18.06.2026

IU gründet Forschungsinstitut für gesellschaftsrelevante Bildung: Fokus auf Demokratie und Teilhabe

Am 17. Juni 2026 hat die IU Internationale Hochschule in Hannover das Research Institute für gesellschaftsrelevante Bildung (REGE) offiziell ins Leben gerufen. Das Institut bündelt wissenschaftliche Expertise zu aktuellen Herausforderungen wie sozialer Ungleichheit, demokratischer Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Ziel ist es, Forschungsergebnisse gezielt für die Bildungs- und Gesellschaftspraxis nutzbar zu machen.

Im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung kamen Forschende, Praxispartner und gesellschaftliche Akteure am IU-Campus Hannover zusammen, um Perspektiven für eine wirkungsorientierte Bildungsforschung zu diskutieren. Das REGE versteht sich als interdisziplinäres und praxisnahes Forschungsinstitut, das Erkenntnisse aus Sozialer Arbeit, Psychologie, Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften zusammenführt. Im Team engagieren sich unter anderem Prof. Dr. Stefanie Kessler (Demokratiebildung), Prof. Dr. Okka Zimmermann (soziale Ungleichheit und transformative Bildung), Prof. Dr. Karsten König (Professionalisierung sozialer Berufe), Prof. Dr. Caroline Trautwein (hochschulisches Lehren und Lernen) sowie Prof. Dr. Ulrike Lichtinger (Positive Bildung und Wohlbefinden in der Schule).

Das REGE-Institut setzt auf einen engen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Im Fokus stehen Forschungsprojekte, die gesellschaftliche Polarisierung, Bildungsungleichheit und Unsicherheiten adressieren und Impulse für gerechtere und nachhaltigere Bildungsräume liefern sollen. Die Gründung des Instituts markiert den Übergang von bisherigen Projektstrukturen zu einer dauerhaften institutionellen Verankerung gesellschaftsrelevanter Bildungsforschung an der IU.

Bereits im Vorfeld der offiziellen Gründung arbeiteten die beteiligten Wissenschaftler:innen im Rahmen des REsearch Center GEsellschaftsrelevante Bildung zusammen. Mit dem neuen Institut wird das Forschungsengagement der Hochschule in diesem Feld strategisch weiterentwickelt. Prorektor Prof. Dr. Kamal Bhattacharya betont, Ziel sei es, wissenschaftliche Erkenntnisse künftig noch schneller in die Bildungspraxis und gesellschaftliche Debatten zu übertragen.

Die IU Internationale Hochschule zählt mit rund 130.000 Studierenden zu den größten Hochschulen in Deutschland und hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf gesellschaftlich relevante Forschung gesetzt. Bereits zuvor wurden etwa ein Zentrum für Radikalisierungsforschung und Prävention sowie zahlreiche Projekte zur Förderung von Bildungsgerechtigkeit initiiert. Über 70 Prozent der Studierenden stammen aus nicht-akademischen Haushalten, was die Bedeutung niedrigschwelliger Bildungszugänge an der Hochschule unterstreicht.

Für Entscheider:innen im Bildungsbereich und Weiterbildungsinteressierte bietet das REGE-Institut einen neuen Anlaufpunkt, um gesellschaftliche Herausforderungen und Innovationen in Forschung, Lehre und Praxis zu integrieren. Die IU setzt damit ein Signal für interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in gesellschaftliche Prozesse.

Quelle: Pressemitteilung vom 18.06.2026
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