Für wen eignet sich die Weiterbildung zum Ernährungscoach?
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus dem Ernährungs- oder Gesundheitsbereich, die bereits grundlegende Kenntnisse in Ernährungswissenschaften besitzen. Besonders geeignet bist du, wenn du die Ernährungstrainer/in-B-Lizenz abgeschlossen hast und praktische Erfahrung in der Ernährungsbetreuung vorweisen kannst. Zielgruppen sind Trainerinnen und Trainer, Beraterinnen und Berater oder Personen, die beratend tätig werden wollen, etwa in Fitnessstudios, Gesundheitszentren, Kitas oder Senioreneinrichtungen. Mit diesem Aufbaukurs qualifizierst du dich für die professionelle Einzel- und Gruppenberatung, auch für spezielle Zielgruppen wie Kinder, Schwangere oder ältere Menschen.
Welche formalen Voraussetzungen sind für die Zulassung erforderlich?
Du wirst zum Lehrgang zugelassen, wenn du folgende Bedingungen erfüllst:
- Nachweis der „Ernährungstrainer/in-B-Lizenz“ der BSA-Akademie oder eine vergleichbare Vorqualifikation im Ernährungsbereich
- Möglichst mehrmonatige, praktische Erfahrung in der Ernährungsbetreuung
- Alternativ: Nachweis von einschlägigen Kenntnissen und Fähigkeiten, die durch Zeugnisse oder andere Nachweise belegt werden können
- Verbindlich ist die Teilnahme an einer dreitägigen Präsenzphase (vor Ort oder digital)
Weitere spezifische Zugangsbeschränkungen wie ein Mindestalter oder ein bestimmter Schulabschluss sind nicht angegeben.
Persönlich solltest du Motivation für gesundheitsfördernde Beratung, Offenheit für psychologische und didaktische Methoden sowie kommunikative Kompetenzen mitbringen. Empfohlen wird Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen in verschiedene Zielgruppen und organisatorisches Geschick für die Durchführung von Beratungen, Gruppenangeboten und Seminaren. Praktische Erfahrungen, beispielsweise durch erste Beratungsleistungen, erleichtern dir den Einstieg und die Anwendung der Kursinhalte.
Welche Inhalte erlernst du im Fernlehrgang Ernährungscoach?
Im Lehrgang „Ernährungscoach“ setzt du dich intensiv mit den organisatorischen und inhaltlichen Grundlagen der Ernährungsberatung auseinander. Du lernst unter anderem:
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Du erfährst, welche gesetzlichen Vorgaben für Ernährungsberatung gelten, welche Aufgaben und Tätigkeiten zu diesem Berufsfeld gehören, und wie der Schritt in die Existenzgründung gelingt.
- Praktische Beratungskompetenz: Du eignest dir psychologische Strategien zur Verhaltensänderung an, lernst verschiedene Beratungsarten kennen und bekommst Werkzeuge für den effektiven Ablauf von Beratungsgesprächen, einschließlich Kommunikation und Gesprächsführung.
- Erstellung und Durchführung von Kursen: Du entwickelst Kurskonzepte im Bereich Ernährung, gestaltest deren Ablauf und kannst diese später eigenständig umsetzen.
- Arbeiten mit Gruppen: Du bereitest Seminare, Vorträge und Gruppenveranstaltungen vor, erlernst Präsentationstechniken und Rhetorik für eine überzeugende Vermittlung von Wissen.
- Zielgruppengerechte Ernährung: Du erhältst praxisbezogene Kenntnisse zur Ernährung für Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren. Hierbei werden physiologische und altersspezifische Besonderheiten berücksichtigt.
- Vergleich verschiedener Ernährungsformen: Im Kurs analysierst du die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), LOGI, Vegetarismus sowie regionale und religionsspezifische Ernährungsweisen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermittlung psychologischer Grundlagen für eine nachhaltige Verhaltensänderung, inklusive Motivationstechniken und Rückfallprävention. Nach Abschluss bist du in der Lage, methodisch fundiert und zielgruppenorientiert Einzelberatungen wie auch Gruppenkonzepte durchzuführen.
Wie gestaltet sich der Ablauf der Weiterbildung?
Der Kurs ist als Aufbauqualifikation konzipiert und umfasst eine Regelstudienzeit von drei Monaten. Die Wissensinhalte eignest du dir in flexibler Fernlernphase an. Ein dreitägiges Seminar bildet die Präsenzphase, die entweder an einem der bundesweiten Lehrgangszentren oder digital absolviert werden kann. Damit hast du die Wahl zwischen persönlicher Teilnahme vor Ort oder einer ortsunabhängigen Online-Teilnahme.
Zentrale Elemente des Ablaufs:
- Selbststudium mithilfe von Lernmaterialien im eigenen Tempo
- Dreitägige verpflichtende Präsenzphase (vor Ort oder digital)
- Abschlussprüfung in Form einer Klausur, wahlweise in Präsenz oder online
Nach bestandener Prüfung erhältst du das Zertifikat „Ernährungscoach“. Die Weiterbildung ist staatlich geprüft und zugelassen (ZFU-Nummer 7177007) und entspricht der Fernstudien-DQR-Stufe 4, sodass sie als berufsqualifizierende Zusatzqualifikation anerkannt wird.
Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet dir dieser Abschluss?
Mit dem Abschluss als Ernährungscoach qualifizierst du dich für Tätigkeiten in einem wachsenden Gesundheits- und Präventionsmarkt. Berufschancen bestehen insbesondere in folgenden Bereichen:
- Durchführung von Einzel- und Gruppenberatungen für spezifische Zielgruppen wie Schwangere, Kinder, Seniorinnen und Senioren
- Leitung von Ernährungsseminaren, Vorträgen und Kursen in Gesundheitszentren, Fitnessstudios oder Volkshochschulen
- Entwicklung und Umsetzung zielgruppenspezifischer Ernährungskonzepte und Programme
- Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit als Ernährungscoach oder Erweiterung bestehender Angebote im Präventions- und Gesundheitsbereich
Die Vermittlung von Beratungskompetenz und methodischem Wissen versetzt dich in die Lage, neue Marktpotenziale zu erschließen und die eigene berufliche Position zu stärken, beispielsweise als Aufbauqualifikation für bereits Tätige im Ernährungs- oder Fitnessbereich.
Mit welchen Kosten musst du für den Ernährungscoach rechnen, und wie kannst du finanzieren?
Die Gesamtkosten für den Lehrgang „Ernährungscoach“ bei der BSA-Akademie betragen 898 Euro bei Einmalzahlung. Alternativ kannst du die Teilnahmegebühr in sechs monatlichen Raten à 164 Euro begleichen (Gesamtsumme in Raten: 984 Euro).
- Einmalzahlung: 898 Euro
- Ratenzahlung: 6 x 164 Euro (gesamt 984 Euro)
Zudem stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel die (Teil-) Förderung durch Bildungsprämien oder Arbeitgeberzuschüsse. Die BSA-Akademie ist als staatlich geprüfter und zugelassener Anbieter registriert, was die Anerkennung und Förderung erleichtert. Die Kursgebühren können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Weiterbildungskosten abgesetzt werden.
Studienberatung
Fragen an die Studienberatung? Stell deine Frage hier, auch anonym. Ein Mitarbeiter der Einrichtung Weiterbildung oder die Redaktion wird dir antworten.