Lernen & wissenschaftliche Arbeiten bei Vollzeitjob & -studium bewältigen | mit Robin Strobel

Robin Strobel, Mitgründer von GIVEAJOY, hat an der @AKADuniversity den Masterstudiengang Technologie- und Innovationsmanagement im Fernstudium absolviert. Dabei hat er sein Master-Studium in Vollzeit neben seinem Vollzeitjob durchgeführt.

Im Podcast mit Christian hat er erörtert, welche Lernstrategien für ihn mehr oder weniger gut funktionierten und welche Methoden seine Effizienz beim Verfassen von Hausarbeiten und Abschlussarbeit gesteigert haben.

Die ganze Folge: youtube.com/watch

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#podcast #fernstudium #lernen

Transkript

Lass uns mal ein bisschen konkreter über deine Lernstrategie reden. Erzähl doch mal, wie du dich zum Beispiel auf eine Klausur genau vorbereitest – oder wie das ablief, sagen wir mal, als es schon optimal lief, nicht am Anfang, wo du vielleicht noch ein bisschen länger gebraucht hast. Was hast du gemacht, benutzt du Karteikarten, schreibst du dir Zusammenfassungen, wie hast du konkret gelernt?

Zusammenfassungen – und warum sie nicht funktionierten

Vielleicht ein Satz dazu, wie es am Anfang war, als es noch ineffizient war: Bei der ersten Prüfung habe ich tatsächlich Zusammenfassungen geschrieben, wie man das klassisch kennt. Damit bin ich persönlich aber gar nicht zurechtgekommen, das hat ewig gedauert.

Die Hefte sind ja schon so gemacht, dass nach jedem Kapitel Kontrollfragen kommen, die wirklich das Wichtigste aus dem Inhalt aufgreifen. Und ich habe dann ganz klassisch Karteikarten geschrieben, allerdings nicht von Hand, sondern über ein Online-Tool. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie es hieß, aber da gibt es ja verschiedene. Im Bachelor habe ich das eingesetzt, im Master war es ein anderes, aber das ist nicht tragisch.

Ich habe dort einfach alle Fragen und Antworten reingehauen, teilweise auch nur blind kopiert – Hauptsache, die Karteikarten waren angelegt. Manchmal habe ich eine Frage gelesen und wusste gar nicht mehr, dass ich die als Karteikarte angelegt hatte. Aber durch dieses Karteikartensystem, das ja so funktioniert, dass eine Frage seltener kommt, wenn man die Sache weiß, und viel öfter, wenn man sie nicht weiß, konnte ich super schnell und kontrolliert lernen – nach einer Strategie, nach einer Taktik.

Und vor allem überall: Wenn ich eine halbe Stunde in der Bahn saß, konnte ich easy mal kurz Karteikarten lernen. Für zwischendurch hat das natürlich super geholfen.

Kontrollfragen als Klausurvorbereitung

Also Karteikarten als deine Top-Strategie, in Kombination mit den Fragen, die man in der Regel schon in den Skripten hat. Ich glaube, das ist bei den meisten Fernhochschulen so, dass man im Skript noch diese Kontrollfragen hat – die kann man gleich zur Klausurvorbereitung nutzen. Man kann ja auch davon ausgehen, dass das letztendlich Fragen sind, die in ähnlicher Form auch in der Klausur gestellt werden.

Man sollte natürlich auch versuchen, die Inhalte zu verstehen, dafür liest man ja das Skript. Aber letztendlich muss man für eine Klausur sehr viel auswendig lernen – je nach Studiengang mehr oder weniger. Wenn es ein klausurlastiger Studiengang ist und in Richtung BWL geht, gibt es immer viel auswendig zu lernen.

Die Vorlage für Hausarbeiten

Wie sieht es aus mit den wissenschaftlichen Arbeiten, mit den Hausarbeiten? Gibt es da Besonderheiten, hast du zum Beispiel ein Literaturverwaltungsprogramm genutzt, gibt es Strategien, mit denen du beim Schreiben effizienter geworden bist?

Zum einen stellt man sich einmal eine Vorlage mit allen Formatierungen zusammen, die man immer wieder nutzt: dass die Nummerierung auf den ersten Seiten römisch ist und dann irgendwann auf die arabischen Ziffern übergeht – das erstellt man sich einmal.

Man holt sich einmal ein Zitationstool. Citavi ist eines, wobei ich mit dem MacBook zum Beispiel Zotero genutzt habe und damit super klarkam. Das stellt man alles einmal ein. Das dauert bei der ersten Hausarbeit am längsten, und dann weiß man: Okay, ich habe immer genau den gleichen Aufbau, ich habe immer die Einleitung, ich habe immer die wissenschaftliche Herleitung, ich habe immer den Wendepunkt, an dem es in die Ausarbeitung geht, und dann kommt viel Eigenes.

Google Books und die Sache mit den Definitionen

Dann hat mir Google Books super geholfen. Man muss fairerweise auch sagen: Bei so einer Hausarbeit kommt es nicht auf 20 verschiedene Definitionen an, die man durcharbeitet, um am Ende eine zu haben. Ich habe am Ende zum Beispiel für die Definition von Logistik drei bekommen, habe einfach die ersten drei genommen, die reingehauen und daraus abgeleitet, was meine Definition ist. Damit habe ich innerhalb einer halben Stunde eine ganze Seite gefüllt, perfekt zitiert, Thema erledigt. Und ja, es hat funktioniert – da muss man nicht immer das Rad neu erfinden. Die Rückmeldungen der Professoren haben mir da recht gegeben: dass man nicht 30 Bücher lesen muss, um am Ende die erste Definition in der theoretischen Herleitung zu nennen.

Das mit der Vorlage ist auch ein wichtiger Tipp. Das frisst nämlich gerade im Bachelor noch sehr viel Zeit bei Studierenden: dieses ewige Hin und Her, formatiere irgendwas, es funktioniert nicht mit dem Inhaltsverzeichnis oder mit dieser Paginierung, die du schon angesprochen hast. Deswegen möglichst am Anfang des Studiums so eine Vorlage bauen und die dann immer mal wieder anpassen – wenn man die Hochschule wechselt oder den Studiengang, gibt es ja vielleicht wieder andere Anforderungen. Aber da spart man sich einen Haufen Zeit, wenn man nichts mehr machen muss, außer seinen Text hineinzupacken, ihn als PDF zu erstellen und wegzuschicken.

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