Schreiben lernen: Autorenkurse und Weiterbildungen im Vergleich

Von kreativem Schreiben über Drehbuch bis Kinderbuch – Fernlehrgänge von 3 bis 36 Monaten bei Autorenschulen und Fernschulen
 · Letzte Aktualisierung 01.04.2026

Romane schreiben, Drehbücher entwickeln, Kinderbücher verfassen – per Fernlehrgang lernst du das Handwerk des Schreibens ab 59 € pro Monat. Acht Anbieter bieten Kurse von 3 bis 36 Monaten an, von kompakten Schreibwerkstätten bis zur umfassenden Autorenausbildung. Hier findest du alle Kurse mit Kosten, Inhalten und Anbietern im Vergleich – und erfährst ehrlich, was ein Kurs leisten kann und was nicht.

Alle Kurse im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 16 Kurse im Fachbereich Autor.

Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  18 Monate
  • ab 152 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  18 Monate
  • ab 221 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  18 Monate
  • ab 152 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  9 Monate
  • ab 139 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Akademie modernes Schreiben
  •  3 Monate
  • ab 132 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Cornelia Goethe Akademie
  •  12 Monate
  • ab 160 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  12 Monate
  • ab 165 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Akademie modernes Schreiben
  •  3 Monate
  • ab 132 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Akademie modernes Schreiben
  •  3 Monate
  • ab 166 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Freie Journalistenschule
  •  12 Monate
  • ab 150 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Laudius Akademie für Fernstudien
  •  12 Monate
  • ab 74 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  24 Monate
  • ab 152 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Schule des Schreibens
  •  36 Monate
  • ab 98 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Laudius Akademie für Fernstudien
  •  9 Monate
  • ab 59 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Laudius Akademie für Fernstudien
  •  12 Monate
  • ab 59 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Laudius Akademie für Fernstudien
  •  6 Monate
  • ab 99 € monatlich

Was kostet ein Autorenkurs?

Autorenkurse kosten zwischen 59 und 221 € pro Monat. Die Gesamtkosten reichen von gut 500 € für einen Grundlagenkurs bis knapp 4.000 € für eine 18-monatige Autorenausbildung. Die Spanne ist riesig – und nicht immer bedeutet teurer auch besser. Besonders bei den Klett-Fernschulen (ILS, FEB, SGD) lohnt sich ein genauer Preisvergleich.

Autorenkurse und Schreibweiterbildungen: Kosten im Vergleich
KursAnbieterStudiendauerKosten
12 Monateab 200 € insgesamt
ab 150 € monatlich
3 Monateab 396 € insgesamt
ab 132 € monatlich
3 Monateab 396 € insgesamt
ab 132 € monatlich
3 Monateab 498 € insgesamt
ab 166 € monatlich
9 Monateab 531 € insgesamt
ab 59 € monatlich
6 Monateab 594 € insgesamt
ab 99 € monatlich
12 Monateab 708 € insgesamt
ab 59 € monatlich
12 Monateab 888 € insgesamt
ab 74 € monatlich
9 Monateab 1251 € insgesamt
ab 139 € monatlich
12 Monateab 1920 € insgesamt
ab 160 € monatlich
12 Monateab 1980 € insgesamt
ab 165 € monatlich
18 Monateab 2736 € insgesamt
ab 152 € monatlich
18 Monateab 2736 € insgesamt
ab 152 € monatlich
36 Monateab 3528 € insgesamt
ab 98 € monatlich
24 Monateab 3648 € insgesamt
ab 152 € monatlich
18 Monateab 3980 € insgesamt
ab 221 € monatlich

Günstige Einstiege: Laudius und Akademie modernes Schreiben

Die Laudius Akademie bietet vier Kurse ab 59 €/Monat an: „Kreatives Schreiben“ (9 Monate, 531 €), „Autobiografisches Schreiben“ (6 Monate, 594 €), „Kinder- und Jugendbuchautor“ (12 Monate, 708 €) und „Drehbuchautor“ (12 Monate, 888 €). Laudius ist damit der günstigste Anbieter in dieser Kategorie – mit einer breiten Auswahl an Spezialisierungen.

Die Akademie modernes Schreiben verfolgt einen modularen Ansatz: Drei aufeinander aufbauende 3-Monats-Kurse („Grundlagenkurs“, „Fortschrittskurs“, „Aufbaukurs“) führen dich vom ersten Entwurf bis zum überarbeiteten Romanmanuskript. Einzeln kosten die Module 396–498 €, zusammen ca. 1.290 € – eine kompakte Alternative zu den 18-monatigen Lehrgängen.

ILS, FEB und SGD im Preisvergleich

Das ILS, die FEB und die SGD gehören alle zur Klett Gruppe. Ihre „Autor werden“-Lehrgänge sind inhaltlich nahezu identisch: 18 Monate Dauer, alle Gattungen von Roman über Krimi bis Lyrik. Der Preisunterschied ist aber extrem: ILS und FEB kosten 152 €/Monat (2.736 € gesamt), die SGD verlangt 221 €/Monat (3.980 € gesamt) – über 1.200 € mehr bei identischem Inhalt und Abschluss.

Spezialisierte Autorenschulen

Die Cornelia Goethe Akademie bietet mit „Literarisches Schreiben“ (12 Monate, 1.920 €) einen Kurs mit literarischem Anspruch: Lyrik, Kurzprosa, Romanaufbau, Autobiografie. Die Schule des Schreibens ist mit 36 Monaten der längste Kurs in dieser Kategorie (3.528 €, 98 €/Monat) – Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur, aber auch Belletristik und Sachbuch. Und die Freie Journalistenschule bietet „Fach- und Sachbücher schreiben“ (12 Monate, 150 €/Monat) – ein Kurs mit journalistischem Fokus (Recherche, Verlagsrecht, Self-Publishing, Ghostwriting) statt literarischem.

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Roman, Drehbuch oder Kinderbuch – welcher Kurs ist der richtige?

Die Autorenkurse in dieser Kategorie richten sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen. Wer einen Roman schreiben will, braucht einen anderen Kurs als jemand, der Drehbücher oder Kinderbücher verfassen möchte.

KurstypSchwerpunktPassende Kurse
Kreatives Schreiben Grundlagen: Ideenfindung, Figurenentwicklung, Plot, Erzählperspektive, Dialog, Überarbeitung Kreatives Schreiben (ILS, Laudius), Modern und kreativ schreiben (Akademie modernes Schreiben)
Autor werden / Autoren-Werkstatt Umfassend: alle Gattungen (Roman, Krimi, Kinderbuch, Lyrik, Drehbuch, Sachbuch), Verlagssuche, Exposé Autor werden (ILS, FEB, SGD), Literarisches Schreiben (Cornelia Goethe Akademie)
Drehbuch Film-/TV-Drehbuch, Dramaturgie, Figurenorchestrierung, Filmmarkt, Honorare, Verkäufe Drehbuchautor (ILS: 1.980 €, Laudius: 888 €)
Kinder- und Jugendbuch Altersgerechtes Schreiben, magisches Weltbild, Figurenentwicklung für junge Leser, Verlagsmarkt Kinder- und Jugendbuchautor (Laudius: 708 €, FEB: 3.648 €), Große Schule des Schreibens (Schule des Schreibens: 3.528 €)
Sachbuch / Fachbuch Recherche, Gliederung, Verlagsrecht, Self-Publishing, Ghostwriting Fach- und Sachbücher schreiben (Freie Journalistenschule: 150 €/Mon.)

Sonderfälle: Das „Autobiografische Schreiben“ bei Laudius (6 Monate, 594 €) richtet sich an Menschen, die ihre eigene Lebensgeschichte aufschreiben möchten – nicht zwingend zur Veröffentlichung, sondern auch als persönliches Projekt. Und der Drehbuch-Preisvergleich ist auffällig: Laudius (888 €) kostet weniger als die Hälfte des ILS-Kurses (1.980 €) – beide dauern 12 Monate.

Abgrenzung zum Journalismus: Autorenkurse vermitteln kreatives und literarisches Schreiben – Geschichten erzählen, Figuren entwickeln, Spannungsbögen bauen. Wer stattdessen Nachrichten, Reportagen und Interviews schreiben möchte, findet passende Kurse in der Kategorie Journalismus.

Kann man Schreiben per Fernlehrgang lernen?

Ja – aber mit einer wichtigen Einschränkung. Schreiben ist Handwerk und Talent zugleich. Das Handwerk lässt sich lernen: Figurenentwicklung, Plotstruktur, Erzählperspektive, Dialogführung, Überarbeitungstechnik. Das sind konkrete Techniken, die jeder Fernlehrgang systematisch vermittelt. Was sich nicht lehren lässt: die eigene Stimme, der Blick für das Besondere, die Fähigkeit, Leser emotional zu berühren. Aber auch das entwickelt sich – durchs Schreiben, durchs Lesen, durchs Überarbeiten.

Was ein Fernlehrgang konkret bietet:

  • Struktur und Verbindlichkeit: Regelmäßige Studienhefte und Abgabetermine helfen, dran zu bleiben – gerade wenn der innere Schweinehund stärker ist als die Muse
  • Technisches Handwerk: Wie baut man einen Plot? Wie entwickelt man glaubwürdige Figuren? Wie führt man Dialoge? Wie überarbeitet man Texte?
  • Individuelles Feedback: Fachlehrende – oft selbst Autoren oder Lektoren – beurteilen deine Texte und geben konkrete Verbesserungsvorschläge

Was ein Fernlehrgang nicht bieten kann: die Dynamik einer Schreibgruppe, Live-Workshops, den direkten Austausch mit Verlagsmenschen. Und vor allem: Ein Kurs macht dich nicht zum veröffentlichten Autor. Zwischen „Kurs abgeschlossen“ und „Buch im Buchhandel“ liegen Monate bis Jahre eigener Arbeit – Manuskript fertigschreiben, überarbeiten, überarbeiten, überarbeiten, und dann die Verlagssuche oder Self-Publishing. Der Kurs legt das Fundament, aber das Haus musst du selbst bauen.

Schreiben lernt man durch Schreiben: Ein Fernlehrgang liefert Struktur und Feedback, aber die eigentliche Arbeit passiert am eigenen Manuskript.

Fernlehrgang, Schreibratgeber oder Schreibgruppe?

Bevor du mehrere hundert oder tausend Euro in einen Fernlehrgang investierst, lohnt sich ein Blick auf die Alternativen. Schreiben lernen geht auf vielen Wegen – und nicht immer ist der teuerste der beste.

LernwegKostenVorteileNachteile
Schreibratgeber 10–25 € pro Buch Bewährtes Wissen von Profis (Sol Stein, Stephen King, James Scott Bell), jederzeit verfügbar, günstig Kein Feedback auf eigene Texte, erfordert Selbstdisziplin, kein Zertifikat
Schreibgruppen Kostenlos bis günstig Gegenseitiges Feedback, Motivation durch Gruppe, lokale Treffen oder Online-Communities Kein strukturierter Lehrplan, Feedback-Qualität schwankt, abhängig von Gruppendynamik
Udemy / Online-Kurse 10–30 € (im Sale) Strukturierte Videokurse, günstig, breite Themenauswahl Kein persönliches Feedback, kein anerkanntes Zertifikat, oft nur Grundlagen
Masterclass Ca. 10 €/Mon. (Jahresabo) Hochklassige Dozenten (Neil Gaiman, Margaret Atwood, Dan Brown), inspirierende Einblicke in den Schreibprozess Auf Englisch, keine Schreibübungen, kein Feedback, eher Inspiration als Ausbildung
Fernlehrgang 530–3.980 € Durchstrukturierter Lehrplan, individuelles Feedback von Lektoren/Autoren, ZFU-zugelassen, Zertifikat Deutlich teurer, festes Tempo, kein Gruppenaustauch

Wann reicht ein Schreibratgeber? Wenn du bereits schreibst und vor allem Technik nachschlagen willst. Stephen Kings „On Writing“ und Sol Steins „Aufträge der Prosa“ sind für jeweils unter 15 € zwei der besten Schreibkurse, die es gibt – ohne Zertifikat, aber mit mehr Praxiswissen als mancher Fernlehrgang.

Wann lohnt sich eine Schreibgruppe? Wenn du vor allem Feedback und Motivation brauchst. In vielen Städten gibt es lokale Schreibgruppen, online z. B. auf Leserunden.de oder in Facebook-Gruppen. Der Austausch mit anderen Schreibenden ist unbezahlbar – und kostenlos. Ein besonderer Tipp: Der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) im November – eine weltweite Aktion, bei der Tausende Schreibende versuchen, in 30 Tagen einen 50.000-Wörter-Roman zu schreiben. Kostenlos, mit Community, Foren und lokalen Schreibtreffen – für viele der Startschuss zum ersten Romanmanuskript.

Wann lohnt sich ein Fernlehrgang? Wenn du das Schreibhandwerk systematisch von Grund auf lernen willst und individuelles Feedback auf deine eigenen Texte brauchst. Fernlehrgänge sind besonders wertvoll für Anfängerinnen und Anfänger, die noch keine Schreiberfahrung haben und einen roten Faden brauchen. Das persönliche Feedback von erfahrenen Lektoren oder Autoren – nicht von Laien in einer Schreibgruppe – ist der entscheidende Mehrwert.

Wie läuft ein Autoren-Fernlehrgang ab?

Ein Fernlehrgang für angehende Autoren kombiniert Theorie über Erzähltechnik mit praktischen Schreibaufgaben. Du erhältst regelmäßig Studienhefte, die jeweils ein Thema behandeln – etwa Figurenentwicklung, Plotstruktur oder Dialogführung.

Lerninhalte

Der inhaltliche Kern ist bei den meisten Kursen ähnlich: Ideenfindung (Brainstorming, Clustering, Freewriting), Figurenentwicklung (Protagonisten, Antagonisten, Nebenfiguren, Motivationen), Plot und Dramaturgie (Spannungsbogen, Konflikte, Wendepunkte), Erzählperspektive (Ich-Erzähler, dritte Person, allwissend), Dialog (Figurensprache, Subtext) und Überarbeitung (Kürzen, Verdichten, Stilarbeit).

Die umfassenden Lehrgänge („Autor werden“ bei ILS, FEB, SGD) gehen darüber hinaus: Sie behandeln zusätzlich verschiedene Gattungen (Roman, Krimi, Kinderbuch, Lyrik, Drehbuch, Sachbuch) und das Thema Veröffentlichung – Verlagssuche, Exposé schreiben, Literaturagenturen, Self-Publishing. Die Drehbuch-Kurse behandeln spezifisch: Filmsprache, Dramaturgie im Film, Szenenaufbau, das Drehbuchformat und den Filmmarkt (Förderungen, Sender, Agenten, Honorare).

Betreuung und Abschluss

Einsendeaufgaben bestehen bei Autorenkursen aus eigenen Texten: Du schreibst Kurzgeschichten, Romankapitel, Dialoge oder ganze Szenen und reichst sie ein. Fachlehrende – oft selbst Autoren oder Lektoren – beurteilen Erzähltechnik, Figurenzeichnung, Sprache und Stil individuell. Dieses Feedback auf eigene Texte ist der größte Vorteil gegenüber Schreibratgebern und Online-Kursen.

Nach Abschluss aller Aufgaben erhältst du ein Zertifikat der jeweiligen Fernschule. Alle Kurse sind von der ZFU (Zentralstelle für Fernunterricht) zugelassen. Bei ILS, FEB und SGD kannst du den Kurs 4 Wochen kostenlos testen.

Und dann? Vom Kursabschluss zum fertigen Buch

Ein abgeschlossener Autorenkurs ist nicht das Ende, sondern der Anfang. Nach dem Kurs hast du Handwerkswissen und – je nach Kurs – Teile eines Manuskripts. Der Weg zum fertigen Buch sieht typischerweise so aus:

Manuskript fertigschreiben und überarbeiten: Die meisten Absolventen haben nach dem Kurs kein fertiges Buch, sondern Fragmente, Übungstexte und vielleicht die ersten Kapitel eines Romans. Das Manuskript fertigzustellen dauert oft 6–12 Monate zusätzlich – und die Überarbeitung nochmal genauso lang. Professionelle Autoren sagen: Das eigentliche Schreiben beginnt bei der Überarbeitung.

Der Verlagsweg: Du schreibst ein Exposé und eine Leseprobe und schickst sie an Literaturagenturen. Wenn eine Agentur dich vertritt, sucht sie einen Verlag. Dieser Weg ist lang, kompetitiv und mit vielen Absagen verbunden – aber er ist der klassische Weg, wenn du ein Buch im Buchhandel sehen willst. Die umfassenden Lehrgänge (ILS, FEB, SGD, Schule des Schreibens) behandeln Exposé, Verlagssuche und Literaturagenturen als festen Bestandteil.

Self-Publishing: Über Plattformen wie Amazon KDP, BoD oder Tolino kannst du dein Buch selbst veröffentlichen – die Einstiegshürde ist niedrig, aber Lektorat, Cover-Design und Marketing liegen komplett bei dir. Der Sachbuch-Kurs der Freien Journalistenschule behandelt Self-Publishing als eigenes Modul.

Kann man vom Schreiben leben?

Die ehrliche Antwort: Nur wenige können es. Laut einer Studie des Autorenverbands VS verdienen die meisten Autorinnen und Autoren in Deutschland weniger als 15.000 € im Jahr mit Büchern – die wenigsten können allein davon leben. Ein Verlagsvertrag bringt typischerweise 6–10 % Tantiemen auf den Nettoladenpreis, bei einem Taschenbuch für 12 € also ca. 70–90 Cent pro verkauftem Exemplar. Einen Vorschuss gibt es selten mehr als 2.000–5.000 € für Erstautoren – wenn überhaupt.

Im Self-Publishing sind die Margen pro Buch höher (bis zu 70 % bei Amazon KDP), aber du trägst alle Kosten selbst: Lektorat (800–2.000 €), Cover (300–800 €), Marketing. Und ohne Verlag bist du für Sichtbarkeit allein verantwortlich. Erfolgreiche Self-Publisher verdienen gut – aber sie schreiben oft mehrere Bücher pro Jahr in Genre-Nischen (Liebesroman, Thriller, Fantasy) und betreiben aktives Marketing.

Die Realität: Die meisten Absolventen eines Autorenkurses schreiben neben ihrem Beruf. Schreiben als Hobby, das vielleicht zum Nebeneinkommen wird – das ist für die meisten der realistischere Weg als der Traum vom Bestsellerautor.

Wer sich über verwandte Weiterbildungen informieren möchte: Unter Journalismus findest du Kurse für journalistisches Schreiben, unter Videoproduktion Lehrgänge für Buchtrailer und Filmproduktion.

Häufige Fragen zu Autorenkursen

Schreiben ist Handwerk und Talent zugleich. Das Handwerk – Figurenentwicklung, Plotstruktur, Dialogführung, Überarbeitung – lässt sich in einem Kurs lernen. Die eigene Stimme und den Blick für gute Geschichten entwickelst du durchs Schreiben und durchs Lesen. Viele erfolgreiche Autoren sagen: Talent bringt dich an den Schreibtisch, Handwerk hält dich dort.

„Kreatives Schreiben“ (ILS, Laudius, Akademie modernes Schreiben) vermittelt die Grundlagen: Ideenfindung, Figurenentwicklung, Plot, Erzählperspektive, Dialog. Die „Autor werden“-Lehrgänge (ILS, FEB, SGD) sind umfassender: Sie behandeln zusätzlich verschiedene Gattungen (Krimi, Kinderbuch, Lyrik, Drehbuch), Verlagssuche, Exposé und Self-Publishing. „Kreatives Schreiben“ dauert 3–9 Monate, „Autor werden“ 18 Monate.

Beide Kurse dauern 12 Monate. Der ILS-Kurs (1.980 €) behandelt Dramaturgie, Figurenorchestrierung, Archetypische Grundmuster, Treatment, Drehbuchformat und Filmmarkt (Förderungen, Sender, Agenten, Honorare) – er ist der umfassendere. Der Laudius-Kurs (888 €) vermittelt die Grundlagen von der Idee zum Drehbuch, Dramaturgie und Stoffentwicklung – kompakter und deutlich günstiger. Für den Einstieg reicht Laudius, wer tiefer einsteigen will, nimmt den ILS-Kurs.

Alle drei Fernschulen gehören zur Klett Gruppe. Die „Autor werden“-Lehrgänge sind inhaltlich nahezu identisch (18 Monate, alle Gattungen). Der Unterschied liegt im Preis: ILS und FEB kosten 152 €/Monat (2.736 € gesamt), die SGD verlangt 221 €/Monat (3.980 € gesamt) – über 1.200 € mehr für den gleichen Inhalt.

Die „Große Schule des Schreibens“ ist mit 36 Monaten und 3.528 € der längste und einer der teuersten Kurse. Der Schwerpunkt liegt auf Kinder- und Jugendliteratur, aber der Kurs behandelt auch Belletristik, Sachbuch und Grundlagen. Er lohnt sich, wenn du viel Zeit mitbringst und Kinder-/Jugendliteratur dein Hauptziel ist. Für einen breiteren Einstieg sind die 18-monatigen „Autor werden“-Lehrgänge bei ILS oder FEB kürzer, günstiger und gattungsübergreifender.

Theoretisch ja, praktisch liegt zwischen Kursabschluss und Veröffentlichung noch viel Arbeit. Nach dem Kurs hast du Handwerkswissen und Übungstexte – aber in der Regel kein fertiges Manuskript. Dieses fertigzustellen und zu überarbeiten dauert oft 6–12 Monate zusätzlich. Danach stehen zwei Wege offen: klassische Verlagssuche über Literaturagenturen (lang und kompetitiv) oder Self-Publishing über Amazon KDP, BoD oder Tolino (niedrige Hürde, aber Marketing liegt bei dir).

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