Bachelor Professional vs.Uni-Abschluss: Patrick Ortmann im Gespräch über sein sgd-Fernstudium

Seit der Einführung der „Professional“-Niveaus im Deutschen Qualifikationsrahmen parallel zu den akademischen Abschlüssen herrscht einige Verwirrung im Vergleich von berufspraktischem und wissenschaftlichem Bildungsweg - und wo und wann und ob überhaupt sich diese Wege kreuzen: Was hat es mit Bachelor Professional und Master Professional auf sich? Welche für Vor- oder Nachteile hat man gegenüber einem Studium? Wie läuft so eine Fortbildung ab und was lernt man da? Und lohnt sich das?

Patrick Ortmann hat nach seiner Ausbildung den berufspraktischen Weiterbildungsweg gewählt und dabei auch immer wieder mit einem Studium geliebäugelt. Seine Erfahrungen mit den Aufstiegsfortbildungen schildert er hier.

In Podcast Nr. 35 spricht er mit Christian über seinen beruflichen Bildungsweg vom Schulabschluss über Ausbildung und Medienfachwirt-Fortbildung bis hin zu seiner aktuellen Aufstiegsfortbildung zum Technischen Betriebswirt bei der Studiengemeinschaft Darmstadt. Gemeinsam vergleichen sie auch die Stationen dieser Route mit einer akademischen Laufbahn.

Inhalt:

00:00 Vorschau
01:25 Patricks Schulzeit, Ausbildung & Tätigkeit bis zur Fortbildung
06:51 Bachelor & Bachelor Professional im Vergleich
11:27 Patricks Medienfachwirt-Fortbildung
15:21 Kursinhalte des Medienfachwirtes bei der SGD
17:45 Vor- & Nachteile des Bachelor Professional
19:56 Dauer & Kosten im Vergleich zum Studium
22:23 Fachwirt & Bachelor: Karriereperspektiven
24:13 Wie anerkannt ist der Bachelor Professional?
26:18 Was ist der Master Professional?
30:43 Voraussetzung für den Master Professional
33:23 Studieninhalte des Master Professional
34:27 Vor- & Nachteile des Master Professional
35:51 Unterschied Betriebswirt & Technischer Betriebswirt
38:41 Warum hat sich Patrick für die SGD entschieden?
40:05 Fernstudium, Prüfungsvorbereitung & Seminare bei der SGD
43:01 Prüfungen für Fachwirt & Betriebswirt
45:32 Schlusswort

Patrick im Internet:
➡️ Instagram: https://www.instagram.com/patrick_ortmann/
➡️ Facebook: https://www.facebook.com/patrick.ortmann.54/

Im Podcast erwähnt:
👉 FAQ zum DQR in unserem Magazin: https://www.fernstudi.net/magazin/dqr-faq
👉 Technischer Fachwirt & Betriebswirt - Fernkurse: https://www.fernstudi.net/weiterbildung/technik-handwerk/technischer-fachwirt
👉 Alle Betriebswirte & weitere Fachwirte per Fernstudium: https://www.fernstudi.net/weiterbildung/wirtschaft

Weiterführend:
👉 Staatlich geprüfter Betriebswirt vs. Fachwirt: Die 4 wichtigsten Unterschiede: https://www.fernstudi.net/magazin/13348
👉 Wirtschaftsfachwirt vs. BWL-Bachelor: Welcher Abschluss eignet sich für wen? https://www.fernstudi.net/magazin/wirtschaftsfachwirt-vs-bwl

Christian: Schönen guten Tag! In diesem Podcast habe ich zu Gast Patrick Ortmann. Und Patrick hat mich gefragt, ob ich Interesse daran habe, über das Thema Bachelor/Master Professional zu reden. Patrick selbst hat nämlich eine ganz spannende Biografie: Der hat eine Ausbildung im Bereich der Mediengestaltung absolviert und sich dann entschieden, nicht einen Bachelor zu machen, also nicht zu studieren an einer Hochschule, sondern den Bachelor Professional zu machen, und zwar genauer den IHK-geprüften Fachwirt. Und warum er das gemacht hat, darüber wollen wir natürlich reden.

Christian: Dann wird er uns ein bisschen erzählen, wo sind dann eigentlich die Unterschiede zwischen dem Bachelor Professional und dem Bachelor an einer Hochschule, an einer Uni oder Fachhochschule, und für wen eignet sich so ein Bachelor Professional eigentlich mehr als jetzt beispielsweise ein BWL-Studium. Aktuell absolviert Patrick einen IHK-geprüften technischen Betriebswirt, also im Fernstudium natürlich, bei der Studiengemeinschaft Darmstadt. Und darüber wollen wir reden, über diesen sogenannten Master Professional: Was macht diesen Master Professional aus, wo sind auch hier die Unterschiede zwischen einem Masterstudium, und für wen eignet sich das? Natürlich werde ich ihn auch ausfragen, wie es ist, bei der Studiengemeinschaft Darmstadt eine Weiterbildung zu absolvieren. Habe ich auch selber ein bisschen Erfahrung, ich bin da selber eingeschrieben bei der Studiengemeinschaft Darmstadt, da werden wir auch ein bisschen darüber reden. Und ansonsten reden wir natürlich ganz viel über die spannende Biografie von Patrick, und ich würde sagen, wir legen mal direkt los.

Christian: Ja Patrick, dann herzlich willkommen hier im Podcast! Und du bist ja an mich rangetreten, hast mich gefragt, ob wir ein bisschen über das Thema sprechen wollen, weil es dir selber auch ein Anliegen ist und natürlich auch ganz eng verknüpft ist mit deiner Biografie. Und über deine Biografie wollen wir vielleicht jetzt ganz zu Beginn erstmal so ein kleines bisschen reden.

Patrick: Das können wir gerne machen, ich freue mich, dass ich hier bin. Hi!

Christian: Ja, vielleicht fangen wir mal beim sogenannten Urschleim an mit der schulischen Ausbildung. Kannst du dich noch an deine Schulzeit gut erinnern? Ich meine, erinnern kannst du dich sicherlich, aber war das eine gute Zeit für dich, war das eine weniger gute Zeit, und was hast du für einen Abschluss gemacht?

Patrick: Ja, ich kann mich doch ganz gut dran erinnern, das ist jetzt gerade mal 14 Jahre her. Ich habe 2010 meinen Abschluss gemacht und ich war auf einer ganz klassischen Realschule, während alle meine Freunde das Abi gemacht haben. Und das war aber so kein Problem, irgendwann hat man sich halt ein bisschen aufgespalten in, der macht Abitur und geht studieren und die anderen machen eben eine klassische Ausbildung.

Christian: Ja, also eigentlich gute Erinnerung, würde ich sagen. Und danach, also ich war selber ja auch an der Realschule, zumindest habe ich das Abitur dann an einem bestimmten Punkt abgebrochen erstmal und mich dafür entschieden, Realschulabschluss zu machen. Da gab es dann doch auch einige tatsächlich, die dann nach dem Realschulabschluss sich noch dafür entschieden haben, Abitur zu machen. Und das war aber für dich jetzt keine Entscheidung oder Möglichkeit?

Patrick: Eigentlich doch. Also ich hatte damals irgendwie die Inspiration, Abitur zu machen und Lehrer zu werden, wäre glaube ich aus heutiger Sicht eine völlig falsche Entscheidung gewesen. Und das ist eher zufällig passiert, ich habe zufällig quasi eine Ausbildungsstelle gefunden und habe dann gedacht, gut, dann machst du das erstmal als Grundlage und schaust, was dann noch kommt. Studieren konnte ich ja immer noch, habe ich mir damals eben gedacht.

Christian: So, du hast gerade schon angeschnitten, du hast nach der Schule, beziehungsweise nachdem du deinen Realschulabschluss gemacht hast, eine Ausbildung angefangen. Kannst du uns da ein bisschen was dazu sagen, was war das für eine Ausbildung und wie lief das für dich?

Patrick: Das kann ich gerne machen. Das hat sich eher zufällig ergeben. Ich habe eine Stelle als Mediengestalter gefunden, ganz normale klassische Ausbildung, Berufsschule und Arbeit im Unternehmen, also drei Tage Arbeit, zwei Tage Schule, später ein bisschen anders aufgebaut. In einer recht kleinen Druckerei mit ein paar Leuten, also da war ich so in dem ganzen Bereich von Druckvorstufe und Arbeitsvorbereitung tätig. Also wirklich klassische, schon handwerkliche Ausbildung, so wie man sie eben kennt. Dieses ganze Kreative, was so in den Agenturen gemacht worden ist, das habe ich so eigentlich nie erlebt.

Christian: Okay, also eher so Bücher gemacht und so was?

Patrick: Ja, eher so ein bisschen die Bücher vorbereitet, also die Druckvorlagen vorbereitet, Daten geprüft für die Zeitschriften und die Kataloge.

Christian: Okay. Ich habe ja neulich eine Pressemitteilung oder eine Information gelesen, dass Mediengestalter leider mit zu den schlechter bezahlten Berufen gehören, selbst wenn die studiert haben. Mediengestaltung kann man auch studieren, ich weiß nicht warum. Das sind eigentlich auch gefragte Berufe, also auch in der Branche, in der ich oder wir hier tätig sind, Marketing, Werbung, sind die super gefragt. Eigentlich heute noch mehr denn je, würde ich sagen, gerade durch das Social-Media-Thema wirklich, Mediengestalter stark gefragt sind. Aber ich weiß nicht, warum die nicht so gut bezahlt werden.

Patrick: Ja, das frage ich mich auch ab und zu. Damals gab es ja noch keine Mindestausbildungsverordnung. Also ich habe tatsächlich im ersten Lehrjahr, ich glaube, 450 Euro verdient, im zweiten waren es dann 700 noch was. Ist kein Vergleich zum heutigen Ausbildungsstandard, ich glaube, heute verdienen die ja 900 oder 1300 sogar. Und ich habe dann eine Befristung gehabt für drei oder sechs Monate, und ich bekam 1300 brutto, das war netto gerade mal 700. Und da habe ich auch gedacht, so viel Spaß wie das macht, das ist für mich keine Zukunftsperspektive, es muss ja alles irgendwie passen. Von den ganzen Überstunden, zehn Stunden pro Tag, mal abgesehen. Ich kann schon verstehen, warum der Beruf leider manchmal nicht mehr so beliebt ist heutzutage.

Christian: Ja, also du bist übernommen worden, beziehungsweise befristet übernommen worden im Anschluss an deine Ausbildung und hast dich dann aber entschieden, das weiß ich auch durch unser Vorgespräch, den Beruf noch mal zu ändern, beziehungsweise das eben nicht fortzusetzen. Hast gerade schon gesagt, es hat auch was mit dem Gehalt zu tun. Gab es da noch andere Gründe?

Patrick: Ja, es gab eben auch die Gründe, dass ich zwei Insolvenzen mitgemacht habe, oder zwei Betriebsübergänge, je nachdem wie man es eben ausdrücken möchte. Und da habe ich irgendwann gedacht, okay, ich war im Bereich Printmedien tätig, das wurde leider immer rückläufiger, das müssen wir nicht drüber reden, jeder weiß ja heute mit Internet und Social Media, wie es aussieht. Und da habe ich dann gedacht, ich mache mal was ganz anderes. Wie ich auch zu dir schon im Vorgespräch gesagt habe, bin eher so in Richtung Einzelhandel gegangen, Verkauf, also kompletter Quereinsteiger, weil ich einfach mal was anderes machen wollte. Also weg aus dem Büro, mehr Kundenkommunikation. Aber das war irgendwie auch nicht das Wahre, das war dann vom Regen in die Traufe, wieder nur für ein Jahr befristet, dann noch mal für ein Jahr. Und ja, das war auch nicht so das Wahre irgendwie für mich.

Christian: Okay, also aber trotzdem schon mal der Berufswechsel und versucht, da irgendwie in eine andere Schiene zu gehen. Und dann hast du dich dafür entschieden, dich noch mal weiterzubilden oder fortzubilden?

Patrick: Genau, dann habe ich gedacht, okay, dann machst du noch mal was Ordentliches in Anführungszeichen, auch wenn das jetzt ein bisschen falsch klingt. Und habe geschaut, gut, was kannst du eben machen. Und da bin ich auf den Fachwirt gestoßen. Es gibt ja verschiedene, es gibt ja Handelsfachwirt, Medienfachwirt, Wirtschaftsfachwirt, alles Mögliche. Und ich habe den gestartet, damals in der Übergangsphase, wo es der Bachelor Professional wurde. Und das fand ich dann super interessant, habe auch mal angefangen, mich mit dem europäischen Qualifizierungsrahmen zu beschäftigen und geschaut, okay, wie ist das einordenbar, wie vergleichbar.

Patrick: Und fand das super interessant, weil es gibt ja den Industriemeister, staatlich geprüften Techniker oder auch den staatlich geprüften Betriebswirt neben den Fachwirt, den man nebenberuflich machen kann und eben auf Bachelor-Niveau. Früher war das so, und mittlerweile ist es ein richtiger Bachelor-Professional-Titel. Und das fand ich eine super Alternative zu einem klassischen Hochschulstudium.

Christian: Okay, aber eigentlich mit der Berufserfahrung hättest du tatsächlich auch schon ein Bachelorstudium starten können, nach, also mit deiner Ausbildung und der Berufserfahrung, die du dann gesammelt hast?

Patrick: Ich habe damals angefragt an verschiedenen Hochschulen, und verschiedene haben gesagt, ja kein Problem, das waren eben viele private oder auch Fernhochschulen. Die staatlichen, öffentlichen haben tatsächlich gesagt, nee, das reicht uns nicht, Sie müssen noch mal einen Vorkurs machen, oder Sie müssen noch mal das volle Abitur machen. Die hatten da schon etwas höhere Ansprüche.

Christian: Okay, das reicht dann nicht an einschlägiger Berufserfahrung wahrscheinlich.

Patrick: Tatsächlich war es das Vorwissen. Ich hatte ja schon, ich glaube, sieben Jahre Berufserfahrung insgesamt. Und es ging einfach um die Hochschulreife, die eben von den staatlichen Hochschulen vorausgesetzt war.

Christian: Okay, dann lass uns mal über deine Weiterbildung zum, oder deine Fortbildung zum Fachwirt reden. Und den Bachelor Professional, das Wort ist jetzt auch schon mehrmals angeklungen. Bachelor Professional ist jetzt kein Bachelor of Arts oder Bachelor of Science, sondern eine ganz eigene Abschlussbezeichnung. Du hast auch schon den DQR oder den europäischen Qualifikationsrahmen erwähnt. Was ist denn jetzt der Bachelor Professional genau?

Patrick: Der Bachelor Professional ist eigentlich das, was früher der Fachwirt-Titel, der Meister war. Das heißt, wir haben ja zwei Systeme in Deutschland: einmal das Hochschulsystem, einmal das Berufsausbildungssystem. Und im Ausbildungssystem ist es halt so, man macht eine Grundausbildung über drei Jahre, also Arbeit und Berufsschule, arbeitet dann noch mehrere Jahre, macht vielleicht noch eine Ausbildereignung und macht dann eben eine Fortbildung zum Meister oder Fachwirt. Also man arbeitet acht Stunden am Tag und macht das über eine Abendschule oder über eine Wochenendschule und ist dann nach eineinhalb Jahren bis zwei Jahren eben Fachwirt.

Patrick: Und da man aber irgendwann gesagt hat, im Qualifizierungsrahmen, jemand, der so viel an Weiterbildung macht und so viel Berufserfahrung hat, ist eigentlich mit einem Bachelor gleichzusetzen, und deswegen wird es irgendwann angeglichen. Und im Vergleich natürlich im Hochschulsystem, ist es ja so, du machst ein Abitur, machst deinen Bachelor, deinen Master, hast natürlich auch einen sehr großen Wissensstand. Da streiten sich natürlich immer wieder Leute drüber, was ist jetzt die bessere Qualifizierung, ist der Professional oder eher der akademische Bachelor. Ich glaube, da gibt es auch nicht richtig oder falsch, ich denke, man muss eher schauen, wer ist für welchen Weg geeignet und was sind die Vorteile.

Christian: Und diese Prüfung, die findet ja dann eben nicht an der Hochschule statt für so eine Fortbildung, sondern wird beim Fachwirt vor einer IHK abgenommen?

Patrick: Ja, das ist dann im Prinzip eine IHK-Prüfung, die da stattfindet.

Christian: Und das ist ja noch mal wichtig zu verstehen, dass die Prüfung jetzt nicht von der Einrichtung abgenommen wird, bei der man diese Fortbildung absolviert, sondern vor einer IHK. Also das ist im Prinzip auch eine öffentliche Einrichtung, die dann diese Prüfung abnimmt, was dann auch noch mal wirklich ganz anders für die Qualität auch dieser Abschlussprüfung sozusagen und dieser Fortbildung wirkt. Über die Prüfung sprechen wir vielleicht später noch mal. Lass uns vielleicht noch ein bisschen bei deiner Weiterbildung beziehungsweise Fortbildung zum Fachwirt bleiben. Was war das genau für ein Fachwirt, den du gemacht hast?

Patrick: Ich habe damals den Medienfachwirt gemacht, einfach weil ich eben Vorwissen als Mediengestalter hatte, und ich dachte, das wäre gut, darauf aufzubauen. Und habe dann den Medienfachwirt angefangen bei der SGD, einfach weil ich mich dort selbst organisieren konnte, weil ich sagen konnte, gut, ich lerne, wann es mir passt, oder wann ich es eben einbauen kann. Und habe das dann zwei Jahre durchgezogen.

Christian: Ja, und hast dadurch natürlich viel mehr verstanden von dem Berufsfeld, dass es eben nicht nur ums Gestalten geht, sondern auch darum, was hängt damit zusammen: Marketing, Produktionsplanung, Produktplanung, also das Ganze, was da eigentlich noch den Rattenschwanz hat. Und in diesen zwei Jahren warst du berufstätig, oder?

Patrick: Genau, ich war in einer kleinen Werbeagentur mit drei Leuten und habe dort meine acht Stunden gearbeitet, manchmal auch zehn, so wie das immer ist. Und habe dann eben flexibel geschaut, wann mache ich meine Hefte und meine Einsendeaufgaben und meine Seminare, weil am Wochenende mal, unter der Woche mal, eine Woche gar nicht. Und habe dann geschaut, dass ich den Weg finde, der für mich passt.

Christian: Okay, und wie kam das in dem Betrieb an? Oder hast du darüber gar nicht geredet?

Patrick: Doch, doch, das kam tatsächlich sehr super an, weil es ganz klar hieß, der Mediengestalter ist eine super Grundausbildung. Aber ich habe in der Agentur halt auch viel kaufmännische Sachen übernommen, wie Arbeitsvorbereitung, Kundenbetreuung, was natürlich noch mal ganz anderes Wording erfordert oder auch eine ganz andere Haltung, um eben das ganze Projekt im Blick zu haben. Und das war was, was durch den Fachwirt oder Bachelor Professional eben dann super abgedeckt war, also die Mischung zwischen der Theorie und der Praxis. Ja, da hat es sehr guten Zuspruch gegeben.

Christian: Ja, da haben wir auch schon so einen Punkt eigentlich, an dem man sagen kann, dass es wirklich vielleicht auch vorteilhafter ist, wenn man diese Weiterbildung oder Fortbildung macht, gegenüber einem Bachelor. Wenn man nämlich in so einem kleineren Betrieb arbeitet, ist es ja sowieso häufig so, dass man dort auch ganz schnell mal andere Aufgaben übernimmt oder übernehmen kann. Und dann freut sich auch ein Vorgesetzter oder ein Kollege einfach, wenn da jemand in der Lage ist, auch andere Aufgaben zu übernehmen und sich dann da eben tatsächlich auch noch berufsbegleitend weiterzubilden, um sich dann eben auch für andere Aufgaben zu qualifizieren.

Patrick: Definitiv. Also ich kenne auch Nachteile, definitiv. Also ich kenne auch Leute in Agenturen, die haben wirklich ein Studium in Design gemacht und haben natürlich eine ganz andere Herangehensweise an das wissenschaftliche Arbeiten. Die sind eben wesentlich theoretischer sage ich mal rangegangen und haben eben wesentlich mehr in die Analyse gesteckt, was ja auch super wichtig ist. Also die waren natürlich in ihrem Bereich top, und da kann ich auch verstehen, deswegen sagt man eben, gut, ein Bachelor Professional, der kann eben praktisch das Ganze überblicken, aber der hat nicht dieses tiefgreifende Wissen. Was auch vollkommen stimmt, da würde ich mich auch niemals vergleichen wollen. Aber für den Bereich, wo ich eben war, wenn es wirklich um praktische Skills geht, also wie kann man auch mal in einem realen Projekt, wenn irgendwie Kosten aus dem Gleichgewicht geraten, reagieren, das war etwas, da ist man als Fachwirt eben super drauf vorbereitet worden. Eben bei einem beruflichen, komplexen Problem eine individuelle Lösung zu finden. Und das war eigentlich das, was bei mir auch den Ausschlag gegeben hat, wo ich dachte, das ist eine gute Sache und das kann man so machen.

Christian: Ja, okay. Dann lass uns noch mal ein bisschen über die, über das, was man da eben dann lernt in dieser Fortbildung reden. Was sind so, kannst du vielleicht so eine grobe Übersicht über die Kursinhalte geben?

Patrick: Ja, das kann ich gerne machen. Erstmal ist es ein bisschen Auffrischung von der Ausbildung. Also man fängt wieder an mit: Was sind die Druckverfahren, was sind die Gestaltungsregeln, also ein bisschen die Basics noch mal. Und geht dann aber beim Bachelor Professional wesentlich mehr in die Tiefe: Wie ziehe ich ein Projekt auf, wie plane ich eine Produktion, wie plane ich Kosten, aber auch, wie reagiere ich agil. Also Scrum ist auch ein sehr wichtiges Stichwort aus dem agilen Projektmanagement. Wie schaue ich eben, dass ich auf Herausforderungen auch richtig reagiere, also nicht nur theoretisch reagiere. Es gibt ein sehr schönes Wort in der Prüfungsordnung: ein praxisbezogenes betriebliches Problem zu lösen. Und das ist eigentlich das, worauf es am Ende ankommt, auch in der Prüfung. Am Ende möchte niemand mehr was über Gestaltung hören, das ist dann vorbei, da geht es wirklich um die ganze Arbeitsvorbereitung, das ganze Drumherum. Das war auch was, was viele bei mir im Lehrgang erstmal verdutzt hat, weil die dachten, ja, ich mache doch eine super schöne Gestaltung. Aber darum geht es irgendwann nicht mehr.

Christian: Okay, und ganz wichtig natürlich zu wissen, dass das auch spezifisch für die Fortbildung ist, die man da macht. Wenn man jetzt eben den Medienfachwirt macht, dann sind die Inhalte, zumindest in den Grundlagen, wahrscheinlich ein bisschen anders, als wenn man jetzt einen anderen Fachwirt macht.

Patrick: Definitiv, es ist halt auf jeden Bereich zugemünzt, ob nun Immobilienfachwirt oder Hotelfachwirt oder Fachwirt im Gastgewerbe. Die Basics sind immer gleich, aber jeder Fachwirt schaut schon, dass er eben für Führungsqualitäten ausgebildet wird und eben schaut, dass er das ganze Unternehmen im Blick hat im Endeffekt.

Christian: Und hast du dann auch angefangen, andere Aufgaben zu übernehmen oder mehr Aufgaben in deinem Betrieb?

Patrick: Genau, ich habe dann in der kleinen Agentur eben sehr viel Aufgaben mitübernommen. Ich hatte eigene Projekte, ich hatte eigene Bestandskunden, die ich eben betreut habe. Und wir waren eine Einkaufsagentur, wir haben also quasi Druckprodukte nicht selber gestaltet, sondern eben eingekauft. Und ich bin dann eben wesentlich tiefer in diese ganzen Verhandlungsprozesse auch eingetaucht.

Christian: Okay, dann lass uns vielleicht noch, um dieses Thema jetzt zum Bachelor Professional ein bisschen abzurunden, über die Vorteile und vielleicht noch ein bisschen über die Nachteile reden. Wir haben schon hier und da so ein paar Sachen anklingen lassen, vielleicht kann man das noch mal bisschen strukturierter angehen. Kannst du uns mal vielleicht auch den Top-Vorteil nennen, den so ein Bachelor Professional jetzt gegenüber einem BWL-Studium-Bachelor beispielsweise hat?

Patrick: Ja, ich versuche mal ganz kurz zusammenzufassen, ich schweife manchmal ein bisschen ab, das ist dieses Vertriebsgebrabbel, das kommt manchmal super durch, sorry dafür. Also ich denke, der größte Vorteil ist tatsächlich der praktische Bezug. Das heißt, ich habe eine dreijährige handfeste Ausbildung hinter mir, wo ich bereits praktisch in der Produktion gearbeitet habe, ich habe ein gewisses Wissen. Und das runde ich eben ab mit zusätzlichen theoretischen Fähigkeiten, die ich noch mehr erlerne. Das heißt, ich bin eigentlich für das operative Geschäft super ausgebildet und schaue eben, dass ich einen allumfassenden Blick kriege, um eben ein Unternehmen auch ordentlich zu führen oder eben als Fachspezialist vernünftig zu arbeiten.

Christian: Und du sagst Praxiswissen. An der Uni oder an der Fachhochschule ist es ja häufig so, dass so ein Studium ganz viel mit Lesen einhergeht, also lesen tatsächlich auch von Fachliteratur, von ganz vielen theoretischen Dingen. Natürlich beschäftigt man sich auch mit seiner Branche, sicherlich auch je nach Studiengang unterschiedlich. Aber ist es jetzt auch so beim Fachwirt, dass man da ganz viel Fachliteratur einfach erstmal liest, oder geht das sofort gleich ganz so in die praktischen Inhalte?

Patrick: Das ist auch der Nachteil, den ich da sehe. Das heißt, Literatur gibt es so gut wie gar nicht, wissenschaftliches Arbeiten gibt es so gut wie gar nicht. Wo ich eben ganz klar den Hochschul-Bachelor an anderer Stelle sehe. Das heißt, sich wirklich theoretisch und umfassend mit einem Fachbereich zu beschäftigen oder auch eine wissenschaftliche Recherche zu betreiben, das ist absolut kein Thema beim Fachwirt. Wo glaube ich auch der große Unterschied liegt.

Christian: Ja, okay. Ein zweiter oder weiterer Vorteil, den ich persönlich dazu sehe, ist die Kursdauer. Wenn man sich das mal anschaut, der Fachwirt, du hast schon gesagt, der hat bei dir zwei Jahre gedauert, berufsbegleitend. Ein Studium, wenn man das jetzt berufsbegleitend aufzieht, dann könnte man das theoretisch auch in drei Jahren schaffen beziehungsweise in sechs Semestern. Die meisten brauchen aber tatsächlich auch ein bisschen länger, wenn die das berufsbegleitend machen, je nachdem ob man Vollzeit arbeitet oder nicht. Das sehe ich auch als großen Vorteil, dass man eine viel, viel kürzere Kursdauer hat.

Patrick: Genau, definitiv. Die Kursdauer ist kürzer. Man kann das sogar in Vollzeit machen, dann gibt es glaube ich sieben Monate, das ist dann super kompakt. Dann gibt es nach drei Monaten direkt die erste Prüfung und nach sieben Monaten gibt es dann so eine Art kleine Bachelorarbeit, eine Projektarbeit, die auch präsentiert und von dem Ausschuss verteidigt werden muss. Da ist das Niveau auch ein bisschen angezogen worden seit dieser Bachelor-Professional-Verordnung. Das geht dann einfach knackig durch.

Christian: Ja, und das wirkt sich ja dann sicherlich auch auf die Kosten aus?

Patrick: Nee, gar nicht mal so sehr. Also ich habe damals mal geschaut, wie teuer die einzelnen Lehrgänge wären, und tatsächlich waren die identisch. Also Vollzeit oder in Teilzeit, das sind alles so um die 6000 Euro, zwischen 3000 und 6000 Euro, plus natürlich Kursgebühren und Fachliteratur, wenn man sich noch welche besorgen möchte, oder alte Prüfungen und so. Aber es variiert eben, ob man einen Fernlehrgang macht oder einen Präsenzlehrgang.

Christian: Genau, ja. Kosten, mit Kosten meine ich vor allem auch gegenüber jetzt den Kosten für so ein Vollzeitstudium, zumindest wenn man an einer privaten Hochschule studiert, dann kostet ein Studium auch locker mal sagen wir mal 15.000 Euro, je nachdem welches Zeitmodell man da studiert. An einer staatlichen Hochschule kann es auch günstiger werden, aber auch im Fernstudium beziehungsweise an einer staatlichen Hochschule zahlt man ja auch locker 1000 Euro für das Studium. Aber grundsätzlich wäre ja so der Bachelor Professional dann, zumindest gegenüber einem Studium an einer privaten Hochschule, doch einiges günstiger.

Patrick: Definitiv. Ja, also das wahrscheinlich auch ein Entscheidungskriterium für viele, die ja überlegen, dann doch eher einen Fachwirt zu machen als das BWL-Studium zum Beispiel.

Christian: Ja, das denke ich auch. Du hast gesagt, dass du angefangen hast, andere Aufgaben zu übernehmen. Kannst du vielleicht noch ein bisschen was Allgemeines zu den Karriereperspektiven für den Fachwirt zum Beispiel sagen, gegenüber einem Studenten beziehungsweise Absolventen eines BWL-Studiums?

Patrick: Das ist natürlich eine böse Frage. Das ist immer die Frage, wo kommt man hin, oder auch, wie kann man sich verkaufen. Also es gibt mit Sicherheit Leute nach einem BWL-Studium, die erstmal ganz klassisch irgendwo als Teamassistent anfangen mit einem recht kleinen Gehalt und die erstmal so ein bisschen Vorbereitung machen oder so ein bisschen Sekretariatsaufgaben, die natürlich wichtig sind ohne Frage, aber die erstmal quasi ihren ersten Beruf finden. Und dann gibt es sicher auch BWL-Studenten, die direkt schon ein Startup gründen und wirklich acht Stunden jeden Tag in die Praxis springen.

Patrick: Das Gleiche kann auch beim Fachwirt passieren. Du kannst einen Fachwirt haben, der hat eine Einserprüfung, wenn wir jetzt zum Beispiel den Handelsfachwirt nehmen im Einzelhandel, und sitzt weiterhin acht Stunden an der Kasse, hat aber trotzdem dieses Wissen. Und andere, die sagen dann, nö, ich gehe jetzt in ein Unternehmen und ich mache dann mehr Büroaufgaben. Das ist glaube ich auch immer die Frage, wo das persönliche Ziel ist, wo entwickelt man sich hin. Aber ich glaube, die große Aussage ist immer die Frage, was man daraus macht.

Christian: Ja, ich glaube, letztendlich wichtiger als der Abschluss an sich ist natürlich Berufserfahrung. Die ist ja bei Menschen, die jetzt einen Fachwirt absolvieren, wahrscheinlich mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eben noch ein bisschen umfangreicher als bei Menschen, die jetzt einen Bachelorabschluss gerade erst in der Tasche haben. Berufserfahrung und natürlich auch die Ambition, also was hat man eben vor, auch beruflich. Das ist glaube ich sehr, sehr wichtig.

Christian: Dann komme ich mal zur klassischen Frage, auch so eine typische Frage, die immer wieder gestellt wird: Wie anerkannt ist blablabla in der Wirtschaft? Also kannst du vielleicht was dazu sagen, wie anerkannt oder bekannt auch der Fachwirt unter Personalverantwortlichen ist?

Patrick: Ja, da habe ich schon ein paar interessante Geschichten erlebt. Also wirklich von: Boah, Sie sind Medienfachwirt und bewerben sich jetzt hier, oder aber auch von: Na ja, Sie sind ja nur Fachwirt, wir haben auch viele Bachelorstudenten, die sich hier beworben haben. Ich glaube, das ist immer eine Frage, auf welches Unternehmen man trifft. Am Ende des Tages ist es halt so, dass beides eine anerkannte Qualifikation ist. Man muss eben feststellen, und in der Regel, würde ich sagen, ist der klassische Fachwirt eigentlich mehr anerkannt als der Bachelor Professional, weil die meisten, wenn man jetzt zu denen sagt, ich bin Bachelor Professional, da sagen die, okay, irgendwas von einer Uni. Aber was jetzt genau ist, eben mit der ganzen Nebenberuflichkeit und der Ausbildung, die vorher dranhängt, das wissen die meisten vermutlich dann gar nicht.

Christian: Ja, da kommen wir wieder zu dem Thema, wie verkaufe ich mich dann eigentlich. Aber das ist dann auch so, wenn ich das jetzt richtig verstehe, dass auf dem Abschlusszeugnis steht dann auch Bachelor Professional?

Patrick: Ja, genau richtig, seit ich glaube 2020 steht es drauf.

Christian: Ja, okay. Also muss man aktuell zumindest wahrscheinlich noch ab und zu auch erklären im Vorstellungsgespräch, was das jetzt eigentlich genau bedeutet.

Patrick: Ja, ist zumindest meine persönliche Erfahrung, ich muss das ab und zu erklären.

Christian: Ja, okay. Aber ich denke mal, das wird auch in den nächsten Jahren immer bekannter werden. Dann, ich würde jetzt gerne schon zu den Prüfungen fragen, wie die ablaufen, aber das können wir uns dann vielleicht für später noch aufheben. Lass uns mal ein ganz kleines Stückchen vorspulen in dem Sinne. Wir überspringen mal deine Prüfung, du hast andere berufliche Tätigkeiten übernommen, hast du gesagt, beziehungsweise hast dich auch beruflich einfach weiterentwickelt durch diese Fortbildung. Und aktuell absolvierst du den sogenannten Master Professional. Was ist der Master Professional?

Patrick: Genau, ich habe dann gedacht, ich gehe noch mal eine Stufe weiter. Aktuell bin ich seit acht Monaten dabei, den Master Professional zu machen. Mal gucken, wie es wird, im schlimmsten Fall, wenn es nicht klappt, dann arbeite ich einfach weiter. Da bin ich jetzt nicht mehr so verbissen wie beim Fachwirt.

Patrick: Und zwar ist es halt so, dass, wenn wir noch mal auf den DQR zu sprechen kommen, wir ja auf Niveau 6 die Meister, Techniker, staatlichen Betriebswirte und den Bachelor haben. Und eine Stufe höher ist eben der DQR 7. Das heißt, dort haben wir den Master an der Hochschule, aber wir haben eben auch den Berufspädagogen, den strategischen Professional oder auch den Betriebswirt. Und das mache ich aktuell, genau, also ich mache den IHK-geprüften technischen Betriebswirt. Es gibt ja auch den staatlichen, das wäre dann aber wieder der Bachelor Professional, ist ein bisschen verwirrend mit den ganzen Ausdrücken. Also ich habe mich dazu entschlossen, noch mal eine Stufe weiterzumachen, und das ist eine Dauer von anderthalb Jahren, auch wieder bei der SGD, so flexibel wie es eben geht. Und da geht es eigentlich noch mal ein bisschen mehr ins Strategische, also mehr in die Planung, mehr in die langfristige Vorbereitung, da geht es eigentlich in Richtung Betriebsführung.

Christian: Okay, das ist sehr spannend. Und das Wort DQR ist jetzt schon öfter gefallen, ich habe es schon einmal, zweimal erwähnt, du hast es auch schon erwähnt. Ich will noch mal verweisen auf die Shownotes für diesen Podcast, da verlinke ich euch einfach einen Artikel zum DQR, mein Kollege Markus hat da wirklich alles so aufgedröselt, was es genau ist, welche verschiedenen Stufen es gibt und was man wo einordnen kann. Also wer sich da näher interessiert, der schaut einfach mal in diesen Artikel rein, weil das würde jetzt auch ein bisschen zu weit führen, das hier jetzt auch noch mal im Detail zu erklären.

Christian: Also lass uns weiter über den technischen Betriebswirt reden beziehungsweise den Master Professional. Kannst du vielleicht noch mal zwei, drei Worte zu deinen Beweggründen sagen? Warum hast du dich jetzt konkret dafür entschieden, dann tatsächlich noch diesen Schritt weiterzugehen und nicht einfach im Job weiter zu machen, so, ich sage mal, as usual?

Patrick: Das ist eine sehr gute Frage tatsächlich. Ich glaube, letzten Endes denke ich immer, dass man auf jeden Fall sich immer weiterbilden sollte. Also lebenslanges Lernen in jede Richtung finde ich super spannend, super interessant. Und das Reizvollste für mich war eben, dass der Betriebswirt noch mal ein bisschen strategischer vorangeht, also ein bisschen langfristiger. Das fand ich halt super interessant, das finde ich immer noch super interessant. Das waren so die Beweggründe.

Christian: Ja, und sag mal, mit der Qualifikation, die du jetzt mit dem Bachelor Professional hast, hättest du ja theoretisch auch studieren gehen können? Also du hättest dich jetzt wahrscheinlich leichter an einer Hochschule einschreiben können, als das sozusagen vor dem Bachelor Professional war. Hast du uns ja erzählt, das war ein bisschen kompliziert. Du wärst vielleicht an die eine oder andere private Hochschule gekommen, aber eben nicht an die staatlichen. Hättest du jetzt auch einen Bachelor machen können? Und warum hast du dich dann dagegen entschieden, oder war das gar keine Entscheidung in dem Sinne?

Patrick: Ich habe kurzzeitig darüber nachgedacht, ist eine super spannende Frage, definitiv. Viele Hochschulen haben gesagt, kein Problem, das passt jetzt. Also auch wirklich eine Hochschulreife, auch an Universitäten, hier ist es kein Problem, können Sie machen mit dem Bachelor Professional. Allerdings wurde ich dann nur für einen Bachelor zugelassen und nicht für einen Master. Und das fand ich dann aus meiner Sicht ein bisschen unfair, weil ich dachte mir, gut, ich habe ja schon einen Abschluss auf Bachelor-Niveau, warum reicht das immer noch nicht? Und dann war für mich eben der logische Weg, wenn ich noch mal was machen möchte, dann möchte ich schon was machen, was eine Stufe höher ist. Und habe mich dann eben für den Master Professional entschieden.

Christian: Ja, das Problem sehe ich dann auch ein bisschen, oder das Hindernis, das kann ich sehr gut nachvollziehen, dass man da denkt, ja, warum soll ich jetzt noch mal den Bachelor machen? Man kann sich denke ich mal viele Inhalte aus der Fortbildung anerkennen lassen und den Bachelor dann ein bisschen verkürzen, aber trotzdem hat man dann immer noch sehr viel zu tun, um da sagen wir mal vier Semester muss man dann voll wahrscheinlich noch studieren für den Bachelor, oder entsprechend in Teilzeit noch länger. Ja, warum sollte man das jetzt machen, wenn man eigentlich sozusagen schon das Bachelor-Niveau erreicht hat?

Christian: Und kannst du uns vielleicht noch ein wenig zu den Voraussetzungen sagen für den Master Professional? Was wird da konkret vorausgesetzt, muss ich dafür ein Abitur haben beispielsweise, wie sind die konkreten Voraussetzungen?

Patrick: Also die Voraussetzungen sind ganz klar definiert: Das ist eine bestandene Prüfung zum Industriemeister oder eben zum Fachwirt oder Fachkaufmann. Und das war es. Also noch mehr Berufserfahrung oder ein Vorbereitungslehrgang spielt keine Rolle mehr, weil man einfach sagt, gut, das Grundwissen ist da, eben durch die Meisterausbildung oder durch so einen hohen Abschluss. Und wie man sich dann eben auf die Prüfung vorbereitet, ist jedem selbst überlassen. Also ich zum Beispiel habe jetzt auch für mich gesagt, gut, ich bin bei der SGD, aber ich mache jetzt auch nicht jede Einsendeaufgabe mit, sondern ich schaue eben, dass ich mich auf die Prüfung fokussiere, mit alten Prüfungen lerne und dann eben in die Prüfung gehe und dann mal schauen, was wird.

Patrick: Also eine ganz genaue Voraussetzung, dass man irgendwie noch mal das Abitur braucht oder eben Berufserfahrung, gibt es in der Form eigentlich nicht. Das ist wie beim Fachwirt, da heißt es ja auch, Sie brauchen eine bestandene Ausbildung, und dann können Sie sich anmelden. Und wie man sich eben drauf vorbereitet, das ist dann Eigenverantwortung.

Christian: Okay, aber wichtig zu wissen: Ich kann jetzt nicht direkt in den Master Professional einsteigen, ohne eben beispielsweise diesen Bachelor Professional absolviert zu haben.

Patrick: Genau, es gibt wohl auch so ein paar Grenzfälle, wo das geht, aber das sind glaube ich absolute Sonderfälle, wo man dann einschlägig irgendwas belegen muss, habe ich mal gelesen. Aber ich glaube, das sind 0,1 Prozent, wo das möglich ist.

Christian: Es gibt ja auch diese Grenzfälle, dass man direkt in ein Masterprogramm einsteigen kann, wenn man wirklich ganz, ganz lange Berufserfahrung hat, vielleicht noch Führungserfahrung und so weiter. Und dann könnte man auch den Bachelor an der Hochschule überspringen und direkt in so ein Masterprogramm einsteigen. Aber ich denke mal, das sind auch sehr, sehr wenige, die das tatsächlich hinbekommen. Und es ist die Frage, ob das am Ende auch gut geht. Also das ist glaube ich dann wiederum eine andere Sache, wenn so viel Vorwissen fehlt. Das kann klappen, aber da sträuben sich mir die Nackenhaare, das finde ich immer gruselig so was.

Patrick: Ja.

Christian: So, nun ist ja so, dass man im Masterstudium an einer Hochschule schon sehr stark auch zum Beispiel in das Thema wissenschaftliches Arbeiten einsteigt. Da geht es dann eben drum, auch wirklich über die Semester seine Masterarbeit vorzubereiten, die vom Anspruch her noch mal ganz anders ist als die Bachelorarbeit, ein bisschen auch vom Umfang je nach Fachbereich. Und so beschäftigt man sich dann eben auch mit ganz, ganz viel Theoriewissen und Theorien auch in dem Sinne je nach Studiengang. Kannst du vielleicht mal sagen, was so die Studieninhalte der Fortbildung zum Master Professional sind?

Patrick: Beim Master Professional geht es eben um ähnliche Bereiche wie schon beim Bachelor Professional, aber es geht eben ein bisschen mehr in die Tiefe. Ob im Bereich Marketing, Produktionsplanung, Projektmanagement, oder auch ein bisschen Richtung Innovationsmanagement, dass man eben in verschiedene Bereiche noch mal in die Tiefe geht. Auch was du eben sagtest mit der Masterarbeit: Beim Professional ist es ähnlich, man macht eben am Ende einen schriftlichen Prüfungsteil, das werden sechs Prüfungen, ein paar gehen drei Stunden, paar gehen fünf Stunden, und dann hat man noch mal eine kleine Bachelorarbeit über 30 Tage, die man schreiben muss und präsentieren muss. Und beim Master Professional hat man eben dasselbe noch mal mit einer kleinen Masterarbeit von 30 Tagen, die man dann auch präsentieren muss und verteidigen.

Christian: So, da werden also auch Prüfungen geschrieben. Ich hatte gesagt, das Thema Prüfungen heben wir uns noch ein ganz kleines bisschen auf, da wollen wir gleich noch mal drüber reden, wenn es auch um die Studiengemeinschaft Darmstadt geht. Lass uns noch so ein bisschen vielleicht noch auch hier die Vorteile und möglichst auch die Nachteile, wenn es welche gibt, auflisten und das noch mal strukturiert darstellen. Was sind denn die Vorteile aus deiner Sicht zumindest von diesem Master Professional gegenüber einem Masterstudium an einer Hochschule?

Patrick: Eigentlich ähnlich, was ich schon beim Bachelor angesprochen habe, als das viele: Dieser Praxisbezug, der eben da ist. Also eigentlich kann man es eins zu eins übertragen, da gibt es jetzt nicht wirklich viel Neues, würde ich fast schon sagen.

Christian: Okay, also auch sehr starke Praxisorientierung, es geht auch schneller in dem Sinne, man ist ein bisschen schneller, als wenn man jetzt ein Masterstudium absolviert, und es ist dann wahrscheinlich auch günstiger, je nachdem, ob man jetzt vorhätte, an einer staatlichen Hochschule zu studieren oder an einer privaten.

Patrick: Definitiv.

Christian: Ja, siehst du auch Nachteile?

Patrick: Ja, also wieder dasselbe wie vorhin, dass man eben in verschiedene Theoriebereiche nicht tief genug reingeführt wird, dass eben wissenschaftliches Arbeiten gar keine Rolle spielt. Auch Sachen wie eine Promotion oder auch später Habilitation, Professur kommen überhaupt nicht in Frage, das ist gar kein Thema beim Master Professional. Da ist dann quasi Schicht im Schacht, wo man natürlich an der Hochschule noch mal ganz anders vorbereitet wird auf verschiedene zukünftige Sachen.

Christian: Okay. Und du hast ja gesagt, du hast den technischen Betriebswirt gemacht. Das vielleicht noch eine Frage, die eigentlich mehr zu den Studieninhalten gepasst hätte, aber ich wollte jetzt der Vollständigkeit wegen noch fragen: Also gibt es da ganz besondere Studieninhalte oder Kursinhalte bei dem technischen Betriebswirt jetzt gegenüber einem, ich sage mal, normalen Betriebswirt? Gibt es überhaupt unterschiedliche, oder was für unterschiedliche IHK-geprüfte Betriebswirte gibt es denn überhaupt?

Patrick: Also meines Wissens gibt es zwei verschiedene: einmal den IHK-Betriebswirt und einmal den IHK technischen Betriebswirt. Bei dem technischen wäre der einzige Unterschied, den ich bis jetzt festgestellt habe, dass es eben zwei Zusatzprüfungen gibt. Das wäre einmal Information und Kommunikation und einmal Produktionsplanung und Materialplanung. Der Rest ist eigentlich identisch, ob nun Marketing, Kostenrechnung, das machen eigentlich beide Betriebswirte ohne Unterschiede. Kleiner Unterschied wäre noch mal bei der Abschlussarbeit: Da muss der technische Betriebswirt ein technisches Projekt eben vorstellen, also was noch das gewesen ist, wie zum Beispiel Einführung einer neuen Produktionsanlage, muss das eben dann begleiten und beschreiben. Während der Betriebswirt, also der nicht-technische, eben zum Beispiel sich mit der Einführung von einem Controlling-System, CRM-System im kaufmännischen Bereich aufstellen sollte und müsste.

Christian: Ja, okay. Und den normalen Betriebswirt, den gibt es bei der SGD glaube ich gar nicht. Da gibt es nur den technischen Betriebswirt, oder habe ich den übersehen?

Patrick: Nee, tatsächlich nicht. Die SGD hat nur den technischen Betriebswirt. Die SGD hat auch nur den staatlichen, aber der wäre natürlich eine Stufe drunter. Also wer eigentlich, meiner Sicht nach, nach dem Fachwirt, wäre das keine zielführende Entscheidung. Was die SGD noch hat, das sind eigene Betriebswirte, die heißen dann in ganz kleinen Klammern SGD-geprüft. Das hat damals glaube ich die VW auch schon gemacht, und gut, kann ich mich nicht zu äußern. Ich weiß halt nur, dass es im Berufsbildungsgesetz ganz klar geregelt ist, was die Inhalte sind. Und ich weiß nicht, inwieweit so ein SGD-Betriebswirt ohne unabhängige Prüfung durch zum Beispiel die IHK so was gewährleisten kann. Da bin ich ein bisschen skeptisch, aber jede Weiterbildung hat sicherlich irgendwo einen Qualifikationsvorteil.

Christian: Ja, kann ich nicht beurteilen, weiß ich nicht. Also aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Weiterbildung, zumindest die, die ich mache bei der SGD, schon sehr hochwertig und auch anspruchsvoll ist. Ich denke mal, aber das könnte natürlich auch variieren jetzt von Weiterbildung zu Weiterbildung ein bisschen, hängt vielleicht sogar auch von den Lehrern ab so, und von den Studienskripten und so weiter.

Christian: Dann lass uns doch gleich mal bei diesem Thema bleiben und im letzten Abschnitt noch so ein bisschen über die SGD reden und dann natürlich auch noch mal über die Prüfung. Warum hast du dich denn für die SGD entschieden? Es gibt ja noch andere Anbieter, die verlinken wir euch übrigens auch in der Beschreibung für diesen Podcast beziehungsweise in den Shownotes. Es gibt noch das Institut für Lernsysteme, die gehören ja auch irgendwie zusammen, die gehören alle zur Klett-Gruppe. Und es gibt auch noch weitere, könnt ihr gerne recherchieren. Aber vielleicht sagst du uns erstmal, warum du dich jetzt konkret für die Studiengemeinschaft entschieden hast.

Patrick: Ja, da gibt es eine theoretische und eine ehrliche Antwort. Also die theoretische ist eben, dass ich meine Zeit flexibel einteilen wollte und eben unabhängig sein wollte. Und die ehrliche war halt, ich habe angefangen zu googeln, und das waren die Ersten, die Werbung gemacht haben, die auch am günstigsten waren. Ich habe 3000 Euro gespart, und da habe ich dann gesagt, das versuche ich, das klingt ganz gut. Und das war eigentlich so mit der Hauptgrund.

Patrick: Nun ist es ja auch so, ich bin oder ich war in verschiedenen WhatsApp-Gruppen, und es gibt ja auch, früher Präsenz-, jetzt Online-Seminare, die auch zwischendrin sind. Also es ist nicht so, dass man, wie das ja vom Fernstudium klassisch behauptet wird, jeden Tag alleine rumsitzt. Nee, da ist schon ein bisschen mehr Interaktion vorhanden.

Christian: Ja, Tatsache. Also ich kenne eine Kollegin, eine ehemalige Kollegin, die hat den staatlich geprüften Betriebswirt gemacht am Institut für Lernsysteme glaube ich und war damit auch ziemlich zufrieden. Und hat dann aber später noch eine Weiterbildung bei der SGD gemacht und war damit auch sehr zufrieden. Ich bin auch bei der Studiengemeinschaft Darmstadt, ich mache da eine einfache Weiterbildung. Und ja, ich finde die Skripte gut, ich finde auch den Ablauf gut.

Christian: Was mich persönlich ein bisschen nervt manchmal, sind die Einsendeaufgaben. Wie ist es bei dir, gibt es da viele Einsendeaufgaben, und muss man die machen?

Patrick: Ja, es gibt tatsächlich 69 Stück, die immer so aufploppen. Bei dem Fachwirt, bin ich auch ganz ehrlich, waren sehr viele Aufgaben tatsächlich nicht zielführend. Also bei uns war es halt so, dass wir irgendwann in der WhatsApp-Gruppe angefangen haben, mit alten Prüfungen zu lernen, und haben festgestellt, dass zwischen Einsendeaufgaben und Prüfung eine sehr große Differenz besteht. Bei uns sind beim Fachwirt sehr viele durchgefallen, tatsächlich, ich auch beim Erstversuch. Also da war ich so, gar kein Hehl drum, das war leider so.

Patrick: Und deswegen denke ich immer, dass die ideale Mischung nicht ist, nur mit den Skripten zu lernen, sondern eben mit alten Prüfungen und eben anderer Fachliteratur. Das macht man beim Betriebswirt jetzt auch so. Also ich habe natürlich die Hefte, die Einsendeaufgaben, aber da diese ja für die Abschlussprüfung gar kein Bonus sind, denke ich, okay, manche mache ich, manche nicht. Und manchmal mache ich auch alte Prüfungen. Also ich schaue da eben, dass ich mich auf das fokussiere, was wirklich wichtig ist, dass ich nicht jede einzelne Aufgabe bis ins Kleinste wirklich mache, sondern dass ich eben schaue, was ist für mich am zielführendsten. Und das sind für mich eben ganz klar alte Prüfungen.

Christian: Okay, also wichtig zu wissen, in diesem Kurs ist es nicht so, dass man da jede Einsendeaufgabe machen muss. Das ist bei mir beispielsweise so, teilweise kann ich ja das Seminar beispielsweise nicht besuchen, wenn ich nicht erst die und die Einsendeaufgaben eingereicht habe. Die werden dann super schnell kontrolliert, also teilweise kriegt man die dann schon am nächsten Tag wieder kontrolliert zurück, so der kann man wirklich nicht sagen. Aber man muss es eben machen, und das ist manchmal bisschen hinderlich. Aber andererseits ist es eben ein Studium oder eine Weiterbildung in dem Fall, wo man eben auch ein bisschen arbeiten soll. Aber gut zu wissen, dass das jetzt in deinem Kurs dann nicht der Fall ist.

Christian: Seminare, gibt es die auch, also Präsenzseminare oder Online-Seminare?

Patrick: Genau, Präsenzseminare gibt es auch, das sind drei Stück. Mittlerweile, oder durch Corona, ist es glaube ich auf Online umgestellt worden. Also man ist vor dem Laptop, man macht Gruppenarbeiten oder auch Einzelaufgaben und bereitet sich eben optimal für die Prüfung vor.

Christian: Okay, also man muss jetzt nicht irgendwo anreisen und dann da vor Ort irgendwie sein. Außer dann eben zum Schluss zu der Prüfung. Vielleicht reden wir noch so ein ganz kleines bisschen über die Prüfung oder die Prüfungen. Du hast schon gesagt, beim Bachelor Professional gab es mehrere Prüfungen, auch eine Zwischenprüfung, oder habe ich das richtig so verstanden?

Patrick: Also es gab jetzt keine feste Definition. Es gab halt eben insgesamt sechs Fächer, man konnte eben dann entscheiden, wann man welches macht. Ich habe zum Beispiel glaube ich jedes halbe Jahr verschiedene gemacht. Und es gab aber auch Leute, die haben nach den zwei Jahren alles auf einmal gemacht, die haben dann wirklich quasi zwei Wochen durchgezogen und die ganzen Prüfungen gemacht. Ist natürlich auch eine Möglichkeit, wäre für mich jetzt nicht so cool gewesen. Also ich finde es mal besser, fokussiert auf verschiedene Teile mich vorzubereiten.

Christian: Genau, also im Prinzip hast du eben die sechs Prüfungen und dann noch mal die Projektarbeit. Und wo melde ich mich da an für die Prüfung? Such ich da einfach eine IHK bei mir um die Ecke in der Stadt oder in der nächsten Stadt und frage da, ob da diese Prüfungen abgenommen werden, oder wie läuft das?

Patrick: Ja, tatsächlich läuft das so. Also ich wohne jetzt hier in Köln, ist ja eine recht große IHK, die bieten auch ziemlich viel an. Und da habe ich dann die Anfrage gestellt, die haben gesagt, ja, machen wir so. Und zweimal im Jahr werden die Prüfungen angeboten, und dann reist man eben an und schreibt die beziehungsweise macht die Projektarbeit.

Christian: Genau. Ja, kleiner Tipp für unsere Zuhörer oder Zuschauer: Die IHK, die bieten natürlich selber auch diese Fortbildung an, also die gesamte Ausbildung sozusagen, häufig vor Ort, teilweise mittlerweile auch online. Da kann man natürlich auch direkt bei der IHK lernen, wenn man jetzt nicht zur Studiengemeinschaft Darmstadt oder irgendeinem anderen Anbieter möchte. Guckt man einfach mal bei sich vor Ort, und dann könnte man theoretisch das Ganze auch in Präsenz absolvieren.

Christian: Und jetzt ist es so, dass du bei deiner Master-Fortbildung auch Prüfungen hast. Sind das auch so viele Prüfungen, und kannst du die dann auch zu verschiedenen Zeitpunkten absolvieren?

Patrick: Ja, das ist tatsächlich genauso. Es gibt wieder quasi einen ersten Prüfungsteil, der besteht aus vier Prüfungen, und der zweite aus zwei, und dann die Projektarbeit. Und da kann ich auch sagen, also mein Plan zum Beispiel: Ende des Jahres mache ich den ersten Teil, die vier Prüfungen, ein halbes Jahr später mache ich die anderen beiden und dann die Projektarbeit. Ich könnte auch sagen, ich mache nächstes Jahr einfach alle auf einmal, das ist glaube ich mit einer Woche Abstand. Aber na, ich habe mich noch nicht entschieden. Ich glaube, eher weniger.

Christian: Okay. Ja, Patrick, ich glaube, wir haben alles so ein bisschen aufgedröselt und erklärt, was diese Bezeichnungen angeht, Bachelor Professional und Master Professional. Hast so viel über deine Biografie erzählt. Und ja, ich würde sagen, wir schließen das Gespräch an dieser Stelle ab, und ich wünsche dir auf jeden Fall super viel Erfolg bei deinem Master Professional. Hast du schon eine Idee, wie es danach irgendwie weitergehen könnte, eine Vorstellung?

Patrick: Noch gar nicht so konkret. Also in der Firma, wo ich jetzt bin, bin ich super zufrieden und würde auch gerne bleiben und da mal schauen, was für Türen sich öffnen.

Christian: Kannst du uns vielleicht zum Schluss noch sagen, wie man mit dir in Kontakt treten kann? Instagram hast du ja, darüber hattest du mich auch angeschrieben, das verlinken wir natürlich auch in der Beschreibung beziehungsweise in den Shownotes. Gibt es noch andere Möglichkeiten, mit dir in Kontakt zu treten?

Patrick: Definitiv, also Instagram oder auf Facebook, da bin ich erreichbar.

Christian: Ja cool, das verlinken wir natürlich auch alles in der Beschreibung für den Podcast. Ja, dann herzlichen Dank, dass du uns hier so viel erzählt hast, auch über dich persönlich und deinen Berufsweg und deine Fortbildung. Und ja, ich wünsche dir noch einen schönen Tag!

Patrick: Vielen, vielen Dank, Christian! Habe mich super gefreut. Dir auch, tschüss!

Christian: Ciao!

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