortschritt, Austausch mit Tutorinnen und Tutoren sowie Mitstudierenden.
- Praxisseminare: Drei Wochenendseminare. Sie vermitteln praktische Untersuchungsmethoden, Labordiagnostik, Notfallmaßnahmen, Fallaufnahme, Anamnese und Anwendung von Therapieverfahren. Seminarorte sind z. B. Horstmar, Rockenberg oder München/Sauerlach.
- Zwischentests: Nach jedem Studienbrief erfolgt eine Lernstandskontrolle – Feedback erhältst Du unmittelbar digital.
- Abschlussprüfung: Am Ende absolvierst Du eine schriftliche Prüfung (online). Bei Teilnahme an allen Praxisseminaren erhältst Du das Zertifikat "Tierheilpraktiker"; ohne Seminare erhältst Du ein Grundlagen-Zeugnis.
- Betreuung & Nachbetreuung: Persönliche Betreuung durch ein Dozententeam während des gesamten Lehrgangs sowie bis zu zwei Jahre nach Abschluss. Du erhältst außerdem im ersten Jahr nach Abschluss eine kostenfreie Mitgliedschaft im Berufsverband (z. B. Verband freier Tierheilpraktiker e. V.).
Keine amtsärztliche Prüfung notwendig: Im Gegensatz zur Ausbildung im Bereich Humanheilpraktik gibt es im Bereich der Tierheilpraktik keine verpflichtende amtsärztliche Überprüfung.
Welche Berufsperspektiven eröffnet diese Ausbildung?
Als geprüfte Tierheilpraktikerin oder geprüfter Tierheilpraktiker stehen Dir verschiedene Berufsfelder offen:
- Selbstständige Praxis: Viele Absolventinnen und Absolventen eröffnen nach dem Fernstudium eine eigene Tierheilpraktikerpraxis (Fokus: Hunde, Katzen, Pferde); Nachfrage und Umsatzpotenzial steigen beständig.
- Zusatzqualifikation im Beruf: Wenn Du bereits in veterinärmedizinischen, tierpflegerischen oder tierhaltungsbezogenen Berufen arbeitest (z. B. Tierpfleger im Zoo, Tierheim oder Tierhandlung), wertet die Zusatzqualifikation „Tierheilpraktiker“ Dein Profil auf.
- Beratung und Seminare: Neben Einzelbehandlung kannst Du Tierhalterinnen und Tierhalter in Seminaren oder Workshops beraten, etwa zu Fütterung, Verhaltensauffälligkeiten oder Gesundheitsprävention.
- Vorbereitung auf weiterführende Spezialisierungen: Mit zusätzlichen Kursen (z. B. Homöopathie, Akupunktur, Ernährungsberatung) kannst Du Deine Praxis oder Dein Einsatzfeld gezielt erweitern.
- Wartezeit sinnvoll nutzen: Auch als Vorbereitung auf das Studium der Tiermedizin (zur Überbrückung von Wartezeiten) eignet sich das Fernstudium.
Was kostet der Kurs und welche Finanzierungen gibt es?
Die Gesamtkosten für das Fernstudium Tierheilpraktiker betragen 3.456 € (24 × 144 € monatlich). In der Gebühr enthalten sind alle Studienmaterialien, der Zugang zum Webcampus inklusive KI-Lernassistent, die Betreuung durch das Dozententeam, die Teilnahme an den verpflichtenden Praxisseminaren und Prüfungen, sowie die Nachbetreuung.
Im Preis enthalten:
- Versand und digitale Bereitstellung der Lernmaterialien
- Tutorielle Betreuung während des Studiums durch erfahrene Dozentinnen und Dozenten
- Praxisseminare (exklusive Reise- und Übernachtungskosten)
- Zugang zum Webcampus und StudyBuddy-KI
- Abschlussprüfungen und Zertifizierung
- 1 Jahr kostenfreie Mitgliedschaft im Fachverband
Mögliche Zusatzkosten: Anreise und Unterkunft bei Seminaren, evtl. Fachliteratur, Kosten für freiwillige Zusatzworkshops oder für externe Verbandsprüfungen.
Förderung und Rabatte:
- Der BTB-Kurs ist AZAV-zertifiziert und damit förderfähig durch einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit (volle oder teilweise Übernahme der Kosten möglich).
- Zusätzlich gibt es für bestimmte Personengruppen (Arbeitslose, Azubis, Studierende, Rentner, ehemalige Absolventinnen und Absolventen u. a.) 10 % Sozialrabatt.
- Weitere regionale Förderprogramme (Bildungsscheck, Aufstiegs-BAföG, Weiterbildungsstipendium) können je nach Bundesland und Situation in Anspruch genommen werden.
- Viele Ausgaben sind außerdem steuerlich absetzbar.
Erfahrungen & Bewertungen
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die Tierpsychologie heißt jetzt "Grundlagen der artgerechten Tierhaltung". Dabei handelt es sich jedoch nicht um Therapieverfahren wie z. B. die Veterinär-Akupunktur oder auch Veterinär-Homöopathie, so dass wir Ihnen eine andere Fachrichtung ans Herz legen möchten. Weitere Infos finden Sie unter https://www.btb.info/lehrgaenge/ausbildung-tierheilpraktiker-zusaetzliche-fachrichtungen/
Ihr BTB-Studiensekretariat
Sehr gern würde ich ein Fernstudium zum Tierheilpraktiker machen. Meine Fragen wären jetzt:
-wo kann ich es machen?
-was kostet es?
-wie funktioniert der Ablauf mit Prüfungen und dergleichen
-kann man nach Erhalt des Zertifikats als Tierheilpraktiker arbeiten?
-gibt es Weiterbildungen im Fach Tierheilpraktiker?
Vielen Dank!
LG
diese Ausbildung absolvieren Sie am Bildungswerk für therapeutische Berufs, einer Fernschule mit Sitz in Remscheid.
Die Studiengebühren zahlen Sie in monatlichen Raten zu je 132,– Euro.
Gegen Ende des Lehrgangs absolvieren Sie eine schriftliche Abschlussprüfung, im Anschluss, wenn Sie bestehen, erhalten Sie Ihre Studienbescheinigung mit Aufführung aller Ausbildungsinhalte
sowie das BTB-Abschluss-Zertifikat: „Tierheilpraktiker“. Damit können Sie auch als Tierheilpraktiker tätig werden.
Eine amtsärztliche Prüfung wie bei Heilpraktikern ist für Tierheilpraktiker nicht vorgesehen. Bei den Zulassungsvoraussetzungen zur Tierheilpraktiker-Ausbildung orientiert sich das BTB an den gesetzlichen Bestimmungen für die Zulassung zur amtsärztlichen humanmedizinischen Heilpraktikerprüfung.