Emotionen als Brücke für gesellschaftlichen Wandel: Helen Landmanns beeindruckende Forschung
Prof. Dr. Helen Landmann hat an der FernUniversität in Hagen mit ihrer Habilitation beeindruckt und zeigt, dass Emotionen entscheidend für gesellschaftliches Miteinander und Wandel sind. Ihre Forschung erreicht nicht nur akademische Kreise, sondern hat auch direkte Auswirkungen auf gesellschaftlichen und politischen Aktivismus.
Die Psychologin Helen Landmann hat kürzlich ihre Venia Legendi von der FernUniversität erhalten und fokussiert sich in ihrer Forschung auf die Rolle von Emotionen in gesellschaftlichen Krisen. Dazu gehören unter anderem Migrationskrisen, Coronakrise und Klimawandel. Sie ist überzeugt, dass Emotionen Menschen zum Handeln aktivieren und Brücken zwischen ihnen bauen können.
Landmanns Karriere begann 2016 im Lehrgebiet Community Psychology an der FernUniversität. 2022 übernahm sie eine Vertretungsprofessur in Bremen und 2024 folgte ein Ruf nach Klagenfurt, wo sie die Abteilung für Allgemeine Psychologie leitet. Sie forscht unter anderem im Bereich Umwelt, Energie & Nachhaltigkeit und betont den gesellschaftlichen Impact ihrer Arbeit, besonders im Hinblick auf den Umgang mit geflüchteten Menschen.
Ein Schwerpunkt ihres Schaffens ist die „Finite Pool of Worry“-These, die die begrenzte Kapazität der Menschen zur Sorge thematisiert. Sie sieht das Hauptproblem jedoch in der Aufmerksamkeitsspanne der Menschen: „Man kann eben nur an eine Sache gleichzeitig denken“, sagt sie.
Eine zentrale Herausforderung sieht sie darin, das vorhandene Potenzial für ein gutes Zusammenleben zu koordinieren und emotionsbasierte wissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis anzuwenden. Helen Landmann betont, dass gesellschaftliche Solidarität und empathisches Verhalten durch Bildung gefördert werden können, ohne dabei in Propaganda abzurutschen.
Wissenschaftlich fundierte Aufklärungsarbeit ist ihrer Meinung nach unerlässlich, um bestehende Stereotypen zu durchbrechen und den Fokus der Menschen auf konkrete, effektive Maßnahmen zu lenken, die gesellschaftlichen Wandel fördern können.
Quelle: Pressemitteilung vom 29.04.2025
Foto: FernUni Hagen/privat; Dekan der Fakultät für Psychologie Prof. Andreas Mokros (li.) und Prof. Dr. Anette Rohmann (re.) gratulieren Prof. Helen Landmann zur Venia Legendi.
Veröffentlicht am 30.04.2025 18:44 von Christian Wolf