Du willst dich selbstständig machen – aber dir fehlt das kaufmännische Fundament? Mit einem Fernkurs bereitest du dich neben dem Job oder aus der Arbeitslosigkeit heraus gezielt auf die Gründung vor. Die Preisspanne reicht von 483 € für einen kompakten Einstiegskurs bis über 2.500 € für einen Intensivlehrgang mit Businessplan-Training. Viele Kurse sind über Gründungszuschuss, AVGS oder Bildungsgutschein komplett förderbar.
Alle Kurse im Überblick
Wir verzeichnen insgesamt 14 Kurse im Fachbereich Existenzgründung.
Kaufmännischer Grundkurs
- Studiengemeinschaft Darmstadt
- 13 Monate
- ab 194 € monatlich
Kompaktkurs - Existenzgründung
- Institut für Lernsysteme
- 6 Monate
- ab 159 € monatlich
Kaufmännisches Praxiswissen
- Institut für Lernsysteme
- 13 Monate
- ab 159 € monatlich
Volkswirtschaftslehre kompakt
- AKAD University
- 4 Monate
- 5 ECTS
- ab 199 € monatlich
Existenzgründung
- BSA-Akademie
- 3 Monate
- Deutschland, Österreich
- ab 164 € monatlich
Kaufmännisches Grundwissen
- Deutsches eLearning Studieninstitut
- 8 Monate
- ab 120 € monatlich
Existenzgründung
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 12 Monate
- ab 89 € monatlich
Sichere Existenzgründung
- Institut für Lernsysteme
- 15 Monate
- ab 155 € monatlich
Erfolgreich selbständig werden
- Institut für Lernsysteme
- 9 Monate
- ab 169 € monatlich
Kompaktkurs - Existenzgründung
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 6 Monate
- ab 162 € monatlich
Sichere Existenzgründung
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 15 Monate
- ab 155 € monatlich
Erfolgreich selbständig werden
- Fernakademie für Erwachsenenbildung
- 9 Monate
- ab 169 € monatlich
Der Traum vom eigenen Unternehmen
- Laudius Akademie für Fernstudien
- 7 Monate
- ab 79 € monatlich
Gründerkurs oder kaufmännische Grundlagen: Was brauchst du?
Fernkurse für Existenzgründer lassen sich in zwei Kurstypen unterteilen: gründungsspezifische Kurse, die den Weg von der Geschäftsidee bis zur Gewerbeanmeldung begleiten, und kaufmännische Grundkurse, die breit angelegtes BWL-Wissen vermitteln. Welcher Typ zu dir passt, hängt von deiner Ausgangslage ab:
| Deine Situation | Empfohlener Kurstyp | Dauer | Beispielkurse |
|---|---|---|---|
| Erste Orientierung, Geschäftsidee testen | Kompakter Gründerkurs | 3–7 Mon. | Laudius |
| Gründung im Bereich Fitness/Gesundheit | Branchenspezifischer Gründerkurs | 3 Mon. | BSA-Akademie (inkl. Präsenzphase) |
| Nebenberuflich gründen, Überblick nötig | Gründerkurs mittel | 6–9 Mon. | Kompaktkurs ILS/FEB, Erfolgreich selbständig werden |
| Fundiert vorbereiten, Businessplan schreiben | Intensiver Gründerkurs | 15 Mon. | Sichere Existenzgründung ILS/FEB |
| BWL-Grundlagen fehlen komplett | Kaufmännischer Grundkurs | 8–13 Mon. | DeLSt, ILS, SGD |
| Gründungszuschuss beantragen (Nachweis nötig) | Zertifikatskurs mit Abschluss | 9–15 Mon. | Sichere Existenzgründung, Erfolgreich selbständig werden |
| Schon selbstständig, BWL nachholen | Kaufmännischer Grundkurs oder Spezialkurs | 5–13 Mon. | ILS, SGD, Haufe oder Spezialkurse in Marketing/Controlling |
Gründungsspezifische Fernkurse
Diese Kurse begleiten dich durch den gesamten Gründungsprozess – von der Geschäftsidee über den Businessplan bis zu Gewerbeanmeldung und ersten Marketingmaßnahmen. Je nach Kursdauer liegt der Fokus eher auf einem kompakten Überblick oder auf einer fundierten Vorbereitung mit eigenem Businessplan-Entwurf. Sonderfall BSA-Akademie: Deren Gründerkurs (3 Mon., 898 €) richtet sich speziell an Gründer im Bereich Fitness, Prävention und Gesundheit und beinhaltet eine dreitägige Präsenzphase.
Alle Fernkurse sind berufsbegleitend konzipiert. Der wöchentliche Lernaufwand liegt je nach Kurs bei 6–12 Stunden – du lernst im eigenen Tempo mit Studienbriefen und Online-Campus. Bei den meisten Anbietern lässt sich die Regelstudienzeit kostenlos verlängern, falls es neben Job oder Familie eng wird.
Der Unterschied zwischen einem 3-Monats-Kurs und einem 15-Monats-Intensivlehrgang ist erheblich: Kompaktkurse streifen die Kernthemen im Überblick – ideal, wenn du bereits Branchenerfahrung mitbringst und nur die formalen Grundlagen nachholen willst. Intensivkurse wie „Sichere Existenzgründung“ am ILS oder der FEB vertiefen jeden Bereich mit Praxisübungen, Fallstudien und einem eigenen Businessplan-Entwurf – rund 600 Lernstunden bei etwa 10 Stunden pro Woche.
Kaufmännische Grundkurse für Gründer
Dir fehlen Buchführung, Kostenrechnung oder betriebswirtschaftliche Grundlagen? Dann ist ein kaufmännischer Grundkurs die bessere Wahl – er liefert das Fundament, auf dem jede Selbstständigkeit steht. Diese Kurse richten sich nicht nur an Gründer, vermitteln aber genau das Wissen, das du für Steuern, Buchhaltung und Kalkulation brauchst:
| Kurs | Anbieter | Studiendauer | Kosten | |
|---|---|---|---|---|
| Volkswirtschaftslehre kompakt, Hochschulzertifikat | AKAD University | 4 Monate | ab 796 € insgesamt ab 199 € monatlich | |
| Kaufmännisches Grundwissen, Hochschulzertifikat | Deutsches eLearning Studieninstitut | 8 Monate | ab 960 € insgesamt ab 120 € monatlich | |
| Kaufmännisches Praxiswissen, Zertifikat | Institut für Lernsysteme | 13 Monate | ab 2067 € insgesamt ab 159 € monatlich | |
| BWL-Grundlagen, Zertifikat | Haufe Akademie | 5 Monate | ab 2090 € insgesamt ab 710 € monatlich | |
| Kaufmännischer Grundkurs, Zertifikat | Studiengemeinschaft Darmstadt | 13 Monate | ab 2528 € insgesamt ab 194 € monatlich |
Hinweis zum AKAD-Kurs: Der VWL-kompakt-Kurs an der AKAD University vermittelt volkswirtschaftliches Grundwissen (Makroökonomie, Wirtschaftspolitik) – nicht die betriebswirtschaftlichen Grundlagen, die du als Gründer im Alltag brauchst. Er ist vor allem interessant, wenn du später ein BWL-Studium anstrebst und dir ECTS-Punkte anrechnen lassen willst.
Was lernst du in einem Existenzgründerkurs?
Ob Kompaktkurs oder Intensivlehrgang – die Kernthemen überschneiden sich. Die folgende Übersicht zeigt, was dich in den verschiedenen Themenbereichen erwartet:
| Themenbereich | Typische Inhalte | Warum wichtig für Gründer? |
|---|---|---|
| Geschäftsidee & Markt | Geschäftsmodell entwickeln, Markt- und Wettbewerbsanalyse, Positionierung | Klärt, ob deine Idee tragfähig ist |
| Businessplan | Aufbau, Finanzplanung, Umsatzprognose, Bankgespräch vorbereiten | Voraussetzung für Kredite und Förderung |
| Recht & Formalitäten | Rechtsformwahl, Gewerbeanmeldung, Verträge, Versicherungen | Vermeidet teure Fehler bei der Gründung |
| Finanzen & Steuern | Buchführung, Umsatzsteuer, Einkommensteuer, Vorauszahlungen | Schützt vor Steuerfallen und Liquiditätsengpässen |
| Marketing & Vertrieb | Marketingstrategie, Kundengewinnung, Online-Marketing, Social Media | Ohne Kunden kein Umsatz |
| Personal & Organisation | Personalplanung, Mitarbeiterführung, Betriebsorganisation | Relevant, sobald du Mitarbeiter einstellst |
Kompaktkurse (3–7 Monate) streifen jeden Bereich im Überblick. Intensivkurse (9–15 Monate) vertiefen die Themen mit Praxisübungen – du erstellst einen eigenen Businessplan, rechnest Kalkulationen durch und übst die Gesprächsführung mit Banken und Investoren. Wer gezielt Einzelthemen wie Marketing, Controlling oder Projektmanagement vertiefen will, findet dazu eigene Fernkurse.
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Was ist dein Ziel?
Was kosten Gründerkurse per Fernstudium?
Fernkurse für Existenzgründer kosten zwischen 483 € und 2.528 €. Die Orientierung nach Kurstyp:
- Kompakte Gründerkurse (3–7 Mon.): 483–972 €
- Mittlere Gründerkurse (8–9 Mon.): 1.120–1.521 €
- Intensivlehrgänge (13–15 Mon.): 2.067–2.528 €
- Hochschulkurs AKAD (4 Mon.): 996 €
Im Vergleich zu Präsenzseminaren bei der IHK (oft 50–150 € für wenige Stunden) wirken die Preise hoch – der Umfang ist aber ein völlig anderer: Ein Intensivlehrgang wie „Sichere Existenzgründung“ umfasst rund 600 Lernstunden. Umgerechnet auf die Stunde zahlst du weniger als 4 €.
Förderung: Gründerkurs oft komplett finanzierbar
Die gute Nachricht: Kaum eine Weiterbildung ist so gut förderbar wie ein Gründerkurs. Je nach deiner Situation stehen dir mehrere Wege offen:
| Förderung | Für wen? | Wie viel? | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Gründungszuschuss | ALG-I-Empfänger, die gründen | bis 20.700 € (über 15 Mon.) | Mindestens 150 Tage ALG-I-Restanspruch nötig |
| AVGS | Arbeitslose/Arbeitsuchende | bis 100 % | Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit |
| Bildungsgutschein | Arbeitslose/von Arbeitslosigkeit Bedrohte | bis 100 % | Kurs muss AZAV-zertifiziert sein |
| Steuerliche Absetzbarkeit | Alle Gründer | Voller Betrag | Auch als vorweggenommene Betriebsausgaben (bis 1 Jahr vor Gründung) |
| Länderprogramme | Je nach Bundesland | Variiert | z. B. Bildungsscheck NRW, Weiterbildungsbonus Hamburg |
Der Gründungszuschuss ist keine reine Kursförderung, sondern sichert deinen Lebensunterhalt während der Gründungsphase. In Phase 1 (6 Monate) erhältst du dein bisheriges ALG I plus 300 € Pauschale für die Sozialversicherung. In Phase 2 (9 Monate) gibt es nur noch die 300-Euro-Pauschale. Voraussetzung: Du musst nachweisen, dass du für die Gründung ausreichend qualifiziert bist. Ein Zertifikat aus einem Gründerkurs stärkt deinen Antrag – zusätzlich brauchst du aber eine fachkundige Stellungnahme (z. B. von IHK, HWK, Bank oder Steuerberater), die dein Geschäftskonzept als tragfähig bewertet.
Häufige Fragen zur Weiterbildung für Existenzgründer
Vor der Anmeldung. Die meisten Gründerkurse sind darauf ausgelegt, dich auf die Selbstständigkeit vorzubereiten – inklusive Businessplan, Rechtsformwahl und Finanzplanung. Hast du das Gewerbe bereits angemeldet, fehlt dir diese Planungsphase. Außerdem hat der Zeitpunkt steuerliche Auswirkungen: Kursgebühren vor der Gewerbeanmeldung setzt du als vorweggenommene Betriebsausgaben ab, danach als laufende Betriebsausgaben. Beides ist absetzbar, aber die vorweggenommenen Betriebsausgaben können sich besonders lohnen, wenn du im Gründungsjahr noch geringe Einnahmen hast.
Der Ablauf: 1. Lass dich frühzeitig bei deiner Agentur für Arbeit beraten – am besten schon, bevor du kündigst. 2. Melde dich arbeitssuchend und stelle sicher, dass du mindestens 150 Tage ALG-I-Restanspruch hast. 3. Erstelle einen Businessplan – ein Intensiv-Fernkurs wie „Sichere Existenzgründung“ hilft dir dabei. 4. Hole eine fachkundige Stellungnahme ein, die dein Konzept als tragfähig bewertet (z. B. von IHK, Steuerberater oder Gründercoach). 5. Reiche den Antrag mit Businessplan, Stellungnahme und Kurszertifikat ein. Wichtig: Der Zuschuss ist eine Ermessensleistung – es gibt keinen Rechtsanspruch. Ein gut vorbereiteter Antrag mit Fernkurs-Zertifikat und solidem Businessplan erhöht deine Chancen deutlich.
Wenn du bereits gegründet hast und das Tagesgeschäft läuft, ist ein klassischer Gründerkurs meist zu grundlegend. Sinnvoller sind dann kaufmännische Grundkurse wie „Kaufmännisches Praxiswissen“ am ILS (13 Monate) oder der „Kaufmännische Grundkurs“ an der SGD – sie vertiefen gezielt Buchführung, Kostenrechnung und Personalwesen. Alternativ lohnen sich spezialisierte Kurse in Marketing, Controlling oder Projektmanagement, je nachdem, wo deine größte Lücke liegt.
IHK-Gründerseminare dauern meist einen halben bis ganzen Tag und verschaffen dir einen groben Überblick über Formalitäten und Fördermöglichkeiten – sie sind ein guter erster Schritt. Ein Fernkurs geht deutlich tiefer: Der Intensivlehrgang „Sichere Existenzgründung“ umfasst rund 600 Lernstunden, behandelt BWL-Grundlagen, Buchführung, Marketing und Personalwesen im Detail und begleitet dich beim Erstellen eines vollständigen Businessplans. Die IHK-Seminare sind ideal als Ergänzung, ersetzen aber keinen Fernkurs – und umgekehrt: Als IHK-Mitglied kannst du die kostenlose Gründungsberatung der Kammer zusätzlich zum Fernkurs nutzen.



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