Fachinformatiker Fernkurse im Vergleich: 3 Anbieter ab 172 €/Mon.

Anwendungsentwicklung, Systemintegration oder Digitalisierung – berufsbegleitend in 16 Monaten
 · Letzte Aktualisierung 28.02.2026

Der IT-Arbeitsmarkt sucht dringend Fachkräfte – laut Bitkom sind über 100.000 IT-Stellen unbesetzt. Mit einem Fernlehrgang zum Fachinformatiker kannst du dir berufsbegleitend in 16 Monaten fundiertes IT-Wissen aneignen, ab 172 € im Monat. Drei Fachrichtungen stehen zur Wahl: Anwendungsentwicklung, Systemintegration oder Digitalisierung.

Wichtig vorab: Der Fernlehrgang schließt mit einem Fernschul-Zertifikat ab – nicht mit einem IHK-Berufsabschluss. Für Quereinsteiger und Berufstätige, die IT-Kompetenzen aufbauen wollen, ist er trotzdem einer der schnellsten Wege in die Branche.

Alle Onlinekurse zum Fachinformatiker im Überblick

Wir verzeichnen insgesamt 9 Kurse im Fachbereich Fachinformatiker.

beliebt!
Aufstiegsfortbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  16 Monate
  • ab 209 € monatlich
  •  14 Kommentare & Fragen
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  16 Monate
  • ab 172 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  16 Monate
  • ab 232 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  16 Monate
  • ab 175 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  16 Monate
  • ab 175 € monatlich
  •  2 Kommentare & Fragen
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  16 Monate
  • ab 172 € monatlich
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Fernakademie für Erwachsenenbildung
  •  16 Monate
  • ab 172 € monatlich
Förderbar!
Aufstiegsfortbildung, Zertifikat
  •  Studiengemeinschaft Darmstadt
  •  16 Monate
  • ab 209 € monatlich
Förderbar!
Weiterbildung, Zertifikat
  •  Institut für Lernsysteme
  •  16 Monate
  • ab 172 € monatlich

Was kostet die Weiterbildung zum Fachinformatiker per Fernlehrgang?

Die Gesamtkosten liegen zwischen 2.752 € und 3.716 €. Monatlich zahlst du je nach Anbieter und Fachrichtung zwischen 172 und 232 €. Die Lehrgänge dauern einheitlich 16 Monate und können kostenlos um 8–9 Monate verlängert werden.

Alle drei Anbieter – ILS, FEB und SGD – gehören zur Klett-Gruppe. Aufbau und Inhalte der Lehrgänge sind weitgehend identisch. ILS und FEB sind etwas günstiger, die SGD liegt bei der Systemintegration am höchsten.

Fernlehrgänge Fachinformatiker im Preisvergleich
KursAnbieterStudiendauerKosten
16 Monateab 2752 € insgesamt
ab 172 € monatlich
16 Monateab 2752 € insgesamt
ab 172 € monatlich
16 Monateab 2752 € insgesamt
ab 172 € monatlich
16 Monateab 2752 € insgesamt
ab 172 € monatlich
16 Monateab 2800 € insgesamt
ab 175 € monatlich
16 Monateab 2800 € insgesamt
ab 175 € monatlich
16 Monateab 3344 € insgesamt
ab 209 € monatlich
16 Monateab 3344 € insgesamt
ab 209 € monatlich
16 Monateab 3716 € insgesamt
ab 232 € monatlich

Im Preis enthalten sind alle Studienmaterialien (25–28 Studienhefte), der Zugang zum Online-Campus, persönliche Betreuung durch Fernlehrer und die benötigte Software. Beim Schwerpunkt Digitalisierung bekommst du zusätzlich einen Raspberry Pi mit Sensoren, Tastatur und Maus – für praktische Übungen zu IoT und Edge Computing.

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Fernlehrgang oder IHK-Ausbildung: Was ist der Unterschied?

Die duale Berufsausbildung zum Fachinformatiker und der Fernlehrgang führen zu unterschiedlichen Abschlüssen – und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

IHK-AusbildungFernlehrgang
Dauer 3 Jahre (Vollzeit, dual) 16 Monate (berufsbegleitend)
Abschluss IHK-Berufsabschluss Fernschul-Zertifikat
Prüfung IHK-Abschlussprüfung Interne Einsendeaufgaben
Voraussetzung Ausbildungsvertrag + Berufsschule Keine formalen Voraussetzungen
Zielgruppe Berufseinsteiger, Schulabgänger Quereinsteiger, Berufstätige
Kosten Vergütet (Ausbildungsgehalt) 2.752–3.716 €

Der Fernlehrgang ersetzt keine IHK-Ausbildung – aber er muss es auch nicht. Für Berufstätige, die neben dem Job in die IT wechseln wollen, ist eine dreijährige Vollzeitausbildung oft keine Option.

Aber der Fernlehrgang ist nicht die einzige Alternative. Viele Quereinsteiger vergleichen auch mit Coding-Bootcamps (3–6 Monate Vollzeit, 5.000–15.000 €) oder reinem Selbststudium über YouTube und Plattformen wie freeCodeCamp. Der Unterschied: Ein Bootcamp ist schneller, aber teurer und erfordert, dass du deinen Job pausierst. Selbststudium ist kostenlos, aber ohne Struktur und ohne Abschluss scheitern viele an der Motivation. Der Fernlehrgang liegt dazwischen – er gibt dir einen klaren Lehrplan mit fester Betreuung, du kannst nebenberuflich lernen und hast am Ende ein Zertifikat, das zumindest zeigt: Du hast eine strukturierte Weiterbildung durchgezogen.

Welche Fachrichtung passt zu dir: AE, SI oder Digitalisierung?

Ob Anwendungsentwicklung, Systemintegration oder Digitalisierung – als Fachinformatiker arbeitest du dort, wo Unternehmen am dringendsten Fachkräfte suchen.

Alle drei Fernschulen bieten den Fachinformatiker in drei Fachrichtungen an. Die Wahl hängt davon ab, was dich am meisten interessiert – und wie du später arbeiten willst.

Anwendungsentwicklung (FIAE)

Du lernst, Software zu planen, zu programmieren und zu testen. Im Mittelpunkt stehen objektorientierte Programmierung mit C# und .NET, Datenbankentwicklung mit MySQL und VBA sowie Projektmanagement. Dein realistischer Einstieg als Quereinsteiger: Du steigst als Junior Developer oder Werkstudent in einem Entwicklerteam ein, schreibst kleinere Programmteile, fixst Bugs und lernst von erfahrenen Kollegen. Nach 1–2 Jahren Praxis übernimmst du eigene Module und Projekte. Für dich, wenn du analytisch denkst und gerne stundenlang an einem Problem tüftelst.

Systemintegration (FISI)

Hier stehen Netzwerke und IT-Infrastruktur im Fokus. Du lernst, virtuelle Maschinen mit VMware aufzusetzen, Windows-Server-Netzwerke zu administrieren, DNS und DHCP zu konfigurieren und Datenbanken mit MySQL/MariaDB und PHP zu betreiben. Dein realistischer Einstieg als Quereinsteiger: Du fängst im IT-Support oder Helpdesk an, löst Tickets, richtest Arbeitsplätze ein und unterstützt die Admins. Nach 1–2 Jahren wechselst du in die Systemadministration und betreust eigenständig Server und Netzwerke. Für dich, wenn du gerne Systeme verstehst und den Überblick über komplexe Infrastrukturen behältst.

Digitalisierung

Der neueste Schwerpunkt verbindet Netzwerktechnik mit Industrie 4.0 und IT-Sicherheit. Du lernst, Netzwerke aufzubauen, einen Raspberry Pi für IoT-Anwendungen zu programmieren, Messdaten zu visualisieren und Unternehmensnetzwerke gegen Angriffe zu schützen. Dein realistischer Einstieg als Quereinsteiger: Du startest im IT-Support eines produzierenden Unternehmens, betreust die Netzwerkinfrastruktur und wirst zum Ansprechpartner für Digitalisierungsprojekte. Das breite Profil öffnet Türen in verschiedene IT-Bereiche. Für dich, wenn du ein breites IT-Profil willst und dich für Automatisierung und IoT interessierst.

Finde in 1 Schritt den passenden Fachinformatiker-Fernlehrgang

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Was interessiert dich am meisten?

Was lernst du im Fernlehrgang zum Fachinformatiker?

Der Fernlehrgang umfasst 25–28 Studienhefte, die du im Selbststudium bearbeitest. Der wöchentliche Lernaufwand liegt bei 10–12 Stunden – so könnte eine typische Lernwoche neben dem Vollzeitjob aussehen:

  • Montag bis Donnerstag: Jeweils 1,5–2 Stunden abends nach der Arbeit – ein Studienheft-Kapitel durcharbeiten, Beispiele nachprogrammieren
  • Freitag: Pause oder nur kurz Notizen nachlesen
  • Samstag: 3–4 Stunden am Stück – Einsendeaufgaben bearbeiten, praktische Übungen am Rechner

Alle Fachrichtungen starten mit Grundlagen in Netzwerktechnik und Betriebswirtschaft, bevor es in die Spezialisierung geht.

FachrichtungSchwerpunkte
Anwendungsentwicklung C#/.NET-Programmierung, Datenbankentwicklung (MySQL, Access, VBA), XML/LINQ, Projektmanagement, objektorientierte Softwareentwicklung
Systemintegration VMware, Windows Server 2019, Active Directory, TCP/IP (IPv4/IPv6), DNS/DHCP, Netzwerkadministration, PHP/MySQL-Datenbankprogrammierung
Digitalisierung Netzwerktechnik, Windows Server, Linux, Raspberry Pi (IoT), OPC UA, Edge Computing, Industrie 4.0, IT-Sicherheit

Am Ende jeder Lerneinheit bearbeitest du Einsendeaufgaben, die von Fernlehrern korrigiert und bewertet werden. Nach erfolgreicher Bearbeitung aller Studienhefte erhältst du das Abschlusszeugnis der jeweiligen Fernschule. Jeder Anbieter bietet eine 4-wöchige Testphase an – wenn dir der Lehrgang nicht zusagt, kannst du kostenlos widerrufen.

Wie lässt sich die Weiterbildung finanzieren?

Die Fernlehrgänge zum Fachinformatiker sind nach AZAV zertifiziert. Das bedeutet: Wenn du die Voraussetzungen erfüllst, kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten über einen Bildungsgutschein zu 100 % übernehmen. Das ist vor allem für Arbeitssuchende und von Kündigung bedrohte Arbeitnehmer relevant.

Auch ohne Bildungsgutschein gibt es Optionen: Die monatliche Ratenzahlung ist bei allen Anbietern bereits im Preis enthalten – du zahlst also keine Finanzierungszuschläge. Zusätzlich lassen sich die Lehrgangskosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Je nach Steuersatz holst du so 30–40 % der Kosten zurück.

Was verdienen Fachinformatiker?

Fachinformatiker mit IHK-Abschluss verdienen laut StepStone und gehalt.de im Durchschnitt rund 56.500 € brutto pro Jahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 40.000 €, mit Berufserfahrung sind über 60.000 € möglich.

FachrichtungØ Jahresgehalt brutto
Anwendungsentwicklung ca. 51.500 €
Systemintegration ca. 54.500 €
Digitalisierung/IT-Sicherheit ca. 53.000–58.000 €

Regional liegen Hessen und Bayern vorne – in Frankfurt verdienen Fachinformatiker laut Gehaltsportalen bis zu 70.000 €. In großen Unternehmen (über 500 Mitarbeiter) liegen die Gehälter rund 600 € pro Monat höher als in Kleinbetrieben.

Ein ehrlicher Hinweis: Diese Gehaltszahlen beziehen sich auf Fachinformatiker mit IHK-Berufsabschluss und Berufserfahrung. Als Quereinsteiger mit Fernschul-Zertifikat und ohne IT-Berufserfahrung steigst du realistisch bei 28.000–35.000 € ein – typisch für Helpdesk- und Junior-IT-Support-Stellen. Mit 2–3 Jahren Praxis und nachweisbaren Projekten erreichst du 40.000–48.000 €. Ab 5 Jahren Erfahrung schließt sich die Lücke zu Fachinformatikern mit IHK-Abschluss weitgehend – dann zählt das Können mehr als der Weg dorthin.

Wie sieht der Weg in die IT nach dem Fernlehrgang konkret aus?

Ein Fernschul-Zertifikat allein reicht nicht, um sofort als IT-Fachkraft durchzustarten. Aber es ist ein solider erster Schritt – wenn du weißt, was danach kommt. So sieht ein realistischer Karrierepfad für Quereinsteiger aus:

Schritt 1: Während des Fernlehrgangs (Monat 1–16). Neben den Studienheften baust du ein eigenes Portfolio auf. Für AE: Eigene Projekte auf GitHub, kleine Tools oder Webapps programmieren. Für SI: Ein Heimlabor mit altem PC oder virtuellen Maschinen einrichten, Netzwerke konfigurieren. Für Digitalisierung: Raspberry-Pi-Projekte dokumentieren. Dieses Portfolio ist später wichtiger als das Zertifikat selbst.

Schritt 2: Der erste IT-Job (ab Monat 16). Bewirb dich gezielt auf Einstiegspositionen: IT-Support/Helpdesk (1st oder 2nd Level), Junior Systemadministrator, Junior Developer oder Werkstudent in IT-Abteilungen. Suche nach Stellentiteln wie „IT-Support-Mitarbeiter“, „Junior Systemadministrator“ oder „Trainee Softwareentwicklung“. Kleinere Unternehmen und IT-Dienstleister stellen eher nach Können als nach Abschluss ein.

Schritt 3: Erfahrung aufbauen (Jahr 1–3). Im Job lernst du mehr als in jedem Kurs. Nach 2–3 Jahren praktischer IT-Erfahrung hast du genug Wissen für anspruchsvollere Rollen – und dein Fernlehrgang interessiert niemanden mehr, weil deine Praxiserfahrung zählt. Optional: Mit 4,5 Jahren IT-Berufserfahrung kannst du die IHK-Prüfung als Externer ablegen und den formalen Abschluss nachholen.

Häufige Fragen zur Weiterbildung Fachinformatiker

Nein. Alle drei Fachrichtungen setzen keine Programmiervorkenntnisse voraus. Grundlegende PC-Kenntnisse und Interesse an IT-Themen genügen. Die Studienhefte führen schrittweise in die jeweiligen Themen ein – von den Grundlagen bis zu fortgeschrittenen Inhalten.

Ja. Alle Fernlehrgänge zum Fachinformatiker bei ILS, FEB und SGD sind nach AZAV zertifiziert und können über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit oder des Jobcenters gefördert werden – bis zu 100 % der Kosten.

Grundsätzlich ja – aber nicht direkt. Für die externe IHK-Prüfung brauchst du in der Regel mindestens 4,5 Jahre einschlägige Berufserfahrung im IT-Bereich. Der Fernlehrgang vermittelt fachliche Grundlagen, ist aber kein offizieller IHK-Vorbereitungskurs. Wenn du den IHK-Abschluss anstrebst, kann der Fernlehrgang ein erster Schritt sein – die Berufspraxis musst du zusätzlich sammeln.

Wenn du unter 25 bist und noch keine Berufsausbildung hast, ist die duale IHK-Ausbildung der bessere Weg – du verdienst während der Ausbildung und erhältst einen anerkannten Berufsabschluss. Auch wenn du bereits umfangreiche IT-Erfahrung mitbringst, bietet der Lehrgang möglicherweise wenig Neues. In dem Fall könnten spezialisiertere Weiterbildungen in Softwareentwicklung, Netzwerkadministration oder Künstlicher Intelligenz passender sein.

Die drei Anbieter gehören alle zur Klett-Gruppe und bieten jeweils alle drei Fachrichtungen an. Studienhefte, Inhalte und Betreuungskonzept sind weitgehend identisch. Der größte Unterschied liegt im Preis: ILS und FEB (beide Hamburg) sind mit 172–175 €/Mon. etwas günstiger als die SGD (Darmstadt) mit 205–232 €/Mon. Bestell dir das kostenlose Infomaterial aller drei Anbieter und vergleiche die Probelektionen – die Unterschiede liegen im Detail.

Du darfst dich nicht „Fachinformatiker“ im Sinne des IHK-Berufsabschlusses nennen. Aber: Arbeitgeber im IT-Bereich schauen vor allem auf praktische Fähigkeiten und Erfahrung – nicht nur auf formale Abschlüsse. Mit dem Fernschul-Zertifikat plus eigenem Portfolio (GitHub-Projekte, Praxiserfahrung) stehen deine Chancen in der IT gut. Besonders im IT-Support, in der Systemadministration und in kleineren Unternehmen zählt Können mehr als der Titel.

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