Wirtschaftsfachwirt IHK vs. Bachelor BWL: Was ist besser? Inhalte, Karriere etc. im Vergleich

Du bist dir nicht sicher, ob du einen Wirtschaftsfachwirt mit IHK-Abschluss oder gleich einen Bachelor in BWL machen solltest? In diesem Video geht Christian im Detail auf die Unterschiede zwischen beiden Möglichkeiten ein, insbesondere auf Dauer, Inhalte und Kosten, aber auch auf Karrieremöglichkeiten.

Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
00:40 Wirtschaftsfachwirt: Voraussetzungen, Dauer, Kosten, Inhalte
08:04 BWL-Studium: Voraussetzungen, Dauer, Kosten, Inhalte
12:47 Vorteile der Wirtschaftsfachwirt-Fortbildung
19:34 Nachteile der Wirtschaftsfachwirt-Fortbildung
20:41 Vorteile eines BWL-Studiums
24:12 Fazit


Weiterführend:

👉 Fernkurse zum Wirtschaftsfachwirt im Überblick: fernstudi.net/weiterbildung/wirtschaft/fachwirt
👉 BWL-Fernstudiengänge im Überblick: fernstudi.net/fernstudium/wirtschaft/betriebswirtschaftsleh…
👉 Staatlich geprüfter Betriebswirt vs. Fachwirt: Die 4 wichtigsten Unterschiede: fernstudi.net/magazin/13348


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Transkript

Schönen guten Tag. Ihr überlegt euch, eine Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt mit IHK-Abschluss zu machen oder zur Wirtschaftsfachwirtin, oder vielleicht alternativ ein BWL-Studium, und seid euch nicht ganz so sicher, was die bessere Wahl ist. Lohnt sich das überhaupt, einen Fachwirt zu machen, wenn man auch ein BWL-Studium machen kann? Wir gucken uns mal beide Möglichkeiten, also die Fortbildung und das Studium, so ein bisschen im Detail an, und ich sage euch ein ganz kleines bisschen meine Meinung dazu. Wir gucken uns mal die Vor- und Nachteile von beiden Weiterbildungs- beziehungsweise Studienmöglichkeiten an, und ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Video.

Der Wirtschaftsfachwirt IHK

Also, Wirtschaftsfachwirt IHK: Wir haben eine Übersichtsseite auf fernstudi.net, wo wir alle möglichen Fernkurse zum Wirtschaftsfachwirt IHK vorstellen. Ihr seht, es sind jetzt nicht so viele, die es da gibt, also zwölf Kurse haben wir hier im Verzeichnis. Beispielsweise hier den geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK am ILS, Institut für Lernsysteme, oder auch die AKAD University bietet so einen Kurs an, und die Studiengemeinschaft Darmstadt und so weiter. Und da gibt es noch einige Anbieter, den Europäischen Hochschulverbund beispielsweise, die diese Weiterbildung anbieten. Oder auch direkt über eine IHK kann man das absolvieren, hier haben wir den Kurs über die IHK-Akademie Koblenz verzeichnet.

Und ich würde sagen, wir suchen uns jetzt einfach mal einen raus, und zwar hier den am Institut für Lernsysteme, und dann gucken wir uns mal an: Was sind überhaupt die Inhalte, also was macht man in diesem Wirtschaftsfachwirt, was sind die Voraussetzungen, was kostet das Ganze? Und dann können wir das mal so ein ganz kleines bisschen vergleichen auch mit dem Bachelorstudium in BWL und ein bisschen herausstellen, was für wen am meisten geeignet ist. Diese Seite hier verlinke ich euch auch in der Beschreibung von diesem Video.

Also wir haben hier den geprüften Wirtschaftsfachwirt IHK am Institut für Lernsysteme. Ihr seht, der dauert insgesamt 18 Monate, also quasi halb so lange, wie ein Bachelorstudium in Vollzeit dauern würde – ein Vollzeit-Bachelorstudium dauert 36 Monate beziehungsweise sechs Semester, entsprechend dauert dieser Fachwirt hier nur halb so lange. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick seht ihr, dass der Lernaufwand hier bei ungefähr acht Stunden wöchentlich liegt, während er in einem Vollzeit-BWL-Studium bei locker, sage ich mal, 30 Stunden liegt, 25 bis 30 Stunden wöchentlich, je nach Modul, kann man nicht ganz genau sagen. Aber in einem Vollzeit-Bachelorstudium kommt ihr niemals mit acht Stunden wöchentlich hin, da kommt ihr vielleicht mit einem wirklich richtigen Teilzeitstudium hin, aber nicht mit dem Vollzeitstudium.

Entsprechend seht ihr, das kann man hier sehr, sehr gut berufsbegleitend absolvieren, wenn man da nur acht Stunden die Woche reinstecken soll – das sind dann zwei Tage am Wochenende beispielsweise oder auch mal ein Tag einfach nur richtig durchgezogen. Deswegen kann man diese 18 Monate hier auch locker verkürzen: Wenn man genug Zeit hat, die man in diese Fortbildung reinstecken kann, kann man das Ganze hier auch, würde ich jetzt mal so sagen, locker in einem halben, dreiviertel Jahr schaffen – versus drei, vier Jahre für so ein Bachelorstudium.

Die Voraussetzungen

So, kommen wir vielleicht mal zu den Voraussetzungen: Also wie kommt man denn hier in diesen Kurs beziehungsweise in diese Fortbildung rein? Grundsätzlich müsst ihr wissen, dass diese Fortbildung hier am Institut für Lernsysteme letztendlich auf die Prüfungen vorbereitet. Die hat man dann nicht am Institut für Lernsysteme in Hamburg, sondern die finden dann vor einer IHK statt.

Und ihr seht, hier werdet ihr im Prinzip in zwei Teilen geprüft, also es gibt zwei Teilprüfungen. Und wenn man für die erste Teilprüfung zugelassen werden möchte, muss man entweder einen kaufmännischen Beruf, eine kaufmännische Ausbildung absolviert haben, die mindestens drei Jahre gedauert hat, und dann kann man sich hier in diesen Kurs einschreiben beziehungsweise wird dann letztendlich zur ersten Teilprüfung zugelassen. Alternativ kann man auch irgendeinen Ausbildungsberuf absolviert haben und muss dazu noch mindestens ein Jahr Berufspraxis absolviert haben, möglichst einschlägig natürlich. Oder wenn man jetzt keine Ausbildung abgeschlossen hat, dann sollte man hier mindestens drei Jahre Berufspraxis nachweisen können, dann wird man hier für die erste Teilprüfung zugelassen.

Also im Idealfall habt ihr jetzt natürlich schon eine Ausbildung absolviert im kaufmännischen Bereich, und dann ist natürlich so ein bisschen fraglich: Brauche ich dann tatsächlich noch so eine Fortbildung, sollte ich nicht vielleicht auch gleich ein Studium absolvieren? Das diskutieren wir dann hier im Verlauf von diesem Video noch ein kleines bisschen.

Dann gibt es noch die zweite Teilprüfung – wie die Prüfungen aufgebaut sind, gucken wir uns auch gleich noch mal im Detail an. Da müsst ihr dann natürlich die erste Teilprüfung absolviert haben, die darf nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Im Idealfall absolviert ihr die in einer relativ kurzen Zeit nacheinander. Und ihr müsst dann mindestens ein bis zwei Jahre Berufspraxis nachweisen – also das eine oder andere Jahr müsst ihr dann hier nachweisen, kommt dann natürlich so ein bisschen auf eure Voraussetzungen an –, und dann werdet ihr hier zur zweiten Teilprüfung zugelassen.

Die Inhalte und die Prüfung

So, was wird denn alles geprüft, oder was ist denn der Lernstoff eigentlich hier beim Wirtschaftsfachwirt? Also ihr seht, es sind letztendlich alles BWL-Grundlagen. Wenn ihr das jetzt über das ILS, Institut für Lernsysteme, absolviert – müsst ihr ja nicht, also ich will jetzt keine spezielle Werbung für das ILS machen, aber hier haben wir schon die Inhalte aufgeschlüsselt, deswegen gucken wir uns das hier mal genauer an –, dann kriegt ihr insgesamt 40 Studienskripte. Also ist schon eine ganze Menge, aber ich hatte ja gesagt, ihr habt hier, sagen wir mal, ein dreiviertel Jahr bis 18 Monate oder, wenn ihr länger braucht, natürlich auch länger Zeit, um die dann in aller Ruhe durchzuarbeiten.

Also das geht hier los mit Arbeitsmethodik, Kopf- und Kreativitätstraining, sehr interessant. Ihr beschäftigt euch dann auch mit Zeitmanagement und dann wirklich so Soft Skills, würde ich einfach mal sagen: Arbeitsorganisation und Arbeitstechniken, die euch dann noch ein bisschen helfen werden, natürlich diesen Kurs durchzuarbeiten und zu lernen. Dann habt ihr natürlich Grundlagen in VWL und BWL, also volkswirtschaftliche Grundlagen, Existenzgründung und Unternehmensrechtsformen, damit werdet ihr euch auch beschäftigen, mit diesen ganzen Grundlagen.

Natürlich ganz wichtig: Rechnungswesen. Das habt ihr auch in einem BWL-Studium, natürlich in jedem BWL- oder Managementstudium werdet ihr euch mit Grundlagen des Rechnungswesens beschäftigen: Finanzbuchhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung, alles wichtig, und Planungsrechnung. Dann natürlich auch wichtig Recht und Steuern, rechtliche Zusammenhänge, damit werdet ihr euch auseinandersetzen, aber auch mit Unternehmensführung, Management und solchen Sachen, Personalführung, Personalentwicklung, betriebliches Management – ganz wichtig, habt ihr auch im Studium dann, wenn ihr den Bachelor in BWL studieren würdet. Investition und Finanzierung, solche Sachen. Logistik habt ihr hier noch als einzelnes Fach, das habt ihr jetzt nicht zwangsläufig in einem BWL-Studium. Marketing und Vertrieb habt ihr natürlich auch in jedem BWL-Studium, und dann noch das Thema Führung und Zusammenarbeit.

Und das Ganze wird dann im Detail geprüft, und zwar hier seht ihr, wie die Prüfung sich so ein bisschen aufteilt: Also ihr habt hier einen Teil, der die wirtschaftsbezogenen Qualifikationen abruft, da habt ihr dann mehrere Klausuren zu absolvieren, vier Klausuren müssten das sein. Und dann habt ihr noch einen zweiten Teil der Prüfung, der sich um die handlungsspezifischen Qualifikationen dreht. Hier müsst ihr dann eine schriftliche Ausarbeitung machen, und in der Prüfung habt ihr dann sicherlich auch zusätzliche mündliche Prüfungen. Und dann habt ihr den ganzen Kram hier durch und habt das dann hoffentlich bestanden und bekommt dann euer IHK-Zertifikat.

Das BWL-Bachelorstudium

So, schauen wir uns mal an, wie so ein typisches BWL-Studium im Gegensatz dazu aussieht. Also auch hier haben wir eine Seite auf fernstudi.net, wo wir euch alle möglichen BWL-Fernstudiengänge vorstellen, sowohl Bachelorstudiengänge als auch Masterstudiengänge. Ihr habt dann hier im Überblick sowohl die privaten Hochschulen als auch die staatlichen Hochschulen, die ihr hier alle nachrecherchieren könnt, auch noch einen Haufen Informationen dazu. Ihr könntet jetzt nicht nur an privaten Hochschulen, Fachhochschulen studieren wie der IU Internationale Hochschule, sondern ihr könnt beispielsweise auch Wirtschaftswissenschaft – das geht dann natürlich ein bisschen über das BWL-Thema hinaus – an der FernUni Hagen beispielsweise studieren, oder an der einen oder anderen staatlichen Fachhochschule gibt es BWL auch als Fernstudiengang.

Aber ich würde sagen, wir gucken uns jetzt mal spezifisch diesen BWL-Studiengang der IU an, um uns hier so ein bisschen die Voraussetzungen anzuschauen und natürlich auch die Inhalte. Also hier kommt ihr in das BWL-Studium rein mit dem Abitur oder Fachabitur oder auch der fachgebundenen Hochschulreife, dann kommt ihr natürlich rein, wie das immer so ist bei Studiengängen. Aber wenn ihr jetzt schon eine Berufsausbildung abgeschlossen habt, dann könnt ihr euch hier auch in das Studium einschreiben. Eine Berufsausbildung ist ja auch eine Möglichkeit, in so eine Fortbildung zum Wirtschaftsfachwirt reinzukommen, und so ähnlich könnt ihr euch hier auch mit einer Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung, die ihr zusätzlich zu eurer Ausbildung nachweist, auch hier in das Studium einschreiben.

Also wenn ihr jetzt schon eine Berufsausbildung habt, ist für euch natürlich jetzt die Frage: Mache ich jetzt nicht doch gleich den Bachelor oder den Wirtschaftsfachwirt? Da gehe ich dann gleich noch ein bisschen genauer drauf ein, wenn wir uns mal die Vor- und die Nachteile angucken. Ansonsten könnt ihr hier auch in das Studium rein, wenn ihr so eine Aufstiegsfortbildung absolviert habt, eben beispielsweise den Wirtschaftsfachwirt. Also mit diesem Wirtschaftsfachwirt, den ihr dann möglicherweise absolviert habt, könnt ihr euch dann im Anschluss auch in ein Studium einschreiben, und das ganze Studium kann man dann ein Stückchen verkürzen, gucken wir uns dann auch gleich noch mal an.

So, ihr seht, das Studium dauert in Vollzeit natürlich jetzt sechs Semester, also eigentlich doppelt so lange wie der Wirtschaftsfachwirt, aber ihr müsst da viel mehr Zeit reinbuttern in das Studium. Also das dauert eigentlich viel, viel länger als der Wirtschaftsfachwirt, vor allem wenn ihr berufsbegleitend studiert, dann werdet ihr wahrscheinlich auch länger als sechs Semester brauchen. Die IU bietet ja verschiedene Zeitmodelle an, also acht Semester oder neun Semester ist dann so ein typischer, üblicher Schnitt, den ihr dann brauchen werdet. Und wenn ihr euch mehr Zeit lasst, dann braucht ihr immer noch so um die 20 Stunden die Woche. Also ihr seht, das ist viel, viel umfangreicher als der Wirtschaftsfachwirt.

Auch inhaltlich sieht man das hier an den Inhalten: Also ihr absolviert im Studium immer einzelne Module, nach jedem von diesen Modulen schreibt ihr eine Klausur, das ist auch ein großer Unterschied zum Wirtschaftsfachwirt. Und ihr seht, ihr habt natürlich auch die ganzen BWL-Grundlagen, eine Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, eine Einführung natürlich in Buchführung und Bilanzierung. Zusätzlich, ein großer Unterschied zum Wirtschaftsfachwirt, werdet ihr euch hier auch noch intensiver mit wissenschaftlichem Arbeiten beschäftigen, mit der Arbeit mit Literatur, ihr schreibt hier Hausarbeiten und solche Sachen. Dann habt ihr hier auch Wirtschaftsmathematik, das habt ihr jetzt auch nicht zwangsläufig, zumindest nicht in der Form, in der Fortbildung zum Wirtschaftsfachwirt. Aber ansonsten viele Inhalte, die ihr im Wirtschaftsfachwirt hättet, die tauchen hier natürlich auch auf: Personal- und Unternehmensführung und so weiter.

Ein ganz großer Unterschied ist auch noch – abgesehen von der schieren Menge an Inhalten, die ihr hier absolviert –, dass ihr hier in so einem Studium eigentlich fast immer die Möglichkeit habt, euch in Fächern eurer Wahl zu vertiefen. Also hier an der IU beispielsweise habt ihr dann dafür drei Wahlpflichtfächer, die sind vom Umfang her recht umfangreich, und da könnt ihr euch dann immer aus einem Pool an Themen etwas raussuchen, womit ihr euch dann nach euren Interessen ein bisschen beschäftigen möchtet. Und da könnt ihr einfach ein Modul nehmen oder mehrere Module, die so ein bisschen zu dem Unternehmen passen, in dem ihr arbeitet. Also ihr könnt euch beispielsweise noch in das Thema E-Commerce vertiefen oder auch in Logistik und Logistikmanagement, was jetzt nicht unbedingt Bestandteil von einem BWL-Studium ist, aber da könnt ihr euch dann hier über diese Vertiefungsmodule noch ein bisschen weiter reinvertiefen. Eventmanagement, solche Sachen – je nachdem natürlich, in welcher Branche ihr arbeitet oder was euch auch einfach interessiert, könnt ihr euch dann hier etwas raussuchen.

Also wir sehen, das ist vom Umfang her schon mal ein ganz anderes Level als diese Wirtschaftsfachwirt-Weiterbildung. Und ich würde sagen, deswegen gucken wir uns erst mal so ein bisschen die Vor- und die Nachteile von beiden Möglichkeiten an.

Die Vorteile des Wirtschaftsfachwirts

So, was sind jetzt die Vorteile dieser Wirtschaftsfachwirt-Fortbildung, wenn man theoretisch auch einen Bachelor machen kann? Der erste große Vorteil ist, dass man diesen Abschluss sehr, sehr schnell absolvieren kann. Also wie ihr seht, ich hatte euch ja gezeigt, er dauert hier regulär 18 Monate, wenn man das berufsbegleitend absolvieren möchte. Und man muss dann, wenn man sich so lange Zeit lässt, wirklich nur die acht bis zehn Stunden die Woche reinbuttern. Das heißt, man hat hier wirklich sehr, sehr schnell seinen Abschluss.

Offiziell soll der Unterrichtsumfang – man kann das ja auch in Präsenz machen bei der IHK vor Ort beispielsweise – bei ungefähr 650 Unterrichtsstunden liegen. Das ist jetzt nicht die Welt verglichen mit einem Studium, und wenn man das mal runterrechnet, dann sind das ungefähr so ein, zwei Semester von einem normalen Studium. Also ihr seht, das ist letztendlich, sagen wir mal, ein Drittel bis ein Viertel von dem, was ihr eigentlich im Studium absolviert. Das heißt, ihr könnt hier wirklich über so eine Fortbildung sehr schnell zu einem Abschluss kommen, und das ist aus meiner Sicht zumindest einer der ersten wichtigen Vorteile, die dieser Wirtschaftsfachwirt hier gegenüber einem Bachelorstudium hat.

Der zweite Vorteil ist, dass ihr dadurch, dass das auch kürzer geht, auch weniger Prüfungen habt. Also ich hatte euch ja gezeigt, wie viele Module ihr in so einem Bachelorstudium habt, und nach jedem Modul werdet ihr immer mit einer Prüfungsleistung konfrontiert. Also ihr schreibt gerade im BWL-Studium sehr, sehr viele Klausuren, ab und zu auch mal eine Ausarbeitung und die eine oder andere alternative Prüfungsform. Aber ihr habt dann wirklich im BWL-Studium ohne Ende Klausuren, die ihr regelmäßig absolviert. Während ihr hier im Wirtschaftsfachwirt ganz zum Schluss einfach in relativ kompakter Form innerhalb von einigen Wochen die ganze Prüfung, die ganzen Klausuren habt, aber jetzt nicht kontinuierlich. Also werdet ihr jetzt nicht kontinuierlich geprüft – wobei ich denke mal, dass es so ist, dass ihr hier am Institut für Lernsysteme beispielsweise, wenn ihr das da absolviert, auch die eine oder andere Zwischenprüfung in Form von Einsendeaufgaben oder so etwas absolvieren müsst. Aber ihr werdet dann nicht richtig geprüft in Form von Klausuren, wie das im Studium der Fall ist. Also das ist ein anderer Vorteil: Ihr habt jetzt nicht kontinuierlich Prüfungen, Klausuren, sondern einmal ganz zum Schluss, und dann habt ihr euren Abschluss bestanden, bekommt euer IHK-Zertifikat.

Dann der dritte Vorteil sind die Kosten gegenüber einem Studium. Also ihr seht, hier am ILS kostet dieser Kurs, der 18 Monate dauert, ungefähr so 3.200 Euro insgesamt. Die anderen Kurse, die wir hier listen, die bewegen sich auf einem ähnlichen Preisniveau, also ihr seht das hier auf dieser Seite: immer so um die 3.000, 2.800 bis 3.000, teilweise auch 4.000 Euro, wenn ihr das direkt an der IHK absolvieren wollt, wie hier die IHK-Akademie Koblenz, müsst ihr rechnen. Und dann habt ihr euren Abschluss.

Also so ein Studium – je nachdem natürlich, wo ihr studiert: Wenn ihr jetzt an einer privaten Hochschule den Bachelor studiert, da seid ihr bei ungefähr zwölf- bis 15.000 Euro für den Bachelorabschluss beziehungsweise für das gesamte Studium. Ihr könnt natürlich auch an eine staatliche Hochschule gehen, da kostet euch das Studium nur einen Bruchteil, da könnt ihr so ein Bachelorstudium auch für, sagen wir, zwei- bis dreitausend Euro haben, wenn ihr beispielsweise an der FernUni Hagen studiert. Aber das ist auch der große Unterschied, dass es hier günstiger ist im Sinne von, dass ihr hier insgesamt ein bisschen weniger bezahlt für diesen Abschluss.

Und der große Unterschied ist auch, dass ihr euch das hier viel leichter fördern lassen könnt. Also ihr könnt euch das Ganze beispielsweise mit einem Bildungsgutschein fördern lassen – wenn ihr gerade auf Arbeitssuche seid, müsst ihr natürlich irgendwie euren Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit überzeugt bekommen, dass er euch das Ganze fördert –, und dann zahlt ihr im Prinzip gar nichts, also könnt diesen Kurs dann hier in dem Sinne auf Kosten des Steuerzahlers absolvieren. Oder ihr lasst euch das Ganze über Aufstiegs-BAföG fördern, was natürlich auch eine Möglichkeit ist, das Ganze hier gefördert zu bekommen. Also diese zwei Möglichkeiten, das habt ihr im Studium nicht so. Ihr könnt euch das über den Bildungsgutschein oder über Aufstiegs-BAföG fördern lassen und spart euch dann in dem Sinne hier zumindest einen Teil der Kosten. Natürlich könnt ihr es auch steuerlich geltend machen, das geht im Studium auch.

Im Bachelorstudium auf der anderen Seite könnt ihr natürlich auch BAföG bekommen, aber das ist eher unwahrscheinlich, wenn ihr berufsbegleitend studiert, das geht nicht ganz so einfach, kommt ein bisschen aufs Alter an und die ganzen schwierigen Voraussetzungen, die, sage ich mal, ans BAföG geknüpft sind. Und ansonsten habt ihr da nicht viele weitere Fördermöglichkeiten im Studium, also ihr könnt kein Aufstiegs-BAföG oder so etwas beantragen, das geht dann eben nur hier bei diesem Wirtschaftsfachwirt.

Dann haben wir noch einen Vorteil – das ist der letzte, den ich euch jetzt nennen möchte –: dass ihr, wenn ihr diesen Abschluss absolviert habt, euch den Wirtschaftsfachwirt auf ein Studium anrechnen lassen könnt. Also ich hatte gesagt, der bewegt sich eigentlich offiziell auf Bachelor-Niveau. Von den Inhalten her ist das aus meiner Sicht nicht ganz Bachelor-Niveau, ihr absolviert halt einfach einen Bruchteil von dem, was ihr im Studium absolviert. Und es ist auch nicht so, dass ihr dann einfach einen Master machen könnt und den Bachelor überspringt, sondern ihr könnt danach letztendlich einfach nur den Bachelor machen, wenn ihr diesen Abschluss jetzt habt und dann trotzdem noch einen akademischen Weg weitergehen wollt.

Dass das Bachelor-Niveau ist, das kommt auch so ein bisschen daher, dass ihr in der Regel, wenn ihr diese Fortbildung hier absolviert, noch eine Berufsausbildung absolviert habt und schon wirklich sehr viel gelernt habt, ihr habt vielleicht auch die Berufserfahrung, und dann kommt man schon so ein bisschen rein inhaltlich oder von dem, was man beruflich alles schon so macht, vielleicht auf das, was jemand gelernt hat, der so einen Bachelor macht. Aber ansonsten ist das ein großer Unterschied zwischen dem, was ihr inhaltlich lernt im Wirtschaftsfachwirt, versus das, was ihr an der Uni oder einer Hochschule dann lernt, was ihr in so einem Bachelorstudium macht.

Aber ihr könnt natürlich, wenn ihr wollt – und das ist der letzte Vorteil, den ich hier nennen will –, könnt ihr dann danach den Bachelor studieren und könnt euch dann diese Fortbildung auf das Bachelorstudium anrechnen lassen. Ihr könnt dann je nach Hochschule natürlich euer Bachelorstudium verkürzen. An der AKAD University könnt ihr beispielsweise, wenn ihr diesen Wirtschaftsfachwirt gemacht habt, das ganze Studium verkürzen, also das BWL-Studium an der AKAD University auf fast die Hälfte, je nachdem. Also ihr kriegt dann wirklich sehr viel angerechnet, vielleicht auch noch eure Ausbildung, falls ihr eine Berufsausbildung gemacht habt, und könntet dann so ein Bachelorstudium innerhalb von, sagen wir mal, drei Semestern Vollzeitstudium absolvieren.

Die Nachteile des Wirtschaftsfachwirts

So, was sind jetzt die Nachteile von diesem Wirtschaftsfachwirt? Also ein Nachteil ist beispielsweise, dass ihr eben eine Ausbildung braucht oder auch Berufserfahrung. Das heißt, wenn ihr jetzt nur ein Abitur habt, könnt ihr den jetzt nicht einfach so absolvieren, dann steht euch erst mal nur der Bachelorstudiengang offen.

Der zweite Nachteil, den ich jetzt vielleicht noch nennen möchte, ist, dass ihr hier rein inhaltlich ein ganzes Stückchen weniger lernen werdet als in einem Bachelorstudium. Der dritte Nachteil bezieht sich eigentlich auch auf das Inhaltliche: dass ihr euch im Prinzip nicht so intensiv mit wissenschaftlichem Arbeiten auseinandersetzt, wie ihr das im Studium macht.

Und dann vielleicht ein Nachteil, den man hier noch nennen könnte, ist, dass das natürlich einfach vom Ansehen gegenüber irgendwelchen Personalverantwortlichen doch schon etwas anderes ist, wenn ihr mit so einem IHK-Wirtschaftsfachwirt – der natürlich auch eine hochwertige Fortbildung ist, das will ich gar nicht bestreiten –, aber es ist doch etwas anderes, wenn ihr damit ankommt, als wenn ihr euch mit dem Bachelorabschluss irgendwo bewerbt.

Die Vorteile des Bachelorstudiums

So, dann vielleicht noch ein paar Worte zum Bachelorabschluss, also zu den Vor- und Nachteilen, die so ein Bachelorabschluss bietet. Ich fange mal mit den Vorteilen an. Erster Vorteil ist, dass ihr euch inhaltlich einfach mit sehr viel mehr Themen auseinandersetzen werdet. Also ich hatte euch ja die Inhalte eben so ein bisschen gezeigt: Ein Bachelorstudium ist einfach viel umfangreicher. Kann natürlich sein, dass da viele Inhalte wären, die ihr schon kennt – vielleicht kennt ihr jetzt aus eurer Berufsausbildung schon Buchhaltung und Bilanzierung oder Finanzierung und Investition und solche Sachen, dann wäre das natürlich ein Haufen Wiederholung, die ihr da im Studium macht. Aber ihr könnt euch ja auch eure Berufsausbildung in Teilen anrechnen lassen auf das Studium und solche Module, mit denen ihr euch schon auseinandergesetzt habt, dann überspringen.

Der zweite Vorteil, den dieses Bachelorstudium gegenüber dem Wirtschaftsfachwirt bietet, ist, dass ihr, wenn ihr wollt, dann weiterstudieren könnt und den Master machen könnt. Das geht mit dem Wirtschaftsfachwirt nicht: Da könnt ihr dann einfach, wenn ihr studieren wollt oder wenn ihr ein Stückchen weitergehen wollt, den Bachelor studieren. Aber wenn ihr den Bachelor habt, könnt ihr auch einen Master studieren und dann vielleicht sogar irgendwann mal promovieren, wenn euch das interessiert. Aber das ist auf jeden Fall ein Vorteil, den ihr im Studium an einer Fachhochschule oder Universität auch hättet.

Dann ein anderer Vorteil ist das, was ich eben schon mal angesprochen hatte: aus meiner Sicht zumindest ein bisschen bessere Karrierechancen, die ihr mit einem Bachelorstudiengang oder vielleicht sogar einem Master habt. Also ich will den Wirtschaftsfachwirt nicht kleinreden, aber ich denke mal, ihr habt mit so einem Bachelorabschluss noch ganz andere Möglichkeiten, als ihr die jetzt mit diesem Abschluss zum Wirtschaftsfachwirt habt.

Ein Vorteil könnten die Kosten sein: Also wenn ihr jetzt an eine staatliche Hochschule geht und da ein Studium absolviert, FernUni Hagen beispielsweise, und Wirtschaftswissenschaften studiert, dann habt ihr eventuell ein bisschen geringere Kosten als jetzt mit diesem Wirtschaftsfachwirt. Andererseits muss man auch immer noch so ein bisschen die Nebenkosten mit einrechnen, die man in einem länger dauernden Studium hat: Man muss da mal irgendwo hinfahren und Klausuren absolvieren oder mal hier und da zu Seminaren fahren, alles noch Kosten, die man mit einberechnen kann. Von daher nimmt sich das wahrscheinlich mit den Kosten nicht so viel und ist vielleicht sogar auch ein Nachteil dann im Studium: Wenn ihr an einer privaten Hochschule studieren wollt, dann seid ihr locker bei 12.000 bis 15.000 Euro, je nach Hochschule, an der IU beispielsweise, für ein Studium dabei, und das ist doch dann schon ein ganzes Stückchen mehr, als ihr dann hier für diesen Wirtschaftsfachwirt bezahlen würdet.

Und ein Vorteil, den ich für das Studium vielleicht noch nennen möchte, ist, dass ihr das Ganze auch verkürzen könnt. Wenn ihr jetzt schon eine Ausbildung habt, dann könnt ihr euer Studium sowieso in kürzerer Zeit absolvieren. Ihr braucht dann trotzdem wahrscheinlich ein bisschen länger, als ihr jetzt für den geprüften Wirtschaftsfachwirt brauchen würdet, aber so viel länger ist das dann gar nicht mehr. Also wenn ihr jetzt schon eine kaufmännische Ausbildung habt beispielsweise und euch das Ganze dann auf so ein Bachelorstudium anrechnen lassen wollt, könnt ihr dann locker noch mal zwei Semester herausschlagen, die ihr euch dann einfach spart für das gesamte Studium, wenn nicht sogar noch mehr. Also ich würde an eurer Stelle mal vergleichen von Hochschule zu Hochschule, was die euch anrechnen würden, und dann könnt ihr auch so ein Studium in relativ kurzer Zeit absolvieren. Also das ist auch einer der großen Vorteile, die ich hier von so einem Bachelorstudium gegenüber dem Wirtschaftsfachwirt sehe.

Fazit

So, also ein kurzes Fazit zu diesem Video: Ihr seht, das sind eigentlich zwei ganz unterschiedliche Sachen, ist ein bisschen schwierig zu sagen, soll ich lieber das nehmen oder lieber das. Der Wirtschaftsfachwirt, der eignet sich, denke ich mal, wenn ihr jetzt nicht die Mühen von einem kompletten Studium auf euch nehmen wollt, sondern einfach relativ schnell eine Zusatzqualifikation zu eurer Ausbildung haben möchtet, oder ihr habt schon sehr viel Berufserfahrung und wollt das Ganze noch mit ein bisschen mehr theoretischem Wissen untermauern. Dann ist der Wirtschaftsfachwirt, denke ich mal, schon ganz gut geeignet, um einfach noch ein bisschen die Grundlagen sich zu erarbeiten, die man in so einem BWL-Studium dann vielleicht auch hätte, also Buchführung, Finanzierung und solche Sachen. Ich habe euch ja gezeigt, was ihr inhaltlich absolviert.

Während ihr, wenn ihr in so ein Bachelorstudium geht, euch doch wirklich noch mal viel, viel ausführlicher mit Themen auseinandersetzt. Ihr absolviert einfach viel mehr Inhalte, ihr werdet auch mehr geprüft letztendlich, und ihr habt dann auch die Möglichkeit, euch noch viel mehr zu vertiefen. Also ihr könnt euch innerhalb des Studiums, wenn ihr jetzt BWL beispielsweise studiert, noch mal vertiefen in eigene Themenbereiche eurer Wahl, die vielleicht auch zu eurem Unternehmen passen, in dem ihr arbeitet. Oder ihr könnt euch auch schon mit dem Studiengang an sich spezialisieren: Ihr müsst ja nicht BWL studieren, sondern ihr könnt auch, keine Ahnung, IT-Management als Bachelor machen, oder ihr könnt direkt Management studieren oder solche Sachen. Also es gibt viel mehr Möglichkeiten, sich da noch ein bisschen mehr zu spezialisieren, während ihr mit dem Wirtschaftsfachwirt ein recht begrenztes Themengebiet habt, das ihr da abarbeiten werdet.

Und die Kosten sind natürlich auch noch ein wichtiger Entscheidungsgrund, denke ich mal. Also wenn ihr den Wirtschaftsfachwirt absolviert, zahlt ihr so um die 3.000, 4.000 Euro, je nachdem natürlich auch, ob ihr das per Fernstudium machen wollt oder da irgendwo zu einer IHK in eurer Nähe geht und regelmäßig Kurse vor Ort habt – da sind die Kosten vielleicht sogar noch ein bisschen höher. Versus: Wenn ihr an einer privaten Hochschule studieren wollt, sind 12.000 bis 15.000 Euro doch noch mal eine andere Kostenkategorie. Oder ihr geht an eine staatliche Hochschule wie die FernUni Hagen beispielsweise, ein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Bachelorabschluss, da seid ihr trotzdem bei zwei-, dreitausend Euro und mit den Nebenkosten, die man dann noch so hat im Studium, auch bei 4.000 Euro. Also je nachdem, an sich nimmt sich das jetzt nicht so viel. Aber ihr habt eben wie gesagt mit dem Bachelor noch mal andere Möglichkeiten und habt da einfach auch viel mehr Inhalte, mit denen ihr euch beschäftigen werdet, deswegen ist ein Bachelorstudium in der Regel doch ein kleines Stückchen teurer.

So, und letzter Punkt: die Karrierechancen. Also die sehe ich bei einem Bachelorstudium doch noch mal ein ganzes Stückchen besser, hochwertiger an. Ihr habt auch mehr Möglichkeiten, könnt auch einen Master anschließen, wenn ihr wollt, könnt vielleicht sogar noch promovieren. Diese Möglichkeit habt ihr nicht beim Wirtschaftsfachwirt. Der ist schon ein praktischer, schneller Abschluss, der euch dann auch die Studienzeit noch mal verkürzen kann. Aber wenn ihr sowieso schon eine Ausbildung habt, warum dann nicht gleich den Bachelorabschluss machen? Ihr könnt ja den Bachelorabschluss dann auch noch ein Stückchen verkürzen, wenn ihr schon beispielsweise eine kaufmännische Ausbildung oder so etwas habt. Also hier sehe ich einfach von den Karrierechancen den Bachelorabschluss auch ein bisschen besser. Das soll den Wirtschaftsfachwirt nicht schlechtmachen, da habt ihr sicherlich auch eine ganze Menge bessere Möglichkeiten dadurch, vielleicht könnt ihr auch ein höheres Gehalt aushandeln mit dieser Zusatzqualifikation. Aber mit so einem Bachelor habt ihr dann doch schon noch eine ganze Menge mehr Möglichkeiten.

So, ich hoffe mal, das war jetzt interessant für euch, das mal ein kleines bisschen diskutiert zu haben. Ich bin auf diese Frage auch eingegangen, weil sie jetzt schon mehrmals in den Kommentaren gestellt wurde. Schreibt mir einfach mal eure Meinung in die Kommentare, was ihr vom Wirtschaftsfachwirt haltet oder ob ihr es besser findet, dass man gleich so ein BWL-Studium machen sollte. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos.

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