30.04.2025

Neues Institut der IU Hochschule nimmt den Kampf gegen Radikalisierung auf

Die IU Internationale Hochschule hat am 29. April 2025 das Zentrum für Radikalisierungsforschung und Prävention (ZRP) am Campus Essen gegründet. Das neue Institut ist Teil eines bundesweiten Netzwerks von Fachleuten und konzentriert sich auf die praxisnahe Erforschung und Prävention von Radikalisierung. Es verfolgt das Ziel, effektive Strategien gegen extremistische Strömungen zu entwickeln und beschreibt sich selbst als einzigartig im Forschungsbereich der sozialen Arbeit. Begleitet wurde die Gründung von einem Fachtag in Kooperation mit dem Evangelischen Erziehungsverband, der als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis diente.

Die Bedeutung des neuen Instituts wurde von mehreren Rednern hervorgehoben. Prof. Dr. Burak Çopur, Leiter des ZRP, betonte die Rolle des Ruhrgebiets als idealen Standort aufgrund seiner sozialen Vielfalt und strukturellen Herausforderungen. Das Ziel sei es, die bestehenden Forschungskapazitäten im Bereich der Radikalisierung und Prävention durch einen praxisorientierten Ansatz zu erweitern. Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert betonte die Wichtigkeit der Stärkung der demokratischen Resilienz und kritischen Betrachtung extremistischer Ansichten, besonders bei jungen Menschen.

Die Gründung des ZRP kommt zu einem Zeitpunkt, an dem gesellschaftliche Spannungen zunehmen, illustriert durch Rechtsextremismus und extremistische Demonstrationen in verschiedenen Städten Deutschlands. Der Fachtag zur Eröffnung des Zentrums widmete sich drängenden Themen wie den Folgen von Rechtspopulismus und den Herausforderungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Veranstaltung unterstrich die Notwendigkeit einer engen Kooperation zwischen Forschung und Praxis, um nachhaltige präventive Maßnahmen zu entwickeln.

Seit 2022 engagieren sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb der IU für einen integrativen Ansatz zur Erforschung von Radikalisierung. Das neu gegründete Institut verstärkt diesen Ansatz durch verbesserte personelle und finanzielle Ressourcen. Es plant, sich komplexen Themen wie Antisemitismus und religiösem Extremismus zu widmen. Der Fokus liegt dabei auf der Erforschung von Ursachen und der Entwicklung präventiver Interventionsstrategien, um die gesellschaftliche Resilienz zu fördern.

Das ZRP sieht es als seine Aufgabe, theoretische und praktische Erkentnisse zusammenzuführen. In verschiedenen Formaten wie Fortbildungen und Workshops bringt es Ergebnisse direkt in die Praxis ein. Die IU Hochschule bekräftigt damit ihre gesellschaftliche Verantwortung und ihr Bestreben, durch Bildung und Praxistransfer einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Strukturen zu leisten.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.4.2025
Foto: IU Internationale Hochschule (Prof. Dr. Burak Çopur, Leiter des Zentrums für Radikalisierungsforschung und Prävention (ZRP))
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