Tamara über Zeitmanagement & Selbstmanagement im Fernstudium
Die ganze Folge: youtube.com/watch
Abonniert uns als Podcast:
🎙️ Podcast auf fernstudi.net: fernstudi.net/podcast
🎙️ Podcast auf Spotify: open.spotify.com/show/5kRQqyyccQA4YtXU39vh6i
🎙️ Podcast bei Apple: podcasts.apple.com/de/podcast/fernstudi-fm/id1627889342
🎙️ Podcast bei Google Play: podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly93d3cuZmVybnN0dWRpLm5ldC…
Transkript
Christian: Produktivität, Planung und so weiter ist ja auch ein wichtiges Thema für dich, jetzt mal vom Studium abgesehen, aber auch beruflich letztendlich. Wie bist du denn in das Thema Zeitmanagement oder Selbstmanagement reingerutscht? Kam das erst durch das Studium, dass du angefangen hast, dich damit auseinanderzusetzen? Hast du dich da auch mal systematisch damit auseinandergesetzt, also hast du Literatur gelesen – du hast ja ganz am Anfang schon ein Buch empfohlen. Oder wie bist du zu dem Thema gekommen?
Tamara: Tatsächlich – glauben viele nicht – war ich komplett unorganisiert, ich hatte weder Kalender noch sonst irgendetwas, ich habe nicht mal den Handy-Kalender genutzt.
Angefangen hat das, weil es ganz häufig so war, dass ich an einem Tag mehrere Termine hatte. Das heißt, du musst dich schon irgendwie organisieren, dann auch mit den Fahrzeiten, dass ich da ein bisschen gucken musste. Dann habe ich das Studium angefangen, und da ging das gar nicht mehr ohne – so viel Kapazität hatte ich gar nicht, um das alles zu merken. Und da habe ich dann mit Kalender gearbeitet.
Aber gerade mit dem Studium, mit den ganzen Terminen, die man da hat, hat das auch einfach nicht mehr gepasst. Und ich habe hunderte Planer und Kalender ausprobiert, bis ich dann irgendwann für mich ein System gefunden habe. Und daraus ist dann quasi der FernUni-Planer entstanden.
Prokrastination
Christian: Genau, über den reden wir dann auch gleich noch mal ein kleines bisschen. Bleiben wir noch mal kurz beim Thema Zeit- und Selbstmanagement: Da gehört ja auch immer noch das Thema Prokrastination dazu. Ist das für dich auch ein Problem im Studium? Also ich meine, du hast ja eigentlich noch weniger Zeit als andere durch Familie und Kind, dich um das Studium zu kümmern. Da kann ich mir vorstellen, ist das vielleicht nicht ganz so ein großes Problem, weil du dann jede kleine Lücke im Tagesablauf für das Studium nutzt.
Tamara: Ich mache das zum Beispiel beim Studium so: Alles, was ich lerne, kann ich fast zeitgleich in meiner Selbstständigkeit umsetzen und mich damit verbessern. Dadurch ist der Punkt Prokrastination bei mir nicht so groß.
Was ich zwar habe: Wenn ich irgendwo eine Aufgabe habe, die mir gar nicht liegt, dann schiebe ich die gerne mal raus, weil ich sie nicht machen möchte. Aber da habe ich zum Beispiel dieses Eat the Frog, wo ich mich wirklich zwinge, die als Allererstes zu machen.
Christian: Bei Eat the Frog macht man, glaube ich, die allerwichtigste Aufgabe des Tages so früh wie möglich – meistens ist es die, wo man genau weiß, die gefällt mir nicht. Bei manchen ist es, keine Ahnung, irgendwo anrufen zum Beispiel, dass man das wirklich als Allererstes macht. Und dann hat man auch schon etwas geschafft, hat diese Aufgabe geschafft.
Die Fünf-Minuten-Technik
Christian: Wenn man das vielleicht dann noch kombiniert mit dieser 15-Minuten-Technik, die ich am Anfang bei den Tipps beziehungsweise beim Buchtipp erwähnt hatte, die auch in dem Buch beschrieben wird, wo man auch versuchen soll, sich zu sagen: Okay, ich habe absolut keinen Bock auf diese Aufgabe oder dieses Modul.
Bei mir ist es häufig die Ausarbeitung von Modulen beziehungsweise von Inhalten, die Karteikarten zu erstellen, weil das macht mir jetzt nicht sonderlich viel Spaß, am Rechner zu sitzen und dann irgendetwas abzutippen. Vielleicht macht es mehr Spaß, wenn man sich die Karteikarten tatsächlich noch mit Füller oder Stift auf Papier erstellt, aber am Rechner macht mir das nicht so viel Spaß.
Aber dann kann man einfach versuchen zu sagen: Okay, ich setze mich da jetzt wenigstens fünf Minuten dran oder wenigstens eine Minute. Wenn man da erst mal wirklich eine Minute angefangen hat, sind auf einmal zehn Minuten vorbei oder sogar fünfzehn Minuten, dann bleibt man da vielleicht auch noch ein kleines bisschen länger dran.
Aber ich mache das tatsächlich auch so, wirklich die wichtigsten Aufgaben des Tages gleich früh – also wirklich nicht die E-Mails angehen, weil das normalerweise nicht die wichtigsten Aufgaben des Tages sind. Fällt mir aber auch schwer. Die E-Mails sind eigentlich nicht wirklich wesentliche Sachen beziehungsweise Sachen, die man auch später erledigen kann, nicht gleich nach dem Aufstehen zu machen – sondern wirklich erst mal die großen Tasks anzugehen.
Tamara: Da macht man ja meistens relativ schnell andere Aufgaben, damit man diese eine nicht machen muss.
Christian: Ja, stimmt auf jeden Fall. Also weiß ich nicht, erst mal den Schreibtisch aufräumen, das Büro aufräumen, solche Sachen, den Rechner entmüllen, Papierkorb leeren – nur damit man es nicht machen muss. Aber es muss halt gemacht werden.
Und dann das auch als Tipp an unsere Zuhörer oder auch Zuschauer, wenn ihr auf YouTube dabei seid: Schaut euch mal Eat the Frog als Produktivitätstechnik an und eben auch diese sogenannte 15-Minuten-Regel oder Fünf-Minuten-Regel – findet man glaube ich in ähnlicher Form unter ganz verschiedenen Bezeichnungen.

Kommentare