FernUni Hagen: So funktioniert das Akademiestudium & Gaststudium im Fernstudium

Das Akademiestudium an der FernUniversität Hagen ist eine Art Gasthörerschaft und ermöglicht es jedermann, einzelne Module aus den meisten Studiengängen der FernUni zu belegen und zu absolvieren. Im Video stellen wir das Akademiestudium ausführlich vor und erklären, für wen sich das Studium eignet, wie es abläuft und was es kostet.

Weitere Infos:

👉 Alle Infos zur FernUni auf fernstudi.net: fernstudi.net/fernhochschulen/fernuni-hagen
👉 Infos zum Akademiestudium: fernuni-hagen.de/studium/studienangebot/akademiestudium.sht…
👉 Nano Degrees an der Hochschule Fresenius: onlineplus.de/weiterbildung
👉 Nano Degree Digital Transformation bei AKAD: akad.de/weiterbildung/lehrgang/digital-transformation-1

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Transkript

Schönen Tag. In diesem Video geht es um das Akademiestudium an der FernUni Hagen. Das Akademiestudium ist so eine Art Gaststudium an der FernUni, in dem jeder, der möchte – egal was er für einen Abschluss hat, egal ob er Abitur hat oder nicht, egal wie alt –, einzelne Module aus den meisten Studiengängen an der FernUni Hagen studieren kann.

Ich stelle euch dieses Akademiestudium jetzt mal vor: Ich zeige euch, wie man sich da anmeldet, wie das Ganze läuft, wir gucken uns die Studienunterlagen an, den ganzen Ablauf, man schreibt auch, wenn man möchte, Klausuren. Ich zeige euch, was das kostet, und sage euch auch ein kleines bisschen meine Meinung, was ich davon halte. Viel Spaß mit diesem Video.

Was ein Gaststudium ist

Das Akademiestudium ist eine Art Gaststudium. Ihr kennt das vielleicht von normalen Präsenzhochschulen, von Unis und Fachhochschulen, den staatlichen zumindest – da kann man sich auch immer, wenn man möchte, als Gaststudent einschreiben. Ich weiß nicht, ob das an allen geht, aber es müsste eigentlich an den meisten gehen.

Ich kenne das aus meiner eigenen Erfahrung als Studierender: Das sind dann meistens Rentner und so, die das in Anspruch nehmen, die ihre Zeit nutzen möchten, um sich noch mal zu bestimmten Themen weiterzubilden, auch zu Themen, mit denen sie sich in ihrem vorherigen Leben nicht so viel beschäftigt haben. Bei mir war das so: In Geschichte gab es sehr häufig Leute, die dann noch mit in den Vorlesungen saßen, einfach ein bisschen älter waren und aus reinem Interesse an den Vorlesungen teilgenommen haben. In Philosophie war das beispielsweise auch so, so etwas gibt es auch in Wirtschaft und in ganz anderen Studiengängen, Recht und so. Da schreiben sich Leute einfach als Gasthörer an der Uni ein, bezahlen auch ein bisschen Studiengebühren und können dann eben an den Vorlesungen teilnehmen, teilweise auch an den Seminaren.

An der FernUni Hagen gibt es jetzt keine Vorlesung in dem Sinne wie an einer normalen Präsenzuni. Da gibt es eben nur die einzelnen Module, die man mithilfe von Studienskripten durcharbeitet. Und entsprechend, wenn man sich da anmeldet und für einzelne Module als Gasthörer beziehungsweise ins Akademiestudium einschreibt, bekommt man dann vor allem die Studienmaterialien, hat dann aber auch Zugriff auf den gesamten Onlinecampus beziehungsweise die gesamten Onlinemöglichkeiten an der FernUni, um diese Module zu bearbeiten. Und man nimmt dann eigentlich wie ein regulärer Student an diesen Modulen teil.

Ein Modul aussuchen

Wie läuft das Ganze? Erster Schritt, wenn man sich als Akademiestudierender an der FernUni Hagen einschreiben möchte, ist natürlich, mal auf die Website zu gucken und sich erst mal rauszusuchen, für welchen Studiengang man sich einschreiben will, und dann konkret, für welches Modul man sich in diesem Studiengang einschreiben möchte.

Wenn ihr jetzt noch nicht wisst, was ein Modul ist: Ein Modul ist im Prinzip eine Einheit aus Kursen. An einer normalen Uni wäre das einfach eine Kombination aus einer Vorlesung, meistens zumindest, einem Seminar und Übungen dazu, die dann eine Einheit zu einem bestimmten Themengebiet bildet. Beispielsweise habe ich mich hier ins Akademiestudium aus dem Studiengang Wirtschaftswissenschaft für das Modul Makroökonomie eingeschrieben. Dieses Modul besteht dann aus mehreren Kurseinheiten und wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Es gibt noch ganz viele andere Module in so einem Studium. Wenn ihr euch für Wirtschaftswissenschaft interessiert, könnt ihr euch beispielsweise ein Modul in Marketing oder Unternehmensführung oder Recht belegen, und was es da nicht alles für Module gibt. Ihr könnt auch mehrere Module belegen, wird das natürlich ein kleines bisschen teurer – auf die Preise komme ich dann gleich im Verlauf noch mal zu sprechen.

Guckt also erst mal auf der Webseite nach, was es alles für Studiengänge gibt. Eine Ausnahme gibt es nämlich: Ihr könnt im Akademiestudium keine Module aus dem Fernstudium Psychologie an der FernUni Hagen belegen. Ich weiß nicht, warum das so ist, die wollen das anscheinend nicht – der Psychologiestudiengang an der FernUni Hagen ist sowieso ein bisschen special, habe ich manchmal so den Eindruck. Aber aus allen anderen Studiengängen – Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Informatik, Kulturwissenschaften natürlich, Bildungswissenschaft – könnt ihr die einzelnen Module belegen.

Dann guckt einfach mal auf die Studiengangsseite, da findet ihr irgendwo den Link, was es da alles so für Module und Kurse in diesem Studiengang gibt, und sucht euch die Module und Kurse raus, die euch interessieren, wie beispielsweise hier bei Makroökonomie. Und dann seht ihr, die haben auch immer eine bestimmte Nummer, die ihnen zugeordnet ist, und diese Nummer braucht ihr dann für das Anmeldeformular. Aber letztendlich findet ihr diese ganzen Infos, die ich euch hier gebe, auch auf der Anmeldeseite für das Akademiestudium.

Die Anmeldung

Auf dieser Anmeldeseite gebt ihr dann einfach ein paar Daten von euch ein, eure Adresse und was die nicht alles von euch wissen wollen. Ihr müsst nicht sofort bezahlen, ihr meldet euch da an, und dann geht es nicht sofort los, wie das häufig an privaten Hochschulen der Fall ist, sondern das Akademiestudium richtet sich auch nach den ganz normalen Vorlesungszeiten an der FernUni Hagen. Also ihr könnt das immer nur zum Wintersemester oder zum Sommersemester aufnehmen. Das Wintersemester geht normalerweise im Oktober los und das Sommersemester, glaube ich, im März oder April, und kurz vorher könnt ihr euch dann für dieses Akademiestudium anmelden. Ihr müsst bestimmte Fristen einhalten, diese Fristen findet ihr alle auch auf der Webseite der FernUni.

Wenn ihr euch dann angemeldet habt, bekommt ihr kurz darauf die ersten Hinweise zugeschickt, einen Gebührenbescheid beispielsweise, und ihr müsst dann die Gebühren bezahlen – wie viel das sein wird, sage ich euch gleich. Und ihr bekommt ziemlich schnell, bei mir war das zumindest so, schon mal die Zugangsdaten für den Onlinecampus beziehungsweise den sogenannten virtuellen Studienplatz der FernUni Hagen. Da könnt ihr euch dann schon mal einloggen, da könnt ihr schon mal auf Moodle, also die Lernumgebung, zugreifen, könnt möglicherweise – weiß ich jetzt nicht genau, wie das bei mir war – schon die Studienunterlagen digital als PDF-Dateien herunterladen, und habt dann ebenso Zugriff auf diesen gesamten virtuellen Campus. Ihr habt dann auch schon eine Matrikelnummer und seid wirklich schon richtig am Start und könnt euch da ein bisschen umgucken.

Die Studienunterlagen kriegt ihr dann kurz vor dem sogenannten Bearbeitungsbeginn zugeschickt, also wenn das Semester losgeht. Bei mir war das so: Die Unterlagen, also die Hefte hier, der erste Schwung zumindest – insgesamt sind es bei mir für dieses Modul fünf, sechs Hefte –, der erste Schwung kam bei mir wirklich drei Tage vor Bearbeitungsbeginn per Post ins Haus geflattert. Und da konnte ich dann auch wirklich schon anfangen, das zu bearbeiten. Ich zeige euch die Unterlagen gleich noch mal genauer.

Anwendungsfall 1: das Präsenzstudium ergänzen

Für wen eignet sich dieses Akademiestudium eigentlich? Mal ein paar Anwendungsfälle. Bei mir ist es beispielsweise so: Ich bin eingeschrieben an einer normalen Präsenzhochschule und will einfach ergänzend zu meinem Studium an dieser Präsenzhochschule von zu Hause aus ein paar Sachen lernen.

Coronabedingt hat meine Präsenzhochschule sowieso auf Onlinelehre umgestellt. Und bevor ich mir dieses Hin und Her dort an dieser Präsenzhochschule antue, das nicht annähernd so gut ist wie beispielsweise die Fernlehre an der FernUni Hagen – da ist einfach Chaos ausgebrochen mit Corona, um es mal auf den Punkt zu bringen –, studiere ich einzelne Module lieber an der FernUni, weil ich da einfach effizienter lernen kann. Da ist nicht so ein Hin und Her, nicht so ein Durcheinander wie jetzt an einer Präsenzhochschule. An der FernUni Hagen kennen sich die Lehrkräfte seit Jahrzehnten damit aus, Leuten per Fernlehre Inhalte beizubringen, und deswegen belege ich einfach einzelne Module an der FernUni.

Stellt euch das so vor: Ihr seid ganz normale Präsenzstudenten und wollt einfach einzelne Module über das Fernstudium ergänzen. Dann ist natürlich die Frage: Kann ich mir dieses Modul, das ich hier mache, an meiner Präsenzhochschule auch anerkennen lassen, damit ich das nicht ganz umsonst mache, wenn ich das mit einer Klausur abschließe? Das ist eine Sache, die müsst ihr einfach mit eurer Hochschule klären.

Ich weiß noch nicht genau, wie das bei mir ist, wenn ich dieses Modul abschließe und ob meine Hochschule das dann anerkennt. Weil einen Makroökonomie-Kurs gibt es auch in meinem Studiengang, ich studiere auch Wirtschaftswissenschaft im Hauptfach, da muss ich Makroökonomie sowieso belegen. Und ich weiß nicht genau, ob meine Hochschule es dann anerkennt. Wenn das nicht so sein sollte, ist es für mich persönlich jetzt nicht unbedingt verschwendete Zeit mit diesem Fernstudium hier an der FernUni Hagen, sondern ich habe mich dann letztendlich auch schon ziemlich gut auf die Klausur an meiner Hochschule vorbereitet und muss da nicht mehr so intensiv an den Vorlesungen teilnehmen, mache dann die Klausur einfach noch mal zum gleichen Thema an meiner Hochschule.

Also die erste Möglichkeit: Ihr studiert an einer Präsenzhochschule und wollt euer Studium einfach ergänzen – entweder durch Module, die ihr sowieso schon im Studium macht, oder auch durch völlig fachfremde Module. Es gibt ja auch andere interessante Studiengänge an der FernUni, Kulturwissenschaften beispielsweise, ihr wollt einfach euer Know-how noch ein bisschen erweitern oder auch mal über den Tellerrand schauen.

Anwendungsfall 2: die FernUni testen

Die zweite Möglichkeit, und eigentlich ist das die wichtigere, ist, die FernUni Hagen mal zu testen. Auch dafür nutze ich dieses Akademiestudium, um einfach mal reinzugucken: Wie läuft das an der FernUni Hagen, wie läuft so ein Fernstudium, passt so ein Fernstudium überhaupt zu mir? Bekomme ich das irgendwie gut auf die Reihe, so alleine im stillen Kämmerlein nur mithilfe von solchen Skripten zu lernen? Wie funktioniert das ganze Fernstudium an der FernUni, wie ist der Onlinecampus, wie sind die Studienunterlagen aufgebaut, wie laufen die Mentoriate, zu denen ich gleich auch noch was sagen will – also sagen wir, die Seminare, die es an der FernUni Hagen gibt? Und ist vielleicht so ein Studium an der FernUni Hagen was für mich?

Ihr könntet normalerweise auch an jeder privaten Fernhochschule das Studium einen Monat lang testen. Aber dann müsst ihr euch trotzdem immatrikulieren, habt diesen Stress mit dieser ganzen Anmeldung, die ja auch eine ganze Weile dauert, Unterlagen zusammensammeln und so. Und dann könnt ihr euren Studienvertrag jederzeit im ersten Monat widerrufen, könnt sagen, ich habe keinen Bock mehr, könnt euch trotzdem schon mal die Unterlagen angucken – ist aber trotzdem ziemlich aufwendig.

Da finde ich hier an der FernUni Hagen dieses Akademiestudium nicht ganz so aufwendig, weil die Anmeldung wirklich sehr schnell und sehr unkompliziert geht. Ihr könnt dann einfach mal ausprobieren: Wie gefällt euch das Ganze, und ist so ein Fernstudium an der FernUni Hagen was für mich?

Anwendungsfall 3: persönliche Weiterbildung

Nächste Möglichkeit, für die man das nutzen kann, ist einfach persönliche Weiterbildung. Ihr könnt wirklich so viele Module, wie es an der FernUni Hagen gibt, für eure persönliche Weiterbildung benutzen. Beispiel: Ihr seid Firmeninhaber oder Firmengründer oder Unternehmer und wollt euch in einem ganz spezifischen Themenbereich weiterbilden, Marketing oder so etwas. Da könnt ihr einfach so ein Marketing-Modul durcharbeiten, oder ein Modul – wenn es das gibt, weiß ich jetzt nicht genau – zur Unternehmensgründung, oder auch Wirtschaftsrecht und irgendwelche Sachen, wo ihr euch ein bisschen weiterbilden wollt.

Ihr könnt euch natürlich auch einfach Bücher zu dem Thema kaufen. Aber ihr habt dann an der FernUni Hagen den Vorteil, dass das eben systematisch aufgebaut ist, dass ihr Fristen habt, dass ihr möglicherweise noch Präsenzveranstaltungen dazu habt – sage ich gleich noch ein bisschen was dazu –, ihr habt noch die Mentoriate, die momentan zumindest virtuell ablaufen, und könnt euch noch mit Kommilitonen austauschen. Also das geht schon um einiges darüber hinaus, als sich einfach nur ein Buch zu einem Thema zu kaufen.

Ihr bekommt jetzt kein Zertifikat oder so etwas am Ende, also nützt euch jetzt nicht so viel im Lebenslauf – dazu werde ich am Schluss noch mal was sagen, was man da alternativ machen könnte, wenn das für euch wichtig ist. Aber wie gesagt, das ist eine der Möglichkeiten, warum Menschen so ein Akademiestudium machen: die persönliche Weiterbildung.

Anwendungsfall 4: Module nachholen

Letzte Möglichkeit, die ich nennen möchte, ist, einfach Module nachzuholen. Angenommen, ihr wollt jetzt einen Master an der FernUni Hagen studieren – ich kenne jetzt nicht die genauen Zulassungsvoraussetzungen für die einzelnen Masterstudiengänge. Aber nehmen wir mal an, für diesen Master wird ein Bachelor vorausgesetzt, der einen Umfang von mindestens 210 Leistungspunkten hat. Die meisten Bachelor haben halt einen Umfang von 180 Leistungspunkten, so auch der, den ihr vielleicht studiert habt. Und dann wird eben gefordert, dass dieser Bachelor mindestens 30 oder 20 Leistungspunkte von wirtschaftswissenschaftlichen Modulen enthalten muss, keine Ahnung, ein Marketing-Modul oder sonst was. Ihr habt das aber nicht, wollt trotzdem diesen Master studieren.

Dann habt ihr hier die Möglichkeit, an der FernUni Hagen über das Akademiestudium einzelne Module nachzuholen, um eben das nachzuholen, was euch für die Zulassung fehlt. Ob das euch dann von der FernUni Hagen anerkannt wird, solltet ihr natürlich schon im Voraus klären, mit der Studienberatung und mit dem Studienservice an der FernUni Hagen: ob das geht und welche Module konkret ihr dann nachholen müsst.

Wie das Studium abläuft

Jetzt noch mal was zum Ablauf. Ihr meldet euch an, dann bekommt ihr eure Studienunterlagen, dann geht das Semester los – so wie bei mir jetzt gerade das Wintersemester. Da gibt es den Bearbeitungsbeginn, und ab dem Tag müsst ihr einfach loslegen und Module bearbeiten.

Und das dürft ihr absolut nicht unterschätzen, ihr seid da einfach wie normale Studierende auch gefordert. Für dieses Modul, das ich hier bearbeite, Makroökonomie, ihr seht ja, ich habe hier wirklich diese fünf oder sechs Studienhefte, das ist echt eine ganze Menge, die muss ich alle durcharbeiten. Und auf manchen Seiten bleibe ich da einfach auch ziemlich lange hängen, weil ich da einfach Sachen verstehen muss, gerade wenn es hier um Mathematik geht, muss ich vielleicht auch an anderer Stelle noch mal nachschlagen. Und dann fängt man eben an, diese Hefte durchzuarbeiten.

Das Ding ist: An der FernUni Hagen sind die Hefte sehr textlastig, zumindest in diesem Modul. Ihr dürft euch das jetzt nicht so vorstellen, dass ihr da wirklich die absolut megamäßig gestalteten und klickibunti-mäßigen Hefte bekommt. Es ist sehr zentral, hier mit diesen Studienheften zu lernen. Zum anderen sind die, finde ich zumindest, didaktisch gut aufgebaut. Beispielsweise ist es in diesem Kurs so: Ich lese und arbeite diese Kurseinheit hier durch, wo es um bestimmte Themen geht, erst mal Wirtschaftskreisläufe und was nicht alles in diesem Thema Makroökonomie vorgestellt wird. Und dann gibt es hier noch eine Kurseinheit, wo nur Übungsaufgaben und Lösungen drin sind. Und die mache ich dann auch immer gleich: Wenn ich ein Kapitel durchgearbeitet habe, gehe ich die entsprechenden Übungsaufgaben durch und arbeite die einfach ab. Anhand von diesen Übungsaufgaben erstelle ich mir dann beispielsweise auch meine Karteikarten und verstehe dann auch gleich ein bisschen besser, was die wahrscheinlich auch in der Klausur alles so wissen möchten. Also didaktisch ist es wirklich gut aufgebaut.

Aber es ist jetzt nicht so, wie ihr das häufig an privaten Hochschulen habt, dass ihr da wirklich auch Onlinevorlesungen habt, noch Videoclips und so was. Ich meine, es gibt zu diesem Kurs auch noch Animationen dazu, auf die wird dann in den Heften verwiesen. Aber da gucke ich auf die Webseite, wenn ich mir diese Animation angucken will, und ich arbeite hier am Mac – das sind irgendwelche Flash-Animationen, die auf meinem Mac überhaupt nicht mehr zu öffnen gehen. Da müsste ich mir irgendwo ein Programm suchen, damit ich diese Animation noch zum Laufen bekomme. Also das geht bei mir zumindest nicht so einfach, dann gibt es einfach nicht viel ergänzendes Zeug. Aber ich habe mir dann einfach auf YouTube ein paar Videos rausgesucht, keine Ahnung, wo jetzt Wirtschaftskreislauf beispielsweise noch mal ausführlich von irgendjemandem auch animiert erklärt wird.

Und dann gibt es hier beispielsweise auch noch einen Klausurtrainer dazu, aber den muss man sich extra bestellen, und er kommt auf CD-ROM. Also hier, mein Mac, da gibt es einfach kein CD-Laufwerk mehr, du kannst froh sein, wenn du irgendwie noch einen USB-Stick anschließen kannst oder eine Speicherkarte. Ich weiß nicht, wer von euch noch CDs abspielen kann – da muss ich mir noch so eine Art Schallplattenspieler kaufen für diese CD-ROM, um die abzuspielen.

So ist das ein bisschen an der FernUni, aber so ist das eigentlich an den meisten staatlichen Hochschulen. Dafür bezahlt man halt auch fast nichts und hat dann eben wirklich ganz zentral einfach nur diese Studienhefte, die man durchackert. Wenn ihr wirklich alles klickibunti haben wollt, mit Onlinevorlesungen und irgendwelchen Onlineübungen und Aufgaben, die man online absolvieren kann, dann müsstet ihr an irgendeine private Hochschule gehen. So wird das hier an der FernUni nicht sein und auch nicht im Akademiestudium.

Die Mentoriate

Dann bereite ich mich natürlich auf die Klausuren vor. Für die Klausuren steht schon ein Termin fest, den erfährt man so zum Semesteranfang. Und auf diese Klausuren bereitet man sich dann – das ist aber von Modul zu Modul unterschiedlich, glaube ich – mit sogenannten Mentoriaten vor. Mentoriate sind im Prinzip so etwas wie Übungen, sage ich mal, an einer normalen Präsenzhochschule, und die finden an den Studienzentren der FernUni Hagen statt. Es gibt also sogenannte Regionalzentren, über ganz Deutschland verteilt, man ordnet sich immer mit der Immatrikulation, mit der Einschreibung, auch einem dieser Regionalzentren zu.

Ihr müsst einfach mal gucken, ob es da irgendwo in eurer Nähe eins gibt. Bei mir ist das so: Ich lebe mitten in Thüringen, das nächste Regionalzentrum, das nicht ganz so weit von mir entfernt ist, wäre in Leipzig, also schon nicht mehr in Thüringen. Da würde ich von dort, wo ich lebe, über zwei Stunden hinfahren bis nach Leipzig. Würde ich aber auch machen, um dann da einmal im Semester oder zweimal, wie oft das stattfindet, an diesen Mentoriaten teilzunehmen. Die dauern dann den ganzen Tag.

Ihr müsst einfach mal gucken, ob da irgendetwas bei euch in der Nähe ist. Ansonsten finden die gerade pandemiebedingt üblicherweise virtuell statt. So wird es auch bei mir sein, da findet nächste Woche eine virtuelle Veranstaltung statt, da muss man einfach mit Headset, Mikro und so dasitzen und kann sich dann den Stoff noch einmal vertiefen, sich mit der Lehrkraft austauschen und wahrscheinlich dann auch mit anderen Studierenden austauschen, Fragen stellen schon mal für die Klausur. Also das finde ich ein sehr gutes Angebot, das gibt es hier sehr häufig an der FernUni.

Ansonsten weiß ich nicht, inwiefern in einzelnen Modulen auch noch Seminare stattfinden, aber diese Mentoriate sind ja letztendlich schon wie Seminare. Wie gesagt, damit bereitet man sich dann auf die Prüfung vor. Die finden dann immer, wie auch an normalen Präsenzhochschulen, gegen Ende des Semesters statt, und dann nimmt man eben an der Prüfung teil. Die Prüfungen finden hier an der FernUni Hagen zumindest noch nicht online statt, sondern dann auch vor Ort. Da muss ich dann, schätze ich mal, auch in das Regionalzentrum fahren, um diese Klausur dort zu absolvieren.

Was es kostet

Dann noch was zu den Kosten. Ihr bezahlt an der FernUni Hagen normalerweise auch für den Studiengang nicht sehr viel – also ein ganzer Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften beispielsweise kostet insgesamt an Studiengebühren beziehungsweise Kosten nicht mehr als um die 2.000 Euro. Es gibt ja keine richtigen Studiengebühren an der FernUni Hagen, sondern ihr bezahlt letztendlich einfach immer nur das, was ihr belegt, ihr bezahlt offiziell nur für diese Hefte hier.

Und genauso ist es auch im Akademiestudium. Ich will jetzt das Modell mit Semesterwochenstunden und so weiter nicht ganz so kompliziert erklären, wie das dann manchmal klingt, sondern um es mal ganz vereinfacht zu sagen: In den Studiengängen Mathematik, Informatik, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft bezahlt ihr 120 Euro für so ein Modul. So war das auch bei mir hier bei Makroökonomie – für diese ganzen Hefte, die ihr seht, und die Betreuung und alles, was dazugehört, habe ich 120 Euro bezahlt. Wenn ihr jetzt zwei Module belegen wollt, was dann schon eine ganze Menge Arbeit für ein Semester ist, seid ihr quasi bei 240 Euro. Bezahlt wird vor dem Semester, den Gebührenbescheid kriegt ihr einfach mit eurer Anmeldung relativ schnell zugeschickt.

Und im Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften – also Kulturwissenschaften beispielsweise oder Bildungswissenschaft –, wenn ihr da ein Modul belegen wollt, seid ihr bei 160 Euro pro Modul, sind also 40 Euro mehr. Ich weiß nicht genau, warum das teurer ist, wahrscheinlich weil die Module da ein bisschen umfangreicher sind.

Aber ihr seht, das ist wirklich nicht teuer. Ich meine, das ist jetzt teurer, als sich da so ein bisschen Bücher zu diesem Thema zu kaufen, aber ihr habt eben noch die Betreuung, ihr habt noch diesen Event-Faktor – zumindest wenn es gerade nicht coronabedingt anders läuft –, dass ihr da in den Seminaren oder Mentoriaten live teilnehmen könnt, und ihr fahrt zu den Präsenzen, werdet da richtig geprüft. Also der Stoff geht euch einfach noch mal, sage ich jetzt mal so salopp gesagt, viel tiefer in die Birne, als wenn ihr euch jetzt einfach nur die Bücher kauft. Und da sind diese 120 Euro pro Modul meiner Meinung nach absolut wert – zumal ihr das vielleicht auch noch irgendwie steuerlich geltend machen könnt und das Ganze dann doch noch ein bisschen günstiger wird.

Wenn ihr ein Zertifikat braucht

Ganz zum Schluss noch ein kleiner Tipp für alle von euch, die sich mit so einem Modul weiterbilden möchten. Ich hatte gesagt, ihr bekommt jetzt kein Zertifikat zum Abschluss. Man kann sicherlich in seinem Lebenslauf angeben, dass man da im Akademiestudium an der FernUni Hagen eingeschrieben war und sich mit dem und dem Thema auseinandergesetzt hat. Aber Personalverantwortliche sehen dann auch immer gerne, wenn man so eine Bescheinigung hat.

Dafür gibt es auch häufig an den privaten Hochschulen so Mini-Kurse. Manche Hochschulen nennen das Nanodegree – das gibt es beispielsweise an der Wilhelm Büchner Hochschule, das ist eine Fachhochschule im Bereich Technik, Informatik und so was. Da gibt es sogenannte Nanodegrees, da könnt ihr auch so kleine Kurse, einzelne Module zu bestimmten Themen absolvieren, die euch dann auch zertifiziert werden. Das kostet dann auch ein bisschen Geld, 200, 300 Euro vielleicht, müsst ihr einfach mal schauen.

Bei AKAD gibt es das beispielsweise auch, an der AKAD University. Und da gibt es momentan – und ich denke, das wird auch noch eine Weile so bleiben – ein Nanodegree, das sogar kostenlos ist, nämlich das Nanodegree Digitale Transformation. Wenn euch dieses Thema interessiert, könnt ihr da wirklich kostenlos dieses einzelne Modul absolvieren. Das geht dann auch über den Zeitraum von einem Semester quasi oder drei, vier Monaten, wie an der FernUni Hagen, und da bekommt ihr dann auch die Studienunterlagen, zumindest digital, zur Verfügung gestellt. Aber weil das eine private Hochschule ist, sind die gesamten Inhalte einfach ein bisschen umfangreicher: Ihr habt da noch Vorlesungen, ihr habt dann einfach Übungen, die ihr über die Webseite absolviert, und ihr bekommt eben zum Schluss noch ein Zertifikat.

Andere Hochschulen bieten so was auch an, da habe ich als Beispiel die Hochschule Fresenius – die haben auch ein sehr umfangreiches Angebot mittlerweile, wo ihr einzelne Module absolvieren könnt, auch häufig eine Kombination aus einzelnen Modulen, und zum Schluss könnt ihr euch das Ganze zertifizieren lassen und das dann einfach noch mit in eurem Lebenslauf angeben.

Ich gucke mal, dass ich euch noch ein paar Links zu den Angeboten von einzelnen Hochschulen mit in die Beschreibung packe. Vielleicht finde ich auch noch was, was von staatlichen Hochschulen angeboten wird, wo man dann auch wirklich ein Zertifikat am Schluss bekommt, das man seinem Lebenslauf noch hinzufügen kann.

So, Freunde, so viel zum Akademiestudium hier an der FernUni Hagen. Ich hoffe mal, das war interessant für euch. Wenn ich irgendwas vergessen habe, schreibt mir das in die Kommentare, schreibt mir eure Fragen in die Kommentare. Ich würde sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos. Euer Wolf.

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