05.09.2025

Sinneserfahrungen, Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Monika Imschloß stärkt Konsumforschung an der FernUni Hagen

Prof. Dr. Monika Imschloß wird ab dem 1. Oktober 2025 als Professorin für Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Markt- und Konsumverhalten an der FernUniversität in Hagen tätig. Die Psychologin und Marketingexpertin beschäftigt sich in ihrer Forschung insbesondere damit, wie Sinneseindrücke, digitale Innovationen und Nachhaltigkeit das Konsumverhalten beeinflussen.

Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stehen Fragen wie: Welche Rolle spielt Musik im Geschäft für die Produktwahl? Wie wirken sich digitale Technologien und Künstliche Intelligenz auf Kaufentscheidungen aus? Und warum bevorzugen Konsumenten unter bestimmten Umständen nachhaltige oder upgecycelte Produkte? Diesen Themen widmet sich Imschloß mit einer Verbindung von psychologischer und betriebswirtschaftlicher Perspektive.

Ihre akademische Laufbahn führte sie nach ihrem Psychologiestudium in Würzburg über eine Promotion an der Universität Mannheim nach Köln und Lüneburg. Dort lehrte sie als Juniorprofessorin und später als Professorin für Marketing, bevor sie nun an die FernUniversität wechselt. Imschloß betont, dass die explizite Kombination von Markt- und Konsumverhalten im deutschsprachigen Raum noch selten sei und für sie eine ideale Verbindung zu ihrem Forschungsprofil darstelle.

In ihrer wissenschaftlichen Arbeit zeigt sie unter anderem, wie sensorische Reize – etwa Musik im Laden – Einfluss auf die Wahl bestimmter Produkte nehmen. In Feldstudien ließ sich beispielsweise beobachten, dass französische Musik die Verkäufe französischer Weine erhöht, während italienische Musik die Nachfrage nach italienischen Weinen steigert. Auch der digitale Wandel steht zunehmend im Fokus ihrer Untersuchungen: Sie analysiert, wie fehlende sensorische Eindrücke im Onlinehandel durch Bilder und Beschreibungen ersetzt werden und inwiefern Künstliche Intelligenz auf solche Reize reagiert.

Darüber hinaus legt Imschloß Wert auf die Verknüpfung von Forschung und Praxis. Sie plant, in Hagen Netzwerke aufzubauen, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Unternehmen fördern. An der FernUni schätzt sie die Diversität der Studierendenschaft, die häufig Berufserfahrung mitbringt – ein Vorteil für die anwendungsnahe Forschung und Lehre. Ihr Ziel ist es, die Lehre interaktiv und digital weiterzuentwickeln, um den Anforderungen des Fernstudiums und der digitalen Zeit gerecht zu werden.

Auch außerhalb der Universität tritt Imschloß für eine verständliche Vermittlung ihrer Forschung ein: In Science Slams präsentiert sie ihre Themen auf unterhaltsame Weise und zeigt so, dass Wissenschaft auch für ein breites Publikum attraktiv sein kann. Ihrer Ansicht nach beeinflussen alltägliche Faktoren das Konsumverhalten deutlich stärker, als vielen Konsumentinnen und Konsumenten bewusst ist.

Quelle: FernUni vom 05.09.2025
Foto: Fernuniversität Hagen
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