Was kostet das Fernstudium an der FernUni Hagen? Studiengebühren, Beleggebühren & verstecke Kosten

Ab WS 2021/22 gibt es ein neues Gebührenmodell an der FernUniversät Hagen. Die Kosten setzen sich jetzt zusammen aus einer Grundgebühr, aus dem Studierendenschaftsbeitrag und einer Beleggebühr. Im Video erfahrt ihr alles über das Gebührenmodell und die Gesamtkosten der Fernstudiengänge an der FernUni. Außerdem geht Christian auf die „versteckten Kosten“ bzw. Nebenkosten des Fernstudiums ein.



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Inhalt:

00:00 Schönen guten Tag
00:39 Grundgebühr, Beleggebühr, Studierendenschaftsbeitrag
04:06 Gesamtkosten der Studiengänge
05:05 Versteckte Kosten/Nebenkosten fürs Studium
10:42 Gebührenermäßigung für sozial Bedürftige



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👉 Details zur FernUni Hagen: fernstudi.net/fernhochschulen/fernuni-hagen
👉 Details zu den Kosten an der FernUni: fernuni-hagen.de/studium/kosten/index.shtml

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Transkript

Schönen Tag. Jetzt zeige ich euch, was ein Studium an der FernUni Hagen eigentlich kostet. Die FernUni Hagen hat ab dem Wintersemester 2021/22 ein neues Gebührenmodell. Ich zeige euch mal, wie das Ganze aufgebaut ist, was man je Semester ungefähr bezahlt, wie sich das von Studiengang zu Studiengang unterscheidet, was man insgesamt für das gesamte Studium bezahlt. Und dann geht es natürlich um die sogenannten versteckten Kosten – also Kosten, die jetzt nicht in den Semesterbeiträgen enthalten sind, die aber immer wieder für so ein Studium anfallen. Ich wünsche euch viel Spaß mit diesem Video.

Das neue Gebührenmodell

Diejenigen, die schon ein bisschen länger an der FernUni Hagen eingeschrieben sind, kennen sicherlich noch das alte Studienmodell. Danach habe ich früher auch meine Studiengebühren an der FernUni bezahlt. Da hat man noch nach sogenannten Semesterwochenstunden bezahlt, also pro belegter Semesterwochenstunde so und so viel Geld. Da war man dann im Semester auf ungefähr 200, 300 Euro gekommen – so viel hat sich da jetzt auch nicht verändert. Nach dem neuen Studienmodell bezahlt man jetzt nur ein bisschen mehr, wenn man auch länger studiert.

Es sieht so aus, dass sich die Semesterkosten in insgesamt drei Komponenten aufteilen. Erstens bezahlt man im Semester eine Grundgebühr von jeweils 50 Euro. Da kommen zweitens noch neun Euro Studierendenschaftsbeitrag dazu, das heißt, man bezahlt pro Semester insgesamt immer 59 Euro. Ein Semester sind ja ein halbes Jahr, sechs Monate, und für diese sechs Monate bezahlt man jetzt immer eine Grundgebühr von 59 Euro, jedes Semester, egal ob man irgendetwas belegt hat oder nicht.

Das heißt, wenn ihr jetzt in Vollzeit euer Studium macht mit sechs Semestern, ist diese Grundgebühr insgesamt ein bisschen weniger. Wir können es ja ausrechnen: 59 mal 6, also 354 – ich bin nicht so der Kopfrechner. Man zahlt also für das gesamte Studium bei einem sechssemestrigen Vollzeitstudiengang 354 Euro an Grundgebühr, jedes Semester, egal ob man irgendwas belegt hat.

Und drittens bezahlt man im Semester immer pro belegtem ECTS-Punkt insgesamt acht Euro. Was sind ECTS-Punkte? Wenn ihr erst frisch ins Studium einsteigt, habt ihr das sicherlich schon mal gehört und wisst nicht genau, was das ist. Mit ECTS-Punkten und diesem Credit-System wird im Prinzip immer berechnet, wie umfangreich der Arbeitsaufwand ist, der für Studis in so einem Studium entsteht.

Ein normaler Bachelorstudiengang hat meistens 180 Leistungspunkte, 180 ECTS-Punkte. Es gibt auch umfangreichere Studiengänge, die haben dann 210 Punkte, aber die meisten haben 180 Punkte. Ein normaler Masterstudiengang hat 120 ECTS-Punkte.

Wenn man sich das mal ausrechnet, auf so einen 180-ECTS-Studiengang: 180 mal acht Euro, da ist man bei insgesamt 1.440 Euro für seine belegten Module im gesamten Studium. Wenn man das jetzt auf Semester herunterrechnet, 1.440 auf sechs Semester verteilt, ist man bei 240 Euro im Semester im Vollzeitstudium für seine belegten Module.

Damit das Ganze nicht zu kompliziert wird, merkt euch einfach: Ich werde hier in einem Vollzeitstudium ungefähr 300 Euro im Semester bezahlen an der FernUni Hagen. Und wenn man das mal runterrechnet, 300 durch 6, sind das ungefähr 50 Euro im Monat, die man für das Studium hier an der FernUni Hagen bezahlt, wenn man Vollzeit studiert.

Im Vergleich dazu: An einer normalen privaten Hochschule seid ihr für den Fernstudiengang bei ungefähr 300 Euro im Monat, wenn ihr Vollzeit studiert, 350 Euro je nach Hochschule. Also ist es doch schon ein ganzes Stückchen günstiger hier an der FernUni.

Wenn ihr in Teilzeit studiert, euch also beispielsweise doppelt so lange Zeit lasst für ein Studium, etwa zwölf Semester für das Bachelorstudium, dann seid ihr bei ungefähr 180 bis 220 Euro im Semester. Also das kann sich eigentlich so gut wie jeder von euch leisten – und wer nicht, dazu sage ich gleich noch was, wie man das Ganze noch ein bisschen ermäßigt bekommen kann.

Die Gesamtkosten nach Studiengang

Hier seht ihr, wie sich das Ganze auf die einzelnen Studiengänge aufteilt, also die gesamten Studiengebühren mit den Studierendenschaftsbeiträgen, den Grundgebühren und so weiter.

Wenn ihr die jetzt ganz normal in Vollzeit studieren würdet, dann seid ihr, wenn ihr Bildungswissenschaft studiert, bei ungefähr 2.700 Euro. In den meisten anderen Studiengängen – Kulturwissenschaften, Psychologie und so weiter – auch ungefähr 1.700 Euro. In Informatik seid ihr bei ungefähr 1.500 Euro, Wirtschaftswissenschaft auch so um die 1.700 Euro.

Ein bisschen teurer wird es, wenn ihr den Bachelor of Laws studiert und mit der ersten juristischen Prüfung kombiniert, dann seid ihr bei ungefähr 2.700 Euro. Und die Masterstudiengänge, die sind dann richtig günstig: 1.100 Euro für den gesamten Master, Informatik 900 Euro. Was ihr da insgesamt an Studiengebühren zusammen habt – das kann sich doch eigentlich jeder von euch leisten.

Versteckte Kosten 1: die Zusatzliteratur

Was auf der Webseite der FernUni Hagen nicht steht, sind die sogenannten versteckten Kosten. Ist auch nichts Böses oder so was, sondern das sind einfach Nebenkosten, die so ein Studiengang immer mit sich führt.

Der größte Posten, meiner Erfahrung nach zumindest, sind Zusatzmaterialien, die man sich kaufen muss. Erste Beispiele: Im BWL-Studium oder auch im Rechtsstudium braucht natürlich jeder so ein Bürgerliches Gesetzbuch. Das kostet zwar nur fünf Euro neunzig, das kann man sich aber normalerweise nicht gebraucht kaufen, weil es immer sehr aktuell sein muss, und es macht sich auch ein bisschen ungünstig als PDF. Natürlich findet man alle Gesetze im Internet, aber wer so richtig BWL studiert oder natürlich Jura und Rechtswissenschaft, der braucht schon so ein richtiges, wo man dann seine Zettelchen reinkleben kann. Also hier fünf Euro neunzig – noch flüssig.

Dann hier Grundkurs BGB, auch so ein Klassiker eigentlich beziehungsweise ein Klassiker-Modul in der Betriebswirtschaft oder Wirtschaftswissenschaft – da ist so ein Buch dann schon ein bisschen teurer. Da kann man schön viel üben, und wenn man noch richtig üben will, kauft man sich noch so ein Übungsheft für die Fälle zur Vorbereitung auf die Klausuren, auch noch mal 20 Euro.

Dann habe ich hier aus einem anderen Modul Finanzierung und Investition, das kostet 31,90 Euro, 600 Seiten hier zum Durchackern. Dann Kosten- und Leistungsrechnung und Übungen zur Kosten- und Leistungsrechnung, jeweils 30 Euro plus 21 Euro, also 50 Euro für die beiden.

Und dann ist es an der FernUni Hagen eigentlich auch recht üblich, dass man sich in dem einen oder anderen Modul auch Literatur kauft, die direkt von den Profs des jeweiligen Moduls beziehungsweise der Fakultät verfasst wurde. Ich weiß jetzt nicht genau, wie teuer dieses Buch zum Jahresabschluss war, aber vielleicht auch noch mal 20 Euro oder so.

Ihr seht, das ist jetzt Literatur, die ich euch aus vier Modulen oder so gezeigt habe. Und all die Sachen hätte ich mir nicht unbedingt kaufen müssen, denn vieles kann man sich auch einfach runterladen, über die Bibliothek kann man sich vielleicht PDF-Dateien laden oder ausleihen – oder einfach auch über die Bibliothek ausleihen. Oder man kauft sich die Dinger und behandelt sie richtig pfleglich: wie früher in der Schule macht ihr so eine Schutzfolie drum, keine Striche reinmachen, nichts reinschreiben, dann kann man die wieder verkaufen, dann spart man sich auch noch ein bisschen was.

Aber an sich würde ich jetzt mal rechnen: noch mal so um die 500 Euro für ein normales Studium einfach noch mal für die Zusatzliteratur. Diejenigen von euch, die lieber digital arbeiten und sich das Ganze als E-Book besorgen, können da vielleicht weniger einplanen. Wer halt auf gedrucktes Zeug steht und das gerne im Regal stehen hat wie ich, der bezahlt ein kleines bisschen mehr. Aber das sollte man auf jeden Fall an sogenannten versteckten Kosten für sein Studium mit einkalkulieren.

Versteckte Kosten 2: Technik und Software

PC – ich will das jetzt nicht mit dazurechnen, hat wahrscheinlich jeder von euch. Jeder von euch hat wahrscheinlich einen Laptop, der sollte auch mit ein bisschen Software ausgestattet sein. Ich weiß nicht genau, wie es an der FernUni Hagen ist, ob man da auch so eine Campuslizenz für die Office-Software oder für Word oder so was bekommt. Wer das genau weiß, schreibt es mir bitte einfach in die Kommentare von diesem Video.

Ich glaube, bei Citavi ist es beispielsweise so – also ein Programm zur Literaturverwaltung braucht man jetzt auch nicht unbedingt, aber der eine oder die andere von euch wird sich das wahrscheinlich zulegen wollen. Aber da müsste es, glaube ich, an der FernUni Hagen doch Campuslizenzen geben. Wenn ich da was Falsches sage, schreibt mir das einfach in die Kommentare. Sollte man aber auch noch mit einberechnen zu den versteckten Kosten.

Versteckte Kosten 3: die Präsenzveranstaltungen

Und dritter Posten bei den versteckten Kosten sind dann die Präsenzveranstaltungen. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten, zumindest an der FernUni Hagen. Jetzt pandemiebedingt finden die meisten Veranstaltungen eher online und virtuell statt, und ich denke mal, das wird sich auch ein bisschen erhalten, selbst wenn Veranstaltungen wieder normal offline möglich sind.

Aber ich bin jemand, ich brauche so was in Präsenz. Ich will auch mal Leute kennenlernen, mich ganz normal austauschen, ich arbeite sowieso sehr viel am Bildschirm – da bin ich froh über jede normale Veranstaltung, die stattfindet. Und es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, an solchen Veranstaltungen teilzunehmen an der FernUni Hagen.

Da müsste man einfach mal gucken, wo das nächste Studienzentrum der FernUni Hagen liegt. Ich lebe beispielsweise irgendwo mitten in Thüringen, eigentlich in der Pampa, und das nächste Zentrum wäre für mich Leipzig. Da fahre ich ungefähr zweieinhalb Stunden mit dem Auto hin und entsprechend auch wieder zurück. Also lass das mal Spritkosten von, keine Ahnung, 30, 40 Euro sein für eine Veranstaltung, wenn ich da wirklich am gleichen Tag wieder zurückfahre. Aber es gibt auch zweitägige Veranstaltungen, da kommen dann schon ein bisschen Kosten dazu, für den einen oder die andere von euch dann eventuell auch Übernachtungskosten.

Man muss aber auch wissen, dass es nicht allzu viele verpflichtende Veranstaltungen im Fernstudium an der FernUni Hagen gibt. Es kann schon sein, dass ihr einmal im Studium auch nach Hagen fahren müsst, für eure Bachelorprüfung vielleicht, für die Verteidigung und so weiter – da müsst ihr dann auch noch ein kleines bisschen Geld einrechnen, Übernachtungskosten und was weiß ich.

Aber je nachdem, was ihr für ein Typ Mensch seid, ob ihr so was einfach auch komplett virtuell absolvieren könnt oder ob ihr eher so seid wie ich, dass ihr richtigen, ganz normalen menschlichen Austausch und Kontakt auch im Fernstudium braucht – da werdet ihr ein bisschen mehr Geld reininvestieren. Lasst das noch mal 500 bis 1.000 Euro für das gesamte Studium sein, aber dann auch wirklich als absolute Obergrenze, würde ich jetzt mal sagen. Falls jemand das ein bisschen genauer berechnen kann, weil er so ein Studium an der FernUni durchgemacht hat, dann schreibt mir das gerne in die Kommentare.

Ermäßigung bei sozialer Bedürftigkeit

Letzter Hinweis: Wenn ihr die Kriterien der sogenannten sozialen Bedürftigkeit erfüllt, dann könnt ihr das ganze Studium noch viel günstiger bekommen.

Man muss sich immer klarmachen, dass das Studium auf den ersten Blick eigentlich geschenkt ist an der FernUni Hagen, was die Studiengebühren angeht. Aber wenn man ein bisschen genauer nachdenkt, bekommt man das nicht geschenkt, weil wir das als Steuerzahler natürlich mitfinanzieren, diese Hochschule, diese Universität, mit den ganzen Steuern, die wir in diesem Land zu entrichten haben. Aber natürlich ist es doch für die meisten von euch sehr, sehr günstig – und man kann sich das, wenn man sozial bedürftig ist, noch weiter vergünstigen.

Als sozial bedürftig gelten beispielsweise alle diejenigen, die Leistungen wie ALG II und so weiter erhalten, aber auch diejenigen, die beispielsweise BAföG erhalten – und das werden auch nicht wenige von euch sein. Also wenn ihr BAföG-berechtigt seid, oder ihr seid im Knast, seid Strafgefangene und könnt da nicht genug verdienen, dann habt ihr auch die Möglichkeit, eine richtig fette Ermäßigung zu bekommen.

Die Ermäßigung sieht dann so aus, dass ihr so gut wie keine dieser ECTS-Gebühren bezahlt. Ihr bezahlt dann, soweit ich weiß, nur die Grundgebühr von 50 Euro und, ich glaube, noch den Studierendenschaftsbeitrag dazu, und das war es dann gewesen. Wenn ihr das nicht bezahlen müsst, bekommt ihr dieses Studium hier an der FernUni Hagen eigentlich so gut wie geschenkt.

Mein Fazit

Freunde, das war es gewesen zu den Studiengebühren und Kosten an der FernUni Hagen. Ihr seht: wirklich sehr, sehr günstig, und hier wird auch schon jede Menge geboten. Es ist jetzt natürlich nicht ganz wie an einer privaten Hochschule, wo ihr dreihundert Euro im Monat bezahlt und in der Regel gepampert werdet – sondern ihr habt hier schon sehr hochwertige Skripte, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, ihr habt auch wirklich eine gute Betreuung. Also dafür, dass die Hochschule so riesig ist, ist schon alles sehr, sehr gut organisiert, und ihr bezahlt fast nichts dafür. Was will man mehr?

Ich würde mal sagen, wir sehen uns in einem der nächsten Videos.

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