Wirtschaftsfachwirt IHK online: IST vs. AKAD | Aufstiegsfortbildung Bachelor Pro im Fernstudium

Die Aufstiegsfortbildung zum geprüften Wirtschaftsfachwirt (IHK) vermittelt umfassende betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kenntnisse. Sie bereitet gezielt auf die IHK-Prüfung vor und qualifiziert Absolventen für Führungspositionen in Bereichen wie Controlling, Rechnungswesen, Einkauf oder Personalmanagement. Die Weiterbildung dauert 18 Monate und kann berufsbegleitend absolviert werden.

Ein Fernstudium zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) bzw. Bachelor Professional of Business (CCI) ist interessant für Berufstätige, die sich flexibel neben dem Job weiterbilden möchten, für Personen mit kaufmännischer Erfahrung, die ohne Studium eine höhere Qualifikation anstreben, sowie für diejenigen, die eine kostengünstige und praxisnahe Alternative zum Bachelorstudium suchen.

Das @iststudieninstitut und die @AKADuniversity bieten beide die Aufstiegsfortbildung per Fernstudium an, wobei sie flexible Online-Lernmethoden mit Präsenzseminaren kombinieren und sogar eine Anrechnung auf ein späteres Bachelorstudium ermöglichen.

Christian vergleicht im Video die beiden Angebote zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) im Detail und geht dabei auf ihre Besonderheiten ein, insbesondere hinsichtlich der Zulassungsvoraussetzungen, des Studienaufbaus, der Inhalte und der Kosten. Zudem beleuchtet er die Präsenzphasen, die Prüfungen und mögliche Fördermöglichkeiten.

Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
00:59 Weitere Fachwirte und Anbieter
02:32 Besonderheiten an der AKAD University
03:36 Besonderheiten am IST-Studieninstitut
05:54 Möglichkeiten mit diesem Abschluss
09:04 Vorrausetzungen am IST
11:17 Vorrausetzungen an der AKAD
12:44 Inhalte am IST
15:07 Inhalte an der AKAD
16:16 Präsenzen & Seminare an der AKAD
17:06 Präsenzen & Seminare am IST
18:10 Aufbau und Umfang der IHK-Prüfungen
20:28 Kosten an der AKAD
21:41 Kosten am IST
23:15 Förderungsmöglichkeiten
24:34 Fazit


Weiterführend:

👉 Alle Details zum Wirtschaftsfachwirt am IST: fernstudi.net/weiterbildung/wirtschaft/fachwirt/14295
👉 Alle Details zum Wirtschaftsfachwirt an der AKAD: fernstudi.net/weiterbildung/wirtschaft/fachwirt/13329
👉 Weitere Kurse zum Wirtschaftsfachwirt: fernstudi.net/weiterbildung/wirtschaft/fachwirt
👉 Unser KI-basierter Kursfinder: fernstudi.net/kursfinder
👉 VLOG zum Präsenzseminar am IST: youtube.com/watch
👉 Podcast mit Patrick Ortmann zum Bachelor Professional: youtube.com/watch
👉 Wirtschaftsfachwirt vs. Bachelor im Vergleich: youtube.com/watch


Studienberatung:

ℹ️ Wir versuchen, alle Fragen in den Kommentaren auf Youtube zu beantworten. Wenn du ausführlicher beraten werden möchtest, nutze die Studienberatung auf fernstudi.net, dort sind auch Hochschulen und Anbieter unterwegs: fernstudi.net/hilfe


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#weiterbildung #fernstudium #wirtschaftsfachwirt

Transkript

Schönen guten Tag, liebe Freunde der Wirtschaft! In diesem Video möchte ich mir mal zwei Aufstiegsfortbildungen zum Wirtschaftsfachwirt IHK anschauen. Beide kann man berufsbegleitend absolvieren, also im Fernkurs beziehungsweise Fernstudium, und beide werden im Prinzip an Hochschulen angeboten.

Wir gucken uns die mal genauer an, damit man eine Entscheidung treffen kann, welche jetzt sinnvoller für einen ist. Und wir wollen natürlich auch ein bisschen diskutieren, ob es überhaupt sinnvoll ist, so eine Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt zu machen – oder ob man nicht gleich ein Bachelorstudium absolvieren sollte. Dann gucken wir uns an: Was sind die Voraussetzungen, wie sind die Inhalte gestaltet an der AKAD University und am IST-Studieninstitut, was kostet das Ganze, und ganz wichtig: Was habe ich für Möglichkeiten, mich fördern zu lassen?

Es gibt noch mehr Anbieter

Natürlich sind diese beiden Anbieter, das IST-Studieninstitut beziehungsweise auch die IST-Hochschule und die AKAD University, nicht die einzigen, die so eine Weiterbildung anbieten. Bei uns im Portal auf fernstudi.net habt ihr eine ausführliche Übersicht über alle möglichen Weiterbildungen zum Wirtschaftsfachwirt. Am IST-Studieninstitut gibt es zum Beispiel auch einen Fachwirt im Bereich E-Commerce, wenn man sich gleich ein bisschen spezialisieren möchte. Am ILS wird auch so etwas angeboten, und es gibt eine ganze Reihe an Anbietern, die Kurse beziehungsweise Prüfungsvorbereitung anbieten.

Falls ihr tatsächlich einen Bachelorstudiengang sucht, guckt einfach mal in unseren Kursfinder rein. Da könnt ihr angeben, was euch interessiert oder wer ihr seid, ihr könnt auch unseren Assistenten nutzen, und dann bekommt ihr wirklich smarte Vorschläge. Ihr könnt euch alles im Merkzettel speichern und die Kurse miteinander vergleichen – und wenn ihr euch anmeldet, wird euer Merkzettel dauerhaft gespeichert. Falls ihr Fragen habt, nutzt einfach unsere Studienberatung.

Die beiden Anbieter

Ich fange mal an mit der AKAD University. Wie der Name schon sagt – das ist eine Hochschule, keine Universität, wie der Name ein kleines bisschen suggeriert, sondern eine Fachhochschule. Die hat ihren Sitz in Stuttgart, ist aber im Prinzip eine Fernhochschule, die ganz viele verschiedene Fernstudiengänge anbietet: im Bereich Technik, mittlerweile auch im Bereich Gesundheit und Soziales und natürlich ganz wichtig im Bereich Wirtschaft, und eben auch Masterstudiengänge. Die Hochschule bietet auch jede Menge Weiterbildungen an, zum Beispiel diese Aufstiegsfortbildung zum Wirtschaftsfachwirt. Es ist eine relativ große Hochschule mit einigen tausend Studierenden und sehr vielen Menschen, die dort berufsbegleitend Weiterbildungen absolvieren. Eine sehr flexible Hochschule, würde ich sagen: Man kann sich in die Studiengänge in der Regel jederzeit einschreiben, und Klausuren kann man auch online absolvieren.

Dann haben wir das IST-Studieninstitut, das hat seinen Sitz in Düsseldorf. Ich habe da übrigens selber auch mal eine Weiterbildung absolviert, im Bereich Stress- und Mentalcoaching, und kenne dadurch das IST-Studieninstitut auch ein bisschen von innen. Ich kenne den Campus, ich war da öfter vor Ort für die Seminare, es hat wirklich großen Spaß gemacht – schaut einfach auf unserem YouTube-Channel, da gibt es auch Videos dazu und ihr bekommt einen kleinen Einblick in den Campus.

Das IST-Studieninstitut bietet jede Menge Weiterbildungen in allen möglichen Fachbereichen an, nicht nur Fitness, sondern eben auch im Fachbereich Wirtschaft. Wichtig zu wissen: Das IST-Studieninstitut gehört im Prinzip zur IST-Hochschule, die auch eine Fachhochschule ist. Das ist für euch deswegen wichtig zu wissen, weil es dann relativ einfach ist, falls ihr euch doch noch entscheidet, einen Bachelor zu absolvieren, die Kurse aus der Aufstiegsfortbildung in gewissem Umfang auf das Studium anrechnen zu lassen. Wenn ihr beispielsweise BWL im Anschluss studieren möchtet, könnt ihr euch relativ einfach die Kurse – entweder am IST-Studieninstitut oder an der AKAD University – auf den Studiengang anrechnen lassen.

Das IST-Studieninstitut gibt es seit 1989, also schon sehr lange, die haben also auch sehr viel Erfahrung in der berufsbegleitenden Weiterbildung, mit durchschnittlich 4.000 Teilnehmern pro Jahr. Eine Besonderheit schon mal vorweg: Der Einstieg ist hier nicht ganz so flexibel wie an der AKAD University. Ihr startet immer im Februar und August – wobei man natürlich auch einen individuellen Termin mit dem IST-Studieninstitut ausmachen kann, wendet euch dazu einfach an die Studienberatung. Das ist deswegen so, weil es hier auch Präsenzen gibt, die immer zu bestimmten festen Terminen im Jahr stattfinden.

Aufstiegsfortbildung oder doch ein Bachelor?

Was macht man jetzt eigentlich mit diesem Abschluss, dem sogenannten Bachelor Professional of Business? Ihr wisst vielleicht, dass der Wirtschaftsfachwirt IHK seit einigen Jahren auch als Bachelor Professional bezeichnet werden kann – auch um das Niveau, das diese Ausbildung vermittelt, ein bisschen mit dem Bachelor gleichzustellen. Wobei es natürlich große Unterschiede gibt zwischen dem Bachelorstudium und dieser Ausbildung: Die ist wirklich sehr viel praxisbezogener als ein Bachelorstudium, das in der Regel viel theoretischer ist.

Wenn ihr euch dafür interessiert, schaut euch einfach mal das Interview an, das ich bei uns im Podcast mit Patrick geführt habe – da ging es genau um dieses Thema: Was ist eigentlich besser, Bachelor Professional oder ein Bachelor of Arts in BWL? Patrick ist wirklich ein großer Verfechter von diesen Aufstiegsfortbildungen, er hat selber eine, ich glaube sogar zwei gemacht. Und dasselbe gilt für das Video, das ich vor einiger Zeit zu genau diesem Thema gemacht habe, Fachwirt IHK versus BWL-Studium – da gibt es auch eine sehr ausführliche Diskussion unter dem Video, lest euch die einfach mal durch.

Die Stimmung zu der Frage ist in der Regel ein bisschen geteilt. Es gibt ganz viele Verfechter von diesen Wirtschaftsfachwirt-Abschlüssen, und ich finde die auch sehr vorteilhaft – gerade wenn man relativ schnell ins mittlere Management einsteigen möchte, wenn man eine kurze Ausbildungszeit braucht, weil so ein Abschluss viel schneller geht als ein Bachelorstudium, und wenn man ein bisschen Geld sparen möchte, weil so ein Abschluss in der Regel günstiger ist als ein Bachelorstudium, zumindest an privaten Hochschulen. Dann kann man sich relativ schnell für sehr gute Positionen qualifizieren, wobei die Ausbildung sehr stark praxisbezogen ist und man wirklich schnell und gut ins Berufsleben einsteigen kann.

Wer eher ins höhere Management will, für den ist vielleicht ein Studium doch geeigneter. Wer sogar einen Master machen will, der sollte sowieso ein Bachelorstudium abschließen. Wobei man das Ganze natürlich auch kombinieren kann: Man kann zuerst den Wirtschaftsfachwirt machen und dann ins Bachelorstudium einsteigen – ich hatte ja gesagt, man kann sich da ganz viel anrechnen lassen, damit man das Studium verkürzt und auch noch ein bisschen Geld spart. Dann hätte man das Beste aus zwei Welten: eine sehr praxisorientierte Aufstiegsfortbildung und dann noch ein Studium, das ein bisschen theoretischer fundiert ist. Ich denke, da hat man sehr gute Berufschancen und könnte sogar noch ein Masterstudium anschließen.

Es ist wirklich schwer zu sagen, was jetzt besser ist, das hängt ein bisschen von euch ab: ob ihr wirklich praxisorientierter denkt und arbeiten möchtet, ob ihr vielleicht schon im Berufsleben steht und euch schnell weiterqualifizieren wollt und ein bisschen weniger Geld ausgeben möchtet – dann ist der Wirtschaftsfachwirt wirklich eine super Möglichkeit.

Die Zulassungsvoraussetzungen

Wie komme ich rein in diese Aufstiegsfortbildung? Da gibt es recht spezifische Voraussetzungen, und die sind eigentlich bei beiden Anbietern gleich.

Wenn ihr euch am IST-Studieninstitut einschreiben möchtet, braucht ihr erstmal einen Schulabschluss, vielleicht mittlere Reife, und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Alternativ habt ihr vielleicht Fachhochschulreife oder Hochschulreife, dann braucht ihr keine abgeschlossene Ausbildung. Und zusätzlich braucht ihr kaufmännische Grundkenntnisse – die habt ihr in der Regel, wenn ihr schon ein bisschen berufstätig wart oder aus eurer Berufsausbildung.

Die Zulassungsvoraussetzung zu Teil 1, den sogenannten wirtschaftsbezogenen Qualifikationen, ist, dass ihr eine Abschlussprüfung in einem mindestens dreijährigen Ausbildungsberuf abgeschlossen habt – oder in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf plus zusätzlich Berufspraxis. Oder ihr habt einfach ganz viel Berufspraxis im Umfang von mindestens drei Jahren. Ihr seht: Falls ihr keine Ausbildung habt, könnt ihr das auch durch ausreichend Berufspraxis erreichen.

Für die Zulassung zu Teil 2 müsst ihr auch ganz viel Berufspraxis nachweisen, vier Jahre mindestens, oder ihr habt eine Berufsausbildung abgeschlossen – und ihr müsst natürlich Teil 1 bestanden haben. Das darf übrigens nicht länger als fünf Jahre her sein, und ihr müsst noch mindestens ein zusätzliches Jahr Berufspraxis absolviert haben.

Das sind insgesamt recht komplizierte Voraussetzungen. Ganz einfach gesagt: Optimalerweise habt ihr schon eine Berufsausbildung abgeschlossen, ein bisschen Berufserfahrung, und dann könnt ihr euch einschreiben. Vielleicht habt ihr auch Abitur und dann ganz viel Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich, dann kommt ihr da auch rein.

Bei AKAD sieht das genauso aus, wobei der einzige Unterschied ist, dass ihr euch jederzeit in diesen Kurs einschreiben könnt, egal ob ihr eine Berufsausbildung abgeschlossen habt oder nicht. Aber ihr müsst dann trotzdem die Zulassungsvoraussetzungen für die IHK-Prüfungen erfüllen – das sucht sich die Hochschule beziehungsweise das Studieninstitut nicht aus, das legen die IHKs fest.

Die Zulassungsvoraussetzungen sind also relativ kompliziert, und vielleicht passt das für einige von euch nicht. Dann guckt doch mal, ob ihr nicht einfach ein Bachelorstudium absolvieren könnt – das geht übrigens auch ohne Abitur. An den beiden Hochschulen, die ich euch hier vorstelle, könnt ihr auch ohne Abitur studieren, zum Beispiel mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und ein bisschen Berufspraxis im Anschluss.

Die Inhalte

Was lerne ich eigentlich als Wirtschaftsfachwirt oder Wirtschaftsfachwirtin? Ihr habt bei beiden Hochschulen einen ausführlichen Lehrplan, und der ist letztendlich von den IHKs vorgegeben.

Ihr habt natürlich eine kleine Einführung, am IST-Studieninstitut gibt es eine Online-Begrüßungsveranstaltung. Und dann teilt sich das Ganze auf in die wirtschaftsbezogenen Qualifikationen und die Handlungsfelder im Wirtschaftsbereich – das sind die zwei großen Studienbereiche. Und dann habt ihr zum Schluss noch eine Prüfungsvorbereitung. Das Ganze absolviert ihr über insgesamt 18 Monate.

Ihr werdet euch erstmal mit VWL auseinandersetzen. Ich muss sagen, das geht vielleicht ein kleines bisschen langweilig los – vielleicht interessieren sich aber viele von euch auch für VWL. Es ist nicht ganz so praxisbezogen, aber dafür kann das IST-Studieninstitut natürlich nichts, man muss auch erstmal einen groben Überblick über das gesamtwirtschaftliche Geschehen haben, bevor man wirklich in die BWL eintaucht. Vielleicht auch in Sachen, die ihr ein kleines bisschen kennt – vielleicht kennt ihr aus eurer Ausbildung schon das Thema Rechnungswesen und habt euch schon mit Buchführung auseinandergesetzt, dann dürften diese Module überhaupt kein Problem sein. Natürlich beschäftigt ihr euch auch mit Recht und Steuern – als Betriebswirt sollte man sich damit ausführlich auskennen – und ganz wichtig auch mit Unternehmensführung.

Dann habt ihr im Bereich Handlungsfelder im Wirtschaftsbereich zum Beispiel das Thema Investition und Finanzierung, oder ihr könnt euch mit Logistik auseinandersetzen. Und zum Schluss noch die Prüfungsvorbereitung, die super wichtig ist, weil es wirklich anspruchsvolle Prüfungen sind. Da wird euch nichts geschenkt – es ist wirklich nicht so, dass ihr, obwohl ihr für diesen Kurs bezahlt, einen Abschluss geschenkt bekommt, sondern ihr werdet wirklich richtig hart geprüft.

Die Inhalte an der AKAD University unterscheiden sich im Prinzip nicht groß von denen am IST-Studieninstitut. Hier geht es auch los mit VWL, Recht und Steuern, Rechnungswesen, Unternehmensführung. Die Beschreibung ist nicht ganz so ausführlich wie an der IST-Hochschule, aber ihr habt genauso viel Stoff zu lernen. In Teil 2 habt ihr ein Prüfungsvorbereitungsseminar, dann beschäftigt ihr euch mit betrieblichem Management, mit Führung, Investition und Finanzierung, und in Teil 3 zum Beispiel mit Marketing und Vertrieb, und auch da gibt es noch ein Prüfungsvorbereitungsseminar.

Im Prinzip habt ihr wirklich die gleichen Inhalte, weil die Prüfungen einfach dieselben sind. Die Prüfungen werden ja nicht von den Hochschulen oder von der Fernschule abgenommen, sondern von einer IHK – das sind immer dieselben Prüfungen, natürlich mit unterschiedlichen Fragen und sicherlich auch Themenbereichen, die jedes Jahr drankommen. Aber trotzdem müsst ihr auf dieselben Sachen vorbereitet werden, deswegen nehmen sich die Kursinhalte nicht so viel.

Die Präsenzen

Die Präsenzen sind super wichtig, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten, können aber auch ein bisschen problematisch für euch sein, wenn ihr berufstätig seid und gucken müsst, wie ihr das unterbringt.

An der AKAD University gibt es insgesamt drei Präsenzseminare, die ihr vor Ort absolvieren müsst: zweimal dreieinhalb Tage und dann noch einmal einen Tag. Da müsst ihr sein – ist aber auch ganz cool, denke ich, um Leute kennenzulernen, um sich intensiver auszutauschen und sich gut auf die Prüfung vorzubereiten. Und dann gibt es noch jede Menge Online-Seminare, die ihr regelmäßig habt; da dauert ein Seminar immer drei Stunden, für jeden größeren Themenbereich gibt es eines.

Am IST-Studieninstitut gibt es natürlich auch Präsenzseminare zur Prüfungsvorbereitung, und zwar insgesamt zwei Stück, die jeweils vier Tage dauern. Das ist praktisch, weil ihr die dann mit zweimal Anreisen abgefrühstückt habt. Ich kann sagen, dass die dort wirklich einen super Campus und eine super Lernumgebung haben, es ist auch nicht weit vom Bahnhof weg, da kann man vom Bahnhof direkt hinlaufen. Und am Bahnhof gibt es auch gleich ein Hotel – es gibt natürlich viele Hotels in Düsseldorf. Man könnte da gleich am Bahnhof übernachten, also nicht am Bahnhof, nicht auf dem Gleis, sondern im Hotel dort, und dann früh einfach zu seinen Seminaren gehen.

Das lässt sich alles ganz gut organisieren, aber ihr müsst diese vier Tage eben irgendwie frei bekommen – entweder nehmt ihr Urlaub, oder vielleicht bekommt ihr auch Bildungsurlaub, da müsst ihr euch einfach mal informieren. Und dann gibt es natürlich auch immer Webinare am IST-Studieninstitut, genauso wie an der AKAD University.

Die Prüfungen

Es gibt insgesamt zwei Teilprüfungen, die ihr vor einer IHK absolvieren müsst. Natürlich arbeiten die Anbieter auch mit einzelnen IHKs zusammen, das heißt, ihr könnt, wenn ihr zum Beispiel an der AKAD University diesen Kurs belegt, die IHK-Prüfung in Pforzheim ablegen. Ihr könnt euch aber auch eine andere IHK bei euch vor Ort suchen und euch dort zu den Prüfungen anmelden. Das gilt auch für die IST-Hochschule beziehungsweise das IST-Studieninstitut – die helfen euch natürlich bei der Organisation, sagen euch Bescheid, wann und wie ihr das machen müsst.

Die erste Teilprüfung ist eine schriftliche Prüfung, das sind die wirtschaftsbezogenen Qualifikationen. Insgesamt vier Prüfungsbereiche werden hier geprüft: einmal VWL, dauert 60 Minuten, einmal Rechnungswesen, 90 Minuten, dann Recht und Steuern, 60 Minuten, und Unternehmensführung noch mal 90 Minuten. Die solltet ihr natürlich alle bestehen. Falls ihr eine nicht besteht beziehungsweise das Prüfungsergebnis mangelhaft ist, könnt ihr auch noch eine mündliche Ergänzungsprüfung machen.

Später habt ihr dann die zweite Teilprüfung zu den handlungsspezifischen Qualifikationen – ihr müsst natürlich die erste Teilprüfung bestanden haben. Die besteht noch mal aus einer schriftlichen Prüfung: Da bekommt ihr eine Situationsaufgabe mit zwei Aufgabenstellungen, die aufeinander abgestimmt sind, und das dauert ungefähr 480 bis 510 Minuten – also auch eine sehr umfangreiche, lange Prüfung. Und dann habt ihr noch eine mündliche Prüfung, ein Fachgespräch, wo ihr auch eine Präsentation geben müsst, das sind ungefähr 30 Minuten.

Also wirklich sehr komplexe Prüfungen, sehr viel, was ihr lernen und bestehen müsst. Das macht aus meiner Sicht auch diese Ausbildung aus: Ihr bekommt hier nicht einfach in Anführungsstrichen einen Dulli-Abschluss geschenkt, sondern ihr erarbeitet euch diesen Abschluss wirklich hart. Ihr müsst wirklich ranklotzen, wenn ihr diese Aufstiegsfortbildung macht, ihr müsst viel lernen, um gut durch diese Prüfungen zu kommen.

Was das Ganze kostet

Fangen wir an mit der AKAD University: Ihr zahlt hier 160 Euro im Monat, das ist okay, das kann man sich leisten, wenn man berufstätig ist. Das Ganze über 18 Monate, und dann kommt ihr, wenn ich richtig gerechnet habe, auf insgesamt 2.880 Euro, also knapp 3.000 Euro. Ihr müsst noch ein bisschen etwas dazurechnen für die Präsenzen, da habt ihr Kosten für die Anfahrt und für die Unterkunft. Ihr wisst sicherlich auch, wenn ihr betriebswirtschaftlich interessiert seid und euch mit dem Thema Steuern auskennt, dass ihr diese Kosten für die Aufstiegsfortbildung auch steuerlich geltend machen könnt – das macht es noch mal ein bisschen günstiger.

Wenn ihr länger braucht als diese 18 Monate, könnt ihr kostenlos verlängern, und in der Regel ist es so, dass ihr, falls ihr noch länger braucht, eine reduzierte Studiengebühr zahlt. Es gibt auch immer wieder Rabattaktionen – wenn ihr euch zum richtigen Zeitpunkt anmeldet, könnt ihr noch mal ein ganzes Stückchen sparen, dann kommt ihr auf 136 Euro im Monat. Guckt einfach, dass ihr euch strategisch günstig anmeldet.

Wie sieht das am IST-Studieninstitut aus? Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr gedruckte Studienhefte wollt – was ich euch empfehle. So sehen die Studienhefte am IST-Studieninstitut aus, vielleicht sehen die mittlerweile ein bisschen anders aus, das ist noch von dem Kurs, den ich da gemacht habe. Das ist ein sehr dickes Heft, und ich kann mir vorstellen, dass die Hefte für diese Aufstiegsfortbildung auch sehr dick sind. Die sind super, und die gibt es dann natürlich noch als PDF-Dateien dazu. Da kann man sich ziemlich einfach aus der PDF-Datei zum Beispiel Karteikarten erstellen – mittlerweile gibt es sogar Tools, wo man einfach sein Skript hochlädt und automatisch Karteikarten erstellt bekommt.

Wenn ihr die gedruckten Studienhefte nicht braucht, könnt ihr noch mal ein ganzes Stückchen sparen und einfach nur die digitalen nutzen, zum Beispiel am iPad lernen. Das kostet dann monatlich 165 Euro und kommt auf insgesamt 2.900 Euro. Falls ihr die gedruckten Hefte braucht, kommt ihr auf insgesamt 3.100 Euro und zahlt monatlich ein kleines bisschen mehr. Auch hier habt ihr Zusatzkosten durch die Präsenzen: Ihr müsst anreisen, die Unterkunft bezahlen, habt vielleicht Kosten für Sprit, wenn ihr mit dem Auto fahrt, und ein bisschen Verpflegung. Aber auch diese Kosten könnt ihr steuerlich geltend machen – das ist jetzt natürlich keine Steuerberatung, das müsst ihr mal fragen, falls ihr eine Steuerberatung habt oder in einem Lohnsteuerhilfeverein seid.

Die Förderung über Aufstiegs-BAföG

Der ganz große Vorteil bei diesen Kursen ist, dass ihr das Ganze auch fördern lassen könnt, und zwar über das Aufstiegs-BAföG. Da bekommt ihr, ich glaube, bis zu 12.000 Euro gefördert, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Die Kursgebühren bekommt ihr gefördert, wobei ihr davon 50 Prozent zurückzahlen müsst. Und wenn ihr das Ganze rechtzeitig und mit einem guten Ergebnis abschließt, dann bekommt ihr sogar eine Ermäßigung für die Rückzahlung dieser 50 Prozent.

Das ist wirklich eine super Möglichkeit – das geht beim Bachelorabschluss nicht so einfach. Das ist ein ganz großer Vorteil dieser Aufstiegsfortbildung. Ich hatte ja gesagt, die Kosten sind mit ungefähr 3.000 Euro nicht so hoch, und dann könnt ihr da locker noch mal 1.500 Euro sozusagen geschenkt bekommen über das Aufstiegs-BAföG. Den Rest zahlt ihr zurück – und ihr zahlt umso weniger zurück, je besser euer Abschluss ist. Die anderen 50 Prozent sind eigentlich super günstig, viel günstiger, als wenn ihr irgendwo zur Bank geht und euch einen Kredit für die Studiengebühren besorgt.

Mein Fazit

Die beiden Anbieter sind recht gleich, das ist dann irgendwie auch eine persönliche Präferenz für euch. Ich kenne das IST-Studieninstitut sehr gut, mir hat diese Weiterbildung viel Spaß gemacht, die haben einen super Campus. Ich kenne aber auch die AKAD University aus dem Online-Campus heraus – die haben zum Beispiel einen großartigen Online-Campus, falls das wichtig für euch ist, dann wäre das vielleicht der Anbieter eurer Wahl. Aber meistens lernt ihr hier sowieso mit den Skripten und nicht direkt im Online-Campus.

Die Inhalte sind natürlich dieselben, weil ihr dieselben Prüfungen habt und das von den IHKs vorgegeben wird. Letztendlich ist es vielleicht eine persönliche Präferenz, welcher Anbieter besser für euch ist, die Kosten bewegen sich bei beiden im selben Rahmen. Interessanter für euch ist sicherlich die Frage: Mache ich lieber einen Bachelorstudiengang oder eher diese Aufstiegsfortbildung? Ich hoffe, ich konnte euch da ein bisschen weiterhelfen.

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